Autor Thema: Therapien zu Multiple Sklerose  (Gelesen 4614 mal)

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Richi

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Therapien zu Multiple Sklerose
« am: 30. Januar 2009, 11:47 »

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090130008

   Stammzellen-Transplantate gegen Multiple Sklerose
   Erstmals Reversion von Schädigungen nachgewiesen

   Chicago (pte/30.01.2009/10:00) - Stammzellen-Transplantate könnten, wenn
   sie früh genug eingesetzt werden, Symptome Multipler Sklerose (MS)
   kontrollieren und sogar rückgängig machen. Zu diesem Ergebnis ist eine
   kleine Studie der Northwestern University School of Medicine gekommen.
   Keinem der 21 Erwachsenen mit schubhaft-remittierender MS, denen
   Stammzellen aus ihrem eigenen Knochenmark implantiert wurden, ging es
   innerhalb von drei Jahren schlechter. 81 Prozent verbesserten sich
   zumindest um einen Punkt auf der Skala der Fähigkeitsstörungen bei
   neurologischen Erkrankungen. Weitere Tests sind jetzt geplant. Details
   der Studie wurden in The Lancet Neurology veröffentlicht.

   Unter Multipler Sklerose leiden laut BBC allein in Großbritannien rund
   85.000 Menschen. Zu Beginn verursacht die Krankheit meist
   intermittierende Symptome, die teilweise reversibel sind. Zehn bis 15
   Jahre nach dem Eintreten der Krankheit entwickeln die meisten Patienten
   eine sekundäre fortschreitende MS, die mit einer schrittweisen aber nicht
   mehr rückgängig zu machenden neurologischen Beeinträchtigung einhergeht.
   Der aktuelle Behandlungsansatz, die so genannte "autologous
   non-myeloablative haemopoietic stem-cell transplantation", wurde bereits
   in der Vergangenheit an MS-Patienten getestet. Der Erfolg hielt sich
   jedoch in Grenzen.

   Das Team um Richard Burt http://www.medschool.northwestern.edu
   argumentiert, dass bei den meisten anderen Studien versucht wurde, die
   Transplantationen bei Patienten durchzuführen, die bereits an der
   sekundären Form der Krankheit litten. An den aktuellen Tests nahmen
   Personen in einem früheren Krankheitsstadium teil, die im vergangenen
   Jahr trotz Behandlung zwei Rückfälle erlitten hatten. Ihnen wurde eine
   Transplantation angeboten. Stammzellen der Patienten wurden entnommen und
   eingefroren. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmer Medikamente zur
   Entfernung der schädigenden Immunzellen. Die Stammzellen wurden
   anschließend dem Körper wieder zugeführt um das Immunsystem zu
   regenerieren - es sozusagen wieder zurückzusetzen.

   Fünf Patienten erlitten einen Rückfall. Sie erlebten jedoch nach einer
   weiteren Behandlung eine Remission. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler
   an einem randomisiert kontrollierten Test mit einer größeren Anzahl von
   Patienten. Ziel ist es, den neuen Behandlungsansatz mit Standardverfahren
   zu vergleichen. Burt betonte, dass diese Studie erstmals eine Reversion
   von Schädigungen nachweise. "Ich gehe davon aus, dass die Wende darin
   besteht, dass das Gehirn sich selbst repariert." (Ende)

     Aussender: pressetext.austria
   Redakteur: Michaela Monschein
   email: monschein@pressetext.com
   Tel. +43-1-81140-0

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Re: Therapien zu Multiple Sklerose
« Antwort #1 am: 03. September 2010, 19:35 »
03.09.2010   
   
   Innovative Therapie gegen Multiple Sklerose: Manipulierte T-Zellen setzen Neuronen-schützendes Protein frei

Eine neuartige viel versprechende Therapie könnte schon bald für Multiple-Sklerose-Patienten zur Anwendung kommen. Einer Forschungsgruppe des krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) http://www.kompetenznetz-multiplesklerose.de ist es gelungen, T-Zellen zu manipulieren. Diese richten sich bei MS-Patienten gegen die eigenen Nervenzellen und zerstören sie. Dadurch konnte ein Neuronen-schützendes Protein durch die Blut-Hirn-Schranke geschleust werden, ohne die Immunantwort zu beeinflussen.

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=31120