Autor Thema: Österreichs Einkaufszentren: Wir fordern das Rauchverbot in allen Gaststätten  (Gelesen 2987 mal)

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Tanja

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ACSC - Österreichische Fachvereinigung für Einkaufszentren
   
Einkaufszentren für Rauchfreiheit

Utl.: Gesetz schafft Ungleichbehandlung der Gastronomie
Raucher meiden EKZ-Lokale

Baden (OTS) - Die im ACSC (Österreichische Fachvereinigung für
Einkaufszentren) vertretenen Einkaufszentren fordern ein komplettes
Rauchverbot in der Gastronomie - aus Gründen des Nichtraucher- und
Mitarbeiterschutzes sowie Gleichbehandlung der
Einkaufszentren-Gastronomen mit Gastronomiebetrieben außerhalb von
Einkaufszentren. "Wirte in Einkaufszentren sind krass benachteiligt",
sagt ACSC-Obmann Dr. Stephan Mayer-Heinisch.

   "Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren sind, sofern sie nicht
über abgeschlossene Räumlichkeiten verfügen, gegenüber allen anderen
Wirten durch das Tabakgesetz krass benachteiligt", stellt
Mayer-Heinisch fest. "Da Einkaufszentren per Gesetz zu öffentlichen
Orten erklärt wurden, was ja grundsätzlich die Funktion eines
funktionierenden Einkaufszentrums als Marktplatz unterstreicht, haben
solche Wirte aber keine Wahlmöglichkeit, sofern ihr Lokal kleiner als
50 m2 ist, und keine Abtrennmöglichkeit, wenn es größer ist".

   Die Erfahrungen der ersten knapp sechs Wochen zeigten teils
katastrophale Umsatz-Rückgänge in der EKZ-Gastronomie, weil die
Kunden die EKZ-Lokale meiden, wenn sie nicht rauchen dürfen - sehr
wohl aber im nächstgelegen Lokal außerhalb des Einkaufszentrums,
stellte ACSC-Generalsekretärin Dr. Sabine Schober fest.

   "Da alle bisherigen Aussagen von Gesundheitsminister Alois Stöger
und seinem Ministerium darauf schließen lassen, dass weder mit der
Gleichbehandlung der EKZ-Gastronomen zu rechnen ist, noch mit der
Genehmigung baulicher Maßnahmen, bleibt nur eine Möglichkeit: Ein
totales Rauchverbot in der Gastronomie, wie das die Gastro-Betriebe
der Spar-Gruppe bereits praktizieren, indem deren Lokale ebenfalls zu
öffentlichen Räumen erklärt werden, im Sinn des Nichtraucher- und
Mitarbeiterschutzes sowie der Gleichbehandlung aller
Gastronomiebetriebe", schloss Dr. Stephan Mayer-Heinisch, Obmann des
ACSC.

Rückfragehinweis:
   ACSC-Generalsekretärin Dr. Sabine Schober
   Tel.: 0676/6289401   

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***


A C H T U N G :

+ Presseaussendung Totales Rauch- und Tabakverbot: http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,2957.msg7819.html#msg7819

+ Presseaussendung Weltkrebstag 4.2.2009 (und Rauchen): http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,2963.msg7838.html#msg7838


« Letzte Änderung: 09. Februar 2009, 14:15 von Tanja »

Werner

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Österreichs Einkaufszentren: Rauchverbot seit 2005
« Antwort #1 am: 21. März 2009, 17:46 »

Wirtschaftskammer Österreich / 16.02.2009

Gastronomie gegen Forderung der EKZ Betreiber nach totalem Rauchverbot

Utl.: Hinterleitner: "Ein Wettbewerbsnachteil ist nicht erkennbar" -

"Generelles Rauchverbot soll von der Nichterfüllung eigener Verpflichtungen ablenken"

Wien (PWK113) - Wenig Verständnis für die Forderung der Betreiber
von Einkaufszentren (EKZ) nach einem totalen Rauchverbot hat der
Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich.

  "Dass in den Einkaufsmalls Rauchverbot besteht, ist bereits seit
dem Jahr 2005 Tatsache.
Gekümmert haben sich die Betreiber darum
bisher nicht. Da es nun seit 1. Jänner Strafen für die
Einkaufszentrenbetreiber gibt, fällt ihnen nichts Besseres ein als
ein generelles Rauchverbot für alle Gastronomiebetriebe zu
verlangen", ärgert sich Hinterleitner. Die EKZ-Betreiber agierten
offenbar frei nach dem Motto "Wenn ich ein Problem habe, sollen es
auch die anderen nicht besser haben. Das ist doch eine Farce."

   Das Argument, dass Gastwirte in EKZ einen Wettbewerbsnachteil
hätten, der nur durch ein totales Rauchverbot in der Gastronomie
ausgeglichen werden könne, sei absolut hanebüchen. Eine derartige
Wettbewerbsverzerrung setze eine Konkurrenzsituation voraus. Eine
solche liege jedoch nur in den seltensten Fällen vor. "Die
Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren werden in erster Linie dazu
genutzt, um sich eine Pause vom Shoppen zu gönnen. Es wird jedoch
niemand für einen Kaffee oder eine Zigarette das Einkaufszentrum
verlassen. Wenn diese Gastwirte benachteiligt sind, dann deshalb,
weil sie nur Mieter bzw. Pächter der Lokale sind und die Betreiber
der Einkaufszentren anscheinend keinerlei Interesse zeigen, sie bei
Maßnahmen zur Schaffung abgetrennter Raucherbereiche zu unterstützen.
Mit der Forderung nach einem totalen Rauchverbot möchten sich die
Betreiber offensichtlich ihrer Verpflichtungen auf elegante Weise
entledigen", kritisiert der Sprecher der österreichischen Gastronomie
die Stellungnahme von Stephan Mayer- Heinisch, des Obmanns des
EKZ-Verbandes. "Es wäre empfehlenswerter, wenn die Betreiber die
betroffenen Gastronomen bei Investitionen zur Schaffung getrennter
Raucherbereiche unterstützen anstatt ein generelles Rauchverbot für
alle zu fordern". (hp)

Rückfragehinweis:


   Wirtschaftskammer Österreich
   Fachverband Gastronomie
   Dr. Thomas Wolf
   Tel.: (++43) 0590 900-3560
   mailto:gastronomie@wko.at
   http://diegastronomie.at