Autor Thema: Kinder und Diabetes  (Gelesen 5629 mal)

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hilde

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Kinder und Diabetes
« am: 10. Februar 2009, 21:38 »
10/02/09,12:00, Aerzte_Zeitung

Kinder mit Diabetes in der Schule - da ist viel zu verbessern

Junge Menschen mit Diabetes erhalten zu wenig soziale und psychologische Unterstützung. Vor allem in der Schule hapert es mit einer guten Betreuung. Zu diesem abschließenden Ergebnis ist die DAWN*-Youth-Befragung gekommen, die in Budapest vorgestellt wurde.

Für die Untersuchung haben 6700 Menschen - Kinder und Jugendliche mit Diabetes, Eltern und Pfleger - aus acht Ländern einen Fragenbogen beantwortet. Erfragt wurden Wünsche und Bedürfnisse in Zusammenhang mit der Erkrankung. Teilgenommen haben außer Deutschland Brasilien, Dänemark, Italien, Japan, Niederlande, Spanien und die USA.

Als ein wesentlicher Schlüsselbereich für künftige Initiativen ergibt sich aus den Ergebnissen: die Schule. Denn neun von zehn Kindern mit Diabetes habe keine Unterstützung in der Schule.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Medizin_Detail?articleItemId=3e5a0386b6deee690a3f9fccf67d4e67

Dietmar E.

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Re: Kinder und Diabetes
« Antwort #1 am: 24. April 2009, 16:07 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090423024 [ Foto ] [ Pressemappe ]

DiabetesMARKT zeigt wachsendes Gesundheits-Problem bei Kindern und Jugendlichen
Ärzte und Diabetes-Experten am 23. Mai in Leipzig - Pressekonferenz am 8. Mai
 
Leipzig/München (pts/23.04.2009/12:30) - Drei Viertel der übergewichtigen Teenager sind Studien zufolge auch im Erwachsenenalter übergewichtig. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Risiko eines Diabetes mellitus (Typ 2) aus. Beim 18. DiabetesMARKT auf dem Leipziger Marktplatz am 23. Mai ist die Situation von Kindern und Jugendlichen daher ein wichtiges Schwerpunktthema. Die Diabetesstiftung DDS (http://www.diabetesstiftung.de) richtet den DiabetesMARKT jährlich in einer deutschen Metropole aus. Das Programm der diesjährigen Veranstaltung ist als PDF unter http://img.pte.at/files/binary/3854.pdf abrufbar.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien werden für den 8. Mai zu einer Pressekonferenz eingeladen. Die Pressekonferenz wird gemeinsam veranstaltet von der Diabetesstiftung DDS, der Stadt Leipzig und dem Uniklinikum, siehe Informationen unter http://img.pte.at/files/binary/3888.pdf . Ein Antwortfax steht zum Ausdrucken unter http://img.pte.at/files/binary/3890.pdf .

Große Zahl übergewichtiger Kinder sind Diabetes-gefährdet und haben oft schon Gefäßschäden
Zum Typ 2 Diabetes und der Adipositas (starkes Übergewicht) im Kindes- und Jugendalter sagt Professor Dr. med. Wieland Kiess, Chefarzt und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche in Leipzig: "6 - 8 % aller deutschen Kinder sind adipös, 11 - 13 % übergewichtig. Dies bedeutet, dass mehr als doppelt so viele Kinder und Jugendliche adipös sind als vor 10 Jahren, ca. 10 - 20 % adipöser Jugendlicher haben bereits eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels (Vorläufer der Typ 2 Diabetes-Erkrankung). Außerdem haben wir mindestens eine jährliche Verfünffachung der Neuerkrankungen an Typ 2 Diabetes bei Jugendlichen in Deutschland."

Wichtigstes Instrument, um dieser Lage zu begegnen, ist die Prävention. Während eine Heilung des Diabetes kaum möglich ist, ist das Vorbeugen einfach machbar. Dazu Professor Kiess: "Es gibt neue Ansätze zur Verhinderung bzw. zum Abbremsen der Adipositas-Entwicklung im Kindes- und Jugendalter. Projekte im Freistaat Sachsen und in anderen Bundesländern zeigen erste Erfolge. So wird angenommen, dass innerhalb der letzten drei Jahre kein weiterer Anstieg an Adipositas und Folgeerkrankungen im Kindes- und Jugendalter zu verzeichnen ist. Präventionsstrategien zeigen also Erfolg. Es gilt, Prävention flächendeckend in allen Bundesländern umzusetzen und Bevölkerung und Ärzte auf die Möglichkeiten der Verhinderung von Stoffwechselerkrankungen hinzuweisen."

Experten und Themen der Pressekonferenz
Bereits am 8. Mai steht von 11-12 Uhr ein hochkarätiges Expertenteam für Fragen von Medienvertretern zur Verfügung:

* Prof. Dr. Thomas Fabian, Bürgermeister der Stadt Leipzig und Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
- als Gastgeber des 18. DiabetesMARKT, für den Schirmherrn OB Burkhard Jung.

* Prof. Dr. Wieland Kiess, Chefarzt - Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Leipzig
- Thema: Kinder und Jugendliche mit Adipositas - auf dem Weg zu Typ 2 Diabetes

* Dr. Jürgen Krug, Chefarzt der Med. Klinik West des Klinikums St. Georg, Leipzig
- Diabetes (Typ 2) bei Erwachsenen und dessen präventive Behandlung sowie Gestationsdiabetes (Schwangerschaft)

* Reinhart Hoffmann, Beauftragter des Vorstands Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS), München
- Rolle und Aufgaben der Diabetesstiftung DDS - Bedeutung des jährlichen DiabetesMARKTs

* Prof. Dr. Volker Mattausch, Leipzig
- Organisation und Ablauf für den DiabetesMARKT Leipzig

* Ein betroffener Leipziger Bürger mit Diabetes Typ 2

Weitere Aktivitäten in Leipzig, Sachsen und bundesweit
Der DiabetesMARKT ist zugleich Auftakt einer Gesundheits-Vorsorge-Woche in Sachsen. Im unmittelbaren Vorfeld des DiabetesMARKTs findet in Leipzig die Jahresversammlung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) mit etwa 8.000 Diabetologen und Diabetes-Experten statt - Details dazu unter http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/jahrestagung2009/

Die Diabetesstiftung DDS (http://www.diabetesstiftung.de) fördert die Forschung und betreibt massive Öffentlichkeitsarbeit für die Risiko-Erkennung zur Vorsorge und lobt mit der Nachrichtenagentur ddp auch ihren MedienPREIS aus, siehe http://www.diabetesstiftung.de/medienpreis.html

Pressekontakt:
Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)
Reinhart Hoffmann
Tel: 089 / 579 579-11
email: reinhart.hoffmann@diabetesstiftung.de (Ende)

 
Aussender: Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)
Ansprechpartner: Reinhart Hoffmann
email: reinhart.hoffmann@diabetesstiftung.de
Tel. 089 / 579 579-11
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

admin

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Kinder, Jugendliche: 100 % mehr mit Diabetes
« Antwort #2 am: 03. Juni 2010, 13:20 »

Mich wundert, dass "diese" Leute nicht Studien anderer lesen,
wo es mehrfach eindeutig ist, dass aktives ODER passives Rauchen die Diabetesgefahr um das x-fache erhöht?

Jetzt ist Österreich Weltmeister bei den jungen RaucherInnen, aber auch mit Spitzenrang bei jungen Erwachsenen.
Wo treffen sich Schwangere, junge Mütter mit Kinder?
Richtig, im Cafehaus, zu 80 % verraucht.
Also!

Soll das anders werden hilft nur: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html
    



Steiler Anstieg der Kinder-Diabeteserkrankungen erfordert neue Betreuungsstrukturen

   Wien (OTS) - Die ÖDG präsentierte in einer Pressekonferenz am 2.
Juni in Wien die neuesten Diabetes Inzidenz-Zahlen bei Kindern und
Jugendlichen. Demnach hat sich im aktuell ausgewerteten
Beobachtungszeitraum von 1999 bis 2008 die Zahl der Neuerkrankungen
von Diabetes mellitus Typ1 bei Kindern und Jugendlichen verdoppelt,
v.a. sind immer mehr junge Kinder unter 5 Jahren davon betroffen. Die
Ursachen dafür sind noch weitgehend unklar. Die Tendenz ist weiterhin
alarmierend steigend. Interessanter Weise blieb dagegen - trotz
Zunahme des Übergewichts im Kindesalter - die Zahl der an Diabetes
mellitus Typ 2 neu erkrankten Kinder weitgehend konstant.

   Angesichts der derzeit bestehenden Unterversorgung fordert die
ÖDG, vor allem zur Verhinderung oft lebensbedrohlich akuter
Komplikationen wie einer schweren Hypoglykämie oder einer
diabetischen Ketoazidose, den dringlichen Ausbau medizinischer
Versorgungsstrukturen für diabetische Kinder.

   Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische
Diabetologie und Endokrinologie Österreich unter dem Vorsitz von
Prof. Dr. Birgit Rami veröffentlichte dazu aktuelle
Versorgungs-Leitlinien in Abstimmung mit anderen europäischen
Ländern. "Die medizinische Versorgung in Österreich entspricht leider
nicht dem internationalen Standard, v.a. fehlt es oft an
Diabetesberatern und Psychologen", bedauert Prof. Rami. Neben der
Vermeidung akut bedrohlicher Komplikationen vermag die geforderte
Strukturverbesserung und damit verbesserte Diabetesschulung auch
langfristige Komplikationen (Gefäßveränderungen bis hin zu
Erblindung, Amputation, Dialyse, u.ä.) im späteren Erwachsenenalter
weitgehend zu verhindern.

Geforderte Struktur zu Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit
Diabetes mellitus

   Die neu geforderten Strukturen arbeiten multidisziplinär und
sollen an diabetologisch spezialisierten, pädiatrischen Zentren
eingerichtet werden. Gefordert wird ein Team, bestehend aus einem
Kinderdiabetologen, Diabetesberater, Diätologen, Psychologen und
einem Sozialarbeiter. Viele Kinder und Eltern haben ein
Akzeptanzproblem mit der Krankheit oder häufig zusätzliche
Erkrankungen (z.B. Zöliakie, Schilddrüsenfuktionsstörungen) oder auch
Essstörungen, Teilleistungsschwächen, u.v.m. Der Psychologe hilft
diese zu erkennen und organisiert, wenn nötig, eine Psychotherapie.
Wenn das Kindeswohl gefährdet ist (z.B. Vernachlässigung), wird die
Unterstützung durch einen Sozialarbeiter benötigt, um Abhilfe zu
schaffen.

Die geforderten bzw. empfohlenen Teamkapazitäten pro 100 Patienten
mit Diabetes:

 - 1,0 Kinderarzt//Diabetologe
 - 1,0 Diabetesberater
 - 0,3 Psychologe
 - 0,3 Kinderkrankenpfleger
 - 0,2 Diätologe
 - 0,2 Sozialarbeiter
 - 0,25 Schreibkraft (mit Dateneingabe im Rahmen der
        Qualitätssicherung, oder Briefe )

   Derzeit haben nicht einmal die Uni-Kliniken in Innsbruck, Graz,
Wien und Salzburg annähernd eine solche Versorgungsstruktur, wie sie
für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus
notwendig wäre. Das heißt, es muss diesbezüglich in Österreich klar
von einer medizinischen Unterversorgung gesprochen werden.
Gesundheitsminister Alois Stöger verweist, darauf angesprochen, auf
einen kürzlich initiierten Dialog zur Kinder- und Jugendgesundheit,
mit dem Ziel gemeinsam eine Strategie zur Optimierung einer
kindergerechten Gesundheitsversorgung zu entwickeln. In punkto
Diabetesbetreuung zeigt er sich auf Anfrage der ÖDG "zuversichtlich,
gemeinsam zu konstruktiven Vorschlägen, die auch realisierungsfähig
sind" zu gelangen.

   Das EU-Projekt SWEET, will ebenfalls die Versorgung in Europa
verbessern (http://sweet-project.eu/html/en/index_html). Österreich
nimmt an diesem Projekt teil.

Schule/Kindergarten

   Die Betreuung von Kindern mit Diabetes in der Schule und im
Kindergarten stellt oft ein ebenso großes Problem dar, da dies einen
zusätzlichen Betreuungsaufwand für die Pädagogen bedeutet. Diese sind
oft nicht geschult, fürchten sich häufig vor der Verantwortung und
dies mündet darin, dass Kinder mit Diabetes öfters keine
Kindergartenplatz finden, oder an Schulveranstaltungen nicht
teilnehme dürfen. Ein Lösungsansatz wäre es hier vermehrt mobile
Krankenpfleger einzusetzen, was aber meist an der Finanzierung
scheitert.

Spendenaufruf: Diabetes-Camps für Kinder mit Diabetes

   Es gibt in Österreich mehrere Diabetes Camps (Sommer und Winter).
Für viele Betroffene sind diese Camps oft die einzige Möglichkeit
einer kindgerechten Schulung, welche abseits einer stationären
Versorgung stattfinden kann. Denn Kur- oder Reha-Möglichkeiten gibt
es in Österreich für Kinder NICHT. Derzeit gibt es für die
Camp-Organisatoren und teilnehmenden Kinder keine oder nur eine sehr
geringe finanzielle Unterstützung. Viele Ärzte opfern dafür
ehrenamtlich ihre Urlaubstage und können diese dienstrechtlich nicht
geltend machen.

   Ziele der Camps sind kindgerechte Diabetes-Schulungen (z.B.
richtige Ernährung, Kohlenhydrat-Berechnung, Insulinanpassung beim
Sport, u.v.m.) neben den sozial und psychologisch wichtigen
gemeinsamen Freizeittätigkeiten mit gleichaltrigen
Diabetes-Betroffenen. Viele Eltern können sich eine Teilnahme ihrer
Kinder nicht leisten. Die ÖDG startet daher einen Spendenaufruf, um
betroffenen Kindern eine Campteilnahme zu ermöglichen. Jede Spende
kommt zu 100% den Teilnehmern zugute. Spendenkonto: 280602 242 00,
BLZ 20111, Erste Bank.

DKA Präventions-Plakatkampagne

   Ein weiterer Schwerpunkt im Kampf für eine bessere
Diabetesversorgung bei Kindern ist die aktuelle Plakatkampagne der
ÖDG. Sie hat vor allem das Ziel, die gefährliche diabetische
Ketoazidose (DKA) zu verhindern - eine schwere, oft lebensbedrohliche
Blutzuckerentgleisung, wie sie bei der Erstdiagnose eines Diabetes
mellitus Typ 1 im Kinder- und Jugendalter häufig auftritt. In der
Plakatoffensive wird auf die wichtigsten Krankheitssymptome
hingewiesen. Dramatische Krankheitsverläufe durch zu späte Diagnosen
können damit verhindert werden.

Plakatbestellungen und Infos:
http://www.oedg.org/dka_praeventionskampagne.html

   "Wir wünschen uns in Österreich dringend eine bessere
Diabetes-Versorgung für Kinder und Jugendliche", fasst Doz. Dr.
Raimund Weitgasser, Präsident der ÖDG, zusammen. "Die Kosten dafür
sind im Vergleich zu den Einsparungen, die sie bringen, marginal.
Ganz zu schweigen vom Leid, das wir den Kindern damit ersparen", so
Weitgasser abschließend.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=84&dir=201006&e=20100602_d&a=event

Rückfragehinweis:
   Martschin & Partner, Sophie Blecha,
   Albertgasse 1a, A-1080 Wien, Tel.: +43/1/409 77 20 DW 30,
   Mail: office@martschin.com, www.martschin.com




« Letzte Änderung: 03. Juni 2010, 13:21 von admin »