Autor Thema: Mundhöhlenkrebs-Früherkennung mittels Bürstenabstrich  (Gelesen 10805 mal)

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Richi

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 12.02.2009
   
   Mundhöhlenkrebs-Früherkennung mittels Bürstenabstrich

Jährlich erkranken in Deutschland über 10.000 Menschen neu an Mundhöhlenkrebs, Tendenz weiter steigend. Bei der männlichen Bevölkerung gehören Mundhöhlenkarzinome damit zu den siebthäufigsten Tumoren. Überlebenswahrscheinlichkeit und Lebensqualität eines Patienten sind umso höher, je kleiner der Tumor bei der Diagnosestellung und Behandlungsbeginn ist. Deutliche Verbesserungschancen sieht die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) deshalb bei frühzeitiger Diagnostik. Ein neues, hochgradig aussagekräftiges Früherkennungsverfahren wurde jetzt aus DGMKG Reihen von Priv.-Doz. Dr. Dr. Oliver Driemel (Lüneburg) entwickelt, der dafür den Deutschen Miller Preis erhielt.


„Es kann heute als gesichert gelten, dass eine Therapieverzögerung von mehr als vier Wochen eine signifikant schlechtere Überlebensrate bedingt“, warnt Prof. Dr. Dr. Elmar Esser, Pressereferent der DGMKG. Deshalb ist das neue Verfahren ein echter Durchbruch in der Mundhöhlenkrebs-Früherkennung, kann Leben retten und Lebensqualität verbessern.

Bürste ersetzt Skalpell
Die gewöhnliche Zellentnahme mit einfachem Wattestab-Abstrich, was man beispielsweise erfolgreich in der Gynäkologie einsetzt, gelingt in der Mundhöhle nicht mit gleicher Aussagekraft, da das Mundhöhlenepithel verhornt und die entscheidenden Zellen mit einem einfachen Wattestab-Abstrich nicht gewonnen werden können.

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=24383