Autor Thema: Neue Website über Erforschung von Krebs bei Kindern/Jugendlichen  (Gelesen 2857 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

SandraBrezina

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 7
  • Geschlecht: Weiblich
Forschen heilt Krebs

Eine neue Website über Krebs bei Kindern und Jugendlichen

Sind früher noch rund 75 Prozent der an Krebs erkrankten Kinder an ihrem Leiden verstorben, können heute bereits zwei Drittel, die vor 40 Jahren als unheilbar galten, geheilt werden. Dieser Fortschritt ist auf intensive Bemühungen der Labor- und klinischen Kinderkrebs-Forschung, verbesserte Diagnose- und Therapiemethoden, internationale Netzwerke der Spezialisten an den Kinderkrebsbehandlungszentren und interdisziplinäre Zusammenarbeit zurückzuführen.

Dennoch herrscht in der Bevölkerung großes Unwissen über die Fortschritte und Ergebnisse der Kinderkrebsforschung. Diesem Umstand will das von der EU geförderte Projekt "Forschen heilt Krebs" (englischer Titel "Overcoming Cancer With Research") entgegentreten.

Mit vielfältigen Maßnahmen, wie einer Website, Veranstaltungen (auch mit ehemaligen Kinderkrebs-PatientInnen) und einer TV-Dokumentation will das Projekt die breite Öffentlichkeit für das Thema Krebs bei Kindern und Jugendlichen sensibilisieren und den Nutzen von Wissenschaft und Forschung aufzeigen.

Krebserkrankungen bei Kindern sind wesentlich seltener sind als bei Erwachsenen. Sie unterscheiden sich auch sehr stark von Krebserkrankungen, an denen erwachsene Patienten leiden. Die Kinderkrebs-Forschung stellt für die Pharmaindustrie somit keinen finanziell attraktiven Markt dar. Aus diesem Grund finanziert sich die Kinderkrebsforschung größtenteils durch private Spenden und durch öffentliche Gelder, wie beispielsweise durch die Forschungsprogramme der Europäischen Union. Um allen Kindern eine Heilungschance bieten zu können, müssen die biologischen Eigenschaften der kindlichen Tumoren besser erforscht werden. Dies erfordert die kontinuierliche Bereitstellung von Fördermitteln.

Um über die Erfolge, aber auch die schwierige Situation der Kinderkrebs-Forschung und der ehemaligen Kinderkrebs-PatientInnen (oftmalige Zweifel der Gesellschaft gegenüber ehemaligen Kinderkrebs-Patienten, gegenüber deren körperliche Leistungsfähigkeit) aufmerksam zu machen, finden im Rahmen des Projektes "Forschen heilt Krebs" verschiedene Veranstaltungen mit ehemaligen Kinderkrebs-Patienten statt.

So veranstaltet beispielsweise die Deutsche Kinderkrebsstiftung eine Regenbogenfahrt (Radtour von Heidelberg nach Köln). Ehemalige Betroffene fahren mehrere Behandlungszentren für pädiatrische Onkologie mit dem Fahrrad an, um einerseits den neu erkrankten Kindern Mut zu machen und andererseits zu zeigen, dass man eine Krebserkrankung überwinden und auch körperlich wieder leistungsfähig werden kann.

In Österreich ist eine Gipfelbesteigung mit ehemaligen Krebspatienten geplant. Auch eine Internet-Plattform, eine TV-Dokumentation und ein Aufklärungsforum für Schüler sollen helfen, das Thema Kinderkrebs publik zu machen. Denn bei Kindern und Jugendlichen ist Krebs nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache. Die Erkrankung verläuft bei Kindern zudem aggressiver als bei Erwachsenen, denn viele Kinder würden ohne effiziente Therapie nur wenige Monate überleben.

Deshalb ist es notwendig, den Nutzen der Forschungsprozesse und -Erkenntnisse verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln und den Zusammenhang zwischen verbesserten Heilungschancen, Labor- und klinischer Forschung sowie deren Finanzierung bekannt zu machen.

Mehr Details finden Sie unter: www.forschenheiltkrebs.eu
Die englische Version ist unter: www.overcomingcancerwithresearch.eu online.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2009, 20:50 von SandraBrezina »