Autor Thema: Asthma, deswegen, auch bei Kinder, gibt`s das?  (Gelesen 2603 mal)

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Asthma, deswegen, auch bei Kinder, gibt`s das?
« am: 01. März 2009, 13:44 »

Passivrauchen fördert Asthma bei Kindern

Feinstaubschleuder Zigarette: Grenzwerte um Faktor zehn überschritten


Dr. Manfred Neuberger (Foto: A. Rauchenberger/Fotodienst.at)
Wien (pte/17.07.2008/13:51) - Kinder reagieren besonders sensibel auf Umweltbelastungen. Vor allem bei Erkrankungen der Atemwege spielen diese Belastungen eine zunehmend wichtige Rolle. Asthma bronchiale gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. "Bereits zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Österreich leiden an dieser entzündlichen Atemwegserkrankung", wie Manfred Neuberger, Ordinarius für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien http://www.univie.ac.at/umwelthygiene, im pressetext-Interview erklärt. Eine der Hauptursachen für die Zunahme der Erkrankungen spielt das Rauchverhalten der Eltern - und das schon von der Schwangerschaft an.

"Wir konnten in einer multizentrischen Studie an 53.879 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren feststellen, wie sehr Gifte aus der Zigarette über die Placenta auf das Ungeborene wirken. Praenatales Passivrauchen erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer schlechten Lungenfunktion um 31 bis 40 Prozent", so der Experte. "Die Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft geraucht haben, weisen deutlich weniger Lungenbläschen auf." Nikotin und andere Schadstoffe führen zu einem verzögerten Wachstum der Lungenfunktion und einer erhöhten Asthmaneigung. "Selbst wenn nach der Geburt die Mutter zum Rauchen aufhört, bleiben diese Schäden bestehen", erklärt der Mediziner. Mit der Zahl der Raucher im Haushalt nehme die Krankheitshäufigkeit der Kinder zu. "Bei bereits bestehendem Asthma kommt es durch das Passivrauchen zu Rückfällen und bei schweren Fällen kann sogar ein lebensbedrohlicher Asthmaanfall ausgelöst werden", erklärt der Mediziner.

"Rauchen in der Schwangerschaft hat die stärksten und nachhaltigsten Wirkungen auf Kinderasthma sowie auf Symptome wie Giemen und nächtlichem Husten. Aber auch nach der Geburt schädigen die Zigaretten der Eltern das Kind", so der Mediziner. Ein weiterer Faktor für das Risiko an Asthma zu erkranken, ist die Exposition mit Feinstäuben. "In einer Studie in Linz konnten wir zeigen, dass immer wenn die Feinstaubbelastung in der Stadt anstieg auch die Atemnot bzw. nächtlicher Husten bei Asthmakindern zunahm. Man muss allerdings deutlich hervorheben, dass die schlimmste Feinstaubbelastung jene von Tabakrauch ist", betont Neuberger. "Schon drei Zigaretten in einem Raum sorgen für eine Grenzwertüberschreitung um das zehnfache." Untersuchungen in einem Auto in der "Feinstaubhochburg" Graz hätten gezeigt, dass selbst bei Feinstaubbelastungen von 50 bis 70 Mikrogramm pro Kubikmeter im Stadtbereich, eine bei offenem Fenster gerauchte Zigarette, die Werte sofort auf über 1.000 Mikrogramm nach oben schnellen lassen.

"Neben Passivrauchen und den Autoabgasen wurde eine Zunahme von Asthma bei Kindern auch mit der Wohnhygiene in Zusammenhang gebracht", bestätigt der Experte. In der ehemaligen DDR sei Asthma selten gewesen. "Kinder waren durch eine hohe Durchimpfungsrate vor gefährlichen Infektionskrankheiten geschützt, aber nicht jeder Virusinfekt wurde gleich mit Antibiotika behandelt." Das Immunsystem wurde im Kindergarten schon früh mit banalen Infekten trainiert. "Untersuchungen haben deutlich gezeigt, dass sogar schwangere Bäuerinnen ihren Kindern ein gestärktes Immunsystem weitergeben", erklärt der Fachmann. Andere Studien machten deutlich, dass Kinder mit mehreren Geschwistern oder jene, die früh in Kindergärten kommen, ebenso ein Training des Immunsystems erfahren. "Es ist wichtig das Kind nicht unter einen Glassturz zu stellen, um das Immunsystem zu stärken", so Neuberger abschließend im pressetext-Interview. (Ende)

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Asthma: Im Vorschulalter häufigste chronische Erkrankung

Welt-Asthma-Tag: 42.000 Betroffene in Österreich.


Asthma: Im Vorschulalter häufigste chronische Erkrankung. Warum wohl? Weil sich Kinder nicht vor dem Passivrauchen zu Hause schützen können!



In Österreich ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung der Zwei- bis Sechsjährigen. Insgesamt leiden in dieser Altersgruppe rund 42.000 Kinder daran. In der Gesamtbevölkerung sind es sieben Prozent oder rund 500.000 Menschen. Darauf verwies am Montag die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) aus Anlass des bevorstehenden Welt-Asthma-Tages (7. Mai).

Auslöser der chronischen Lungenerkrankung sind oftmalige Infekte, gefolgt von Allergien. Der Zusammenhang mit Allergien ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen. Expertenschätzungen zufolge sind in Österreich derzeit rund 20 Prozent der Bevölkerung (1,6 Millionen Menschen) von Allergien betroffen. Weltweit leiden 300 bis 500 Millionen Menschen an allergischem Schnupfen, davon 200 Millionen zusätzlich an allergischem Asthma.

250.000 Menschen sterben jährlich an Asthma, hieß es in einer Aussendung der ÖGP. Die Erkrankung wird durch bestimmte Auslöser (z. B. Allergene, Passivrauch, Umweltverschmutzung, Infekte) manifest und ist durch eine Entzündung und Verengung der Atemwege gekennzeichnet. Das Ausmaß dieser Verengung kann sich über kurze Zeit spontan oder als Folge gezielter Behandlung verändern.

Jedes 10. Kind in der Volksschule betroffen

Rund zehn Prozent der Kinder im Volksschulalter in Österreich leiden an Asthma, bei den Erwachsenen sind es etwa fünf Prozent. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl asthmatischer Schulkinder laut Vergleichsstudien um rund 16 Prozent, in der Altersgruppe der Zwölf- bis 14-Jährigen gar um 32 Prozent erhöht.

Fritz Horak, Leiter des ÖGP-Arbeitskreises "Allergie und Inflammation" und Ärztlicher Leiter im Allergiezentrum Wien West: "Von besonderer Bedeutung sind die frühzeitige Diagnose und Therapie, um Beschwerden gering zu halten und die Lungenfunktion zu optimieren. Ziel ist, dass die betroffenen Kinder keine oder kaum Beschwerden und damit keine oder kaum Einschränkungen im Alltag haben."

Herausforderung für die Ärzte

Besondere ärztliche Herausforderungen beim kindlichen Asthma - so der Experte - seien die schwierige Diagnose aufgrund unspezifischer Symptome (Husten) und der eingeschränkten Untersuchungsmöglichkeit (Lungenfunktionsmessung), die Tatsache, dass die Beschwerden oft belastungsabhängig sind (Sport) und die Wichtigkeit einer altersgemäßen Therapie (unterschiedliche Inhalationsgeräte, Motivation junger Kinder. Studien aus der jüngeren Vergangenheit hätten klar nachgewiesen, dass Kleinkinder, die im ersten Lebensjahr an einer Nahrungsmittelallergie leiden, später ein vierfach höheres Risiko für Asthma hätten.

Darüber hinaus: Kinder, die in den ersten drei Lebensjahren auf ganzjährige Allergene wie Hausstaubmilben oder Tierhaare sensibel reagieren und in dieser frühen Kindheit einer erhöhten Allergenexposition ausgesetzt sind, haben im späten Kindesalter häufig eine schlechtere Lungenfunktion. Horak: "In solchen Fällen ist daher die Allergenvermeidung dringen geboten. Das bedeutet Milben-reduzierende Maßnahmen, Reduktion der Passivrauchbelastung zuhause, aber möglicherweise auch, sich beispielsweise von Haustieren zu trennen, wenn die Kinder allergisch auf Tierhaare reagieren."
Chronische Krankheit weltweit im Zunehmen

Die Häufigkeit (Prävalenz) von Asthma nimmt weltweit bei Kindern und Erwachsenen zu. Der Wiener Experte Friedrich Horak von der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖPG): "Österreich liegt hier im Mittelfeld. Die Asthma-Prävalenzdaten reichen von fünf Prozent in Russland, China und Osteuropa zu bis 40 Prozent in Australien und Neuseeland. Bei bis zu 80 Prozent der Asthma-Patienten spielen Allergien eine Rolle."

Dabei gibt es auch eine vererbbare Komponente: Horak: "Sind beide Elternteile Allergiker, weisen ihre Kinder ein 60- bis 80-prozentiges Risiko auf, ebenfalls Allergien zu bekommen. Ist ein Elternteil allergisch, besteht ein 20- bis 40-Prozent-Allergierisiko für das Kind." Es gibt auch die Kombination von Gräserpollen- und Hausstaubmilben-Allergien.

Eine wirkungsvolle Therapie ist wichtig: Von Patienten mit allergischer Rhinitis, die nicht behandelt wird, entwickeln bis zu 40 Prozent Asthma. Erste Studien zeigen, so Horak, dass eine gezielte spezifische Immuntherapie ("Allergieimpfung") dieses Voranschreiten zumindest verzögern, wenn nicht sogar aufhalten kann.

Am 7. Mai ist Welt-Asthma-Tag


Asthma, eine chronische Erkrankung der Atemwege, gehört zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit 300 Millionen Menschen betroffen. Es gibt jährlich 250 000 Todesfälle. Experten schätzen, dass in Deutschland bis zu fünf Prozent der Erwachsenen und zehn Prozent aller Kinder unter 15 Jahren unter Asthma leiden. Symptome sind Atemnot, Engegefühl in der Brust und ständiger Hustenreiz. "Du kannst dein Asthma kontrollieren", ist das diesjährige Motto des von der Global Initiative for Asthma (Gina) 1998 ins Leben gerufenen Aktionstages am 7. Mai.

Apa/IS, springermedizin.at

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« Letzte Änderung: 13. Mai 2013, 23:02 von admin »

admin

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Asthma, aber der Raucherschutzminister schaut weg!
« Antwort #2 am: 13. Mai 2013, 23:17 »



Andererseits,

im Falle eines generellen Rauchverbots gehen Asthmaerkrankungen bei Kindern deutlich zurück!

Aber der Raucherschutzminister schaut weg!


http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2010/11-2010-15-rauchverbot-asthma.htm