Autor Thema: Fahrradzeit kommt  (Gelesen 6442 mal)

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Jutta

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Fahrradzeit kommt
« am: 15. März 2009, 17:31 »
Fahrradtrends 2009 - Welcher Fahrradtyp passt zu mir?

Beim Fahrrad ist es inzwischen wie bei der Mode. Trends kommen und gehen und bleiben nebeneinander bestehen. Dabei nimmt die Vielfalt an Fahrradtypen ständig zu, das Angebot wird für den Käufer immer unübersichtlicher. Das ist jedoch nicht nur ein Nachteil, der dem Ideenreichtum der Marketingabteilungen zu verdanken ist. Die Vielfalt bietet auch mehr Chancen das individuell passende Fahrrad zu finden.

Zum Beispiel Fitnessbike
Das Fitnessbike ist ganz klar eine Erfindung des Marketings zur Steigerung des Absatzes. Doch der Fahrradfahrer hat unerwartet viel Nutzen davon. Denn das Fitnessbikes ist eine Kreuzung zwischen den drei Gattungen Trekkingbike, Rennrad und Mountain-bike. Es ermöglicht dem Nutzer ein sportliches Fahrrad zu fahren mit einer bequemeren Sitzposition ohne den Rücken schmerzhaft zu sehr zu krümmen: als Crossbike im Gelände oder als Speedbike auf der Straße.

Die Grenzen schwinden
Weiterer Vorteil der Typenvielfalt: Die alten starren Regeln, das Tourenrad nur für die Stadt und das Sportrad ohne Schutzbleche nur für den Sport, gelten nicht mehr. Wer gerne zum Beispiel auch im Alltag ein Rennrad fährt, wählt heute ein Fitnessbike oder ein Rennrad mit Komfortgeometrie, das heißt mit aufrechterer Sitz-position, was früher genauso undenkbar war wie dessen Aus-rüstung mit Schutzblechen, Beleuchtung und Gepäckträger. Fazit: Strikte Gattungsgrenzen treten hinter individuellen Vorlieben zurück.

Die Leonardo Typberatung
Das Problemlose
Das Fahrrad muss immer fahren, allzeit bereit, bei jedem Wetter und ohne viel Wartung.
Merkmale: breite, pannensichere Reifen, Nabenschaltung, geschlossener Kettenschutz, Nabendynamo, aber meist keine Federung.

Das Komfortable
Komfort geht über alles, Federung ist Pflicht, vorne und hinten.
Merkmale: Federgabel, hinten Rahmenfederung oder gefederte Sattelstütze, automatisches Licht, großer Übersetzungsbereich, einfache Bedienung von Schaltung und Bremsen.

Das Schnelle
Seine Verwandtschaft zum Rennrad ist nicht zu leugnen.
Merkmale: schmale Reifen, geringes Gewicht, Rennlenker oder gerader Lenker, Naben- oder Kettenschaltung oder keine: Single-speed. Möglich:
Lichtanlage,  Schutzbleche und ein leichter Gepäckträger.

Das Geländegängige
Runter vom Asphalt und ab in die Natur.
Merkmale: Stollenreifen, bergtaugliche Kettenschaltung, Feder-gabel, keine Schutzbleche, kein Gepäckträger, keine Beleuchtung.

Das Individuelle
Crossmobilisten nehmen das Faltrad. Das passt in jedes andere Verkehrsmittel und schafft Mobilität vor Ort. Das Tandem fasziniert auf Tour und taugt im Alltag als Taxi. Das Liegerad bietet völlig neue Perspektiven bei höchstem Komfort. Und das Trike, das Liegedreirad, fasziniert wahlweise mit Genuss oder Formel-1-Feeling.

Das Elektrische
Rad fahren mit Rückenwind aus der Steckdose.
Merkmale: Beim Pedelec unterstützt der Motor nur, wenn man in die Pedale tritt. Entscheidend: ein gutes Fahrrad als Basis und eine feinfühlige Motorsteuerung. Dann begeistert es Junge wie Alte, Frauen wie Männer.

Das Chillige
Rad fahren ist cool und entspannt, ohne technischen Schnick-schnack.
Merkmale: klassisch wie das Hollandrad, am liebsten schwarz, oder modisch verspielt wie die aktuellen Cruiser mit geschwungenem Rahmen, dicken Ballonreifen, Blümchen und Röschen.

Das Schicke
Rad fahren ist schick, das Fahrrad vom Designer.
Merkmale: Farben in Pastelltönen oder schlicht in weiß, Rahmen und Komponenten Ton in Ton, aber: Design ist manchmal wichtiger als Funktion. Es macht wieder Spaß, sein Fahrrad anzusehen.

Die Fahrradtrends 2009
Ganz groß im Trend sind dieses Jahr Elektroräder, die das Image des Bedürftigenvehikels abgelegt haben. Bei allen großen Herstellern sind Elektroräder fest im Programm.

Zugunsten von Leichtigkeit und Sportlichkeit wird wieder vielfach auf eine Federung verzichtet. Weniger ist mehr heißt die Devise bei den neuen, schicken, puristischen Rädern, auch für die Stadt.

Fahrräder dürfen wieder schick sein. Nicht nur die vom Designer. Weiß ist angesagt, aber insgesamt gibt es wieder mehr Farbe, ansprechende Dekore und im Design abgestimmtes Zubehör.

Carbon wird immer häufiger eingesetzt, vor allem bei Rennrädern und Mountainbikes, aber auch bei City- und Trekkingbikes.

Die Preise steigen
Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um fünf bis zehn Prozent gestiegen. Das gilt für höherwertige Fahrräder ab etwa 1.000 Euro, Komponenten und Zubehör.  Darunter sind die Preise meist stabil, indem an der Ausstattung gespart wird.


Fahrradtypen - Glossar
Cityrad:
aufrechte Sitzposition, Nabenschaltung, mit/ohne Federung, Verkehrsausstattung, tiefer Durchstieg

Trekkingrad:
geneigte Sitzposition, alle Schaltungen, mit/ohne Federung, Verkehrsausstattung

Reiserad:
wie Trekkingrad, aber extra robust und für viel Gepäck ausgelegt.

Mountainbike:
gestreckte Sitzposition, Kettenschaltung, mindestens Federgabel, Stollenreifen

Rennrad (Roadbike):
gestreckte Sitzposition, Kettenschaltung, keine Federung, schmale Reifen, Seitenzugbremsen

Cyclocross (früher Querfeldein-Rennrad):
gestreckte Sitzposition, Kettenschaltung, Rennlenker, keine Federung, schmale Reifen mit Profil, Cantilever- oder V-Bremsen

Fitnessbike: Oberbegriff für Kreuzungen:
- Speedbike (Rennrad / Trekkingrad):
geneigte Sitzposition, alle Schaltungen, mit/ohne Federung, schmale Reifen
- Crossbike (Mountainbike / Trekkingrad):
geneigte Sitzposition, Kettenschaltung, mit/ohne Federung, Profilreifen mit kleineren Stollen (28 Zoll)


Cruiser:
aufrechte Sitzposition, Naben- oder Kettenschaltung, Ballonreifen,
geschwungener Rahmen, peppige Rahmenfarben und –Dekore

Hollandrad:
aufrechte Sitzposition, Nabenschaltung, Verkehrsausstattung,
geschlossener Kettenschutz, Design Holland Retro

ATB (All Terrain Bike):
geneigte Sitzposition, alle Schaltungen, mit/ohne Federung, mit/ohne
Verkehrsausstattung, abgeleitet vom Mountainbike heute meist als Jugendrad

Singlespeed:
gestreckte Sitzposition, abgeleitet vom Bahnrennrad, ohne Gangschaltung
(ein Gang), manchmal ohne Freilauf

Tanja

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Strafe für Radfahrer .............
« Antwort #1 am: 09. September 2010, 14:38 »
Nur bei "Trainigsfahrt" besteht mehr Spielraum in der Straßenverkehrsordnung:

http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/radweg-bescheid/bescheid.txt

Das angefochtene Straferkenntnis ist gegen den Berufungswerber als Beschuldigten gerichtet und enthält folgenden Spruch:

"1.) Sie haben am 22.11.2005, 21.55 Uhr in Wien 4., Margaretenstraße von Höhe ONr. 9 bis Höhe ONr. 37 ein einspuriges Fahrrad gelenkt und dabei nicht den vorhandenen Radweg, sondern die Fahrbahn benützt

2.) Sie sind am 22.11.2005, 21.55 Uhr in Wien 4., Margaretenstraße von Höhe ONr. 37 bis Wien 5., Margaretenstraße Höhe ONr. 80, als Lenker eines einspurigen Fahrrades nicht soweit rechts gefahren, wie es unter Bedachtnahme auf die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs zumutbar und ohne eigene Gefährdung, Behinderung oder Belästigung anderer Straßenbenützer und ohne Beschädigung von Sachen möglich war, indem Sie mit einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 30 km/h auf der Fahrstreifenmitte fuhren, obwohl rechts Platz zum Fahren gewesen wäre, wodurch einem Pkw Lenker, der links an Ihnen vorbeifahren wollte, das Vorbeifahren nicht möglich war und dieser dadurch behindert wurde.


................


Aufgrund der widersprüchlichen Beweisergebnisse und der in sich nicht schlüssigen bzw. unvollständigen Angaben der Meldungsleger hat der erkennende Senat davon auszugehen, dass der Berufungswerber die ihm zur Last gelegten Taten nicht begangen hat. Dies auch vor dem Hintergrund, dass dieser in der mündlichen Verhandlung einen sorgfältigen und glaubwürdigen Eindruck für die entscheidenden Tatbildelemente der Trainingsfahrt mit einem Rennrand und der ungefährdenden Benutzung des Fahr(bahn)streifenrandes hinterließ. Der Berufungswerber ist passionierter Radfahrer und nützt jede sich ihm bietende Möglichkeit, um ein Training durchzuführen. Es ist ihm gerade in dieser Eigenschaft auch zuzumuten sich entsprechend der Witterungsverhältnisse zu verhalten und unter Hintanhaltung einer Eigen- oder/und Fremdgefährdung auf Straßen mit öffentlichem Verkehr unterwegs zu sein, daraus resultierend wieder den im Gesetz geforderten gefährdungsfreien Abstand einzuhalten. Damit hat er weder den einen noch den anderen ihm angelasteten Tatbestand verwirklicht.

Gitti

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Autofahrer - Radfahrer - Fußgänger, mit Rücksichtnahme?
« Antwort #2 am: 05. August 2012, 20:15 »


Sinkende Verkehrsmoral am Fahrrad

Die Zahl tödlich verunglückter Autofahrer geht zurück – anders der Trend bei Radfahrern. Ein Beweis für deren Rowdytum?



Eine Radfahrerin fährt bei roter Ampel gegen die Einbahn – am Kindersitz hat sie ein Kleinkind, ihr zweites Kind radelt daneben. Die Szene ist auf dem Film einer Rotlichtkamera in der Stadt Salzburg abgebildet (siehe Schwarz-Weiß-Bild unten). Wer glaubt, es handelt sich hierbei um einen Einzelfall, der irrt: "Die Akzeptanz von Verkehrsregeln ist bei Radfahren auf dem Tiefststand angelangt. Es werden sogar Regeln ignoriert, die das Überleben im Straßenverkehr sichern", sagt Polizeisprecher Michael Rausch.

Im ersten Halbjahr 2012 starben allein auf Salzburgs Straßen sechs Radfahrer, drei davon in der Stadt selbst. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2011 waren es "nur" sieben Tote. Ein Trend, der sich auch in der Bundesstatistik wiederfindet. 2011 verunglückten österreichweit 42 Radler tödlich. Im Jahr davor waren es um zehn weniger (siehe Grafik).

Die Ursachen für den Negativtrend liegen für die Polizei auf der Hand: "Viele passen die Fahrgeschwindigkeit nicht der Situation an, sind rücksichtslos und glauben, dass sie alleine auf der Straße sind", sagt Rausch. "Werden sie angehalten, herrscht kaum Einsicht." Um Radrowdys Einhalt zu gebieten, schlug Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zuletzt vor, über die Einführung von Nummerntafeln für Radler zu diskutieren. Seitdem tobt eine hitzige Debatte im ganzen Land. Selbst Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) versprach, ihre Gremien mit dem Thema zu befassen.

Das Argument, dass es den Radfahrern einfach an Problembewusstsein mangelt, lässt Martin Hoffer vom ÖAMTC nicht gelten. "Das wird oft als Schutzbehauptung vorgeschoben. Ich bezweifle, dass die Radfahrer nicht wissen, dass die Verkehrsregeln auch für sie gelten." Zu offensichtlich seien die Verstöße.
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Alle gegen alle?

Einzelfall? Eine Mutter radelt mit ihren Kindern gegen die Einbahn. Glaubt man der Polizei, ist das Beispiel ein Sittenbild für die ständig sinkende Radler-Moral.

Hoffer nimmt auch die Polizei in die Pflicht, die häufig nach der Devise "Aufklären statt Strafen" handelt. "Bei Autofahrern, die ein Delikt begehen, wird auch nicht lange nachgedacht und eine Strafe ausgestellt. Das ist ja auch die Aufgabe der Exekutive." Würden die Beamten ihrer Aufgabe nachkommen, bräuchte es auch keine Nummerntafeln für Radfahrer, glaubt Hoffer.

Gegen die Taferln ist auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). "Die ganze Diskussion ist ziemlich überspitzt. Natürlich gibt es rücksichtslose Radfahrer", sagt Sprecherin Heike Hochhauser. Schwarze Schafe gebe es aber auch unter den anderen Verkehrsteilnehmern.

Von restriktivem Vorgehen gegen Pedalritter, die Regeln übertreten, hält man beim VCÖ wenig: "Man muss immer auch die Auswirkungen eines Vergehens berücksichtigen: Ein Radler, der bei Rot über die Kreuzung fährt, gefährdet in erster Linie sich selbst, ein Autofahrer hingegen auch die anderen."

Doch wie lässt sich dann der Konflikt zwischen Radlern, Fußgängern und Autofahrern entschärfen? "Es braucht mehr Platz für die Radler", fordert der VCÖ. Denn die Zahl der tödlichen Radunfälle würde im Verhältnis zu den gefahrenen Kilometern stetig sinken. Je mehr Radler unterwegs sind, desto sicherer werde das Radfahren auch. "Das zeigt sich am Beispiel von Fahrrad-Metropolen wie Kopenhagen deutlich. Radfahrer werden einfach im Verkehr viel besser wahrgenommen."
NÖ: Radeln in der Fuzo nur für Nachtschwärmer

Konfliktpotenzial birgt auch das Miteinander von Radfahrern und Fußgängern. Während in Wien das Radfahren in Fußgängerzonen grundsätzlich nicht gestattet wird, gelten in Niederösterreichs Städten die verschiedensten Regelungen.

Eine der ungewöhnlichsten ist seit Kurzem in Baden in Kraft getreten. Die Fußgängerzone darf mit dem Rad zwar durchfahren werden –, aber nur nächtens in der Zeit zwischen 19 und 7 Uhr. "Untertags sind viele Eltern mit Kinderwagen und ältere Mitmenschen unterwegs. Die Beschränkung ist aus Sicherheitsgründen notwendig", sagt Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP). Bei der nunmehrigen Lösung handelt es sich um einen politischen Kompromiss: Die Öffnung der Fußgängerzone für Radler war eine langjährige Forderung der Grünen, seit zwei Jahren Koalitionspartner der ÖVP. "Es gab sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema, aber es wird in der Bevölkerung positiv angenommen, dass Bewegung in die Sache gekommen ist", ist Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) zufrieden. Auf Unbelehrbare wartet die Stadtpolizei: "Meistens werden Radfahrer nur abgemahnt, aber in manchen Fällen wird auch gestraft", sagt Oberst Walter Santin. 20 Euro kann die Durchquerung der Fußgängerzone bei Tageslicht kosten.

Anderswo ist man weniger restriktiv. In Mödling etwa ist Radfahren in der Fußgängerzone erlaubt, aber "nur in Schrittgeschwindigkeit und mit Ausnahme einer Gasse", erklärt Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher (Grüne). In dem von der Regelung ausgenommenen, weil stark frequentierten und engen Fuzo-Stück kann er sich eine nächtliche Lösung wie in Baden vorstellen.

Bei rücksichtsvollem Verhalten sind die Fußgängerzonen in St. Pölten und Wiener Neustadt geöffnet.
 
http://kurier.at/nachrichten/4506812-sinkende-verkehrsmoral-am-fahrrad.php

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Tanja

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Orthopäden und Unfallchirurgen fordern Helmpflicht für Fahrradfahrer

Dienstag, 28. August 2012
dapd

Berlin – Anlässlich der morgen beginnen­den Fahrradmesse Eurobike in Frie­drichs­hafen fordern Orthopäden und Unfallchirurgen eine allgemeine Helm­pflicht für Fahrradfahrer, insbesondere für solche mit zusätzlichem Elektromotor. Sogenannte E-Bikes und Pedelecs werden nicht nur bei älteren Menschen immer beliebter: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland etwa 310.000 elektrisch betriebene Fahrräder verkauft, das sind 55 Prozent mehr als im Vorjahr.

Insgesamt sind damit laut der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) etwa 900.000 E-Bikes und Pedelecs auf deutschen Straßen unterwegs. „Mit der zunehmen­den Zahl dieser Vehikel könnte auch das Unfallrisiko deutlich ansteigen“, warnt DGU-Präsi­dent Christoph Josten,. Insbesondere bei Geschwindigkeiten von 45 Stunden­kilometern, die manche E-Bikes erreichten, könnten Unfälle für die Beteiligten schwere Folgen haben. Bisherige Crashtests zeigten, dass es zu lebensgefährlichen Verletzun­gen vorwiegend am Kopf kommen könne.

zum Thema

    Crashtests mit elektronischen Fahrrädern
    Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 23. bis 26. Oktober

„Insbesondere ältere Menschen sind durch ein vermindertes Reaktions- und Wahrneh­mungs­vermögen als Fahrer wie auch Fußgänger stark unfallgefährdet“, warnte Wolfram Mittelmeier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie.

2011 verletzten sich mehr als 76.000 Fahrradfahrer im Straßenverkehr, rund 400 davon tödlich. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl wieder leicht gestiegen. Orthopäden und Unfallchirurgen vermuten, dass eine Ursache die Zunahme von elektrisch angetriebenen Fahrrädern, wie E-Bikes und Pedelecs, ist.

Da es noch keine ......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51426

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"Das Fahrrad gehört auf die Straße, nicht auf den Gehsteig"
« Antwort #5 am: 16. September 2012, 14:28 »


"Das Fahrrad gehört auf die Straße, nicht auf den Gehsteig"

INTERVIEW | SARAH DYDUCH, 2. September 2012, 16:58

http://derstandard.at/1345165781198/Das-Fahrrad-gehoert-auf-die-Strasse-nicht-auf-den-Gehsteig

Radverkehrsexperte Julian Baker stellt Ansätze vor, wie Wien eine fahrradfreundliche Stadt werden kann

Der Schweizer Verkehrsplaner Julian Baker kennt Wien aus Studientagen und weiß, dass es die Radfahrer in der Stadt oft nicht leicht haben. Er versteht aber auch die Fußgänger, die sich über rücksichtslose Biker ärgern. Wie dieser derzeit hochgepushte Konflikt auch ohne Nummerntafeln für Radler zu lösen ist und wie aus Wien eine fahrradfreundliche Stadt werden kann, erläutert er im Gespräch mit derStandard.at.
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derStandard.at: Sie leben in der Schweiz, waren aber bis vor zehn Jahren in Wien ansässig und sagen, dass Sie einen starken Bezug zu der Stadt haben. Wie gut oder schlecht geht es den Radfahrern in Wien?
Baker: In den 90er Jahren, als Student, bin ich wegen des Verkehrs fast nie aufs Rad gestiegen. Mittlerweile verwende ich das Rad, wenn ich in der Stadt auf Besuch bin. Es ist in den letzten zehn, 15 Jahren also schon etwas passiert. Allerdings ist die Fahrradnetzplanung noch nicht ganz konsistent. Velostationen - Velo ist ja der schweizerische Begriff für das Rad - fehlen aus meiner Sicht. Das wäre ein wichtiges Thema in Wien.
derStandard.at: Wie weit ist die Schweiz bei der Fahrradverkehrsplanung Österreich voraus?
Baker: In der Schweiz hat man schon ein bisschen früher angefangen zu planen. Mitte der 90er Jahre ist die erste Velostation in einem Bahnhof in Betrieb gegangen. Heute gibt es in der Schweiz etwa 30 davon. Außerdem sind in der Schweiz alle Beteiligten stärker eingebunden, so dass die Fahrradlobby im Vorfeld bei der Planung viel mehr zu sagen hat. Das hat vielleicht auch etwas mit der Tradition der direkten Demokratie in der Schweiz zu tun. Man bezieht lieber die Stakeholder vorzeitig ein, als dass man riskiert, bei einer Abstimmung eine Niederlage zu kassieren.
derStandard.at: Was genau unterscheidet eine Velostation von einem einfachen Abstellplatz für Räder?
Baker: Eine Velostation ist nicht einfach nur eine Radgarage, sondern ein Dienstleistungszentrum, wo man die Räder sicher abstellen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Fahrrädern in Anspruch nehmen kann. Man hat dort zum Beispiel ein Reparaturservice oder kann das Fahrrad reinigen lassen.
In der Schweiz geht das oft mit einem sozioökonomischen Betrieb einher: Man versucht, Langzeitarbeitslose oder sozial Benachteiligte wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das wird von den Kunden sehr geschätzt, und diese entscheiden sich deshalb dann vielleicht lieber dafür, etwas zu bezahlen und hier ihre Fahrräder einzustellen.
derStandard.at: Wissen Sie, ob es in Wien Pläne für eine Velostation gibt?
Baker: Soweit ich weiß, hat man vor, eine Station am Hauptbahnhof zu eröffnen. Zusätzlich wird es aber keine Abstellplätze im öffentlichen Raum um den Bahnhof geben. Es wird auch keine kostenlosen Abstellplätze geben, nur kostenpflichtige.
derStandard.at: Müsste es an einem öffentlichen Platz und Verkehrsknotenpunkt wie einem Hauptbahnhof nicht auch Gratis-Abstellplätze geben?
Baker: Man muss im öffentlichen Raum kostenlose Plätze anbieten. Die Bahnhöfe sind ja heute richtige Dienstleistungszentren und haben eine umfassende Funktion in der Stadt. Da ist es wichtig, dass man mit dem Fahrrad dort ankommen und seine Erledigungen machen kann. Es braucht prinzipiell eine gute Mischung aus kostenpflichtigen und kostenlosen Abstellplätzen. Ein Teil der Radfahrer ist auch gar nicht bereit zu zahlen. Sie fahren zum Bahnhof und wollen dann ihr Rad möglichst schnell abstellen.
derStandard.at: Wahrscheinlich soll der Vorplatz des neuen Hauptbahnhofs von kreuz und quer abgestellten Rädern freigehalten werden.
Baker: Ich kann verstehen, dass man einen schön gestalteten Vorplatz freihalten will. In Basel hat man das so gelöst, dass die Velostation sowohl über kostenlose als auch kostenpflichtige Parkplätze verfügt. Die Gratis-Parkplätze sind einfach weiter weg von den Gleisen, bei den kostenpflichtigen ist man wirklich ganz nah dran. In Bern führen die Fahrradverbindungen zu den Seiteneingängen des Bahnhofs, wo es ganz viele Abstellplätze gibt.
derStandard.at: Wie könnte man generell das Chaos, das zu viele abgestellte Räder manchmal verursachen, in den Griff bekommen?
Baker: In der Schweiz wird konsequent ein Fahrradordnungsdienst betrieben. In Bern gibt es Velostationen am Bahnhof in Zusammenhang mit dem erwähnten Beschäftigungsprojekt. Die dort beschäftigten Personen schauen unter anderem darauf, dass die Fahrräder im Bahnhofsumfeld am richtigen Ort abgestellt sind und dass sie nicht Wege blockieren. Fahrräder, die im öffentlichen Raum entsorgt worden sind, werden entfernt. So ist genug Platz für die Pendler, die mit ihren Fahrrädern kommen, und für die Fußgänger. In Bern zahlt die SBB (Schweizerische Bundesbahnen, Anm.) etwa 100.000 Franken (rund 83.000 Euro) im Jahr für den Ordnungsdienst und sorgt so dafür, dass im Bahnhofsumfeld Platz für alle ist.
derStandard.at: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Stadt als "fahrradfreundlich" gilt?
Baker: Für eine fahrradfreundliche Stadt braucht es eine konsequente Planung. Man benötigt ein gutes Fahrradnetz und ausreichend Abstellplätze an den Zielorten der Radfahrer. Beim Fahrradnetzwerk hat man in der Schweiz konsequent diesen Weg verfolgt: Das Fahrrad ist ein Fahrzeug und gehört deshalb auf die Straße und nicht auf den Gehsteig, denn dort sind die Konflikte mit den Fußgängern vorprogrammiert. Dementsprechend muss man die Verkehrsführung gestalten, Tempo herausnehmen, den Fließverkehr und die Parkplätze anders organisieren und vielleicht auch an manchen Orten reduzieren.
derStandard.at: Wie sieht es mit der Verknüpfung von Rad- und öffentlichem Verkehr aus?
Baker: Die Verknüpfung zum öffentlichen Verkehr ist wichtig und stärkt diesen ja auch. Man weiß aus Untersuchungen aus Deutschland und der Schweiz, dass für etwa 30 Prozent der Bahnkunden das Thema Fahrrad von Interesse ist. Man weiß auch, dass 50 Prozent der Menschen, die Bahn und Fahrrad kombinieren und zum Beispiel pendeln, bereit wären, für das Abstellen ihres Rades etwas zu bezahlen.
derStandard.at: Eine gelungene Verknüpfung von Rad- und öffentlichem Verkehr könnte zu einer Reduktion des motorisierten städtischen Verkehrsaufkommens beitragen?
Baker: Wenn man die Leute mit dem Fahrrad zum öffentlichen Verkehr bringt, kann man den Platz viel effektiver nutzen. Wenn ich mir den motorisierten Verkehr anschaue, dann braucht ein Parkplatz zehn Quadratmeter. Auf der gleichen Fläche kann ich fast zehn Fahrräder abstellen. Das ist in einer dicht bebauten Stadt, wo der Platz knapp ist, ein wichtiges Argument. Zehn bis 15 Prozent der Leute, die mit dem Auto zum Bahnhof fahren, würden, wenn es dort ein gutes Angebot gibt, auf das Fahrrad umsteigen. Man spart dadurch Platz.
derStandard.at: In Wien wird gerade über Nummerntafeln für Fahrräder diskutiert. Wie sehen Sie diesen Vorschlag?
Baker: Nummerntafeln auszuteilen halte ich für eine Schikane für Radfahrer. Ich verstehe den Aufschrei der Wiener Fußgänger, die sich darüber beschweren, dass Fahrradfahrer auf dem Gehsteig fahren und sich rücksichtslos verhalten. Das ist meiner Meinung nach aber auch ein Zeichen dafür, dass man die Radfahrer auf den falschen Wegen durch die Stadt führt. Dass man sie oft auf den Gehsteig zwingt und sie nicht konsequent auf der Straße, zum Beispiel auf Radstreifen, fahren lässt. Mit den Nummerntafeln will man den Konflikt mit der falschen Maßnahme lösen, anstatt auf konsequente Infrastrukturplanung zu setzen.
derStandard.at: Die größte internationale Konferenz zum Thema Radverkehr, die "Velo-city", wird 2013 in Wien stattfinden. Eine Chance, um verstärkt an der Wiener Radpolitik zu arbeiten?
Baker: Man sieht, mit welcher Dynamik das Thema Fahrrad auch international angegangen wird. Ich denke, Veränderungen benötigen aber einfach ihre Zeit, man muss ein bisschen Geduld haben. Es braucht Vertreter sowohl in der Verwaltung als auch bei den Lobbys, die wirklich fürs Radfahren einstehen und konsequent die Knochenarbeit machen. Es ist eine langwierige Arbeit und braucht viel Know-how.
Ich kann mir vorstellen, dass die "Velo-city" eine Diskussion anregt und man vielleicht Bilanz zieht und darüber nachdenkt, wo man hinwill und wie man das schaffen kann. Ein Meilenstein für die Wiener Radpolitik ist die Konferenz auf jeden Fall.
derStandard.at: Auf Maßnahmen zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur folgt oft der Aufschrei: zu teuer! Angesichts der Investitionen in den motorisierten Verkehr handelt es sich allerdings immer um Peanuts. Ist die Wiener Bevölkerung besonders radunfreundlich?
Baker: Ich denke, so ein Aufschrei zeigt, wie wichtig das Thema grundsätzlich ist, sonst würde es ja irgendwo versickern. Aber auch in der Schweiz gibt es diesen Aufschrei, und es hat ihn auch in der Vergangenheit immer stark gegeben. Ich merke, dass in jenen Schweizer Städten, in denen man vielleicht ein bisschen inkonsequent war und die Fahrradfahrer häufiger auf den Gehsteig führt, so ein Aufschrei viel größer ist.
Ich denke, der Aufschrei wird immer da sein, aber je mehr Leute wirklich Rad fahren, desto ausgewogener wird das Ganze auch werden. Ein Beispiel aus der Stadt Bern: Im Sommer sind mittlerweile knapp 30 Prozent der Bevölkerung täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Das ist eine Menge, die man irgendwann nicht mehr ignorieren kann. Da muss man auch ein bisschen Mut haben und konsequent bleiben und weiterfördern. (Sarah Dyduch, derStandard.at, 2.9.2012)
Julian Baker arbeitete bis Ende 2011 bei der Fachstelle Fuß- und Veloverkehr der Stadt Bern. Er war an der Konzeption und Businessplanung der vierten Velostation in Bern beteiligt, die zurzeit fertig gebaut wird. Seit Anfang des Jahres arbeitet er im Verkehrsplanungsbüro Kontextplan als Fuß- und Radverkehrsexperte. Seine Studienzeit verbrachte Baker in Wien, wo er an der Universität für Bodenkultur Landschaftsplanung studierte.
Zum Thema
Kein Platz für Räder vor dem neuen Hauptbahnhof (derStandard.at, 29.1.2012)

Mangelware sichere Abstellplätze (derStandard.at, 16.1.2011)

Kopenhagen: Der politische Wille ist entscheidend (DER STANDARD, 25.8.2012)




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Tour de France auf SRF 2
« Antwort #6 am: 02. Juli 2013, 18:12 »

Telekom bzw. A1 hat den Empfang von Eurosport gestrichen!

Hinweis:

Auf SRF-2 sind die letzten 2 - 3 Stunden direkt zu sehen.

Super!


Und:

Sehr geehrter Herr Erlacher!

Danke für Ihre Rückmeldung.

Auf unser Internetseite unter folgendem Link werden die Informationen zu den Etappen täglich aktualisiert:
http://www.srf.ch/sport/mehr-sport/rad/ihre-fragen-zur-tour-de-france

Ansonsten können Sie sich auch direkt auf der Internetseite der Tour de Suisse informieren:
http://www.letour.fr/le-tour/2013/de/

SRF zwei und SRF info berichten seit Samstag, 29. Juni von der Tour de France und zeigen jeweils die letzten Rennstunden aller 21 Etappen live.

Wir wünschen Ihnen weiterhin spannende Live-Übertragungen.

Freundliche Grüsse

Juliane Kern

srf@srf.ch
www.srf.ch


Richi

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Ö. - § 68 StVO (Straßenverkehrsordnung) - Verhalten der Radfahrer.
« Antwort #7 am: 14. August 2013, 21:23 »



Die Regelung ist in § 68 StVO (Straßenverkehrsordnung) zu finden:

•   § 68. Verhalten der Radfahrer.

(1) Auf Straßen mit einer Radfahranlage ist mit einspurigen Fahrrädern ohne Anhänger die Radfahranlage zu benützen, wenn das Befahren der Radfahranlage in der vom Radfahrer beabsichtigten Fahrtrichtung gemäß § 8a erlaubt ist. Mit Fahrrädern mit einem Anhänger, der nicht breiter als 80 cm oder ausschließlich zur Personenbeförderung bestimmt ist, mit mehrspurigen Fahrrädern, die nicht breiter als 80 cm sind, sowie bei Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern darf die Radfahranlage benützt werden; mit Fahrrädern mit einem sonstigen Anhänger und mit breiteren mehrspurigen Fahrrädern ist die für den übrigen Verkehr bestimmte Fahrbahn zu benützen. Auf Gehsteigen und Gehwegen ist das Radfahren in der Längsrichtung verboten. Auf Geh- und Radwegen haben sich Radfahrer so zu verhalten, dass Fußgänger nicht gefährdet werden.
(1a) Wenn es der Leichtigkeit und Flüssigkeit des Fahrradverkehrs dient und aus Gründen der Leichtigkeit und Flüssigkeit des übrigen Verkehrs sowie der Verkehrssicherheit keine Bedenken dagegen bestehen, kann die Behörde bestimmen, dass abweichend von Abs. 1 von Radfahrern mit einspurigen Fahrrädern ohne Anhänger ein Radweg oder ein Geh- und Radweg benützt werden darf, aber nicht muss. Derartige Radwege oder Geh- und Radwege sind mit den Zeichen gemäß § 53 Abs. 1 Z 27 bis 29 anzuzeigen.
(2) Radfahrer dürfen nur auf Radwegen, in Fahrradstraßen, in Wohnstraßen, in Begegnungszonen sowie – auf sonstigen Straßen mit öffentlichem Verkehr – bei Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern nebeneinander fahren; beim Nebeneinanderfahren darf nur der äußerste rechte Fahrstreifen benützt werden. In Fußgängerzonen dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, wenn das Befahren der Fußgängerzone mit Fahrrädern erlaubt ist.
(3) Es ist verboten,
                              
a)   auf einem Fahrrad freihändig zu fahren oder die Füße während der Fahrt von den Treteinrichtungen zu entfernen,
b)   sich mit einem Fahrrad an ein anderes Fahrzeug anzuhängen, um sich ziehen zu lassen,
c)   Fahrräder in einer nicht verkehrsgemäßen Art zu gebrauchen, zum Beispiel Karussellfahren, Wettfahren und dgl.,
d)   beim Radfahren andere Fahrzeuge oder Kleinfahrzeuge mitzuführen,
e)   während des Radfahrens ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung zu telefonieren; hinsichtlich der Anforderungen für Freisprecheinrichtungen gilt § 102 Abs. 3 KFG 1967.

(3a) Radfahrer dürfen sich Radfahrerüberfahrten, wo der Verkehr nicht durch Arm- oder Lichtzeichen geregelt wird, nur mit einer Geschwindigkeit von höchstens 10 km/h nähern und diese nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend befahren.

(4) Fahrräder sind so aufzustellen, daß sie nicht umfallen oder den Verkehr behindern können. Ist ein Gehsteig mehr als 2,5 m breit, so dürfen Fahrräder auch auf dem Gehsteig abgestellt werden; dies gilt nicht im Haltestellenbereich öffentlicher Verkehrsmittel, außer wenn dort Fahrradständer aufgestellt sind. Auf einem Gehsteig sind Fahrräder platzsparend so aufzustellen, daß Fußgänger nicht behindert und Sachen nicht beschädigt werden.

(5) Gegenstände, die am Anzeigen der Fahrtrichtungsänderung hindern oder die freie Sicht oder die Bewegungsfreiheit des Radfahrers beeinträchtigen oder Personen gefährden oder Sachen beschädigen können, wie zum Beispiel ungeschützte Sägen oder Sensen, geöffnete Schirme und dgl., dürfen am Fahrrad nicht mitgeführt werden.

(6) Kinder unter 12 Jahren müssen beim Rad fahren, beim Transport in einem Fahrradanhänger und wenn sie auf einem Fahrrad mitgeführt werden, einen Sturzhelm in bestimmungsgemäßer Weise gebrauchen. Dies gilt nicht, wenn der Gebrauch des Helms wegen der körperlichen Beschaffenheit des Kindes nicht möglich ist. Wer ein Kind beim Rad fahren beaufsichtigt, auf einem Fahrrad mitführt oder in einem Fahrradanhänger transportiert, muss dafür sorgen, dass das Kind den Sturzhelm in bestimmungsgemäßer Weise gebraucht. Im Falle eines Verkehrsunfalls begründet das Nichttragen des Helms kein Mitverschulden im Sinne des § 1304 des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches, JGS Nr. 946/1811, an den Folgen des Unfalls.

Wir hoffen, ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

MAG. CLAUDIA UDEL
Rechtsabteilung

ÖAMTC | Pasettistraße 96-98 | 1200 Wien
T +43 (0)1 71199 21244 | F +43 (0)1 71199 21352


Link auf des aktuellen Gesetzestext: http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR40147688&ResultFunctionToken=f033e588-b291-4a75-9317-b572795fe2f0&Position=1&Kundmachungsorgan=&Index=&Titel=stvo&Gesetzesnummer=&VonArtikel=&BisArtikel=&VonParagraf=68&BisParagraf=&VonAnlage=&BisAnlage=&Typ=&Kundmachungsnummer=&Unterzeichnungsdatum=&FassungVom=14.08.2013&NormabschnittnummerKombination=Und&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=

Gitti

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Unfallchirurgen empfehlen Schutzhelm beim Fahrradfahren
« Antwort #8 am: 21. März 2014, 22:48 »



Unfallchirurgen empfehlen Schutzhelm beim Fahrradfahren
Freitag, 21. März 2014
dpa

Berlin – Zum Start in die Fahrradsaison empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Unfall­chirurgie (DGU) Fahrradfahrern, einen Schutzhelm zu tragen. Diese Empfehlung gelte über alle Altersgruppen hinweg und schließe neben dem Fahrrad auch die zulassungs­freien Fahrräder mit Hilfsmotor, sogenannte Pedelecs, ein. Ein Helm könne dazu beitragen, den Radfahrer im Falle eines Sturzes vor einer schweren Kopfverletzung zu schützen, so der DGU-Generalsekretär.

„Daher ist es grundsätzlich sinnvoll, als präventive Maßnahme einen Helm zu tragen“, sagte Reinhard Hoffmann. Im besonderen Fokus der Unfallchirurgen beim Thema Helm stehen Kinder und Senioren. „Kinder sind    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58043