Autor Thema: Krebs! Werde ich wieder Arbeit finden? Noch dazu in Zeiten wie diesen?  (Gelesen 9442 mal)

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Werner

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02/03/09,12:00, Elsevier

Erst Krebs, dann arbeitslos

Krebspatienten sind häufiger mit folgender Arbeitslosigkeit konfrontiert…

Patienten mit Krebs verlieren im Vergleich zu gesunden Personen häufiger ihre Arbeit, ergab eine Metaanalyse, die das amerikanische Ärzteblatt JAMA veröffentlichte. Zu bedenken ist, dass ungefähr die Hälfte der Krebspatienten unter 65 Jahre alt ist, also in einem erwerbsfähigen Alter. Die meisten Patienten möchten nach Therapie und Rehabilitation ihre Arbeit wieder aufnehmen. 33,8 Prozent finden jedoch nicht in ihren Beruf zurück und verlieren ihre Arbeit. Unter gesunden Kontrollpersonen gleichen Alters verlieren nur 15,2 Prozent ihre Arbeit.

Die Arbeitslosigkeit folgte am häufigsten Krebsleiden des Gastrointestinaltrakts, aber auch nach gynäkologischen Krebserkrankungen und Brustkrebs kam es häufiger zu Arbeitslosigkeit als nach anderen Krebserkrankungen.

Insgesamt wurden 36 Studien mit über 20.000 Krebsüberlebenden in den USA und Europa ausgewertet. Krebspatienten aus den USA wiesen ein um 1,5 größeres Risiko für Arbeitslosigkeit auf Europäer.

Ursachen sind v.a. die möglichen Einschränkungen und Behinderungen nach durchgemachter Krebserkrankung. Einige Studien, die Behinderung als Faktor erfassten, ergaben ein dreimal so hohes Risiko für Arbeitslosigkeit bei Behinderten im Vergleich zu Gesunden.

AGEM Boer et al.: Cancer survivors and unemployment. JAMA 2009; 301: 753-762
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Jutta

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40 Prozent der Krebspatienten werden gemobbt
« Antwort #1 am: 04. Mai 2013, 22:03 »


40 Prozent der Krebspatienten werden gemobbt

Krankheit gilt noch immer als gesellschaftliches Tabuthema

Ausgegrenzt: Krebspatienten im Büro diskriminiert


London/Euskirchen (pte014/03.05.2013/13:55) - Zwei von fünf Krebspatienten haben nach ihrer Behandlung mit Vorurteilen und Diskriminierung im Büro zu kämpfen. Das bedeutet einen 50-prozentigen Anstieg innerhalb der vergangenen drei Jahre. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Analyse des Macmillan Cancer Supports http://macmillan.org.uk . Unter anderem wird den Betroffenen der Ärztebesuch während der Arbeitszeit verweigert oder sie fühlen sich häufig von Arbeitgebern und Kollegen benachteiligt. Viele von ihnen kündigen aus diesen Gründen sogar. Für die Studie wurden fast 170 Erwachsene befragt, wobei fast 40 Prozent sich nach ihrer Krebsbehandlung diskriminiert fühlten.

Seltener Beförderung ausgesprochen

Zu den Ausgrenzungsmethoden zählen beispielsweise eine höhere Arbeitsbelastung, wobei Betroffenen oft mehrere Aufgaben abverlangt werden. Auch werden sie weniger für eine Beförderung in Betracht gezogen als gesunde Arbeitnehmer.

"Das hat weniger mit dem Problem der Diskriminierung zu tun, sondern vielmehr mit der Aufklärung über die Krankheit und alternative Perspektiven, denn die Angst wird durch Unwissenheit ausgelöst", erklärt Marcus Vosen, Initiator der Interessengemeinschaft für Krebspatienten http://krebspatient.de , gegenüber pressetext. Krebs sei demnach nach wie vor ein Tabuthema innerhalb der Gesellschaft.

Aus Gesellschaftsleben herausgerissen

"Solange jemand die Krankheit nicht hat, möchte er auch nicht in Kontakt damit treten und damit konfrontiert werden, weil er Angst hat. Krebs wird noch immer als unheilbare Krankheit eingestuft", sagt er. Ausgrenzung sei dabei eine Methode, die Angst von einem zu schieben. Auch für Arbeitgeber sehe die Lage eines Krebspatienten schwierig aus, denn mit der Krankheit würde ein permanenter Ärger assoziiert.

"Die Betroffenen werden komplett aus dem Gesellschaftsleben herausgerissen", so der Experte. Auch die Schulmedizin und Krankenkassen stellen sich laut Vosen gegen von Deutschland nicht anerkannte alternative Therapieverfahren, obwohl in chinesischen Studien deren Erfolg nachgewiesen wurde.

(Ende)
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