Autor Thema: Chronische Erkrankungen - Zähne beachten  (Gelesen 3097 mal)

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hilde

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Chronische Erkrankungen - Zähne beachten
« am: 19. März 2009, 21:55 »
Herdsanierung - Zähne

Zähne sind nicht nur isoliert zu betrachten, sondern in Beziehung zu anderen Körperorganen. Dr. Voll hat diese Zusammenhänge durch Hautwiderstandsmessungen an Akupunkturpunkten (= Elektroakupunktur nach Voll) vor und nach Zahnentfernungen nachgewiesen.

Außerdem haben schon oft Patienten das Verschwinden z. B. eines Gelenkschmerzes oder eines Magenproblems mitgeteilt, nachdem ihnen ein bestimmter Zahn gezogen worden war. Interessanterweise hatte solch ein Zahn fast nie Beschwerden gemacht und wurde deshalb von den Betroffenen auch nicht mit einem anderen Leiden in Zusammenhang gebracht.

Diese Erfahrungen und Beobachtungen haben zu der Überzeugung geführt, dass bei allen chronisch Kranken - und dazu zählen auch Tumorpatienten - die Zahnsituation besonders beachtet werden muss!

1.Wurzelbehandelte Zähne:

Bei einer Wurzelbehandlung wird “der Nerv” (- der Hohlraum im Inneren des Zahnes = die Pulpa) entfernt und durch Füllmaterial ersetzt. Es gibt neben den Hauptkanälen noch viele kleine Seitenverzweigungen, die von dieser Maßnahme nicht getroffen werden können. Dort verbleibt abgestorbenes Zellmaterial, das Fernstörungen hervorruft.

Bei einem gesunden Menschen ist der Stoffwechsel in der Lage, diese Störung zu kompensieren. Es ist immer eine Frage der Zeit, wie lange. Zu viele Störungen führen zu einer Überlastung der Kompensationsfähigkeit, die Stoffwechselsituation des Patienten beginnt sich zu verändern.
Bei einem Tumorpatienten ist eine Überlastung der Kompensationsfähigkeit eingetreten!
Die Therapie der Wahl ist die Entfernung der wurzelbehandelten Zähne.

Um keine Verschlimmerung des Allgemeinzustandes bei der Entfernung solcher Zähne zu riskieren, muss die Regulationsfähigkeit berücksichtigt werden. Eine homöopathische Begleittherapie hat sich dabei sehr bewährt.

2. Amalgamfüllungen:

Aus Amalgamfüllungen wird dauernd metallisches und anorganisches Quecksilber frei. Dieses Quecksilber blockiert in einer chemischen Reaktion SH - Gruppen von Enzymen und macht diese dadurch für Stoffwechselfunktionen unbrauchbar. Aufgrund unserer Umweltbelastungen sind wir noch vielen anderen Schwermetallen ausgesetzt, die allerdings kaum zu entfernen sind. Hier ist die Verkleinerung der Summe der Schwermetallbelastungen ein wichtiges Ziel.


Eine schonende Ausleitungstherapie muss an die Entfernung der
Amalgamfüllungen anschließen.

3.Metallmix im Mund

Hat ein Patient verschiedene Metalle im Mund, dann kommt es aufgrund unterschiedlicher Ladungen zu einem Jonenaustausch zwischen diesen Metallen, es entsteht also ein Stromfluss. Dadurch wird der pH-Wert des Speichels verändert - er wird saurer - das Milieu für Bakterien und Pilze wird geschaffen. Eine neuerliche Belastung für den Stoffwechsel.

Außerdem ist bekannt, dass Metalle hervorragende Antennen für elektromagnetische Wellen darstellen. Diese werden dann gefährlich, wenn sie sich im Frequenzbereich der biologischen Systeme befinden.

Auch Zellen untereinander führen Informationsweitergabe mit elektromagnetischen Wellen durch.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollten alle Metalle aus dem Mund entfernt werden. Die Minimierung von Belastungen hat Vorrang vor einer rein zahnärztlich orientierten Behandlung.
Lebensbedrohende chronische Erkrankungen erfordern andere Prioritäten!

Zwischen allen zahnärztlichen Behandlungsschritten ist eine Kontrolle der Regulationsfähigkeit notwendig. In einer überlasteten Regulationssituation darf man den Körper und den Stoffwechsel des Patienten nicht noch weiter durch übereilte Therapien schwächen.

Die schonende Vorgangsweise der Ärzte spürt der Tumorpatient an seiner Lebensqualität.

Eine Tumorbehandlung muss immer mit einer zahnärztlichen Diagnostik und Therapie nach ganzheitsmedizinischen Gesichtspunkten
gekoppelt sein.

WARUM KEIN AMALGAM?

1. Bestandteile:
50% Quecksilber (= Hg), 50% zu etwa gleichen Teilen Silber, Kupfer und Zink

2.Verarbeitung:
Vor dem Legen der Füllung werden diese Bestandteile gemischt, sie bilden untereinander ein Gemisch von Legierungen, aber keine einheitliche Legierung.

3.Quecksilberarten:
METALLISCH = gasförmig - gefährlichste Form
ANORGANISCH
ORGANISCH

4. Wirkung:
Während des Abbindens einer Füllung und danach wird laufend METALLISCHES und ANORGANISCHES Hg abgegeben. METALLISCHES, also gasförmiges Hg, gelangt zu 80% ins Blut und somit ins Zellinnere. ANORGANISCHES Hg wird von Bakterien in ORGANISCHES Hg umgewandelt und gelangt ebenfalls in die Zelle. ORGANISCHES Hg kommt in den Füllungen nich vor, aber in der Nahrung. Nun beginnt eine chemische Reaktion: Hg bindet sich an SH-Gruppen von Enzymen, die prinzipiell für eine körpereigene Entgiftung von der Natur auch dafür vorgesehen sind. Ist dieser Mechanismus der Entgiftung aber bereits überlastet auch andere Schwermetalle werden so aus dem Körper eliminiert - dann werden weitere, nicht für diesen Vorgang bestimmte Enzyme, vom Hg blockiert. Die Folge ist eine dramatische Beeinflussung wichtiger Stoffwechselvorgänge.

5.Empfindlichkeit:
Sie ist abhängig von der Konstitution, der Zahl der Füllungen im Mund, der Zahl der Metalle im Mund, sonstiger Schwermetallbelastungen, Vitamin- und Spurenelementzufuhr, ernährungsbedingten Belastungen, Stress psychischen Belastungen, chronischen Erkrankungen, Elektrosmog, akuten Infektionen ...

Viele dieser Faktoren können Sie nicht beeinflussen, aber bei den Füllungen in Ihrem Mund haben Sie die Wahl. Mit einer reduzierten Hg-Belastung dienen Sie Ihrer Gesundheit - Sie haben nur die eine!

VERMEIDEN STATT HEILEN

Amalgamsanierung – aber richtig!
Leitfaden für selbstverantwortliche Patienten. Diese Information soll nicht die Gründe für eine Amalgamsanierung darstellen, sondern jenen Patienten, die eine Entfernung dieses Werkstoffes aus ihrem Mund planen, eine Entscheidungshilfe bei der Vorgangsweise bieten. Es wird versucht, eine vernünftige Synthese von gesundheitlichen zahnärztlichen wirtschaftlichen und kosmetischen Kriterien zu empfehlen.

A. Vorgangsweise für gesunde Patienten oder jedenfalls solche, die keine nennenswerten subjektiven Befindlichkeitsstörungen aufweisen.

1. SCHRITT:

Das Amalgam wird in mehreren Sitzungen (meist quadrantenweise) durch einen Glasjonomerzement ersetzt. Während dieser Phase kommt es zu einer erhöhten Belastung durch Schwermetalle. Durch Zufuhr von Vitamin C Selentabletten und Algenpräparaten kann die Belastung für den Körper herabgesetzt werden. Eine andere Möglichkeit ist die homöopathische oder isopathische Begleittherapie. Dadurch wird die Wirkung der Schwermetalle auf den Organismus neutralisiert.

2. SCHRITT:

Nach der gesamten Entfernung des Amalgams folgt die Entgiftungs- und Ausleitphase. Die vorher schon gegebenen Präparate werden weiter genommen. Der Patient soll während der ganzen Zeit viel Wasser trinken, Saunabesuche sind ebenfalls zu empfehlen. In dieser Zeit kann es zu Befindlichkeitsstörungen kommen, vielleicht sogar in einem vorher nicht gekannten Ausmaß.

Jetzt sollte man nicht frustriert die Nerven verlieren und die Richtigkeit der Entscheidung zur Amalgamentfernung anzweifeln. Es ist individuell verschieden, wie lange ein Körper braucht, sich von dieser Belastung zu erholen. Man sollte daher sich und seinem Körper Zeit geben.

Die Ausleitphase kann ebenso wie vorher homöopathisch durchgeführt werden. Dazu sind meist mehrere Sitzungen notwendig. Die Wahl des homöopathischen Mittels kann nach der klassischen Methode des Repertorisierens erfolgen, durch Elektroakupunktur oder kinesiologische Methoden. Nicht die Methode an sich ist wichtig, sondern die Fertigkeit und die Erfahrung des Behandlers in einer der genannten Methoden.

3. SCHRITT:

Von der Größe der Füllungen hängt es ab, wie schnell eine definitive Versorgung der einzelnen Zähne vorgenommen werden sollte. Kleine Füllungen können durchaus einige Jahre aus diesem Material bestehen.

Bei größeren Füllungen sollte man mit der definitiven Versorgung aus einer gegossenen Edelmetallfüllung beginnen. Hier muss man natürlich die sozialen Möglichkeiten des Patienten berücksichtigen. Sollten Füllungen aus finanziellen Gründen noch nicht möglich sein, dann muss eben noch einmal Glasjonomerzement verwendet werden. Es hängt vom Goodwill des Behandlers ab, den Patienten zu einer möglicherweise jahrelang dauernden definitiven Versorgung zu begleiten. Die Angst, in kurzer Zeit ein kleines Vermögen in seinen Mund investieren zu müssen, kann dadurch genommen werden. Am besten legt man mit dem Behandler einen Zeitplan für dringende, weniger dringende und unwichtige Füllungserneuerungen fest.

Durch den Zwischenschritt des Glasjonomerzementes werden elektrische Spannungszustände im Mund vermieden. Außerdem ist es nicht sinnvoll, bei noch liegenden Amalgamfüllungen ein verträgliches Material zu testen (auch hier ist nicht die Methode, sondern das Können des Behandlers entscheidend).

Plastische Amalgamalternativen (ausgenommen sind Kunststofffüllungen mit Säureätztechnik) sind Kassenleistung, jedoch werden sie von Behandlern, die sich nur mit der werkstofflichen Komponente von Füllungsmaterialien beschäftigen, häufig abgelehnt. Ein Grund dafür ist die Befürchtung, dass diese Materialien weniger als 2 Jahre halten könnten, was aber Vertragsbedingung der Krankenkasse ist. Diese Haltung muss man als Patient dem Behandler zugestehen.
Nur die Übereinstimmung von Patientenwünschen und Behandlervorstellungen kann zu einem befriedigendem Ergebnis der Behandlung führen.

B. Vorgangsweise bei chronisch kranken Patienten

Bei chronisch kranken Personen muss in erster Linie auf die Regulationsfähigkeit des Körpers Rücksicht genommen werden.

Auch wenn bei manchen Testmethoden die Amalgambelastung an übergeordneter Stelle erscheint, kann durch sofortige Amalgamentfernung eine Verschlimmerung des herrschenden Krankheitszustandes erreicht werden.

Beeinflussung der
Regulationsfähigkeit:

a) Wegnahme von Störungen durch homöopathisch Begleittherapie nach den Regeln der EAV. Hier wird zuerst auf die stoffwechselaktiven Meridiane geachtet. Also Leber- und Nierenmeridian, aber Magen- und Milz/Pankrasmeridian sollten nach dieser Methode energetisch stabil sein, bevor mit der Amalgamentfernung begonnen wird.

b) Ohne homöopathische Begleittherapie ist eine längere Vorbereitungszeit mit Vitamingaben, Antioxidantien, Spurenelementgaben und Diät erforderlich. Eine begleitende Kontrolle des Immunstatus ist ebenfalls empfehlenswert. Bei dieser Vorgangsweise wird der Zahnbehandler wahrscheinlich die Zusammenarbeit mit einem praktischen Arzt oder mit einem Internisten suchen.
Eine Kombination von beiden Vorgangsweisen
ist ebenfalls möglich und in manchen Fällen auch
empfehlenswert.

Wenn man aufgrund von EAV-Messungen oder Verbesserung des Immunstatus weiß, dass sich die Regulationsfähigkeit des Patienten verbessert hat, kann man mit der Entfernung der Amalgamfüllungen beginnen. Vom Krankheitsbild hängt es ab, wie viele Füllungen in einer Sitzung entfernt werden.

Besonders langsam muss man bei neurologisch kranken Patienten vorgehen. Hier darf maximal eine Füllung in einer Sitzung entfernt werden. Der Abstand der Sitzungen sollte drei Wochen betragen.

Bei nicht neurologischen Erkrankungen können auch kürzere Abstände gewählt werden. Die Größe der Füllungen spielt aber auch eine Rolle.

Die weiteren Schritte unterscheiden sich nicht von den anderen Patienten.

C. Vorgangsweise bei Tumorpatienten

Bei Tumorpatienten ist neben der Regulationsfähigkeit auch das Vorhandensein von wurzelbehandelten Zähnen zu beachten. Hier wird man zuerst die Zusammenhänge zwischen Zähnen und den einzelnen Meridianen beachten, man darf aber nicht vergessen, dass übergeordnete Störungen sich nicht immer an Gesetzmäßigkeiten halten müssen.

Wurzelbehandelte Zähne enthalten immer einen kleinen Teil abgestorbenes Zellmaterial, das der Körper im gesunden Zustand durchaus toleriert. Außerdem spielen sich an der Wurzelspitze häufig chronische Entzündungen ab, die nicht immer röntgenologisch feststellbar sein müssen, dennoch aber Störfaktoren darstellen können.

Das Kapitel “Beeinflussung der Regulationsfähigkeit” stimmt im wesentlichen auch für den Tumorpatienten, doch wäre es sinnvoll, damit vor einer eventuellen Operation zu beginnen. Hier wäre die Zusammenarbeit mit dem Chirurgen und dem Onkologen wünschenswert. In unserem derzeitigen System wird leider die Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt vernachlässigt.

 Es geht nicht darum, notwendige Operationen nicht durchzuführen, sondern sie eventuell um 2 bis 4 Wochen zu verschieben und in dieser Zeit die Regulationsfähigkeit aufzubauen und wurzelbehandelte Zähne zu entfernen.

Wenn eine Chemo- oder Strahlentherapie nicht verschiebbar ist, dann sollte die Amalgamsanierung erst anschließend durchgeführt werden.

Die Zahl der Füllungen, das Befinden des Patienten, der Grad der Erkrankung, das Alter des Patienten, das alles sind Parameter, die als Entscheidungshilfe für die Vorgangsweise herangezogen werden sollen.

Die Wünsche des Patienten sind unbedingt zu beachten. Man sollte nicht zu “Zwangsextraktionen” schreiten.

Die weitere Vorgangsweise ist wie bei chronisch kranken Patienten.

Bei allen Erkrankungen kann Amalgam einen Störfaktor darstellen, allerdings ist es nie die alleinige Ursache. Zu einer Erkrankung führen eine Reihe von Störfaktoren, die nicht immer alle zu finden und auch nicht alle zu entfernen sind. Wenn man aber ein Störfeld gefunden hat, dann sollte man es im Interesse der Gesundheit auch entfernen.

Das Argument der  Gesundheit sollte immer an oberster Stelle stehen.

Verfasser:
Med.univ. Dr. Hermine Kainz-Toifl
Fachärztin für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde 1100 Wien, Quellenstraße 67
Tel. 01/602 23 05