Autor Thema: "ALLES" über DARMKREBS  (Gelesen 6146 mal)

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hilde

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"ALLES" über DARMKREBS
« am: 20. März 2009, 14:12 »

"ALLES" über DARMKREBS unter

http://www.onkologie.de/Krebs/Krebsarten/Darmkrebs.html


Darmkrebs, Kolonkarzinom

    * Definition und Häufigkeit
    * Anatomie und Funktion
    * Ursachen und Risikofaktoren
    * Vorbeugung
    * Früherkennung
    * Symptome
    * Diagnose
    * Therapie - Übersicht
    * Therapie - Fortgeschrittener Darmkrebs
    * Erkrankungsverlauf
    * Reha und Nachsorge
    * Besonderheiten
    * Künstlicher Darmausgang


Unter dem Begriff „Darmkrebs“ werden im Allgemeinen Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) und des Mastdarms (Rektumkarzinom) verstanden. Zusammenfassend werden sie als kolorektales Karzinom bezeichnet. Der Begriff Karzinom kennzeichnet Krebserkrankungen, die vom Deckgewebe der Haut oder Schleimhaut ausgehen – in diesem Fall von der Schleimhaut des Dickdarms.

Krebs im Dünndarm ist selten, ebenso wie die Krebserkrankung der Afterregion (Analkarzinom). Beide Krebsarten unterscheiden sich in ihrer Entstehung und Behandlung vom Dickdarm- und Mastdarmkrebs.

Darmkrebs kann sich in allen Abschnitten des Dick- und Mastdarms entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt im unteren Dickdarmabschnitt und zwar in den unteren 30 bis 40 Zentimetern. Vorläufer der Krebserkrankung sind in vielen Fällen so genannte Darmpolypen. Dabei handelt es sich um zunächst gutartige, oft pilzähnliche Geschwulste im Dickdarm. Etwa 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entstehen dadurch, dass diese Polypen entarten, ihre Zellen also zu Krebszellen umgewandelt werden.

Wie häufig ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist bei beiden Geschlechtern die zweithäufigste Erkrankung. In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert Koch-Instituts pro Jahr jeweils rund 37.200 Männer und 36.000 Frauen daran.

Die Sterblichkeit an Darmkrebs nimmt seit Mitte der 1970er Jahre kontinuierlich ab. Dennoch ist Darmkrebs nach wie vor die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache.

Darmkrebs tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf. Das Durchschnittsalter beträgt bei Männern 69 Jahre, bei Frauen ist es mit 75 Jahren erheblich höher. Etwa sechs Prozent der Bevölkerung - das sind in der Bundesrepublik Deutschland fast fünf Millionen Menschen – müssen nach Schätzungen damit rechnen, dass sie im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs erkranken.

Fachliche Beratung:

Prof. Dr. Becker

Georg-August-Universität Göttingen

Klinik und Poliklinik für Allgemeinchirurgie

Copyright 2008, Deutsche Krebsgesellschaft e.V., www.krebsgesellschaft.de


Geri

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Mythen zu DARMKREBS
« Antwort #1 am: 04. April 2009, 01:15 »
10 Mythen über Darmkrebs und Vorsorge - die Felix Burda Stiftung klärt auf

Darmkrebs ist eine Krankheit, die auch heute noch mit Missverständnissen und falschen Peinlichkeiten behaftet ist. Noch immer wissen viele Menschen nicht, dass Darmkrebs im Frühstadium keine Symptome verursacht und bei rechtzeitiger Erkennung bei den meisten Menschen zu 100 Prozent heilbar ist.

http://www.special-darmkrebs.de/darmkrebs/home/content-197271.html



Gitti

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Re: "ALLES" über DARMKREBS
« Antwort #2 am: 06. Januar 2012, 14:42 »

Darmkrebs: Was tun?

Für die Serie „Onkologie für die Praxis“ sprach MT einerseits mit Helga Thurnher von der Selbsthilfegruppe Darmkrebs, andererseits auch mit Univ.-Prof. Dr. Werner Scheitbauer. Der Onkologe gab MT einen fundierten Überblick über die palliative und adjuvante Chemotherapie beim Kolorektalkarzinom.

Darmkrebs wäre in vielen Fällen vermeidbar, wenn die Vorsorgekoloskopie mehr in Anspruch genommen werden würde. Ist der einst harmlose Polyp schließlich zum malignen Tumor – in vielen Fällen bereits mit Metastasen – fortgeschritten, muss das ganze Armentarium von Chirurgie, Chemotherapie und Antikörpertherapie angewandt werden, um den Patienten im besten Fall zu heilen oder zumindest noch ein paar Jahre Leben zu schenken.

Palliative Chemotherapie des Kolorektalkarzinoms
Überleben verlängern
WIEN – Die Optionen zur palliativen Behandlung des fortgeschrittenen Kolorektalkarzinoms wurden in den letzten Jahren durch die Entwicklung neuer Substanzen – vornehmlich der oralen Fluoropyrimidine, der Topoisomerase-I-interaktiven Substanz Irinotecan und des Platinanalogons Oxaliplatin – entscheidend verbessert. Die Zulassung der monoklonalen Antikörper Cetixuximab gegen EGF (epidermal growth factor)-Rezeptor sowie Bevacizumab gegen den zirkulierenden VEGF (vascular endothelian growth factor) hat das therapeutische Armentarium weiter bereichert. Univ.-Prof. Dr. Werner Scheithauer, Abteilung für klinische Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin I, AKH Wien, berichtet über den aktuellen Wissensstand.

MT: Welche Ergebnisse sind heute mit den modernen Regimen erreichbar?
Prof. Scheithauer: Durch den Einsatz http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=77069&dspaid=679458

Werner

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So entsteht (auch) Darmkrebs .....
« Antwort #3 am: 18. August 2012, 00:52 »


Colitis: Entzündung plus E. coli ergibt Darmkrebs

Freitag, 17. August 2012

Chapel Hill – Colitis ulcerosa und wahrscheinlich auch der Morbus Crohn gehen mit einer erhöhten Rate von Krebserkrankungen einher, die auf den Dickdarm beschränkt sind. Tierexperimente in Science (2012; doi: 10.1126/science.1224820) legen jetzt die Vermutung nahe, dass Darmbakterien und hier vor allem eine bestimmte Variante von Escherichia coli an der Entstehung der Tumoren beteiligt sind.

Das Team um Christian Jobin vom der Universität von North Carolina in Chapel Hill experimentiert mit Mäusen, die aufgrund einer Genmutation an Darmentzündungen erkranken. Solange die Tiere keimfrei gehalten werden, bleiben sie gesund. Werden sie allerdings in einen Käfig gesperrt, wo zuvor Mäuse mit intakter Darmflora gehalten wurden, entwickeln die Gen-Mäuse eine schwere Darmentzündung, und die meisten erkranken an Darmkrebs. Dies legt nahe, dass die Darmflora den entscheidenden Impuls zur Entwicklung von Darmkrebs liefert.

Dass Bakterien im Prinzip die Entwicklung von Krebs fördern können, ist bekannt. Das prominenteste Beispiel ist Helicobacter pylori, der heute als wesentliche Ursache für Magenkrebs gilt. Doch warum erkranken gesunde Mäuse und Menschen nur selten an Darmkrebs, während das Risiko bei der Colitis ulcerosa deutlich erhöht ist? Die Untersuchung der Darmflora der erkrankten Tiere liefert hierfür möglicherweise die Erklärung.

zum Thema http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51324

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung der University of Liverpool
    Studie in Gut

Jobin kann zeigen, dass die chronische Entzündung die Zusammensetzung der Darmflora verändert. Warum dies geschieht ist unklar. Doch die Folge könnte eine starke Vermehrung von bestimmten Darmbakterien sein, die die Entwicklung von Tumoren fördern. Jobin verdächtigt hier die E. coli-Varianten NC101. Dieses Bakterium bildet das Protein Colibactin, das die DNA schädigen kann, was ein plausibler Pathomechanismus für die Induktion von Krebserkrankungen ist.

Die Tierexperimente von Jobin zeigen, dass bei Tieren, die infolge der Colitis an Darmkrebs erkranken, häufiger NC101 gefunden wird. E. coli, die kein Colibactin bilden, können bei den Versuchstieren auch eine Darmentzündung hervorrufen, es kommt aber nicht zum Darmkrebs.

Die E. coli-Variante NC101 wird laut Jobin auch häufiger in Biopsien von Patienten mit entzündlicher Darmerkrankung gefunden (zu 40 Prozent), vor allem wenn diese an einem Darmkrebs erkrankt sind (zu 66,7 Prozent). Experimente an Zelllinien bestätigen den Verdacht: Wenn E. coli mit dem pks-Gen ausgestattet sind, können sie die Bildung von Krebszellen begünstigen.

Die Wirklichkeit im Darm mag komplexer sein, als diese Experimente den Anschein erwecken. So ist es beispielsweise möglich, dass andere Bakterien als E. coli das „Karzinogen“ Colibactin oder eine verwandte Substanz bilden. Die Experimente schließen auch nicht aus, dass noch andere Bakterien als E. coli an der Entwicklung der Tumoren beteiligt sind.

Auch Faktoren, die den Kontakt der Bakterien mit den Darmepithelien fördern, könnten die Krebsentstehung beeinflussen. Jonathan Rhodes von der Universität Liverpool, der an der aktuellen Studie beteiligt ist, hatte in einer früheren Untersuchung herausgefunden, dass Ballaststoffe wie Plantain oder Broccoli das Eindringen der Bakterien in die Schleimhaut behindern, während der Emulgator Polysorbat 80 sie förderte (Gut 2010; 59: 1331-9).

Dies bedeutet allerdings nicht, dass eine Diät aufgrund dieser Studie einem Darmkrebs vorbeugen kann, wie auch die Wirkung von probiotischen Nahrungsmitteln nur in klinischen Studien belegt werden kann. Experimente der Grundlagenforschung liefern in erster Linie Erklärungen. Ob die daraus abgeleiteten Rezepte in der komplexen Umgebung der Darmflora wirksam sind, ist eine andere Frage. © rme/aerzteblatt.de

Dietmar E.

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"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)