Autor Thema: Melanom Diagnostik  (Gelesen 9606 mal)

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Geri

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Melanom Diagnostik
« am: 04. April 2009, 01:06 »

Der Wachstumsfaktor Angiopoietin2

Besseres Maß für die Malignität von Melanomen

Die Serum-Konzentration des Wachstumsfaktors Angiopoietin2 korreliert sehr präzise mit der Malignität maligner Melanome. Angiopoietin2, so das Ergebnis aktueller Forschung, eignet sich zur Verlaufskontrolle besser als bisher verwendete Biomarker.

Welche Rolle der Wachstumsfaktor Angiopoietin2 (Ang2) beim malignen Melanom spielt, haben Forscher der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrum um Prof. Hellmut Augustin und Iris Helfrich untersucht. Die Andockstation von Ang2 ist der Rezeptor Tie2 auf der Oberfläche der Endothelzellen. Gemeinsam mit anderen Signalmolekülen bewirkt Ang2 das Aussprossen der Endothelzellen und die Neubildung von Kapillaren (Clin Cancer Res 15 [2009] 1384-1392).

Beim Messen der Ang2-Konzentration in Blutproben von Melanompatienten entdeckten die Wissenschaftler, dass größere Tumoren und weiter fortgeschrittene Erkrankungen mit hohen Ang2-Spiegeln einhergehen.

Verfolgt man den Ang2-Spiegel einzelner Patienten über die Zeit, so ist ein Ansteigen parallel zum Fortschreiten der Erkrankung zu beobachten. Patienten, deren Erkrankung nicht oder nur kaum fortschreitet, haben dagegen einen niedrigeren Ang2-Spiegel.

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_dermatologie_hautkrebs_angiopoietin2_123678672302.htm&n=1

admin

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Hautkrebs: Früherkennung und Diagnostik gehört eigentlich zusammen
« Antwort #1 am: 25. September 2010, 11:34 »
Welche Erfahrungen hattest du mit deinem Hautarzt dabei?

Mit welchen Geräten wurde kontrolliert und wurde der Istzustand abgespeichert?


Deutscher Hautkrebskongress

Kiel 23.–25. September 2010

http://www.uk-sh.de/uksh_media/Veranstaltungen+_+Programmflyer/ADO+2010+Programm.pdf

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http://www.hautaerzte-online.de/leistung_hautkrebs_vorsorge.php

Hautkrebsvorsorge/PDT
(Photodynamische Therapie)

Foto: Stromenger Die Hautkrebsvorsorge und Hautkrebstherapie sind die wesentlichen Schwerpunkte in unserer Gemeinschaftspraxis. Wir arbeiten in einem Qualitätszirkel Dermato-Onkologie, der bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein akkreditiert ist. Der Hautkrebs ist der häufigste Krebs in Deutschland. Jährlich erkranken mindestens 120.000 Menschen an Hautkrebs. Nach den derzeitigen wissenschaftlichen Studien gehen die Epidemiologen von einem jährlichen Wachstum der Hautkrebsneuerkrankungsrate in Deutschland von 5% aus. Es werden der „weiße Hautkrebs“ und „schwarze Hautkrebs“ unterschieden.

Weißer Hautkrebs
Der weiße Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom) ist etwa zehnmal so häufig wie der schwarze Hautkrebs und tritt besonders an den von der Sonne beschienen Stellen am Körper auf. Der weiße Hautkrebs sieht nicht immer weiß aus. Er kann auch mal rot, bräunlich und in seltenen Fällen sogar schwarz sein. Häufig ist das erste Symptom beim weißen Hautkrebs eine nicht abheilende oder verdickte, raue Hautstelle. In den letzten Jahren erkrankten immer jüngere Menschen an weißem Hautkrebs. War früher das Basalzellkarzinom vor dem 60. Lebensjahr eher selten, so sehen wir heute viele Neuerkrankungen bereits ab dem 30. Lebensjahr. Der weiße Hautkrebs ist nicht so gefährlich wie der schwarze Hautkrebs, da er in den meisten Fällen rechtzeitig und komplett mit einer Operation entfernt werden kann.

Noch viel häufiger als der weiße Hautkrebs sind die „aktinischen Keratosen“, die Vorläufer des weißen Haukrebses. Eine frühzeitige Diagnose kann hier den Übergang zum weißen Hautkrebs verhindern. Eine der besten Therapien aufgrund des guten kosmetischen Resultats für die aktinischen Keratosen und einige Formen des weißen Hautkrebses stellt die Photodynamische Therapie (PDT) dar.

Schwarzer Hautkrebs
Der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) ist deshalb so gefährlich, da er bereits in frühen Stadien Tochtergeschwülste (Metastasen) entwickelt. In Deutschland erkranken jährlich etwa 15.000 Menschen am malignen Melanom. Wenn das Melanom zu spät entdeckt wird, kann man daran sterben. Jährlich sterben in Deutschland etwa 2.000 Menschen am Melanom. Deshalb gilt hier: Haukrebsvorsorge ist von entscheidender Bedeutung. Da bereits viele Menschen die Hautkrebsvorsorge nutzen, konnte in den letzten Jahren erreicht werden, dass das Melanom häufig in sehr frühen Stadien entfernt werden konnte und somit die Hautkrebsvorsorge viele Leben gerettet hat. Mit der digitalen Videodokumentation hat unsere Praxis ein modernes und effektives Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Hautkrebs.

Die Hautkrebsvorsorge wird in unserer Praxis ausschließlich mittels Auflichtmikroskopie oder auch Videodokumentation durchgeführt. Diese Untersuchungen werden leider nicht von den gesetzlichenKrankenkassen bezahlt.

Krebsregister NRW
Aufgrund der steigenden Hautkrebszahlen arbeitet unsere Praxis eng mit dem „Epidemiologischen Krebsregister NRW“ in Münster zusammen. Krebsregister dienen unter anderem der Politik als Grundlage für Entscheidung über die Verteilung der knappen Ressourcen im Gesundheitswesen. Wir leisten somit mit unserer Teilnahme am Krebsregister einen wichtigen Beitrag, damit die notwendigen Vorsorge- und Therapiemaßnahmen für die Patienten bezahlt werden.

Mehr Information zur Photodynamischen Therapie - PDT (PDF-Download)

Mehr Information zur Kryotherapie (PDF-Download)
« Letzte Änderung: 25. September 2010, 11:35 von admin »

admin

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Melanom Diagnostik
« Antwort #2 am: 07. Dezember 2012, 22:30 »



Achtung, ein älterer Beitrag!!!


Hautkrebs: Ja - Nein? Verräterisches Leuchten!


Verräterisches Leuchten

Berliner Forscher wollen mit kurzen Laserpulsen Hautkrebs frühzeitig erkennen.
Das Entfernen von Muttermalen würde damit oft überflüssig


Oftmals beginnt die Krankheit in einem unscheinbaren Leberfleck. Wird die bösartige Wucherung der Hautzellen zu spät erkannt, können sich Metastasen im Körper ausbreiten - und der sogenannte schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) führt unter Umständen bis zum Tod. Je früher die Krankheit entdeckt wird, umso größer ist die Chance geheilt zu werden. Forscher der Firma Lasertechnik Berlin (LTB) haben nun eine Methode entwickelt, die krankhafte Veränderungen des Hautfarbstoffs Melanin - die als Vorstufe der Krebserkrankung gelten - früher erkennen soll als herkömmliche Gewebeuntersuchungen durch Histologen. Das neue Diagnosegerät präsentieren die Entwickler vom kommenden Montag an auf der Messe Laser Optics Berlin.

Zur Analyse in dem Prototypen werden Gewebeproben benutzt, wie sie Hautärzte in Verdachtsfällen entnehmen: Unter örtlicher Betäubung schneiden sie ein etwa Cent-großes Stück der Haut mit einem Skalpell heraus. Normalerweise prüft dann ein Histologe mithilfe eines Mikroskops, ob es entartete Zellen in dem Gewebe gibt. Bis der Befund da ist, müssen die Patienten oft mehrere Tage warten. Das Diagnosegerät von LTB liefert das Ergebnis bereits nach Minuten.

"Um das veränderte Melanin zu erkennen, nutzen wir die Fluoreszenz", sagt Matthias Scholz, Geschäftsführer der LTB. Dieser Effekt trete bei vielen Stoffen auf: Werden sie mit Licht bestrahlt, verändert sich ihr Energiezustand und sie senden Sekundenbruchteile später selbst Licht aus. Das ausgesendete Licht hat eine bestimmte Zusammensetzung unterschiedlicher Wellenlängen - je nachdem, von welcher Substanz es abgegeben wurde.

Trotzdem sei es bislang kaum gelungen, Melanin mithilfe von Fluoreszenz zu identifizieren, sagt Scholz. "Die anderen Zellbestandteile fluoreszieren viel stärker und überdecken das Signal des Melanins." Deshalb bedienten sich die Forscher eines Tricks. Normalerweise werden für die Floureszenzanalyse Laserpulse genutzt, die hundert Femtosekunden (billiardstel Sekunden) lang dauern. Zur Melaninuntersuchung haben die Wissenschaftler die Laserpulse auf rund eine Nanosekunde (milliardstel Sekunde) verlängert. "In dieser Zeit absorbiert das Melanin ein zweites Lichtteilchen, die anderen Zellbestandteile aber nicht", sagt Scholz. Dadurch fluoresziert der Hautfarbstoff viel stärker als die übrigen Moleküle und kann registriert werden.

Um krankhafte Veränderungen des Melanins aufzuspüren, analysiert das Messgerät das Spektrum des Fluoreszenzlichts: Gesundes Melanin leuchtet bläulich, schadhaftes hingegen rötlich. Die einzelnen Messpunkte sind lediglich 50 Mikrometer groß und liegen in einem engen Raster. Wird an mehreren beieinander liegenden Messpunkten verändertes Melanin festgestellt, sei das ein Hinweis auf eine Krebserkrankung, sagt Scholz.

Die neue Methode wurde in klinischen Studien bereits an mehr als zweihundert Gewebeproben getestet. Dabei wurden die Diagnosen "unverdächtig" und "stark verdächtig" in allen Fällen von Histologen bestätigt, berichtet Scholz. Weniger Übereinstimmung gab es in der Klassifizierung "verdächtig". "Möglicherweise lagen die Schnitte des Histologen in Bereichen, in denen es kaum entartetes Melanin gab", vermutet Scholz. Sein Verfahren hingegen scanne ein ganzes Areal, daher könne es Krebsfrühstadien eher feststellen.

"Wenn sich das Verfahren in weiteren Studien bewährt, könnte es ein wichtiges Hilfsmittel bei der Früherkennung von Hautkrebs werden und damit die Überlebenschancen erhöhen", sagt Uwe Trefzer, Leiter des Melanomzentrums an der Berliner Charité.

Einen echten Vorteil brächte das Gerät aber erst dann, wenn man es zur Untersuchung nur an die Haut des Patienten halten müsse und ihm die bisher notwendigen Schnitte ersparen blieben. "Um praxistauglich zu sein, müssen solche Geräte aber in mindestens 95 Prozent der Fälle die richtige Diagnose stellen", sagt Trefzer. In zwei bis drei Jahren, so hofft LTB-Geschäftsführer Scholz, wird es soweit sein.