Autor Thema: Blasenkrebs: Bessere Diagnostik und Therapie gefordert!  (Gelesen 3911 mal)

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Dietmar E.

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MEDIZIN
 
Frühere, aggressivere Behandlung könnte Mortalität durch Blasenkrebs senken

Frühere Erkennung und verbesserte Behandlung haben wahrscheinlich den größten Einfluss auf die Verringerung von durch Blasenkrebs bedingte Todesfälle, schlussfolgern Wissenschaftler aus einer Studie, die sie durchgeführt haben.

Für Berechtigte:
http://www.uro.de/live/navigation/live.php?navigation_id=221&article_id=238967&_psmand=4
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

hilde

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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs), oder nicht, und dann?
« Antwort #1 am: 25. Juli 2010, 11:48 »


http://www.curado.de/diagnose-blasenkrebs-14752/

Diagnose von Blasenkrebs

Die Diagnose von Blasenkrebs erfolgt in der Regel aufgrund einer bestimmten Symptomatik, die neben Blasen-krebs aber auch harmlosere Ursachen haben kann. Ein Arztbesuch beim Auftauchen der Symptome ist ratsam, um die Diagnose stellen und differenzieren zu können. Die ersten Untersuchungen können ambulant beim Uro-logen durchgeführt werden.
Hauptsymptom Blut im Urin

Blasenkrebs verursacht oft erst im Verlauf Symptome und bleibt häufig zunächst unentdeckt. Da die Heilungs-chancen bei einer frühen Erkennung sehr gut sind, sollte beim Auftreten der Symptome für Blasenkrebs ein Arzt aufgesucht werden, um die Diagnose abzuklären. Hauptsymptom und häufig erstes Anzeichen ist Blut im Urin (im Fachausdruck Hämaphobie), das entweder mit bloßem Auge erkennbar ist oder durch den Arzt im Rahmen einer Urinuntersuchung mittels Mikroskop erkennbar ist. Die Ursache für Blut im Urin bildet der blutende Tumor.
Weitere Symptome von Blasenkrebs

Weitere Symptome für ein Urothelkarzinom sind Unregelmäßigkeiten und Schmerzen beim Wasserlassen. Behindert der Tumor Harnleiter oder Harnröhre oder ist durch geronnenes Blut der Harnleiter verstopft, können Schmerzen in der Nieren- oder Rückengegend auftreten. Blut im Urin und die anderen Symptome können aber auch auf verschiedene andere Harnwegserkrankungen hindeuten. Aus diesem Grund ist die Abklärung der Symptome notwendig.
Erste Diagnoseschritte

Erste Maßnahme zur Diagnose von Blasenkrebs sollte stets ein Gespräch zwischen Arzt und Patient sein. Wichtige Fragen, die der Arzt z. B. stellt, drehen sich um die Symptome, seit wann sie auftreten und inwieweit Vorerkrankungen und Risikofaktoren für die Entstehung von Blasenkrebs bestehen. Auf das Gespräch folgen in der Regel eine Untersuchung, in der Nierengegend, Unterbauch und innere Geschlechtsorgane abgetastet werden sowie eine Ultraschalluntersuchung von Blase, Nieren und der unteren Bauchregion. Blut im Urin kann mittels Teststreifen nachgewiesen werden.
Die Blasenspiegelung (Zystoskopie)

Die zentrale Untersuchung zur Diagnose eines Blasentumors ist die Blasenspiegelung (Zystoskopie). Dabei wird ein dünner, flexibler Schlauch in die durch ein Gleitmittel mit entsprechender Wirkung betäubte Harnröhre ein-geführt. Die Untersuchung verläuft weitgehend schmerzfrei. Am Ende des Schlauches befinden sich optische Instrumente, die dem Arzt einen Blick auf den Zustand der Harnblasenschleimhaut ermöglichen. Stück für Stück kann er die Schleimhaut auf verdächtige Stellen absuchen und bedarfsweise Gewebeproben (Biopsien) entnehmen, die ein Pathologe hinterher mikroskopisch untersucht. Auch die Mündung der beiden Harnleiter in die Blase kann darauf überprüft werden, ob die Blutungsquelle eine der beiden Harnleiter ist. In vielen Fällen ist die Biopsie die einzige Methode, ein Blasenkarzinom zweifelsfrei zu identifizieren oder auszuschließen. Besteht der Verdacht, dass die Schleimhaut an mehreren Stellen der Blase verändert ist, werden systematisch mehrere Biopsien entnommen.
Die Urographie

Ergibt die Blasenspiegelung einen Verdacht auf Blasenkrebs, wird mittels einer Röntgenuntersuchung untersucht, ob und wieweit sich ein Tumor entwickelt hat. Anhand eines Kontrastmittels ergibt sich ein Röntgenbild, das Ausscheidungs-Urogramm genannt wird und das die ableitenden Harnwege inklusive Nierenbecken, Harnblase, Harnröhre und Harnleiter darstellt. Ergänzende Untersuchungen dazu sind die Computer- und die Kern-spintomographie, die eine genaue Ausbreitung des Tumors abbilden können.
Die Urinzytologie

Der Urin kann in einer sogenannten zytodiagnostischen Untersuchung auf bösartige Zellen untersucht werden. Dabei sind abgeschälte Zellen, die wenig Ähnlichkeit mit gesunden Zellen haben, von sogenannten niedrig differenzierten Tumoren, am eindeutigsten zu erkennen. Tumorzellen, die gesunden Zellen ähneln, haben zur Diagnosestellung eine geringere Aussagekraft. In Kombination mit der Urinzytologie kann daher ein Zusatztest durchgeführt werden, der einen Tumormarker, also eine auf einen Tumor hinweisende biologische Substanz im Blut, aufdeckt. Die Kombination beider Tests liefert eine Verfeinerung des Ergebnisses in Hinblick auf Sensitivität, also die Trefferquote, ein richtig positives Ergebnis zu erhalten, und Spezifität, die Wahrscheinlich-keit, ein richtig negatives Ergebnis zu erhalten.
Die Transurethrale Resektion (TUR)

Die Untersuchung eines vorhandenen Tumors in Hinblick auf Bösartigkeit, Größe und Ausbreitung ist mittels Entfernung (Resektion) möglich. Dabei entnimmt eine in das Endoskop eingeführte Elektroschlinge eine Ge-webeprobe des Tumors. Neben der Untersuchung des Tumors ist mit der transurethralen Resektion auch eine vollständige Entfernung des Tumors möglich. Ein oberflächlicher Tumor kann auf diese Weise behandelt werden.
Metastasensuche

Ist der Blasenkrebs bereits in die Muskelschicht der Harnblase oder in benachbarte Organe eingewachsen, wird nach Metastasen gesucht. Diese befinden sich häufig in der Lunge und der Leber oder sind Knochenmetastasen im Skelett. Um diese Organe zu überprüfen, wird in der Regel eine Röntgenuntersuchung der Lunge, eine Ultra-schalluntersuchung der Leber und eine sogenannte Skelett- oder Knochen-Szintigraphie, ein bildgebendes Ver-fahren der nuklearmedizinischen Diagnostik, durchgeführt. Eine computertomographische Untersuchung des Beckens kann vergrößerte Lymphknoten aufspüren.

Barbara Kliem