Autor Thema: Studien in Österreich  (Gelesen 7873 mal)

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Dietmar E.

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Studien in Österreich
« am: 03. Mai 2009, 14:23 »

Bis jetzt habe ich noch keine Internetseite gefunden, wo die Teilnahne an dzt. Studien angeführt sind!

Warum?

Das sollte sich ändern!

Künftighin sollten alle Studien zur Behandlung von Krebserkrankungen, ggf. nach Bundesländer getrennt, auf einer Homepage stehen!
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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Re: Studien in Österreich
« Antwort #2 am: 28. Juni 2010, 16:39 »
http://www.hauptverband.at/portal27/portal/hvbportal/channel_content/cmsWindow?p_tabid=10&p_menuid=58215&action=2&p_pubid=641966

Mehr Transparenz bei Studien über die Wirkungsweise von Medikamenten
Achitz: „Hauptverband begrüßt die neue Verordnung des Gesundheitsministeriums“
Nr. 25 vom 23. Juni 2010

Erfreut zeigt sich der stellvertretende Vorsitzende im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Mag. Bernd Achitz, dass Gesundheitsminister Alois Stöger nun per Verordnung für deutlich mehr Transparenz bei den sogenannten „nicht-interventionellen“ Studien in der Pharmaforschung sorgt. Achitz: „Der Hauptverband hat schon in der Vergangenheit mehrmals höchste Transparenz bei der Durchführung solcher Studien gefordert. Umso erfreulicher ist es jetzt, dass Gesundheitsminister Alois Stöger mit einer per 1. September 2010 umzusetzenden Verordnung diesen Forderungen weitgehend Rechnung trägt“.
Bei „nicht-interventionellen“ Studien dokumentieren niedergelassene ÄrzteInnen Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten, die sie ihren PatientenInnen verschreiben und teilen diese Beobachtungen gegen entsprechendes Entgelt der jeweiligen Herstellerfirma mit. Damit sollen Erkenntnisse über das tatsächliche Funktionieren eines Medikaments in der praktischen Anwendung gewonnen werden. „Dabei besteht allerdings die Gefahr“, so Achitz, „dass diese nicht-interventionellen Studien als Marketing-Instrument missbraucht werden, weil der Entgeltanreiz die verschreibenden ÄrzteInnen dazu verlocken könnte, bestimmte Medikamente bevorzugt zu verschreiben“. Die von Gesundheitsminister Alois Stöger vorgestellte Verordnung sorgt aber nun in zweifacher Hinsicht für mehr Transparenz:
Es wird durch einen Hinweis auf die ärztliche Aufklärungspflicht klargestellt, dass PatientenInnen nicht ohne deren Wissen zu TeilnehmernInnen an einer nicht-interventionellen Studie werden dürfen.
Und die Krankenversicherungen erhalten Zugang zu den wesentlichen Informationen über diese Studien und die daran teilnehmenden ÄrzteInnen und haben so die Möglichkeit, allfällige Irregularitäten im Verschreibeverhalten aufgreifen zu können. „Damit hat das Gesundheitsministerium jetzt für deutlich verbesserte Transparenz gesorgt, wie das neben dem Hauptverband in der Vergangenheit auch Antikorruptionsexperten gefordert haben“, so Achitz abschließend.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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Onkologische Studien in Österreich
« Antwort #3 am: 29. November 2012, 22:51 »


Liebe Leserin, lieber Leser,
 
Namens der MitarbeiterInnen der Klinischen Abteilung für Onkologie darf ich Sie sehr herzlich bei uns willkommen heißen.
 
Die Klinische Abteilung für Onkologie als Teil der Klinik für Innere Medizin I am Allgemeinen Krankenhaus Wien und der Medizinischen Universität Wien zählt zu den führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen.
 
Die Behandlung von PatientInnen mit Krebserkrankungen ist in den letzten wenigen Jahren in ihrer Vielfalt gewachsen und hat Möglichkeiten erreicht, von denen wir vor wenigen Jahren nicht zu träumen gewagt hätten. Dies bezieht sich nicht nur auf die Vielzahl von unmittelbar die Krebserkrankung beeinflussenden Therapiemöglichkeiten, sondern auch auf Behandlungen, die darauf abzielen, Lebensqualität zu verbessern und zu sichern.
 Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski
Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski
Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie


http://www.onkologie-wien.at/


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AKH Wien, Onkologie, Studien, Infos
« Antwort #4 am: 29. November 2012, 22:54 »


Patienten-News

http://www.onkologie-wien.at/aktuelles/patienten-news/
   
Die CCC Cancer School startet wieder!
Die CCC Cancer School bietet dieses Wintersemester, zusätzlich zum Basiskurs Krebswissen, unter anderem den Aufbaukurs Depressionen bei Krebs und an. [...]

4. GIST Patienten- und Angehörigenseminar
Das Treffen bietet Ihnen Gelegenheit zur umfassenden Information über GIST und zum Austausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen. [...]

Pilotprojekt „Medizin be-greifen“ an der Tagesklinik 16J
An der Tagesklinik 16J der wurde Anfang Juni 2012 mit dem Pilotprojekt "Medizin be-greifen" ein neues Angebot für PatientInnen eingeführt. [...]

Psychosoziale Sprechstunde
Seit Anfang Juni 2011 bieten wir einmal wöchentlich PatientInnen der Ambulanz der Klinischen Abteilung für Onkologie eine „Psychosoziale Sprechstunde“ an. Diese findet jeweils am Donnerstag, 10.00 – 11.00 Uhr , im Raum 6J.1.04A, statt. Die Zuweisung dafür erfolgt [...]

Personalisierte Krebstherapie
In der Tageszeitung "Die Presse" ist Mitte November 2011 ein interessanter Artikel über die personalisierte Krebstherapie erschienen.[...]

Onkologische Rehabilitation: Enge Kooperation mit der VAMED-Einrichtung „Der Sonnberghof“

Die Klinische Abteilung für Onkologie arbeitet mit einer Einrichtung der VAMED, „Der Sonnberghof“ in Bad Sauerbrunn im Nord-Burgenland, zusammen, die seit Anfang November 2011 auch Leistungen der stationären onkologischen Rehabilitation als Vertragspartner [...]



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Aktuelle Studien am AKH-Wien
« Antwort #5 am: 29. November 2012, 22:56 »

http://www.onkologie-wien.at/forschung-und-lehre/klinische-studien/aktuelle-klinische-studien/

Aktuelle Klinische Studien

Gesamtübersicht der laufenden Klinischen Studien der Klinischen Abteilung für Onkologie.

Auszug aktueller Studien, die noch PatientInnen aufnehmen:
 
Weichteilsarkom:

 
Name: TRUST

Design: Trabectedin versus Doxorubicin als Erstlinientherapie beim metastasierten/lokal fortgeschrittenen Weichteilsarkom

Einschlusskriterien: Metastasiertes/lokal fortgeschrittenes Weichteilsarkom, chemonaiv für M1; keine vorgehende adjuvante Anthrazyklinbehandlung

 

Name: EISAI E7389-G000-309

Design: Eribulin versus Dacarbazine beim metastasierten/lokal fortgeschrittenen Weichteilsarkom

Einschlusskriterien: Liposarkom oder Leiomyosarkom. Metastasiert/lokal fortgeschritten. Vorgehende Standardtherapie (Anthrazyklin ± Ifosfamide, + mindestens ein zusätzliches Schema nach Anthrazyklinversagen

 
Chondrosarkom:

 
Name: IPI-926-04

Design: IPI-926 (Hedgehog-Inhibitor) versus Placebo beim metastasierten/lokal fortgeschrittenen Chondrosarkom

Einschlusskriterien: metastasiertes/lokal fortgeschrittenes Chondrosarkom

 

hilde

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GSK: 26 klinische Studien in Österreich
« Antwort #6 am: 01. Juni 2014, 00:48 »




GSK: 26 klinische Studien in Österreich

Wien (OTS) - Am 20. Mai wird der Tag der klinischen Forschung
gefeiert, bezogen auf den Start einer der ersten und der
wahrscheinlich bekanntesten kontrollierten klinischen Studie von
James Lind im Jahr 1747. Unter www.gsk-clinicalstudyregister.com sind
die Daten von allen GSK-Studien ab dem Jahr 2000 online verfügbar. Im
Jahr 2013 ist GSK als erster Pharmakonzern der AllTrials Kampagne
beigetreten und hat Forschern auch Zugang zu detaillierten
anonymisierten Daten auf Patientenebene ermöglicht. In Österreich
laufen derzeit 26 Studien zu Medikamenten in der Onkologie, bei
Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie zu Impfstoffen.

Am 20. Mai 1747 hat der aus Schottland stammende Arzt James Lind
eine der ersten und bekanntesten kontrollierten klinischen Studien
gestartet. Am Tag der klinischen Forschung soll auch aufgezeigt
werden, dass eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen
Patienten und Praktikern in der Gesundheitspflege für eine hoch
qualitative, relevante Forschung wesentlich ist. In Österreich führt
GSK derzeit 26 klinische Studien in den Bereichen Onkologie und
Atemwegserkrankungen sowie zu Impfstoffen durch.

Patienten, die sich an klinischen Studien beteiligen, erwarten,
dass die dabei erzielten Ergebnisse dazu verwendet werden, um anderen
zu helfen. Als Vorreiter in der Branche stellt GSK daher alle
klinischen Studiendaten ab dem Jahr 2000 anderen Wissenschaftlern und
der breiten Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung. Begonnen wurde
mit den Zusammenfassungen über Studienprotokolle und -ergebnisse. Im
Laufe der Jahre wurden die veröffentlichten Daten um Ergebnisse
außerhalb von Kliniken und um abgebrochene Studien erweitert, um
andere Wissenschaftler bei ihren Forschungsprojekten zu unterstützen
und die Forschung voranzutreiben. Per Ende 2012 waren 5.000
Studienergebnisse auf der Website gelistet, bei durchschnittlich
11.000 Besuchern monatlich.

Im Februar 2013 ist GSK als erstes Pharmaunternehmen der AllTrials
Kampagne beigetreten und hat sich so verpflichtet, rückwirkend bis
zum Jahr 2000 alle Klinischen Studienberichte (Clinical Study
Reports, kurz CSR) nach vorheriger Löschung der persönlichen Daten zu
veröffentlichen. Seit Mai 2013 ermöglicht GSK Forschern auf Antrag
den Zugang zu detaillierten anonymisierten Daten auf Patientenebene,
um das wissenschaftliche Verständnis zu verbessern, was letztlich den
Patienten zu Gute kommt.

Ben Goldacre, Arzt und Autor, unterstützt den Ansatz von GSK und
beschreibt das AllTrials Engagement als "international gigantisch".
Auch das britische Unterhaus nahm in einem Bericht dazu Stellung:"
Wir erkennen die Bemühungen einiger Mitglieder der pharmazeutischen
Industrie, insbesondere GSK, die Transparenz bei klinischen Studien
zu erhöhen und hoffen, dass andere Unternehmen sich in der gleichen
Art und Weise an der Umsetzung branchenweiter Grundsätze für
verantwortungsvolle klinische Studien in Form von Datenaustausch
beteiligen werden."
Drei bis vier Phasen bei klinischen Studien

Klinische Studien unterliegen strengen Vorschriften. In jeder
Phase werden sie von Behörden, bei GSK auch von einem internen Global
Safety Board (GSB), kontrolliert. Es gibt mindestens drei Phasen in
der Forschung, meistens auch noch eine vierte Phase nach Launch.

Phase I: Der erstmalige Test einer Behandlung oder Impfung erfolgt
in der Regel an einer kleinen Gruppe von gesunden Freiwilligen. In
einigen Fällen jedoch - wenn ein neues Medikament zur Behandlung von
beispielsweise Krebs getestet wird - kann das Medikament auch an
einer Gruppe von davon betroffenen PatientInnen getestet werden.

Phase II: Bei erfolgreichem Abschluss von Studien der Phase I wird
üblicherweise eine Studie der Phase II mit einer größeren Gruppe von
PatientInnen durchgeführt. Um die Leistung des Arzneimittels im
Vergleich messen zu können, erhält eine Gruppe in bestimmten
Therapiebereichen sogenannte Placebos, die äußerlich von dem
potenziellen neuen Medikament nicht zu unterscheiden sind, jedoch
keine Wirkstoffe enthalten. Bei Krebserkrankungen wird beispielsweise
gegen ein bestehendes Medikament verglichen.

Phase III: Bei ermutigenden Ergebnissen von Phase II startet eine
viel größere Studie, oft mit Hunderten, teils Tausenden von
Teilnehmern aus unterschiedlichen Ländern, die mehrere Jahre dauern
kann. Wird die Phase-III-Studie für ein Medikament oder einen
Impfstoff positiv abgeschlossen, kann um die Zulassung angesucht
werden.

Arzneimittel-Monitoring nach der Markteinführung, auch bekannt als
Phase IV-Studie: Es gibt die Möglichkeit, nach der Markteinführung
auch Phase IV Studien durchzuführen, die unter anderem der Erhebung
von Sicherheitsdaten dienen. Es können sich aber auch weitere
Erkennt-nisse über patientenfreundlichere Darreichungsformen,
Dosierungen, zusätzliche Anwendungsergebnisse, etc. ergeben. Die
Überprüfung erfolgt vom Global Safety Board mit hochrangigen Ärzten
und Wissenschaftlern unter Leitung des Chief Medical Officers von
GSK.

GSK Clinical Study Register:
http://www.gsk-clinicalstudyregister.com/

All Trials Kampagne: http://www.alltrials.net/

Weitere Informationen zur Transparenz von Klinischen Studien unter
http://www.ots.at/redirect/Transparenz-bei-klinischen-Daten

Grafische Darstellung zur Entwicklung von Medikamenten unter
http://www.glaxosmithkline.at/common/pdf/graphic-image.pdf.

Bildmaterial: Ben Goldacre:
https://www.flickr.com/photos/steinsky/5002656202/