Autor Thema: Chemo - Belastungen  (Gelesen 12168 mal)

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Dietmar E.

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Chemo - Belastungen
« am: 16. Mai 2007, 00:47 »

http://www.erieping.de/

Erythropoietin  gegen Müdigkeit im Anschluss an eine Chemo oder Strahlentherapie gegeben, verkürzt für magere € 500 pro Schuss das Leben. Von wem?

     Von den Privatpatienten.

      Die anderen müssen sich müde auf Ohr legen. Eine sichere Methode der Erfahrungsmedizin, aber leider nicht in teueren Studien erprobt.

      Auf die problematischen Kosten der Studien wies Michael. Halluk hin.

      Die Anforderungen an Studien machen diese so teuer, dass die akademische Forschung unmöglich wird und nur noch die großen Pharmafirmen forschen können.

      Die Ergebnisse kann man sich ausmalen. Die Firmen werden wohl kaum erforschen, Müdigkeit durch Nickerchen zu bekämpfen oder Schlafstörungen durch Vermeidung von künstlichem Nachtlicht.

      In der Forschung der Pharmafirmen muss ja das Medikament am besten wirken, sonst verlieren die Menschen ihren Job.

      Deshalb haben die Ergebnisse bei den Multizentrischen von Pharmafirmen gesponsorten Studien so andere Ergebnisse, als die die von vorne bis hinten von einer Forschergruppe und einen beamteten Prof verantworteten Studien. Der muss in manchen Ländern nämlich nicht so dringend alles günstig hinzubiegen, um neue Aufträge zu bekommen, wie die Firmen die multizentrische Studien organisieren.

      Wenn man hier auch gezwungen ist Drittmittel einzutreiben, ist der Druck natürlich auch da. Und wir werden es teuer bezahlen müssen mit Geld, Gesundheit und Leben.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

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Chemo o.k, und sonst, z.B. lt. Prof. Beuth, Köln
« Antwort #1 am: 18. Mai 2007, 14:36 »

Oktober 2006

>Komplementär zur genannten Chemotherapie würde ich Ihnen empfehlen:

>300 mcg/Tag Natrium-Selenit (z.B. Cefasel 300, oder Selen Loges 300,
>oder Selenase entsprechend dosieren);

4000 FIP Einheiten proteolytischer Enzyme (z.B. Wobe-Mugos 4 Tabl./Tag, oder Phlogenzym 4
>Tabl./Tag)

>Eine Misteltherapie (z.B. mit Iscador, oder Helixor, oder Eurixor, oder
>Lektinol) ist unter Chemotherapie möglich bzw.
>NICHT kontraindiziert.
Wir empfehlen aber Absprache mit dem Onkolohgen und evtl. erst im Anschluss.
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

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Chemo - Belastungen
« Antwort #2 am: 12. Dezember 2007, 09:52 »


 

UMGANG  MIT  DEN  NEBENWIRKUNGEN  DER  CHEMO

 http://www.wissen-macht-stark.de/managing_side_effects.jsp


Besonders die Zellen der Haut, der Haare, der Schleimhäute und des Knochenmarks teilen sich - wie die Krebszellen - sehr häufig. Auch sie werden daher durch die Chemotherapie angegriffen. Dadurch kommt es zu einer Wachstumshemmung dieser Zellen und somit zu den bekannten Nebenwirkungen wie beispielsweise dem Haarausfall. Nebenwirkungen brauchen von Ihnen jedoch keinesfalls als unabwendbar und endgültig hingenommen werden. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten und die Berücksichtigung möglicher Gefahrenquellen in Ihrem Lebensstil bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Chemotherapie so effektiv, schnell und verträglich wie möglich zu gestalten.
Die im Laufe einer Chemotherapie möglichen Nebenwirkungen sind unter anderem abhängig von den eingesetzten Zytostatika, ihrer Dosis sowie der Verabreichungsdauer. Eine wichtige Rolle spielt natürlich außerdem die allgemeine psychische und körperliche Verfassung der Patientinnen und Patienten.


Durch Klicken auf das entsprechende Thema erhalten Sie Tipps für den Umgang mit diesen Problemen.

Erschöpfung
Hier erfahren Sie mehr über die Erschöpfungs- und Müdigkeitszustände, unter denen Krebspatienten leiden können.

Durchfall
Durchfall und Verstopfung - Hier erfahren Sie was Sie damit am besten umgehen.

Seelische Problemen
Passen Sie gut auf Ihre Seele auf. Auch Sie kann durch Ihre Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen werden.

Schleimhautveränderungen
Die Chemotherapie kann Ihre Schleimhäute angreifen. Hier erfahren Sie was Sie tun können, um Ihre Schleimhäute zu schonen.

Übelkeit und Erbrechen
Hier erfahren Sie mehr zu dieser unangenehmen Nebenwirkung mancher Chemotherapien, das jedoch mittlerweile gut behandelbar geworden ist.

Infektionsrisiko
Durch die Chemotherapie kann Ihre Immunabwehr geschwächt sein. Infos dazu gibt es hier.

Schmerzen
Sprechen Sie mit Ihrer Ärtzin / Ihrem Arzt, wenn Sie unter Schmerzen leiden.

Haarausfall
Der Haarausfall ist eine vorübergehende Veränderung Ihrer äußeren Erscheinung. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie mit Ihrem evtl. Haarverlust am besten umgehen.

Beeinträchtigung der Blutstillung
Durch die Chemotherapie kann die Bildung Ihrer Blutplättchen gestört sein. Lesen Sie hier, wie Sie die dadurch bedingte Beeinträchtigung der Blutstillung kompensieren können.



Jutta

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Chemo
« Antwort #3 am: 26. März 2008, 16:18 »
Krebs ist belastend!

Jede Chemo ist belastend!

Folgende Nachricht sehe ich gerade:



18.3.08 - Vorstand der Felix Burda Stiftung äußert sich kritisch zur Chemotherapie

   München - Dr. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda
Stiftung, spricht in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS
erstmals über die Darmkrebserkrankung und den Tod ihres Sohnes Felix.

   Christa Maar ist Vorstand der Felix Burda Stiftung, die sich seit
Jahren erfolgreich für die Früherkennung von Darmkrebs einsetzt. In
dem gestern erschienenen FOCUS-Interview spricht Christa Maar
erstmals über die Hintergründe zum Darmkrebstod ihres Sohnes Felix.
Sie gesteht die Hilflosigkeit ein, welche die Mutter eines
Dreißigjährigen angesichts der Tatsache empfindet, dass es für
fortgeschrittene Darmkrebserkrankungen nach wie vor keine Chance auf
Heilung gibt.

   "Es war für mich nicht vorstellbar", so Maar, "dass es trotz
intensiver Forschung noch immer keine sicher wirksame Behandlung
gibt". Chemotherapien seien extrem belastend und gingen mit einer
stark eingeschränkten Lebensqualität einher. Der mögliche Gewinn an
Lebenszeit sei daher oft teuer erkauft und der Sinn einer
fortdauernden chemotherapeutischen Behandlung von Menschen mit
unheilbarem Darmkrebs müsse unter diesen Vorzeichen kritisch
hinterfragt werden. "Die Chemotherapie ist eine Sackgasse", so Maar.
Für Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs hätten zehn Jahre
Fortschritt in der chemotherapeutischen Behandlung lediglich einige
wenige Monate Lebensverlängerung bei schlechter Lebensqualität
gebracht.

   Nach Ansicht von Christa Maar müssten Ärzte und
Krankenversicherungen sich viel entschiedener dafür einsetzen, dass
Darmkrebs erst gar nicht entsteht oder zumindest in einem so frühen
Stadium entdeckt wird, dass er geheilt werden kann. Gerade das ist
bei Darmkrebs so gut möglich wie bei keiner anderen Krebserkrankung.
Daher müsste bei den Versicherten wie bei den Ärzten viel stärker auf
Anreize zur Erhaltung der Gesundheit gesetzt werden, so Maar. Doch
dies verlange ein komplettes Umdenken im System, wofür aber
gegenwärtig der politische Wille fehle.

   Hintergrund

   Felix Burda starb am 25. Februar 2001 im Alter von 33 Jahren. Auf
seinen Wunsch hin setzt sich seine Mutter Christa Maar seitdem für
die Darmkrebsvorsorge ein. Darmkrebs gehört zu den wenigen
Krebsarten, die man zu 100 Prozent durch Vorsorge vermeiden kann. Der
Tumor wächst langsam und bildet zunächst gutartige Vorstufen
(Polypen) aus, die oft erst Jahre später zu Krebs entarten. Bei einer
Darmspiegelung lassen sich diese Vorstufen entdecken und entfernen.
Nur wenige Menschen, in deren Familien es Fälle von Darmkrebs gibt,
wissen, dass sie wie Felix zu den rund fünf Millionen Deutschen
gehören, die ein hohes Risiko haben, bereits im jungen
Erwachsenenalter einen bösartigen Darmtumor zu entwickeln.

Gitti

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Re: Chemo - Erbrechen gut behandelbar, aber jetzt ............
« Antwort #4 am: 25. Juni 2008, 09:08 »
Erbrechen ist bei Chemo nur noch nachrangig

BONN (hub). Das Spektrum unerwünschter Wirkungen einer Chemotherapie hat sich verändert: Übelkeit und Erbrechen sind nur noch nachrangig.

Dies ist das Ergebnis einer Studie, in der über 200 Krebspatienten 32 Nebenwirkungen einer Chemotherapie in eine Rangfolge bringen sollten. Weniger als die Hälfte nannten Übelkeit und Würgereiz auf einem der ersten sechs Ränge.

Erbrechen betraf nur jeden fünften Patienten und rangierte auf Platz 25. Auch bei stark Übelkeit auslösenden Chemotherapeutika hätten diese Reaktionen nur noch eine nachgeordnete Bedeutung, teilt das Bundesforschungsministerium mit. Die Therapie von Übelkeit, Erbrechen und Appetitmangel sei heute so effektiv, dass sie für die Patienten nicht mehr so bedeutend seien.

Stattdessen fielen jetzt Mattheit, Haarausfall, Schlafstörungen, Mundtrockenheit, Niedergeschlagenheit und andere Stimmungsschwankungen stärker ins Gewicht.

Josef

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Nach einer Operation: Kann Ingwer helfen, Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen?

Niedrig dosierte Ingwerpräparate, die vor einer Operation eingesetzt werden, können Übelkeit und Erbrechen nach dem Eingriff nicht vorbeugen. Dosierungen von mindestens 1 Gramm könnten manchen Menschen helfen; dies ist jedoch noch nicht sicher belegt. Ingwer verursacht wahrscheinlich keine ernsthaften Nebenwirkungen.

Nach Operationen sind Übelkeit und Erbrechen häufige Probleme, die manchmal auch den Umgang mit Schmerzen erschweren können. Die Häufigkeit der so genannten postoperativen Übelkeit ist abhängig von der Art des Eingriffs, der Narkosemethode und anderen Faktoren. Übelkeit oder Erbrechen können auch unerwünschte Wirkungen von Opioiden (Medikamente auf Opiatbasis) sein. Opioide wie Morphin werden nach Operationen eingesetzt, um die Schmerzen zu lindern. Eine Schätzung besagt, dass durchschnittlich über 30 Prozent der frisch operierten Patienten mit Übelkeit und Erbrechen zu tun haben. Bei etwa der Hälfte von ihnen dauern diese Beschwerden allerdings nicht lange an. Bei manchen sehr langwierigen Operationen, darunter auch bei gynäkologischen Eingriffen, können Übelkeit und Erbrechen allerdings auch häufiger auftreten.

Manche Menschen haben ein höheres Risiko für Übelkeit, zum Beispiel stark überwichtige. Besonders starke Übelkeit und häufiges Erbrechen können den Erholungsprozess nach einer Operation verzögern und komplizieren. Die Beschwerden können auch dazu führen, dass nicht genug Schmerzmittel eingesetzt werden. Medikamente, die Übelkeit oder Erbrechen vorbeugen, werden "Antiemetika" genannt. Zwar kommen unterschiedliche Arten dieser Medikamente vor und nach Operationen zum Einsatz, es gibt aber kein "ideales" Mittel, das das Auftreten der postoperativen Übelkeit verhindern kann. Es werden deshalb oft verschiedene Alternativen ausprobiert, darunter auch komplementäre Behandlungen wie Akupunktur oder pflanzliche Medikamente.

Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Einnahme eines Ingwerpräparats (lateinische Wirkstoffbezeichnung: "Zingiberis officinale"). Ingwer wird in der traditionellen asiatischen Medizin gegen Übelkeit und Erbrechen verwendet. Dass das Mittel zum Beispiel gegen morgendliche Übelkeit in der Schwangerschaft hilft, ist nachgewiesen. Mehr darüber können Sie hier lesen. Weshalb Ingwer Übelkeit und Erbrechen vermutlich lindern kann, ist nicht genau bekannt. Ingwerpräparate scheinen keine ernsthaften Nebenwirkungen zu haben, können allerdings Sodbrennen verursachen.

Übelkeit und Brechreiz können nach Operationen besonders heftig sein. Selbst wenn Ingwer zum Beispiel morgendliche leichte Übelkeit in der Schwangerschaft lindert, kann man daher nicht automatisch davon ausgehen, dass Ingwer auch bei starker postoperativer Übelkeit hilft. Um herauszufinden, ob die Forschung belegen konnte, dass Ingwer bei diesem Problem wirkt, haben thailändische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Studien gesucht, in denen mindestens 1 Gramm Ingwer vor einer Operation eingesetzt wurde, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. Sie fanden fünf Studien mit insgesamt knapp über 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die die Frage nach der Wirkung untersuchten.

Es zeigte sich, dass Ingwer der postoperativen Übelkeit zumindest etwas vorbeugen konnte. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wiesen jedoch darauf hin, dass die meisten Studienteilnehmer aus Asien stammten und ein durchschnittliches Körpergewicht von 50 kg hatten. Das ist weniger als das Durchschnittsgewicht der Menschen aus europäischen und amerikanischen Ländern. Dies könnte bedeuten, dass eine Dosis von nur 1 Gramm bei schwereren Menschen nicht ausreicht, um eine Wirkung zu zeigen. Höhere Ingwerdosierungen, die eingesetzt wurden, betrugen 2 oder mehr Gramm. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland prüften auch Studien, in denen die Ingwer-Dosierung niedriger war als 1 Gramm. Diese Präparate konnten Übelkeit und Erbrechen nach Operationen nicht vorbeugen. Die Forscher bezweifeln zudem, ob höhere Dosierungen tatsächlich helfen könnten. Das bedeutet, es gibt noch viele offene Fragen zur Anwendung von Ingwer gegen postoperative Übelkeit.

Wir werden diese Information aktualisieren, sobald mehr Forschungsergebnisse zur Verfügung stehen. Bis dahin sollten Menschen, die Ingwer zur Vorbeugung von Übelkeit nach Operationen einsetzen möchten, von einer Dosierung von weniger als 1 Gramm keine Wirkung erwarten.

http://www.gesundheitsinformation.de/nach-einer-operation-kann-ingwer-helfen-uebelkeit-und-erbrechen.483.386.html
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Werner

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Re: Chemo - Belastungen
« Antwort #6 am: 05. Oktober 2008, 22:55 »
Chemotherapie: Nicht das Alter, sondern Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen entscheiden

(NAM) Bei der Planung einer Krebstherapie sollte das Alter des Patienten keine Rolle spielen. Das forderte ein Experte beim diesjährigen Welt-Krebs-Kongress in Genf. Er riet den Kollegen, bei der Behandlung weniger das reine Lebensalter als vielmehr den Allgemeinzustand und mögliche Begleiterkrankung der betroffenen Senioren zu berücksichtigen.

Ulrich Wedding vom Universitätsklinikum Jena erinnerte daran, dass häufig Voreingenommenheit sowohl bei Medizinern als auch bei Patienten und Angehörigen die aggressive Krebstherapie älterer Krebskranker verhindere. So ergaben wissenschaftliche Untersuchungen, dass bei Senioren prinzipiell seltener eine Chemotherapie vorgenommen wird. Alter sei - fälschlicherweise - ein führendes Kriterium bei der Entscheidungsfindung für oder gegen eine bestimmte Therapieform, so Wedding. Die aussagekräftigeren Parameter sind seinen Angaben zufolge jedoch der Allgemeinzustand und weitere körperliche Erkrankungen (Komorbidität) der Betroffenen. In der Praxis seien diese beiden Kriterien bisher aber nur von untergeordneter Bedeutung.

Als Beispiel für eine Krebserkrankung, die auch im hohen Alter noch mittels Chemotherapie behandelt werden kann, nannte Wedding das Dickdarmkarzinom, bei dem ein Rückfall häufig nach ein bis zwei Jahren auftritt. Im Falle eines 80-jährigen Patienten mit einer Lebenserwartung von 7 bis 8 Jahren mache eine Chemotherapie daher noch erheblichen Sinn. Die Behandlung müsse jedoch noch stärker als bei jüngeren Krebskranken individuell ausgerichtet werden, betonte Wedding. JG

Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin

Quelle: Ärzte Zeitung vom 01.09.2008

Link: http://www.uicc.org

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Wissen macht stark!

Alles zum Thema Chemotherapie

Auf unserer Webseite www.wissen-macht-stark.de können Sie sich umfassend über das Thema Chemotherapie,

die Nebenwirkungen sowie ihre (vorbeugende) Behandlung informieren.



« Letzte Änderung: 05. Oktober 2008, 22:58 von Werner »

Richi

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Bei Chemo induzierter Anämie .......
« Antwort #7 am: 31. März 2010, 19:43 »
31.03.2010
   
   Zytostatika-induzierte Anämie sicher und wirksam behandeln

Mit Epoetin theta steht seit kurzem ein neues, eigenständig entwickeltes rekombinantes Epoetin für die Behandlung der symptomatischen Anämie bei zytostatisch therapierten Krebspatienten zur Verfügung. In drei Studien führte Epoetin theta bereits in niedriger Dosierung zu einem deutlichen Hb-Anstieg. Der Therapieerfolg war vergleichbar mit Epoetin beta in herkömmlicher Dosis. Der Empfehlung der EORTC-Leitlinie, Epoetine in niedrigstmöglicher Dosis zu verwenden, kann also mit Epoetin theta gut entsprochen werden.

Epoetin thetawurde in drei Zulassungsstudien bei 586 zytostatisch behandelten Patienten mit soliden und nicht-myeloischen hämatologischen Tumo-ren sowie mit hämatologischen Neoplasien und endogenem Erythropoetin-Mangel erfolgreich geprüft. Dabei wurde ein innovatives Dosierungssche-ma gewählt: Die Therapie wurde niedrig dosiert mit 20 000 I.E. pro Woche gestartet. War der Hb-Wert nach vier Wochen nicht um mindestens 1 g/dl im Vergleich zum Ausgangswert gestiegen, erfolgte eine Dosisverdopplung, nach weiteren vier Wochen eine erneute Steigerung bis zur Maxi-maldosis von 60 000 I.E.

In allen drei Studien wurden mit Epoetin theta hohe Responderraten (Hb-Anstieg um mindestens 2 g/dl gegenüber dem Ausgangswert) zwischen 65 und 73 % erreicht. Vielfach war bereits die niedrige Startdosis ausrei-chend: 45 % der Patienten sprachen auf die Eingangsdosis von 20 000 I.E. mit einer kompletten Response an. In der aktiven Vergleichsstudie XM01-21 bewirkte Eporatio® einen vergleichbaren Hb-Anstieg wie Epoetin beta. Allerdings war die mittlere Dosis von Eporatio® bei vollständigem An-sprechen um ein Viertel niedriger als mit Epoetin beta (30 000 I.E. vs. 42 231 I.E.). Prof. Dr. Hartmut Link, Kaiserslautern, wertete 20 000 I.E. daher als geeignete Startdosis für einen guten Therapieerfolg.

Eporatio® ist kein Biosimilar, sondern eine eigenständige Entwicklung, die ein komplettes nicht-klinisches und klinisches Entwicklungsprogramm – letzteres mit über 1500 Patienten – durchlief, berichtete Dr. Anton Buchner, Ulm. Erst dieser „stand-alone“-Prozess ermöglichte die Entwicklung des neuartigen Dosierungsschemas für die Onkologie. Die klinischen Studien belegen neben der hohen Effektivität auch das günstige Verträglichkeitsprofil: Unerwartete Sicherheitsrisiken und Hinweise für einen negativen Effekt der Substanz auf die Tumorprogression gab es nicht. Teilnehmer aller drei Studien werden weiter bis zu fünf Jahre lang nachbeobachtet, die Follow-up Daten an die EMEA reportiert.


MDS: Anämiekorrektur mit Epoetin

Bei Niedrigrisiko-Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS), die durch eine ineffektive Hämatopoese charakterisiert sind, bezeichnete Prof. Dr. Hans-Joachim Kolb, München, die Epoetin-Behandlung, ggf. in Kombination mit G-CSF, als Mittel der Wahl zur Anämie-Korrektur. Sie kann bei 30 - 50% der Patienten eine Transfusionsabhängigkeit verhindern bzw. den Transfusionsbedarf verringern. Besonders stark von Epoetin profitieren Patienten mit niedrigem Erythropoetin-Spiegel (≤ 500 U/L). Die Epoetin-Therapie geht einigen Studien zufolge sogar mit einem Überlebensvorteil einher, verhindert aber nicht den Übergang in eine AML.

Quelle: Satellitensymposium der ratiopharm GmbH „ESA in der Tumortherapie: Was gibt es Neues?“ anlässlich des 29. Deutschen Krebskongresses, Berlin, 25. Februar 2010

admin

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Chemo - Die meisten Patienten erholen sich nur langsam
« Antwort #8 am: 06. Mai 2011, 01:18 »
Donnerstag, 5. Mai 2011

Chemo-Brain: Die meisten Patienten erholen sich nur langsam

Seattle – Die neurokognitiven Auswirkungen der Chemotherapie, von den Patienten auch als Chemo-Brain bezeichnet, wurden lange Zeit unterschätzt. Eine Studie im Journal of Clinical Oncology (2011; doi: 10.1200/JCO.2010.33.9119) zeigt, dass einige Defizite noch nach 5 Jahren nachweisbar sind.

Karen Syrjala vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle begleitet eine Gruppe von Patienten, die eine Leukämie oder ein Lymphom dank einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation überlebt haben. Teil dieser Therapie ist eine äußerst aggressive ablative Chemotherapie, deren Ziel die Vernichtung des gesamten “alten” krebsverseuchten blutbildenden Gewebes ist.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Frühere Studie
    Pressemitteilung des Fred Hutchinson Cancer Research Center

Die Patienten wurden ausführlichen Untersuchungen zu ihren neurokognitiven Fähigkeiten unterzogen. Dazu gehörten Tests zum Kurz- und Langzeitgedächtnis, zur Denkgeschwindigkeit sowie zur feinmotorischen Geschicklichkeit. Eigentlich gingen die Forscher davon aus, dass sich die Patienten schnell erholen würden. Viele Fähigkeiten verbesserten sich nach einem Leistungsknick in den ersten 80 Tagen auch, doch selbst nach einem Jahr waren noch Defizite vorhanden.

Jetzt hat Syrjala 92 Überlebende fünf Jahre nach der Therapie noch einmal untersucht. Die meisten kognitiven Fähigkeiten hatten sich weiter gebessert. In den Tests zum verbalen Lernen und überraschenderweise auch bei den Geschicklichkeitstests wiesen viele Patienten noch leichte Defizite auf.

Am Ende hatten 5 Jahre nach der Chemotherapie noch 41,5 Prozent der Patienten neurokognitive Funktionsstörungen in einem Global Deficit Score gegenüber einer Rate von 19,7 Prozent in einer Kontrollgruppe gleichaltriger Menschen, die keine Chemotherapie erhalten hatten. Die Prävalenz des Chemo-Brain dürfte wegen der hochdosierten Chemotherapie nach hämatopoetischer Stammzelltherapie höher sein als bei anderen Behandlungen. © rme/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45726/Chemo-Brain_Die_meisten_Patienten_erholen_sich_nur_langsam.htm
« Letzte Änderung: 06. Mai 2011, 01:21 von admin »