Autor Thema: Krebs Prävention  (Gelesen 6537 mal)

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Gitti

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Krebs Prävention
« am: 23. Mai 2009, 18:00 »

Evi

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Re: Krebs Prävention
« Antwort #1 am: 23. August 2009, 12:56 »
Umstrittene Krebsvorsorge: Deutsche überschätzen Nutzen von Früherkennung, 11.08.09

"Neun von zehn Deutschen glauben, dass Mammographie und PSA-Test sie besser vor Krebs schützen, als die Methoden es tatsächlich können. Max-Planck-Forscher aus Berlin warnen vor überzogenen Hoffnungen und fordern bessere Aufklärung...

Als Ursache vermuten die Autoren, dass Ärzte und Apotheker (wie die Patienten) ebenfalls nicht ausreichend informiert sind oder aufgrund von Interessenskonflikten wissentlich den Nutzen übertrieben darstellen. Zudem finde die Kommunikation zwischen Arzt und Patient nicht immer auf einer Ebene statt: "Prozentwerte versteht kaum einer wirklich", so Gigerenzer..."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,641771,00.html

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Krebs Vorsorge: Die großen 5
« Antwort #2 am: 30. April 2010, 00:57 »

Die 5 Top-Tipps

1 Hören Sie mit dem Rauchen auf und trinken Sie nur wenig Alkohol.

2 Machen Sie regelmäßig Sport, mindestens 3-mal pro Woche eine Stunde.

3 Essen Sie weniger Fleisch, dafür mehr Obst und Gemüse.

4 Werden Sie Ihre überschüssigen Kilos los. Übergewicht ist ein wichtiger Krebs-Risikofaktor

5 Halten Sie sich nicht lange ungeschützt in intensivem Sonnenlicht auf.

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Welche Krebs-Vorsorgeuntersuchungen sind erwiesenermaßen sinnvoll?
« Antwort #3 am: 30. April 2010, 00:58 »

"Kurier" vom 26.04.2010
Ressort: gesund
Seite: 12
Ausgabe: Wi,Abend

   

KURIER-Gesundheitscoach

Welche Tests etwas bringen

Univ.-Prof Paul Sevelda ist Leiter der Gynäkologie-Abteilung im Krankenhaus Wien-Hietzing und Präsident der Österr. Krebshilfe.

Welche Krebs-Vorsorgeuntersuchungen sind erwiesenermaßen sinnvoll?

Frauen sollten ab dem 20. Lebensjahr jährlich einen Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs machen lassen. Ab 40 ist eine Mammografie zumindest alle zwei Jahre ratsam. Hinsichtlich Dickdarmkrebs-Vorsorge gilt für beide Geschlechter: Ab 40 ein Mal pro Jahr eine Untersuchung auf Blut im Stuhl, ab 50 alle sieben bis zehn Jahre eine Dickdarm-Spiegelung. Für diese Untersuchungen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sie die Krebs-Sterblichkeit senken können.

Bei welchen Untersuchungen ist der Nutzen fraglich?

Für den PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs können wir als Krebshilfe derzeit keine generelle Empfehlung abgeben. Kritiker betonen, dass man mit diesem Bluttest auch Tumore entdecken kann, die nicht behandelt werden müssten. Er kann auch falsch positive Ergebnisse liefern, wenn der Patient vor der Untersuchung mit dem Rad gefahren ist oder Sex hatte. Ab 45 sollten Männer einen Arzt ihres Vertrauens aufsuchen und mit ihm diskutieren, ob ein PSA-Test sinnvoll ist.

Wie sinnvoll ist die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?

Fakt ist, dass sie das Risiko, an Krebsvorstufen zu erkranken, um 80 Prozent reduziert. Sie ist auch sicher: Weltweit wurden bisher rund 80 Millionen Impfungen durchgeführt, ohne dass dabei schwerere Nebenwirkungen aufgefallen wären.

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Mit Vorsorge dem Krebs den Schrecken nehmen
« Antwort #4 am: 30. April 2010, 00:59 »
      

"Kurier" vom 26.04.2010
Ressort: gesund
Seite: 12
Ausgabe: Wi,Abend

   

Mit Vorsorge dem Krebs den Schrecken nehmen

Krebserkrankungen den Schrecken zu nehmen, haben unsere Spezialisten mit immer besseren Diagnosen und Therapien erreicht! Wir Präventionsfachleute verbreiten scheinbar nur Schrecken, indem wir eine rauchfreie und schadstoffarme Umwelt fordern; indem wir effektive Präventionsprogramme in Sachen gesunde Ernährung, Bewegung, Nichtrauchen, etc. propagieren und damit oft wie Prediger und Mahner gesehen werden. Ebenso, weil wir Investitionen in Prävention "anregen" wie die HPV-Impfung, die langfristig eine weitreichende Krebsprävention für Gebärmutterhalskrebs bedeutet könnte, weil wir Alkohol NICHT als Krebsvorsorge sehen, weil wir Adipositas mit einem erhöhten Krebsrisiko für bestimmte Tumore verknüpfen und weil wir immer alle zur Vorsorgeuntersuchung "schicken", um das große Potenzial der Früherkennung zu nutzen.

Wir sind aber keine Prediger und Mahner! Unser Ziel besteht ausschließlich darin, das Krebsrisiko für möglichst viele zu reduzieren, viele bösartige Tumore zu verhindern bzw. früh erkannt einer effektiven Therapie zuzuführen.

Krebsvorsorge lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: Rauchen Sie nicht; vermeiden Sie Übergewicht; bewegen Sie sich mehr; essen Sie mehr Obst und Gemüse, weniger Fett und rotes Fleisch; trinken Sie weniger und nicht täglich Alkohol; vermeiden Sie intensive Sonnenbestrahlung. Achten Sie auf Risiken am Arbeitsplatz und halten Sie Sicherheitsvorschriften ein. Nehmen Sie Angebote zu Früherkennungsuntersuchungen war. Dies betrifft Gebärmutterhals-, Brust-, Dickdarm- und Prostatakrebs in Absprache mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin. Nehmen Sie Impfangebote wahr, die zur Krebsprävention beitragen.

Nicht alle Tumore lassen sich durch vorbeugende Maßnahmen, Früherkennung und gesunden Lebensstil verhindern, manche Tumore, die die Statistik anführen, aber deutlich beeinflussen, wie Dickdarm-, Brust- oder Lungenkrebs.

Wir hoffen, auch mit und in der Vorsorge den Krebserkrankungen den Schrecken noch mehr zu nehmen.

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Etwas Stress schützt vor Krebs
« Antwort #5 am: 30. April 2010, 01:00 »
      

"Kurier" vom 26.04.2010
Ressort: gesund
Seite: 12
Ausgabe: Wi,Abend

   

Forschung

Etwas Stress schützt vor Krebs

Wussten Sie, dass eine Alzheimer-Erkrankung vor Krebs schützt? Zu diesem verblüffenden Ergebnis kam jedenfalls eine US-Studie mit 3000 Senioren über 65 Jahre. Jene Teilnehmer, die zu Beginn der Untersuchung an Alzheimer litten, hatten im Vergleich zu den übrigen Personen ein um fast 70 Prozent geringeres Krebsrisiko. Umgekehrt erkrankten die Krebskranken unter den Teilnehmern seltener an Demenz. Die Ursachen für diesen Zusammenhang sind noch ungeklärt.

Ein bisher wenig beachtetes Krebs-Schutzmittel haben Forscher von der Stanford University aufgespürt: Zumindest bei Mäusen kann Stress in kleinen Dosen Krebs verhindern. Für das Experiment wurden die Tiere mit UV-Licht bestrahlt.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass akuter Stress nicht nur kurzfristig die Leistungen von Organen erhöht, sondern auch das Immunsystem anregt. Unter anderem sind in der Haut von gestressten Mäusen mehr Abwehrzellen zu finden. Die Forscher rund um Mediziner Firdaus Dhabhar gehen daher davon aus, dass die gesteigerte Körperabwehr auch für den verbesserten Schutz vor Krebs verantwortlich ist.

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Krebsfrüherkennung erhöht Chance auf Heilung
« Antwort #6 am: 23. Oktober 2010, 17:29 »
Krebsfrüherkennung erhöht Chance auf Heilung

Presse-Information der Berliner Krebsgesellschaft e.V.

Berliner Krebsgesellschaft gibt Infokarte zur Krebsfrüherkennung heraus

Berlin, 6. September 2010 – Je früher Krebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Deshalb gibt es in Deutschland ein gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm. Die Übersicht der Berliner Krebsgesellschaft informiert, ab welchem Alter Frauen und Männer einen Anspruch auf kostenlose Früherkennungsuntersuchungen haben.    presseerklaerung
Trotz steigender Zahl der Krebsfälle konnte in den letzten zehn Jahren erstmals ein Rückgang der Sterblichkeit an Krebs verzeichnet werden. Dieser Fortschritt ist unter anderem einer verbesserten Früherkennung zu verdanken. Verschiedene Krebsfrüherkennungsuntersuchungen gehören in Deutschland zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen und sind für die Versicherten kostenlos.

Die Berliner Krebsgesellschaft hat jetzt alle Untersuchungen des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms übersichtlich auf einer Karte dargestellt

Für Frauen wie Männer gilt: Ab dem Alter von 35 steht ihnen alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebsscreening zu, ab 50 Jahren kommt die Darmkrebsfrüherkennung hinzu. Zusätzlich haben Frauen ab 20 Jahren Anspruch auf eine jährliche Früherkennungsuntersuchung zum Gebärmutterhalskrebs, ab 30 auch zum Brustkrebs. Für Männer ab 45 wird die jährliche Prostatakrebsuntersuchung empfohlen.

„Das Ziel von Früherkennungsuntersuchungen ist, Krebserkrankungen oder ihre Vorstufen zu erkennen, bevor sie Beschwerden auslösen“, sagt Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag, der Vorsitzende der Berliner Krebsgesellschaft. „Auch wer sich gesund fühlt, sollte deshalb das Angebot unbedingt wahrnehmen. Denn bei Krebs gilt: Je früher er entdeckt wird, desto größer ist die Chance, ihn dauerhaft zu besiegen.“

Die Übersicht „Gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm“ soll eine kleine Erinnerungshilfe für alle sein und ist ab sofort kostenfrei erhältlich.

Bestellungen richten Sie bitte an:

Berliner Krebsgesellschaft e.V.
Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin
Telefon: 030 – 2 83 24 00
Telefax: 030 – 2 82 41 36
E-Mail: info@berliner-krebsgesellschaft.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Bestellungen im Internet:

www.berliner-krebsgesellschaft.de

Pressekontakt:

Berliner Krebsgesellschaft e.V.
Maren Müller, Beatrice Hamberger
Tel.: 030 - 280 41 955
Fax: 030 - 282 41 36
Email: presse@berliner-krebsgesellschaft.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können