Autor Thema: Studien zu Krebs und Ernährung  (Gelesen 3404 mal)

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Dietmar E.

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Studien zu Krebs und Ernährung
« am: 09. Juni 2009, 00:40 »
Schlussfolgerungen aus Krebsstudien

http://www.vegetarismus.ch/heft/97-4/krebs.htm

«In Übereinstimmung mit anderen Studien, ergab sich, dass Frauen ihr Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken durch eine Ernährungsumstellung merkbar senken könnten: Reduzieren der Aufnahme von gesättigtem Fett und grösserer Konsum an Gemüse.»
Schlussfolgerung der Autoren von: Dietary fat intake and risk of epithelial ovarian cancer, Journal of the national cancer institute, 21. Sept. 1994;86(18):1409-15.

«Unsere Analyse zeigt eine konsistente, statistisch signifikante, positive Beziehung zwischen Brustkrebsrisiko und Aufnahme von gesättigten Fetten bei Frauen nach der Menopause. Ein schützender Effekt wurde für eine Vielzahl von Früchten und Gemüsen aufgezeigt; insbesondere Vitamin C zeigte den grössten Schutzeffekt.»
Dietry Factors and Risk of Breast Cancer: Combined Analysis of 12 Case-Control Studies, Journal of the National Cancer Institute, 82:561-569, 4. April 1990

«Bei den meisten Krebsarten haben Personen mit einem kleinen Früchte und Gemüsekonsum [...] das doppelt so hohe Risiko an Krebs zu erkranken als die mit grösserem Konsum.»
Schlussfolgerung aus einer Studie, die rund 200 Studien zu diesem Thema vergleicht: Fruit, Vegetables, and Cancer Prevention: A Review of the Epidemiological Evidence, Nutrition and Cancer, Vol. 18, Nr. 1., 1992

«Wenn Sie über die vorliegenden Daten [zum Dickdarmkrebs] in Ruhe nachdenken, müssten Sie folgern, dass die optimale Menge, die Sie von rotem Fleisch essen sollten, gleich Null wäre.»
Willett, W.C.: Relation of meat, fat, and fibre intake to the risk of colon cancer in a prospektive study among women. New England Journal of Medicine 1990;323, 1664-1672.

«Starke Fleischesser zeigen eine stärkere Tendenz zur Erkrankung an Darm-, Lungen- und Brustkrebs. Das Risiko wird noch viel grösser, wenn Sie dazu Raucher sind und nicht jeden Tag regelmässig grüne und gelbe Gemüse essen.»
Takeshi Hirayama, Institut of Preventive Oncology, Tokyo (auf der Basis einer über siebzehn Jahre geführten Forschungsstudie mit 265118 Erwachsenen in sechs Präfekturen in Japan)

«Epidemiologische Analysen kommen zu dem Schluss, dass durch entsprechende Nahrungsauswahl das Colon- und Magenkrebsrisiko um 90%, das Brustkrebsrisiko um 50% und eine Reihe anderer Krebsrisiken (Lunge, Mund, Hals, Rachen, Speiseröhre, Blase, Gebährmutterhals) um mindestens 20% gesenkt werden könnte. [...] Wie aus zahlreichen epidemiologischen Studien hervorgeht, zeigen Vegetarier ein deutlich geringeres Krebsmorbiditäts- und Krebsmortalitätsrisiko als der Bevölkerungsdurchschnitt, insbesondere bei Darm- und Brustkrebs. Gleichzeitig ergab sich aus einer Longitudinalstudie, dass auch die 5-Jahres-Überlebensrate bei bereits brustkrebserkrankten Vegetarierinnen höher liegt als bei nicht-vegetarisch lebenden Patientinnen. [...]
Ein dauerhaft hoher Fettverzehr gilt als Hauptrisikofaktor für Darmkrebs. [...]
Wird auf eine Ballaststoffreiche Ernährung geachtet, reduziert sich das Risiko an Darmkrebs zu erkranken statistisch um etwa 40%. [...]
Es ist gerechtfertigt die Vegetarier als eine Gruppe mit niedrigem Krebsrisiko zu bezeichnen. Eine primär pflanzliche Ernährung ist gleichbedeutend mit einer hohen Zufuhr an verschiedenen präventiven Nahrungsfaktoren wie Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und pflanzlichen Sterinen.»
Claus Leitzmann, Andreas Hahn: Vegetarische Ernährung, Ulmer-Verlag, 1996.

«In etwa 15 bis 20 Jahren werde Krebs zur häufigsten Todesursache, vermuten die Wissenschaftler»
Ärzte Zeitung, 27.10.97: Erstmals Trendwende in der Krebssterblichkeit

«Rauchen bleibt mit einem Anteil von rund 20% wichtigste Krankheitsursache. Doch neue epidemiologische Daten lassen erkennen, dass Ernährungsfehler mindestens im gleichen Umfang an der Krebsentstehung beteiligt sind.»
Ärzte Zeitung, 27.10.97: Erstmals Trendwende in der Krebssterblichkeit

«Eine energie- und fettreiche Kost mit viel Fleisch und wenig Gemüse wird im Zusammenhang mit etwa einem Drittel aller Krebserkrankungen gesehen. Eine Korrelation zwischen Ernährungsgewohnheiten und Karzinominzidenz wurde bisher für achtzehn Tumorarten nachgewiesen.»
Ärzte Zeitung, 26.11.1999: Studien belegen Einfluß der Kost auf Tumorgenese
« Letzte Änderung: 09. Juni 2009, 00:40 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Splendi

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Re: Studien zu Krebs und Ernährung
« Antwort #1 am: 08. November 2020, 22:40 »
Super vielen lieben Dank für die ausfürhlichen Informationen, ich finde es sehr wichtig auch alternativ etwas zu tun, damit man wieder gesund wird.

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Re: Studien zu Krebs und Ernährung
« Antwort #2 am: 09. November 2020, 11:27 »
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Ja Splendi, danke,

auch wir empfehlen seit 20 Jahren (meine 1. Krebserkrankung) bei Krebs nicht die Hände in den Schoß zu legen,

sondern sich sehr gut zu informieren, und - möglichst mit einem Komplementärmediziner - nicht Alternatives,

aber Komplementärmedizinisches zu verwenden.

Dietmar Erlacher, Admin