Autor Thema: Neue Leitlinien für Migräne - Kopfschmerz  (Gelesen 4856 mal)

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Edi

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Neue Leitlinien für Migräne - Kopfschmerz
« am: 28. Juni 2009, 13:49 »

Neue Leitlinien für Migräne bei Erwachsenen und Kindern

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hat in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
eine revidierte Fassung ihrer evidenzbasierten Leitlinie für die Therapie der Migräne bei Erwachsenen vorgelegt.
Grund dafür waren neue Erkenntnisse aus der Forschung. Dazu gehören zum Beispiel neue Empfehlungen für die Therapie
der chronischen Migräne oder der Einsatz von Kombinationen in der akuten Attackenbehandlung.

http://www.medizin-medien.at/dynasite.cfm?dsmid=98946&dspaid=798437





Jutta

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Migräne - Kopfschmerz - na und?
« Antwort #1 am: 29. März 2010, 16:03 »


http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100329024

Migräne-Patienten verheimlichen ihre Leiden

Grund ist vielfach Angst um Job und befüchtetes Drückeberger-Image

München/Wien (pte/29.03.2010/13:00) - Migräne-Patienten verheimlichen vielfach ihre Leiden. Den Grund dafür ortet Neurologe Hans-Christoph Diener vom Universitätsklinikum und Westdeutschen Kopfschmerzzentrum Essen http://westdeutsches-kopfschmerzzentrum.de/ in der noch immer mangelnden Bereitschaft von Nicht-Betroffenen, die Migräne als das zu akzeptieren, was sie ist - eine tatsächliche Erkrankung mit real empfundenen schlimmen Beschwerden.

Rechnung geht nicht auf

Die typischen Migräne-Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Um jedoch nicht als Drückeberger abgestempelt zu werden oder sogar den Job zu gefährden, gingen viele Betroffene zur Arbeit, so Diener. Die Rechnung geht jedoch nicht auf. Diener: "Große Studien zeigen, dass auch bei einer behandelten Migräneattacke die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit um bis zu 50 Prozent reduziert ist."

Der bekannte Migräneexperte wirbt daher für mehr Akzeptanz der Erkrankung in der Gesellschaft. "Wenn ein Patient mit Migräne trotz starker Beschwerden zur Arbeit geht, ist niemandem geholfen - ihm selbst nicht und auch dem Arbeitgeber oder auch Kunden nicht", urteilt Diener. Denn Migräne im Beruf gerät meist zur stunden- oder sogar tagelangen Tortur für die Erkrankten und beeinträchtigt darüber hinaus trotzdem noch das Wirtschaftsleben.

Experten schätzen den durch Migräne verursachten jährlichen Schaden für die Volkswirtschaft von über drei Mrd. Euro nicht nur anhand des tatsächlichen Arbeitsausfalls, sondern auch aufgrund indirekter Verluste durch die Leistungseinschränkung am Arbeitsplatz.

Situation hat sich etwas verbessert

"Die Situation ist in den vergangenen Jahren etwas besser geworden, doch immer noch stoßen Migräne-Patienten oft auf Unverständnis - selbst unter Ärzten", bestätigt auch Neurologe Christian Wöber von der Wiener Medizinuniversität http://www.meduniwien.ac.at in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier".

Laut Wöber sind rund 800.000 Personen in Österreich von der Krankheit betroffen. "Ein Migräne-Patient fällt pro Jahr im Schnitt für 14 Arbeitstage aus". Insgesamt gehen als Folge der Erkrankung pro Jahr 6,8 Mio. Arbeitstage verloren. Eine Therapie, die Migräne vollkommen verschwinden lässt, ist derzeit noch nicht in Sicht. (Ende)


Aussender: pressetext Focusthema Pharma
Redakteur: Michael Fiala
email: fiala@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-301

Jutta

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Migräne - Kopfschmerz - Brustkrebs
« Antwort #2 am: 29. März 2010, 22:37 »

Siehe heutigen Kurier, seite 12 und 13


      

"Kurier" vom 29.03.2010
Ressort: gesund
Seite: 12
Ausgabe: Wi,Abend

   

Forschung

Was Kopfweh mit Brustkrebs zu tun hat

Im Zusammenhang mit der Migräne liefert die Forschung immer wieder neue verblüffende Ergebnisse. Einige Beispiele: Brustkrebs US-Krebsforscher haben herausgefunden, dass Migräne-Patientinnen ein 30 Prozent geringeres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Möglicherweise steckt das Hormon Östrogen dahinter: Schon länger ist bekannt, dass die hohen Östrogen-Spiegel während einer Schwangerschaft oft zu einem Rückgang der Attacken führen. Gleichzeitig spielt Östrogen bei der Entstehung bestimmter Brustkrebs-Arten eine wichtige Rolle. Schlaganfall Menschen mit Migräne haben ein verdoppeltes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Bei weiblichen Patientinnen mit einer sogenannten Aura (siehe Grafik) ist die Gefahr sogar fast verdreifacht. Dies ergab eine amerikanische Studie. Die Autoren raten daher Migräne-Patienten, andere Risikofaktoren für einen Schlaganfall zu vermeiden - etwa Rauchen, Bluthochdruck oder eine Hormonersatztherapie. Laut einer anderen Studie erhöht Migräne auch das Herzinfarkt-Risiko. Ehrgeiz Migräne trifft häufig Menschen, die ehrgeizig und ungeduldig sind und sich selbst viel abverlangen, betonen Experten von der Uniklinik Freiburg. Sie sehen in der Erkrankung ein Frühwarnsystem des Körpers, mit dem dieser sich vor Überlastungen schützt. Umso wichtiger sei die Stressvermeidung.


admin

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Migräne - Kopfschmerz - Leitlinien
« Antwort #3 am: 27. Oktober 2020, 18:45 »
3861



Migräne:

Digitalisierte Therapie mit Apps und webbasierten Patientenportalen
Fast 6 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Migräne. Wiederkehrende pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen sehr.  Digitale Angebote wie Kopfschmerz-Apps oder das Kopfschmerzregister der DMKG können die Therapie auf vielfältige Weise unterstützen, sagten Experten auf dem Deutschen Schmerzkongress 2020. Sie gaben Tipps, wie digitale Technik in der Kopfschmerzmedizin sinnvoll und hilfreich eingesetzt werden kann.

Gibt man im App-Store das Wort „Kopfschmerz“ ein, so erhält man unzählige Treffer. Doch was ist sinnvoll, was wirklich nützlich? Und welche digitalen Angebote können wirksam in der Migräne-Therapie eingesetzt werden? „Das Führen eines Kopfschmerzkalenders, notwendig für die Überprüfung des Effekts der Behandlung, fällt vielen Kopfschmerzpatienten mit einer App deutlich leichter als mit der Papierversion“, erklärt Dr. med. Ruth Ruscheweyh, zertifizierte DMKG-Kopfschmerzexpertin vom Klinikum der Universität München. Mit Hilfe eines solchen Kalenders bekommen Arzt und Patient einen Überblick über Schmerztage, Häufigkeit der Schmerzmitteleinnahme, Schmerzstärke und Begleitsymptome und können so beurteilen, ob die Therapie anschlägt. Gute Apps ermöglichen das Herunterladen eines übersichtlichen Reports mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Daten, der verschickt, ausgedruckt, und mit dem Arzt besprochen werden kann.

Migräne-Apps
 
Aber die kleinen Programme können noch viel mehr: Die Migräne-App der Schmerzklinik Kiel zum Beispiel setzt zusätzlich auch auf Patientenschulung, warnt vor Medikamentenübergebrauch und berechnet den Zeitpunkt, zu dem der Patient das Migränemittel Triptan einnehmen sollte. M-sense, eine Migräne-App der Newsenselab GmbH, erfasst neben dem Kopfschmerzkalender täglich verschiedene mögliche Auslöser – und kann so nach einer gewissen Zeit Vorhersagen über individuelle Trigger machen.

Webbasiertes Patientenportal
Ein weiterer Ansatzpunkt in der Digitalisierung des Kopfschmerzmedizin ist das Kopfschmerzregister der DMKG, das im Juni 2020 gestartet ist. „Hier geben Patienten vor ihrer Erstvorstellung beim Arzt und bei jeder Wiedervorstellung wichtige Informationen über ihre Kopfschmerzen in ein webbasiertes Patientenportal ein. So kann der Verlauf der Behandlung optimal verfolgt werden“, erklärt Ruscheweyh. Zusätzlich wird empfohlen, dass der Patient die DMKG-App als Kopfschmerzkalender nutzt. Diese Informationen stehen dem behandelnden Arzt in der Sprechstunde dann übersichtlich zusammengefasst, auch mit Verlaufsgrafiken, im Arztportal zur Verfügung. Erstes Ziel des Kopfschmerzregisters sei es, so die Expertin, die Versorgungsqualität durch Unterstützung der Ärzte bei der Behandlung von Kopfschmerzpatienten zu verbessern. Zusätzlich gehen die eingegebenen Daten in anonymisierter Form auch in eine Datenbank ein, die zur Beantwortung von wissenschaftlichen Fragestellungen – etwa aus der Versorgungsforschung – genutzt werden soll. Zum Beispiel könne man so herausfinden, wie viele Patienten, die eigentlich eine vorbeugende Kopfschmerzbehandlung benötigen, auch tatsächlich eine bekommen.

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft

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Magnesium bei Migräne - Kopfschmerz
« Antwort #4 am: 03. Juni 2021, 14:35 »
4140


MIGRÄNEPROPHYLAXE

Hilft Magnesium bei Migräne?

Bei einer akuten Migräneattacke wirken ASS oder Triptane meist gut und zuverlässig. Was können Patienten in der Selbstmedikation tun, um

.............................  https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/05/27/hilft-magnesium-bei-migraene?utm_campaign=ditzelsTagebuch&utm_source=20210528&utm_medium=newsletter&utm_keyword=article

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MAGNESIUM, aber
« Antwort #5 am: 30. Juli 2021, 20:34 »
4379


Magnesium gibt es nicht nur als Dragee und Co., sondern auch als Magnesiumöl, verarbeitet in Hautsprays und Cremes, oder „roh“ als Magnesiumflocken für das Badewasser. Im Internet werden zahlreiche Vorteile der transdermalen Anwendung propagiert: Schneller und effizienter soll die Aufnahme sein. Nebenwirkungen wie Darmkrämpfe und Durchfall werden nicht riskiert, da der Gastrointestinaltrakt umgangen wird. Zudem kann Magnesium direkt auf Problemzonen aufgetragen werden, zum Beispiel auf Muskeln. Wie viel Wahrheit, wie viel Werbung steckt hinter diesen Versprechungen? Und würde (postpandemisch) schon ein Urlaub am Toten Meer helfen?

In den Nullerjahren war die Fach- und Laienpresse voll von Artikeln, die die Wirksamkeit und Überlegenheit von transdermalem Magnesium gegenüber einer oralen Anwendung behaupteten. Ursprünglich wurde Magnesiumöl als Geheimtipp unter Sportlern gegen Krämpfe, Muskelkater und Verspannungen gehandelt. In den Apotheken wurde zuweilen eine rezepturmäßige Herstellung gewünscht. Der transdermale Ansatz scheint auf den ersten Blick verlockend, bietet die Haut doch mit etwa zwei Quadratmetern eine riesige Resorptionsfläche. Doch gerade Magnesium hat es schwer, diese Barriere zu überwinden.
Magnesium und sein Weg durch die Haut

Um durch die Haut zu gelangen, muss eine Substanz mehrere Schichten durchdringen. Da wäre zunächst das Stratum corneum, das aus abgestorbenen Korneozyten besteht, eingebettet in eine Lipidmatrix. Nur lipophile Substanzen können diese Hürde in erwähnenswerten Mengen überwinden. Die Bezeichnung „Magnesiumöl“ ist jedoch irreführend. Es handelt sich dabei um eine wässrige, hoch konzentrierte Lösung eines Magnesiumsalzes, in der Regel Magnesiumchlorid. Magnesium liegt darin in ionisierter Form vor, was einer Resorption im Weg steht. Erschwerend hinzu kommt der dicke Wassermantel des hydratisierten Magnesiumions. Eine Diffusion ist damit quasi unmöglich.

Für die Passage von Zellmembranen benötigt Magnesium spezifische Transporter, die bisher jedoch nicht in der oberen Hautschicht gefunden werden konnten. Bleiben als Eintrittspforte nur Schweißdrüsen und Haarfollikel, die allerdings nur 0,1 bis 1 Prozent der Hautoberfläche ausmachen, sodass an der klinischen Relevanz der absorbierten Mengen an Magnesium zu zweifeln ist.
Hohe Spiegel nur nach Beinahe-Ertrinken

In der Natur bieten vor allem Gewässer eine reichhaltige Quelle für Magnesium, allen voran das Tote Meer mit einer Magnesiumkonzentration von ca. 198 mmol/l. Die menschliche Serumkonzentration liegt bei etwa 0,8 mmol/l. Würde Magnesium tatsächlich über osmotische Prozesse seinen Weg durch die Haut finden, müssten Menschen nach einem Bad im Toten Meer deutlich höhere Magnesium-Spiegel aufweisen als zuvor. Untersuchungen zufolge ist das bei Personen mit gesunder Haut nicht der Fall, wohl aber bei Patienten mit geschädigter Haut, beispielsweise bei Psoriasis. Schwere Elektrolytanomalien wurden jedoch nur bei Personen beobachtet, die beinahe ertrunken wären und größere Mengen Salzwasser verschluckt hatten.
Studienlage nicht überzeugend

Die wenigen verfügbaren Arbeiten zu konkreten Formulierungen mit Magnesiumöl weisen methodische Mängel auf und wurden nur selten in unabhängigen, von Experten begutachteten wissenschaftlichen Medien publiziert. PubMed-gelistet ist unter anderem eine Untersuchung mit 25 Probanden, in der nach Anwendung einer Mg2+-haltigen Creme immerhin ein signifikanter Anstieg des Serummagnesiums registriert wurde, allerdings nur in einer Untergruppe von Nicht-Sportlern. In Israel wurde eine topische Formulierung mit Glycerin und Magnesiumsulfat entwickelt, die gegen chemische Kampfstoffe wie Schwefelsenf und Pestizide wie Parathion schützen soll. Hier zeigte eine Phase-1-Studie, dass der Serummagnesiumspiegel auch nach wiederholter Anwendung der Lotion nicht signifikant beeinflusst wurde.

In Deutschland hat kein Präparat mit Magnesium zur transdermalen Anwendung den Status eines zugelassenen Arzneimittels. Produkte mit Pharmazentralnummer (z. B. Magnesiumöl Vitalspray von Casida) sind beispielsweise für die äußerliche Anwendung „zur Massage, Regeneration und Pflege“ vorgesehen und können laut Hersteller auf beanspruchte Haut vor und nach dem Sport aufgetragen werden.
Eine orale Magnesium-Supplementierung zur Vorbeugung oder Behandlung eines Mangels, deren Nutzen wissenschaftlich belegt ist, ersetzen sie jedoch keinesfalls.

Rika Rausch, Apothekerin
redaktion@daz.online
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/04/14/magnesium-ueber-die-haut-ergibt-das-sinn?utm_campaign=kurzNach6&utm_source=20210730&utm_medium=newsletter

Werbung:
Gern unterstützen wir Sie bei Ihrer täglichen Magnesium-Beratung!
089/99 65 53-0 | info@diasporal.de

Mg-Mangel:
Muskelzuckungen. Schwindel. Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel)

Dauerhaft sind Alkohol und Nikotin jedoch gefährliche Diebe deiner Mineralstoffspeicher. Dasselbe gilt für eine einseitige Ernährung: Viel Zucker, Speisesalz und industriell verarbeitete Produkte führen schnell zu einem Magnesium-Defizit.

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Magnesium und .....
« Antwort #6 am: 30. Juli 2021, 20:43 »
4380



Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geben als Referenzwert für den Magnesiumbedarf (insgesamt) von Frauen ab 25 Jahren 300 mg pro Tag und von Männern 350 mg pro Tag an.

Einen verhältnismäßig hohen Magnesiumgehalt von bis zu 40 mg haben außerdem Gemüsesorten wie Fenchel, Brokkoli, Kohlrabi, Kartoffeln und Meerrettich. Regelrechte Magnesiumbomben sind außerdem Nüsse, Mandeln und Erdnüsse. Die meisten Obstsorten enthalten hingegen weniger als 20 mg Magnesium pro 100 g.

Welche Lebensmittel enthalten Magnesium?

    Brokkoli.
    Vollkornbrot.
    Naturreis.
    Hülsenfrüchte.
    Nüsse.
    Kartoffeln.
    Sonnenblumenkerne.

Bananen gelten als Klassiker unter den Magnesium-Lieferanten. Eine Frucht enthält 30 mg Magnesium je 100 g.

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Gegen den Krampf
« Antwort #7 am: 30. Juli 2021, 20:45 »



Zusätzlich sollte auf eine magnesiumreiche Ernährung geachtet werden. Bananen oder Nüsse - als kleine Zwischenmahlzeit genossen - sind beispielsweise reich an Magnesium. Kommt es dennoch zum Muskelkrampf, hilft eine weiche schüttelnde Massage, den Krampf zu lösen.

Will man Muskelkrämpfen zuverlässig vorbeugen, sollte man vor allem ausreichend trinken. Denn beim Schwitzen geht dem Körper wertvolle Flüssigkeit, so genannte Elektrolyte, verloren.

Schon nach einer Stunde Sport kann sich Flüssigkeitsverlust spürbar leistungshemmend auswirken. Denn die durch Muskelarbeit entstehende Milchsäure wird dann nicht mehr ausgeschwemmt, sondern sammelt sich in den Muskeln und sorgt dort für Übersäuerung. Nur regelmäßiges Trinken, möglichst schon bevor sich der Durst einstellt, kann dies verhindern.

Als Faustregel für aktive Sportler gilt: Bei Belastungen, die länger als eine halbe Stunde dauern, sollte alle 15 bis 20 Minuten etwa 150 ml (ein kleines Glas) kohlensäurearmes Mineralwasser getrunken werden. Bei Langzeitbelastung können auch "prophylaktisch" schon 250 ml (Milliliter) Heilwasser mit hohem HCO³ - Gehalt getrunken werden. Zusätzlich sollte auf eine magnesiumreiche Ernährung geachtet werden. Bananen oder Nüsse - als kleine Zwischenmahlzeit genossen - sind beispielsweise reich an Magnesium.

Kommt es dennoch zum Muskelkrampf, hilft eine weiche schüttelnde Massage, den Krampf zu lösen. Erste Hilfe beim Wadenkrampf: Die Ferse fest nach unten drücken und gleichzeitig die Zehen nach oben ziehen.
Autor: Diplom-Sportwissenschaftler Joachim Fuchshuber
Datum der Veröffentlichung: 11.06.2021

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Migräne - Kopfschmerz: Koffein
« Antwort #8 am: 16. August 2021, 12:44 »
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Analgetika: Schneller im Blut durch Coffein?

Die Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein wirkt schneller und stärker als die Monowirkstoffe Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen, und Sumatriptan (bei Migräne).

Liegt diese Überlegenheit darin begründet, dass Coffein das Anfluten analgetischer Wirkstoffe ins Blutplasma beschleunigt?

Erhöht Coffein die Bioverfügbarkeit von ASS und Paracetamol? Eine klinische Vergleichsstudie hat diese Fragen beantwortet.

Mehr erfahren 

Woran liegt die Überlegenheit der Kombination aus ASS, Paracetamol und Coffein? Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Coffein die Bioverfügbarkeit der beiden analgetischen Wirkstoffe beeinflussen und somit deren Freisetzung beschleunigen könnte.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/special/2021/06/30/beschleunigt-coffein-die-anflutung-von-analgetischen-wirkstoffen-im-blut?mtm_campaign=early-bird&mtm_kwd=16.08.21_MedWissInfo_Sanofi_