Autor Thema: Zuwachsraten in den USA von bis zu 1000 % in den letzten 35 Jahren  (Gelesen 2710 mal)

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Edi

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Mehr Karzinoide im Rektum entdeckt

Zunahme oder Nebeneffekt der Krebsvorsorge?

BERLIN – Neuroendokrine Neoplasien sind auf dem Vormarsch – mit Zuwachsraten in den USA von bis zu 1000 % in den letzten 35 Jahren. Ein Grund dafür scheint die Einführung der Vorsorgekoloskopie zu sein. Selbst kleine Rektumkarzinoide werden so schon früh entdeckt.

Auch in Deutschland steigt die Rate neu diagnostizierter neuroendokriner Rektumtumoren (Rektumkarzinoide) deutlich an. Die Hälfte dieser Neoplasien wird im asymptomatischen Stadium bei einer Darmspiegelung aus anderer Indikation entdeckt, schreiben Prof. Dr. Hans Scherübl, Gastroenterologe an der Klinik für Innere Medizin im Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin, und Prof. Dr. Günter Klöppel, Institut für Pathologie an der Universität Kiel, in der „Zeitschrift für Gastroenterologie“.

In den anderen Fällen weisen Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten, Obstipation, anorektales Missempfinden oder Schmerzen auf den Tumor hin. Ein durch Serotonin bedingtes Karzinoidsyndrom findet sich bei einer Lokalisation des Tumors im Rektum sehr selten.

Diagnostisch steht die Endoskopie mit Biopsie und histologischer Untersuchung an erster Stelle. Größe und Ausbreitung werden mittels endoskopischen Ultraschalls bestimmt. Zum Nachweis von Lymphknoten- und Fernmetastasen kommen dann Oberbauchsonographie oder -CT, MRT oder CT des Beckens und ein Röntgenthorax zum Einsatz. Mit der Somatostatinrezeptor-Szintigraphie lassen sich okkulte Metastasen im ganzen Körper aufspüren.

http://www.medizin-medien.at/dynasite.cfm?dsmid=98946&dspaid=798363


Josef

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Sex und Zunahme des Rektumkarzinoms bei jungen Menschen
« Antwort #1 am: 24. August 2010, 21:21 »
Dienstag, 24. August 2010

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42471/Zunahme_des_Rektumkarzinoms_bei_jungen_Menschen.htm

Zunahme des Rektumkarzinoms bei jungen Menschen

Philadelphia – In den USA erkranken immer häufiger jüngere Menschen an einem Rektumkarzinom. Onkologen raten in Cancer (2010; doi: 10.1002/cncr.25432) bei unklaren Blutungen immer zu einer Früherkennungsuntersuchung.

Kolorektale Karzinome vor dem 40. Lebensjahr sind selten. Das US-amerikanische Krebsregister SEER (Surveillance Epidemiology and End Results) verzeichnete in den Jahren 1973 bis 2005 nur 7.661 Meldungen. Beim Kolonkarzinom sind die Erkrankungszahlen in diesem Zeitraum stabil geblieben, wie Joshua Meyer vom Fox Chase Cancer Center in Philadelphia in einer retrospektiven Analyse herausfand.

Beim Rektumkarzinom kam es 1984 erstmals zu einer Zunahme. Die Inzidenz steigt seither um 3,8 Prozent pro Jahr an. Auch wenn ein Rektumkarzinom bei einem unter 40-Jährigen ein seltenes Ereignis sei, rät Meyer allen Proktologen doch, bei analen Blutungen nicht automatisch auf ein Hämorrhoidalleiden zu tippen, sondern in jedem Fall eine Endoskopie durchzuführen.

zum Thema

    * Abstract der Studie
    * Pressemitteilung der American Cancer Society

Der Anstieg ist auf Tumoren im Rektum und im Rektosigmoid-Übergang beschränkt. Krebserkrankungen im Sigmoid sind nicht häufiger geworden. Meyer macht keine Angaben zu den Ursachen des Anstiegs. Sie dürften allerdings in veränderten Sexualpraktiken zu suchen sein.

Infektionen mit humanen Papillomaviren sind ein wichtiger Risikofaktor für das Rektumkarzinom. Dies trifft übrigens auch auf Karzinome im Bereich der Mundschleimhaut zu, deren Inzidenz in den letzten Jahren ebenfalls angestiegen ist, wie andere Untersuchungen gezeigt haben. © rme/aerzteblatt.de
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doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke