Autor Thema: Asbest - wie die Pest! Info ......  (Gelesen 6971 mal)

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Dietmar E.

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Asbest - wie die Pest! Info ......
« am: 02. Juli 2009, 00:30 »
Asbest!

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2009/panoramaasbest100_poll-asbest122.html

http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/asbest114.html


DIESER BEITRAG wird wiederholt im NDR-TV:
Samstag, 04. Juli 2009 08:30 bis 09:00 Uhr (VPS 22:30), Information
http://www3.ndr.de/sendungen/panorama_die_reporter/startseite114_sid-532852.html

Panorama - die Reporter: Todesgefahr Asbest: Neue Kranke durch das alte Gift
Fachgerechte Asbest-Entsorgung ist aufwendig und teuer. dpa / picture-alliance
Eine Schule im Hamburger Stadtteil Hamm: die Turnhalle ist abgeriegelt, der Verdacht wiegt schwer: Asbestverseuchung.

Bauarbeiter haben bei einem Umbau Lüftungsschlitze in die asbesthaltige Außenwand gefräst, dabei sollen auch Kollegen den krebserzeugenden Staub eingeatmet haben. Zudem lag asbesthaltiger Bauschutt offenbar ungeschützt auf dem Pausenhof. Auch im niedersächsischen Oldenburg sollen bei der Renovierung eines Einkaufszentrums Arbeiter durch Asbest belastet worden sein.

Der Skandalstoff Asbest kehrt zurück. Wie die Recherchen von "Panorama - die Reporter" belegen, sind an zahlreichen Baustellen asbesthaltige Baustoffe zu finden, die illegal abgebaut und ohne Schutzvorkehrungen entsorgt werden. Nicht nur die Arbeiter sind dadurch gefährdet, sondern auch Anwohner. Dabei sind die tödlichen Gefahren lange bekannt: Die Herstellung und Verwendung von Asbest ist in Deutschland seit 1993 verboten. Schon das Einatmen weniger Asbestfasern kann Jahre später zu
Rippenfell- oder Lungenkrebs führen. Die Überlebenschancen sind minimal. Allein in Deutschland starben in den letzten 30 Jahren über 20.000 Menschen an den Folgen einer Asbesterkrankung.

Dennoch werden seit 1993 jedes Jahr wieder Menschen durch Asbest geschädigt. Auch von ihnen werden viele sterben. Bei der Sanierung von asbestverseuchten Gebäuden wird weiter geschlampt. Zuständige Behörden von Städten und Ländern führen immer weniger Kontrollen durch, weil hierfür der Personalbestand gekürzt wurde. Das Thema Asbest wird totgeschwiegen, mit fatalen Folgen für Anwohner und Arbeiter.


Infos auch unter:


http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1707.msg8442.html#msg8442

http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,474.msg8779.html#msg8779

http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?p=748942#post748942



« Letzte Änderung: 02. Juli 2009, 00:36 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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Asbest: In der Luft liegt die Gefahr
« Antwort #1 am: 30. April 2012, 00:46 »


Asbest: In der Luft liegt die Gefahr

Renovierung renovieren Sanierung sanieren Umbau

    Selbst Hand anlegen? Bei asbesthaltigen Materialien muss der Fachmann ran.

Nahezu überall wurde Asbest während der Jahrzehnte des Wirtschaftswunders in Deutschland verbaut. Per Gesetz verboten sind Herstellung und Verarbeitung erst seit dem Jahr 1993. Problematisch ist nun die Entsorgung dieser Altlasten. An die Gesundheitsrisiken von asbesthaltigen Materialien gilt es bei Sanierungs- und Abrissarbeiten zu denken.

Einem hohen Gesundheitsrisiko sind Bauarbeiter ausgesetzt, aber auch Hausbesitzer und Heimwerker, die bei der selbst Hand anlegen. Denn an Fassaden und Dächern, als Dichtungsmaterial in Nachtspeicherheizungen, in Bodenbelägen und Abdeckplatten finden sich Asbestfasern, warnt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Sie empfiehlt daher, bei anstehenden Sanierungen mit dem Amt für Arbeitsschutz zu kooperieren und Spezialfirmen mit der Entsorgung der Materialien zu beauftragen.

Längst weiß man, dass bei der Verarbeitung von asbesthaltigen Materialien Fasern freigesetzt werden, die sich in den Lungenbläschen festsetzen. Mögliche Folgen sind Asbestose (Asbeststaublungenerkrankung), Lungen- oder Kehlkopfkrebs, ebenso Tumore des Rippenfells, des Bauchfells oder des Herzbeutels.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sterben hierzulande jedes Jahr rund 1.000 Menschen an den Folgen von Asbest.
Nichts zu verändern schützt nicht vor den Gefahren

Doch auch die "Vogel-Strauß-Taktik", von Sanierungsmaßnahmen Abstand zu nehmen und alles zu belassen wie's ist, schützt nicht vor den Belastungen der gefährlichen Last. Denn eine Gesundheitsgefährdung für Hausbewohner ist mittlerweile auch das Verwittern von Baumaterial: Denn dann lösen sich die Fasern und verteilen sich in der Luft.

Gefährlich ist aber auch unsachgemäßes Entfernen oder Beschädigen asbesthaltiger Materialien. Deshalb ist - laut Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen - die Durchführung von Abbrucharbeiten und die Asbestsanierung nur behördlich zugelassenen Unternehmen erlaubt.
Asbest-Sanierungen nur durch Fachbetriebe

Sanierungen, bei denen asbesthaltiges Material entfernt wird, ist ......... http://www.lifeline.de/leben-und-familie/Asbest-renovieren-sanieren-id65096.html#utm_source=lifeline&utm_medium=newsletter&utm_content=artikel-asbest&utm_campaign=newsletter-26-april-2012

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Asbestbedingte Krebserkrankung auch ohne Schwellendosis Berufskrankheit

Freitag, 9. August 2013

Berlin – Eine asbestbedingte Krebserkrankung ist auch dann eine Berufskrankheit, wenn der Betreffende keinen formalen Grenzwert oder eine Schwellendosis nachweisen kann. Solche Grenzwerte oder Schwellendosen sind also keine Voraussetzung für die Anerkennung als Berufskrankheit. Das hat die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zur Lage der Asbestkranken in Deutschland betont.

„Durch die langen Latenzzeiten bei den Erkrankungen von bis zu 50 Jahren ist gegen­wärtig der Höhepunkt der asbestbedingten Erkrankungs- und Todesraten in Deutschland zu verzeichnen“, heißt es in der Antwort. In Deutschland sterben danach jährlich offiziell etwa 1.500 Menschen aufgrund einer anerkannten asbestbedingten Berufskrankheit.

„Hier sind noch nicht die Todesfälle von Familienangehörigen eingeschlossen, wie zum Beispiel von Frauen, die die Arbeitskleidung der Männer gewaschen, oder die der Kinder, die im Haus den Staub auf der Arbeitskleidung eingeatmet haben“, so die Bundesregierung.

Sofern in der Berufskrankheiten-Verordnung  http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55454