Autor Thema: Bestrahlung aktuell  (Gelesen 35337 mal)

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Dietmar E.

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Bestrahlung aktuell
« am: 19. Juli 2009, 13:27 »

RE-BESTRAHLUNG: LICHT INS DOGMA!

 "Ignorantia nocet"


Ignoranz schadet dort, wo man sich - in einer Melange aus Gewohnheit und Unkenntnis - auf gesichertem Terrain wähnt. Oft viel zu lange! Für nichts gilt das mehr als für die lange vorherrschende Maxime, Re-Bestrahlung sei tabu.

Nein, die Faktenlage scheint dieses Dogma mittlerweile dezidiert zu widerlegen. Wie es konkret um das Behandlungsregime bei Lokalrezidiven steht, nach hoch dosierten Vorbestrahlungen? Vor allem, das an erster Stelle, um Überlebenszeiten und die Schädigung des die rezidivierenden Tumoren umgebenden intakten, normalen Gewebes?

Toleranz und Effektivität, das allein zählt am Ende für die Betroffenen. In Stichworten: Akuttoxizität, Spätmorbidität, Überlebenszeit! Vulgo: die alles entscheidende Prognose, nämlich bei geringen Nebenwirkungen das Leiden zu verringern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Primäre Hirn- und Kopf-Hals-Tumoren? Mamma- und Bronchialkarzinome? Rektum-Ca? Prostata? Professor Budach - von der Charité und Präsident der DEGRO - grenzt ein und gibt Inakzeptables zu bedenken. Zugleich widerlegt er in einem Aufriss das Paradigma: " Einmal bestrahlt = ausbestrahlt"!




19/07/2009, Re-Bestrahlung: Licht ins Dogma!

"Ignorantia nocet"

Ja oder nein?

Paradigmenwechsel in der Strahlentherapie bei Lokalrezidiven


Volker Budach

Die Strahlenbehandlung einer lokalisierten Tumorerkrankung erfordert in der Regel hohe Bestrahlungsdosen, welche die Normalgewebstoleranzen häufig weitgehend ausschöpft. Daher galt bisher eine nochmalige hochdosierte Strahlentherapie am Ort der Vortherapie als obsolet, da in der Folge schwere Komplikationen auftreten konnten.

Seit einigen Jahren wurde dieses Dogma, bei Lokalrezidiven nach hochdosierten Vorbestrahlungen keine Re-Bestrahlungen vorzunehmen, im Rahmen von Einzelfall-Entscheidungen und klinischen Studien zunehmend hinterfragt. Mit Entwicklung der modernen bildgestützten Hochpräzisions-Strahlentherapien haben Re-Bestrahlungen zunehmend Eingang in die Palliativtherapie radioonkologischer Abteilungen gefunden.

Status quo: Mit Präzision gegen das Dogma

Die heutzutage verfügbaren hochexakten bildgebenden Verfahren wie Computertomografie (CT), Positronenemissionstomografie (PET), Magnetresonanztomografie (MRT) und Ultraschall (US) mit exzellenter Abgrenzung der Lokalrezidive sowie die Weiterentwicklung der Techniken in der Hochpräzisionsstrahlentherapie erlauben in vielen Fällen eine nochmalige Bestrahlung mit tumorwirksamen Strahlendosen. Dies geschieht ohne wesentliche Belastung strahlensensibler Normalgewebe bzw. Organe im palliativen - und in Einzelfällen - auch im kurativen Therapieansatz.

In den Strahlenkliniken an den beiden Nord-Campi der Charité (Campus Virchow und Mitte) werden zur hoch konformalen Rezidivtherapie vor allem stereotaktische Bestrahlungsverfahren am "Brainlab Novalis"-Beschleuniger und an der Tomotherapie eingesetzt, in Einzelfällen bei Rezidiven in der Mundhöhle auch die Brachytherapie.

Zu den in der Klinik für Strahlentherapie am Campus-Virchow, aber zwischenzeitlich auch an vielen anderen Strahlenkliniken in Europa durchgeführten Rezidivbestrahlungen, gehören die im Folgenden aufgeführten lokalisierten Krebserkrankungen:


Die Therapiekonzepte bei Re-Bestrahlungen sehen entweder eine Schonung des den Rezidivtumor umgebenden Normalgewebes oder eine biologische Schonung des Normalgewebes über den Einsatz eines hyperfraktionierten Behandlungsregimes vor. Außerdem ist zwischenzeitlich bekannt, dass hochdosiert vorbestrahlte Gewebe nach einem Intervall von 6-12 Monaten durchaus in einem begrenzten Volumen nochmals eine höhere Strahlendosis tolerieren können, allerdings mit einem höheren Risiko für akute, insbesondere aber Spätkomplikationen im Vergleich zur Ersttherapie.

Hirntumoren: Tolerabel und effektiv

Bei primären Hirntumoren (anaplastische Astrozytome, Glioblastome) konnten mit Rezidivbestrahlungen in Abhängigkeit vom Bestrahlungsvolumen und der Art der Fraktionierung nochmals mediane Überlebensraten von 8–16 Monaten erzielt werden - mit geringen Raten an Spätkomplikationen in Form von Hirnnekrosen.[1] Die bisher umfangreichste Publikation zur Rezidiv-Bestrahlung umfasste 172 Patienten, die sich in 71 Grad 2 und 42 Grad 3 Astrozytome sowie 59 Glioblastome untergliederten.[2] Das Intervall zwischen der primären Strahlentherapie und der Re-Bestrahlung betrug 48, 32 und 10 Monate für die o.g. drei Histologiegruppen. Es wurden im Median nochmals Gesamtdosen von 36 Gy mittels fraktionierter stereotaktischer Radiotherapie mit Einzeldosen von 5 x 2 Gy/Wo. auf den makroskopischen Rezidiv- bzw. Residualtumor nach Re-Resektion mit 0,5-1,0 cm Sicherheitssaum gegeben.

Das mediane Überleben nach der Re-Bestrahlung betrug 22, 12 und 8 Mon. entsprechend 2-J. Überlebensraten von 55%, 41% und 2%. Die Re-Bestrahlung wurde von allen Patienten bis auf geringfügige Kopfschmerzen und Nausea | Erbrechen sowie einen Patienten mit einer Hirnnekrose gut toleriert. Die Autoren schließen, dass die Re-Bestrahlung tolerabel und effektiv ist und in prospektiven Studien weiter untersucht werden sollte.

Achtung, Seite 2 und 3 unter:

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_SpecReports_Detail?cat=1&sbid=ba6847d0f703b2dd6ad19c49daff9dc6&p=1

« Letzte Änderung: 19. Juli 2009, 13:29 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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Re: Bestrahlung aktuell
« Antwort #1 am: 19. Juli 2009, 13:36 »

Links zum Thema

siehe Anlage - für jeden Angemeldeten!



Re-Bestrahlung - Präzise ausgelotet!
 
Direkt: Zu Professor Budach an die Charité ...
 
Alternativ: Zum Präsidenten der DEGRO!

"At a glance": Leitlinien zu jeder Behandlung

Studien: Aktiv einbringen und integrieren

Heidelberg: Das DKFZ darf hier nicht fehlen

Für Betroffene: Helfen. Forschen. Informieren.

Psychosozial: Hier ziehen alle an einem Strang

NCI: Fakten, nichts als Fakten (Englisch)

ESTRO: Europäisches Netzwerk (Englisch)

Lektüre 1: Standardwerk in allen Fragen

Lektüre 2: Ein Journal mit Historie (Englisch)

Lektüre 3: Targeting wohl dosiert (Englisch)
 
Lektüre 4: Grundlagen kurz und bündig

Lektüre 5: Exzellent, der kleine "Blaue 53"


 


"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

admin

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Bestrahlung aktuell
« Antwort #2 am: 28. Februar 2010, 02:12 »

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100226_OTS0063

Europäischer Radiologenkongress in Wien: Tumor-Therapie nach Maß

Utl.: Die Möglichkeiten der onkologischen Bildgebung. =

   Wien (OTS) - Eine optimale Therapie onkologischer Erkrankungen ist
heute ohne bildgebende Diagnose, der Erfassung der Ausdehnung eines
Tumors und der Kontrolle des Therapieansprechens undenkbar. Die
onkologische Bildgebung beinhaltet alle Maßnahmen, mit denen die
Radiologie zur Früherkennung, Diagnose, Stadieneinteilung (genannt
Staging) und Therapiekontrolle beitragen kann.

   "Immer wichtiger wird dabei aber auch die Erfassung von
Komplikationen einer Behandlung, z.B. einer Chemo- und
Strahlentherapie, und die Nachkontrolle", erklärt Univ. Prof. Gerhard
Mostbeck, Vorstand des Institutes für diagnostische und
interventionelle Radiologie des Wilhelminenspitals und des
Röntgeninstitutes am Otto-Wagner-Spital in Wien.

   Der Spezialist schätzt, dass "etwa 20-30% aller radiologischen
Untersuchungen diesen Fragestellungen, aber auch dem wichtigen
Ausschluss einer Tumorerkrankung gewidmet sind". In diesem Fachgebiet
der Radiologie geht es weniger um spezielle Verfahren als um den
Einsatz bekannter Methoden bei onkologischen PatientInnen. Ausgeführt
wird dies durch spezialisierte RadiologInnen, die in einem
interdisziplinären Behandlungsteam integriert sind.

Multimodalität als Chance

   Immer öfter werden auch radiologische kombiniert mit
nuklearmedizinischen Verfahren angewendet, daher spricht man auch von
multimodaler Bildgebung - ein Beispiel ist hier die "PET-CT", welche
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit Computertomographie (CT)
kombiniert; dadurch können die Vorteile der PET (genaue Abbildung von
Stoffwelchselprozessen) mit jenen der CT (feine Abbildung
anatomischer Strukturen) vereint werden.

Individualität bestimmt Krebs-Therapie

   Derzeit geht der Trend in der Onkologie in Richtung einer
individualisierten, optimierten Therapie. "Wir wissen, dass oft nur
ganz spezifische Patienten, oder anders gesagt: oft nur ein
spezifischer Tumor, auf ein belastendes Chemotherapeutikum anspricht,
andere dagegen leider nicht", so Mostbeck. Für die Radiologen ergibt
sich daher die Aufgabe, diese individuell-optimierte Therapie zu
ermöglichen - durch exaktes Staging, funktionelle Diagnostik und neue
Formen der Kontrolle des Therapieansprechens.

   "Beim Therapie-Ansprechen verlassen wir uns derzeit häufig recht
unzulänglich auf die Erfassung der Tumorgröße", wie der Fachmann
erklärt, in Zukunft soll hier mehr auf die Funktionsweise des Tumors
eingegangen werden. Bezüglich funktioneller Diagnostik geben auch die
großen Fortschritte auf dem Gebiet der molekularen Bildgebung, bei
der Tumorzellen samt ihren Bestandteilen und Stoffwechselprozesse
abgebildet werden können, Grund zur Hoffnung, bestätigt Mostbeck,
ehemaliger Präsident der Österreichischen Röntgengesellschaft.

Tumor durch Hitze und Kälte vernichten

   Weitere wichtige Aspekte werden die Früherkennung von Tumoren sein
und moderne Formen einer radiologisch geleiteten lokalen
Tumortherapie, wo Tumore durch Hitze oder Kälte für den Patienten
schonend lokal behandelt, sprich vernichtet, werden können. "Und
nicht zuletzt werden wir mehr Kenntnisse haben, um die Folgen einer
belastenden Tumortherapie zu minimieren", beschreibt Mostbeck die
Zukunft der onkologischen Bildgebung.

Ganzheitlichkeit soll mehr beachtet werden

   Zum Wohle des Patienten sollte auch mehr auf eine ganzheitliche
bzw. systembezogene Betrachtungsweise geachtet werden. Das bedeutet,
dass der einzelne Patient schon bei der Planung der Untersuchungen
noch mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte. Zusätzlich muss
das für jeden Radiologen noch heißen, dass "die radiologische
Bildgebung sinnvoll alle behandlungsrelevanten Aspekte einer
Tumorerkrankung möglichst rasch und schonend liefern sollte", ergänzt
Mostbeck, "damit ist der onkologisch spezialisierte Radiologe ein
integrativer, wesentlicher Partner des Patienten in seinem
interdisziplinären Behandlungsteam".

18.000 Radiologen tagen ab 4. März in Wien

   Beim 22. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of
Radiology/ECR) vom 4. bis 8. März 2010 in Wien werden auch heuer
wieder Spezialisten aus dem Bereich der medizinischen Bildgebung ihr
Fachwissen auf den verschiedensten Gebieten austauschen, und die
neuesten Erkenntnisse der Forschung präsentieren.

   Der ECR ist die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für
Radiologie mit mehr als 18.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt;
zusätzlich bietet der Kongress die größte Industrieausstellung in
Europa, bei der auf über 26.000 m2 mehr als 300 internationale Firmen
die neueste Produkte der Medizintechnik anbieten.

Weitere Information und Bildmaterial unter
www.myESR.org/Presse_ECR2010

Rückfragehinweis:
   European Society of Radiology - ESR
   Stefanie Muzik, Julia Patuzzi
   Tel.: +43 1 533 4064-0
   press@myESR.org
   www.myESR.org

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Bestrahlung aktuell
« Antwort #3 am: 15. März 2010, 01:46 »

Weniger ist mehr: Interventionelle Radiologie als Alternative zur klassischen Operation
Utl.: Europäischer Radiologenkongress ab heute in Wien =

   Wien (OTS) - Seit der Entdeckung der Röntgenstrahlung durch
Wilhelm Conrad Röntgen im Jahre 1895 hat sich das Fach Radiologie im
Laufe der Zeit nicht nur zu einer High-Tech Disziplin, sondern in den
letzten Jahren auch zu einer interventionellen, sprich therapeutische
Eingriffe durchführenden Disziplin, weiterentwickelt.

   Die Radiologie ist eines der "technischsten" Fächer der Medizin,
zugleich das interdisziplinärste - radiologische Befunde sind die
Grundlage von fast allen Diagnosen. In Ergänzung zu Aufnahmen des
Körpers und seiner Strukturen bei der diagnostischen Radiologie
werden bei der Interventionellen Radiologie (IR) Erkrankungen
minimal-invasiv therapeutisch behandelt. Diese minimal-invasiven
Eingriffe werden bildgesteuert durchgeführt, das bedeutet unter
Durchleuchtung, durch CT (Computertomographie), MRT
(Magnetresonanz-Tomographie) oder Ultraschall.

Interventionelle Radiologie - ein junges Fach

   Die IR gibt es seit ca. 45 Jahren. "Einer der großen Pioniere war
der amerikanische Radiologe Charles Dotter, der als erster die
Dehnung von verkalkten Gefäßen durchgeführt hat", weiß Univ. Prof.
Johannes Lammer, seit 1992 Leiter der Klinischen Abteilung für
Kardiovaskuläre und Interventionelle Radiologie an der
Universitätsklinik für Radiodiagnostik, AKH Wien, und ehemaliger
Präsident der European Society for Cardiovascular and Interventional
Radiology (CIRSE).

   Interventionell-radiologische Eingriffe bilden eine für den
Patienten gute, weniger invasive Alternative zu chirurgischen
Eingriffen, und haben einen immensen Handlungsspielraum:

Bei Gefäßverengungen

   Die meisten Eingriffe durch IR erfolgen bei Gefäßverengungen und
-verschlüssen. Diese Erkrankungen können zum Schlaganfall führen, den
man mit einem sogenannten Stent in der Halsschlagader verhindern
kann. Auch bei Verengungen der Nierenarterien kann ein Stent
eingesetzt werden, was zu einer Milderung des Bluthochdruckes und zur
Verhinderung eines Nierenversagens führen kann. Bei der
"Schaufensterkrankheit" (arterielle Verschlusskrankheit in den
Beinen) wird mit dem Ballon die Arterie gedehnt oder ein Stent
eingesetzt, um dadurch die Durchblutung der Beinarterien zu
verbessern.

Bei Aneurysmen

   "Weitere Indikationen sind so genannte Aneurysmen, das sind
Ausweitungen der Hirnarterien oder der Hauptschlagader (Aorta). Durch
Einsetzen eines Stents oder durch Verschluß mit Embolisationsspiralen
kann dieses Aneurysma verschlossen werden und damit ein Platzen
desselben mit schwerer, eventuell tödlicher Blutungskomplikation
verhindert werden", erklärt Lammer die weiteren Einsatzgebiete eines
interventionellen Radiologen.

Bei Tumorerkrankungen

   Auch Tumorerkrankungen können mit Hilfe der IR behandelt werden,
wobei der Tumor einerseits durch CT- oder MR-gesteuerte Punktion mit
anschließender Verkochung mit einer Radiofrequenz- oder Lasersonde
behandelt werden kann, oder er kann von der Blutzirkulation durch
Embolisation oder Chemoembolisation abgeschnitten und so
"ausgehungert" werden.

Bei Wirbelsäulenerkrankungen

   Weitere Indikationen sind Erkrankungen der Wirbelsäule, wobei sich
die chronischen Schmerzen durch Medikamenteninfiltration oder durch
eine sogenannte Vertebroplastie beheben lassen können. Bei der
Vertebroplastie wird unter CT-Kontrolle ein osteoporotisch
eingebrochener Wirbelkörper mit Spezialzement aufgefüllt und damit
ein weiteres schmerzhaftes Zusammensacken verhindert.

   Interventionelle Radiologen sind besonders gewohnt mit anderen
Spezialisten zusammen zu arbeiten. "Die Chirurgen sind froh, dass es
die IR gibt, die insbesondere bei Risikopatienten minimal-invasive
Eingriffe durchführen kann", beschreibt Lammer die Situation. Die
Indikationsstellung zu interventionell-radiologischen Eingriffen wird
in den meisten Spitälern in interdisziplinären Besprechungen
("Gefäßkonferenz", "Tumorboard") gestellt, wobei je nach Ausdehnung
der Erkrankung und Risikozustand des Patienten die Entscheidung
zugunsten des minimal-invasiven interventionell-radiologischen
Eingriffes oder zugunsten der offenen Chirurgie fällt. "Differenzen
gibt es nur dann, wenn ein Arzt den Patienten und dessen Wohl nicht
im Zentrum seiner Betrachtung sieht", ergänzt er.

18.000 Radiologen tagen ab heute in Wien

   Beim 22. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of
Radiology/ECR) vom 4. bis 8. März 2010 in Wien werden auch heuer
wieder Spezialisten aus dem Bereich der medizinischen Bildgebung ihr
Fachwissen auf den verschiedensten Gebieten austauschen, und die
neuesten Erkenntnisse der Forschung präsentieren.

   Der ECR ist die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für
Radiologie mit mehr als 18.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt;
zusätzlich bietet der Kongress die größte Industrieausstellung in
Europa, bei der auf über 26.000 m2 mehr als 300 internationale Firmen
die neueste Produkte der Medizintechnik anbieten.

 Mehr Information und Bildmaterial unter www.myESR.org/Presse_ECR2010

Rückfragehinweis:
   European Society of Radiology - ESR
   Stefanie Muzik, Julia Patuzzi
   Tel.: +43 1 533 4064-0
   press@myESR.org
   www.myESR.org

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/6430

Richi

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Bestrahlung aktuell: Blende ermöglicht schonende Krebstherapie
« Antwort #4 am: 03. Mai 2010, 20:03 »

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/600205/blende-ermoeglicht-schonende-krebstherapie.html

Ärzte Zeitung, 29.04.2010

Blende ermöglicht schonende Krebstherapie

ROSTOCK (eb). Das Uniklinikum Rostock erhielt mit dem Multileaf Collimator (MLC 160) ein neues Gerät für die Krebstherapie. Es ermöglicht eine genauere Bestrahlung von Tumoren. Der MLC 160 wurde als Zusatzgerät an einem Linearbeschleuniger installiert. Er gleicht einer hochpräzisen Blende aus 160 schmalen Bleilamellen mit je einem eigenen Motor, mit der zu bestrahlende Körperregionen millimetergenau eingegrenzt werden können, so dass die Strahlen hauptsächlich die erkrankte Region treffen und weniger angrenzendes gesundes Gewebe, teilt die Uni Rostock mit.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/600205/blende-ermoeglicht-schonende-krebstherapie.html

Tanja

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Bestrahlung aktuell
« Antwort #5 am: 13. Juli 2010, 12:34 »

http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?query_string=Heiler&days_published=365&scsrc=1

Schwerpunkt: Krebsforschung
 Physik im Einsatz gegen bösartige Tumoren
Strahlen und Schallwellen können wirken
Schwerionen, Nanopartikel und Laser - was zunächst rabiat klingt, haben Ärzte und Biophysiker zu probaten Methoden entwickelt, um die vielen verschiedene Formen des Krebses zielgenauer als bisher zu behandeln. Mit Schwerionen und Protonen gegen Krebs   Heidelberger Mediziner können bösartige Tumoren mit Ionenstrahlen aus dem Teilchenbeschleuniger behandeln: "Die Schwerionentherapie ist der klassischen klar überlegen", sagt Dr. Thomas Haberer.
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Mit einem Laser gegen Lungenkrebs   Prof. Axel Rolle vom Fachkrankenhaus Coswig bei Dresden schneidet Patienten, die unter Lungenkrebs leiden, mit einem speziellen Laser auch kleine Tumoren gewebeschonend aus der Lunge. "Man kann damit auch noch Patienten operieren, die als inoperabel gelten", erklärt Rolle.
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Protonen treffen genau, helfen aber nicht immer  "Ein Vorteil der Protonentherapie liegt darin, dass durch wir die physikalischen Eigenschaften weniger Dosis im gesunden Gewebe haben als gegenüber der Röntgenbestrahlung", weiß der Radiologe Prof. Manfred Herbst. Um bis zu fünf Sechstel weniger Strahlenlast komme so auf das gesunde Gewebe zu. Deutschlands Strahlentherapeuten sehen in der Krebsbehandlung mit Protonenstrahlen zwar eine vielversprechende Alternative, aber keine Wunderwaffe.
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Essener behandeln Krebs gezielt per Tomotherapie   Mit bildgebenden Komponenten können die Mediziner des Uniklinikums Essen Tumoren unmittelbar vor und während der Strahlentherapie verfolgen und so jeden Patienten noch präziser bestrahlen. "Direkt vor der Bestrahlung können wir ein Computertomogramm des Patienten anfertigen, das uns millimetergenau die Lage des Tumors zeigt", so Dr. Christoph Pöttgen. Bei der Behandlung wird der Tumor aus verschiedenen Richtungen ins Kreuzfeuer genommen.
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Experten sagen Nanotechnik große Zukunft voraus  Nanotechnologie in der Medizin steckt noch in den Kinderschuhen, wird aber immer wichtiger, um Wirkstoffe besser verträglich zu machen oder Krankheiten früher zu erkennen. Das sind die Ergebnisse einer Branchenstudie der Stuttgarter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Die US-amerikanische Wissenschaftsstiftung schätzt, dass Anwendungen aus der Nanotechnik bis 2010 einen Umsatz eines dreistelligen Millionenbetrags erreichen werden. Bisher liegen acht Prozent aller Anwendungen in der Medizin.
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Forscher entwickeln Nanopartikel gegen Tumoren  Forscher des Burnham-Krebsforschungsinstituts in Kalifornien haben Nanopartikel entwickelt, die sich gezielt an Krebszellen anheften. Im Tierversuch zeigte sich, dass die Partikel dadurch die Blutzufuhr zu einem Tumor verstopfen.
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Zielgenaue Bestrahlung des Prostatakrebs  Durch eine völlig neuartige Kombination eines hochpräzisen Bestrahlungsgerätes mit einem Computertomographen können Strahlenärzte in Salzburg Prostatakrebs nun noch präziser bestrahlen und vernichten. Die Schwierigkeit bestand bisher darin, dass auch die Prostata durch Essen und Trinken ihre Lage im Körper um bis zu zwei Zentimeter am Tag verändert. Das neue Verfahren kann diese Veränderungen berücksichtigen. Dank der Computertomografie lässt sich der Krebsherd exakt lokalisieren.
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Operieren gegen bösartigen Hirntumore  Eine neue Operationsmethode für Glioblastome erhöht die Chancen für Patienten, ein normales Leben zu führen, auch wenn sie keine völlige Heilung verspricht. Ein Navigationssystem sorgt dafür, dass der Chirurg möglichst viel Tumorgewebe entfernt, ohne wichtige Gehirnregionen zu zerstören. Das System projiziert die Koordinaten des Tumors in das Operationsmikroskop und leitet den Arzt während des Eingriffs. Zusätzlich wird der Tumor mit einer fluoreszierenden Aminosäure markiert.
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Bessere Therapie dank Kooperation und Forschung  In der Krebstherapie müssten sich zwei Dinge ändern, meint der Epidemiologe Prof. Nikolaus Becker vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg: "Der Arzt muss schneller begreifen, dass es für eine neue Krebsart eine neue Therapie gibt und die Disziplinen müssen besser zusammenarbeiten." Nicht ein Mediziner habe als einzige die beste Therapie. Ein Beispiel sei der Hodenkrebs. Er ist zu 90 Prozent heilbar, die entsprechende Chemotherapie gebe es bereits seit 1979.
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Kortison kann Wirkung von Krebstherapie verringern  Kortisonpräparate können eine Krebstherapie nach Erkenntnissen aus Tierversuchen und Zellkulturen weniger wirksam machen. Tumoren werden so unempfindlicher gegen eine Chemo- oder Strahlentherapie, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg mitgeteilt. Auch die Neigung von bösartigen Geschwulsten, Tochterzellen im Körper zu streuen, sei beim Einsatz der Glukokortikoide erhöht. Die Ergebnisse müssen noch am Menschen überprüft werden.
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Tumoren mit Hilfe von Hochleistungslasern zerstören  Krebsgeschwüre sollen in Zukunft nebenwirkungsarm mit Hilfe von Hochleistungslasern zerstört werden. Physiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben nach eigenen Angaben als weltweit erste eine dafür geeignete Methode entwickelt. Es sei gelungen, mit einem Hochleistungslaser Protonen, zu erzeugen, die treffsicher sind, sagte Roland Sauerbrey, Direktor des Instituts für Optik und Quantenelektronik.
weiter ...

Gezielte Tumor-Operation erspart die Bestrahlung  Eine neue Operationsmethode reduziert die Belastungen für Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs auf ein Minimum. Den Frauen können die Tumoren künftig gezielter entfernt werden als bei der heute noch üblichen Standardoperation, wie Michael Höckel von der Universitätsfrauenklinik Leipzig berichtet. Eine anschließende Bestrahlung ist nicht mehr notwendig. "Aber auch ein bösartiger Tumor bleibt zunächst in einem eng begrenzten Gebiet", erläutert Höckel

Jutta

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Expertentreffen zur Förderung von Fortschritten in der Krebsbehandlung in Europa


Kliniker treffen sich in Kopenhagen, um über die beste Herangehensweise an zukünftige Strahlenbehandlungen bei Gehirntumoren sowie Prostata- und Lungenkrebs zu


diskutieren


Bei der 4. Brainlab Tagung der Europäischen Radiotherapieanwender treffen heute Kliniker aus aller Welt zusammen, um sich über bewährte Verfahren und Erfahrungen beim Einsatz moderner Strahlentherapie-Anwendungen bei schwer behandelbaren Krebserkrankungen auszutauschen.


Das zweitätige Treffen findet im Globalen Zentrum für Stereotaktische Strahlentherapie im Rigs Hospitalet, dem Universitätskrankenhaus im dänischen Kopenhagen, statt. Dort sollen die besten Verfahren für künftige Behandlungen erörtert werden, um die besten Ergebnisse für Patienten erzielen zu können. Über 170 Kliniker aus beinahe 90 verschiedenen internationalen Krebszentren werden sich über 33 unterschiedliche fortschrittliche Methoden zur Krebsbehandlung verschiedener Körperteile unter Einsatz moderner Strahlentherapie-Techniken informieren.


Höhepunkte des Treffens werden Grundlagen-Präsentationen neuer Protokolle für die Behandlung von Lungen- und Prostatakrebs sowie von Gehirntumoren mit Strahlentherapie sein. Diese Protokolle werden zeigen, dass Strahlentherapie schnellere Behandlungen und kürzere Behandlungszeiträume bieten und somit eine grössere Anzahl von Patienten mit denselben fortschrittlichen Strahlentherapiesystemen behandelt werden können.


Der klinische Spezialist für Prostatakrebs Professor Raymond Miralbell, Leiter der Abteilung Strahlenonkologie am Universitätskrankenhaus Genf in der Schweiz, wird seine Erfahrungen mit der Behandlung von Prostatakrebs durch eine neue radiochirurgische Methode erläutern. Er meint:


"Durch den Einsatz extremer Hypofraktionierung werden wir zeigen, wie man Prostatakrebs gezielt und effektiv in einem sehr knappen Zeitrahmen behandeln kann und somit Patienten eine nichtinvasive Behandlungsmethode bietet, deren Ergebnisse mit der herkömmlichen offenen Chirurgie vergleichbar sind. Wir wollen bei dem Treffen Ergebnisse teilen und ausserdem Kliniker dazu auffordern, diese Protokolle in ihren eigenen Zentren einzusetzen und dadurch dabei zu helfen, weitere Resultate zu erbringen, durch welche sich die Behandlungsmethode noch weiter verbessern lassen wird."


Brainlabs halbjährliches Treffen zur Radiotherapie folgt unmittelbar auf die Eröffnung des Globalen Zentrums für Stereotaktische Strahlentherapie im Rigs Hospitalet, welches Klinikern vor Ort am Tag zuvor zugänglich gemacht wurde. Die Einrichtung ist eines der am besten ausgestatteten Krebszentren weltweit, mit modernster Technologie, die es Klinikern gestattet, Patienten einige der fortschrittlichsten Techniken zur Behandlung sowie zur Erforschung zugänglich zu machen.


Professor Sven Aage Engelholm, Leiter der Abteilung für Strahlentherapie, erklärt:


"Wir haben jetzt einige der fortschrittlichsten Technologien zur Krebsbehandlung weltweit. Wir hoffen, dass es uns mit einer Kombination aus den neusten Technologien und verbesserten Behandlungsprotokollen gelingt die Anzahl an Patienten, die wir behandeln können, zu vergrössern. Unser Ziel ist es, in den kommenden fünf Jahren 3.000 Patienten zu behandeln."


Stefan Vilsmeier, Gründer und CEO von Brainlab, hierzu:


"Eine entscheidende Initiative für Brainlab ist die Förderung der besten klinischen Methoden, und wir freuen uns, dass wir Partnerschaften mit massgeblichen Zentren eingehen konnten, die hervorragende klinische Leistungen in Radiochirurgie und Krebstherapie vorantreiben. Wir als Unternehmen engagieren uns dafür, Kliniker bei der Verbesserung ihrer klinischen Arbeitsabläufe zu unterstützen und damit die Krebstherapien für ihre Patienten zu verbessern."


Über Brainlab


Brainlab entwickelt, produziert und vertreibt softwaregesteuerte medizinische Technologien zur Unterstützung gezielter, nichtinvasiver Eingriffe. Massgebliche Produkte sind bildgesteuerte Systeme und Software, die Echtzeitinformationen zur chirurgischen Navigation sowie zur Planung und Ausführung radiochirurgischer Eingriffe liefern.


Brainlabs Technologien fördern die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Klinikern in einer breiten Palette von Fachrichtungen - von Neurochirurgie und -onkologie bis zu Orthopädie, HNO, CMF und Wirbelsäule/Trauma. Diese Integration bietet einen besseren Zugang zu verbesserten und effizienteren Behandlungen.


Brainlab ist ein Privatunternehmen, das 1989 gegründet wurde und über 5.000 Systeme in mehr als 80 Ländern installiert hat. Der Firmensitz befindet sich in München, Deutschland, und das Unternehmen beschäftigt weltweit 1020 Mitarbeiter in 17 Niederlassungen.


Für weitere Informationen besuchen Sie bitte http://www.brainlab.com.


Brainlab

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Strahlentherapie bei Krebs im Hals-Nasen-Ohren-Bereich - Raucher
« Antwort #7 am: 24. März 2012, 01:04 »


Zielgenau

Maßgeschneiderte Strahlentherapie

Doris Griesser , 20. März 2012 17:39

    Exaktere Einblicke ermöglicht eine neue Software: Daten aus den Computertomografien eines Patienten, die zu unterschiedlichen Therapiezeitpunkten gemacht wurden, können so verglichen werden.

Die Strahlentherapie bei Krebs im Hals-Nasen-Ohren-Bereich ist nur sehr schwer einzustellen - Grazer Wissenschafter haben eine Software entwickelt, mit der die Strahlung exakt angepasst werden kann

Starkes Rauchen - vor allem in Verbindung mit regelmäßigem Alkoholkonsum: Diese Laster gelten als Hauptursachen von Karzinomen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. HNO-Tumoren, zu denen etwa der Luftröhrenkrebs, der Kehlkopfkrebs oder das Mundhöhlenkarzinom gehören, sind heute weltweit die sechsthäufigsten Krebserkrankungen - die Tendenz ist weiter steigend. In Österreich ist mit über 1000 Neuerkrankungen pro Jahr zu rechnen. Der Großteil der Betroffenen - an die 80 Prozent - sind Männer, in den letzen Jahren wird aber auch bei Frauen ein starker Anstieg beobachtet. Da HNO-Tumoren oft erst spät erkannt werden, ist die Prognose meist nicht sehr gut.


http://derstandard.at/1331780180433/Zielgenau-Massgeschneiderte-Strahlentherapie


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Schwerionenbeschleuniger/Bestrahlungen: TV um 1.05 Uhr !!!
« Antwort #8 am: 11. April 2012, 23:56 »


Heidelberger Ärzte im Kampf gegen Krebs Hoffnungsstrahlen

Eine Reportage von Hannes Karnick und Wolfgang Richter

Sendung am Donnerstag, 12.4. | 1.05 Uhr | SWR Fernsehen

Hoffnungsstrahlen_2

Leider konnte sie nicht vollständig entfernt werden. Jetzt sollen radioaktive Atomteilchen die Reste der wuchernden Zellen zerstören.

In Heidelberg steht dem Ärzteteam um Prof. Debus seit kurzem der erste europäische Schwerionenbeschleuniger für Krebsbehandlungen zur Verfügung. 120 Millionen Euro und 20 Jahre Forschung stecken in der High-Tech-Anlage, die zum Schutz vor gefährlichen Strahlen tief unter der Erde installiert ist. Mit starken Magnetfeldern werden die Teilchen auf Touren gebracht, um krankes Gewebe mit weltweit einmaliger Präzision zu zerstören.

Hoffnungsstrahlen_1

Als erstes Fernsehteam konnten die "Leben live"-Autoren Hannes Karnick und Wolfgang Richter Patienten und Ärzte bei der Therapie begleiten und einen Blick ins Innerste der Anlage werfen. Die Kamera ist dabei, wenn Gerhard Hoppe eine eng anliegende Gesichtsmaske angepasst wird und folgt ihm bis auf den Bestrahlungstisch. Wie von Geisterhand gesteuert, fährt die Roboterliege in die vorher programmierte Position.
Wenn der Strahl kommt, ist der Patient ganz alleine. Abgeschirmt hinter meterdickem Beton überwacht das Ärzte- und Wissenschaftlerteam im Kontrollraum den Ablauf der Behandlung.

http://www.swr.de/leben-live/-/id=122378/nid=122378/did=9375878/1panarx/index.html


Evi

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Hoffnungsvoll-neue Strahlentherapie fast ohne Nebenwirkungen
« Antwort #9 am: 21. Februar 2013, 21:35 »



Hoffnungsvoll-neue Strahlentherapie fast ohne Nebenwirkungen


http://tv.orf.at/program/orf2/20130216/609141301/354247


Patienten mit weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen können neue Hoffnung schöpfen: An der Nuklearmedizinischen Abteilung der Innsbrucker Universitätsklinik werden Tumoren von innen bestrahlt. Besonders gut wirkt die Therapie bei Neuroendokrinen Tumoren, das sind Krebserkrankungen, die von den Hormondrüsen ausgehen wie Bauchspeicheldrüsen-Krebs und Schilddrüsen-Karzinome. Mit einer speziellen Untersuchung wird aber zuerst festgestellt, ob die Tumorzellen überhaupt auf die Behandlung ansprechen. Denn an der Oberfläche der Krebszellen müssen spezielle Bindungsstellen vorhanden sein, an die die radioaktive Substanz andocken kann. Die richtige Strahlen-Dosis wird für jeden Patienten individuell berechnet. Die Behandlung wirkt bei drei Viertel der Patienten. Bei einem Viertel werden die Tumoren kleiner, bei der Hälfte wachsen sie zumindest nicht weiter und der Patient hat trotz seiner Erkrankung eine gute Lebensqualität. Auch die Nebenwirkungen sind bei dieser Form der Bestrahlung sehr gering.

Sissi

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Risiken radiologischer Untersuchungen
« Antwort #10 am: 21. März 2013, 23:36 »



    
Radiologie 18. März 2013

Strahlenbelastung

Patienten sollten über die Risiken radiologischer Untersuchungen informiert sein.


Studien belegen eine Zunahme der Strahlenbelastung durch bildgebende Methoden. Parallel dazu steigt die Verunsicherung der Patienten. Eine deutliche Verbesserung der Kommunikation dieser Risiken an die Patienten forderten Experten am 25. Europäischen Radiologenkongress (ECR), der vom 7. bis 11. März 2013 im Austria Center in Wien stattfand.

Bildgebende Methoden sind heute aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle radiologischen Methoden – Sonographie und Magnetresonanztomographie ausgenommen – gehen mit einer Belastung der Patienten durch ionisierende Strahlung einher. Aufgabe der Radiologen ist es, diese Belastung genau abzuwägen und den Nutzen der Untersuchung gegen ein mögliches, damit verbundenes Risiko genau abzuwägen. Ebenso wird darauf geachtet, bei jeder Untersuchung immer nur die mögliche Mindestdosis zu verwenden, um ein noch diagnostizierbares Ergebnis zu erhalten. In Österreich ist die „Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen in der Medizin“ durch die aktuelle medizinische Strahlenschutzverordnung geregelt, wobei der „Rechtfertigung“ (Strahlenexposition muss einen Nutzen erbringen), der „Optimierung“ (Dosis so niedrig wie möglich) und der „Verantwortung“ (sowohl die überweisende Person als auch die durchführende Fachkraft überprüfen die „Rechtfertigung“) entscheidende Bedeutung zukommen.

Obwohl diese Risiken den Radiologen bewusst sind, besteht für Prof. Dr. Madan Rehani, Direktor für Strahlenschutzagenden der European Society of Radiology, die Notwendigkeit einer verbesserten Information von Patienten über diese Risiken, nicht zuletzt, um das Vertrauensverhältnis gegenüber dem medizinischen Personal nicht zu gefährden. Für ihn besteht .......... http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/p-z/radiologie/?full=33670

Sissi

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Strahlentherapie - immer wieder organisatorische Probleme
« Antwort #11 am: 27. Dezember 2013, 01:59 »
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Strahlentherapie: Klare Bundesvorgaben, falsch umgesetzt

Ärztekammer-Hawliczek: Österreichischer Strukturplan Gesundheit in sich widersprüchlich


Wien (OTS) - Die aktuelle Kontroverse darüber, ob es in Österreich
genug Strahlentherapiegeräte zur Behandlung Krebskranker gibt oder
nicht, beruhe auf widersprüchlichen Festlegungen im Österreichischen
Strukturplan Gesundheit (ÖSG), sagte der Obmann der Bundesfachgruppe
Radioonkologie-Strahlentherapie in der Österreichischen Ärztekammer
(ÖÄK), Robert Hawliczek. "Die klaren Vorgaben des Bundes im ÖSG
entsprechen dem aktuellen, in Westeuropa üblichen Standard. Das
Problem ist die fehlerhafte Umsetzung im Großgeräteplan, der im
selben Dokument enthalten ist", so Hawliczek.
Jüngste Aussagen der niederösterreichischen Landeskliniken-Holding,
wonach man mit sechs Geräten im Plan sei, sei nach dem fehlerhaften
Großgeräteplan korrekt, nach der - westeuropäischen Standards
entsprechenden - Vorgabe des Bundes aber völlig unzureichend.
Hawliczek: "Erstens wird eines der in Niederösterreich stehenden
Geräte vom Burgenland bezahlt und ist daher seriöserweise diesem
Bundesland zuzurechnen. Zweitens legt der Bund im ÖSG ganz klar
folgende Planungsrichtwerte für Strahlentherapie fest: ein Gerät pro
100.000 bis 140.000 Einwohner. Selbst wenn man die Einwohnerzahl
Niederösterreichs durch den höheren Wert, also 140.000, dividiert,
ergibt sich ein Bedarf von zwölf Strahlentherapiegeräten." Ungeachtet
dessen habe sich Niederösterreich ein Soll von sechs Geräten in
seinen Großgeräteplan schreiben lassen. Es sei also kein Wunder, dass
30 bis 40 Prozent der krebskranken Niederösterreicher zur Therapie
nach Wien pendeln.

Länderübergreifende Planung auf Basis realer Bedarfszahlen

Insofern würde auch die für Wien geplante Aufstockung auf 14 Geräte
die Not der Betroffenen so lange nicht lindern, solange etwa
Niederösterreich für seine Bürger nur die Hälfte der benötigten
Strahlentherapiegeräte bereitstellt. Eine länderübergreifende
örtliche Verteilung von Großgeräten wäre daher absolut sinnvoll.
Fasse man Wien, Niederösterreich und das Burgenland zu einer
Versorgungsregion von 3,6 Millionen Einwohnern zusammen, ergebe sich
ein Bedarf von 26 Strahlentherapiegeräten. Tatsächlich seien es nur
17. "Außer in Salzburg, Tirol und Vorarlberg klafft zwischen dem, was
der ÖSG vorsieht, und dem, was sich die Länder in den Großgeräteplan
schreiben ließen, eine mehr oder weniger große Lücke", so
Radioonkologen-Sprecher Hawliczek.

Gang zum Patientenanwalt ist nicht Priorität von Krebskranken

Besonders die Patientenanwälte der Steiermark, aber auch Kärntens,
denen laut eigenen Aussagen keine Beschwerden vorliegen, mögen
nachrechnen. Außerdem sei es bedenklich, wenn Patientenanwälte
Versorgungsmängel erst dann aufzeigen, wenn sich Patienten
beschweren. "Menschen, die ums Überleben kämpfen, haben in der Regel
andere Prioritäten", so Hawliczek. Zudem würden viele Ärztinnen und
Ärzte allein schon aus ethischen Gründen darauf verzichten, ihre
Patienten mit den Folgen langer Wartezeiten zu konfrontieren. "Wir
wissen, dass sich die Heilungschancen mit jedem Tag Warten
verringern, aber wir können diesen Menschen ja auch keine Alternative
bieten", beschreibt Hawliczek das Dilemma.
"Nur noch zynisch" sei es, wenn der Bundesminister den bis in die
Nacht arbeitenden Krebstherapeuten ausrichtet, sie mögen nicht nur
halbtags arbeiten. Besser wäre es, er würde - im Sinne der Patienten
- seinen defekten Großgeräteplan reparieren. (ar)

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Ärztekammer: Elektronische Spielerei verkürzt keine Wartezeiten
Unzureichende Kapazitäten bei strahlentherapeutischer Krebstherapie

Wien (OTS) - Die desaströsen Wartezeiten in den Spitälern
Ostösterreichs dürften nicht den Leistungserbringern im
Gesundheitswesen angelastet werden, sondern seien Ursache falscher
Schwerpunktsetzung. Besonders betroffen sei die Strahlentherapie;
hier sei die Situation prekär. Mehr Transparenz werde jedenfalls
nicht zu einer Verkürzung der Wartezeiten beitragen, denn nicht
digitale Listen würden Krebs heilen, sondern Ärzte und
Linearbeschleuniger, sagte der Obmann der Bundesfachgruppe
Strahlentherapie in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Robert
Hawliczek, am Samstag in einer Aussendung.

"Es ist naiv zu glauben, dass online abrufbare Listen die Wartezeiten
verkürzen werden, wenn gleichzeitig an allen Ecken und Enden gespart
wird. Nicht Faulheit und Korruption, sondern simple Ressourcenmängel
sind ihre Ursache. Es braucht Therapiekapazitäten, um Patientinnen
und Patienten zeitgerecht behandeln zu können. Die Verantwortung für
die jetzigen Zustände auf die Leistungsträger im Gesundheitswesen
abzuwälzen ist unethisch", betonte Hawliczek. Derzeit würden in
Ostösterreich Hochvoltgeräte für die radioonkologische Behandlung
fehlen. Rund 120 Millionen Euro wären notwendig, um die Geräte zu
kaufen und zu betreiben. "Wenn wir 130 Millionen Euro für ELGA
verschleudern können, sollten wir eigentlich auch Geld für solch
wichtige Projekte haben", kritisierte der Experte. Die Erstellung
transparenter Wartelisten bzw. damit verknüpfter internetbasierter
Anmeldesysteme sei lediglich ein weiteres IT-Projekt, das Millionen
kosten würde, aber definitiv nichts bringe. "Das Geld, das für dieses
Projekt ausgegeben wird, fehlt uns dann in der Versorgung noch
zusätzlich", zeigte Hawliczek auf.

Die Folge fehlender Therapiegeräte seien lange Wartezeiten, die für
Krebskranke unter Umständen lebensgefährlich sein können. Daran würde
sich auch durch transparente Listen nichts ändern. "In Wien werden
mit Ausnahme des AKH alle Betten für Strahlentherapiepatienten
wegrationalisiert, die stationär behandelt werden müssen.
Gleichzeitig müssen die Wiener Spitäler Patientinnen und Patienten
aus Niederösterreich betreuen, weil es in Niederösterreich nur fünf
Hochvoltgeräte gibt. Entsprechend lange müssen die Patienten auf
einen Therapieplatz warten", sagte Hawliczek. Der im Vorjahr erhobene
Vorwurf, Privatpatienten würden zu Lasten der Kassenpatienten
bevorzugt, sei absurd. "Der Anteil der Privatpatienten in der
Strahlentherapie liegt bei drei Prozent. Wie das zu längeren
Wartezeiten führen soll, ist ein mathematisches Rätsel", so der
Experte.

Rein kosmetische Maßnahmen seien sinnlos und nicht zielführend. "Wir
brauchen mehr Ressourcen, damit wir unsere Patientinnen und Patienten
nach westeuropäischen Standards behandeln können. Alles andere ist
zweitrangig" sagte Hawliczek abschließend. (slv)

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Das war ESTRO 2014: Kongress zur Strahlentherapie und Radioonkologie
« Antwort #13 am: 07. April 2014, 21:33 »



ESTRO 2014 in Wien

Größter Kongress zur Strahlentherapie und Radioonkologie

Mehr als 4.000 Experten aus mehr als 80 Ländern sowie mehr als 1.000 Vertreter aus der Industrie werden vom 4. bis zum 8. April auf der Jahrestagung der ESTRO (European Society for Radiotherapy and Oncology) – Europas größtem Kongress zum Thema Radioonkologie – im Wiener Messezentrum, Messeplatz 1, erwartet. Namhafte ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt werden neue Forschungsergebnisse aus der Strahlentherapie, der Radiobiologie und der medizinischen Strahlenphysik aufzeigen – die Konferenz wird das gesamte Spektrum der Strahlentherapie abdecken. Hier die Highlights:

•   Gen-Profiling, Radiobiologie und neue Behandlungsschemata
•   Kombinationsmöglichkeiten der Radiotherapie mit biologisch-zielgerichteten Medikamenten
•   Radiotherapie und Gesundheitsökonomie
•   Prädiktive Biomarker für die personalisierte Medizin
•   Neue Wege der hochdosierten Strahlentherapie
•   Neue Technologien, einschließlich Partikeltherapie
•   Leben nach einer Strahlentherapie
 
Detaillierte Information zum Programm und Anmeldemodalitäten auf der ESTRO-Webseite: 
http://www.estro.org/binaries/content/assets/pdf-files-and-documents/pdf-events-2013/estro-33-programme-v.7.4-for-web.pdf

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Strahlentherapie und Radioonkologie, PK.: fehlende Großgeräte!!!
« Antwort #14 am: 07. April 2014, 21:36 »



Vorschau:

Wir werden darüber noch "PERSÖNLICH" berichten!



Strahlentherapie in Österreich – Experten fordern dringend notwendige Investitionen

Mit modernen Therapiemaßnahmen  können heute bereits mehr als 50 Prozent aller Krebspatienten geheilt werden. Die Strahlentherapie ist für die Hälfte dieser Behandlungserfolge allein- oder mitverantwortlich. Ungeachtet dieser hohen Effektivität wird hierzulande bei der Versorgung der heimischen Krebspatienten mit sogenannten Hochvolt-Geräten (Linearbeschleunigern) gespart. Laut einer aktuellen Analyse liegt Österreichs Ausstattung weit unter dem west- und nordeuropäischen Durchschnitt. Unmittelbare Folgen für Tumorkranke sind oft monatelange und damit lebensgefährliche Wartezeiten, warnen heimische Experten und appellieren an die Politik, diese Missstände umgehend zu beseitigen.

Ans Licht gebracht wurden diese Defizite durch eine kürzlich publizierte Untersuchung1. „Diese analysierte anhand von Daten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Geräteausstattung in 33 europäischen Ländern. Ergebnis: In Westeuropa und nordischen Ländern stehen pro Million Einwohner durchschnittlich sieben Linearbeschleuniger (Linacs) zur Verfügung, in Österreich sind es nur 5,1 Linacs“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Karin Kapp, Leiterin der Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie, Medizinische Universität Graz, Comprehensive Cancer Center Graz, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Radioonkologie, Radiobiologie und medizinische Radiophysik (ÖGRO), auf dem 33. ESTRO-Kongress in Wien, Europas größtem Kongress zum Thema Strahlentherapie und Radioonkologie.

Vorgaben werden nicht eingehalten
Laut Vorgaben der Strukturqualitätskriterien des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG) 2012 – die mit den internationalen Standards übereinstimmen – sollten 100.000 bis 140.000 Einwohner von einem Hochvolt-Gerät versorgt werden. Dies würde einer Gesamtzahl zwischen 60 und 85 Linacs entsprechen. Tatsächlich verfügt Österreich nur über 44 Linacs, wobei ein starkes West-Ost-Gefälle besteht. Nur die Bundesländer Vorarlberg, Salzburg und Tirol erfüllen das im ÖSG 2012 definierte Mindesterfordernis. Besonders prekär ist die Situation in der Steiermark, die mit vier Linacs und einem Forschungshochvoltgerät neben der eigenen Bevölkerung auch noch das südliche Burgenland mitversorgt, sowie in Wien. Die Bundeshauptstadt betreut zusätzlich das nördliche Burgenland sowie große Teile Niederösterreichs. „In Niederösterreich müssten 12 bis 14 Linacs zur Verfügung stehen – tatsächlich sind es jedoch nur fünf, wobei ein Linac dem Burgenland gehört“, schlug Prim. Univ.-Prof. Dr. Robert Hawliczek, Institut für angewandte Strahlentherapie, SMZ Ost, Radioonkologie, Alarm. Das Problem der Unterversorgung wird durch mangelhafte Verfügbarkeit moderner Hochpräzisionstechniken aufgrund von teils veralteten Einrichtungen sowie zu geringen Zeit- und Personalressourcen zusätzlich verschärft. „Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass neue Technologien, die eine immer präzisere und damit schonendere Radiotherapie ermöglichen, auch deutlich zeitintensiver sind“, ergänzte Univ.-Doz. Dr. Dietmar Georg, Leiter der Abteilung für Medizinische Strahlenphysik, Comprehensive Cancer Center, Universitätsklinik für Strahlentherapie, Medizinische Universität Wien.
Mangel gibt es hierzulande nicht nur an apparativer Ausstattung, sondern auch an Fachärzten für Radioonkologie. Zum einen ist nach Absolvierung von zwölf Monaten Gegenfach die fünfjährige einschlägige Ausbildung nur an den österreichweit insgesamt 14 radioonkologischen Institutionen möglich und zum anderen durch einen von der Österreichischen Ärztekammer festgelegten Ausbildungsschlüssel von 1:1 (auf einen Facharzt kommt nur ein Assistent) limitiert. „Tatsächlich wäre es durchaus denkbar, pro Facharzt zwei oder drei Radioonkologen auszubilden, ohne Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen“, betonte Kapp.

Wartezeiten kosten Menschenleben
Die Folgen dieser apparativen und personellen Unterversorgung sind monatelange Wartezeiten für die Patienten, verbunden mit einer signifikanten Reduktion von Heilungswahrscheinlichkeit und Lebensqualität. „Im Durchschnitt sinken die Heilungschancen pro Monat Wartezeit um fünf bis zehn Prozent. Das bedeutet: Wir verlieren Menschenleben! Daher muss die Devise lauten: Wartezeiten darf es nicht geben“, warnte Hawliczek. „In Wien warten Patienten mit Mamma- oder Prostatakarzinom durchschnittlich zwei bis drei Monate auf die Strahlentherapie, bei allen anderen Tumorarten liegen die Wartezeiten zwischen drei und vier Wochen“, präzisierte Univ. Prof. Dr. Pötter, Leiter der Universitätsklinik für Strahlentherapie, Medizinische Universität Wien. Die Unterversorgung bekommen nicht nur die Patienten selbst zu spüren, sie bremst auch den wissenschaftlichen Fortschritt – nicht zuletzt, weil auch Geräte, die zum alleinigen Zwecke der Forschung angeschafft wurden, zur Patientenversorgung eingesetzt werden, um den Mangel wenigstens geringfügig zu mildern.

Bundespolitik ist gefordert
Die in großen Teilen Österreichs völlig unzureichende Versorgungssituation mit Linacs ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Vorgaben des ÖSG von den Bundesländern, die per Gesetz für die Umsetzung zuständig sind, in den meisten Fällen nicht entsprechend wahrgenommen werden.
Bisher ist es den Strahlenexperten nicht gelungen, heimischen Bundes- und Landespolitikern die Brisanz der Problematik klarzumachen – möglicherweise auch deshalb, weil vielfach der Stellenwert der Radiotherapie in der Krebsbehandlung unterschätzt wird. „Insgesamt werden heute rund 50 Prozent aller Tumorpatienten geheilt. Die Radiotherapie ist mit rund 26 Prozent – also bei mehr als der Hälfte – an der Heilung beteiligt: in zwölf Prozent alleine, in sechs Prozent in Kombination mit Operation und in acht Prozent in Kombination mit Chemotherapie. Zum Vergleich: Die Heilungen durch Chemotherapie alleine belaufen sich auf zwei Prozent“, so Kapp.
Mangelhaftes Wissen vieler politischer Entscheidungsträger über die hohe Effizienz der Behandlung mag mit ein Grund dafür sein, warum bei Investitionen offenbar andere Prioritäten gesetzt und die Vorgaben des ÖSG 2012 nicht entsprechend umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund wäre es sinnvoll, wenn Radioonkologen deutlich mehr als bisher eingeladen würden, ihre Expertise in regionale politische Gremien einzubringen. Darüber hinaus wünschen sich heimische Strahlenexperten eine objektive Bedarfserhebung und Investitionsplanung auf Bundesebene.

Quelle:
Pressegespräch auf dem ESTRO-Kongress „Innovativ. Schonend. Zielgerichtet – Die Zukunft der Strahlentherapie“, 7. April 2014, Wien.

Literatur:
1)   Rosenblatt E, et al. Radiotherapy capacity in European countries: an analysis of the Directory of Radiotherapy Centres (DIRAC) database. Lancet Oncology 2013;14:e79-e86.

Daniela Hennrich
Hennrich.PR
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Bergmillergasse 6/Top 35
A-1140 Wien
Tel. +43 1 879 99 07-0
Fax +43 1 879 99 07-50
Mail: office@hennrich-pr.at
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Jutta

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Bereits seit Jahren gibt es für Krebspatienten die langen Wartelisten zur Strahlentherapie.

Aus der Krebs-Selbsthilfegruppe:

Ein Steirer sagte vor ca. 1 Jahr: Ich habe Familie, bin jetzt arbeitslos, ich kann doch nicht 35 x nach Innsbruck zur Strahlentherapie fahren, dort käme ich nämlich sofort dran!



Zu wenig Geräte: Ärzte warnen vor Engpässen


Studie belegte Nachholbedarf bei Tumorbestrahlung.



http://kurier.at/lebensart/gesundheit/engpass-aerzte-warnen-vor-defizit-bei-strahlentherapie-in-oesterreich/29.980.819

« Letzte Änderung: 15. April 2014, 00:36 von admin »

Jutta

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Aus den Selbsthilfegruppen

Schon wegen der Chemo wurde ich von einer Onkologie zur nächsten geschickt!

Oder!

Jetzt ist hier ein Strahlengerät kaputt. Ich soll versuchen "sonst irgendwo" die Krebs-Bestrahlungen zu bekommen.



http://kurier.at/lebensart/gesundheit/strahlenmediziner-warnen-zu-wenige-geraete-in-oesterreich/59.642.597


Jutta

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12.04.2014


Streit um Versorgung mit Strahlentherapie


Kages nach Kritik: Wartezeit hält sich in Grenzen.


Anmerkung: "In Grenzen"? Frechheit! Längst außerhalb jeglicher Grenzen!

Die Wogen um die Engpässe bei der Strahlentherapie gehen weiter hoch: Die Grazer Strahlentherapeutin und Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Radio-Onkologie Karin Kapp hatte heftige Kritik an den langen Wartezeiten für die Strahlentherapie geübt. Es gebe zu wenig Geräte, die langen Wartezeiten würden die Überlebenschance verringern - und die Steiermark stehe dabei ganz schlecht da. In Österreich gebe es statt der nötigen 85 Geräte zur Strahlentherapie nur 60. Die steirische Krankenhausgesellschaft Kages wiederum entgegnete in einer Aussendung: "Die Wartezeiten in der Steiermark halten sich in Grenzen". Es werde im Schichtbetrieb gearbeitet und damit die Infrastruktur optimal genutzt. In Bezug auf die notwendigen Krebsspezialisten erläuterte Experte Hellmut Samonigg: "Bei den Krebsspezialisten sind wir in der Steiermark etwas unter dem Versorgungsniveau der Bundesländer Wien, Tirol und Vorarlberg."

Anmerkung: Es geht nicht um "Krebsspezialisten", diesmal nicht, es geht um viel zu wenige Strahlengeräte!

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3601746/jeder-dritte-erkrankt-krebs.story?seite=2

admin

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Krebs-Strahlentherapie - Stronach/Franz: "Todesursache: Warteliste"
Zu wenige Großgeräte sind eine Schande für Österreich

Wien (OTS) - "Eine schlechte Gesundheitspolitik kostet Menschenleben.
Je kränker die Menschen sind, desto gefährdeter werden sie durch
unnötige Wartezeiten. Gerade Krebspatienten haben in Österreich im
internationalen Vergleich schlechte Überlebens-Chancen. Und das im
angeblich "besten Gesundheitssystem der Welt", kritisiert Team
Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz anlässlich der gerade
in Wien tagenden Krebs-Spezialisten, die Österreich einen enormen
Aufholbedarf in der Strahlentherapie attestieren. "Warteliste" dürfe
nicht mehr eine Todesursache sein.

Wenn ein Karzinom-Patient eine Strahlentherapie benötige, müsse er
bei uns deutlich länger warten als z.B. in Dänemark. Dadurch steigen
die Sterberaten bei diesen schwerkranken Menschen eindeutig an, so
Franz.

Der Team Stronach Gesundheitssprecher mahnt: "Es ist traurig, aber
wahr: Rettbare Patienten verlieren ihr Leben, weil die
Gesundheitspolitik am falschen Platz spart. Wir haben zu wenige
Großgeräte in der Strahlentherapie und daher zu lange Wartezeiten."
Statt für die wirklich Kranken zu investieren, werden eine in der
aktuellen Form unbrauchbare ELGA eingeführt und ein nicht wirklich
funktionierendes Mammografie-Projekt ins Leben gerufen", fasst Franz
die sogenannte Gesundheitsreform zusammen und appelliert an den
Gesundheitsminister, seine Jubelmeldungen zu überdenken. Denn "das
Sterben auf den Wartelisten geht weiter".

admin

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ff0b


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Anmerkung:

Stöger: "Es gibt keine 2 Klassen!"

Erlacher: "Richtig, wir haben mindestens 3 Klassen!"


Erlacher bei Pressekonferenz zu Stöger: "Viel zu wenige Psychotherapeuten für Krebspatienten in der Klinik."

Stöger: "In so ein Spital würde ich mich nicht hineinlegen!"

Aha, Stöger müsste man heißen, und sein!

-------------------------------------------------------------------------------

Lauter Hilferuf der Krebspatienten

Geräte- und Personalmangel provozieren die langen Wartezeiten für Scans und Bestrahlungen.
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Kurier 13.4.14: http://kurier.at/chronik/oesterreich/lauter-hilferuf-der-krebspatienten/60.435.143

Österreichs Krebstherapien scheitern oft schon früh – wegen überlanger Wartezeiten. Termine für Magnetresonanz- (MR) und/oder Computertomografie-Scans (CT) sowie lebensnotwendigen Strahlentherapien lassen viel zu lange auf sich warten. So sind zwei Monate Wartezeit auf wichtige Untersuchungen oder Therapien mittlerweile fast die Regel: Im Wiener AKH etwa warten Patientinnen mit Brustkrebs durchschnittlich knapp 70 Tage auf die Therapie.

"Die Patienten verlieren Zeit. Durch die Wartezeiten wird die Früherkennung konterkariert." Dietmar Erlacher
Der Tiroler Dietmar Erlacher, Obmann des Vereines Krebspatienten für Krebspatienten ( mit 16.000 erkrankten Mitgliedern), nimmt sich kein Blatt vor dem Mund: "Wir wollen nicht mehr still dahinleiden. In Österreich gibt es mittlerweile keine Zweiklassen-, sondern eine Dreiklassen-Medizin. Die dritte Klasse sind wir Krebspatienten." Zurzeit müssen etwa 310.000 Menschen mit der Diagnose Krebs leben. 2020 werden es 390.000 sein.

Depression
Erlacher präsentiert erschütternde Beispiele aus den Krebs-Selbsthilfegruppen: "Wenn eine 35-jährige Mutter eines zehnjährigen Buben die Diagnose Brustkrebs bekommt, dann ist das die Hölle. Anstatt ihr sofort eine Behandlung zu ermöglichen, wird sie auf Monate vertröstet. Sie stürzt dadurch in tiefste Depressionen." Tatsächlich empfehlen Wiens Schwerpunktkrankenhäuser (SMZ-Ost, AKH) Krebspatienten immer häufiger, in den niedergelassenen Facharzt-Bereich zu wechseln. Dort aber wartet man ebenso lange auf einen Termin.

Monika Sperber, Sprecherin des Krankenanstaltenverbundes (KAV), bestätigt indirekt den Geräte- und Personalmangel: "Gemäß dem gesetzlichen Auftrag werden in unseren Krankenhäusern all jene Patienten betreut, bei denen ein stationärer Aufenthalt erforderlich ist. CT, MR und Strahlenbehandlungen sind im Spital daher zuerst für akut zu versorgende Patienten vorgesehen. Und sie werden nach medizinischer Dringlichkeit gereiht."

Genau diese Argumentation stürzt Erlacher und Tausende Krebspatienten in tiefste Verzweiflung: "Ein Tumor muss in der Regel bestrahlt werden, um ihn zu verkleinern und operabel zu machen. Patienten, die aber keine Behandlungen bekommen, verlieren wertvolle Zeit. Früherkennung wird so konterkariert. Ein Bestrahlungstermin kann bis zu drei Monate dauern. Da kommt verständlicherweise Todesangst auf." Nachsatz: "Die Onkologie braucht ein Drittel mehr Bestrahlungsgeräte. Diese Misere ist der Politik und den Krankenhaus-Chefs seit Jahren bekannt."

Erlacher kritisiert auch den radikalen Sparkurs der Gesundheitspolitik unter Minister Alois Stöger: "Im AKH etwa fehlt es eklatant an Fachpersonal. Ab 16 Uhr gibt es keine CT- und MR-Termine mehr. Und das Donauspital informiert zwar Patienten via SMS, wenn ein Behandlungstermin ausfällt. Das aber passiert bereits, wenn nur ein einziger Facharzt der Abteilung erkrankt. Dann warten die Patienten wieder wochenlang auf einen Termin."

Personalmangel?
Der Krankenanstaltenverbund dementiert den Personalmangel. Sperber: "Es gibt keinen Mangel an internistischen Onkologen. Die Ausbildung erfreut sich hoher Nachfrage. Durch Erkrankungen kann es natürlich zu Verschiebungen kommen."
Anmerkung: Wir reden von Äpfel und nicht von Birnen! Wenn zu wenig Termine für Bestrahlungen bestehen, braucht es - zu den Geräten - nicht Onkologen, sondern Physiker, Strahlenärzte, Strahlentherapeuten! "Sperber" hält uns wohl für blöd!

Karin Knapp, Leiterin der Grazer Uni-Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie bestätigt den Hilferuf der Krebspatienten: "Wir kämpfen täglich mit der Bewältigung der Routineaufgaben."

Der Obmann des Vereines Krebspatienten für Krebspatienten, Dietmar Erlacher, bittet Patienten mit langen Wartezeiten,
sich bei der Krebshotline zu melden:  0650/577 23 9



WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA

http://kurier.at/chronik/oesterreich/lauter-hilferuf-der-krebspatienten/60.435.143

ÄRZTE-ALARM
Lange Wartezeiten auf Strahlenthera­pie
Mediziner: "Gefährdung der Patienten".

LEITARTIKEL
Polit-Debatte auf Kosten der Patienten

NEUE DATEN
Engpässe bei Strahlentherapie: „Wir verlieren Menschenleben“

POLITIK
Seite für Krebspatienten wurde lahmgelegt

STRAHLENMEDIZIN
Krisengipfel zur Krebstherapie

 
BUND VERSUS LÄNDER
Stöger sieht Handlungsbedarf, Landespolitiker protestieren
Bund versus Länder. Gesundheitsminister Stöger kritisiert Länder.

Erlacher: Dieser ständige Streit um Henne und Ei geht mir längst am Nerv. Der Gesundheitsminister Stöger ist für unsere Gesundung zuständig, ebenso der Boss des Hauptverbandes Dr. Schelling (für alle Sozialversicherungen). Wenn diese für die Versorgung/Gesundung der Krebspatienten nicht in der Lage sind, dann ab: blauer Brief!

Der Versorgungsengpass bei heimischen Krebspatienten ankert in einem Finanzstreit zwischen Bund und Ländern (der KURIER berichtete): Der österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) spricht von 60 Strahlentherapie-Geräten, verteilt über das Bundesgebiet. Aktuell gibt es 43.

Auch Gesundheitsminister Alois Stöger zeigt sich mit der Situation nicht zufrieden: "Diese Wartezeiten sind nicht akzeptabel, es besteht Handlungsbedarf." Doch Alois Stöger bietet weder Alternativen noch Finanzierungsmodelle an, sondern mahnt die Aufstockung der Therapiegeräte in den Ländern ein.

Das sorgte unter den Landespolitikern – in denen der Strukturplan eingehalten wurde – für deftige Proteste. So meinte etwa Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im KURIER: "Wenn der Bundesminister glaubt, er kann mit dem Finger auf die Länder zeigen, haben wir ein Problem." Auch NÖ-Vize Wolfgang Sobotka "wusste von übermäßigen Wartezeiten in Niederösterreichs Spitälern nichts" und betonte, dass in NÖ mit September die geforderten Strahlen-Geräte aufgestellt sein werden. Dass jedoch Tausende Krebspatienten aus NÖ in Wiens Krankenhäusern behandelt werden, erwähnte der Landes-Vize nicht. Auch die Steiermark konnte die Forderung des Gesundheitsministers "nicht nachvollziehen".

http://kurier.at/chronik/oesterreich/lauter-hilferuf-der-krebspatienten/60.435.143
« Letzte Änderung: 14. April 2014, 02:11 von Jutta »

Werner

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Metastasen: Neue Bestrahlungs­techniken erhöhen Heilungschancen
« Antwort #20 am: 06. Juli 2014, 23:31 »



Neue Bestrahlungs­techniken erhöhen Heilungschancen trotz Metastasen

Donnerstag, 3. Juli 2014

Düsseldorf – Auf neue Entwicklungen bei der Strahlentherapie von Tumoren hat die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie hingewiesen. Moderne Bestrahlungstechniken ermöglichten punktgenaue Eingriffe, die Metastasen auch dort beseitigten, wo eine chirurgische Operation zu riskant wäre. „Moderne Bestrahlungsgeräte richten die Strahlen von mehreren Seiten auf ihr Ziel und zerstören wie ein Brennglas den Tumor, während das umgebende Gewebe geschont wird“, erläuterte Wilfried Budach, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie vom Universitätsklinikum Düsseldorf das Verfahren der sogenannten stereotaktischen Strahlentherapie.

Ursprünglich für Behandlungen am Gehirn entwickelt, wird die Stereotaxie laut Stephanie Combs, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Klinikum rechts der Isar in München, nicht mehr nur bei Hirnmetastasen eingesetzt. „Auch Metastasen am Körperstamm, etwa in der Lunge, können auf diese Weise unblutig entfernt werden“, erläuterte die DEGRO-Expertin.

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Neue Erkenntnisse in der Tumorbiologie hätten zudem die Vorgehensweise und die Therapieplanung verändert, so Combs. Bei einigen Tumorarten schreite die Fernmetastasierung sehr rasch voran, und es kämen immer wieder neue Areale hinzu. Bei diesen Tumoren habe der Patient nicht immer Vorteile von der High-Tech-Strahlentherapie.

Es gebe aber auch Tumoren mit ..... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/59261

Gitti

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Krebspatienten von der Politik vernachlässigt!
« Antwort #21 am: 01. März 2015, 22:00 »

Jutta

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Bayern: Neue Strahlentherapie für AOK-Versicherte
« Antwort #22 am: 27. September 2015, 23:30 »



Bayern: Neue Strahlentherapie für AOK-Versicherte

Freitag, 25. September 2015

München – Versicherte der AOK Bayern, die an einer Krebserkrankung leiden, können sich ab sofort einer sogenannten stereotaktischen Strahlentherapie am Klinikum Augsburg unterziehen. Das haben beide Parteien heute vertraglich vereinbart.

Der Krankenkasse zufolge können mit diesem neuen Verfahren gut ..... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64278/Bayern-Neue-Strahlentherapie-fuer-AOK-Versicherte