Autor Thema: Übergewicht (Adipositas) und Krebs  (Gelesen 2934 mal)

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Evi

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Übergewicht (Adipositas) und Krebs
« am: 01. August 2009, 11:50 »

01.07.2009

Frauen mit Adipositas: Operation senkt Krebsrisiko

(NAM) Übergewichtige Menschen profitieren gesundheitlich in verschiedener Hinsicht, wenn sie abnehmen – das ist unstrittig. Unter anderem reduziert sich dadurch auch ihr erhöhtes Risiko für diverse Krebserkrankungen. Schwedische Wissenschaftler konnten jetzt nachweisen, dass dies auch für einen Gewichtsverlust durch operative Eingriffe gilt – allerdings nur bei Frauen.

Die Forscher des Sahlgrenska University Hospital wollten herausfinden, ob ein Gewichtsverlust durch einen chirurgischen Eingriff am Magen dazu beitragen kann, das Krebsrisiko zu verringern. In einer aktuellen Untersuchung begleiteten sie 2.010 adipöse Patienten über einen Zeitraum von durchschnittlich 10,9 Jahre nach einer Adipositas-Operation und verglichen deren Daten mit jenen von 2.037 ebenfalls schwer übergewichtigen Patienten, die anders oder gar nicht behandelt wurden. Während der Studie verloren die operierten Patienten rund 19,9 Kilo an Gewicht. Bei der zweiten Gruppe waren es durchschnittlich nur 1,3 Kilo. Der Effekt auf das Krebsrisiko war deutlich. In der ersten Gruppe fiel die Anzahl der neu aufgetretenen Krebserkrankungen (79) deutlich niedriger aus als bei den nicht operierten Teilnehmern (130). Die Eingriffe schienen jedoch keine Auswirkungen auf das Krebsrisiko der männlichen Patienten zu haben: 38 erkrankten in der ersten, 39 in der zweiten Gruppe.

Die positiven Auswirkungen des Gewichtsverlustes trafen bei den Frauen auf eine ganze Reihe von Krebsformen zu. Die genauen Gründe für den festgestellten Zusammenhang sind jedoch noch unklar. Andrew Renehan, ein Krebsexperte der University of Manchester, geht davon aus, dass die Hormonwerte der operierten Frauen sich nachhaltig verändert haben. Das weibliche Geschlechtshormon wird für diverse verbreitete Krebserkrankungen mitverantwortlich gemacht. JG

Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin

Quelle: Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention (2009); 18: 1695-8

Abstract: http://cebp.aacrjournals.org