Autor Thema: Tumorlysesyndrom  (Gelesen 2836 mal)

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Dietmar E.

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Tumorlysesyndrom
« am: 16. Mai 2007, 17:47 »

Tumorlysesyndrom

Kommt es bei einer Chemotherapie zum massiven Absterben von Tumorzellen, so kann durch deren Abbauprodukte die Ausscheidungskapazität der Niere überschritten werden und Nierenversagen drohen. Besonders gefährdet sind Blutkrebs-Patienten, z.B. mit Non-Hodgkin-Lymphomen und akuten oder chronischen Leukämien. Es gibt jedoch Medikamente, die diesem Tumorlysesyndrom vorbeugen und das Risiko vermindern.

Leukämie und Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) werden meist mit Chemotherapie behandelt. Dabei werden den Patienten spezielle Medikamente (Zytostatika) verabreicht, die die Krebszellen angreifen. Die bösartigen Tumorzellen sollen damit so schnell wie möglich zerstört werden, so dass sich der Tumor verkleinert oder auch ganz verschwindet. Bei den meisten Lymphomen und Leukämien wirkt die Chemotherapie sehr gut und schnell. Gerade junge Patienten haben gute Chancen auf vollständige Heilung.

Wer ist gefährdet
Das Tumorlysesyndrom tritt nicht bei allen Krebspatienten auf, die eine Chemotherapie erhalten. Das Risiko, ein Tumorlysesyndrom zu entwickeln, ist bei bestimmten Patientengruppen besonders hoch:

    * Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen und akuten oder chronischen Leukämien
    * Patienten mit Tumoren, die eine große Zellmasse aufweisen
    * Patienten, die bereits eine eingeschränkte Nierenfunktion haben
    * Patienten, die im Vorfeld Medikamente erhalten haben, die die Niere schädigen (nephrotoxische Substanzen)
    * Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten (Gefahr der Hyperurikämie)

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)