Autor Thema: Mammographie - Ja/Nein  (Gelesen 9599 mal)

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Richi

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Mammographie - Ja/Nein
« am: 04. Februar 2010, 00:08 »
03.02.2010
   
   Kennzahlen Mammographie-Screening

In einem gemeinsamen Brief appellieren 13 Befürworter und Kritiker des Screenings an die Medien, bei der Darstellung der Vor- und Nachteile des Programms die "Kennzahlen Mammographie" zu verwenden. Die Zahlen sollen Frauen ein Gefühl für die Größenordnung geben, in denen sich die Vor- und Nachteile des deutschen Screening-Programms bewegen.

Dr. Wolfgang Aubke, Beiratsvorsitzender der Kooperationsgemeinschaft Mammographie begrüßt die Initiative. "Die Einigung auf ein Zahlenmodell ist vor allem ein wesentlicher Schritt für die Frauen, die vor der Entscheidung über eine Teilnahme am Screening stehen", betont Aubke. Die Zahlen könnten ihnen nun eine gute Orientierung bieten, so Aubke.

Bisher existieren verschiedene und voneinander abweichende Zahlenmodelle zu den Vor- und Nachteilen, die sich etwa nur auf wenige Quellen oder wenige Kriterien beschränken. "Das Besondere an diesen Kennzahlen ist, dass sie eine aktuelle und ausgewogene Einschätzung über die Vor- und Nachteile darstellen, die auf der breiten Grundlage von umfangreichen und transparenten Studienauswertungen und Analysen entstanden ist", betont Aubke.

Nach den "Kennzahlen Mammographie-Screening" lassen sich folgende Kernaussagen treffen: Von 1000 Frauen, die über den gesamten Zeitraum von 20 Jahren regelmäßig am Screening teilnehmen, können fünf Frauen damit rechnen, vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt zu werden. Ebenfalls fünf Frauen werden unnötig zu Brustkrebspatientinnen, weil ihr Krebs ohne Früherkennung nicht auffällig geworden wäre. Allerdings kann zum Zeitpunkt der Diagnose niemand absehen, wie sich dieser Tumor weiterentwickelt und ob er eine Bedrohung für die Frau darstellt. Bei 50 Frauen wird eine Gewebeprobe entnommen, die sich dann als unauffällig herausstellt.

Die Kennzahlen werden bereits in der Informationsbroschüre zum Mammographie-Screening verwendet, die gemeinsam von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie, dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe herausgegeben wird. (Mammographie-Screening. Früherkennung von Brustkrebs. Was Sie darüber wissen sollten.) Auch das kürzlich überarbeitete Faltblatt der Deutschen Krebshilfe bezieht sich auf die Kennzahlen.

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie hatte in Vorbereitung der Informationsbroschüre den Wissenschaftsautor Dr. Christian Weymayr mit einer ausführlichen Recherche zu den Kennzahlen beauftragt. Die Herleitung der Kennzahlen ist zusammengestellt und veröffentlicht. (Weymayr, Christian: Kennzahlen Mammographie-Screening. Dokumentation 2010.Version 1.2. Hg. v. Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Köln 2010.)

Die Dokumentation sowie der Brief an die Medien finden Sie im Internet unter: www.mammo-programm.de (Fachinformationen: Aktuelle Publikationen)

Quelle: Kooperationsgemeinschaft Mammographie

Jutta

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Mammographie - Ja/Nein
« Antwort #1 am: 07. Oktober 2010, 22:35 »
Donnerstag, 7. Oktober 2010

Erfolg des Mammographie-Screenings erst in zehn Jahren genau bestimmbar

ddp
München – Zur Geduld bei der Bewertung des bundesweiten Mammographie-Screenings hat die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) aufgerufen. „Erst nach einer Laufzeit von zehn Jahren und mehr wird eine Aussage zum gewünschten Effekt, das heißt der Reduktion der Brustkrebssterblichkeit, möglich sein“, erklärte Ingrid Schreer, Ehrenpräsidentin der Fachgesellschaft DGS auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Gleichzeitig warnte sie davor, den Nutzen des Früherkennungs-Programms generell infrage zu stellen. Schließlich belege der erste Qualitätsbericht zum deutschen Mammographie-Screening-Programm, dass durch die Reihenuntersuchung mehr Brustkrebsvorstufen und kleine Brustkrebse entdeckt wurden als ohne Screening. Dies allein reicht nach Ansicht der Expertin jedoch nicht aus: „Es müssen die frühen, aggressiven Krebse entdeckt werden“, forderte Schreer.

Angesichts der bestehenden Gefahr einer Überdiagnose und Übertherapie forderte die DGS-Ehrenpräsidentin deshalb Nutzen und Schaden des Screenings kontinuierlich gegeneinander abzuwägen und gezielt darüber aufzuklären. „Schließlich richtet sich die Früherkennungsmaßnahme ja an gesunde Frauen“, so Schreer. © hil/aerzteblatt.de

Jutta

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Re:Mammographie - Ja/Nein
« Antwort #2 am: 08. Oktober 2010, 00:12 »

Jede zweite Frau unter 50 ist interessiert an Mammografie-Screening

Mehr Frauen könnten vom strahlungsarmen Sectra MicroDose™-Verfahren profitieren

 
Brustkrebsmonat


Aachen/Stockholm (pts/07.10.2010/10:00) -

Jede zweite Frau zwischen 40 und 50 Jahren hat unter der Voraussetzung eines niedrigen Strahlenrisikos hohes Interesse an einem regelmäßigen Mammografie-Screening. Das belegen neue Ergebnisse des Meinungsforschungsinstituts TNS unter 1006 deutschen Frauen.(1) Mit der vom schwedischen Medizintechnikunternehmen Sectra beauftragten Studie können nun aktuelle Aussagen zum gesundheitlichen Vorsorgeverhalten von Frauen vorgelegt werden. Danach würden sich 59 Prozent der Befragten zwischen 40 und 50 für eine regelmäßige Brustkrebsvorsorgeuntersuchung entscheiden, wenn die Strahlenbelastung des eingesetzten Mammografiesystems deutlich und um bis zu 50 Prozent gesenkt werden könnte.

Seit dem Jahr 2005 haben mit der gesetzlichen Einführung des Mammografie-Screenings in Deutschland Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Anspruch auf eine regelmäßige Brustkrebsvorsorge alle zwei Jahre. In dieser Zeit entdeckten Screening-Ärzte bei sieben bis acht von 1000 Frauen einen Tumor in der Brust.(2) Zudem fallen seither mit 30,8 Prozent rund doppelt so viele kleine Tumore bis zu einer Größe von einem Millimeter auf als vor der Einführung. Im Screening unerkannt bleiben Frauen unter 50 Jahren, die nicht im gesetzlichen Vorsorge-Programm berücksichtigt sind.(2) Die Altersbegrenzung wird mit der Belastung durch Röntgenstrahlen begründet und darf bei jüngeren Frauen nur im Fall eines medizinischen Verdachtsmoments durchgeführt werden.

"Bisher bleibt in der Altersstufe unter 50 Jahren die Früherkennung von Brustkrebs auf die Selbstuntersuchung der Frau und eine Tastuntersuchung beim Frauenarzt begrenzt. Nur bei begründeten Verdacht wird eine Frau zur weiteren Abklärung zur Mammografie und zum Ultraschall überwiesen. Das ist eigentlich keine Früherkennung, sondern eine Spätentdeckung. Denn Früherkennung bedeutet: Den Brustkrebs entdecken, bevor er tastbar ist. Für viele der betroffenen Frauen beginnt bei positivem Befund die Therapie dann erst sehr spät", kommentiert Annette Kruse-Keirath von der Patientenorganisation mamazone e.V. die Situation. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. Inzwischen wird jede neunte Frau im Laufe ihres Lebens mit dieser Diagnose konfrontiert.(3)

Aber auch nicht alle Frauen ab 50 nutzen das freiwillige und kassenärztlich erstattungsfähige Angebot des staatlich empfohlenen Mammografie-Screenings. Insbesondere die Befürchtung gesundheitlicher Belastungen durch Streustrahlung befinden zwei Drittel aller befragten Frauen ab 50 Jahren als Grund, keine regelmäßige mammografische Untersuchung zu nutzen. Nur zwei von drei unter ihnen haben in den letzten zwei Jahren von einem Mammografie-Screening Gebrauch gemacht. Auch die Angst vor Fehldiagnosen engt die Bereitschaft bei Frauen ein, das Angebot eines Mammografie-Screenings wahrzunehmen. Rund ein Drittel aller Befragten hat die grundsätzliche Befürchtung, mit vergleichbar falschen Diagnosen wie bei Fällen im Freundeskreis konfrontiert werden zu können.

"Die Mehrheit, rund 80 Prozent, aller befragten Frauen würde sofort den Radiologen wechseln, wenn die Option einer weitaus niedriger dosierten Röntgen-Untersuchung zur Brustkrebsvorsorge bestehen würde. Das ermutigt uns, an die Entwicklungen effizienter und gewebeschonender Diagnosesysteme zur Früherkennung anzuknüpfen", fasst Dr. Norbert Reekers, Geschäftsführer von Sectra in Deutschland die Ergebnisse im Ausblick zusammen.

Jede zweite Frau zwischen 40 und 65 Jahren ist zwar überzeugt, dass eine regelmäßige mammografische Untersuchung vor Brustkrebs schützen kann. Jede Fünfte befürchtet aber, dass ein regelmäßiges Screening aufgrund der Strahlenbelastung auch das allgemeine Krebsrisiko erhöht. "Insoweit decken sich die Wünsche der Frauen mit den Möglichkeiten des von Sectra am Royal Institute of Technology (KTH) in Stockholm entwickelten MicroDose™-Verfahrens, die Diagnosesicherheit weit über das mögliche Maß zu gewährleisten und zugleich die Strahlenbelastung um bis zu 50 Prozent unter den gegenwärtigen Standard bei digitalen Systemen zu senken", so Dr. Reekers weiter.

http://www.sectra.com

Über Sectra
Sectra entwickelt und vertreibt innovative Spitzenprodukte in expandierenden Nischensegmenten medizinischer und Kommunikationssysteme. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und hat seinen Stammsitz an der Universität Linköping in Schweden. Heute hat Sectra Niederlassungen in 12 Ländern und operiert weltweit mit Partnern. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2009/2010 betrugen insgesamt 848 Millionen SEK (ca. 92,1 Millionen EUR). Die Sectra-Aktie ist an der NASDAQ OMX Stockholm AB-Börse notiert.

Quellen:
1: Data on File; TNS Healthcare (2010): Frauen und Mammografie. 1006 telefonische Interviews unter deutschen Frauen zwischen 40 bis 65 Jahren. Befragungszeitraum 5. bis 18.08.2010. Stockholm.
2: Kooperationsgemeinschaft Mammographie (2010): Evaluationsbericht 2005-2007. Berlin.
3: http://www.krebsinformationsdienst.de (Ende)

hilde

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Nutzen und Risiken der Brustkrebs-Früherkennung
« Antwort #3 am: 03. Juli 2013, 01:09 »



Nutzen und Risiken der Brustkrebs-Früherkennung

http://www.harding-center.com/index.php/de/was-sie-wissen-sollten/facts-boxes/mammographie-screening

Das Mammographie-Screening wird in Deutschland als Kassenleistung für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren angeboten. Bei einer Mammographie wird eine Röntgenuntersuchung der Brust durchgeführt mit dem Ziel, bestehende Tumore möglichste frühzeitig zu entdecken und dadurch die Heilungschancen zu verbessern. Doch was ist der tatsächliche Nutzen des Mammographie-Screenings und wie groß der mögliche Schaden? Und ist die Teilnahme Screening für Sie sinnvoll?
Medizinische Fragestellungen können oft nicht pauschal beantwortet werden. Deshalb sind transparente Informationen wichtig – und der Mut, für sich selbst eine informierte Entscheidung zu treffen. Damit Sie den Nutzen und die Risiken des Mammographie-Screenings abwägen können, haben wir eine Faktenbox erstellt, die die wichtigsten Vor- und Nachteile klar und übersichtlich gegenüberstellt.
Die Zahlen beziehen sich auf 2000 Frauen über 50 Jahre*, die 10 Jahre lang am Mammographie-Screening teilgenommen haben (Screeninggruppe) und eine gleich große Gruppe, die nicht am Screening teilnahm (Vergleichsgruppe).
 
 
Die Faktenbox zeigt, dass das Mammographie-Screening die Zahl der in 10 Jahren an Brustkrebs verstorbenen von 8 auf 7 je 2000 Frauen senkte. Dieser Effekt schlug sich nicht auf die Gesamtkrebssterblichkeit nieder: Die Zahl der insgesamt an Krebs verstorbenen Frauen war in den Gruppen mit und ohne Mammographie identisch.
200 der 2000 Frauen in der Screeninggruppe hatten während der 10 Jahre mindestens ein auffälliges Ergebnis, obwohl sich später zeigte, dass sie keinen Brustkrebs hatten. Diese Frauen mussten teils monatelang mit dieser Unsicherheit leben und weitere Diagnostik über sich ergehen lassen, bis Entwarnung gegeben werden konnte.
Mit dem Mammographie-Screening werden auch sogenannte „indolente" (langsam wachsende oder weniger aggressive) Tumore entdeckt, die sich nie zu einer lebensgefährlichen Krebserkrankung ausbilden. Da man die Entwicklung in indolente oder lebensgefährliche Tumore nicht vorhersagen kann, wurde bei etwa 10 von 2000 Frauen in der Screeninggruppe eine teilweise oder vollständige Brustentfernung durchgeführt, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre.
* Zahlen für Brustkrebsmortalität für Frauen ab 50 Jahre; die weiteren Angaben beziehen sich auf Grund er schwachen Datenlage auf Studien, die auch Frauen ab 40 einbezogen haben.
Quelle: Gøtzsche PC, Nielsen M. Screening for breast cancer with mammography. Cochrane Database of Systematic Reviews 2011, Issue 1. Art. No.: CD001877. DOI: 10.1002/14651858.CD001877.pub4
>> Allgemeinverständliche Kurzfassung der Studie auf Cochrane.org
Die Idee der Faktenboxen wurde von Lisa Schwartz und Steven Woloshin entwickelt. In mehreren Studien konnten sie zeigen, dass sich damit die Allgemeinbevölkerung erfolgreich über Nutzen und Risiken medizinischer Behandlungen informieren lässt. Weiteres hierzu gibt es auf der Übersichtsseite.



Sissi

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Was hat Gesundheitsminister Alois Stöger da hinterlassen? Brustkrebs!
« Antwort #4 am: 04. Oktober 2013, 20:52 »




Mann/Frau kann zur Mammographie stehen, wie man will.

Diesen Sauhaufen, am Tag vor dem Beginn des Brustkrebsscreening ist eine bodenlose Frechheit

und dem Gesundheitssystem Österreich ein Abschaum!!!


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03.10.2013

Brustkrebs-Früherkennung: Ärztekammer fordert Stopp der WGKK-Verhandlungsblockade
Krankenkasse verschweigt Nullversorgung in anderen Bereichen
Steinhart: Es ist reichlich spät, wenn der Faule um fünf vor zwölf erst fleißig wird


Wien (OTS) – In der Debatte über den verzögerten Start des neuen österreichweiten Brustkrebs-Früherkennungsprogramms fordert die Wiener Ärztekammer von der Gebietskrankenkasse einen sofortigen Stopp der Verhandlungsblockade und der Falschinformationen der Öffentlichkeit. „WGKK-Obfrau Ingrid Reischl wäre gut beraten, einem Gesamtabschluss für alle Vertragsärzte in Wien zuzustimmen“, so Johannes Steinhart, Vizepräsident und Verhandlungsführer der Ärztekammer für Wien. Es sei reichlich spät, wenn der Faule um fünf vor zwölf erst fleißig werde.

Es sei ein „grober fachlicher Fehler“, in das neue Brustkrebs-Früherkennungsprogramm lediglich die Gruppe der Radiologen einzubeziehen. Für eine qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung der Patientinnen müssten nämlich auch Gynäkologen und Allgemeinmediziner miteinbezogen werden, erklärt Steinhart. „Einen Vertragsabschluss kann es daher nur im Gesamtpaket geben.“

Bereits vor einem Jahr habe die Ärztekammer die WGKK darauf hingewiesen, dass es Verhandlungsbedarf gebe, um rechtzeitig eine Vereinbarung für das neue Brustkrebs-Früherkennungsprogramm zu treffen. „Am Wienerberg war das damals noch nicht von Interesse. Die WGKK hat ausdrücklich gewünscht, diesen Punkt gemeinsam mit dem neuen Gesamtvertrag zu verhandeln“, so Steinhart. „Genau das wollten wir nun machen, aber die Krankenkasse verweigert konsequent einen Abschluss.“

Man habe sich seit Anfang 2013 intensiv um Verhandlungstermine bemüht, wurde aber immer wieder vertröstet: Gerade einmal für vier (!) große Verhandlungsrunden innerhalb eines halben Jahres konnte man Reischl gewinnen. „Wir mussten bei Reischl geradezu um Termine betteln. Das sagt wohl alles über die Gesprächsbereitschaft seitens der WGKK“, verlautete aus dem Verhandlungsteam. Die Aufforderung der WGKK an die Ärztekammer, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sorgt in der Ärztekammer nun für große Verwunderung, da bereits ein weiterer Verhandlungstermin für den 11. Oktober 2013 vereinbart wurde.

Reischl verängstigt Frauen

Für die Jahre 2013 und 2014 hat die Ärztekammer ein Angebot vorgelegt, das über alle Ärztegruppen hinweg eine Honorarsteigerung vorsieht, die weit unter der Inflationsrate liegt. „Damit hat die Ärztekammer bereits Zugeständnisse gemacht, damit der Budgetrahmen der WGKK für die Jahre 2013 und 2014 nicht gesprengt wird“, betont Steinhart. Möglich sei dies deshalb gewesen, weil die Ärzteschaft erhebliche Beträge im Budget durch Verschiebungen aus den technischen Fächern selbst finanziere.

„WGKK-Obfrau Reischl inszeniert hier einen medialen Aufschrei und verängstig die Frauen in Österreich“, kritisiert Steinhart. Nach wie vor sei sowohl für eine präventive als auch kurative Versorgung durch Mammografie-Untersuchungen auch ohne den Start des neuen Früherkennungsprogramms gesorgt.

Steinhart: „Im Gesamtvertrag verhandeln wir andere äußerst wichtige Bereiche, in denen es zurzeit in Wien eine komplette ‚Nullversorgung‘ gibt.“ Dies werde von der Obfrau völlig ausgeblendet und „unter den Tisch gekehrt“. So gebe es in Wien nach wie vor keine einzige Kassenplanstelle im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bei der Nuklearmedizin stünden zurzeit keine Therapieplätze zur Verfügung. „Wir tragen auch hier unseren Patienten gegenüber die Verantwortung, durch einen Vertragsabschluss eine entsprechende Grundversorgung ermöglichen zu können.“

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30.09.2013
Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: WGKK hat alle Angebote der Ärztekammer abgelehnt
Keine Zugeständnisse für Radiologen und Gynäkologen – Krankenkasse verzögert Start des neuen Früherkennungsprogramms

Wien (OTS) – In der Debatte über den verzögerten Start des neuen österreichweiten Brustkrebs-Früherkennungsprogramms hält die Wiener Ärztekammer fest, dass in den Verhandlungen mit der Wiener Gebietskrankenasse die von der Ärztekammer geforderten minimalen Honorarsteigerungen für Radiologen und Gynäkologen von der WGKK stets abgelehnt wurden. Die WGKK selbst trage daher für den verzögerten Start des Programms die Verantwortung, verlautete aus der Ärztekammer.

Von einem „vernünftigen Angebot“ der WGKK an die Wiener Radiologen und Gynäkologen könne keine Rede sein, betonte Ärztekammer-Verhandlungsführer Johannes Steinhart. Bereits vor zwei Wochen hat die Wiener Ärztekammer ein Angebot an die WGKK gelegt, das für die Jahre 2013 und 2014 über alle Ärztegruppen hinweg eine Honorarsteigerung vorsieht, die weit unter der Inflationsrate gelegen wäre. „Es liegt ausschließlich an WGKK-Obfrau Ingrid Reischl, dieses Angebot auch anzunehmen.“ Und wenn Hauptverbandsvorsitzender Hans-Jörg Schelling ein Angebot unter der Inflationsrate als „Erpressung“ bezeichnet, dann sollte er seine Wortwahl „sehr rasch überdenken“, so Steinhart.
« Letzte Änderung: 04. Januar 2014, 23:26 von Sissi »

Sissi

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Stögers/Schellings Mammographie
« Antwort #5 am: 04. Januar 2014, 23:23 »


Mammografie einsparen?


Das freie Wort


Es ist ein erschreckender Rückschritt, die Mammografieuntersuchung in der jetzigen Form als Vorsorge für Brustkrebs einzusparen.

Es liegt wieder einmal am Geld, und es wird wieder einmal auf dem Rücken der Frauen ausgetragen. Reicht es nicht, dass Frauen im Berufsleben

immer noch rund ein Drittel weniger für dieselbe Arbeit bekommen als Männer? Muss man dann auch noch die Gesundheit der Frauen riskieren?

Oder will man auf diesem Weg die extremen Kosten, die die Zuwanderer im Gesundheitswesen verursachen, ausgleichen?

Danke, liebe Gesetzgeber, im Namen der österreichischen Frauen!


Helene Swoboda,Unterwaltersdorf

erschienen am Do, 12.12.

Sissi

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"Mein Busen ist kein Sparpaket"
« Antwort #6 am: 04. Januar 2014, 23:29 »



Protest gegen Einsparungen im Gesundheitsbereich

(25.09.2013)

Grüne, Ärztinnen und Betroffene haben gestern unter dem Slogan "Mein Busen ist kein Sparpaket" vor dem Bundesministerium
für Gesundheit vor dem Aus für Mammographie als Vorsorgeuntersuchung ab 1.10.2013 gewarnt.

Ab 1. Oktober wird es die Mammographie nämlich nur mehr für Frauen von 45 bis 69 Jahren auf Krankenschein geben. Die Risikogruppe der Frauen von 35 bis 45 wird ausgespart.

Heidi Ambrosch, Frauensprecherin der KPÖ, kommentiert die Pläne der Regierung wie folgt: "Ich finde die Empörung über die schrittweise Abmontage von gesundheitspräventiven Maßnahmen berechtigt, auch wenn die Mammographie selbst umstritten ist. Dennoch darf sie in keinem Alter eine Frage der Finanzierbarkeit sein. Die Vokabel Busen finde ich in diesem Kontext völlig daneben, ist diese doch eher einer sexistischen Sichtweise auf die weibliche Brust zuzuordnen. Deshalb bleibt der bittere Nachgeschmack, dass es ein wahlkampftaktischer Protest ist, denn wer Bankenrettungsschirmen zustimmt, kann sich nicht ernsthaft über Kürzungsmassnahmen in der sozialen Verantwortung des Staates wundern."

Sissi

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Mammographie - Jetzt möglich
« Antwort #7 am: 04. Januar 2014, 23:35 »
x



Anleitung zum Brustkrebs-Screening
Gudrun Springer
10. Dezember 2013, 12:50

    Artikelbild
    foto: rainer sturm/pixelio.de

In Österreich läuft am 1. Jänner 2014 das Brustkrebs-Screening an - Frauen ab 45 werden alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen - Die wichtigsten Fragen zur Früherkennung

Frage: Wozu gibt es das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm?

Antwort: Das Brustkrebs-Screening, das mit Jänner 2014 startet, ersetzt alle bisherigen Mammografie-Angebote zur Früherkennung von Brustkrebs in Österreich. Ziel des Programms ist, Frauen ein niederschwelligeres Angebot zur Mammografie zu unterbreiten: Künftig ersetzt das Einladungsschreiben, das alle zwei Jahre verschickt wird, eine sonst notwendige Überweisung zum Radiologen durch einen Arzt. Die Untersuchung ist für die Patientin dann kostenlos; die Tarifstreitigkeiten zwischen Röntgen-Instituten und Kassen tangieren die Mammografie nicht.

Frage: Wer wird eingeladen?

Antwort: Alle Frauen in Österreich im Alter von 45 bis 69 Jahren erhalten ein Einladungsschreiben in einem Intervall von zwei Jahren. Auf Wunsch können auch schon Frauen ab 40 beziehungsweise bis zum Alter von 74 Jahren eine Einladung anfordern (telefonisch unter der Hotline 0800 500 181).

Frage: Warum ist die Zielgruppe so gewählt?

Antwort: Das Gesundheitsministerium verweist auf Studien, wonach Frauen zwischen dem 50. und dem 69. Lebensjahr die beste Nutzen-Risiken-Bilanz bei Mammografie-Screenings aufwiesen.

Frage: Was wurde bisher zur Früherkennung getan?

Antwort: Bisher gab es in Österreich eine sogenannte graue oder opportunistische Mammografie. Wer untersucht werden wollte oder wer vom Arzt überwiesen wurde, kam zur Mammografie. Durch das neue Screening hoffen die Verantwortlichen, mehr Frauen, für die diese Organisationsschritte bisher eine zu große Hürde waren, zur Brustuntersuchung zu bewegen. Welchen Radiologen man mit der Einladung aufsucht, kann man sich aussuchen: Es gibt eine Liste mit 170 Röntgeninstituten in ganz Österreich, die die Voraussetzungen dazu erfüllen. Mit dem Berechtigungsschein kann man den Untersuchungstermin bei einem Wunsch-Radiologen aus dieser Liste vereinbaren.

Frage: Welche Nachteile hat das Screening?

Antwort: Es kann auch zu Fehldiagnosen (falsch positiven Ergebnissen) oder zu trotz Mammografie nicht erkanntem Brustkrebs kommen. Doch bei jedem Befund gilt ein Vier-Augen-Prinzip, das soll Fehldiagnosen vorbeugen. Außerdem wurden Qualitätsstandards für Ärzte und Geräte festgelegt. Was ein weiterer Nachteil sein kann: So ein Einladungsbrief allein kann schon Verunsicherung bei Frauen auslösen, wenn sie nicht gut darüber informiert sind, was es mit der Einladung zur Mammografie auf sich hat.

Frage: Wozu gibt es das Vier-Augen-Prinzip und wie läuft das ab?

Antwort: Das Vier-Augen-Prinzip hat zur Folge, dass jeder Befund vom aufgesuchten Wunsch-Radiologen interpretiert wird, aber auch von einem zweiten Berufskollegen. Erst dann wird der Befund per Post zugeschickt. Gibt es Auffälligkeiten, wird die betreffende Frau dann noch zu einem Befundgespräch eingeladen.

Frage: Was passiert, wenn die Einladung zur Mammografie nicht wahrgenommen wird?

Antwort: Nichts. Die Einladung erfolgt nach zwei Jahren erneut. Wenn Frauen keine Einladungsschreiben mehr erhalten wollen, besteht die Möglichkeit, aus dem Programm ganz auszusteigen (Opt-out).

Frage: Wie wird reagiert, wenn sich etwas Auffälliges ergibt?

Antwort: Bei unklarem Ergebnis oder bei sehr dichtem Brustgewebe kann nach der Erstbefundung ein Ultraschall vorgenommen werden. Bei Veränderungen, deren Entwicklungen beobachtet werden müssen, wird eine Frau schon nach einem halben Jahr bis Jahr wieder zur Mammografie eingeladen.

Frage: Was passiert, wenn der Verdacht auf einen Knoten besteht, der Einladungsbrief aber noch nicht zugesendet wurde?

Antwort: Bei Verdachtsmomenten können Frauen wie bisher vom Hausarzt oder vom Gynäkologen zum Radiologen überwiesen werden. Für Ungeduldige besteht auch die Möglichkeit, um eine frühere Einladung zur Mammografie zu bitten.

Frage: Was geschieht mit den Daten von den Untersuchungen?

Antwort: Die Daten werden pseudonymisiert gesammelt. Das soll eine Evaluation des Programms und internationale Vergleiche ermöglichen.

Frage: Was sagen Kritiker zum Früherkennungsprogramm?

Antwort: Der Radiologe Hans Mosser kritisiert, dass bei der Kampagne zu wenig über Risiken und Nutzen informiert werde. Er sei prinzipiell für ein Früherkennungsprogramm, warnte aber davor, so zu tun, als werde jede einzelne Teilnehmerin von der Screening-Mammografie profitieren. Vielmehr hätten hunderttausende Frauen, die keinen Brustkrebs haben, keinen Nutzen von der Mammografie. Mosser fordert objektive Aufklärung ohne Panikmache, die Frauen ermöglicht, eine selbstständige Entscheidung zu treffen, ob sie zur Mammografie gehen. (Gudrun Springer, DER STANDARD, 10.12.2013)


http://derstandard.at/1385170437890/Anleitung-zum-Brustkrebs-Screening

Österreichisches Bruskrebs-Früherkennungsprogramm

Zum Thema:

Einladung alle zwei Jahre ab Jänner

Mammographie Ja oder Nein?

admin

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Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: WGKK
« Antwort #8 am: 01. Februar 2014, 23:03 »



Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: WGKK führt Mammographien durch
Befunde müssen von vier Augen begutachtet werden

Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2014 läuft das Österreichische
Brustkrebs-Früherkennungsprogramm "früh erkennen". Frauen zwischen 45
und 69 Jahren erhalten per Post alle 24 Monate eine persönliche
Einladung zur Mammographie. Dieses Schreiben ersetzt die bisherige
Überweisung. Die ersten Frauen wurden Anfang Jänner angeschrieben, am
3. Februar 2014 wird die zweite Tranche verschickt. Insgesamt werden
dann 20.500 Wienerinnen die Einladungen in Händen halten.

Frauen im Alter zwischen 40 und 44 Jahren sowie zwischen 70 und 74
Jahren können bei der kostenlosen Telefon-Serviceline 0800 500 181
eine Einladung anfordern.

Das Programm bietet einen qualitätsgesicherten, österreichweit
einheitlichen Ablauf. Es dürfen nur zertifizierte Radiologinnen und
Radiologen, die über eine entsprechende Erfahrung verfügen,
Untersuchungen durchführen. Neu ist auch die verpflichtende
"Doppelbefundung" bei der jede Mammographieaufnahme von zwei
unabhängigen Radiologinnen/Radiologen ausgewertet wird.
Röntgengeräte der WGKK arbeiten auf digitaler Basis

In Wien ist eine Untersuchung bei vielen niedergelassenen
Röntgenärztinnen und -ärzten und in den Gesundheitszentren der Wiener
Gebietskrankenkasse (WGKK) möglich. Der Vorteil einer Untersuchung in
den Einrichtungen der WGKK: Alle Röntgengeräte arbeiten auf digitaler
Basis. Das heißt: "Die Strahlenbelastung ist geringer, die Bilder
haben eine höhere Detailauflösung und es gibt die Möglichkeit, die
Aufnahmen zentral zu speichern", erklärt Univ.-Prof. Dr. Jörg Haller,
Leiter des Radiologie-Verbundes der WGKK. Und weiter: "Nach der
Untersuchung werden die Bilder von zwei Ärztinnen oder Ärzten
begutachtet."

In dem Radiologie-Verbund sind alle Radiologie-Einrichtungen der
WGKK miteinander vernetzt. Das bedeutet, dass die Aufnahmen in allen
Gesundheitszentren und im WGKK-eigenen Hanusch-Krankenhaus abgerufen
werden können. Doppeluntersuchungen sind damit vermeidbar.

Der Radiologie-Verbund bringt auch für die Diagnostik einen großen
Fortschritt. Prof. Haller: "Allen Radiologie-Mitarbeiterinnen und
-Mitarbeitern stehen die Bilder sofort zur Verfügung, sie können
dabei auch von unterschiedlichen Standorten aus gemeinsam betrachtet
werden. So kann bei Unsicherheiten rasch eine zweite Meinung
eingeholt werden. Eine Therapie ist dann ohne Zeitverlust möglich."
Verdächtige Veränderungen können im Hanusch-Krankenhaus
abgeklärt werden

Sollte im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms eine
verdächtige Veränderung festgestellt werden, kann diese unter anderem
im Hanusch-Krankenhaus zielführend abgeklärt werden. Dort stehen alle
dafür erforderlichen Methoden zur Verfügung. Diese reichen von der
österreichweit nach wie vor nur an wenigen Instituten verfügbaren
digitalen Brusttomosynthese, einem computerisierten
Röntgenschichtverfahren, über die Magnetresonanztomographie bis zur
Gewebsprobeentnahme, die unter Röntgen-, Ultraschall- und
Magnetresonanzkontrolle vorgenommen werden kann.

Zudem sind die Radiologinnen und Radiologen des
Hanusch-Krankenhauses in das multidisziplinäre Team des
zertifizierten Brustzentrums eingebunden. Dort wird im wöchentlich
stattfindenden Tumorboard eine für jede Patientin individuell
angepasste Behandlung diskutiert.

Im Folgenden die Kontaktadressen der radiologischen Ambulanzen der
Gesundheitszentren:

 Gesundheitszentrum Wien-Süd     Gesundheitszentrum Wien-Nord
 Wienerbergstraße 13, 1100 Wien  Karl-Aschenbrenner-Gasse 3, 1210
                                 Wien     

 Ordinationszeiten/Termine:      Ordinationszeiten/Termine:
 Montag bis Freitag von          Montag bis Donnerstag von
 07.00 bis 14.30 Uhr             07.00 bis 14.30 Uhr,
                                 Freitag von 07.00 bis 13.00 Uhr
 Telefon: +43 1 601 22-4293      Telefon: +43 1 601 22-40252

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Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf Gesundheitszentrum Wien-Mitte
Mariahilfer Straße 85-87, 1060 Wien Strohgasse 28, 1030 Wien

 Ordinationszeiten/Termine:       Ordinationszeiten/Termine:
 Montag bis Donnerstag von 07.00  Montag bis Donnerstag von 07.00
 bis 14.30 Uhr,                   bis 14.30 Uhr,
 Freitag von 07.00 bis 14.15 Uhr  Freitag von 07.00 bis 14.15 Uhr

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Telefon: +43 1 601 22-40710 Telefon: +43 1 601 22-40340

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Mammographie - Ja/Nein
« Antwort #9 am: 21. Februar 2014, 00:39 »




Mehr potenziell gefährliche Brustkrebsvorstufen durch digitales Mammographie-Screening entdeckt

Durch eine neue Studie des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster und des Krebsregisters NRW können Befürchtungen relativiert werden, dass mit der Einführung des digitalen Mammographie-Screenings und der damit verbundenen häufiger gestellten Diagnose von DCIS in großem Maße biologisch weniger relevante Formen diagnostiziert werden. Im Gegenteil: Die Untersuchung zeigt, dass ein sehr hoher Anteil dieser im Screening entdeckten DCIS-Fälle dem gefährlicheren Typus zuzurechnen ist, die sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in wenigen Jahren zu einem invasiven Brustkrebs entwickeln werden.

Josef

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Im Mammo­graphie-Screening entdeckte Tumore haben meist eine günstige Prognose

Freitag, 21. Februar 2014

dpa

Berlin – Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie sieht das Screeningprogramm in Deutschland auf dem richtigen Weg. So hat sich im Vergleich zur Ära vor dem Screening der Anteil der Tumoren mit einer günstigen Prognose an den Diagnosen deutlich erhöht.  Das berichtete die Leiterin ihrer Geschäftsstelle, Tatjana Heinen-Kammerer, bei der Präsentation des Evaluationsberichtes  2010 –  dem ersten für die gesamte Bundes­republik – während des Deutschen Krebskongresses in Berlin.

Bei 19 Prozent der positiven Befunde im Screening handelte es sich der Evaluation zufolge um Krebsvorstufen oder Frühkarzinome (duktale In-situ-Karzinome), vor Beginn des Screenings betrug der Anteil an den Diagnosen in der Zielgruppe der 50 und 69 jährigen Frauen nur fünf Prozent. Von den im Screening entdeckten invasiven Karzino­men waren circa 35 Prozent maximal 10 Millimeter groß, in der Ära vor Beginn des Screenings (2000 bis 2005) waren es nur 14 Prozent. Knapp 80 Prozent der im Screening gefundenen invasiven Karzinome waren maximal 20 Millimeter groß, vor dem Screening betrug dieser Anteil nur etwa 50 Prozent.

Basis der Auswertung sind 1,2 Millionen Erstuntersuchungen im Jahr 2010 und 1,5 Millionen Folgeuntersuchungen. Bei den Folgeuntersuchungen lag die Brustkrebsent­deckungsrate durchschnittlich 2,1fach über der Hintergrundinzidenz – das sei besser als von den EU-Richtlinien vorgegeben (1,5fach), sagte Heinen-Kammerer. Bei den 2,7 Millionen Untersuchungen wurden 17.501 Tumore gefunden, davon waren 13.834 invasive Karzinome.

Bei den Erstuntersuchungen wurden 28,3 Prozent der diagnos­tizierten Tumore im prognostisch ungünstigen Stadium II+ (invasive Karzinome > 20 Millimeter ohne Lymphknotenbefall und alle Karzinome mit Lymphknotenbefall), in den für die Qualitätsbeurteilung des Screenings relevanteren Folgeuntersuchungen waren es noch 26,2 Prozent. Bei fast 78 Prozent der in den Folgeuntersuchungen entdeckten Malignome waren keine Lymphknoten befallen. „Dies sind ersten umfassenden Daten und sie lassen klare Trends erkennen, die den Zielen eines Screenings entsprechen, sagte Heinen-Kammerer.

Außer der Verschiebung http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57697
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Jutta

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Gefährliche Bilanz: Bis zu 70 Prozent weniger Teilnehmerinnen bei Brustkrebsvorsorge
ÖÄK-Vize Steinhart: Vorsorgeprogramm evaluieren und wenn nötig beenden



Wien (OTS) - "Die Probleme mit dem Brustkrebs-Vorsorgeprogramm lassen
sich nicht kleinreden. Niedergelassene Radiologen aus dem Wiener Raum
berichten, dass in den Monaten Jänner und Februar 2014 gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres 40 bis 70 Prozent weniger Frauen zur
Mammografie gekommen sind", so Johannes Steinhart, Obmann der
Bundeskurie Niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der
Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK). "Aus den Bundesländern erhalten
wir vergleichbar alarmierende Berichte. Das ist ein dramatischer
Befund, und aus ärztlicher Sicht völlig inakzeptabel." Sollte sich
dieser Trend nicht sehr bald umkehren lassen, müsse "das
Brustkrebs-Programm im Interesse der Frauengesundheit radikal in
Frage gestellt werden. Zum früheren, für Frauen offensichtlich weit
besseren Zustand zurückzukehren, darf kein Tabu sein."

"Medizin ohne Ärzte" kann nicht funktionieren

Die bisherige Bilanz: Frauen, die zur Vorsorge gehen möchten und
nicht zu den Eingeladenen zählen, wird es schwer gemacht, eine
Mammografie zu bekommen. Und Frauen, die man mit dem neuen
Einladungssystem erreichen möchte, kommen nicht, sagt Steinhart. Das
Ziel so eines Programms könne doch unmöglich sein, dass am Ende
weniger Brustkrebsvorsorge gemacht wird, und nicht mehr: "Hier müssen
wir alle gemeinsam an Verbesserungen im Interesse der betroffenen
Frauen arbeiten. Wir Ärztinnen und Ärzte bringen uns gerne ein."

Die Ärztekammer hat einer verbreiterten Einladung von Frauen
ursprünglich zugestimmt, aber man müsse jetzt zur Kenntnis nehmen,
dass offensichtlich die Patientinnen dem ärztlichen Rat mehr folgen
als einem Papier. Einmal mehr zeige sich, dass eine "Medizin ohne
Ärzte" nicht funktioniert, sagt Steinhart. Ein anonymer Brief der
Kassenbürokratie kann eben das ärztliche Beratungsgespräch nicht
ersetzen. Es ist höchste Zeit, dass Ärztinnen und Ärzte wieder zu
einer Vorsorgemammografie überweisen dürfen.

Patientenanwalt Bachinger "hat Beruf verfehlt"

Als "hochgradig bedenklich" bezeichnet Steinhart eine Stellungnahme
des Patientenanwaltes Gerald Bachinger, der kürzlich angesichts der
breiten Kritik an den sehr unbefriedigenden Zwischenergebnissen des
Brustkrebs-Früherkennungsprogrammes diese Kritik als ungerechtfertigt
bezeichnete und meinte, das Programm sei ein "Fortschritt". Auf der
Homepage der Niederösterreichischen Patientenanwaltschaft wird noch
immer gleich auf Seite 1 "das neue und qualitätsgesicherte
Brustkrebsfrüherkennungs-Programm für die österreichischen Frauen"
bejubelt - trotz aller inzwischen aufgetauchten, berechtigten
Bedenken, wundert sich Steinhart: "Ein Patientenanwalt, der so
argumentiert, hat seinen Beruf verfehlt. Weil er offensichtlich nicht
die Anliegen der betroffenen Frauen vertritt, sondern einmal mehr die
Interessen einer medizinisch oft fragwürdigen und häufig nicht
patientenfreundlichen Sparpolitik des Gesundheitsministeriums und des
Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger."

Der Hintergrund: Seit 1. Jänner 2014 ist die Brustkrebsvorsorge
durch den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
organisiert. Frauen erhalten eine schriftliche Einladung zu einer
"Vorsorgemammographie", ihre Ärztin oder ihr Arzt ist ab diesem
Zeitpunkt nicht mehr berechtigt, sie zu dieser Vorsorgeuntersuchung
zu überweisen. Sollten Ärztin oder Arzt jedoch im Zuge einer
Untersuchung (Tastuntersuchung der Brust) nachweislich eine
Auffälligkeit feststellen, so ist er oder sie weiterhin berechtigt,
eine Frau zu einer "kurativen", also der weiteren Abklärung des
auffälligen Befundes dienenden Mammographie zu überweisen. (bkk)


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140324_OTS0115/gefaehrliche-bilanz-bis-zu-70-prozent-weniger-teilnehmerinnen-bei-brustkrebsvorsorge

Gitti

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Standpunkte: Drohen negative Effekte aus dem Mammografie-Programm?

Das neue Brustkrebs-Früherkennungsprogramm erfüllt bisher die hochgesteckten Erwartungen nicht – im Gegenteil: Erste Erfahrungswerte lassen sogar negative Effekte befürchten. Nachbesserungen müssen kommen, dabei spielen Vertrauensärzte eine wichtige Rolle.



Bevor mit Anfang des Jahres das von vielen Seiten geforderte neue Brustkrebs-Vorsorgeprogramm österreichweit startete, gingen rund 45 Prozent der Frauen zur Vorsorge-Mammografie. Erklärtes Ziel des Programms war es, die Beteiligung auf 70 Prozent zu erhöhen und damit die Sterberate – jährlich sterben 1.600 Frauen an Brustkrebs – um 30 Prozent zu senken. Nun liegen die ersten empirischen Zahlen dazu vor. Diese sind – vorsichtig formuliert – zumindest alarmierend, sagt Dr. Franz Frühwald, Bundesfachgruppenobmann der österreichischen Radiologen. Demnach kam es mit der Einführung des neuen Programms nicht zu einer Steigerung, sondern sogar zu einem Rückgang der Häufigkeit von Mammografien von durchschnittlich 21 Prozent, in einzelnen Bundesländern, etwa in Salzburg, sogar über 50 Prozent. Nur fünf Prozent der eingeladenen Frauen erscheinen zur Mammografie, die anderen 95 Prozent kommen infolge von direkten Verdachtsmomenten auf kurative Zuweisungen durch Ärzte. Das organisierte Mammografie-Screening-Programm sollte eigentlich gerade jene Frauen zur Untersuchung bringen, die bisher noch nicht teilnahmen. Das Ziel wird weit verfehlt: Nur 0,3 Prozent der eingeladenen Frauen kommen aufgrund der brieflichen Einladung erstmals zu der Untersuchung. Schuld an dieser Misere ist laut vielen Experten die fehlende Einbindung der Vertrauensärzte in das Programm sowie die fehlende Möglichkeit, auch ohne konkreten Verdacht zu überweisen.

 
Subjektive Entscheidung der Frau
„Für eine objektive Bewertung des Programms ist es viel zu früh.“

Dr. Susanne Rabady, 1. Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin*

Wenn ein Land sich für ein Screening entscheidet, dann müssen alle Frauen eingeladen werden, unabhängig davon, ob sie einen Arzt aufsuchen. Die Untersuchung muss qualitätsgesichert erfolgen und es müssen die ungünstigen Screening-Wirkungen minimal gehalten werden. Dass ein unorganisiertes Screening – also die bisherige Methode – nicht sinnvoll ist, darüber besteht international Einigkeit. Denn die Früherkennung durch Mammografie ist nicht frei von Nebenwirkungen. Es sind Frauen, die sich gesund fühlen, die der Untersuchung unterzogen werden, und es besteht die Möglichkeit von „Überdiagnosen“, dass Tumore gefunden werden, die zu Lebzeiten der Frau nicht symptomatisch geworden wären. Eine Quantifizierung ist methodisch schwierig, dass es Überdiagnosen gibt, daran gibt es aber keinen Zweifel mehr.

Natürlich lässt sich argumentieren, dass die Verminderung von Lebensqualität – je nach Quelle eine bis neun von 1.000 gescreenten Frauen im Alter von 50 bis 59 mit fünf Screening-Runden in Zwei-Jahresintervallen – der Verhinderung von Tod an Brustkrebs – eine von 1.000 Frauen der gleichen Altersgruppe – gegenübersteht. Die Bewertung dieser Tatsache ist aber nicht Sache des Arztes, sondern die individuelle, subjektive Entscheidung der Frauen.

Das macht die Entscheidung für oder gegen die Früherkennung definitiv und ausschließlich zu einer Entscheidung der Frauen. Die Teilnahmeraten dürfen also kein Qualitätsmerkmal für die Maßnahme sein – auch wenn hohe Raten die Evaluierung erleichtern. Ein Qualitätsmerkmal ist die Qualität der Information, die die Frauen bekommen. Ebenso wichtig ist, dass wir Ärzte ausreichend informiert sind, um Frauen entsprechend neutral und objektiv beraten zu können, mit Respekt vor deren persönlichem Umgang mit Risiko und Gesundheit/Krankheit, und dass auffällige Befunde in ihren psychischen Auswirkungen rechtzeitig und professionell abgefedert werden. Der Befund muss also für den Vertrauensarzt erreichbar sein, die Frauen müssen wissen, dass sie sich mit ihm besprechen können – vor der Untersuchung und danach. Derzeit wird der Vertrauensarzt mit Einverständnis der Patientin über die Untersuchung informiert und kann den Befund anfordern. Bis zur Klärung der rechtlichen Implikationen müssen wir uns damit wohl arrangieren.

 
Bedrohliche Aussichten
„Die beiden wesentlichen Ziele des Programms werden bisher klar verfehlt.“

Doz. Dr. Franz Frühwald, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Radiologie der Ärztekammer

Im Jänner 2014 betrug der Rückgang der Mammografie-Frequenzen in Österreich 21,6 Prozent. Dabei waren die Extremwerte in Salzburg minus 57 Prozent und in Vorarlberg minus 4 Prozent. Erklärung dafür ist die konsequente Durchsetzung der Indikationsliste für kurative Überweisungen in Salzburg bereits seit Oktober 2013, während selbige in Vorarlberg de facto ausgesetzt ist. Die Gynäkologen befürchten Regressforderungen der Kassen bei fehlerhafter Interpretation der Indikationsliste und empfehlen daher weder Mammografien noch die Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm BKFP.

Bei allem Verständnis für Anlauf- bzw. Umstellungsprobleme muss man festhalten: Die Aussichten sind bedrohlich: Die schriftlichen Einladungen greifen nicht, die kurativen Überweisungen werden ab Juli, wenn die Indikationsliste in ganz Österreich angewandt werden muss, sehr stark einbrechen. Eine Erreichung der für ein EU-Programm erfolgsnotwendigen 70-Prozent-Beteiligung erscheint aussichtslos. Auch die SV-internen Prognosen gehen von erheblichen Frequenzrückgängen aus, allerdings mit Unterstellung einer unrealistisch hohen Opt-in Quote der 40- bis 44- und 70- bis 74-Jährigen und einer 50-Prozent-Beteiligung der eingeladenen Frauen - was aus heutiger Sicht völlig irreal erscheint.

Die Folgen werden fatal sein. Einerseits ist das Programm gefährdet, weil viele Standorte die vorgeschriebenen Frequenzvorgaben nicht erreichen und die Flächendeckung des Programms verloren gehen werden. Andererseits wird bei Abfall der Beteiligungsrate an Mammografien die Mortalitätsrate bei Brustkrebs ansteigen, weil wieder mehr Karzinome in ungünstigen Stadien klinisch auffällig werden.

Das BKFP sollte die Beteiligungsrate verbessern und dadurch die Brustkrebsmortalität reduzieren sowie Frauen, die bisher über die ärztlichen Ordinationen nicht erreicht werden konnten, einbinden. Beide Ziele werden bisher klar verfehlt.

Korrekturen vor allem am Einladungssystem erscheinen dringlich, am wichtigsten ist dabei die Einbindung der Haus- und Frauenärzte im Sinne von Überweisungen in das BKFP. Das Tiroler Pilotprojekt hat schließlich bewiesen, dass auf diese Weise – schriftliche Einladung PLUS ärztliche Überweisungen – die besten Teilnahmeraten erzielt werden konnten.

 
Verunsicherung ist groß
„Wünsche mir, auch Frauen ohne Beschwerden überweisen zu können.“

Dr. Brigitte Wiesenthal, Vertreterin der niedergelassenen Ärzte/innen in der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

Die Idee des Mammografie-Screenings ist eine hervorragende. Ebenso sind die Bemühungen zu begrüßen, mehr Frauen als bisher zur Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung zu bringen. Wenn ich mir allerdings die nun publizierten Zahlen ansehe, dass gerade einmal fünf Prozent der angeschriebenen Frauen das Angebot auch nützen, dann finde ich das schon sehr enttäuschend. Und es wirft natürlich Fragen nach den Gründen auf, warum das an und für sich richtige Konzept von den Patientinnen nicht angenommen wird.

Ein Grund dafür ist bestimmt, dass viele Patientinnen durch die Neuregelung eines bisher gut eingespielten, funktionierenden Systems verwirrt sind. Eine meiner Patientinnen zum Beispiel hat jetzt einen Einladungsbrief bekommen, obwohl sie erst vor drei Monaten beim Screening war. Sie war sehr verunsichert und fragte sich, ob der Einladung vielleicht ein Verdacht zugrunde liegen könnte, dass etwas nicht stimmt.

Was ich an der Umsetzung des Programms aber am meisten kritisiere, ist die Tatsache, dass wir niedergelassene Ärzte – als Gynäkologen sind wir ja die Vertrauensärzte der Frauen – nur mehr die Möglichkeit der kurativen Mammografie haben, also nur dann überweisen dürfen, wenn ein begründeter Verdacht besteht. Die Möglichkeit, Frauen auch ohne Beschwerden zu überweisen, wurde uns genommen, nachdem wir uns über Jahrzehnte erfolgreich bemüht haben, hier Motivations- und Überzeugungsarbeit zu leisten, wie sinnvoll ein solches Vorsorge-Screening ist. Das dürfen wir nicht mehr. Jetzt gibt es für die Patientinnen nur die Möglichkeit, per Hotline oder via E-Mail eine solche Einladung aktiv einzufordern. Das ist für viele kompliziert, viele fragen bei mir deswegen nach. In der Zeit, bis ich das erklärt habe, hätte ich mindestens drei Überweisungen schreiben können.

Und selbst bei Verdachtsmomenten gibt es Einschränkungen, die ich nicht nachvollziehen kann. Ein Beispiel: Eine Hormonersatztherapie erhöht minimal das Brustkrebsrisiko. Bisher habe ich Patientinnen daher einmal jährlich zur Überprüfung zum Screening geschickt, das kann ich jetzt nicht mehr, weil diese Indikation nicht vorgesehen ist. Das schafft Verunsicherung, die nicht sein muss.

* In diesen Tagen erhalten alle österreichischen Hausärzte eine Broschüre der ÖGAM zur Arztinformation zum Screening-Programm; digital auch unter:

www.oegam.at

V. Weilguni, Ärzte Woche 13/2014
© 2014 Springer-Verlag GmbH, Impressum

http://www.springermedizin.at/gesundheitspolitik/?full=39798


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Mammographie - Ja/Nein
« Antwort #13 am: 31. März 2014, 20:23 »

Gratis: "Habe ich Brustkrebs?"
Ergebnis?
"Niemand" ging/geht hin!
HV.Boss Dr. Schelling, warum wohl?
Wer die heutige Krone gelesen hat, weiß warum, "Hochnäsige" bestimmen über Patienten, DAS sind übrigens die Zahler, Dr, Scheling!



Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: 121.339 Frauen erhalten im April ihre Einladung zur Früherkennungs-Mammographie


Wien (OTS) - Mit den Einladungswellen im April erhalten seit
Jahresbeginn insgesamt rund 324.000 Frauen in allen Bundesländern
ihre persönliche Einladung zur Früherkennungs-Mammographie. Seit
Jahresbeginn steigende Inanspruchnahme radiologischer Untersuchungen.

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm - eine
gemeinsame Initiative von Bund, Sozialversicherung, Ländern,
Ärztekammern unter Einbeziehung von Experten der
Patientenanwaltschaft und der Selbsthilfegruppen - ist am 1. Jänner
2014 gestartet. Ziel ist es, allen Frauen in regelmäßiger und
strukturierter Form eine Früherkennungs-Mammographie zu bieten. Bei
Krankheitsverdacht, sind wie bisher, alle notwendigen medizinischen
Abklärungen möglich. Ab dem 1. April erhalten 61.469 Frauen der
Jahrgänge 1948 und 1949 den Einladungsbrief zur
Früherkennungs-Mammographie, ab dem 17. April weitere 59.870 Frauen
der Jahrgänge 1949 und 1950. Darüber hinaus erhielten um den 21. März
alle Frauen, die im Jänner eingeladen wurden, ein
Erinnerungsschreiben.

Mit diesem Erinnerungsschreiben oder dem Einladeschreiben kann die
Früherkennungs-Mammographie, nach Vereinbarung eines Termins bei
Radiologinnen und Radiologen, die am Programm teilnehmen, direkt in
Anspruch genommen werden. "Besonders erfreulich ist, dass mit den
Radiologinnen und Radiologen gemeinsam, erstmals in Österreich ein
qualitätsgesichertes Programm umgesetzt werden konnte. So bieten eine
verpflichtende Fallsammlungsprüfung und eine regelmäßige technische
Qualitätssicherung mehr Sicherheit für die Frauen. Wir freuen uns,
dass wir bis Mitte April schon über 320.000 Frauen in ganz Österreich
mittels persönlichem Einladungsbrief zur Früherkennungs-Mammographie
einladen", so Dr.in Marianne Bernhart, Programmverantwortliche
Medizinerin des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms
"früh erkennen".
Steigende Inanspruchnahme radiologischer Untersuchungen

"Unsere Systeme zeigen, dass die Inanspruchnahme von
radiologischen Untersuchungen in den ersten 12 Wochen dieses Jahres
im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres angestiegen ist",
erläutert Dr. Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des
Verbandsvorstandes, Hauptverband der Österreichischen
Sozialversicherungsträger, die aktuelle Entwicklung bei den
Konsultationen radiologischer Standorte. Diese Zahl geht aus den
e-card-Steckdaten, die von radiologischen Ordinationen laufend an den
Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger
übermittelt werden, hervor. "Allein, in einer Woche, vom 17. bis 23.
März 2014 wurden österreichweit 16.000 Mammographien durchgeführt,
wie wir aus den übermittelten Dokumentationsblättern schließen
können", führt Schelling an. Die pseudonymisierten
Dokumentationsblätter, die im Rahmen des neuen
Brustkrebs-Früherkennungsprogramms für die Mammographie und weitere
Untersuchungen zur Befundabklärung verwendet werden, dienen zur
Evaluierung und stellen einen wichtigen Parameter zur
Qualitätssicherung des Programms dar.
Einladungsversand gestaffelt nach Geburtsjahrgängen

Frauen zwischen 45 und 69 Jahren erhalten im Rahmen des
Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms automatisch alle
zwei Jahre per Post einen Einladungsbrief zur
Früherkennungs-Mammographie. Weiters können Frauen zwischen 40 und 44
Jahren sowie zwischen 70 bis 74 Jahren eine Einladung anfordern
(Opt-in) und bekommen anschließend auch alle zwei Jahre ein
Einladungsschreiben per Post zugeschickt. Der Einladungsbrief gilt
direkt als Zuweisung. Die Frau kann nach Erhalt des Einladungsbriefs
einen Termin bei einer am Programm teilnehmenden Radiologin oder
Radiologen vereinbaren. Der Einladungsbrief und die e-card sollten
zur Mammographie mitgenommen werden.

Die Einladungen werden monatlich gestaffelt nach Geburtsjahrgängen
verschickt. Die in der Tabelle dargestellten Einladungstermine dienen
der Orientierung. Da es Ausnahmen gibt, informiert die
Telefon-Serviceline gerne über den tatsächlichen Einladungstermin.
Übersicht: Einladungen zur Früherkennungs-Mammographie nach
Geburtsjahrgängen

 Jahrgänge      Einladungsmonat     Jahrgänge     Einladungsmonat
1944 - 1945        Jän.2014        1959 - 1960       Jän.2015
1945 - 1946        Feb.2014        1960 - 1961       Feb.2015
1947 - 1948        Mär.2014        1961 - 1962       Mär.2015
1948 - 1949 Anfang Apr.2014        1962 - 1963       Apr.2015
1949 - 1950 Mitte  Apr.2014               1963       Mai.2015
1950 - 1951        Mai.2014        1963 - 1964       Jun.2015
1951 - 1952        Jun.2014        1964 - 1965       Jul.2015
1953 - 1954        Jul.2014        1965 - 1966       Aug.2015
1954 - 1955        Aug.2014        1966 - 1967       Sep.2015
1955 - 1956        Sep.2014        1967 - 1968       Okt.2015
1956 - 1957        Okt.2014               1968       Nov.2015
1957 - 1958        Nov.2014
1958 - 1959        Dez.2014

Vergrößern

Frauen, die im Lauf der 24 Monate 45 Jahre alt werden, erhalten
zeitnahe zum 45. Geburtstag die Einladung.
Opt-in: Frühere Termine sind möglich

Eine frühere Einladung zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist
vorgesehen und kann bei der Serviceline, unter 0800 500 181,
beantragt werden. Die Frau bekommt die Einladung dann zum
nächstmöglichen Versandtermin, das kann zwischen fünf und acht Wochen
dauern. "Bisher haben 6.929 Frauen diese Möglichkeit in Anspruch
genommen", so Projektleiterin Frau Mag.a Karin Eger.
Nimmt eine Frau die Untersuchung nicht in Anspruch, bekommt sie nach
zwei Jahren wieder eine Einladung zugeschickt, wenn sie die Kriterien
für die Programmteilnahme (z.B. Alter) erfüllt.
Früherkennungs-Mammographie - Mammographie im Verdachtsfall

Die im Programm angebotene Früherkennungs-Mammographie richtet
sich an gesunde Frauen ohne Symptome (also ohne Anzeichen einer
Brustkrebserkrankung). Die Teilnahme am
Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist freiwillig.

Davon zu unterscheiden sind Mammographien im Verdachtsfall, die
unabhängig vom Alter der Frau jederzeit mittels Zuweisung durch die
Vertrauensärztin bzw. den Vertrauensarzt durchgeführt werden können.
Sie dienen zur weiteren medizinischen Abklärung bei Beschwerden,
Krankheitsverdacht, zur Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung
oder bei familiär erhöhtem Risiko für eine Brustkrebserkrankung.
Verbesserte Qualitätsstandards

Die Mammographie-Untersuchung gilt derzeit als die verlässlichste
Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Umfassende
Qualitätskriterien für die Untersuchung - wie eine standardisierte
Doppelbefundung nach dem 4-Augen-Prinzip sowie neueste technische
Geräte - und verbindliche Zertifizierung für die am
Früherkennungsprogramm teilnehmenden Radiologinnen und Radiologen
sichern die hohe Qualität des Screenings.
Kontakt Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Kostenlose Telefon-Serviceline 0800 500 181 (Mo - Fr 08:00 bis 18:00
Uhr) berät auch in den Sprachen Englisch, Türkisch, Bosnisch,
Kroatisch und Serbisch

E-Mail: serviceline@frueh-erkennen.at
www.frueh-erkennen.at