Autor Thema: Krebstherapie, auf den Krebspatienten abgestimmt  (Gelesen 6062 mal)

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Krebstherapie, auf den Krebspatienten abgestimmt
« am: 16. April 2010, 11:44 »

http://www.krebsfacharzt.at/fokus-themen/personalisierte-krebsmedizin/personalisierte-medizin-thema.html

Personalisierte Krebsmedizin
Univ. Prof. Dr. Günther Gastl (Anm.: mit dem ich freundschaftliche Kontakte habe, Dietmar Erlacher)

„Krebserkrankungen sind so verschieden wie die Menschen, die davon betroffen sind. Moderne Diagnoseverfahren ermöglichen heute die Erkennung individueller Merkmale von Krebs. Dies ist die Basis für die Entwicklung neuer Krebsmedikamente und Behandlungsmethoden. Ziel der personalisierten Krebsmedizin ist eine für jeden Patienten optimal wirksame und gleichzeitig wenig belastende Krebstherapie.“ sagt Univ. Prof. Gastl

Personalisierte Krebsmedizin
Krebspatienten benötigen eine individuelle (personalisierte) Behandlung

Krebspatienten werden bisher meist nach einheitlichen Richtlinien behandelt. Eine individuelle (personalisierte) Krebstherapie erfordert nicht nur eine Therapiewahl nach Art und Stadium der Krebserkrankung; zusätzlich müssen individuelle Merkmale (Biomarkerprofil) eines bösartigen Tumors in der Therapieplanung berücksichtigt werden. Die Erkennung individueller biologischer Krebsmerkmale (Biomarker) eines Tumors ermöglicht den gezielten Einsatz hochwirksamer und molekular zielsicherer Krebsmedikamente. Eine personalisierte Krebstherapie verlangt auch eine Anpassung an das Alter, das Körpergewicht, die Nieren- und Leberfunktion, sowie an eventuell vorhandene Begleiterkrankungen und die soziale Situation des Patienten.
Neue Krebsmedikamente mit molekularer Treffsicherheit

Die Entwicklung von molekular zielsicheren Krebstherapeutika eröffnet vielen Krebspatienten die Chance auf eine besser wirksame Behandlung mit geringeren Nebenwirkungen im Vergleich zu einer klassischen Chemotherapie und besseren Überlebenschancen. Zu diesen modernen Krebsmedikamenten zählen Immunstoffe (Antikörper) wie Herceptin®, Erbitux®, Mabthera®, MabCampath® oder Avastin® und neue Krebsmedikamente wie Glivec®, Tarceva®, Iressa®, Nexavar®, Sutent® oder Afinitor®. Der Einsatz dieser Medikamente erfolgt entsprechend den individuellen biologischen Kennzeichen einer Krebserkrankung und erfordert in der Regel eine aufwändige Krebsdiagnostik und viel Erfahrung von seiten des behandelnden Krebsspezialisten im Umgang mit diesen Medikamenten.
Klinische Studien zeigen Erfolg von personalisierten Krebstherapien

Große internationale Studien bestätigen den Erfolg personalisierter Therapiekonzepte in der Krebsmedizin. So konnten bei Patienten mit Lymphdrüsenkrebs, Myelom, Brust-, Prostata- oder Darmkrebs in den letzten Jahren mit maßgeschneiderten, personalisierten Krebstherapien das therapeutische Ansprechen und das Überleben von Tumorpatienten signifikant gesteigert werden. Diese Erfolge haben inzwischen zu einer breiten Anwendung dieser neuen Krebstherapeutika geführt.
Personalisierte Krebstherapie kann Kosten senken

Neue, molekuar zielsichere Krebsmedikamente sind in der Regel teuer. In den nächsten Jahren verfolgt die moderne Krebsmedizin deshalb das Ziel durch eine molekulare Tumordiagnostik die individuellen Merkmale (Biomarkerprofil) einer Tumorerkrankung frühzeitig zu erkennen und für den einzelnen Patienten ein optimales Therapiekonzept mit der bestgeeigneten Medikamentenkombination auszuwählen. Die Auswahl geeigneter Patienten mit entsprechendem Biomarkerprofil und die Anwendung optimal wirksamer Therapeutika werden in Zukunft nicht nur die Erfolgschancen, sondern auch die Kosten-Nutzen Relation moderner Krebstherapien verbessern.


Weiterführende Links

http://www.krebsfacharzt.at/fokus-themen/personalisierte-krebsmedizin/personalisierte-medizin-thema.html

    * Aufbruchstimmung in der Krebsmedizin | ZEIT ONLINE
    * Meet the Expert: Personalized Cancer Medicine (in englischer Sprache)
    * ONCOTYROL – Center for Personalized Cancer Medicine
    * TAILORx: Testing Personalized Treatment for Breast Cancer (in englischer Sprache)


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Medien zur "neuen" Krebstherapie
« Antwort #1 am: 16. April 2010, 11:46 »

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,678943,00.html

 19.02.2010
 
Personalisierte Medizin
Meine Gene, mein Krebs, meine Therapie

Von Cinthia Briseño

Wer das Erbgut seines Tumors kennt, kann ihn gezielter behandeln. Forscher sind der Vision einer personalisierten Krebstherapie jetzt ein Stück näher: Sie haben einen Bluttest entwickelt, der winzige Rückstände von bösartigen Zellen aufspürt. Doch noch gibt es Kritik an der Methode.



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19.02.2010
 
Personalisierte Medizin
Meine Gene, mein Krebs, meine Therapie

Von Cinthia Briseño

Wer das Erbgut seines Tumors kennt, kann ihn gezielter behandeln. Forscher sind der Vision einer personalisierten Krebstherapie jetzt ein Stück näher: Sie haben einen Bluttest entwickelt, der winzige Rückstände von bösartigen Zellen aufspürt. Doch noch gibt es Kritik an der Methode.

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3  Bilder
Analyse von Krebszellen: Erst der Gentest, dann die Chemo

Für manche Forscher ist sie eine zum Greifen nahe Vision, für viele Patienten eine große Hoffnung und für die Biotech- und Pharmaindustrie ein enorm wichtiger Wachstumsmotor - die personalisierte Krebstherapie.

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In der Praxis soll sie eines Tages so funktionieren: Bevor der Krebskranke mit der Therapie beginnt, liefert ein Test - eine Erbgutanalyse - ein detailliertes genetisches Profil des Tumors. Welche Gene in den Tumorzellen sind vervielfältigt, gelöscht oder mutiert? Hat man die betroffenen DNA-Bereiche des Krebs-Genoms erst einmal identifiziert, erhält der Patient eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Chemotherapie.

Und diese Therapie, so die Idealvorstellung der Mediziner, schlägt besser und schneller an - und hat außerdem kaum Nebenwirkungen. Denn das maßgeschneiderte Medikament richtet sich spezifisch auf die veränderten Funktionsweisen der Tumorzellen, ganz nach dem Motto: "Meine Tumor-Gene, mein Krebs, meine Krebstherapie".

Von dieser Vision ist die Forschung noch weit entfernt. Doch seit der Sequenzierung des menschlichen Genoms, und seit einigen Jahren dem Versuch, den "Cancer Genome Atlas" zu erstellen, ist der Trend zur personalisierten Medizin und zur individuellen Krebstherapie hin nicht mehr aufzuhalten. Denn die Idee, die genauen Ursachen für Krebs unter anderem im Erbgut der bösartigen Zellen finden zu können, ist naheliegend - und der Wunsch, aus diesen Erkenntnissen Medikamente zu entwickeln, eine logische Konsequenz.

Eine neue Veröffentlichung aus "Science Translational Medicine" (Ausgabe vom 24. Februar), die der Onkologe Victor Velculescu am Donnerstagabend vorab auf der Jahrestagung des weltgrößten Wissenschaftsverbands AAAS (American Association for the Advancement of Science) in San Diego vorgestellt hat, könnte die personalisierte Medizin jetzt einen Schritt weiterbringen.

Metastasen vorbeugen

Forscher von der Johns Hopkins University in Baltimore haben gemeinsam mit der Biotechfirma Life Technologies einen neuen Bluttest entwickelt, der Rückstände von Tumorzellen im Körper aufspüren soll, die herkömmlichen Verfahren bisher verborgen bleiben. Helfen könnte dieser Test eines Tages Krebspatienten, denen der Tumor operativ entfernt wurde. Sie könnten mit Hilfe des Bluttests nach dem Eingriff besser überwacht werden.

"Der Test zeigt, wer geheilt ist und wer nicht", sagte Velculescu auf der Pressekonferenz in San Diego. Entdecken die Ärzte doch noch Reste von Tumorzellen im Blut, könnten sie notfalls früher eingreifen - und anhand des genetischen Fingerabdrucks des jeweiligen Tumors, den Patienten gezielt mit den richtigen Medikamenten behandeln, um so Metastasen vorzubeugen.

Während andere Wissenschaftler die Veränderungen einzelner Gene im Erbgut von Tumorzellen im Visier haben, konzentrieren sich Velculescu und seine Kollegen auf größere Bereiche in der DNA: Mit Hilfe von modernsten Sequenziergeräten und bioinformatischen Analysemethoden spüren die Wissenschaftler Abschnitte im Tumor-Genom auf, die sich neu gruppiert oder ungeordnet haben. Ein spezifischer "Barcode" ergibt sich, weil "kein Krebs dem anderen gleicht", sagt Bert Vogelstein, einer der Co-Autoren. Das heißt, jeder Tumor reorganisiert sein Erbgut auf seine eigene Art und Weise.

Die Johns-Hopkins-Forscher sind nicht die ersten, die nach den genetischen Fingerabdrücken von Tumorzellen fahnden. Weltweit suchen Wissenschaftler nach den Schlüsselstellen im Erbgut verschiedener Krebsarten. Im Dezember 2009 entschlüsselte ein Forscherteam erstmals das komplette Genom von Lungen- und Hautkrebszellen; vor wenigen Tagen veröffentlichten Forscher im Fachmagazin "Nature" die Ergebnisse aus den Genomanalysen von insgesamt 3131 Krebszellen aus rund 26 verschiedenen Tumorarten.

Velculescu und seine Kollegen untersuchten dagegen das Material von lediglich sechs Patienten. Zwei von ihnen hatten Darmkrebs, zwei Brustkrebs. Die Onkologen sequenzierten das Genom und fischten diejenigen DNA-Abschnitte heraus, die reorganisiert waren. Dabei handelte es sich um Bereiche, in denen DNA-Stränge miteinander fusionierten, also quasi zusammenklebten. Solche DNA-Fusionen findet man nur in Krebszellen.

Eine Frage der individuellen Tumormarker

Bei ihren ersten Patienten entdeckten die Hopkins-Forscher jeweils 4 bis 15 solcher DNA-Fusionsstellen. Diese sind der Fingerabdruck des Tumors, so genannte individuelle Tumormarker. An ihnen können die Forscher erkennen, ob noch Krebszellen im Körper sind. Denn: Der Tumor sondert DNA in die Blutbahn ab, und der neue Erbgut-Scan entlarvt dort diese Tumormarker.

Velculescu gibt sich optimistisch: Er schätzt, dass der Bluttest der Hopkins-Wissenschaftler bereits in gut zwei Jahren in Kliniken zum Einsatz kommen könnte. Doch Kritiker zweifeln daran, denn derzeit ist das Verfahren noch enorm kostspielig: Der Preis für den neuen Erbgut-Scan liege in den USA derzeit noch bei etwa 5000 Dollar, also umgerechnet etwa 3700 Euro, sagte der Onkologe in San Diego. Er glaubt aber, dass der Scan in wenigen Jahren nicht mehr teurer sein dürfte als etwa heute eine Computertomografie.

Doch es gibt noch weitere Gründe, weshalb es mit der Verwirklichung der Vision noch weitaus länger dauern könnte: Nicht nur, dass der Bluttest erst an sechs Patienten erprobt worden ist, es besteht die Gefahr, falsch positive oder falsch negative DNA-Fusionen aufzuspüren. Noch sind diese Raten sehr hoch, das Verfahren muss also noch weitaus akkurater werden, als es bisher ist. Ansonsten könnte ein Patient, der eigentlich frei von bösartigen Tumorzellen ist, fälschlicherweise behandelt, und umgekehrt könnten restliche Krebszellen doch nicht rechtzeitig erkannt werden.

Und dazu, so kommentieren Ludmila Prokunina-Olsson und Stephen Chanock vom National Cancer Institute in Bethesda in der gleichen Ausgabe von "Science Translational Medicine" die neue Methode, müssen die charakteristischen Merkmale von Krebs-Genomen noch viel intensiver untersucht und statistisch ausgewertet werden. Das bedeutet: das Erbgut etlicher Tumorproben aus den verschiedensten Krebsarten müsse erst noch sequenziert und verglichen werden, um die Rate falsch positiver oder negativer Ergebnisse zu verringern. Doch in der Hinsicht steht die Forschung erst am Anfang.

Außerdem sei die Frage noch offen, wie viele DNA-Fusionsstellen man mindestens finden muss, um eine gültige Aussage darüber zu treffen, ob noch Tumorzellen im Körper vorliegen oder nicht, so die Autoren. Doch auch Prokunina-Olsson und Chanock sind zuversichtlich, dass zumindest die Kosten der neuen Sequenzierungsverfahren rasch sinken könnten, und die personalisierte Krebstherapie auf dem Vormarsch bleiben wird.

Mit Material von dpa

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http://www.oncotyrol.at/upload/ONCOTYROL-PPT_lang_Deut1.pdf

Bitte alles lesen, nicht viel, aber interessant.

Ausschnitt:

PERSONALISIERTE KREBSTHERAPIE & PRÄVENTION

„Die Übertragung biomedizinischer Forschungsergebnisse in innovative und
personalisierte Ansätze der Krebsbehandlung gewinnt weltweit immer mehr an
Bedeutung, sowohl in der anwendungsnahen klinischen Krebsforschung als auch
in der biomedizinischen Industrie und für die Gesundheitssysteme.

Die Krebsbehandlung bewegt sich allmählich weg von der Verabreichung
zytotoxischer Medikamente hin zu spezifischeren Therapien, die auf einen
bestimmten Tumor abzielen. Um diesen Wechsel zu ermöglichen, müssen
molekulare Tests entwickelt werden. Mit deren Hilfe wird man diejenigen Patienten
erkennen können, die besonders gefährdet sind, und jene, die am
wahrscheinlichsten auf bestimmte Therapien ansprechen.”
G. Gastl, Dept. of Haematology and Oncology, Medical University Innsbruck

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Die personalisierte Medizin - entdecken und verstehen
« Antwort #3 am: 17. Mai 2012, 19:29 »


Die personalisierte Medizin - entdecken und verstehen

Wien (OTS) - Die moderne Medizin setzt verstärkt auf Arzneimittel,
die auf genetische Merkmale von Erkrankungen ausgerichtet sind. Mit
dem Forschungsschwerpunkt "personalisierte Medizin" forciert Pfizer
diese Entwicklung: Zukünftig sollen Patienten diejenigen Therapien
angeboten werden können, die am besten zu ihrem persönlichen
genetischen Krankheitsprofil passen und dadurch die größten
Erfolgschancen bieten. Eine spannende digitale Reise durch das
Forschungsfeld der personalisierten Medizin erwartet Sie auf
www.pfizer.at und www.pfizeroncology.at.

Der Erfolg einer medizinischen Therapie ist im Wesentlichen
abhängig von ihrer Orientierung an persönlichen Bedürfnissen des
Patienten: Die Erfassung der individuellen Krankheitsgeschichte und
die Berücksichtigung von persönlichen Faktoren wie Alter und
Geschlecht zählen heute zum Standard in der klinischen Praxis.
Darüber hinaus gewinnt eine Komponente in der modernen Medizin aber
immer mehr an Bedeutung: Das Erbgut der Patienten! Denn hier liegen
die Ursachen für zahlreiche Erkrankungen. Kennt man das genetische
Profil einer Krankheit, kann man sie gezielter angreifen - mit
Wirkstoffen und Arzneimitteln, die in zelluläre Stoffwechselprozesse
eingreifen, die aufgrund von genetischen Veränderungen entstehen.
Erste große Erfolge in der Krebstherapie

Am weitesten fortgeschritten sind derartige Anwendungen der
personalisierten Medizin bislang in der Krebstherapie - etwa bei der
Behandlung von Brust- und Hautkrebs, Leukämie oder auch Lungenkrebs.
Schrittweise hält die personalisierte Medizin aber auch Einzug in den
medizinischen Alltag und verändert damit die Arbeit von Ärzten sowie
das Leben von Patienten. Denn durch Blut- oder Gewebetests könnte
sich zukünftig schon vorab prüfen lassen, ob die Therapie mit einem
bestimmten Wirkstoff voraussichtlich den gewünschten Erfolg bringen
wird. Für Patienten bedeutet dies die Chance auf besonders wirksame
und effektivere Behandlungen. Zeitgleich steigt auch die Effizienz im
Gesundheitswesen.
Die personalisierte Medizin erkunden

Eine spannende, digitale Reise durch das Forschungsfeld der
personalisierten Medizin steht Ärzten, Patienten und Interessierten
ab sofort auf www.pfizer.at, sowie www.pfizeroncology.at zur
Verfügung. Auf der virtuellen Erkundungstour machen Sie unter anderem
Station bei Dr. Mace Rothenberg, Senior Vice President, Clinical
Development and Medical Affairs bei Pfizer, der in einem Interview
über die beeindruckenden Möglichkeiten der personalisierten Medizin
berichtet. Ein kurzer Animationsfilm entführt Sie hinter die Kulissen
des zukunftsträchtigen Forschungsgebiets. Darüber hinaus warten
Antworten auf häufige Fragen und aktuelle europäische
Forschungsprojekte darauf entdeckt zu werden.

Tauchen Sie ein in die Welt der personalisierten Medizin unter
www.pfizer.at/gesundheit/personalisierte-medizin oder
www.pfizeroncology.at/personalisierte-medizin
Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für alle
Lebensphasen von Mensch und Tier. Mit einem der höchsten
Forschungsetats der Branche setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York,
neue Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise
Entzündungskrankheiten, Krebs, Schmerz oder bei Impfstoffen. Weltweit
arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu
heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in über 80 Ländern
mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen
Umsatz von rund 67,4 Milliarden US-Dollar.
In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei Geschäftsfelder:
Rezeptpflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte sowie
Tiergesundheit. Das Produktportfolio umfasst innovative
Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika.
Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der
medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um mehr über
unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0094 2012-05-15 10:30 151030 Mai 12 PFI0001 0543

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"Personalisierte Medizin" ist mehr als ein Schlagwort
« Antwort #4 am: 03. November 2012, 17:38 »



"Personalisierte Medizin" ist mehr als ein Schlagwort

Wien (OTS) - "Personalisierte Medizin" verspricht eine
maßgeschneiderte Therapie: Es wird für einen bestimmten PatientenIn
genau das Medikament ausgewählt, welches die höchste Wirkung besitzt
und dabei die geringsten Nebenwirkungen erwarten lässt. Spezielle
Tests (z.B. auf spezifische Mutationen in Krebszellen) können
vorhersagen, ob ein Ansprechen auf das in Frage kommende Medikament
zu erwarten ist oder nicht. Andere Biomarker liefern wiederum
Hinweise, ob mit schwerwiegenden Nebenwirkungen gerechnet werden
muss. Auch die Dosierung wird individuell angepasst, wobei man sich
sowohl genetischer Biomarker als auch Interaktionschecks hinsichtlich
Ko-Medikation bedient.
Wie jede neue Entwicklung mit beträchtlichem Potenzial wirft die
Umsetzung einer "personalisierten Medizin" viele Fragen auf, wenn man
sie einem "Reality Check" unterzieht. Wie präzise ist die
pharmakogenetische Diagnostik? Wie sollen klinische Studien gestaltet
werden, in denen die Wirksamkeit "personalisierter Therapeutika"
geprüft wird? Auf welchen Vergleichen basiert der
Wirksamkeitsnachweis, wenn jeder Patient seine eigene Referenz
darstellt? Welche Implikationen ergeben sich, wenn die
wirkstoffbezogene Zulassung von Arzneimitteln von einer
personenbezogenen Zulassung abgelöst wird?
Maßgeschneidertes hat auch seinen Preis. Beispiele, die für
"personalisierte Medizin" zitiert werden, sind Krebsmedikamente, die
verabreicht werden, nachdem Tumorzellen auf das Vorliegen bestimmter
Mutationen getestet wurden. Die ökonomischen Implikationen dieser
Therapien sind für die Kostenträger beunruhigend, wenn die
Behandlungskosten pro Jahr und PatientIn eine Größenordnung
erreichen, die das Durchschnittsgehalt eines Österreichers um ein
Vielfaches übersteigt. Wird sich die Gesellschaft derart komplexe
und kostspielige Konzepte in der Behandlung häufiger Erkrankungen
leisten können? Oder werden für die Innovationen der
"personalisierten Medizin" auch innovative Erstattungsmodelle
benötigt? Ist "personalisierte Medizin" überhaupt etwas Neues oder
ist es nur ein Schlagwort für den nächsten Kostenschub im
Gesundheitswesen? Kann "personalisierte Medizin" kosteneffektiv sein?
Wie kann man am besten beurteilen, wenn zwei unterschiedliche
Technologien (eine zur Diagnose und eine zur Therapie) gemeinsam zu
bewerten sind?
Diese und andere Fragen werden am kommenden Montag, 5. November,
von 10.00 - 17.00 Uhr, im Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger unter namhaften Vertretern der
Wissenschaft , der öffentlichen Institutionen und der Wirtschaft in
einem Symposium erörtert, welches gemeinsam von der Österreichischen
Pharmakologischen Gesellschaft (APHAR), dem Hauptverband, der
Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
(AGES), dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem Verband der
pharmazeutischen Industrie Österreichs (PHARMIG) und dem Forum der
forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI) veranstaltet wird.

Rückfragehinweis:
Mag. Dr. Peter Holzer , Univ.-Prof. für Experimentelle
Neurogastroenterologie , Institut für Experimentelle und Klinische
Pharmakologie der Medizinischen Universität Graz, Vorsitzender
APHAR, Tel.Nr. 0316/380-4500, e-mail: peter.holzer@medunigraz.at

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Personalisierte Krebstherapie, auf den Krebspatienten abgestimmt
« Antwort #5 am: 03. Januar 2013, 22:57 »

Wenn Gene die Therapie bestimmen
Sophie Niedenzu, 28. Dezember 2012, 12:20

    Der Onkologe Wolf-Dieter Ludwig vom Helios Klinikum Berlin-Buch kritisiert die verwirrenden und für Laien wenig transparenten Begrifflichkeiten rund um die personalisierte Medizin.
    foto: ludwig

    Der Onkologe Wolf-Dieter Ludwig vom Helios Klinikum Berlin-Buch kritisiert die verwirrenden und für Laien wenig transparenten Begrifflichkeiten rund um die personalisierte Medizin.

2012 war die medizinische Berichterstattung gespickt mit zahlreichen Meldungen über die personalisierte Medizin

Bereits Anfang des Jahres sprachen Forscher in der österreichischen Akademie der Wissenschaften erstmals über die neuen Therapiemöglichkeiten. Ende August fand schließlich die erste zentraleuropäische Konferenz zur personalisierten Medizin am Wiener AKH statt. Einen Monat später schenkten ihr die Teilnehmer des Kongresses der europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie erhöhte Aufmerksamkeit. Zeitgleich wurde auch beim europäischen Health Forum in Gastein darüber gesprochen. Und schließlich lud der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zu einem Symposium ein.

Die personalisierte Medizin ist in aller Munde. Doch was kann sie wirklich? Wie bescheiden sind die Erfolge?

"Das ist noch ein sehr junger Forschungsbereich, aber ........ http://derstandard.at/1356426339432/Wenn-Gene-die-Therapie-bestimmen?ref=nl

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Personalisierte Medizin: "Wir stehen noch ganz am Anfang"
« Antwort #6 am: 03. Januar 2013, 23:00 »



"Wir stehen noch ganz am Anfang"

Interview | Sophie Niedenzu, 28. Dezember 2012, 12:25

    Der Onkologe Wolf-Dieter Ludwig erkennt derzeit noch keinen richtigen Durchbruch der personalisierten Medizin - weder in der Onkologie noch bei anderen Erkrankungen.
    foto: ludwig

    Der Onkologe Wolf-Dieter Ludwig erkennt derzeit noch keinen richtigen Durchbruch der personalisierten Medizin - weder in der Onkologie noch bei anderen Erkrankungen.

Der Mediziner Wolf-Dieter Ludwig hält den Weg von der Standardtherapie zur "personalisierten Medizin" für richtig, erkennt aber keinen Durchbruch

Im Gespräch mit derstandard.at plädiert der deutsche Onkologe Wolf-Dieter Ludwig für mehr seriöse Studien, ärztliche Weiterbildungen in der medizinischen Genetik und eine nüchterne Bewertung der Erfolgsaussichten der personaliserten Medizin.

derStandard.at: Die Onkologie ist das Kerngebiet, in dem an molekulargenetischen Veränderungen für eine bessere Behandlung von Krebspatienten geforscht wird.

Ludwig: Das liegt daran, dass wir in der Onkologie das Problem haben, dass wir gegenwärtig viele neue, sehr teure Medikamente ungezielt einsetzen müssen, ohne zu wissen, ob sie tatsächlich besser wirken als beispielsweise ältere Zytostatika. Bei einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung profitieren häufig nur etwa 20 Prozent der Patienten von diesen neuen Wirkstoffen - 80 Prozent aber nicht. Wir waren bisher kaum in der Lage, die 20 Prozent, die auf die Therapie ansprechen, anhand genetischer Merkmale frühzeitig, also vor Therapiebeginn, zu identifizieren. Unsere Hoffnung ist daher, dass wir mit aussagekräftigen, gut validierten Biomarkern besser vorankommen. Allerdings gibt es bisher erst wenige Beispiele, die erfolgversprechend sind.

derStandard.at: Es gibt also noch keinen wirklichen Durchbruch?

Ludwig: Einen richtigen Durchbruch erkenne ich derzeit nicht - weder in der Onkologie noch bei anderen Erkrankungen. Ich habe den Eindruck, dass die Vermarktung der neuen Therapien wesentlich erfolgreicher ist als die medizinischen Erfolge, die durch diese Wirkstoffe erzielt werden. Wir brauchen deshalb unbedingt seriöse, wissenschaftlich fundierte Untersuchungen, um besser beurteilen zu können, bei welchen Subgruppen neue Wirkstoffe einen überzeugenden, für Patienten relevanten Nutzen bringen.

derStandard.at: Sind die Studien derzeit unseriös?

Ludwig: Wir werden vorwiegend mit Studien konfrontiert, deren vorrangiges Ziel es ist, mit einem neuen Medikament positive Ergebnisse zu liefern und es schnell auf den Markt zu bringen. Dementsprechend werden klinische Studien geplant und durchgeführt. Nicht selten werden sie aufgrund positiver Ergebnisse auch vorzeitig abgebrochen. Das ist für die Patienten, die später das neue Medikament erhalten, wenig hilfreich.

Wir kümmern uns viel zu wenig um die Aspekte nach der Zulassung - klinische Untersuchungen, die gerne unter dem Begriff "Versorgungsforschung" subsumiert werden. Das ist aber die klinische Forschung, die die Realität in der Versorgung von häufig älteren Tumorpatienten mit zahlreichen Begleiterkrankungen widerspiegelt - nicht die handverlesenen Patienten, die in Studien mit strikten Ein- und Ausschlusskriterien untersucht werden.

derStandard.at: Ab wann ist eine Studie aussagekräftig genug?

Ludwig: Bisher wurden meistens Proben von Krebspatienten aus Zellbanken nach Biomarkern untersucht und dann retrospektiv ausgewertet, ob diese Patienten auf die neue Therapie ansprechen - ohne aber eine Vergleichsgruppe mit Patienten zu haben, die weiterhin eine Standardtherapie erhalten. Das macht wenig Sinn. Nur ein prospektiver Vergleich von Standardtherapie und neuer Therapie bei Subgruppen von Patienten, die anhand von Biomarkern identifiziert werden können, ist sinnvoll. Gibt es dann tatsächlich eine längere Überlebenszeit oder weniger Nebenwirkungen durch die neue Therapie im Vergleich mit der Standardtherapie - oder gar eine Heilung?

derStandard.at: Ist es denn vertretbar, dass viel Geld in die personalisierte Medizin fließt?

Ludwig: Dass man diesen kostenintensiven Weg zunächst weiter verfolgt, halte ich für wichtig, um der derzeit in der Onkologie häufig praktizierten Strategie entgegenzuwirken, sehr teure Medikamente ungezielt einzusetzen. Demgegenüber ist es ethisch nicht vertretbar, für ein unzureichend geprüftes Medikament mit marginalem Nutzen und möglicherweise schweren Nebenwirkungen Jahrestherapiekosten zwischen 50.000 und 80.000 Euro pro Patient zu bezahlen. Wir brauchen für neue onkologische Wirkstoffe vernünftige, in klinischen Studien validierte Biomarker, um frühzeitig - möglichst bereits bei Diagnose - die Patienten zu erkennen, bei denen diese Medikamente gut wirken oder aber unwirksam sind.

derStandard.at: Dennoch halten sich die Erfolge in Grenzen. Wäre das Geld unter diesem Gesichtspunkt in anderen Bereichen nicht besser investiert?

Ludwig: In den vergangenen zehn Jahren wurden Milliardenbeträge für zielgerichtete Therapiestrategien in der Onkologie eingesetzt, ohne dabei ........ http://derstandard.at/1356426344408/Wir-stehen-noch-ganz-am-Anfang?ref=nl

Geri

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Personalisierte Medizin ist ....
« Antwort #7 am: 18. März 2013, 20:16 »




Personalisierte Medizin bei Pfizer

 

Als personalisierte Medizin bezeichnet man einen besonderen Behandlungsansatz, bei dem die Therapie auf persönliche Merkmale der Patienten abgestimmt ist. Neben klassischen Faktoren wie Krankengeschichte, Geschlecht oder Alter der Patienten gewinnen in der modernen Medizin die genetischen Merkmale von Erkrankungen zunehmend an Bedeutung.

Weiterlesen ......
http://www.pfizer.at/gesundheit/personalisierte-medizin/personalisierte-medizin-bei-pfizer.html