Autor Thema: Leukämie - Ich will Knochenmark spenden! Wie?  (Gelesen 31468 mal)

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Leukämie - Ich will Knochenmark spenden! Wie?
« am: 21. April 2010, 09:59 »

http://www.stammzellspende.at/

GRUNDSÄTZE DER KNOCHENMARKSPENDE
 
   Für die Anmeldung zur Knochenmarkspende ist eine Altersgrenze mit 18 – 45 Jahren gegeben, ebenso wie eine Gewichtsbeschränkung von 55 – 100 kg für Damen und 60 – 110 kg für Herren.

Der Spender sollte den Vorsatz haben, jedem, der Knochenmark / Blutvorläuferzellen braucht, unabhängig von Alter, Herkunft, Nationalität und Religionszugehörigkeit Knochenmark zu spenden. Die Knochenmarkspende / Spende von Blutvorläuferzellen ist, wie die Blutspende, ein humanitärer Akt. Sie kostet nichts, man bekommt aber auch kein Honorar dafür. Darüber hinaus ist die Spende anonym. Der Spender erfährt nichts über die Person des Patienten, der Patient erfährt nichts über die Person des Spenders.

Blutvorläuferzell-Spender bleibt man vom Zeitpunkt der Spendereinverständniserklärung bis zum vollendeten 54. Lebensjahr. In diesem Zeitraum ist es jederzeit möglich, daß man als Spender gebraucht und von uns kontaktiert wird. Es ist daher wichtig, daß der Spender uns über Adress-, Telefon- oder Namensänderungen auf dem Laufenden hält.

Man hat die Möglichkeit, sich nur zur Knochenmarkspende bereit zu erklären, oder auch als Stammzellspender für beide Arten der Spende zur Verfügung zu stehen.

Jeder Spender kann die Bereitschaft, als Spender zur Verfügung zu stehen, zu jedem Zeitpunkt zurückziehen. Ein Anruf – oder ein kurzes Schreiben, per Post, Fax, oder Email – genügt. Der Spender wird im Computersystem inaktiviert und scheint nirgends mehr als Spender auf.

Weitere Infos: http://www.stammzellspende.at/



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Knochenmark spenden!
« Antwort #1 am: 21. April 2010, 10:00 »

Hier ergänzend:

     

        
Fonds Österreichisches Stammzell-Register

Für den Inhalt verantwortlich:
Univ. Prof. Dr. Agathe Rosenmayr
Florianigasse 38/12
1080 Wien
Tel.: +43 -1 - 403 71 93
Fax.: +43 -1 – 408 23 21
Email: info@knochenmarkspende.at


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Bitte kaufen: "Kurier" vom 12.05.2010
Denn auf Seite 21 gibt es noch mehr Infos zu:
   

Stammzellen gegen Leukämie -Rascher an den Richtigen

Seit fast 15 Jahren sind die Gewebemerkmale des Lkw-Fahrers Christian Hirschbichler in der Datenbank des Österreichischen Stammzellregisters gespeichert. "Im Jänner dieses Jahres bekam ich einen Anruf, dass ich in die nähere Auswahl für eine Spende für einen deutschen Leukämie-Patienten komme." Dienstag und Mittwoch in der Vorwoche war es dann so weit: Ein Zellseparator im Wiener AKH hat aus dem Blut von Christian mehrere Millionen Stammzellen abgetrennt. In 80 bis 90 Prozent der Fälle genügt heute die wesentlich angenehmere Blutstammzellspende, die ohne Narkose durchgeführt wird. Knochenmark wird deutlich seltener benötigt.

Weltweit sind 14,5 Millionen Stammzellspender registriert, in Österreich sind es 60.000. "Diese Zahl wollen wir konstant halten", sagt Univ.-Prof. Agathe Rosenmayr, Leiterin des Stammzellregisters: "Gleichzeitig soll die Qualität der Daten erhöht werden."

Aus wenigen Millilitern Blut werden mittels Erbgut-Analyse die Gewebemerkmale bestimmt. Bis vor einigen Monaten wurden von jedem neu zu registrierenden potenziellen Spender zunächst nur vier oder sechs Gewebemerkmale ermittelt und gespeichert. Passen sie zu einem Patienten, der eine Stammzelltransplantation benötigt, wird man verständigt. Nach neuerlicher Analyse der Gewebemerkmale fällt die Entscheidung.

Vorteil

"Jetzt bestimmten wir von allen neuen möglichen Spendern gleich im ersten Schritt zehn Gewebemerkmale." Dies erhöht zwar die Kosten pro Blutprobe von 50 auf 100 Euro: "Durch die Vollbestimmung, die sich derzeit international durchsetzt, können passende Spender in den Datenbanken aber schneller gefunden werden. Die durchschnittliche Suchdauer reduziert sich von derzeit sechs auf lediglich zwei bis drei Wochen. Für viele Leukämie-Patienten kann das ein entscheidender Vorteil sein."

Mehr als 1000 Österreicher erhielten in den vergangenen 20 Jahren eine Knochenmark- oder Blutstammzellspende, in 88 Prozent der Fälle aus dem Ausland. Im gleichen Zeitraum spendeten ca. 350 Österreicher - 2009 waren es 36 - Stammzellen. Die Hälfte der Spenden ging ins Ausland.

"Für 85 Prozent der Patienten wird in den Datenbanken ein passender Spender gefunden", sagt Rosenmayr. "Die restlichen 15 Prozent haben einen extrem seltenen Gewebetypus. Ihnen kann aber in vielen Fällen bereits mit Stammzellen aus fremdem, in Blutbanken gelagertem Nabelschnurblut geholfen werden. "

Siehe auch vorherigen Beitrag hier!