Autor Thema: Do.29.4.10, 10h, Wien: Morbus Bechterew & rheumatoide Arthritis  (Gelesen 3749 mal)

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Pressefrühstück: Morbus Bechterew & rheumatoide Arthritis
Frühzeitige Therapie durch neue Diagnosekriterien


Wien (pts/21.04.2010/15:05) - Einladung zum Pressefrühstück am
Donnerstag, 29. April, 10 Uhr in den Österreichischen Journalistenclub, 1010 Wien, Blutgasse 3

zum Thema

Morbus Bechterew & rheumatoide Arthritis: Frühzeitige Therapie durch neue Diagnosekriterien


Auf dem Podium:
Primar Dr. Burkhard Leeb, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie (ÖGR) und Leiter der 1. und 2. Abteilung im Landesklinikum Stockerau: "Neue Diagnosekriterien bei rheumatischen Erkrankungen wie Morbus Bechterew ermöglichen eine frühzeitige Therapie"

Univ. Prof. DDr. Manfred Herold, Universitätsklinik für Innere Medizin I Innsbruck: "Verbesserte Therapiekonzepte. Was TNF-alpha-Blocker alles können. Beispiel Golimumab, der neue vollständig humane Antikörper"

Maria Nimführ, Selbsthilfegruppe Morbus-Bechterew, und Hannelore Auringer, Rheumahilfe Wien: "Mit der Krankheit leben lernen - praktische Tipps für die körperliche und seelische Gesundheit, für richtige Ernährung & Bewegung"

Betroffener Patient: Der lange Weg bis zur richtigen Therapie - Krankheit & Beruf

Zum Hintergrund:
Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitits) ist die Hauptform seronegativer entzündlich rheumatischer Erkrankungen, für die der Befall der Wirbelsäule charakteristisch ist. Symptome: tiefsitzender Rückenschmerz, vorwiegend in der zweiten Nachthälfte, der sich durch Bewegung bessert, kombiniert mit Morgensteifigkeit der Wirbelsäule. Derzeit beträgt die Dauer von dem Auftreten erster Symptome bis zur Diagnose sieben Jahre. Eindeutig zu lang. Neue Diagnosekriterien versprechen Abhilfe, der Patient kann schneller einer effektiven Therapie zugeführt werden, somit wird das entzündliche Geschehen rascher kontrolliert und eine Wirbelsäulenversteifung verzögert. Ähnliches ist für die chronische Polyarthritis in Vorbereitung.

Wir freuen uns, wenn wir Sie auf der Pressekonferenz begrüßen dürfen und bitten um Anmeldung.

Info & Anmeldung:
Hennrich.PR - Agentur für Gesundheit und Kommunikation
Daniela Hennrich Tel. 01/879 99 07 oder 0664/408 18 18
E-Mail: office@hennrich-pr.at (Ende)


Aussender: Hennrich.PR
Ansprechpartner: Daniela Hennrich
email: office@hennrich-pr.at
Tel. 0664/408 18 18

Geri

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Wien: Morbus Bechterew & rheumatoide Arthritis
« Antwort #1 am: 30. April 2010, 15:34 »
Neue Diagnosekriterien bei Morbus Bechterew - Nachbericht zum Pressefrühstück
Verbesserungen in Diagnose und Therapie
 

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Wien (pts/30.04.2010/14:10) - Morbus Bechterew (Ankylosierende Spondylitis) ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen. Er beginnt schleichend und manifestiert sich in vielgestaltiger Weise vorwiegend im frühen Erwachsenenalter. Neueste Fortschritte ermöglichen es nun, betroffene Patienten rascher zu identifizieren und frühzeitig einer gezielten, innovativen Behandlung zuzuführen.

Lange Zeit konnte die Diagnose nur mittels Röntgen gestellt werden. Allerdings werden die krankheitstypischen Veränderungen in Form von Knochenspangenneubildungen erst lange nach Beschwerdebeginn sichtbar. Kürzlich hat nun eine internationale Expertengruppe die "ASAS-Klassifikationskriterien zur Diagnose einer axialen Spondylarthritis" publiziert. Diese definieren standardisierte krankheitskennzeichnende magnetresonanztomographische Veränderungen einer prä- bzw. nicht-röntgenologischen axialen Spondarthritis als zentrale Untersuchungsparameter. Sie berücksichtigen auch das klinische Beschwerdebild sowie serologische Parameter wie C-reaktives Protein (CRP) und besonders HLA B27. "Die neuen Kriterien ermöglichen eine Diagnose auch auf der Basis rein klinischer Befunde ohne Bildgebung", betont Prim. Dr. Burkhard Leeb, Landesklinikum Weinviertel Stockerau, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation. "Damit lässt sich Morbus Bechterew wesentlich früher erkennen, was wiederum für den Patienten vorteilhaft ist, weil frühzeitig eine adäquate Therapie einsetzen kann."

Hauptursache gezielt bekämpfen

Die Hauptursache für die Krankheitssymptome des Morbus Bechterew ist eine überschießende Produktion des körpereigenen Botenstoffes Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha). Diese setzt eine unkontrollierte Entzündung in Gang, die ihrerseits Schmerzen an Wirbelsäulengelenken und Sehnenansätzen im Beckenbereich oder an der Ferse verursacht. Im Laufe der Zeit können zusätzlich Bewegungseinschränkungen auftreten.

Das Therapieschema bei Morbus Bechterew beruht auf einem Zwei-Säulen-Modell. Medikamentöse Schmerzlinderung bildet für die meisten Betroffenen die Voraussetzung, um mit einer Bewegungstherapie beginnen zu können. Denn, so Prim. Leeb: "Ohne Bewegung geht es nicht!" Gezielte Heilgymnastik bildet nach wie vor die wesentlichste Säule zum Schutz vor strukturellen Veränderungen. Optimale Ergebnisse werden somit nur durch die Kombination von medikamentöser und physiotherapeutischer Behandlung erzielt.

"Die medikamentöse Initialbehandlung erfolgt mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR)", erklärt Univ.-Prof. Manfred Herold, Universitätsklinik Innsbruck. "Diese herkömmliche Therapieform ist jedoch nicht immer in der Lage, den krankheitsspezifischen Entzündungen Einhalt zu gebieten. Bei Patienten, die nicht ausreichend ansprechen, ist der Einsatz eines TNF-alpha-Blockers mit dem Wirkstoff Golimumab indiziert."

TNF-alpha-Blocker haben in den letzten Jahren das Behandlungsspektrum bei Morbus Bechterew und vielen anderen entzündlichen Wirbel- und Gelenkserkrankungen entscheidend erweitert, wie Prim. Leeb hervorhebt. Seit 1. Oktober 2009 ist nun ein Präparat mit dem Wirkstoff Golimumab EU-weit zugelassen (bei den Indikationen chronische Polyarthritis, Psoriasis Arthritis und Morbus Bechterew). Univ.-Prof. Herold: "Der Wirkstoff Golimumab blockiert den Botenstoff TNF-alpha und bringt somit Entzündungsprozesse und die daraus resultierenden Beschwerden rasch und gezielt zum Abklingen." Der neue TNF-alfa-Blocker kann von den Patienten einmal pro Monat selbst subkutan injiziert werden und bietet somit höchsten Anwenderkomfort.

Morbus Bechterew-Patienten in ganz Österreich können sich für umfassende Beratung und Unterstützung auch an die Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew wenden. Die derzeit rund 1.350 Mitglieder erhalten die 4 x jährlich erscheinende Zeitung "morbus bechterew Aktiv".

Weitere Infos: Kontaktadressen, Veranstaltungen, Vorträge usw. unter http://www.bechterew.at (Ende)