Autor Thema: Pflege von Angehörigen  (Gelesen 2267 mal)

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Pflege von Angehörigen
« am: 11. Mai 2010, 12:50 »

Anmerkungen:
Nur zum Muttertag der Mutter zu gedenken, ihr zu danken, ist zu wenig.
Nur am "Int. Pflegetag" den Pflegenden zu danken, ebenso.
Trotzdem möchten wir SelbsthilfegruppenleiterInnen und Stv. uns dem nachstehenden Dank von ganzem Herzen anschließen!
PS: Dieser Thread möge für Fragen, Antworten, Austausch Pflegender, genützt werden.



12.5.: Internationaler Tag der Pflege - Volkshilfe dankt allen Pflegenden und betont Dringlichkeit eines Pflegefonds

   Wien (OTS) - Volkshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef
Weidenholzer nimmt den Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai  -
dem Geburtstag Florence Nightingales, der Pionierin der
professionellen Pflege - zum Anlass, allen in der Pflege und
Betreuung Tätigen für ihre Leistungen und ihren unverzichtbaren
Beitrag für die Gesellschaft zu danken: "Es sind in erster Linie die
Pflegekräfte, die mit großer Kompetenz und enormem Einsatz die
Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen sicherstellen.
Daher setzt sich die Volkshilfe nicht nur an diesem einen Tag,
sondern das ganze Jahr über für verbesserte Rahmenbedingungen für
Pflegeberufe ein. Pflegende setzen all ihr Wissen ein, um trotz
knapper Ressourcen und kontinuierlich steigender Anforderungen
entsprechende Lösungen und Hilfsangebote für PatientInnen,
BewohnerInnen und ihre Angehörigen zu finden. Es sind die
Pflegekräfte, die mit ihrer Arbeit ein Leben mit oder nach einer
Erkrankung beziehungsweise bei Pflegebedürftigkeit ermöglichen."

Pflegeberufe aufwerten.

   In Österreich sind knapp 200.000 Menschen in Gesundheits- und
Sozialberufen beschäftigt, 80 % davon sind Frauen. Rund 80.000 Frauen
und Männer gehen derzeit einem professionellen Beruf im Bereich der
Alten- und Behindertenpflege nach. In Österreich wird ihr Engagement
oft zu wenig gewürdigt. Gerade im Langzeitpflegesektor ist in den
letzten Jahren der Effizienz- und Kostendruck enorm gestiegen. Die
Vielschichtigkeit des Arbeitsfeldes und die Zusammenarbeit
verschiedener Berufsgruppen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich
sowie aus dem Gesundheitssektor machen eine Tätigkeit in der
Langzeitpflege zusätzlich schwierig. Hinzukommt die geringere
Attraktivität des Arbeitsfeldes der Langzeitpflege im Vergleich zu
anderen Gesundheits- und Sozialberufen. "Die Auswirkungen sind
dramatisch, gerade diplomierte Pflegekräfte fehlen im
Langzeitpflegebereich an allen Ecken und Enden." konstatiert der
Präsident der Volkshilfe.

Steigender Bedarf.

   Weidenholzer gibt zu bedenken, dass "zu wenig Personal und zu
wenig Geld für die Pflege eine der gegenwärtig größten
Herausforderungen für die Politik in Österreich sind." Ursache für
diese großen quantitativen Probleme ist die Zunahme von älteren und
pflegebedürftigen Menschen. Derzeit gibt es in Österreich bereits
rund 420.000 PflegegeldbezieherInnen. Prognosen gehen davon aus, dass
sich die Anzahl der betreuungs- und pflegebedürftigen Personen in den
nächsten zwanzig Jahren mehr als verdoppeln wird.

Leistbarkeit der Pflege sichern.

   "Die Volkshilfe drängt daher auf rasche Lösungen bei der
Pflegefinanzierung: Ein reiches und produktives Land wie Österreich
muss sich notwendige Mehrausgaben für Pflege und Betreuung auf
qualitativ hochwertigem Niveau für alle leisten können, es bedarf
dazu vor allem des politischen Willens. Die Volkshilfe fordert schon
seit Jahren eine solidarische, sozial gerechte und einheitliche
Finanzierung der Pflege in Österreich, die im Regierungsprogramm
vorgesehene Einrichtung eines Pflegefonds ist dringend nötig. Wir
erneuern zudem unsere Forderung nach einer für die Pflege
zweckgebundenen Erhöhung der Vermögensbesteuerung auf das
EU-Durchschnittsniveau.", schließt Josef Weidenholzer.

Rückfragehinweis:
   Rainer Stoiber
   E: rainer.stoiber@volkshilfe.at
   T: 0676 834 02 216
« Letzte Änderung: 11. Mai 2010, 12:51 von admin »

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Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger
« Antwort #1 am: 03. Juni 2010, 21:16 »

Start der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger
Utl.: Einladung zur Pressekonferenz =

   Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Harald Goldmann hatte drei Jahre lang
zwei Jobs: Angestellter in der IT-Abteilung einer internationalen
Firma sowie Pfleger und Betreuer seines Bruders, der im Wachkoma lag.
"Hunderttausende Menschen in Österreich pflegen ihre nahen
Verwandten. Jeden Tag wird großartige Hilfe völlig selbstverständlich
geleistet", sagt Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der
Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger. "Ziel der
Interessengemeinschaft ist es, die Lebenssituation der Betroffenen zu
verbessern."

80 Prozent aller Pflegegeldbezieher werden überwiegend von ihren
Angehörigen versorgt, rund 15 Prozent erhalten ergänzend mobile
Pflege und Betreuung. Die Interessengemeinschaft setzt sich für die
Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen ein, denn 70
Prozent aller pflegenden Angehörigen leiden unter der körperlichen
und psychischen Belastung.

Pflege ist ein solidarisch zu tragendes Risiko, ebenso wie
Arbeitslosigkeit oder Krankheit. Die Interessengemeinschaft will
pflegende Angehörige als gesellschaftspolitisch relevante Gruppe
etablieren, um bei der Weiterentwicklung förderlicher
Rahmenbedingungen für Pflege und Betreuung mitzuwirken.

Am Podium:
Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin Interessengemeinschaft
pflegender Angehöriger
Harald Goldmann, stv. Präsident der Interessengemeinschaft
Maria Hoppe, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft
Werner Kerschbaum, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft und
stv. Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes

Zeit: Donnerstag, 20. Mai 2010, 9.30 Uhr
Ort: Café Landtmann, Dr. Karl Lueger-Ring 4, 1010  Wien

Rückfragehinweis:
   Mag. Petra Griessner, Österreichisches Rotes Kreuz
   Presse- und Medienservice , Tel.: +43 1 589 00-357
   Mobil: +43 664 823 48 87, petra.griessner@roteskreuz.at www.roteskreuz.at