Autor Thema: Krebsforschung hilfreich für .......  (Gelesen 2272 mal)

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Werner

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Krebsforschung hilfreich für .......
« am: 27. Juni 2010, 11:39 »
Asco-Kongress: Kostspieliger Gewinn an Lebenszeit, 07.06.10

"Durchbrüche sind in der Krebsbehandlung nur selten. Die wenigen Studien, in denen auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (Asco) in Chicago eine Verbesserung der Prognose der Patienten beschrieben wurde, beschränkte sich der Lebenszeitgewinn auf wenige Monate – teilweise mit erheblichen Mehrkosten.

Die US-Medien heben eine Phase-III-Studie des Herstellers Roche zu dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab hervor. Dieses universelle Krebsmedikament ist bereits zur Behandlung von Malignomen in Darm, Brustdrüse, Lunge, Niere und (in den USA) im Gehirn zugelassen..."

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41490/Asco-Kongress_Kostspieliger_Gewinn_an_Lebenszeit.htm



Klinische Studien zu Prostata- und Magenkrebs sowie zum Non-Hodgkin-Lymphom hatten jedoch jüngst die Erwartungen enttäuscht. Jetzt deutet sich als weitere Indikation das fortgeschrittene Ovarialkarzinom an.

Die Studie GOG 0218 hatte 1.873 Frauen mit nicht vorbehandeltem Ovarialkarzinom nach der Operation auf Placebo oder eine Chemotherapie plus Bevacizumab randomisiert, wobei die Therapie mit dem kostspieligen Bevacizumab bei einem Teil der Patientinnen auf Dauer fortgesetzt wurden.

Unter dieser Erhaltungstherapie mit Bevacizumab lebten die Patientinnen noch 14,1 Monate gegenüber 10,3 Monate unter alleiniger Chemotherapie. Der Überlebensgewinn schlägt nach ersten Berechnungen mit mehr als 70.000 US-Dollar zu Buche.

Für Studienleiter Robert Burger vom Fox Chase Cancer Center in Philadelphia ist die Dauertherapie mit Bevacizumab dennoch eine Option. Bei einer Lebenszeitverlängerung stimmen in der Regel auch die Zulassungsbehörden einer Erweiterung der Indikation zu. Man darf auf die Stellungnahmen der Kostenträger gespannt sein (Abstract LBA1).

Beim Darmkrebs bleibt ein neuer Kostenschub erspart. Hier ist derzeit der monoklonale Antikörper Cetuximab eine teure Option für Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom. In einer Phase-III-Studie im Stadium III der Erkrankung an Patienten mit normaler Aktivität des KRAS-Gens konnte Cetuximab die Ergebnisse gegenüber einem FOLFO6-Regime nicht verbessern (Abstract CRA3507).

Therapeutische Fortschritte gibt es dagegen beim lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom. Eine Standardtherapie ist hier derzeit die Androgen-Deprivationstherapie, die nach Ansicht von Padraig Warde vom Princess Margaret Hospital in Toronto künftig mit einer Bestrahlung kombiniert werden sollte.

Die Radiotherapie verbesserte in einer Phase III-Studie mit 1.205 Patienten die Überlebenszeit um 6 Monate. Die 7-Jahresüberlebensrate stieg von 66 auf 74 Prozent. Dieser Gewinn wurde nach Auskunft der Autoren nicht mit einem Anstieg der gastointestinalen Toxizität erkauft: Die Proktitis-Rate stieg von 1,3 auf 1,8 Prozent (Abstract CRA4504).

Beim Mammakarzinom macht derzeit ein Gift aus dem marinen Schwamm Halichondria okadai von sich reden. Als Eribulin ist es ein wirksames Zytostatikum, das in der EMBRACE-Studie an 762 Patientinnen mit lokal rezidiviertem oder metastasiertem Mammakarzinom die Überlebenszeit von 10,7 auf 13,1 Monate verlängerte.

Es sei das erste Mal, dass ein Wirkstoff in dieser Gruppe der mehrfach vorbehandelten Patientinnen noch eine derartige Wirkung erzielt, berichtet die Gruppe um Christopher vom St. James’s Institute of Oncology in Leeds.

Der Preis für die Patientinnen besteht in einer häufigen Asthenie oder Fatigue (54 Prozent), Neutropenie (52 Prozent), Haarverlust (45 Prozent) und eine peripheren Neuropathie (37 Prozent). Der Preis für die Kostenträger ist noch nicht bekannt. Der Hersteller hat aber einen Zulassungsantrag in den USA, Japan und Europa gestellt (Abstract CRA 1004).

Beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) lassen sich die Ergebnisse durch eine Kombination von Paclitaxel und Carboplatin verbessern. Eine Phase-III-Studie zeigt, dass die Therapie auch bei 70- bis 89-Jährigen möglich ist. Die Überlebenszeit stieg von 6,2 auf 10,4 Monate, wie Elisabeth Quoix von der Universität Straßburg und Mitarbeiter berichten (Abstract 2).

Für die schätzungsweise 5 Prozent aller NSCLC-Patienten mit einer Veränderung im ALK-Gen könnte sich künftig auch eine Therapie mit dem ALK Inhibitor Crizotinib anbieten. In einer erweiterten Phase-I-Studie kam es bei 87 Prozent aller Patienten zu einer Verkleinerung des Tumors, wie Yung-Jue Bang und Mitarbeiter von der Universität Seoul berichtet. Der Hersteller hat bereits eine Phase-III-Studie begonnen (Abstract 3).

Der Versuch, Patienten, die ein NSCLC überlebt haben, durch die regelmäßige Gabe von Selen vor einem erneuten Lungenkrebs zu schützen, ist in einer Phase-III-Studie an 1522 Patienten gescheitert, wie Daniel Karp Daniel Karp, vom M.D. Anderson Cancer Center in Houston eingestehen musste (Abstract 7004).

Einen neuen Ansatz in der Krebstherapie verfolgt der monoklonale Antikörper Ipilimumab. Er bindet an einem Rezeptor auf T-Zellen, was die körpereigene Krebsabwehr verstärkt. In einer Phase-III-Studie an 676 Patienten wurde Ipilimumab mit nicht resektablem malignen Melanom getestet.

Bei den Patienten war eine frühere Therapie mit Interleukin 2 oder Dacarbazin gescheitert. Die Patienten wurden mit Ipilimumab, der Krebsvakzine gp100 oder einer Kombination beider Therapien behandelt. Unter Ipilimumab lebten die Patienten im Durchschnitt 10,1 Monate, nach der Behandlung mit gp100 nur 6,4 Monate. Die Kombination verbesserte die Erbnisse von Ipilimumab nicht, wie die Gruppe um Steven O’Day von einem Forschungsinstitut in Los Angeles berichten.

Die Verträglichkeit von Ipilimumab wird als gut beschrieben: 10 bis 14 Prozent entwickelten allerdings schwere Nebenwirkungen wie einen Hautausschlag oder eine Colitis (Abstract 4). © rme/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41490/Asco-Kongress_Kostspieliger_Gewinn_an_Lebenszeit.htm


zum Thema

    * Abstract LBA1
    * Pressemitteilung des Fox Chase Cancer Center
    * Pressemitteilung des Herstellers
    * Abstract CRA3507
    * Abstract CRA4504
    * Pressemitteilung der Asco zu Krebs an Darm und Geschlechtsorgane
    * Abstract CRA 1004
    * Pressemitteilung des Herstellers
    * Pressemitteilung der Asco zum Mammakarzinom
    * Abstract 2
    * Abstract 3
    * Abstract 4
    * PDF der Studie
    * Abstract 7004
    * Pressemitteilung der Asco zum NSCLC
    * Abstract 4
    * Pressemitteilung des Herstellers
    * http://www.asco.org/ASCOv2/Press+Center/Latest+News+Releases/Meetings+News/Studies+Report+Advances+in+Novel
« Letzte Änderung: 27. Juni 2010, 12:00 von Werner »

Jutta

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Milliardengeschäft Krebsmedikamente
« Antwort #1 am: 31. August 2010, 16:41 »
Milliardengeschäft Krebsmedikamente

Wie die Pharmaindustrie mit Scheininnovationen Kasse macht

Es ist der wohl grausamste Krankheitsbefund: Krebs. Mehr als 400.000 Menschen im Jahr trifft es. Was dann folgt, ist ein schlimmes Wechselbad, mal Hoffnung, mal Verzweiflung.
Das aber ist nur die eine Seite der Krankheit. Die andere Seite lautet: Geld. Unsummen von Geld, denn am Krebs verdienen viele. Allen voran die Pharmaindustrie. Ständig bringt sie neue Medikamente auf den Markt. Aber halten die auch, was versprochen wird?
Ganz neu zum Beispiel dieses Arzneimittel mit dem Namen Avastin. Von dem heißt es, es verlängere beim Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium das Überleben. Thomas Dauser und Ulrich Neumann fragen nach: Stimmt das wirklich?

Bericht:
Visite auf der Krebsstation im Berliner Helios-Klinikum. Chefarzt ist hier Professor Ludwig. Er ist einer der Krebsspezialisten Deutschlands und gleichzeitig Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Seine erste Patientin an diesem Tag – Eike Linnich. Seit einigen Jahren bekommt sie Krebsmedikamente.
O-Ton: ....................


http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=2971658/1mh1f88/index.html


hilde

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Erstmals künstliche Luftröhre verpflanzt
« Antwort #2 am: 08. Juli 2011, 15:22 »

http://www.vol.at/erstmals-kuenstliche-luftroehre-verpflanzt/news-20110708-01281848

Erstmals künstliche Luftröhre verpflanzt

Luftröhre aus synthetischem Gerüst mit Besatz aus Stammzellen des 36-jährigen Krebspatienten gebildet. - ©EPA / KAROLINSKA UNIVERSITY HOSPITAL

Einem internationalen Chirurgenteam ist nach Angaben eines schwedischen Krankenhauses die weltweit erste Transplantation einer mit Stammzellen besetzten künstlichen Luftröhre gelungen.  0 Kommentare
Am 9. Juni habe ein 36- jähriger Patient mit Luftröhrenkrebs die neue Luftröhre bekommen, die aus einem synthetischen Gerüst mit einem Besatz aus seinen eigenen Stammzellen gebildet wurde, erklärte das Karolinska- Universitätsklinikum in Huddinge bei Stockholm am Donnerstag.

Das neue Verfahren könne die Transplantation von Luftröhren in Zukunft revolutionieren, betonte http://www.vol.at/erstmals-kuenstliche-luftroehre-verpflanzt/news-20110708-01281848

admin

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Empfehlungen zur Behandlung älter KrebspatientInnen
« Antwort #3 am: 04. Mai 2012, 19:42 »


Von: Stauder Reinhard [mailto:reinhard.stauder@i-med.ac.at]
Gesendet: Freitag, 04. Mai 2012 18:15
An: info@krebspatienten.at
Betreff: Empfehlungen zur Behandlung älter KrebspatientInnen

Liebe Freunde und Mitglieder des Verein Seniorenkrebshilfe,

eine der Zielsetzungen unseres Vereins besteht in der Erstellung von Empfehlungen zur Behandlung älter KrebspatientInnen.
In diesem Sinne hat R. Stauder mit Unterstützung des Vereins, Empfehlungen zur maßgeschneiderten Einschätzung und individualisierten Therapie bei Myelodysplastischen Syndromen entwickelt und in einer sehr renommierten Fachzeitschrift publiziert (s. Beilage). Myelodysplastische Syndrome sind Bluterkrankungen die typischerweise bei Älteren zu Blutarmut und Abwehrschwäche führen und in Leukämien übergehen können.
Diese Empfehlungen werden dazu beitragen die Betreuung diese vorwiegend betagten Patienten entscheidend zu verbessern!

Bitte unterstützt uns weiterhin!

Herzlich R Stauder

ao.Univ.-Prof. Dr.med. Reinhard STAUDER MSc
Univ.-Klinik für Innere Medizin V (Hämatologie und Onkologie)
Medizinische Universität Innsbruck
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck, Österreich
 
Reinhard STAUDER MD, MSc, Associate Professor
Department of Internal Medicine V (Haematology and Oncology)
Innsbruck Medical University 
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck, Austria
 
phone +43 512 504 23255
reinhard.stauder@i-med.ac.at


Hinweis:
Bei Interesse dieser (engl.) Literatur bitte ein Email an info@krebspatienten.at