Autor Thema: Hauptverband - Infos für Ärzte und Versicherte  (Gelesen 2737 mal)

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Hauptverband - Infos für Ärzte und Versicherte
« am: 30. Juli 2010, 20:31 »

www.erstattungskodex.at: Mehr Service und Transparenz für ÄrztInnen und Versicherte =

   Wien (OTS) - Bekanntlich hat die Krankenversicherung mit der
Bundesregierung eine ausgabenseitige Finanzkonsolidierung vereinbart.
Im Zeitraum 2010 bis 2013 sollen die Ausgaben um in Summe 1,7
Milliarden Euro weniger wachsen als ursprünglich prognostiziert. Eine
wesentliche Rolle spielen dabei die rund 3 Milliarden jährlicher
Kosten für Medikamente (2009: 2,84 Mrd. Euro). Christoph Klein,
Generaldirektor-Stellvertreter im Hauptverband: "Unser Grundprinzip
dabei ist, die Kostenentwicklung intelligent zu dämpfen - also ohne
dass die Versorgungsqualität darunter leidet."

   Die Richtlinien über die ökonomische Verschreibweise (RöV) legen
in diesem Sinne fest: Bei mehreren gleich geeigneten Medikamenten
(die Eignung wird vom Arzt beurteilt!) ist das günstigste zu
verschreiben. Für diese Auswahl bietet schon seit Jahren die
Datenbank "Ökotool" den ÄrztInnen eine medizinisch-wissenschaftliche
Vergleichsbasis. Der konsequente Einsatz dieses Instruments ist
entscheidend für die Konsolidierungswirkung und wird daher von den
Kassen zunehmend (Salzburg, Vorarlberg, Oberösterreich ...) mit den
Ärztekammern vereinbart.

   Christoph Klein: "Jeder vernünftige Konsument denkt auch an den
Preis. Gerade wir als Verwalter des Geldes unserer Versicherten haben
beste Qualität zu einem möglichst günstigen Preis einzukaufen und
dabei moderne Instrumente wie das Ökotool einzusetzen. Dabei wollen
wir unseren ÄrztInnen größtmögliche Zugänglichkeit und
Anwenderfreundlichkeit und unseren Versicherten höchste Transparenz
bieten."

   Hauptverband und SVC (die für die Umsetzung der e-card zuständige
Gesellschaft) präsentieren das Ökotool heute daher in einigen Punkten
deutlich verbessert:

 - Freie Zugänglichkeit des Ökotools (und des gesamten
Erstattungskodex - damit auch jener Medikamente, für die keine
Alternativen bestehen) im Internet: nicht nur für alle ÄrztInnen
(unabhängig von Zugang, Konditionen und Aktualität im Rahmen ihrer
Ordinationssoftware), sondern für alle Interessierten

 - Monatliches statt bisher quartalsweises (und durch den
Übertragungsaufwand in die Ordinationssoftware oft weiter
verzögertes) Update und damit stets topaktuelle Übersicht

 - Neben einfachster Bedienbarkeit auch transparente Darstellung der
Vergleichsgruppen wirkstoffgleiche/wirkstoffähnliche Präparate und
praxisrelevante Zusatzinformationen (z.B. verschreibbare
Packungsgröße und -zahl)

Rückfragehinweis:
   Pressestelle im Hauptverband
   Tel. 01 711 32-1124
   Fax 01 711 32-3785
   Email: wilhelm.donner@hvb.sozvers.at

Tanja

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Hauptverband - Gesundheitssytem unbedingt reformieren
« Antwort #1 am: 15. Januar 2012, 00:20 »


Gesundheitssytem unbedingt reformieren


Die Österreicher sehen im Gesundheitsbereich die größte Reformnotwendigkeit. In einer GfK-Umfrage für den Hauptverband der Sozialversicherungsträger meinten 82 Prozent, dass Reformen in der Gesundheit notwendig seien (48 Prozent sehr und 34 Prozent eher). Dahinter folgen die Schule und die Pensionen, wo je 78 Prozent Reformen für nötig erachten, danach die Öffentliche Verwaltung mit 77 Prozent.

Die Österreicher sehen im Gesundheitsbereich die größte Reformnotwendigkeit. In einer GfK-Umfrage für den Hauptverband der Sozialversicherungsträger meinten 82 Prozent, dass Reformen in der Gesundheit notwendig seien (48 Prozent sehr und 34 Prozent eher). Dahinter folgen die Schule und die Pensionen, wo je 78 Prozent Reformen für nötig erachten, danach die Öffentliche Verwaltung mit 77 Prozent.

Die von GfK-Geschäftsführer Rudolf Bretschneider gemeinsam mit den Spitzen des Hauptverbandes präsentierte Umfrage wurde allerdings schon im Spätsommer 2011 und damit lange vor Beginn der Sparpaketverhandlungen durchgeführt. Befragt wurden 2.000 Personen.

Der ausgeprägte Wunsch nach einer Gesundheitsreform entspringt aber keinesfalls einer Unzufriedenheit mit dem System. Nicht weniger als 85 Prozent halten das Gesundheitssystem für eines der besten in Europa. Trotzdem wird aber auch Kritik daran geübt. Eine satte Mehrheit von 86 stuft Doppeluntersuchungen in die Kategorie "Kostentreiber" und nicht unter "mehr Sicherheit für den Patienten" ein. Und mehr als drei Viertel kritisieren fehlende interne Abstimmungen - 78 Prozent haben das Gefühl, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte im Gesundheitssystem tut. Mehr als 80 Prozent glauben, dass dadurch die Qualität der Behandlung leidet und unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten ausgelöst werden. Und zwei Drittel (67 Prozent) halten dadurch sogar lebensbedrohende Situationen für Patienten für wahrscheinlich.

Einen Haus- oder Vertrauensarzt haben 93 Prozent der Österreicher und sie stehen zu diesem auch sehr positiv. Die Ärztekammer fordert in ihrem Hausarztmodell, dass der Hauarzt verpflichtend zum Lotsen durch das Gesundheitssystem gemacht wird und sie erwartet sich laut einer Studie durch Vermeidung von unnötigen Ambulanzbesuchen Einsparungen von 335 Millionen Euro. Dieses Potenzial bezweifelte Hauptverbands-Generaldirektor Josef Kandlhofer und meinte, dass Einsparungen durch ein solches Modell von strukturellen Änderungen abhängen würden.

Qualität muss regelmäßig unter die Lupe

Trotz der hohen Zufriedenheit mit ihren Ärzten plädiert eine überwältigende Mehrheit von 89 Prozent für eine regelmäßige Qualitätskontrolle. Jeweils rund ein Drittel wünschen sich dafür ein unabhängiges Institut, die Ärztekammer oder das Gesundheitsministerium. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) wollen auch eine öffentliche Datenbank über Ärzte, in der auch die Erfüllung von Qualitätskriterien aufscheinen soll. Kandlhofer erklärte dazu, dass ein Patientenportal zwar vereinbart sei, aber nicht wirklich in Gang komme, weil die Ärztekammer vor den Ärztekammer-Wahlen im Frühjahr sehr zurückhaltend sei.

Die E-Medikation halten jeweils gut 90 Prozent geeignet für die Information des Arztes, für eine bessere Abstimmung von Krankenhaus, Arzt und Apotheker sowie für die Sicherheit des Patienten. Kandlhofer liest daraus einen "sehr starken Auftrag" heraus, in diese Richtung weiter zu arbeiten. Der mit Ende des vergangenen Jahres abgelaufene Pilotversuch wird nun evaluiert und Hautpverbands-Chef Hans-Jörg Schelling erwartet, dass längstens bis Mitte des Jahres Ergebnisse vorliegen. (moe)

Quelle: APA

http://www.kommunalkredit.at/DE/Kundenportal/Soziale%20Infrastruktur/F%C3%BCr%20Sie%20gelesen/F%C3%BCr+Sie+gelesen.aspx?details=http://select.cms.apa.at/cms/kommunalkredit/einzel?channel=CH0355&doc=CMS1326373984587