Autor Thema: Arzt übersiedelt in diev Schweiz  (Gelesen 2695 mal)

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Arzt übersiedelt in diev Schweiz
« am: 31. Juli 2010, 02:02 »

http://reporter.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,8091749,00.html


ZDF.reporter
Als Arzt in die Schweiz
Akademiker kehren Deutschland den Rücken

Der deutschen Wirtschaft fehlen Hundertausende Akademiker, sagt die Bundesregierung. Trotzdem zieht es gerade die Hochqualifizierten ins Ausland. Der Grund: höheres Gehalt und bessere Karrierechancen. Mit diesem so genannten "Brain Drain" wandert nicht nur das nötige Wissen für wirtschaftliche Innovationen aus - der "Know-how-Abfluss" kostet auch noch richtig Geld.

    * Sendung vom 22.07.2010 [Archiv]

Über eine Million Euro ist der Preis, den der deutsche Steuerzahler allein für einen einzigen ausgewanderten Arzt bezahlen muss. Das ifo-Institut hat errechnet, dass die Ausbildung einer 30-jährigen Fachärztin 436.000 Euro kostet. Wenn sie dann auswandert, kommen auch noch 639.000 Euro entgangene Steuereinnahmen und Sozialabgaben dazu.
 

Eine ganz schöne Summe, vor allem, wenn man bedenkt, dass nach Angaben der Bundesärztekammer derzeit 19.000 deutsche Ärzte im Ausland praktizieren. Hierzulande haben Kliniken Personalprobleme und müssen Praxen schließen, da bereits jetzt schon 3600 Mediziner fehlen.
 
Fehlende Akademiker

Ähnlich sieht die Situation beim wissenschaftlichen Nachwuchs aus. Die Bundesregierung schätzt, dass in drei Jahren 330.000 Akademiker fehlen werden. Allein in den USA sind derzeit nach Angaben der German Scholar Organisation bis zu 20.000 deutsche Wissenschaftler tätig.
LINKS

    * Traumjob am Traumstrand

Das Lieblingsziel der deutschen Forscher sind die USA. Denn dort findet vor allem der Wissenschaftler-Nachwuchs das, was deutsche Unis ihm nicht bieten können: sichere Berufsaussichten und echte Karrierechancen.

Der lange Weg zur Professur

Junge Forscher bekommen in den USA meist einen zeitlich befristeten Vertrag (im Regelfall sechs bis sieben Jahre) als assistant professor mit einer festen Laufbahnzusage im Bewährungsfall. Sie sind im Rahmen dieses befristeten Vertrages nur unter erhöhtem Aufwand kündbar und können nach dessen Ende zum full professor aufsteigen.
 

In Deutschland muss sich der Forschernachwuchs im akademischen Mittelbau mit vielen befristeten Verträgen abgeben. Die wissenschaftliche Karriere gleicht einem Risikospiel: Selbst wenn man alles richtig macht (schnelles Studium, gute Zensuren, Auslandserfahrung, zahlreiche Veröffentlichungen), ist dies noch lange keine Garantie auf eine Professur.
 

Selbst wer eine gute Stelle an einer deutschen Uni angeboten bekommt, verzichtet häufig zugunsten der Anstellung im Ausland. Der Grund: die bessere finanzielle Ausstattung. Nach Angaben der OECD gab Deutschland 2006 gerade mal 4,8 Prozent des Bruttoinlandproduktes für Bildung aus. Weniger investierten unter den Mitgliedsländern nur die Türkei, die Slowakei, Spanien und Irland. Die Schweiz gab nach den USA und Luxemburg am meisten Geld für Schüler und Studenten aus.
 
von Katja Scherl
Mit Material von ZDF