Autor Thema: D.: Personalisierte Medizin  (Gelesen 2442 mal)

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Richi

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D.: Personalisierte Medizin
« am: 04. August 2010, 20:03 »

Personalisierte Medizin: „Der Expertenkreis muss sich schließen“

Mehr „ich“ als „wir“ steht in der personalisierten Medizin im Vordergrund. Schließlich soll dem Patienten durch neue Methoden eine zielgenaue Therapie ermöglicht werden. Viele Entwicklungen stecken allerdings noch in den Kinderschuhen. Verschiedene Akteure tummeln sich rund um das Thema, doch wo ist der rote Faden, wo werden Wissen und neue Forschungsergebnisse ausgetauscht?22.07.2010
Foto: Professor Schmidt
Christian Schmidt;©privat

MEDICA.de sprach mit Professor Christian Schmidt, Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln, über das breite und teilweise noch unstrukturierte Themenfeld, mögliche Perspektiven einer interdisziplinären Zusammenarbeit und Chancen sowie Risiken von personalisierter Medizin.

MEDICA.de: Professor Schmidt, bei der Entwicklung von personalisierter Medizin sind viele Akteure beteiligt. Wie arbeitet man mit den noch unabhängig voneinander agierenden Bereichen aus Wissenschaft, Forschung, Industrie, Politik und Behörden effektiv zusammen?

Christian Schmidt: Das ist nicht leicht zu beantworten, da es eine umfassende Zusammenarbeit noch nicht gibt. Personalisierte Medizin arbeitet meist mit Studien. Es gibt bestimmte Prüfinstitutionen, die miteinbezogen werden müssen, sowohl innerhalb der Klinik als auch extern – wie zum Beispiel die Ethikkommission. Mit Politik und Behörden arbeiten wir noch nicht direkt zusammen. Vielleicht mit einer Ausnahme: Im Bereich der Molekularpathologie gibt es gesetzliche Auflagen. Die Behörden wirken sehr stark mit und prüfen, was die Kliniken im Einzelnen machen. Besonders betrifft das Genomanalysen und molekularpathologische Untersuchungen. Dass bis jetzt nicht alle Akteure zusammengefunden haben, finde ich sehr schade. Ein Symposium mit allen Beteiligten wäre bestens geeignet, um aktuelle Probleme und Fragestellungen zu adressieren und zu besprechen. So könnte sich dann der Expertenkreis schließen.

MEDICA.de: Gibt es ein zentrales Organ, dass die Flut der Informationen, zum Beispiel im Bereich der Onkologie, koordiniert und für alle Beteiligten etwas Orientierung schafft?

Schmidt : Leider http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,lang,1/oid,30738/ticket,g_u_e_s_t/src,Personalised_medicine_1/~/%E2%80%9EDer_Expertenkreis_muss_sich_schlie%C3%9Fen%E2%80%9C.html