Autor Thema: Küche  (Gelesen 2640 mal)

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Sissi

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Küche
« am: 12. August 2010, 18:03 »

Kann man durch kurzes Erhitzen in der Mikrowelle Bakterien abtöten?

Der Erfinder der Mikrowelle stammt aus der Fastfood-Nation Nr.1,  den USA. Der Legende nach schraubte Percy Spencer gerade an einer Radaranlage mit starken Magneten als ihm auffiel, dass der Schokoriegel in seiner Hosentasche geschmolzen war. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg patentierte er das Gerät, das mit Mikrowellen Lebensmittel erhitzte.
Popcorn war das erste heiße Ding, das speziell mit der Mikrowelle zubereitet wurde. Heute sind die Kästen in vielen Küchen zuhause.

Lieber länger mit weniger Watt
Mit der Mikrowelle lassen sich schnell Speisen garen oder wieder aufwärmen. Eine möglichst schonende Zubereitung des Essens erreicht man, wenn die Speisen lange bei niedriger Wattstärke erhitzt werden. Bei zu hohen Wattzahlen können – wie auch auf zu heißen Herdplatten - wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden. Außerdem kann es zu Verbrennungen („Hot
Spots“) an verschiedenen Stellen kommen.

Mikrowellen bringen Wasser zum Schwingen Viele Mikrowellen haben einen Drehteller, auf dem die Speisen während der Garzeit rotieren – aus gutem Grund. Denn Mikrowellen wechseln ständig ihre Richtung und reflektieren mehrfach an der Metallwand im Innern des Gehäuses bevor sie das Lebensmittel an einer unbestimmten Stelle erreichen. Dort werden vor allem Wassermoleküle in Schwingung versetzt. Dies erzeugt Reibung und die Reibung bringt Wärme hervor. An einigen Stellen wird die Speise stärker erhitzt als an anderen.

Mikrowellen töten kurzzeitig nur einzelne Mikroben ab Es dauert also seine Zeit bis die Hitze durch Wärmeübertragung ins Innere der Speise vorgedrungen ist. Wenn man ein Lebensmittel nur kurzzeitig erhitzt, bleiben manche Stellen kälter. An diesen Stellen können Bakterien überleben. Die meisten Mikroben sterben erst bei einer Temperatur von 70 Grad ab. Diese Temperatur wird bei einer kurzzeitigen Erhitzung aber nicht an allen Stellen erreicht. Darum eignet sich eine Kurzzeiterhitzung durch Mikrowellen nicht, um mögliche Krankheitserreger zu bekämpfen.

Mikrowellen machen manchmal rein
Britische Forscher haben vor einigen Jahren in einer Studie zeigen können, dass die Mikrowelle aber dreckige Spültücher nahezu keimfrei machen kann. Diese Sterilisation fällt aber nicht mehr unter Kurzzeiterhitzung, denn das nasse (!) Küchentuch muss über mehrere Minuten bei höchster Wattzahl erhitzt werden, um Bakterien und Schimmelpilze abtöten zu können. Nicht die Mikrowellen, sondern das erhitzte Wasser im Lappen tötet die Keime ab. Speisen, die auf diese Weise zubereitet würden, sind vielleicht fast keimfrei, aber auch nicht mehr unbedingt genießbar.


Mehr Informationen (PDF und Audio)unter:
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/12.08.2010-16.05/b/hoererspiel-die-kleine-anfrage-kann-man-durch-kurzes-erhitzen-in-der-mikrowelle-bakterien-abtoeten.html

Tanja

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D-Gericht-1.Instanz: Nespresso, "Fremde" Kapseln bleiben erlaubt
« Antwort #1 am: 17. August 2012, 13:37 »


Nespresso: "Fremde" Kapseln bleiben erlaubt

Schlappe für Nespresso: Ein deutsches Gericht urteilt, dass auch Kapsel-Plagiate weiterhin uneingeschränkt verkauft werden dürfen.

http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/4508520-nespresso-fremde-kapseln-bleiben-erlaubt.php