Autor Thema: Forschung  (Gelesen 2593 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
Forschung
« am: 07. September 2010, 22:40 »
Dienstag, 7. September 2010
Medizin Pilz-Halluzinogen nimmt Krebskranken Angst und Depressionen

Los Angeles – US-Psychiater sehen in dem Halluzinogen Psilocybin ein wirksames Mittel, um Krebspatienten in der existenziellen Krise im Endstadium der Erkrankung zu helfen. In einer Pilotstudie in den Archives of General Psychiatry (2010. doi:10.1001/archgenpsychiatry.2010.116) hat sich die Therapie sicher erwiesen. Die einmalige Einnahme der Droge löste Angst und Depressionen über mehrere Monate.

Psilocybin ist ein Alkaloid, das natürlicherweise in einigen Pilzen enthalten ist, deren Verzehr eine halluzinogene Wirkung hat, die jener von LSD ähnlich sein soll. Dessen Erfinder, der Schweizer Chemiker Albert Hofmann hat Psilocybin 1959 aus mexikanischen sogenannten Rauschpilzen extrahiert.

Zuvor hatte der US-Banker und Hobby-Mykologen R. Gordon Wasson in der Illustrierten Life noch frei über seine Erfahrungen beim Verzehr von Magic Mushrooms berichten. Heute würde er vermutlich eine Verhaftung riskieren. In den meisten Ländern, wie auch in Deutschland gehört Psilocybin (wie auch LSD) zu den nicht verkehrsfähigen Stoffen. Eine Anwendung auch zu medizinischen Zwecken ist nicht erlaubt.

...........http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42624/Pilz-Halluzinogen_nimmt_Krebskranken_Angst_und_Depressionen.htm
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Jeder zweite Europäer setzt auf Alternativmedizin
« Antwort #1 am: 02. Dezember 2012, 02:03 »


Jeder zweite Europäer setzt auf Alternativmedizin

Donnerstag, 29. November 2012

Brüssel – Alternativmedizinische Angebote sind in verschiedenen europäischen Ländern für die Versorgung unterschiedlich wichtig. In ganz Europa ist aber die Forschung zu Komple­mentär- und Alternativmedizin (CAM) stark vernachlässigt. Das berichten Wissen­schaftler des EU-Projektes „Roadmap for European CAM research“ (CAMbrella) nach dreijähriger Arbeit. Die CAMbrella-Gruppe fordert, ein koordiniertes gesamteuropäisches Vorgehen um das Wissen über dieses Medizingebiet zu verbessern.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass jeder zweite europäische Bürger auf Komple­mentär- und Alternativmedizin setzt. „Die Bürger sind der Motor für CAM. Ihre Bedürf­nisse und Meinungen sind die Schlüsselpriorität. Wir müssen die Interessen der europäischen Bürger besser kennen und sie in der Forschung stärker berücksichtigen“, sagte der Projektkoordinator Wolfgang Weidenhammer vom Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.
Anzeige

Laut den Untersuchungen der CAMbrella-Gruppe gibt es in Europa mehr als 150.000 Ärzte mit einer Zusatzqualifikation in CAM und mehr als 180.000 nicht-ärztliche Therapeuten. Das bedeutet, dass etwa 65 CAM-Anbieter pro 100.000 Einwohner praktizieren. Zum Vergleich: Europaweit versorgen 95 Ärzten 100.000 Einwohner. Allerdings unterscheiden sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Versorgungsstrukturen in den 39 europäischen Ländern stark voneinander.

Verwertbares Wissen über die Verbreitung von CAM als Medizindienstleistung ist laut der Studie „nicht vorhanden“. Weder seien in den meisten europäischen Ländern bisher die Bedürfnisse der Bürger untersucht worden, noch gebe es gesichertes Wissen über die Situation der Anbieter.

Die CAMbrella-Gruppe fordert die EU daher auf, europäische CAM- Forschungs­programme und –initiativen einzurichten. „Wenn CAM ein Teil der Lösung der Probleme im Gesundheitssystem sein soll, die in den kommenden Jahren auf uns zukommen, müssen wir dringend zuverlässige Informationen über Wirksamkeit, Sicherheit und Kosten in den realen Versorgungsbedingungen sammeln und analysieren“, sagte Benno Brinkhaus vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin und Leiter der Arbeitsgruppe Roadmap. © hil/aerzteblatt.de

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 4.800
  • Geschlecht: Männlich
Komplementäre und alternative Medizin
« Antwort #2 am: 02. Dezember 2012, 02:09 »

Komplementäre und alternative Medizin (CAM): Ein wichtiger Teil des europäischen Gesundheitswesens mit großem Forschungsbedarf
Wissenschaftler des EU-Projektes CAMbrella fordern eine gemeinsame europäische Forschungsstrategie in der "Roadmap for European CAM Research"

Wien (OTS) - CAMbrella, das EU-geförderte Forschungsnetzwerk für
Komplementärmedizin (CAM), präsentierte Ende November 2012 die
Ergebnisse seiner dreijährigen Arbeit. Demnach sind das Wissen, das
Angebot und die Regulierung der Komplementärmedizin in Europa sehr
unterschiedlich. Die CAMbrella-Gruppe fordert daher ein koordiniertes
gesamteuropäisches Vorgehen und hat Vorschläge dazu in der "Roadmap
for European CAM Research" erarbeitet. Schirmherrin von CAMbrella ist
in Österreich die GAMED (Wiener Internationale Akademie für
Ganzheitsmedizin). Sie hat - ihrer traditionsreichen Rolle als
Networkerin und Vermittlerin im Bereich Ganzheitsmedizin entsprechend
- maßgeblich zur Durchführung des CAMbrella-Projektes beigetragen.

Die Nachfrage nach CAM (Complementary and Alternative Medicine) in
Europa ist groß: Das CAMbrella-Projekt stellte fest, dass nahezu die
Hälfte der europäischen Bevölkerung CAM für ihre
Gesundheitsbedürfnisse einsetzt. Diese Feststellung korrespondiert
mit dem WHO "Global atlas of traditional, complementary and
alternative medicine" (2005), der ebenfalls die weite Verbreitung von
CAM in Europa festgehalten hatte.
Uneinheitliche Rahmenbedingungen

Ungeachtet dessen fehlt jedoch in Europa - abgesehen von
Großbritannien, Schweiz und Norwegen - verwertbares Wissen über die
Verbreitung von CAM als Medizindienstleistung für die Bevölkerung.
Weder sind in den meisten europäischen Ländern bisher die Bedürfnisse
der Menschen in Bezug auf das CAM-Angebot erhoben worden, noch gibt
es gesichertes Wissen über die Situation der Anbieter. Mehr als
150.000 Ärzte mit einer Zusatzqualifikation in CAM und mehr als
180.000 nicht-ärztliche Therapeuten praktizieren CAM-Methoden in
Europa. Dies entspricht etwa 65 CAM-Anbieter pro 100.000 Einwohner -
allerdings sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ausübung
von CAM in allen 39 europäischen Ländern verschieden.
"Gesundheitsanbieter müssen ihren Patienten und Klienten sichere
Dienstleistungen anbieten können. Das gegenwärtige Chaos in
Ausbildungen und Rahmenbedingungen für CAM macht dies sehr
schwierig", betonte Prof. Vinjar Fonnebo, Direktor des Norwegischen
Forschungszentrums für CAM an der Universität Tromso.
CAMbrella-Strategiepapier "Roadmap for European CAM Research"

Die CAMbrella-Gruppe fordert die EU auf, europäische
CAM-Forschungsprogramme und -initiativen zu implementieren, welche
die generell unklare Situation dieses Gebietes ins Auge fassen und
sich an den tatsächlichen medizinischen Versorgungsbedingungen in
Europa orientieren, wie Prof. Dr. Benno Brinkhaus, Leiter der
Abteilung für Komplementärmedizin und der Ambulanz für Integrative
Medizin am Institut für Sozialmedizin der Charité in Berlin,
ausführte: "Wenn CAM ein Teil der Lösung der Probleme sein soll, die
in den kommenden Jahren auf uns zukommen, müssen wir dringend
zuverlässige Informationen über Wirksamkeit, Sicherheit und Kosten in
den realen Versorgungsbedingungen sammeln."

Die Projektgruppe schlägt die Errichtung eines europäischen
Zentrums für CAM vor, das die von CAMbrella empfohlene
Forschungsstrategie berücksichtigt. Dieses soll den Forschern die
Beantwortung der drängendsten Fragen ermöglichen:

    Wer benutzt CAM in Europa und wofür?
    Welche CAM Methoden versprechen den größten Nutzen für die zentralen Gesundheitsprobleme Fettleibigkeit, Diabetes und Krebs?
    Was muss für die Sicherheit von Patienten gewährleistet werden?
    Welche Bedürfnisse haben EU-Bürger?
    Welche Chancen und Risiken bestehen bei der Integration von CAM in konventionelle Behandlungspläne?
    Was ist bei der Planung eines einheitlichen, wissenschaftsbasierten Vorgehens und bei der koordinierten Verbreitung der Ergebnisse in alle Bereiche der EU-Öffentlichkeit zu beachten?

"CAMbrellas Vision ist es, zu einer evidenzbasierten Grundlage
beizutragen, die den europäischen Bürgern und Politikern ermöglicht,
fundierte Entscheidungen zu CAM zu treffen" fasste
Projektkoordinator DDr. Wolfgang Weidenhammer, Zentrum für
naturheilkundliche Forschung, Technische Universität München, die
Ziele zusammen.
Bedeutende Rolle der GAMED

Die GAMED hat bereits 2004 die ersten Workshops organisiert, um
die europäischen CAM Forscher zu einem gemeinsamen Projekt zu
bewegen. Aus diesem rund fünf Jahre dauernden Prozess ging
schließlich das Proposal CAMbrella hervor. "Dieser Rolle als
Networkerin und Vermittlerin treu bleibend hat die GAMED in CAMbrella
die Kommunikation nach innen und außen und vor allem die Verbreitung
der Ergebnisse an die europäische Öffentlichkeit übernommen", betonte
Dr. Bettina Reiter (GAMED). "Uns ist ein sehr guter,
arbeitsorientierter Prozess gelungen und die Ergebnisse von CAMbrella
können sich sehen lassen. Die EU und auch die nationalen Gesundheits-
und Forschungspolitiker haben nun gute Grundlagen für das weitere
Forschungsvorgehen zur Verfügung." Österreich mit seiner reichen
CAM-Tradition im niedergelassenen Bereich habe allerdings -
verglichen mit Deutschland, der Schweiz, England und den
skandinavischen Ländern - Nachholbedarf, was die Anbindung von CAM an
die Universitäten angeht. "Österreich braucht dringend einen
Lehrstuhl für CAM an einer Meduni, damit die Forschung in diesem
wichtigen Feld endlich auch hier eine akademische Anbindung und
Anerkennung bekommt", resümierte Dr. Reiter.

Hinweis: Für detaillierte Informationen sowie eine Zusammenfassung
der Schlüsselaussagen des CAMbrella-Projekts kontaktieren Sie bitte
Bettina Reiter telefonisch +43 699 1717 8682 oder per E-Mail:
media@cambrella.eu

Fotos über die CAMbrella-Abschlusskonferenz finden Sie unter
http://cambrella.eu/press.
Kasten 1: CAM und CAMbrella

    CAM steht für "Complementary and Alternative Medicine". CAM wird zunehmend auch im deutschsprachigen Raum die gängige Abkürzung für Behandlungsverfahren, die nicht dem Mainstream der Medizin zuzuordnen sind. Dazu zählen Methoden wie Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), Homöopathie, Manuelle Therapien (Massage, Osteopathie und Reflexologie) oder Akupunktur, aber auch z.B. anthroposophische Medizin oder klassische Naturheilverfahren.
    In CAMbrella entwickelten 16 Partnerinstitutionen aus zwölf europäischen Ländern gemeinsam die "Roadmap zur Europäischen CAM- Forschung". Die Roadmap soll sowohl die Bedürfnisse der europäischen Bürger berücksichtigen, als auch eine brauchbare Arbeitsgrundlage für das EU-Parlament, die nationalen Fördergeber sowie CAM-Stakeholder bilden.
    Die CAMbrella-Gruppe besteht aus akademischen Forschungsgruppen und vertritt keine einzelnen CAM-Methoden oder Anbieterinteressen.
    CAMbrellas Ziel bestand darin, aussagekräftige, vergleichende Forschung und Kommunikation innerhalb Europas zu ermöglichen sowie die Schaffung einer nachhaltigen Struktur für die CAM- Forschung voranzutreiben. Die EU-Kommission förderte das Projekt seit Januar 2010 im 7. Forschungsrahmenprogramm.
    Die Ergebnisse des Projektes wurden am 29. November 2012 bei der Abschlusskonferenz in der Vertretung des Freistaats Bayern bei der Europäischen Union in Brüssel präsentiert.

KASTEN 2: So können Sie Ganzheitsmedizin fördern

Mit einem Jahresbeitrag ab 500 Euro werden Sie förderndes Mitglied
der GAMED. Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur
Gesundheitsvorsorge/Prävention aus ganzheitlicher Sicht, zur
Förderung der Wissenschaft und Forschung in der Ganzheitsmedizin -
für eine neue medizinische Zukunft in Österreich.

Konto: 696 291 400, BA-CA, Bankleitzahl 12000,
BIC: BKAUATWW, IBAN: AT05 1200 0006 9629 1400,
Spendenbegünstigung Reg.-Nr. FW 2222