Autor Thema: Rauch und Lungenkrebs  (Gelesen 4357 mal)

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Rauch und Lungenkrebs
« am: 09. September 2010, 14:27 »


Rauchen und Lungenkrebs

Rauchen ist der weitaus wichtigste Faktor, mehr als 90 % aller Bronchialkarzinome sind die Folge des Zigarettenrauchens. Im Tabakrauch sind ca. 40 verschiedene krebsauslösende Substanzen vorhanden, die die Entwicklung eines Bronchialkarzinoms begünstigen.

Als Maß des Nikotinkonsums wird das sogenannte „pack year“ verwendet. Ein "pack year" bedeutet den Konsum von 1 Packung (entsprechend etwa 20 Zigaretten) täglich über ein Jahr, also insgesamt ca. 7200 Zigaretten.


Täglicher Zigarettenkonsum   Risikoerhöhungsfaktor
1-14 Zigaretten   8-fach
15-24 Zigaretten   13-fach
> 25 Zigaretten   25-fach


Das Risiko nimmt ferner zu mit der Zeit, während der eine Person in ihrem Leben raucht, und es wird umso höher, je früher mit dem Rauchen begonnen wird.
Durch Beendigung des Rauchens kann das Risiko eindeutig vermindert werden. Eine Reihe von Studien belegen, dass vier bis fünf Jahre nach dem Verzicht aufs Rauchen das Risiko erkennbar sinkt und sich nach 10 Jahren dem Wert von Nichtrauchern annähert. Würden alle Menschen auf das Rauchen verzichten, gäbe es 1/3 weniger Krebserkrankungen auf der Welt.

Quelle: http://www.dr-gumpert.de/html/lungenkrebs.html

Edi

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Raucherlunge meist viel zu spät erkannt
« Antwort #1 am: 07. Oktober 2010, 22:37 »
Health Forum Gastein: Experten kritisieren politische Kurzsichtigkeit
 
Zigarette: Kleiner Stängel, großer Schaden (Foto: pixelio.de/Dahrmann)

Bad Hofgastein (pte/07.10.2010/06:15) - Zu den am meisten unterschätzten Epidemien gehört die Lungenkrankheit COPD. Das auch als "Raucherlunge" bekannte Atemwegsleiden wird weltweit bei drei von vier Erkrankten nicht erkannt. Selbst in Europa erhalten die Patienten teils kaum die nötige Behandlung. Davor warnt das European Health Forum Gastein http://www.ehfg.org . "Die Politik verkennt die Dimension von COPD. Wenn sie die Krankheit nicht auf die Agenda setzt und Diagnose und Aufklärung verbessert, wird sie für das Gesundheitssystem bald unfinanzierbar", sagt Otto Spranger, Sprecher der Lungenunion http://www.lungenunion.at , im pressetext-Interview.

Europa hat 44 Millionen Raucherlungen

Chronische Atemwegserkrankungen rangieren unter allen Krankheiten in Europa bereits auf Platz zwei, was Sterblichkeit und Häufigkeit betrifft. Auch die direkten und indirekten Gesundheitskosten belaufen sich alleine in Europa bereits auf 102 Mrd. Euro pro Jahr. Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) nimmt dabei den Elefantenanteil ein. Die weltweit vierthäufigste Todesursache der Welt verzeichnet in Europa 44 Mio. Erkrankte und kostet jährlich 50 Mrd. Euro - mit steigender Tendenz. Da die meisten Patienten noch im arbeitsfähigen Alter sind, kommt dazu noch ein Produktivitätsverlust von 28,5 Mrd. Euro.

Trotz dieser immensen Belastung scheint es, als ignoriere die Politik die Krankheit. Laut WHO-Zahlen werden weltweit 75 Prozent der Patienten nicht oder erst im sehr späten Stadium diagnostiziert. Ohne rechtzeitiger Behandlung führt COPD unweigerlich zu Atemnot und schwerer Beeinträchtigung der Lebensqualität (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090908003/). Die Schäden sind nicht reparabel. Je früher die Diagnose und Behandlung erfolgt, desto besser sind auch die Aussichten für den Patienten und umso eher können psychische, physische und finanzielle Belastungen in Schach gehalten werden.

Kampagnen und Diagnosen fehlen

Im Argen liegt für Spranger vor allem das Problembewusstsein der Risikogruppen. 80 Prozent handeln sich COPD durch Rauchen ein, der Rest durch Gase und Staub im Beruf oder auch durch Passivrauch. "Raucher sehen frühe Symptome wie das morgendliche Husten, Auswurf oder Atemnot als normal und meiden den Arzt, da sie wissen, dass er ihnen Rauchverzicht empfehlen wird", so der Experte. Viele werden dadurch viel zu spät diagnostiziert, haben mit höherer Belastung im Alltag zu kämpfen und brauchen ungleich mehr Therapie. "Wir brauchen dringend Kampagnen für eine bessere Wahrnehmung von COPD", fordert Spranger.

Auch die Diagnose von COPD funktioniert nicht, wie sie sollte. Die Hausärzte sind kaum dazu fähig, die Krankheit festzustellen und an Spezialisten weiterzuverweisen. "Teils bezahlen die Krankenkassen die nötige Lungenfunktionsmessung nicht, teils gibt es Deckelungen, aufgrund derer ein Arzt nur einen geringen Anteil der Patienten überprüfen darf. Ideal wäre, den Test in die Vorsorgeuntersuchung zu integrieren", so der Lungenunion-Sprecher. Doch auch in der Forschung und bei der Behandlung der diagnostizierten Patienten gibt es große Lücken, etwa im stationären Bereich und in der Rehabilitation.

Politik verschließt die Augen

Dass die Patientenzahlen von COPD und die Behandlungskosten derart explodieren, sieht Spranger in engem Zusammenhang mit dem Rauchverhalten. "Vor 40 Jahren lag das Einstiegsalter bei Frauen bei über 26 Jahren. Heute rauchen in Österreich 50 Prozent der 15-Jährigen. Frührente und Invalidität ist somit bei vielen heute schon vorprogrammiert." Der Experte sieht nur zwei Möglichkeiten, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken - ein höherer Zigarettenpreis und weitere Einschränkungen der Rauchmöglichkeiten. "Offensichtlich weigert sich die Politik jedoch, klar Stellung zu beziehen." (Ende)
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2010, 14:06 von admin »

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"Ihre Überlebenschance ist verdammt gering", laut Statistik
« Antwort #2 am: 13. Oktober 2010, 14:04 »

Der überwiegendste Teil der Lungenkrebserkrankungen (85 bis 90 Prozent) ist durch das Rauchen bedingt. sagt auch der Standard heute.

Jährlich 3.900 Diagnosen und 3.300 Tote.

"Nur fünf Prozent überlebten fünf Jahre. Erst in den vergangenen 15 Jahren gelang es, diesen Prozentsatz auf an die 15 Prozent hinauf zu schrauben.
Zunächst durch Strahlen- und Chemotherapie, in der jüngeren Vergangenheit kam die sogenannte zielgerichtete Behandlung (targeted therapy) hinzu.
Hier werden zunehmend Arzneimittel - vor allem monoklonale Antikörper (Biotech) und kleine, synthetische Moleküle - entwickelt, die sehr spezifisch in molekulare Abläufe in Krebszellen eingreifen."

http://derstandard.at/1285200755498/Onkologen-Fortschritte-bei-Lungenkrebstherapie#forumstart




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RaucherInnen und Lungenkrebs
« Antwort #3 am: 05. Januar 2011, 13:00 »


Rauchen, auch Passivrauchen, bringt unter anderem Lungenkrebs, und dieser endet meist tödlich!


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110105_OTS0018/treffpunkt-medizin-am-7-jaenner-auf-tw1