Autor Thema: 16.9.10, 10h, Salzburg, Pressekonferenz: Der mündige Patient ........  (Gelesen 1899 mal)

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OTS0105 5 CI 0163 APV0001 Do, 09.Sep 2010
Apotheken/Gesundheit/Patienten/Termin
Einladung zur Pressekonferenz: "Im Mittelpunkt steht der mündigere Patient!" =
Wien (OTS) -
~
Einladung zur Pressekonferenz:

"Im Mittelpunkt steht der mündigere Patient!"


Die Herausforderungen an die künftige Finanzierbarkeit des
österreichischen Gesundheitswesens: Priorisierung statt Rationierung
Ihre Gesprächspartner sind:

- Mag.pharm. Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann, Präsident des
Österreichischen Apothekerverbandes
- Dr. Evelyn Walter, Geschäftsführerin des Instituts für
Pharmaökonomische Forschung
Wir freuen uns, eine/n Vertreter/in Ihrer Redaktion bei der
Pressekonferenz begrüßen zu dürfen!
Bildmaterial von Franz Neumayr wird den Redaktionen honorarfrei
zur Verfügung gestellt.
Park-Hinweis:
Medien-Vertreter können in der Tiefgarage des Hotel Crowne Plaza -
The Pitter, Einfahrt Markus-Sittikus-Straße/Ecke Rainerstraße
(Gebäude der Generali-Versicherung), im 2. Untergeschoß, parken.
Bei der Einfahrt bitte via Knopfdruck für die "Pressekonferenz
Apothekerverband" anmelden. Chips für die kostenfreie Ausfahrt sind
im Anschluss an die Pressekonferenz erhältlich.
Datum: 16.9.2010, um 10:00 Uhr
Ort: Hotel Crowne Plaza - The Pitter Schloss Saal 1
Rainerstraße 6-8, 5020 Salzburg

~
Rückfragehinweis:
Für die Presse:
Mag. pharm. Hans Jakesz
Pressesprecher des Österreichischen Apothekerverbandes
Spitalgasse 31, 1090 Wien
Telefon: + 43 (0) 664 - 20 20 488
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4097/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0105 2010-09-09/11:04
091104 Sep 10
Link zur Aussendung:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100909_OTS0105

Richi

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"Im Mittelpunkt steht der mündigere Patient!"
« Antwort #1 am: 16. September 2010, 11:45 »

Zur Erinnerung!

Richi

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"Im Mittelpunkt steht der mündigere Patient!"
« Antwort #2 am: 16. September 2010, 18:24 »

"Im Mittelpunkt steht der mündigere Patient!"
Utl.: Bachleitner-Hofmann: Die Herausforderung an die künftige Finanzierbarkeit des österreichischen Gesundheitswesens lautet "Priorisierung statt Rationierung" =

OBS0012 5 CI 0045 16.Sep 10
Mag. pharm. Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes,
Dr. Evelyn Walter, Geschäftsführerin des Instituts für Pharmaökonomische Forschung / Wien
 

   Salzburg (OTS) - Ende August hat der Hauptverband der
Sozialversicherungsträger Österreich aus dem gesundheitspolitischen
Sommerschlaf geholt: Die Spitalskosten steigen heuer um 4% auf mehr
als 11,4 Milliarden Euro an, so die Rechen-Experten der
Krankenkassen. Steht der immer wieder von den Medien
herbeigeschriebene und von der Politik herbeigeredete "Kollaps" im
Gesundheitswesen bevor? Platzt das "beste Gesundheitssystem der
Welt"?

   Oder wird nur rechts gefahren und links geblinkt? Faktum ist, dass
die Gesundheitsausgaben im Zeitverlauf kontinuierlich steigen.
Gegenwärtig werden in Österreich 10,5% des BIP für Gesundheit
ausgegeben. Um die Finanzierung langfristig zu gewährleisten, suchen
Gesundheitspolitiker nach sinnvollen und vor allem gerechten
Möglichkeiten der Ausgabendämpfung.

   "Von vielen Gesundheitsplayern wird die Pharmazie
fälschlicherweise als Kostentreiber im System angesehen. Dabei sind
wir Apotheker der Schlüssel, wie man im System sinnvoll sparen kann",
betont heute, Donnerstag, Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann,
Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes.

   Im Mittelpunkt stehe ein mündigerer Patient als bisher, so der
Chef der selbständigen Pharmazeuten Österreichs. "Man muss nicht
wegen jeder Bagatelle eine Klinik oder wegen jedem Schnupfen sofort
einen Arzt aufsuchen. Wir Apotheker wollen, dass der Staat mehr und
kontrollierte Selbstmedikation zulässt", bringt es
Bachleitner-Hofmann auf den Punkt. Und die dann frei werdenden Mittel
im Gesundheitswesen sollen zur Bekämpfung der wirklichen
medizinischen Probleme eingesetzt werden!

   "Das heißt für mich Priorisierung statt Rationierung. Wenn ich
oben, im behandlungsintensiven Segment mehr Kosten verursache und von
der öffentlichen Hand kein frisches Geld bekomme, muss ich unten, im
Bagatellbereich, sparen. Und wir Apotheker sind in der Lage, einen
leichten Schnupfen oder Husten richtig zu behandeln", betont der
Präsident der selbständigen Apotheker.

Daraus leitet Bachleitner-Hofmann vier zentrale Ziele ab:

   1. Die Erhöhung der kontrollierten Selbstmedikation über die
öffentliche Apotheke. Weil Pharmazeuten mit viel Geld vom Staat zu
Spezialisten ausgebildet werden und ihr akademisches Wissen als
niedrigschwellige Gesundheitsdienstleister täglich in der Praxis
anwenden.

   2. Einen Diskussionsprozess darüber wie lange die Krankenkasse
noch für die Bezahlung rezeptfreier Arzneimittel, die für die
Selbstmedikation geeignet sind, aufkommt.

   3. Man sollte auch ernsthaft über eine Harmonisierung der
Rezeptpflicht in der EU diskutieren. Es ist nicht einzusehen, daß zum
Beispiel ein Hustenpräparat in Österreich rezeptpflichtig ist und in
Deutschland rezeptfrei erhältlich ist.

   4. Priorisierung statt Rationierung bedeutet, dass die
freiwerdenden Mittel besser, zielgerichteter und schwerpunktmäßiger
zur Bekämpfung der (teuren) Volkskrankheiten wie Diabetes und
Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden können.

   "Wir Apotheker wollen mit unserem Wissen und unserer täglichen
Arbeit in der Betreuung und Beratung dem Staat helfen, zu sparen. Wir
Apotheker verlangen kein frisches Geld und sind gegen direkte und
indirekte Steuererhöhungen für das Gesundheitswesen. Wir Apotheker
treten dafür ein, den Patienten mehr Verantwortung als bisher zu
übertragen", fasst es der Vertreter der selbständigen Pharmazeuten
zusammen.

   Im Klartext: Es brauche keine Erhöhung der
Sozialversicherungsbeiträge oder eine neue Zweckwidmung und damit
Erhöhung der Tabaksteuer. "Wir müssen das vorhandene Geld besser
nützen, Schwerpunkte in der Gesundheitsbetreuung setzen und
Spitalskosten vermeiden", so Bachleitner.

   Solange ein Patient außerhalb der Spitalsmauern gut betreut werden
kann, ist er für das System "billig" und spart Kosten. Österreichs
Apotheker wissen genau, wo ihren Kunden der Schuh drückt. Apotheken
sind oft eine erste und niedrigschwellige Anlaufstelle in Sachen
Gesundheit. Und Apotheker sind in erster Linie Fachleute zur Lösung
arzneimittelbezogener Probleme. An den pharmazeutischen Instituten
der Universitäten Wien, Innsbruck und Graz müssen angehende
Apotheker/innen nur für Pharmakologie 15 Wochenstunden, vier Semester
lang, aufwenden. So viel wie kein anderer Gesundheitsberuf.

   Bachleitner-Hofmann: "Wir wissen alles über das Arzneimittel.
Zusammensetzung, Wirkstoffe, Wirkung und unerwünschte Wirkungen. Und
wir wenden unser Wissen täglich in der Praxis, hinter der Tara, an!"

   Weil die Apotheker ihre Kunden so gut kennen, ist mehr
Verantwortung für Patienten in der Behandlung ein wichtiges Thema.
Kontrollierte Selbstmedikation ist das Schlüsselwort, bringt es der
Präsident der selbständigen Apotheker auf den Punkt. Wer die
Patienten ernst(er) nimmt und ihnen mehr Verantwortung überträgt,
wird enorme Einsparungspotenziale im System heben.

   "Vor allem die Frauen sind in den Familien die
Gesundheitsmanagerinnen. Wenn ein Kind krank wird, ist in erster
Linie immer noch die jeweilige Mutter gefragt. Nicht immer ist der
erste Weg zum Arzt der beste oder sinnvollste. Leichte Erkältungen
oder kleine Verletzungen lassen sich auch über die Hausapotheke oder
mit einem Besuch beim Apotheker selbst kurieren", bringt
Bachleitner-Hofmann ein Beispiel.

   "Natürlich ist bei fortdauernden Krankheitssymptomen ein Arzt
aufzusuchen. Auch bei schwereren Erkrankungen. Nur die vielen kleinen
Wehwehchen können wir in der Vorstufe zum Arzt schneller und vor
allem für das System günstiger erledigen!", verweist der
Apotheker-Präsident auf eine aktuelle Studie des unabhängigen
Instituts für Pharmaökonomische Forschung (IPF) in Wien.

Rückfragehinweis:
   Mag. pharm. Hans Jakesz
   Pressesprecher des Österreichischen Apothekerverbandes
   Spitalgasse 31, 1090 Wien
   Telefon: + 43 (0) 664 - 20 20 488

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OTS0171    2010-09-16/12:51