Autor Thema: Chemo - Übelkeit, Erbrechen, und ......  (Gelesen 10765 mal)

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Dietmar E.

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Chemo - Übelkeit, Erbrechen, und ......
« am: 17. Mai 2007, 14:08 »
http://www.erbrechen-chemo.de/

Warum kommt es zu Übelkeit und Erbrechen


Noch vor 15 Jahren waren die meisten Chemotherapien bei Krebserkrankungen unweigerlich mit Übelkeit und Erbrechen verbunden. Dies lag einerseits an den wenigen damals verfügbaren Medikamenten, die für die Chemotherapie (Zytostatika) verfügbar waren, aber andererseits auch am Mangel an wirksamen Medikamenten gegen die Übelkeit und das Erbrechen (Antiemetika).
Warum ist das heute anders?

Erbrechen ist eigentlich ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers. Durch Erbrechen kann der Körper Giftstoffe, die in den Magen gelangt sind, schnell wieder loswerden.
 
Weil es inzwischen eine gezielte Forschung gibt, die sich mit dem Thema Übelkeit und Erbrechen beschäftigt. Über viele Jahre haben Forscher untersucht, warum es dazu kommt, und wie man dieses Phänomen behandeln oder, noch besser, von vorneherein verhindern kann. Diese Forschung hat inzwischen zu einer Reihe von hochwirksamen, gezielt gegen Übelkeit und Erbrechen gerichteten Medikamenten geführt.

Nach wie vor gibt es unverzichtbare Zytostatika, die unbehandelt in hohem Maße Übelkeit und Erbrechen erzeugen würden. Inzwischen erhalten die meisten Patienten vorbeugend bereits vor einer emetogenen Chemotherapie Medikamente, so dass die Nebenwirkungen unterdrückt werden und häufig überhaupt nicht oder stark abgeschwächt auftreten.

Erbrechen ist eigentlich ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers. Der Reflex des Erbrechens kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, unter anderem durch Bewegung (Reiseübelkeit), Schwangerschaft, psychischen Stress, Erhöhung des Hirndrucks, bestimmte Operationen, Bestrahlung im Bauchbereich, Medikamente oder durch Giftstoffe.

Durch Erbrechen kann der Körper Giftstoffe, die in den Magen gelangt sind, schnell wieder loswerden. Vorbote des Erbrechens ist die Übelkeit.

Es kann einem aber auch übel sein, ohne dass man erbrechen muss. Oft wird ein kurzfristiges Erbrechen als weniger unangenehm empfunden als eine über Stunden oder gar Tage anhaltende Übelkeit.


Anm: Bitte den umfangreichen Beitrag unter o. a. Link weiter lesen!
« Letzte Änderung: 30. November 2012, 22:36 von admin »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Geri

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Erleichterung für Krebskranke: Die Insulinpotenzierte Therapie (IPT) ermöglicht eine schonendere Chemotherapie fast ohne Nebenwirkungen. Durch die Kombination der Chemotherapeutika mit Insulin wird nur noch ein Fünftel der nebenwirkungsreichen Substanzen benötigt.

„Chemotherapie ist in der Schulmedizin die Routinetherapie gegen Krebs“, sagt Dr. med. Peter Wolf. „Allerdings hat sie drei grundlegende Nachteile: Chemotherapeutika machen keinen Unterschied zwischen ,guten‘ und ,bösen‘ Zellen, es werden also auch gesunde Zellen geschädigt. Es lässt sich nicht vor der Behandlung überprüfen, ob die Krebszellen überhaupt auf die Behandlung ansprechen. Chemotherapeutika schädigen nur die im Teilungsstadium befindlichen Zellen. Krebszellen, die gerade ruhen, werden nicht betroffen. Diese werden dann gegen das Zellgift immun und wuchern oft besonders aggressiv", erläutert Dr. Wolf. Diese Nachteile lassen sich mit der Insulinpotenzierte Therapie minimieren.

„Man könnte sagen, die IPT trickst die Krebszellen aus", so der Spezialist aus Hannover. Seit über 20 Jahren führt Dr. Peter Wolf seine Praxis für komplementäre Onkologie. „Die Insulinpotenzierte Therapie macht sich natürliche Mechanismen zu Nutze." Das körpereigene Hormon Insulin regelt den Transport der Nährstoffe aus dem Blut in die Zelle. Insulin dockt an der Zelle an und öffnet diese, so dass die Nährstoffe hineingelangen können. Einer der Unterschiede zwischen normalen Zellen und Krebszellen besteht darin, dass letztere wesentlich mehr Insulinrezeptoren – also Andockstellen – für Insulin haben als normale Zellen. Das bedeutet, dass Krebszellen um ein Vielfaches gefräßiger sind als normale Zellen. Werden dem Organismus Nährstoffe zugeführt, gelangen diese nun vorrangig zu den Krebszellen, die sich gierig auf sie stürzen. „Sie fressen dem Organismus also in zunehmendem Maße die Nährstoffe weg, was dazu führt, dass der Patient immer schwächer und kraftloser wird“, so Dr. Wolf.

Aber die Gefräßigkeit der Krebszellen kann man ausnutzen. Praktisch verläuft eine Insulinpotenzierte Therapie folgendermaßen ab: „Der Patient muss nüchtern zur Behandlung kommen, also ohne Nährstoffe im Blut“, nennt Dr. Wolf die wichtige Ausgangssituation. Dann wird Insulin intravenös verabreicht. Dadurch senkt sich der Blutzuckerspiegel und das Insulin lagert sich vermehrt an den Krebszellen ab. Nach etwa einer halben Stunde werden die Chemotherapeutika verabreicht, die von den ausgehungerten Krebszellen gierig verschlungen werden. Im Anschluss wird durch die Verabreichung von Glukose der Blutzuckerspiegel wieder angehoben.

Auf diese Weise werden die Chemotherapeutika nicht wie bei der herkömmlichen Chemotherapie im ganzen Körper gestreut, sondern gelangen durch die Insulinwirkung wesentlich gezielter zu den Krebszellen. „Dadurch kann die Dosis der zugeführten Chemotherapeutika um ein Wesentliches reduziert werden und es kommt zu geringeren bis keinen Schädigungen des Organismus und auch die Nebenwirkungen fallen wesentlich geringer aus bzw. treten gar nicht auf", erläutert Dr. Wolf.

Die Dauer einer Sitzung beträgt zwischen zwei und drei Stunden. In der Regel erfolgen die Anwendungen der IPT alle vier bis sieben Tage. Je nach Schwere der Krankheit werden die Behandlungen 8 bis 15 mal wiederholt. Als Nebenwirkung können in seltenen Fällen Übelkeit, Brechreiz oder Erbrechen vorkommen. Der Patient kann dagegen vorher ein Medikament erhalten.
Die Kosten werden von den meisten Krankenkassen nicht übernommen.

Die Insulinpotenzierte Therapie wurde erstmalig in den zwanziger Jahren in Mexiko angewandt. Der Entdecker dieser neuartigen Therapie war Dr. med. D. Garcia. Seine Erfahrung bildete den Grundstein für eine immer ausgereiftere Insulintherapie. Bereits in den 40er Jahren begann Dr. Garcia damit, Krebserkrankungen mit der IPT zu behandeln. Die Erfolge waren beachtlich.

Die IPT kann aber bei verschiedenartigen Krankheiten helfen, da nicht nur Chemotherapeutika sondern auch andere Medikamente, Vitamine etc. durch die Kombination mit Insulin besser aufgenommen werden können. So konnte die IPT u.a. bei folgenden Erkrankungen Erfolge aufweisen:
Infektionskrankheiten, Borreliose, Chronische Entzündungen, Rheumatische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Multiple Sklerose und Asthma bronchiale.

Mehr Informationen unter: www.hyperthermie-zentrum-hannover.de

Hyperhtermie Zentrum Hannover Dr. med. Peter Wolf
Oskar-Winter-Straße 9
30161 Hannover
Fon +49 (0)511-66 30 28
www.hyperthermie-zentrum-hannover.de

An der Entstehung von Krankheiten sind in der Regel viele verschiedene Faktoren beteiligt. Und was bei dem einen gilt, muss bei dem anderen noch lange nicht gelten. Wir wissen, dass jede Krankheit eigenständig ist und einer individuellen Therapieform bedarf. Dennoch haben viele kranke Menschen bereits einen langen Weg durch Kliniken und Therapien hinter sich. Häufig ohne klaren Befund und eindeutige Ergebnisse. Der Grund: Ohne eine umfassende Betrachtung des gesamten Menschen und der vielfältigen Zusammenhänge wird man vielen Krankheitsbildern nicht gerecht. Genau da setzen wir an: Mit unseren ganzheitlichen Diagnosemethoden, die sanfte Naturheilverfahren mit modernsten medizinischen Erkenntnissen kombiniert, versuchen wir diese komplexen Zusammenhänge zu erfassen und so bestehenden Beschwerden auf den Grund zu kommen. Denn nur wenn alle Ursachen eines Krankheitsbildes bekannt sind, kann gezielt und individuell therapiert werden.

Werner

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Krebstherapie: Mundschleimhäute
« Antwort #2 am: 09. Februar 2009, 20:21 »

 
POMME-med GmbH / 09.02.2009    

CAPHOSOL(R) - Neue Lösung zur Anwendung bei Mundschleimhautentzündungen während Krebstherapie

München (OTS) - Bei Bestrahlung oder Chemotherapie aufgrund einer
Krebserkrankung kann eine Mundschleimhautentzündung (orale Mukositis)
auftreten, die schmerzhaft ist und die Patienten sehr belastet. Sie
kann sogar die ursprüngliche Krebstherapie verzögern, wenn sie nicht
adäquat behandelt oder besser von vornherein wirksam verhindert wird.
Die orale Mukositis kann auch Essen, Trinken oder Schlucken
beeinträchtigen. Dies kann sogar dazu führen, dass ein
Klinikaufenthalt notwendig oder verlängert wird.

   Seit heute steht mit CAPHOSOL(R) in Deutschland, Österreich und
der Schweiz eine hoch entwickelte Elektrolytlösung zur Verfügung, die
die Standard-Mundpflege bei oraler Mukositis ergänzen kann. Bei
CAPHOSOL(R) handelt es sich um eine klare, wässrige Lösung, die die
Mundschleimhaut reinigt und befeuchtet. Die in der Lösung enthaltenen
Calcium- und Phosphationen ziehen in die verletzte Schleimhaut ein.
Dabei wirkt sich Calcium positiv auf den Entzündungsprozess aus und
schützt vor (weiteren) Infektionen, während das Phosphat zur
Wiederherstellung des natürlichen pH-Wertes in der Mundhöhle
beiträgt. CAPHOSOL(R) besteht aus 2 Lösungen, die im Verhältnis 1 zu
1 mit einander gemischt werden. Eine klinische Studie bei 95
Patienten zeigte, dass CAPHOSOL(R) zu einer deutlichen Verbesserung
der durch Chemo- und/oder Strahlentherapie hervorgerufenen oralen
Mukositis führte. Häufigkeit, Dauer und Schwere der oralen Mukositis
waren bei den Patienten, die CAPHOSOL(R) erhalten hatten, gegenüber
den Patienten der Kontrollgruppe signifikant verringert.

Rückfragehinweis:
   Weitere Information erhalten Ärzte und Patienten bei:

   EUSA Pharma, Grillparzerstr. 8, 81675 München
   Christian Hinz, Marketing Manager, Tel.:0049(0)89/57080860
   Fax: 0049(0)89/57080861, Email: christian.hinz@eusapharma.com

hilde

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Chemo - Geruchs- und Geschmackssinn
« Antwort #3 am: 28. Februar 2009, 17:37 »
Veränderungen des Geruchs- und Geschmackssinnes unter Chemotherapie

Die Chemotherapie ist neben der Operation und der Bestrahlung die dritte Säule bei der Bekämpfung von Tumorerkrankungen.
Der Begriff Chemotherapie löst bei den meisten Menschen Assoziationen mit Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall aus. Mit den Möglichkeiten der modernen Begleittherapie gehören die nach wie vor weit verbreiteten Schreckensvisionen zum Glück weitgehend der Vergangenheit an. Auch wenn Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie durch geeignete Maßnahmen vollständig vermieden werden können, berichten zahlreiche Patienten über Veränderungen ihrer Geschmacks- oder Geruchswahrnehmung.

Während diese Veränderung von manchen Patienten ohne Beeinträchtigung ihres Befindens zur Kenntnis genommen wird, fühlen sich andere Patienten nachhaltig in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt, wenn beim Verzehr von Speisen veränderte “Geschmäcker”
und Gerüche wahrgenommen werden. Beispielsweise können Süßspeisen oder Schokolade nach Metall schmecken.

Zu dieser unerwünschten Begleiterscheinung der Chemotherapie gibt es kaum verlässliche Erhebungen. Es ist unklar, nach welchen Substanzen besonders mit den entsprechenden Störungen zu rechnen sind und welche Patienten besonders anfällig sind.

Ziel des vorliegenden Projektes ist die Charakterisierung von
Geschmacks- bzw. Geruchsveränderungen unter Chemotherapie und insbesondere der zu erwartende Verlauf nach Abschluss der Therapie.
Mit Hilfe der gewonnen Erkenntnisse können Patienten vor einer Therapie über diese Nebenwirkung informiert werden. Treten Geschmacksveränderungen auf, erlauben die erhobenen Daten eine Beratung der Patienten über den zu erwartenden Verlauf.
Zudem soll geprüft werden, ob Veränderungen der Geruchs- und Geschmackswahrnehmung mit einem Gewichtsverlust korrelieren.

Stehen mehrere gleichwertige Behandlungsalternativen zur Verfügung, könnte bei Patienten mit drohender oder manifester Mangelernährung die Auswahl mit Hilfe dieser Daten in Richtung einer Therapie gesteuert werden, die Geschmacks- und Geruchswahrnehmung und somit die Nahrungsaufnahme am ehesten unbeeinträchtigt lässt. In die Erhebung werden Patienten unter und nach üblichen Chemotherapien sowie Patienten nach Knochenmarktransplantationen aufgenommen.

Die Ergebnisse sollen im Juni 2009 auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie in Orlando, Florida, vorgestellt werden, der weltweit größten Fachtagung für Onkologen aller Fachrichtungen.

Die endgültige Auswertung wird Ende dieses Jahres erwartet.
Erste Ergebnisse weisen daraufhin, dass z.B. die Intensität der Chemotherapie keine ausschlaggebende Rolle bzgl. des Auftretens der Sinnesverändrungen spielt. Auch die Herkunft des Spendermaterials bei Knochenmarkstransplantationen kann die Veränderungen beeinflussen.
Darüber zeichnet sich ab, dass der Geschmacksverlust mit höheren Gewichtsverlusten der betroffenen Patienten einhergeht.

Quelle: Universitätsklinikum Tübingen

Werner

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Re: Chemo - Übelkeit, Erbrechen
« Antwort #4 am: 15. März 2009, 10:58 »
Literaturtipp: Neuen Substanzen in der antiemetischen Therapie

Übelkeit und Erbrechen sind für die Patienten oftmals die schwersten und vor allem unangenehmsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Doch dank neuester Antiemetika kann den Beschwerden häufig komplett vorgebeugt werden. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Der Onkologe", wie Sie Ihre Patienten besser durch die Chemotherapie geleiten können.

http://www.krebsgesellschaft.de/antiemetika_onkologe

Gitti

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Chemo - Schwangerschaft
« Antwort #5 am: 09. März 2012, 00:56 »
Schwangerschaft
Chemotherapie schädigt Ungeborene nicht
11. Februar 2012 08:28

Wissenschaftler raten Ärzten zu Krebsbehandlung bei Frauen

Paris - Frauen, die sich während ihrer Schwangerschaft einer Chemotherapie unterziehen müssen, brauchen sich einer Studie zufolge keine Sorgen um die Gesundheit ihres Babys zu machen: Das Kind wird durch eine Chemotherapie nicht geschädigt, fanden Wissenschaftler in der am Freitag im renommierten Wissenschaftsmagazin "The Lancet Oncology" veröffentlichten Studie heraus.

Europäische Krebsspezialisten untersuchten 68 Schwangerschaften, aus denen 70 Kinder hervorgingen. Im Durchschnitt waren die Frauen in der 18. Woche schwanger, als bei ihnen Krebs diagnostiziert wurde. Die Babys kamen im Durchschnitt in der 36. Schwangerschaftswoche zur Welt.

Kein Hinweis auf etwaige Schäden

Die Wissenschaftler untersuchten die Kinder bei der Geburt, im Alter von 18 Monaten und im Alter von entweder fünf, acht, neun, elf, 14 oder 18 Jahren. Geprüft wurden der allgemeine Gesundheitszustand, etwaige Schäden des zentralen Nervensystems, des Herzens oder des Gehörs. Auch die Wahrnehmungs- und andere Geistesfähigkeiten wurden getestet.

Die Spezialisten fanden keinen Hinweis darauf, dass die Kinder durch die Krebsbehandlung geschädigt worden seien, hieß es in der Studie. Frühgeborene hatten geringere kognitive Fähigkeiten, doch dies ist auch ohne Chemotherapie oft der Fall.

"Kindern, die vor der Geburt einer Chemotherapie ausgesetzt waren, geht es genauso gut wie anderen Kindern", unterstrichen die Wissenschaftler in ihrer Studie. Sie rieten Ärzten deshalb, bei schwangeren Frauen mit einer Chemotherapie nicht zurückhaltend zu sein. Auch sollten Ärzte deshalb die Geburt nicht früher einleiten, in der Hoffnung, das Baby so zu schützen.

Keine Chemo nach der 35.SSW

Eine Chemotherapie könne ab der 14. Schwangerschaftswoche verabreicht werden, stellten die Krebsexperten weiter fest. Die Entbindung sollte so geplant werden, dass sie mindestens drei Wochen nach der letzten Chemotherapie stattfindet, damit sich das Knochenmark erholen kann und um das Risiko einer Blutvergiftung oder schweren Blutung bei Mutter und Kind zu vermeiden. Eine Chemotherapie sollte demnach auch nicht nach der 35. Schwangerschaftswoche stattfinden, weil dies plötzliche Wehen auslösen könne.

In der Untersuchung wurde kurz darauf verwiesen, dass weitere Untersuchungen zu Langzeitschäden nötig seien. Die Studie wurde von Frederic Amant vom Krebsforschungsinstitut der Katholischen Universität im belgischen Löwen geleitet. (APA

admin

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Veränderte Gehirnaktivität nach Behandlung mit Chemotherapie
« Antwort #6 am: 30. November 2012, 22:37 »



Chemo-Brain-Phänomen benebelt Patienten

Veränderte Gehirnaktivität nach Behandlung mit Chemotherapie

Tropf: Chemotherapie beeinflusst Gehirnfunktion

Chicago/Wien (pte032/30.11.2012/13:55) - Eine Chemotherapie kann Veränderungen im Gehirn hervorrufen, die zu Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisproblemen führen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America http://rsna.org präsentiert wurde. Mithilfe von Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) ist es Experten erstmals gelungen, physiologische Beweise für die nach einer Chemotherapie empfundene kognitive Beeinträchtigung - das sogenannte "Chemo Brain" - zu liefern.

Nebenwirkungen nich zwingend

"Grundsätzlich führt nicht jede Chemotherapie zu vergleichbaren Nebenwirkungen, weswegen die Patienten in den Einverständniserklärungen nicht auf diesen Chemobrain-Effekt hingewiesen werden. Dennoch bemüht man sich mittlerweile, die Patienten über dieses Phänomen aufzuklären und Gegenmaßnahmen anzubieten, um diesen Symptomen entgegenwirken", so Gabriela Kornek von der Medizinischen Universität Wien http://meduniwien.ac.at gegenüber pressetext. Für diese Symptome könne auch eine Leukenzephalopathie verantwortlich sein, welche häufig durch eine Chemotherapie ausgelöst werde.

Anstatt das Aussehen und das Volumen des Gehirns nach einer Chemotherapie zu untersuchen, befasst sich die Studie vorwiegend mit den Auswirkungen auf die Gehirnfunktionen. Die PET/CT -Bilder von 128 Patienten zeigen eine erhebliche Reduktion der Stoffwechselvorgänge in gewissen Gehirnregionen. Außerdem verbrauchen einige Teile des Gehirns infolge der Chemotherapie weniger Energie. Laut Studienleiterin Rachel A. Lagos von der West Virginia University in Morgantown http://wvu.edu sind genau diese Regionen für das Setzen von Prioritäten und die Planung verantwortlich.

Betroffene haben keine Depression

Lagos zufolge wird das Chemo Brain von Patienten als geistige Umnebelung beschrieben, die mit dem Verlust essenzieller Handlungskompetenzen einhergeht. Da dieses Phänomen so häufig auftritt, wird es von Experten seit über zwei Jahrzehnten als Chemo Brain bezeichnet. Da die veränderte Gehirnaktivität anhand von PET und CT beobachtet werden kann, ist der verbreitete Glaube, es handle sich dabei lediglich um eine Depression, ein Trugschluss. Patienten, die unter dem Chemo Brain leiden, können von der Unterstützung durch Ernährungsberater, Bewegungstherapeuten und Masseuren profitieren.

(Ende)
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