Autor Thema: Apotheken, D.  (Gelesen 3627 mal)

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Apotheken, D.
« am: 12. September 2010, 16:56 »
 09.09.2010
   
Gesundheitspolitik   
   
   BGH erlaubt Apotheken Werbegeschenke von geringem Wert

Apotheken dürfen ihren Kunden künftig kleine Geschenke machen. Rabatte in großen Dosen sind verboten. Wo die Grenze ist, bleibt nach der Entscheidung des obersten deutschen Zivilgerichtes jedoch offen.

............... http://www.journalmed.de/newsview.php?id=31315

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Medikamente

Wie Apotheken Krebspatienten mit horrenden Rechnungen überziehen

Autorin: Christiane Cichy

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,hz7ttbnjvt6yvbjm~cm.asp

(© mdr) Gisela Herges ist bereits seit zwei Jahren tot, dennoch bekam sie vor kurzem Post von ihrer Apotheke. Sie sollte 10.250 Euro für ihre Chemotherapie im Jahr 2007 nachzahlen. Zwar hatte die private Krankenversicherung von Gisela H. damals alle Rechnungen bezahlt, die Apotheke meint jetzt aber, "versehentlich einen zu niedrigen Betrag in Rechnung gestellt" zu haben. Für die Differenz solle nun der Sohn als Rechtsnachfolger aufkommen. Der 72-jährige Lothar Lamprecht wurde ebenfalls mit einer Nachforderung seiner Apotheke konfrontiert. Seit Jahren kämpft Lamprecht mit dem Krebs. Immer wieder bekommt er deshalb Chemotherapien. Auch in seinem Fall hatte die private Versicherung alle Rechnungen beglichen. Jetzt erklärt die Apotheke: Man habe sich versehentlich um 25.681 Euro "verrechnet" und fordert diese von Lamprecht ein.

Vielen Krebspatienten und ihren Angehörigen ergeht es derzeit wie in den beiden Fällen von Gisela Herges und Lothar Lamprecht. Doch wie kommen diese enormen Nachforderungen zustande?
 
Spezialisierte Apotheker bereiten individuelle Infusionen für die Krebstherapie zu. Für diese Leistung konnten sie bisher nach der Arzneimittelpreisverordnung 90 Prozent auf den Einkaufspreis aufschlagen. Das heißt: Kostet ein Krebsmedikament zum Beispiel 3000 Euro, verdiente der Apotheker durch einen 90-prozentigen Aufschlag 2.700 Euro. Dabei gilt: Je teurer das Medikament, umso höher ist der Gewinn. "Das ist völlig unangemessen, weil die Labortätigkeit des Apothekers in der Regel nur wenige Minuten erfordert, und dann kommt eben ein Minuten- oder Stundenlohn von 6. 000 oder 8.000 Euro zustande", meint Stefan Reker vom Verband der privaten Krankenversicherer.

Das sah offenbar auch der Gesetzgeber so und änderte die Arzneimittelpreisverordnung. Nun bekommt der Apotheker für die Zubereitung nur noch eine Pauschale von 90 Euro. Über diese deutliche Kürzung sind einige Apotheker offenbar so verärgert, dass sie versuchen, aus alten Rechnungen Gewinn zu schlagen. Denn sie hatten in der Vergangenheit auf den 90-prozentigen Zuschlag verzichtet und nur 30 Prozent erhoben. Und das taten sie offenbar nicht versehentlich, wie in den Nachforderungen behauptet, sondern bewusst, wie Peter Eberwein vom Verband der zytostatikaherstellenden Apotheker und Apothekerinnen (VZA) gegenüber Plusminus erklärt: "Zuallererst wollten sich diese Apotheker einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, sie wollten also günstiger sein als andere Apotheker. Der zweite Grund war sicher, dass die 30 Prozent durchaus auskömmlich waren, man konnte also gut davon leben. Und wenn jetzt diese Apotheken solche Nachforderungen stellen, dann finde ich das regelrecht unverschämt, eine Frechheit ist das."
Patienten müssen sich auf langen Rechtsstreit einrichten
Carsten Fuchs, Fachanwalt für Medizinrecht, vertritt Patienten und Angehörige. Er hält die Nachforderungen aus alten Rechnungen für klar gesetzeswidrig. Dennoch müssen sich seine Mandanten auf einen langen Rechtstreit einstellen. Es ist eigentlich ein Streit zwischen Apotheker, Krankenversicherer und Gesetzgeber, der nun wieder einmal auf dem Rücken der Patienten ausgetragen wird.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 25.01.2011. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Josef

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Apotheken in Deutschland
« Antwort #2 am: 02. November 2015, 13:47 »



EU-Logo für Internetapotheken jetzt Pflicht

Dienstag, 27. Oktober 2015

Brüssel/Köln – Internetapotheken und zum Versand von Arzneimitteln berechtigte Händler müssen ab sofort ein von der EU entwickeltes Logo verpflichtend anzeigen. Verbraucher können mittels der Kennzeichnung prüfen, ob ein Händler behördlich erfasst ist und Humanarzneimitteln versenden darf. Darauf hat das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hingewiesen. Die europaweite Regelung ......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64594
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke