Autor Thema: Gehirntumor: Therapien  (Gelesen 5575 mal)

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Sissi

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Gehirntumor: Therapien
« am: 22. September 2010, 00:15 »

siehe auch unter http://www.krebsforum.at/forum/index.php/board,219.0.html



Studie nimmt Patienten mit Gehirntumor (anaplastischem Astrozytom) auf
Patienten, die an einem bösartigen Hirntumor, einem sogenannten refraktären (behandlungsresistenten) oder rezidivierenden (wiederkehrenden) anaplastischen Astrozytom, erkrankt sind, haben die Möglichkeit an der randomisierten klinischen Phase-III-Studie teilzunehmen (SAPPHIRE-Studie).
Für die Teilnahme an der SAPPHIRE-Studie kommen Patienten in Frage
die zwischen 18 und 70 Jahre alt sind
die an einem anaplastischem Astrozytom erkrankt sind
deren Astrozytom bereits operiert und bestrahlt wurde
die bisher erst maximal eine Chemotherapie erhalten haben
http://www.anticancer.de/sapphire/?gclid=CK6N0763maQCFQ4eZwodTwqmFA


Dietmar E.

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Von: Henning Semat [mailto:henning.semat@clariness.com]
Gesendet: Freitag, 14. Jänner 2011 17:04
An: kontakt@krebsforum.at
Betreff: Neue Studie zum anaplastischen Astrozytom

Sehr geehrter Herr Erlacher,

bevor wir zu unserem Anliegen kommen, möchten wir uns kurz vorstellen:
ClinLife (http://www.clinlife.at/) ist ein öffentlich zugängliches Internetportal, das Informationen zu klinischen Studien, Krankheitsbildern, möglichen Therapien und neuesten Forschungserkenntnissen zur Verfügung stellt. Außerdem bieten wir Patienten und Probanden die Möglichkeit, sich für laufende Studien kostenlos und unverbindlich zu bewerben.

Aktuell haben wir eine klinische Studie der Antisense Pharma GmbH zum rezidivierenden oder therapierefraktären anaplastischen Astrozytom veröffentlicht, bei der die Wirksamkeit und die Sicherheit eines neuartigen, nicht zugelassenen Medikaments überprüft werden soll (Trabedersen). Für diese Studie werden noch Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren gesucht. Auf ClinLife können sich Betroffene unter dem folgenden Link informieren und bewerben:

http://www.clinlife.at/sapphire-studie/studien/details/862

Weitere Informationen (auf Englisch) zu dem Medikament und dem Sponsor der Studie finden Sie unter dem folgenden Link:

http://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT00761280

Wäre es Ihnen möglich, an geeigneter Stelle in Ihrem Forum auf die Bewerbungsmöglichkeit bei ClinLife hinzuweisen?
Sollten Sie weiterführende Fragen zu unserem Anliegen haben, können Sie uns gerne per E-Mail oder auch telefonisch unter 040-29867800 kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Henning Semat


Henning Semat
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Gehirntumor: Komplett-Entfernung durch neuen Laser
« Antwort #3 am: 08. September 2013, 00:27 »



Hirntumor: Komplett-Entfernung durch neuen Laser

SRS-Mikroskopie analysiert Krebsgewebe und grenzt es deutlich ab



Ann Arbor/Cambridge (pte014/05.09.2013/11:00) - Moderne Laser-Chirurgie könnte die Überlebenschancen durch die vollständige Entfernung von Gehirntumoren erheblich verbessern. Forscher der University of Michigan Medical School http://medicine.umich.edu/medschool und der Harvard University http://harvard.edu haben ermittelt, dass vor allem das deutliche Sichtbarmachen aller Umrisse von Tumoren entscheidend ist.

Fingerspitzengefühl wichtig

Seit jeher sind Chirurgen bei Operationen an Gehirntumoren besonders vorsichtig, da das Entfernen des umgebenden Gewebes zu Beeinträchtigungen führen könnte. Das in Science Translational Medicine http://stm.sciencemag.org vorgestellte Verfahren setzt einen Laser ein, um die Chemie des Gewebes zu analysieren und den Tumor in einer anderen Farbe sichtbar zu machen.

Das Entfernen eines Gehirntumors gilt als Balanceakt. Wird zu wenig entfernt, kann der Krebs erneut auftreten. Wird zu viel beseitigt, kann das die Lebensqualität der Patienten deutlich beeinträchtigen. Entscheidend ist also, um die Begrenzungen des Tumors zu wissen. Chirurgen entfernen Abschnitte des Tumors und des umgebenden Gewebes und untersuchen sie unter dem Mikroskop, um die Umrisse zu erkennen.

Chemische Analyse zeigt Details

Das Team um Daniel Orringer hat jetzt mit der sogenannten "SRS-Mikroskopie" ein neues Verfahren zur Analyse des Gewebes entwickelt, die auch innerhalb des Gehirns eingesetzt werden kann. Ein Laser wird auf das Gewebe abgefeuert. Die Eigenschaften des Lichtstrahls verändern sich durch das Gewebe, auf das er trifft. Die unterschiedliche chemische Zusammensetzung von Krebszellen und normalem Gewebe bedeutet, das damit auch die genauen Umrisse eines Tumors erkennbar werden.

Laut Orringer ermöglicht die SRS-Mikroskopie, die Grenzen eines Tumors mit mikroskopischer Genauigkeit festzustellen. Das Verfahren wurde bisher an Mäusen und Proben von Gehirngewebe getestet. Klinische Tests mit Patienten fehlen derzeit noch. Das Verfahren gehört zu einer Reihe von Entwicklungen, die darauf abzielen, die Möglichkeiten chirurgischer Eingriffe zu verbessern. Ein Team des Imperial College London http://imperial.ac.uk hat zum Beispiel ein Messer entwickelt, das den "Geruch" von Krebs erkennen kann. Es schneidet also mit Bedacht.

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion

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Krebs: "Angelrute" bringt Gehirntumoren den Tod
« Antwort #4 am: 21. Februar 2014, 01:01 »




Krebs: "Angelrute" bringt Gehirntumoren den Tod

Glioblastome ohne OP entfernt und an zugänglicheren Ort gebracht


Atlanta (pte015/17.02.2014/10:55) - Fischen nach Krebszellen - so könnte man das Verfahren beschreiben, das Wissenschaftler an der Emory University School of Medicine http://med.emory.edu entwickelt haben. Eine winzige Rute holt im Gehirn Tumorzellen ein und führt sie aus dem Gehirn hinaus zum Absterben. Glioblastome gelten als die am häufigsten auftretende und aggressivste Art von Gehirnkrebs bei Erwachsenen. Die Erkrankung ist tödlich und nur sehr schwer zu operieren. Verantwortlich dafür sind die Größe der Tumore und ihre unzugängliche Lage.

Sechs Millimeter langer "Kescher"

Das Team um Ravi Bellamkonda entwickelte nicht noch wirksamere Medikamente, um die Krebszellen im Gehirn abzutöten, sondern überlegte sich, ob die Tumore nicht an einen zugänglicheren Ort bewegt werden könnten. Glioblastomzellen bewegen sich im Gehirn und binden sich an Nerven und Blutgefäße. Um ihren Weg zu verändern, wurde eine Rute aus Polymeren entwickelt, die rund sechs Millimeter lang ist.

Im Inneren der Rute wurde eine dünne, rund zehn Mikrometer dicke Folie angebracht, die die Form von Nerven und Blutgefäßen nachahmt. Laut dem Wissenschaftler scheinen die Zellen diese Form zu mögen. Aus diesem Grund sind keine weiteren Chemikalien oder Proteine erforderlich. Am oberen Ende der Rute ist ein Tropfen Gel angebracht, der ein Medikament enthält, das die Zellen der Glioblastome abtötet.

Tumorzellen halten die Rute für Nerven oder Blutgefäße, binden sich an sie und werden am Ende abgetötet. Laut Bellamkonda kommt der Tumor so zu den Medikamenten und nicht umgekehrt. Um das Verfahren zu testen, implantierten die Forscher menschliche Glioblastomzellen in die Gehirne von Ratten. Sie setzten die Rute in den Tumor ein. Das Gel befand sich dabei etwas über der Oberfläche des Schädels. Nach 15 Tagen hatte sich der Großteil der Tumorzellen entlang der Rute weiter bewegt und ihr Ende gefunden.

Auf sämtliche Krebsarten anwendbar

Laut dem Wissenschaftler verkleinerte sich der Tumor, der nicht nur die Rute nach oben gelangte um fast 90 Prozent. "Wir haben sehr genau überprüft, dass wir dem Tumor nicht nur eine andere Möglichkeit des Wachstums gegeben haben. Es hat sich aber gezeigt, dass wir den Tumor von einem Ort an den anderen bewegen konnten."

Das Verfahren kann einen Patienten nicht vollständig von Krebs befreien. Bellamkonda geht jedoch davon aus, dass ein inoperabler Tumor damit in einen Bereich bewegt werden kann, der näher an der Oberfläche des Gehirns liegt, wo er entfernt werden kann. Es ist auch denkbar, dass der Tumor auf eine Größe schrumpft, die keinen Schaden mehr anrichtet.

Wie Nature Materials http://nature.com/nmat berichtet, sind die ins Gehirn eingeführten Ruten so winzig, dass sie zu keinen Störungen führen sollten. Das Team hat das Verfahren im Labor auch an isolierten Brustkrebszellen und Prostatakrebs getestet. Die Wissenschaftler hoffen einem NewScientist-Bericht nach darauf, dass es auch bei vielen anderen Arten von langsam wachsenden Tumoren eingesetzt werden kann.

......... http://www.pressetext.com/news/20140217015

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Wiener Onkologen: Immuntherapie bei Gehirntumoren möglich
« Antwort #5 am: 03. Juni 2014, 01:08 »
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Wiener Onkologen: Immuntherapie bei Gehirntumoren möglich

Wien/Chicago (Illinois) (APA) - Sowohl bei Gehirnmetastasen als Folge von Karzinomen als auch bei primären Gehirntumoren (Glioblastome) könnte eine Immuntherapie wirksam sein. Das haben Wiener Onkologen in zwei Studien herausgefunden, die sie Freitagnachmittag beim Jahreskongress der amerikanischen Onkologengesellschaft (ASCO) in Chicago (bis 3. Juni) präsentierten.

In einer Studie untersuchten Matthias Preusser und seine Co-Autoren vom Comprehensive Cancer Center (CCC; Leiter: Christoph Zielinski) der MedUni Wien und des AKH den Zusammenhang zwischen dem Einwandern von Tumor-infiltrierenden Lymphozyten in das Gehirn bei Patienten mit Gehirnmetastasen im Rahmen von Lungenkrebs-, Melanom-, Nieren- und Brustkrebserkrankungen. „Man hat bisher angenommen, dass das Gehirn ein immunologisch ‚privilegiertes‘ Organ ist, dass das Immunsystem dort anders als sonst im Körper arbeitet“, sagte der Wissenschafter der Universitätsklinik für Innere Medizin I gegenüber der APA.

An sich sollte .... http://www.tt.com/home/8460772-91/wiener-onkologen-immuntherapie-bei-gehirntumoren-m%C3%B6glich.csp

Tanja

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Hirntumore: Weihrauch und Hyperthermie können helfen
« Antwort #6 am: 03. September 2014, 23:57 »



Hirntumore: Weihrauch und Hyperthermie können helfen

Bösartige Hirntumore gelten als schwer behandelbar. Die Therapien der Wahl sind Operation und/oder Bestrahlung. Biologische Methoden wie Hyperthermie und Weihrauch können die Behandlung von Hirntumoren wirksam ergänzen.

Die Behandlung von Tumoren im Gehirn verläuft oft unbefriedigend. Vor allem Tumore wie Glioblastome haben eine schlechte Heilungschance. Die Astrozytome wachsen langsamer und sind weniger bösartig. Bei beiden Tumorarten kommt es jedoch oft schnell zu neuen Geschwulsten. Tumore im Gehirn – auch gutartige – sind für die betroffenen Menschen häufig mit starken Beschwerden wie Kopfschmerzen, Lähmungen oder Sprachstörungen verbunden und mindern die Lebensqualität. „Komplementäre Therapien bieten die Möglichkeit, besser mit der Krankheit zu leben, das Befinden und die Lebensqualität zu verbessern und die Heilungschancen zu erhöhen", sagt Dr. Nicole Weis, ärztliche Beraterin der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr anlässlich des Welthirntumortages am 8. Juni 2014.

Ein Beispiel ist die Therapie mit Weihrauchextrakten. Patienten, die sich wegen ihres Hirntumors einer Radiotherapie unterziehen müssen, leiden häufig unter Hirnödemen. Rund um den Tumor schwillt das Gewebe stark an. Die Ödeme verdrängen – oft mehr als der Tumor selbst – gesundes Nervengewebe. Kopfschmerzen, Lähmungen oder Sprachstörungen sind die Folge. Die Standardtherapie mit Kortison ist mit Nebenwirkungen wie Osteoporose, Diabetesneigung und erhöhtem Blutdruck, aber auch einer Immunschwäche verbunden. Ferner können Glukokortikoide Zellen von soliden Tumoren resistent gegenüber der Chemo- oder Strahlentherapie machen.

Aus der indischen Ayurveda-Medizin ist bekannt, dass Weihrauch hilft, Ödeme und entzündliche Gewebeschwellungen abzubauen und zu verhindern. „Mittlerweile haben Mediziner an mehreren Universitätskliniken Weihrauch bei Patienten mit Hirntumoren erfolgreich eingesetzt", sagt Dr. Nicole Weis. Die Beschwerden lassen sich so oft schon nach kurzer Zeit mindern oder beseitigen.

In einer Freiburger Studie aus dem Jahr 2011 zum Beispiel erhielten Hirntumorpatienten eine Woche lang neben der Radiotherapie einen Weihrauchextrakt. Bei 60 Prozent der Patienten verringerte sich das Hirnödem um mehr als 75 Prozent. Gleichzeitig sprach der Tumor besser auf die Radiotherapie an. Medizinisch wirksam sind dabei die im Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren.

Damit die Boswelliasäuren entzündungshemmend wirken und die Ödembildung vermindern, müssen die Weihrauchextrakte in hoher Dosierung angewendet werden. Präparate gibt es von indischem und afrikanischem Weihrauch. Im afrikanischen Weihrauch ist Untersuchungen zufolge mehr von der medizinisch wirksamen Boswelliasäure enthalten. Weihrauch verträgt sich mit allen anderen Arzneimitteln, kann also auch während einer Bestrahlung oder zusammen mit anderen Präparaten genommen werden.

Hyperthermie: Mit Wärme Krebszellen zerstören

Einige Kliniken können über sehr günstige Behandlungsergebnisse bei der regionalen Tiefenhyperthermie berichten. Dabei wird mit Radiowellen das bösartige Geschwulst gezielt von außen auf ca. 42° C erwärmt und die Krebszellen zerstört. Es lassen sich Rückbildungen des Tumors erreichen, teilweise auch vollständige Remissionen. Durch Wiederholung der Behandlung kann der Krankheitsverlauf für Monate und manchmal für Jahre gebremst werden (Hager/ASCO 2008 und Sahinbas/Cancer Therapy 2012). Hager und Sahinbas behandelten 179 Hirntumorpatienten mit der lokoregionalen Tiefenhyperthermie. Bei den Erkrankten war der Tumor zuvor nach Operationen sowie Chemo- und Strahlentherapie wieder gewachsen. Bei der Behandlung konnten bei einem hohen Anteil der Patienten die Krankheitsverläufe lang anhaltend stabilisiert werden, bei vielen bildete sich der Tumor teilweise oder auch komplett zurück.

(Quellen: Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) Rainer Lange, Pressereferent, Tel. 06221 - 433-2108, presse@biokrebs.depresse@biokrebs.de, Sebastian Kaulitzki – fotolia.com)