Autor Thema: Onkologische Rehabilitation, was möchte ICH gerne haben?  (Gelesen 10138 mal)

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admin

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Onkologische Rehabilitation, was möchte ICH gerne haben?
« am: 22. September 2010, 13:16 »

Leider gibt es in Österreich fast keine Onkologische Rehabilation, schon gar nicht für Kassenpatienten.


Was aber wünschen wir uns von einer solchen Einrichtung, egal ob als Privat- oder Kassenpatient.


Für das Wohlfühlen muss das Umfeld stimmen. Krebspatienten bringen dorthin meist eine depressive Stimmung mit und wollen dann in der Rehab nicht nur körperlich,

sondern auch psychisch "behandelt" werden.

Wenn eine Einrichtung (Kur-, Rehabzentrum) noch keinen Kassenvertrag für eine Onkologische Anschlussheilbehandlung bzw. Onkologische Rehabilitation hat, wäre vielleicht

eine Kombination möglich, nämlich mittels Bewilligung einer Kur, z.. B. wegen Probleme im Bewegungsapparat, nach zwischenzeitlicher Krebserkrankung, zu einem Zentrum

mit (zusätzlicher?) Onkologischer Betreuung zu gelangen.

Wenn auch das nicht klappt wäre es vielleicht hilfreich, wenn Krebspatientinnen und Krebspatienten einen Kassenzuschuss und physikalische Therapieverordnungen bekommen,

sowie im Onkologischen Rehabilitationszentrum ein vorteilhafteres Angebot bekommen.
  

Neben der "üblichen" physikalischen Behandlung sind sicher auch schulmedizinisch begleitende Maßnahmen für Krebspatienten interessant; einerseits komlementärmedizinische Vorträge dazu

und anderseits Behandlungen. Manche Kassen übernehmen für solche Medikamente auch die Kosten (Enzymtherapie, Selentherapie, Misteltherape, Bewegungstherapie einschl. nordic walking, etc.).

Weiters:

Hilfen bei Angst

Hilfen bei Schmerzen

Hilfen bei der gesunden Ernährung; Aufklärung zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Was ist Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und was davon ist für mich vorteilhaft und umsetzbar


Was meinst nun DU?

Bitte deine Meinungen!

Hier, oder an kontakt@krebsforum.at (auch anonym)



« Letzte Änderung: 22. September 2010, 13:45 von admin »


Geri

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Onkologische Rehabilitation, Kassen schweigen!
« Antwort #2 am: 02. Februar 2011, 00:15 »

hema: Kampf dem Krebs

Ausgleich in der Zeit nach dem Krebs

Rehabilitation: Eine Kur nach einem Herzinfarkt ist üblich, nach einer Krebserkrankung aber nicht. Eine Manko für die Lebensqualität.

Letztes Update am 29.11.2010, 15:33

Mehr zum Thema

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/2053954.php

    * Hauptartikel
      Ausgleich in der Zeit nach dem Krebs
    * Hintergrund
      Krebs besiegt, nächster Kampf: Arbeitsmarkt

Eine Krebserkrankung muss heute nicht automatisch tödlich enden. Rund 70 Prozent aller Betroffenen leben zumindest fünf Jahre und länger - die Prognosen werden immer besser. Doch während es bei einem Schlaganfall oder einer Hüftoperation selbstverständlich ist, dass Patienten danach Anspruch auf eine Rehabilitation haben, sollen Krebspatienten einfach wieder normal funktionieren.

Dabei ist es gerade nach einer solchen Erkrankung schwierig, in den Alltag zurückzufinden. Betroffene haben oft Ernährungs-, Geschmacks-, Geruchs- und Taststörungen. Dazu kommen Probleme wie Inkontinenz, Schluckstörungen oder Beeinträchtigungen des Sexuallebens. Nicht zuletzt brauchen viele Betroffene psychologische Unterstützung, um in den Alltag zurückzufinden, ohne ständig die Angst vor einem Rückfall vor Augen zu tragen.

"In Deutschland ist die onkologische Rehabilitation seit 25 Jahren ein fixer Bestandteil der Behandlung. In Österreich ist erst jetzt Aufbruchstimmung", erklärt der Rehabilitations-Onkologe Univ.-Prof. Christoph Wiltschke von der MedUni Wien. "Viele Krebsbehandlungen hinterlassen problematische Schäden, mit denen die Leute oft noch lange zu kämpfen haben. Diese Probleme sind nicht der Preis,
den man dafür bezahlen muss, dass man wieder gesund ist. Man kann Besserung schaffen."

Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Betroffenen aus dem Krankenhaus hinaus in ein schöneres Umfeld kommen - in ein Zentrum, wo man auf die onkologische Betreuung spezialisiert ist. "Das ist deshalb wichtig, weil Menschen mit Asthma oder einer neuen Hüfte eine andere Art von Rehabilitation brauchen als Lungenkrebspatienten", erklärt der Rehabilitationsmediziner Univ.-Prof. Richard Crevenna. Im Gegensatz zu einer Kur etwa, erfordert die onkologische Rehabilitation eine Reihe von Spezialisten, die sich mit den Problemen und Bedürfnissen von Krebspatienten auskennen.

    * » Hintergrund: Krebs besiegt, nächster Kampf: Arbeitsmarkt


Atmosphäre

Ein solches Zentrum wurde etwa im Sonnberghof in Bad Sauerbrunn südlich von Wien geschaffen. Hier hat man sich bemüht, eine Atmosphäre zu schaffen, die Betroffenen wieder Spaß am Leben gönnt und sie nicht ständig an das Krankenhaus erinnert.

Dazu gehört, dass sie auch ihre Familie und sogar ihr Haustier mitnehmen können. "Man kann die Freude am Leben nicht wiederfinden, wenn die Familie nicht dabei ist", sagt Wiltschke.

"Die Schwierigkeit ist, dass die onkologische Rehabilitation von den Krankenversicherungen meist noch nicht anerkannt ist." Dementsprechend gibt es auch bei Weitem nicht genug Plätze für alle, denen eine Rehabilitation helfen würde. Denn das ist unbestritten: "Es gibt eindeutige Zahlen, die beweisen, dass eine Rehabiliation die Lebensqualität von Krebspatienten stark verbessert. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass der spätere Verlauf positiv beeinflusst wird", sagt Wiltschke.

Planung

Dazu gehört, dass man mit dem Patienten schon vor Beginn der Krebstherapie bespricht, was man nachher macht - wie etwa im Comprehensive Cancer Center an der MedUni Wien im AKH. "Es ist aufbauend, nicht nur das Negative der notwendigen onkologischen Therapien zu besprechen, sondern auch das Positive, was man nachher tun kann", sagt Crevenna.

Die österreichische Akademie für onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie (ÖARP) erstellt derzeit einen onkologischen Rehabilitationsplan für Österreich. "Die meisten Menschen, die eine Krebserkrankung durchgemacht haben, brauchen körperliche, psychologische und ärztliche Unterstützung. Das ist ein neues Gebiet und kostet viel Geld. Fachlich gibt es aber kein Argument dagegen", sagt Wiltschke.

Letztes Update am 29.11.2010, 15:33

Artikel vom 29.11.2010 15:00 | KURIER | Laila Daneshmandi

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Rehabilitation von onkologischen Patienten


Info: http://www.billrothhaus.at/index.php?option=com_billrothtv&void=2965


Und am 10.2.15 im Wiener Rathaus, auf unserem Messestand .......

Rehabilitation bei Krebs, Univ. Prof. Dr. Richard Crevenna, AKH Wien         11.30-12.00





Geri

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Onkologische Rehabilitation, DIE Informations-Möglichkeit am 17.9.15 !!!
« Antwort #4 am: 05. September 2015, 23:50 »


http://www.krebsforum.at/index.php?topic=15372.msg26493#msg26493


Schreiben Sie mir, vertraulich, an: info@krebspatienten.at


« Letzte Änderung: 26. Dezember 2015, 22:58 von Dietmar E. »