Autor Thema: NEU: Darmkrebs Früherkennung  (Gelesen 8274 mal)

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Edi

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NEU: Darmkrebs Früherkennung
« am: 06. Oktober 2010, 20:04 »

Anm.:
Im Burgenland bereits in der Vorsorge in Anwendung, oder in Kürze!
Wer weiß mehr?



EANS-News: Epigenomics AG und NextPharma unterzeichnen weltweites Abkommen über Auftragsherstellung von Darmkrebs-Bluttest =

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Berlin, Deutschland, und Surrey, Vereinigtes Königreich, 6. Oktober  2010 (euro
adhoc) - Das Molekulardiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG und NextPharma
Technologies, der führende europäische Anbietern für Produktentwicklung,
Auftragsherstellung, Kühlketten- und Logistik-Outsourcing für die
pharmazeutische und biotechnologische Industrie, teilten heute mit, dass die
Unternehmen ein weltweites Abkommen für die Auftragsherstellung von Epigenomics´
Produkt Epi proColon unterzeichnet haben. Epi proColon ist der weltweit erste
in-vitro-diagnostische Test für den Nachweis von Darmkrebs mit Hilfe einer
einfachen Blutprobe und wird derzeit durch Epigenomics in Europa vertrieben.

Der Vertrag zwischen den Unternehmen sieht vor, dass NextPharma Epigenomics´
CE-gekennzeichneten Epi proColon-Testkit für Europa und andere Märkte gemäss dem
ISO 13485-Standard für Medzinprodukte herstellt. Zudem soll NextPharma eine dem
cGMP-Standard entsprechende Version des Testkits für den US-amerikanischen Markt
herstellen, die derzeit von Epigenomics entwickelt wird.  Epigenomics plant
einen Zulassungsantrag für den Epi proColon-Test 2011bei der US- FDA (Food and
Drug Administration) einzureichen.

"Mit NextPharma haben wir den idealen Partner für die Auftragsherstellung
gefunden, der die steigende Nachfrage für den Epi proColon-Testkit in Europa
decken kann", erklärte Dr. Uwe Staub, Senior Vice President Product Development
bei Epigenomics. "Mit ihren Qualitätsstandards und der enormen Erfahrung in der
Herstellung von Medizinprodukten ist NextPharma zudem ausgezeichnet aufgestellt,
unser zukünftiges US-Produkt herzustellen."

NextPharma wird den Epi proColon-Testkit an ihrem US-Standort im kalifornischen
San Diego herstellen. Diese Anlage bedient weltweit kleine und große Unternehmen
in der biotechnologischen, pharmazeutischen, diagnostischen und
medizintechnischen Industrie. Der aseptische Bereich dieser Anlage verfügt über
mehrere Reinraum-Suiten mit Klasse-10.000 (Klasse 7 oder Klasse C),
Formulierungsräume und Klasse-100 (Klasse 5 oder Klasse A) Abfüllhauben
bzw.-räume. Die Anlage ist FDA-zertifiziert für die Herstellung von
Pharmazeutika und FDA- sowie ISO 13485-zertifiziert für die Herstellung von
Medizinprodukten.

Zu NextPharmas Kompetenzen im Bereich Medizinprodukte gehören die Herstellung
von in-vitro-diagnostischen Reagenzien und Kits,  maßgeschneiderte
Verpackungslösungen sowie die Herstellung analytischer Agenzien und Kits für
Forschungsanwendungen. Weiterhin ist NextPharma in der Lage, Prototypen und
Pilotserien von Medizinprodukten der Klassen I und II herzustellen.

"Wir sind sehr erfreut, mit Epigenomics bei der Herstellung dieses innovativen
diagnostischen Tests für die Früherkennung von Darmkrebs für den weltweiten
Markt zusammenzuarbeiten", erklärte Bill Wedlake, Chief Executive Officer von
NextPharma Technologies. "Dies ist ein Zeugnis unseres Könnens, unserer
Flexibilität und Schnelligkeit bei der Lieferung dieses wichtigen Produkts.
Ermöglicht wird dies durch die große Erfahrung unseres Teams für
Medizinprodukte kombiniert mit der Nutzung unserer modernsten Technologien an
unserem Standort in San Diego."

Der Epi proColon-Bluttest für Darmkrebs wurde bequem und patientenfreundlich
konzipiert mit dem Ziel eine der größten Hürden für eine effektive
Früherkennung zu überwinden: die mangelnde Akzeptanz der bisher verfügbaren
Verfahren zum Nachweis von Darmkrebs. Für den Epi proColon-Test lassen sich die
Patienten lediglich bei ihrem Arzt eine Blutprobe abnehmen, z.B. im Rahmen
einer Routineuntersuchung. Die Blutprobe wird dann an ein Molekulardiagnostik-
Labor geschickt, wo sie auf methylierte DNA des Septin9-Gens (mSEPT9)
untersucht wird. In mehreren Fall-Kontroll-Studien mit Krebspatienten und durch
Koloskopie überprüften darmkrebsfreien Kontrollprobanden sowie in einer
prospektiven populationsbasierten Studie mit über 7.900 Probanden ("PRESEPT")
konnte gezeigt werden, dass der Nachweis von mSEPT9 in Blutplasma ein
zuverlässiger Hinweis auf eine Krebserkrankung des Dick- und Enddarms ist.

Bisher angebotene Verfahren zur Darmkrebs-Früherkennung - darunter der Test auf
okkultes Blut im Stuhl (FOBT) und die Darmspiegelung - werden meist als
unangenehm oder umständlich wahrgenommen und daher zu selten von Personen im
Alter von 50 Jahren und älter genutzt, obwohl diese regelmäßig an
Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen sollten. Daher wird die Mehrzahl der
Krebsfälle erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, in denen die
Heilungschancen stark gesunken sind. Der Epi proColon-Bluttest birgt die
Chance, mehr Menschen zur Teilnahme an der Früherkennung zu bewegen und
denjenigen Menschen mit Darmkrebs unter diesen, eine frühzeitige und damit
erfolgversprechendere Therapie zu teil werden zu lassen.

Über Epigenomics

Die Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX) ist ein
Molekulardiagnostik-Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf der Entwicklung
neuartiger Produkte für die Krebsdiagnostik. Auf der Basis von
DNA-Methylierungs-Biomarkern zielen Epigenomics` Tests auf dem Markt und in der
Entwicklung darauf ab, Krebs bereits im Frühstadium zu diagnostizieren bevor
Symptome auftreten, und könnten dadurch die durch diese gefürchtete Krankheit
verursachte Sterblichkeit verringern.

Epigenomics´ Produktportfolio umfasst den CE-gekennzeichneten IVD-Test Epi
proColon, den weltweit ersten nach IVD-Regularien entwickelten, molekular-
diagnostischen Test zum Nachweis von Darmkrebs in Blut, der auf dem Biomarker
Septin9 basiert und weitere firmeneigene DNA-Methylierungs-Biomarker und IVD-
Produkte in verschiedenen Entwicklungsstadien für Darm-, Lungen- und
Prostatakrebs. Für die Entwicklung und weltweite Vermarktung von in-vitro-
diagnostischen Testkits verfolgt Epigenomics ein duales Geschäftsmodell, in
welchem die direkte Vermarktung von eigenen diagnostischen Testprodukten mit
einer nicht exklusiven Lizenzstrategie für Diagnostikanbieter mit breitem
Kundenzugang kombiniert wird. Zu Epigenomics´ strategischen Partnern in der
Diagnostikindustrie zählen Abbott Molecular Inc., Sysmex Corporation, Quest
Diagnostics Incorporated und ARUP Laboratories, Inc. für diagnostische
Testprodukte und Dienstleistungen sowie die QIAGEN NV, für Produkte für den
Forschungsmarkt und zur Probenvorbereitung.

Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Berlin und ist mit einer 100%igen
Tochtergesellschaft, Epigenomics Inc., in Seattle, WA, USA, vertreten. Weitere
Informationen finden sich unter www.epigenomics.com.

Über NextPharma

NextPharma Technologies, mit Hauptsitz in UK und gegründet im Jahr 2000, ist
einer der weltweit führenden Outsourcing-Partner der pharmazeutischen und
biotechnologischen Industrie.

NextPharma bietet eine breit gefächerte Palette an Leistungen von der
Produktentwicklung im frühen Stadium über Klinikmusterherstellung- und
Verpackung bis hin zu großvolumiger kommerzieller Herstellung neuer chemischer
oder biologischer Wirkstoffe an. NextPharma zählt zu den weltweit führenden
Unternehmen in den Bereichen Lyophilisierung und sterilen Abfüllungs- und
Pelletiertechnologien sowie bei der Herstellung von Spezialprodukten wie
Penicillinen, Cephalosporinen, sterilen Zytotoxika, nicht-zytotoxischen
Produkten und Hormonen. Der Bereich sterile Entwicklung und Herstellung bietet
die komplette Palette an Arzneimitteltechnologien inkl. Fertigspritzen, Vials
und Ampullen. Darüber hinaus verfügt NextPharma über große Expertise bei der
Formulierung, Entwicklung und Herstellung von pädiatrischen Arzneimitteln.
NextPharma bietet zudem Logistiklösungen aus einer Hand an, die darauf
abgestimmt sind, die Bedürfnisse der weltweiten pharmazeutischen Industrie
unter den strengen Standards der cGSP/GDP-Regularien erfüllen.

NextPharma ist weltweit mit seinen sieben Produktentwicklungszentren, sieben
Herstellungsstandorten und sechs temperaturkontrollierten Lager- und
Distributionsstandorten verteilt über Nordamerika, Europa und Japan tätig.

Die 1.200 Mitarbeiter von NextPharma haben sich dem Service für 200 Kunden
weltweit verschrieben, darunter viele der weltweit führenden Unternehmen für
Pharmazeutika, Spezialpharmazeutika und biotechnologische Produkte.

NextPharma kann erfolgreiche Erfahrungen mit praktisch allen pharmazeutischen
Technologien und Produktformen vorweisen und hat neben den Kenntnissen in den
zuvor aufgeführten Spezialgebieten Kenntnissen in Technologien für Feststoffe,
halbfeste Darreichungs-Formen, Flüssigkeiten, Sprays und trocken dosierten
Formen.

Alle Standorte von NextPharma sind entweder bereits von der FDA inspiziert
worden, werden derzeit für eine Inspektion aufgerüstet oder sind in der
Vorbereitung für eine entsprechende Aufrüstung.

Epigenomics´ Rechtlicher Hinweis. Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich
oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und
deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte
bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu
führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die
Leistungen der Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder
Leistungen abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum
Ausdruck gebracht wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der
heutigen Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in
die Zukunft gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger
Ereignisse bzw. aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.

~
Kontakt NextPharma                     Kontakt Epigenomics AG               
                                   
Bill Wedlake                           Dr. Achim Plum                         
Chief Executive Officer                Sen. VP Corporate Development
NextPharma Technologies Holding        Epigenomics AG
Limited                                                       
Tel +44 (0) 1483 479 121               Tel +49 (0) 30 24345 368               
www.nextpharma.com                     pr@epigenomics.com                     
                                       www.epigenomics.com
~

Rückfragehinweis:
Epigenomics AG
Dr. Achim Plum
Sen. VP Corporate Development
Tel: +49 30 24345 368
achim.plum@epigenomics.com
Ende der Mitteilung                               euro adhoc
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~
Unternehmen: Epigenomics AG
             Kleine Präsidentenstraße 1
             D-10178 Berlin
Telefon:     +49 30 24345-0
FAX:         +49 30 24345-555
Email:       ir@epigenomics.com
WWW:         www.epigenomics.com
Branche:     Biotechnologie
ISIN:        DE000A0BVT96, DE000A0XFWF2
Indizes:     Prime All Share, Technology All Share
Börsen:      Regulierter Markt/Prime Standard: Frankfurt, Freiverkehr: Berlin,
             Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, München
Sprache:     Deutsch
~


Tanja

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Darmkrebs: ASS erleichtert Früherkennung
« Antwort #1 am: 08. Dezember 2010, 20:48 »
Mittwoch, 8. Dezember 2010

Darmkrebs: ASS erleichtert Früherkennung

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43848/Darmkrebs_ASS_erleichtert_Frueherkennung.htm

Heidelberg – Die Befürchtung, die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) könne die Zuverlässigkeit des Stuhltests auf okkultes Blut verschlechterten, sind offenbar unbegründet. Für die häufige Einnahme von Low-Dose-ASS konnte dies jetzt durch die Ergebnisse einer prospektiven Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2010; 304: 2513-2520) widerlegt werden: Die Zuverlässigkeit der Tests wurde durch die ASS-Einnahme sogar deutlich gesteigert.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) führt zum Koloskopie-Screening eine „Begleitende Evaluierung innovativer Testverfahren zur Darmkrebs-Früherkennung“ (BliTz) durch. An 20 Praxen im süddeutschen Raum werden Erwachsene, die am gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm teilnehmen wollen, gebeten, eine Stuhlprobe zum Termin der Darmspiegelung mitzubringen.

Diese wurde später mit zwei quantitativen Tests einmal auf Hämoglobin und einmal auf Hämoglobin-Haptoglobin untersucht. Da die Teilnehmer auch einen Fragebogen zur Einnahme von Medikamenten ausfüllten, konnte Hermann Brenner vom DKFZ untersuchen, welchen Einfluss die Einnahme von Low-Dose-ASS auf die Ergebnisse des Stuhltests hat.

Diese Frage ist von großer praktische Relevanz: Zum einen, weil viele Menschen den Stuhltest dem Standard Koloskopie vorziehen, obwohl die Darmspiegelung seit Oktober 2002 Kassenleistung ist und damit für den Versicherten kostenfrei.

zum Thema

    * Abstract der Studie
    * Pressemitteilung von JAMA
    * Pressemitteilung des DKFZ
    * BliTz-Studie

Zum anderen wird Low-Dose-ASS sehr häufig zur Prävention von Herzinfarkten und Schlaganfällen verordnet. Unter den 1.979 Teilnehmerinnen der laufenden Studie waren es immerhin 233, also mehr als jeder zehnte.

Und die Einnahme könnte, so eine durchaus berechtigte Befürchtung, die Ergebnisse der Darmkrebsfrüherkennung verfälschen: Die Tests könnten auf Blut anschlagen, das gar nicht aus Krebsvorstufen stammt. Andererseits könnte Aspirin auch die Blutungsneigung von Darmkrebsvorstufen erhöhen – und damit die Chancen, diese zu entdecken.

Offenbar trifft die zweite Vermutung zu, denn ASS verbesserte die Treffsicherheit beider Tests erheblich. Bei einem Cut-off von 2µg/g Stuhle stieg die Sensitivität auf den Nachweis fortgeschrittener Adenome im Hämoglobin-Test von 35,9 auf 70,8 Prozent, wenn Non-User und User von Low-dose-ASS verglichen wurden.

Da die Spezifität nur von 89,2 auf 85,7 Prozent sank, wurde der genauere Nachweis nicht etwa durch eine erhöhte Rate von falsch-positiven Ergebnissen erkauft. Beim Hämoglobin-Haptoglobin-Test stieg die Sensitivität von 32 auf 58,3 Prozent bei einem Abfall der Spezifität von 91,1 auf 85,7 Prozent.

Mit anderen Worten: Die Bluttests spürten die Krebsvorstufen bei Personen, die Low-dose-ASS einnahmen, fast doppelt so häufig auf wie bei Personen, die das Medikament nicht einnahmen. Diese Tests übertrafen sogar die Treffsicherheit, die in anderen Studien für die Sigmoidoskopie beschrieben wurde, natürlich mit der Einschränkung, dass diese „kleine Darmspiegelung“ nur den distalen Kolon einsehen kann.

Werner

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Darmkrebs in der Familie? Auf zur Früherkennung!
« Antwort #2 am: 02. März 2011, 22:51 »
DarmkrebsTödliches Familienrisiko

Dienstag 01.03.2011, 11:12 · von FOCUS-Online-Autorin Petra Apfel

colourbox Erblicher Darmkrebs entsteht oft schon in untypisch jungen Jahren

Wenn Darmkrebs erblich ist, muss die Krebsvorsorge früh beginnen und häufig stattfinden. Eine praktikable Alternative zur Darmspiegelung ist noch nicht in Sicht.

Wenn Darmkrebs in einer Familie gehäuft auftritt, kann die Gefahr krank zu werden im Lauf des Lebens auf 80 Prozent steigen. Menschen, die mit diesem Erbe leben, sollen daher jedes Jahr zur Darmspiegelung. Diese Untersuchung kann bereits Vorstufen von Darmkrebs entdecken. Dennoch würden sich viele Betroffene die Prozedur gern ersparen. Wissenschaftler suchen auch seit Jahren nach sanften Alternativen zur endoskopischen Kamerafahrt durch den Darm. Im jüngsten Experiment der Darmkrebs-Früherkennung erschnüffelte ein Hund mit 98-prozentiger Sicherheit Darmkrebs im Stuhl und im Atem von Probanden. Aber – wie zuvor schon diverse Urin- und Bluttests – entdeckte die Hundenase nur Krebszellen, nicht schon deren Vorstufen.

Damit bleibt die endoskopische Fahrt durch den entleerten Darm bislang die einzige Technik, auch kleinste Veränderungen im Darm zu erkennen, gleich zu beseitigen und so den Krebs im Keim zu ersticken. „Alle anderen Methoden sind noch nicht praxisreif. Sobald in Blut- oder Urintests nur eine kleine Abweichung messbar ist, muss in jedem Fall gespiegelt werden“, sagt die Humangenetikerin Elke Holinski-Feder von der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Die Wissenschaftlerin ist Teil des Verbundprojekts „Familiärer Darmkrebs“. Mediziner an sechs deutschen Universitätskliniken (Bonn, Bochum, Dresden, Düsseldorf, Heidelberg und München/Regensburg) widmen sich der speziellen Früherkennung, Diagnose und Therapie des erblichen und familiären Darmkrebses.

Erblich, aber nicht zwangsläufig

Jedes Jahr diagnostizieren Ärzte in Deutschland über 70 000 neue Darmkrebserkrankungen. 25 Prozent der sogenannten kolorektalen Karzinome betreffen Menschen, in deren Familie noch weitere Personen an Darmkrebs erkrankt sind. Für ca. fünf Prozent aller Patienten liegt die Krebsgefahr eindeutig im Erbgut und lässt sich durch Gentests nachweisen.

Bösartige Tumoren im Darm entstehen trotz des familiären Risikos nicht zwangsläufig. Eine engmaschige Vorsorge ist allerdings wichtig. Darmkrebs-Risikokandidaten müssen daher früher und häufiger zur Vorsorgeuntersuchung als unbelastete Menschen.

Nach den Richtlinien für die Krebsvorsorge sollte jeder Erwachsene dem Darm ab 50 erhöhte Aufmerksamkeit widmen, zunächst mit dem regelmäßigen Stuhlbluttest. Mit 55 ist laut Vorsorgeplan die erste Darmspiegelung fällig. Findet der Gastroenterologe dabei nichts Auffälliges, genügt ein nächster Blick in den Darm zehn Jahre später. Im Fall von erblichem Darmkrebs ist die Spiegelung jedoch schon ab dem 25. Lebensjahr vorgesehen, und zwar im Jahresrhythmus. Liegt eine familiäre Häufung vor, sollte die erste Darmspiegelung zehn Jahre vor dem Alter stattfinden, in dem das früheste Kolonkarzinom in der Familie aufgetreten ist.

„Jeder Darmkrebs entwickelt sich aus einem Polypen“, sagt Elke Holinski-Feder. „Normalerweise dauert die Veränderung von gut- zu bösartig fünf bis zehn Jahre. Bei erblichem Darmkrebs ist der Prozess auf ein bis zwei Jahre beschleunigt. Der empfohlene Abstand der Vorsorgeuntersuchung ist also der Krebsentwicklung angepasst.“ Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen auch für die häufigen Vorsorgeuntersuchungen von Risikopatienten.


http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/symptome/tid-21504/darmkrebs-toedliches-familienrisiko_aid_604115.html

weiter
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Übersicht: Darmkrebs
« Letzte Änderung: 02. März 2011, 22:51 von Werner »

Richi

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Darmkrebs Früherkennung
« Antwort #3 am: 12. März 2011, 18:06 »

März ist der Darmkrebsmonat. Er soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Vorsorge, wie z.B. die Darmspiegelung ist. Wenn man Polypen im Darm nämlich frühzeitig entdeckt, sind die Chancen sehr hoch, Darmkrebs zu verhindern oder zu heilen.

Wie die Ärzte Zeitung berichtet, fanden Forscher nun heraus, dass in diesem Zusammenhang auch Sport eine bedeutende Präventionsmaßnahme ist. Sie analysierten 20 verschiedene Studien und kamen zu dem Ergebnis, dass Bewegung vor frühen Stadien des Darmkrebses - sogenannten Adenomen und Polypen - schützt. Die Wahrscheinlichkeit diese zu erleiden, ist um 16 % geringer als bei Sportmuffeln. Außerdem bremst Sport deren Fortschreiten zu Karzinomen.

Als Gründe hierfür vermuten die Wissenschaftler eine stärkere Immunabwehr, Hemmung von Entzündungsprozessen, Erhöhung der Vitamin-D-Konzentration im Blut und ein Sinken des Insulinspiegels.
Unser Tipp: Dass regelmäßige Bewegung oder Sport gesund ist, wissen Sie. Nun haben Sie ein weiteres Argument, wenn Sie wieder einmal mit Ihrem inneren Schweinehund zu kämpfen haben.

Tanja

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Darmkrebs Früherkennung
« Antwort #4 am: 16. März 2011, 22:37 »
Mittwoch, 16. März 2011

Ärzteschaft KBV ruft zum Darmkrebsscreening auf

Berlin – Zur Darmkrebs-Früherkennung und –vorsorge hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) aufgerufen. „Nutzen Sie das gute Angebot zur Früherkennung in Deutschland, gehen Sie zur Vorsorge! Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland und gleichzeitig gut heilbar, wenn man sie frühzeitig erkennt“, sagte KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller anlässlich des Darmkrebsmonates März.

Er betonte, einen spezialisierten Arzt zu finden, sei mittlerweile einfach. „Sie können beispielsweise die von der KBV entwickelte Anwendung Bundesarztsuche für iPhone und iPad verwenden“, empfahl Müller.

Die Applikation zeige die Treffer auf einer Karte. Patienten könnten direkt in der Praxis anrufen, um einen Termin zu vereinbaren und sich sogar von Ihrem aktuellen Standpunkt aus zum Arzt navigieren lassen. Die Bundesarztsuche stehe im AppStore unentgeltlich zum Download bereit.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung, um den Darm auf Auffälligkeiten zu untersuchen. In Risikofamilien tragen die Kassen die Kosten für eine solche Koloskopie schon ab dem 35. Lebensjahr.   

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Jährlich erkranken in Deutschland rund 69.000 Menschen an Darmkrebs, rund 27.000 Menschen sterben daran. Im Laufe ihres Lebens erkranken in Deutschland sechs von 100 Menschen an Darmkrebs. In der Häufigkeit rangiert Darmkrebs bei beiden Geschlechtern an zweiter Stelle, zusammengenommen ist Darmkrebs die häufigste Krebsform in Deutschland.

Neben den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sind es insbesondere genetische Faktoren, die zur Entstehung von Darmkrebs beitragen. Eine familiäre Vorbelastung bedeutet ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung. © hil/aerzteblatt.de

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NEU: Darmkrebs Früherkennung mit Bluttest
« Antwort #5 am: 09. Mai 2011, 23:19 »

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Im Burgenland bereits in der Vorsorge in Anwendung, oder in Kürze!
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EANS-News: Epigenomics AG: Mehr Darmkrebs-Früherkennung durch Septin9-Bluttests wäre medizinisch vorteilhaft und zugleich kosteneffektiv =
Utl.: Renommierter Forscher der Stanford-Universität stellt gesundheitsökonomische Analyse zu Septin9-Tests auf der Digestive Disease Week 2011 vor

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Laufende Studie zum Patientenverhalten soll Effekt auf Teilnahmequote an der
Früherkennung untersuchen

Berlin, Deutschland, und Seattle, WA, USA, 9. Mai 2011 (euro adhoc) - Das
Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX),
berichtet über die Ergebnisse einer gesundheits-ökonomischen Analyse einer
zukünftig bevölkerungsweiten Darmkrebs-Früherkennung mit Septin9-Bluttests. Die
Analyse wurde von Dr. Uri Ladabaum, Associate Professor in der Abteilung für
Gastroenterologie und Hepatologie an der School of Medicine der
Stanford-Universität (USA), auf der gerade stattfindenden Digestive Disease Week
2011 vorgestellt (Ref. 1). Septin9-Bluttests erkennen im Blut zirkulierende,
zellfreie DNA aus Darmtumoren mit Hilfe einer Veränderung der DNA-Methylierung
in dem Gen SEPT9 (mSEPT9), die spezifisch bei Darmkrebs auftritt. Der
mSEPT9-Biomarker und die notwendigen Nachweistechnologien wurden von der
Epigenomics AG patentiert.

Mit einem validierten Markov-Modell für die Darmkrebs-Früherkennung, das die
Epidemiologie und die durch Darmkrebs verursachten Kosten in den USA abbildet,
haben Dr. Ladabaum und seine Kollegen Septin9-Tests mit den derzeitigen
Standardverfahren für die Darmkrebs-Früherkennung verglichen. In den USA werden
derzeit vor allem chemische und immunchemische Tests auf okkultes Blut im Stuhl
(FOBT/FIT), Sigmoidoskopie und Koloskopie in der Darmkrebs-Vorsorge eingesetzt.

Die Analyse basiert auf den klinischen Leistungsdaten des Septin9-Tests, die im
Rahmen einer prospektiven Studie mit mehr als 7.900 Patienten erhoben wurden.
Die Patienten wiesen ein durchschnittliches Erkrankungsrisiko auf und waren in
dem Alter, in dem eine Darmkrebs-Vorsorge empfohlen wird. In dieser Studie mit
einem Septin9-Test der ersten Generation konnten bis zu 67% der Krebsfälle bei
einer Spezifität von 88% nachgewiesen werden. Die Daten dieser Studie wurden
bereits auf der Digestive Disease Week 2010 vorgestellt (Ref. 2).

Die von Dr. Ladabaum vorgestellte Analyse zeigt, dass Septin9-Tests im
Vergleich zu anderen Methoden auf Populationsebene den größten zusätzlichen
medizinischen Nutzen bei vertretbaren Kosten erbringen, wenn sich damit der
Anteil der untersuchten Bevölkerung erhöhen lässt. Die Forschergruppe kam zu
dem Schluss, dass die Darmkrebs-Früherkennung mit dem Septin9-Test eine
medizinisch nützliche und gesundheitsökonomisch kosteneffektive Strategie
darstellt, wenn damit der bisher nicht an Früherkennungsuntersuchungen
teilnehmende Anteil der US-Bevölkerung erreicht werden kann.

Patientenverhaltensstudien zum besseren Verständnis von Widerständen bei
Menschen, die keine Darmkrebs-Früherkennung betreiben und zum Potenzial eines
Bluttests als alternatives Verfahren für die Früherkennung laufen derzeit an
der Universität von Utah und dem Huntsman Cancer Institute in Zusammenarbeit
mit ARUP Laboratories, Salt Lake City, UT, USA. Erste Ergebnisse von
Fokusgruppen wurden vor kurzem von Jennifer Taber, M.Sc., aus der Abteilung für
Psychologie an der University of Utah auf der Jahrestagung der American Society
of Preventive Oncology 2011 vorgestellt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin,
dass die Mehrheit der derzeit nicht an der Früherkennung teilnehmenden Menschen
einen Septin9-Test für die Früherkennung akzeptieren würde. Es konnten dabei
keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf Geschlecht, Religion,
Familienstand, Krankenversicherungsschutz oder ethnische Zugehörigkeit
festgestellt werden. Um mehr über die Auswirkungen von Bluttests auf die
Akzeptanz der Darmkrebs-Früherkennung und ihr Potenzial zur Verbesserung der
Teilnahmequote herauszufinden, sind im Rahmen des Projekts eine quantitative
Umfrage und eine prospektive klinische Longitudinalstudie geplant (Ref. 3).

Jennifer Taber meinte dazu: "Die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Befragten
aufgrund der hohen Genauigkeit und der unkomplizierten und nicht invasiven
Durchführung dem Septin9-Test sehr interessiert gegenüberstehen. Wir hoffen, im
weiteren Verlauf der Studie noch mehr darüber herauszufinden, wie Bluttests
dazu betragen können, die Screeningrate insgesamt zu erhöhen und die aktuell
noch bestehenden Barrieren auszuräumen."

Dr. Philip Schoenfeld, M.D., M.Sc., M.Sc., Associate Professor für Medizin in
der Abteilung für Gastroenterologie an der University of Michigan School of
Medicine und Mitglied von Epigenomics´ medizinischem Beirat kommentierte die
beiden Studien: "Die Studien zur Kosteneffektivität und Patientenverhalten sind
wichtige Zusatzstudien zu der prospektiven Studie zum klinischen Nutzen von
Septin9, die bereits letztes Jahr abgeschlossen wurde. Dies sind essentielle
Schritte, um eine Akzeptanz für Septin9-Tests unter Ärzten und
Krankenversicherern zu schaffen und das Potenzial dieser Tests dazustellen, den
Zugang der Patienten zu Darmkrebs-Früherkennungsverfahren mit klarem
medizinischem Nutzen zu verbessern."

Unter Lizenzen von Epigenomics werden Septin9-Tests derzeit in den USA von
Quest Diagnostics (ColoVantage?) und ARUP Laboratories (Methylated Septin9
Test) als laborentwickelte Tests zur Unterstützung des Nachweises von Darmkrebs
angeboten. Epigenomics und sein Partner Abbott vertreiben bereits die jeweilige
erste Generation ihrer Septin9-Tests in Europa, dem Nahen Osten und
Asien/Pazifik. Die Epigenomics AG arbeitet an einer zweiten Generation ihres
Septin9-Tests für den US-amerikanischen und europäischen Markt. Epigenomics
rechnet damit, diesen weiter verbesserten Septin9-Test unter dem Markenamen Epi
proColon® 2.0 als Screeningtest für Darmkrebs zur Begutachtung und PMA-
Zulassung (Pre-Market Approval) bis zum Jahresende 2011 bei der FDA
einzureichen.

Dr. Jürgen Beck, MD, Epigenomics´ Senior Vice President Medical Affairs
kommentierte: "Wir bei Epigenomics wissen die gründliche und stringente
Analysen von Dr. Ladabaum und seine Kollegen sehr zu schätzen. Die Ergebnisse
der Studie bestätigen unsere eigenen Erwartungen an den medizinischen Nutzen
und die Kosteneffizienz von Septin9-Tests und stehen im Einklang mit unserer
geplanten Positionierung als zusätzliche Möglichkeit der Darmkrebs-
Früherkennung für Menschen, die sich derzeit nur ungern der Früherkennung mit
konventionellen Methoden unterziehen. Unser Schwerpunkt in der klinischen
Forschung liegt nun darauf, den Nachweis des erforderlichen Nutzens des Septin9-
Tests bei der Erhöhung der Teilnahmequote bei der systematischen Darmkrebs-
Ffrüherkennung zu erbringen. Wir sehen den weiteren Ergebnissen der laufenden
Studie an der University of Utah und dem Huntsman Cancer Institute daher
gespannt entgegen."
                                     -Ende-

Über Darmkrebs

Für das Jahr 2011 rechnet die Amerikanische Krebsgesellschaft mit der Diagnose
von ca. 140.000 neuen Darmkrebs-Fällen in den Vereinigten Staaten und mit dem
Tod von ca. 50.000 US-Bürgern durch diese Krankheit. Die 5-Jahres-
Überlebensrate liegt zwar bei über 90% wenn die Krankheit im Frühstadium
behandelt wird, sie verringert sich aber auf nur etwa 12%, wenn der Krebs
bereits andere Organe befallen hat. Heute werden immer noch die meisten dieser
Krebserkrankungen erst im fortgeschrittenen Stadium gefunden. Ein Grund dafür
ist die unzureichende Bereitschaft der Patienten, Screening-Empfehlungen zu
folgen, mit der Folge, dass 47% der US-Bevölkerung an keinerlei
Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Die Steigerung der Teilnahme an der
bevölkerungsweiten und systematischen Darmkrebs-Früherkennung in der
Altersgruppe von 50 Jahren und älter wird als Schlüssel zur Verringerung der
Sterblichkeit durch diese Krankheit betrachtet (Ref. 4).

Literaturangaben:

Ref. 1: Ladabaum, Uri; Allen, John I.; Wandell, Michael; Ramsey, Scott:
Screening for Colorectal Cancer with a Blood Test: Projected Effectiveness and
Cost-Effectiveness of a Novel Plasma Methylated Septin-9 DNA (mSEPT9) Assay.
Vortrag auf der Digestive Disease Week 2011, 7.-10. Mai 2011, Chicago, IL, USA
(Abstract #220)

Ref. 2: Church et al.: Methylated SEPT9 Gene in Plasma as a Marker for
Detection of Occult Colorectal Cancer in a Screening Population. Vortrag auf
der Digestive Disease Week 2010, 1.-5. Mai 2010, New Orleans, LA, USA (Abstract
#711d)

Ref. 3: Taber, Jennifer M.; Aspinwall, Lisa G.; Heichman, Karen; Kinney, Anita
Y.: Blood-based colorectal cancer screening: Eliciting attitudes and
determining predictors of interest in a multiethnic sample. Poster-Präsentation
auf der 35. Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Präventive
Onkologie (American Society of Preventive Oncology) 4.-8. März 2011, Las Vegas,
NV, USA

Ref. 4: American Cancer Society. Colorectal Cancer Facts & Figures 2011-2013.
Atlanta: American Cancer Society, 2011.

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Kontakt Epigenomics AG                 
Dr. Achim Plum                         
Sen. VP Corporate Development         
Epigenomics AG                         
Tel +49 (0) 30 24345 368               
pr@epigenomics.com                     
www.epigenomics.com                   
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Über Epigenomics

Die Epigenomics AG (www.epigenomics.de) ist ein Molekulardiagnostik-
Unternehmen, das eine Pipeline eigener Produkte für Krebs entwickelt und
vermarktet. Diese Produkte erlauben es Ärzten, Krebserkrankungen früher und
genauer zu diagnostizieren, wodurch ein besserer Therapieerfolg für die
Patienten ermöglicht wird. Epigenomics` Hauptprodukt ist der blutbasierter Test
Epi proColon® für die Früherkennung von Darmkrebs. Der Test wird in Europa
bereits vermarktet und befindet sich für den US-amerikanischen Markt in der
Entwicklung. Die große Akzeptanz der Technologien und Produkte des Unternehmens
bestätigt sich in einer Vielzahl von Partnerschaften mit führenden Unternehmen
in der Diagnostikindustrie, darunter Abbott, QIAGEN, Sysmex und Quest
Diagnostics. Epigenomics ist ein international aufgestelltes Unternehmen mit
Standorten in Europa und den USA.

Epigenomics´ rechtlicher Hinweis. Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich
oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und
deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte
bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu
führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die
Leistungen der Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder
Leistungen abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum
Ausdruck gebracht wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der
heutigen Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in
die Zukunft gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger
Ereignisse bzw. aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.

Rückfragehinweis:
Dr. Achim Plum
Sen. VP Corporate Development
Epigenomics AG
Tel: +49 30 24345 368
achim.plum@epigenomics.com
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Werner

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Darmkrebs-Risiko auch bei “negativem” iFOBT erhöht
« Antwort #6 am: 17. Mai 2011, 21:08 »
Dienstag, 17. Mai 2011

Darmkrebs-Risiko auch bei “negativem” iFOBT erhöht

Taipeh – Ein “negatives” Ergebnis in einem immunologischen Test auf humanes Hämoglobin im Stuhl (iFOBT) schließt ein erhöhtes Darmkrebsrisiko nicht aus. Dies zeigen die Erfahrungen eines Screeningsprogramms aus Taiwan, die jetzt in Lancet Oncology (2011 DOI:10.1016/S1470- 2045(11)70101-2) vorgestellt wurden.

Ärzte sind gewohnt, die Ergebnisse eines FOBT-Tests qualitativ zu beurteilen. Bei einem “positiven” Ergebnis raten sie Patienten zu einer Koloskopie, bei einem “negativen” Ergebnis gilt das Krebsrisiko als nicht erhöht. Diese Interpretation mag für den Guajak-Test zutreffen.

Ein iFOBT erlaubt jedoch eine differenziertere Betrachtungsweise, da die Konzentration des (humanen) Hämoglobins in der Stuhlprobe mit Hilfe von Antikörpern quantitativ bestimmt werden kann. Diese Information wird im Allgemeinen nicht genutzt, da die Hersteller den Cut-off-Wert für einen positiven Test festlegen. Vielfach liegt diese Grenze bei 100 ng/ml. Höhere Konzentrationen werden als positiver, niedrigere als negativer Befund gewertet.

zum Thema

    Abstract der Studie

Die Gruppe um Hsiu-Hsi Chen von der Universität Taipeh kann jetzt zeigen, dass bereits bei Konzentrationen unter 100 ng/ml das Risiko auf ein Kolorektalkarzinom ansteigt. Zwischen 2001 und 2007 waren 46.355 Männer im Alter von 40 bis 69 Jahren gescreent worden.

Bei 2.031 fiel der Test positiv aus. Die Hämoglobinkonzentration lag bei über 100 ng/ml. Von diesen beteiligten sich 854 nicht an der Koloskopie. Hier kam es später 8,46-fach häufiger zum Darmkrebs als bei den Teilnehmern, bei denen der iFOBT gar kein menschliches Hämoglobin nachgewiesen hat (wobei die Grenze bei unter 20 ng/dl angesetzt wurde). Dieses Ergebnis war erwartet worden.

Neu ist die Erkenntnis, dass auch bei den fast 10.000 Teilnehmern mit einem iFBOT im Konzentrationsbereich von 20 bis 100 ng/dl, also im Bereich des “negativen” Tests, das Risiko um den Faktor 1,43 bis 3,41 signifikant erhöht war. Nach Ansicht des Editorialisten Callum Fraser vom Ninewells Hospital in Dundee verändern die Studienergebnisse das Screening.

............... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45883/Darmkrebs-Risiko_auch_bei_negativem_iFOBT_erhoeht.htm

Werner

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Positiver Hämokkult: Lohnt eine Koloskopie im hohen Alter?
« Antwort #7 am: 17. Mai 2011, 21:10 »
Positiver Hämokkult: Lohnt eine Koloskopie im hohen Alter?

vor 1 Woche (Dienstag, 10. Mai 2011, 18:22)

Die Geriaterin Christine Kistler von der Universität von North Carolina in Chapel Hill hat die Daten von 212 Patienten im Alter über 70 Jahren ausgewertet, bei denen ein Nachweistest auf okkultes Blut im Stuhl (FOBT) positiv ausgefallen war. Das normale Prozedere ist dann ein Koloskopie, da die Quelle der Blutung nicht selten ein Kolorektalkarzinom ist.

Angesichts des hohen Alters und vermutlich auch aufgrund der Komorbidität entschieden sich Ärzte und Patienten bei 94 Patienten gegen eine Koloskopie. Bei drei Patienten war dies möglicherweise ein Fehler. Sie starben in den nächsten fünf Jahren an Darmkrebs. Bei weiteren drei Patienten konnte der Krebs später noch rechtzeitig entfernt werden.

Auch unter den 118 Patienten mit positivem FOBT, die koloskopiert wurden, gab es sechs Darmkrebsfälle. Alle wurden operiert und überlebten mindestens 5 Jahre. Auch bei 34 weiteren Patienten, bei denen in der Koloskopie Adenome entdeckt und entfernt wurden, kam es nicht zum Krebstod, sieben starben allerdings aus anderen Ursachen. Ihnen hatte die Koloskopie nicht genutzt.
zum Thema

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung der University of North Carolina School of Medicine
    Pressemitteilung der Archives

Auch einem weiteren Patient, der drei Tage nach der Koloskopie verstarb, hätte die Untersuchung besser erspart bleiben sollen. Hinzu kommen elf weitere Patienten, bei denen es nach Koloskopie oder Operation zu Komplikationen kam: dreimal traten Blutungen auf, vier Mal mussten Patienten hospitalisiert werden. Drei Patienten erlitten Schmerzen und bei einem wurde ein Sturz mit der Darmkrebsfrüherkennung in Verbindung gebracht.

Unter dem Strich hatten nach Einschätzung der Geriaterin nur 15 Prozent der Patienten einen Vorteil vom FOBT-Test. Bei weiteren 14 Prozent sieht sie einen möglichen Vorteil (“indeterminate benefit”), während bei 70 Prozent die Nachteile größer waren als die Vorteile. Sie rät den Ärzten, vor dem FOBT Komorbidität und Lebenserwartung der Patienten abzuschätzen, um jene Patienten zu finden, die tatsächlich einen Nutzen haben. Dass eine Operation im Einzelfall nutzen kann, steht außer Frage.

...........................  http://www.aerzteblatt.de/blogs/45778/Positiver_Haemokkult_Lohnt_eine_Koloskopie_im_hohen_Alter.htm

Richi

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Darmkrebs: Neuer Stuhltest
« Antwort #8 am: 26. Februar 2012, 16:06 »



07.02.2012 09:20 Uhr

Neuer Stuhltest für Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland 73.000 Menschen daran. Rund 27.000 Betroffene pro Jahr sterben an einem bösartigen Darmtumor.
Darmkrebsvorsorge: Neuer Stuhltest

Eine Darmspiegelung kann Leben retten. Doch viele scheuen die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung. Eine Alternative sind Stuhlbluttests. Wie sicher sind sie?

Früh erkannt, ist der Darmkrebs in mehr als 90 Prozent der Fälle heilbar, doch weil er keine Schmerzen und fast keine Symptome verursacht, wird er meist zu spät erkannt und die Sterberate ist sehr hoch. Erst in einem sehr späten Stadium der Krankheit treten Verstopfungen, Darmkrämpfe sowie Blut oder Schleim im Stuhl auf.
Stuhlbluttest meist ungenau

Ab einem Alter von 50 Jahren bezahlen die Krankenkassen den sogenannten Stuhlbluttest zur regelmäßigen Darmkrebsvorsorgeuntersuchung. Ein Krebsgeschwulst im Darm sondert geringe, mit dem Auge nicht sichtbare Mengen Blut in die verdauten Nahrungsreste ab, das sich mit dem Test nachweisen lässt. Doch da er nicht zwischen tierischem und menschlichem Blutfarbstoff (Hämoglobin) unterscheiden kann, liefert dieser einfache Test häufig falsche positive Befunde.
Immunologische Tests genauer

Deutlich genauer sind immunologische Tests, die mit speziellen Antikörpern nach Blutbestandteilen suchen und so eine bessere Abgrenzung erlauben, wer per Darmspiegelung genauer untersucht werden muss und wer nicht. Allerdings gehören diese Tests nicht zu den Kassenleistungen, sodass gesetzlich Versicherte sie als sogenannte IGeL-Leistung (Zusatzleistungen) aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Sie sind in der Apotheke erhältlich oder beim Arzt.
Videos
Darmkrebsvorsorge: Interview
07.02.2012 | 20:15 Uhr

Welche Bedeutung haben die neuen immunologischen Tests gegenüber den alten? Moderatorin Vera Cordes im Interview mit Prof. Jürgen F. Riermann.
Video starten (04:26 min)

Mit den neuen Verfahren ist es möglich, im Labor selbst winzige Mengen Blut ausfindig zu machen. Selbst wenn die roten Blutkörperchen während der Darmpassage von Bakterien zersetzt wurden, können die immunologischen Tests noch Spuren davon nachweisen. Dafür bedienen sie sich eines speziellen Eiweißmoleküls, des Haptoglobins, das am roten Blutfarbstoff Hämoglobin andockt. Das Haptoglobin ist wesentlich stabiler als das Hämoglobin und wird von den Bakterien nicht zerstört. Findet der Stuhltest also eine größere Menge Haptoglobin im Stuhl, ist das Risiko erhöht, dass ein blutender Polyp im oberen Darmabschnitt die Ursache ist.
Neue Tests weisen Tumormarker nach

Aber auch die neuen Testverfahren können nicht verhindern, dass ein Tumor übersehen wird, der Stuhltest also negativ ist. Schwierig wird es immer dann, wenn der Krebs nicht blutet. Aber auch für solche Fälle gibt es inzwischen spezielle immunologische Tests: Wenn sich ein Polyp oder ein Adenom, also Krebsvorstufen, gebildet haben, versucht sich der Körper zunächst mit eigenen Mitteln dagegen zu wehren. Es kommt zur Ausschüttung von Entzündungszellen, die in die Randzonen des Tumors wandern. Dabei wird der Tumormarker Calprotectin vermehrt nachweisbar. Allerdings kann das auch viele andere Ursachen haben, wie zum Beispiel ein Reizdarmsyndrom.
Darmspiegelung erste Wahl

Eine sehr große Sicherheit wie eine Darmspiegelung (Koloskopie) liefert also keine der labormedizinischen Methoden. Ihr großer Vorteil liegt allerdings darin, dass sie für den Patienten einfach durchzuführen und nicht belastend sind. Sie erlauben auch Reihenuntersuchungen, zum Beispiel in Betrieben, um möglichst viele Menschen zur lebensrettenden Vorsorge zu bewegen und so die Darmkrebssterblichkeit zu senken.

Die beste und sicherste Methode der Darmkrebsvorsorge ist aber nach wie vor die Darmspiegelung, die ab 55 Jahren auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Darmkrebs entsteht meist aus gutartigen Vorstufen, den Darm-Polypen. Ein Polyp braucht fast immer mehrere Jahre, um zu einem bösartigen Tumor zu entarten. Bei einer Darmspiegelung lassen sich Polypen leicht erkennen und entfernen, sodass die Gefahr zumindest für die nächsten Jahre gebannt ist.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Vorsitzender der Gastro-Liga e.V. © Prof. Dr. Jürgen F. Riemann
 
Chat-Protokoll: Darmkrebsvorsorge

Nach der Sendung am 7. Februar 2012 hat Prof. Jürgen F. Riemann, Vorsitzender der Gastro-Liga, Ihre Fragen im Chat beantwortet. mehr
Interviewpartner im Studio:

Prof. Dr. Jürgen F. Riemann
Internist, Gastroenterologe
Vorsitzender Gastro-Liga e.V.
Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke
E-Mail: riemannj(at)garps.de
Interviewpartner im Beitrag:

Dr. Uwe Gerecke
Arbeitsmediziner
Ihmeplatz 6 F
30449 Hannover

Dr. Jens Heidrich
Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Hämostaseologie
Labor Dr. Heidrich & Kollegen MVZ GmbH
Stuvkamp 22
22081 Hamburg
Tel. (040) 97 07 99 90
Fax (040) 970 79 99 99
E-Mail: info@labor-heidrich.de

Autor des Fernsehbeitrags:
Ulrich Neumann


http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/medizin/krebs/darmkrebsvorsorge101.html