Autor Thema: Krebsforschung in Reagenzgläsern, mit Mäusen, .....  (Gelesen 2910 mal)

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Jutta

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Krebsforschung in Reagenzgläsern, mit Mäusen, .....
« am: 07. Oktober 2010, 10:41 »

Kein Frieden für den Krebs

Neuer Krebstherapie-Ansatz korrigiert fehlgeleitetes Immunsystem http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/312141.html

Josef

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Mit Nanopartikeln aus Gold gegen Brustkrebs
« Antwort #1 am: 29. Oktober 2010, 01:11 »
Mit Nanopartikeln aus Gold gegen Brustkrebs

Washington - Mit Laserimpulsen aufgeheizte Gold-Nanopartikel könnten eine zusätzliche Möglichkeit darstellen, Brustkrebszellen für eine Strahlenbehandlung sensibler zu machen. Das haben US-Wissenschafter an Mäusen belegen können. Damit sollen speziell jene Krebs-Stammzellen attackiert werden, die sich bisher als resistent gegen eine derartige Therapie gezeigt haben, berichten die Forscher im Fachblatt "Science Translational Medicine".
(DER STANDARD, Printausgabe, 28.10. 2010)
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

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Diamanten für/gegen den Tumor
« Antwort #2 am: 10. März 2011, 20:38 »
10.03.2011

Diamanten für den Tumor

Die Mini-Edelsteine können Krebstherapien effektiver machen

Winzige Diamanten könnten in Zukunft helfen, auch schwierig zu behandelnde Krebserkrankungen in den Griff zu bekommen: Werden Krebsmedikamente nämlich an Nanodiamanten als Transportvehikel gekoppelt, sind sie in der Lage, die Abwehrmechanismen resistenter Tumoren zu überlisten. Das hat jetzt ein US-Forscherteam bei Leber- und Brustkrebstumoren in Mäusen gezeigt. Das Prinzip dahinter: Der Komplex aus Diamant und Wirkstoff ist so groß, dass die Zelle ihn im Gegensatz zum reinen Wirkstoff nicht einfach wieder aus ihrem Inneren herausbefödern kann. Dadurch bleibt das Chemotherapeutikum länger vor Ort und kann seine tödliche Wirkung effektiver entfalten. Die hilfreichen Diamanten könnten künftig vor allem dort eingesetzt werden, wo Tumoren immer wieder auftreten oder wo Tumor und Metastasen nicht mehr auf herkömmliche Therapien reagieren, schreiben Edward Chow und seine Kollegen.

........................ http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313137.html


Geri

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Molekulare Krebsdiagnostik spürt wandernde Krebszellen auf
« Antwort #3 am: 29. Juni 2011, 18:12 »

Neue Technik: Molekulare Krebsdiagnostik spürt wandernde Krebszellen auf

Forscher der Uniklinik Leipzig haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie bei Kindern mit Nervenzelltumoren eine einzige Krebszelle in über einer Millionen Körperzellen aufspüren können. 24.06.2011

Die Technik eigne sich zum Beispiel, um nach einer Therapie den Behandlungserfolg zu überprüfen und verbliebene Krebszellen ausfindig zu machen, erklären die Forscher um den Kinderonkologen Professor Holger Christiansen. Dadurch ließen sich möglicherweise Rückfälle durch Tochtergeschwülste wesentlich früher erkennen. Zudem sei es prinzipiell möglich, das Verfahren auf andere Tumorarten wie Brust- oder Darmkrebs zu übertragen.

Krebszellen, die sich im Körper auf Wanderschaft begeben, können unter Umständen die gefürchteten Metastasen hervorrufen. Mit der „Amplicon-Fusion-Site-PCR“ genannten Technik ist es möglich, solche Zellen zu finden. „Wir können damit prüfen, ob zum Beispiel nach der operativen Entfernung des Primärtumors, noch Krebszellen im Körper verblieben sind“, erklärt Doktor Axel Weber, Mitarbeiter des Forschungslabors in der Abteilung für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie, und Hämostaseologie.

Die neue Methode beruht auf der Tatsache, dass Krebszellen sich in ihrem Erbgut von gesunden Körperzellen unterscheiden. Dadurch lassen sie sich mithilfe der Molekulargenetik auch unter Millionen anderer Zellen ausfindig machen.

Um den Krebszellen auf die Spur zu kommen, identifizieren ................ http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,oid,33699/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/~/Molekulare_Krebsdiagnostik_sp%C3%BCrt_wandernde_Krebszellen_auf.html
« Letzte Änderung: 08. Juli 2011, 22:27 von Geri »

Geri

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Ovarialkarzinom, Eierstockkrebs
« Antwort #4 am: 03. Juli 2011, 10:06 »
Donnerstag, 30. Juni 2011

Ovarialkarzinom: Genom-Analyse weist auf neue Therapieansätze

Berkeley – Ein wichtiges genetisches Kennzeichen von Ovarialkarzinomen sind Defekte in der DNA-Reparatur. Dies zeigt der erste Entwurf einer Genkartierung, die im Rahmen des Cancer Genome Atlas (TCGA) Projekts vorgenommen wurde. Die Publikation in Nature (2011; 474: 609-615) weist auf neue Therapieansätze für einen Tumor mit einer derzeit ungünstiger Prognose hin.

Da Ovarialkarzinome lange asymptomatisch bleiben, werden die meisten erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, in dem eine kurative Chirurgie nicht mehr möglich ist. Die Tumorzellen entwickeln schnell eine Resistenz auf die platinbasierte Chemotherapie und die 5-Jahresüberlebensrate beträgt nur 31 Prozent. Die Erwartungen an die Analyse der genetischen Veränderungen waren deshalb hoch.

Die Gruppe um Paul Spellman vom Lawrence Berkeley National Laboratory hat in den letzten Jahren das Expressionsprofil von 489 serösen Adenokarzinomen, der häufigsten Variante des Tumors untersucht. Bei 316 Tumoren wurden außerdem alle Abschnitte des Genoms sequenziert, die Proteine kodieren.

zum Thema

    zur Studie
    Pressemitteilung des National Cancer Institute
    Pressemitteilung des Berkeley Lab
    Pressemitteilung des Baylor College of Medicine
    The Cancer Genome Atlas

Der häufigste gemeinsame Nenner waren Defekte in DNA-Reparatur-Enzymen. Bei nicht weniger als 96 Prozent der Tumoren lagen Fehler im Gen für das Protein p53 vor, dem ersten entdeckten Tumorsuppressor, früher auch als “Wächter des Genoms” bezeichnet. Daneben wurden noch neun weitere mutierte Gene bei einer größeren Anzahl von Tumoren gefunden.

Darunter waren auf die bekannten “Brustkrebsgene” BRCA1 und BRCA2, die DNA-Reparatur-Enzyme kodieren. Dass sie auch beim Ovarialkarzinom mutiert sind, ist aufgrund der Studien zur familiären Häufung von Brust- und Eierstockkrebs bekannt. Nicht jede Mutation ist allerdings vererbt. Die Defekte können auch im Rahmen der Tumorentstehung entstehen, wie Spellman betont.

Die Bedeutung für die klinische Medizin lässt sich derzeit nicht abschätzen. Das häufige Auftreten von Defekten in den DNA-Reparatur-Enzymen spricht für die Wirkung einer neuen Wirkstoffklasse: Die PARP-Inhibitoren hemmen die DNA-Reparatur durch das Enzym PARP1.

Für gesunde Zellen hat dies keine Auswirkung, solange noch BRCA-Reparaturenzyme vorhanden sind. Fehlen diese, wie dies bei vielen Ovarialkarzinomen der Fall ist, kommt es zum Zelltod. Mehrere PARP-Inhibitoren wie Olaparib oder AG014699 befinden sich derzeit in der klinischen Entwicklung.

Eine weitere mögliche Auswirkung betrifft ........http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46462/Ovarialkarzinom_Genom-Analyse_weist_auf_neue_Therapieansaetze.htm

Jutta

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Krebsstammzellen: Drei Studien belegen Existenz
« Antwort #5 am: 03. August 2012, 00:10 »
 


pte20120802008 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Krebsstammzellen: Drei Studien belegen Existenz

Forschungsergebnisse könnten Paradigmenwechsel bedeuten

Brüssel/Utrecht/Austin (pte008/02.08.2012/11:00) - Wissenschaftler haben jene Zellen in Tumoren entdeckt, die für ein erneutes Wachtum verantwortlich sind. Drei eigenständige Studien mit Mäusen haben bestätigt, dass das Tumorwachstum durch sogenannte Krebsstammzellen hervorgerufen wird. Damit dürfte eine der größten Kontroversen der Krebsforschung beendet sein. Zudem bedeuten die Forschungsergebnisse einen Paradigmenwechsel in diesem Bereich. Details der Studien wurden in Nature http://nature.com und Science http://sciencemag.org veröffentlicht.

Tumore für immer verbannen

Medizinern gelingt es häufig nur, die Größe von Tumoren durch verschiedene Behandlungsansätze zu verringern. Patienten erleiden jedoch auch oft einen Rückfall, bei dem der Tumor erneut zu wachsen beginnt. Laut einigen Experten ist dafür verantwortlich, dass es bei der Behandlung nicht gelingt, eine kleine Menge von Zellen auszulöschen, die das Tumorwachstum fördern, die sogenannten Krebsstammzellen. Sie gehen auch davon aus, dass genau auf diese Zellen abgezielt werden sollte, damit der Tumor ein für alle Mal besiegt werden kann.

Die Beweislage für die Existenz der Krebsstammzellen war bisher eher schwach. Jetzt haben jedoch drei separate Wissenschaftlerteams direkte Indizien dafür gefunden, dass Krebsstammzellen das Krebswachstum bei Gehirn-, Darm- und Hautkrebs fördern. Es wird daher angenommen, dass das für alle Arten von Krebs gelten könnte, bei der es zu einer Ausbildung von Tumoren kommt.

Laut Cedric Blanpain von der Vrije Universiteit Brussel http://vub.ac.be , dem leitenden Wissenschaftler einer der drei Studien, könnten diese Ergebnisse völlig neue Möglichkeiten für die Behandlung von vielen Arten von Krebserkrankungen ermöglichen. "Sind diese Zellen wirklich diejenigen, die das Tumorwachstum auslösen, dann kann man vielleicht auch direkt auf diese abzielen", so Blanpain im BBC-Interview.

Normalen Stammzellen sehr ähnlich

Die jetzt identifizierten Krebsstammzellen sind den gesunden Stammzellen sehr ähnlich, die für das Wachstum und die Erneuerung des Gewebes im Körper verantwortlich sind. Eine Therapie, die auf die Krebsstammzellen abzielt, könnte daher auch gesundes Gewebe zerstören. Daher hat es nun oberste Priorität herauszufinden, ob es deutliche Unterschiede zwischen normalen Stammzellen und Krebsstammzellen gibt.

Die Existenz von Krebsstammzellen ist für Hugo Snippert vom Universitair Medisch Centrum Utrecht http://umcutrecht.nl , dem Leiter der Studie zu Darmtumoren, ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Krebsforschung. "Viele haben argumentiert, dass diese Zellen nicht existieren. Wir haben erstmals nachgewiesen, dass es Krebsstammzellen gibt und dass die Tumore von ihnen aufrechterhalten werden."

Luis Parada von der University of Texas http://utexas.edu , der Leiter der Studie, die Stammzellen in den Gehirntumoren von Mäusen nachgewiesen hat, geht von der Möglichkeit eines neuen Behandlungsansatzes für feste Tumore aus. "Die Krebsstammzellen verändern das Paradigma. Das Ziel, Tumore zu verkleinern, könnte sich als das weniger wichtige als das Abzielen auf die Krebstammzellen im Tumor erweisen."

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion