Autor Thema: Neue Tests auf Prostatakrebs  (Gelesen 8509 mal)

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Neue Tests auf Prostatakrebs
« am: 14. Oktober 2010, 22:41 »

Donnerstag, 14. Oktober 2010
Medizin Bald Urintest auf Prostatakrebs?

Cambridge – Die Flut der genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) hat erstmals zur Entwicklung eines diagnostischen Tests geführt. In PLoS ONE (2010; 5: e13363) stellen britische Forscher einen möglich Urintest zur Diagnose des Prostatakarzinoms vor.

Zwei GWAS hatten gezeigt, dass die Genvariante (SNP) rs10993994 auf dem Chromosom 10q mit einem erhöhten Risiko auf ein Prostatakarzinom assoziiert ist (Nature Genetics 2008; 40: 310-315 und 316-321).

Die SNP ist mit einer Prävalenz von 30 bis 40 Prozent aller Europäer hoch. Sie befindet sich in im Promoter eines Gen, das die Bildung von Microseminoprotein-beta (MSMB) kodiert. MSMB reguliert die Apoptose, die planmäßige Selbstzerstörung von potenziellen Krebszellen.

........................ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43102/Bald_Urintest_auf_Prostatakrebs.htm

Sissi

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Neue Tests auf Prostatakrebs
« Antwort #1 am: 16. November 2010, 22:24 »
Epigenomics und Predictive Biosciences erweitern ihr Lizenzabkommen für Prostatakrebstest

BERLIN, PHILADELPHIA und LEXINGTON 16. November 2010 (euro adhoc) - Das
Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX) und
Predictive Biosciences, ein vollständig integrierter Entwickler und Vermarkter
neuartiger molekulardiagnostischer Krebstests und Anbieter von
anatomisch-pathologischen Laborprodukten und -dienstleistungen, gaben heute
bekannt, dass sie ihre im April 2009 unterzeichnete Lizenzvereinbarung für den
Biomarker GSTP1 für Prostatakrebs erweitert haben. Unter der ursprünglichen
Vereinbarung hatte Predictive Biosciences das Recht erhalten, einen Test für
Prostatakrebs zu entwickeln, der den erforschten DNA-Methylierungs-Biomarker
GSTP1 mit einschließt..Ferner erhielt Predicitve Biosciences eine Option, eine
Vermarktungslizenz für diesen Test als Labor-Service in den Vereinigten Staaten
zu erwerben. Nach anhaltend guten Fortschritten bei der Entwicklung dieses Tests
hat Predictive Biosciences diese Option nun ausgeübt. Dadurch wird die Zahlung
einer einmaligen Lizenzgebühr von nicht genannter Höhe an Epigenomics ausgelöst.
Epigenomics wird auch über Lizenzgebühren an künftigen Umsätzen des noch in der
Entwicklung befindlichen Prostatakrebs-Tests von Predictive Biosciences
beteiligt sein.

"Die Diagnose von Prostatakrebs leidet unter der geringen Spezifität des
PSA-Screenings", erklärte Geert Nygaard, der Vorstandsvorsitzende von
Epigenomics AG. "Wir sind daher erfreut, dass Predictive Biosciences mit Hilfe
unseres Biomarkers einen Test entwickeln wird, der die diagnostische Abklärung
bei Patienten mit hohen PSA Werten verbessern wird."

"Wir waren von der Qualität des methylierten GSTP1-Gens als Biomarker für
Prostatakrebs sehr beeindruckt", sagte Dr. Peter Klemm, Präsident und CEO von
Predictive Biosciences. "Dieser Biomarker wird ein wertvoller Beitrag zu dem
Portfolio an Tests sein, die wir im Bereich der urologischen Onkologie
vermarkten."

Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsformen und die häufigste Ursache für
einen Krebstod bei Männern in den USA. Jährlich werden mehr als 230.000 Fälle
diagnostiziert und mehr als eine Million Prostatabiopsien durchgeführt. Die
Methylierung des GSTP1-Gens ist als Biomarker für Prostatakrebs anerkannt und
ein Test, der methylierte GSTP1-DNA im Urin oder in Gewebe nachweist, könnte in
Kombination mit konventioneller Histopathologie eine genauere Diagnose
ermöglichen.

Kontakt Epigenomics AG

Dr. Achim Plum
Sen. VP Corporate Development
Epigenomics AG
Tel +49 (0) 30 24345 368
pr@epigenomics.com
www.epigenomics.com

Kontakt Predictive Biosciences

Predictive Biosciences:
Andy Hu, M.D.
Tel +1 (781) 402-1780 x202
www.predictivebiosci.com

Hinweise für die Redaktion

Über Epigenomics

Die Epigenomics AG ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen mit einem Schwerpunkt
auf der Entwicklung neuartiger Produkte für die Krebsdiagnostik. Auf der Basis
von DNA-Methylierungs-Biomarkern zielen Epigenomics' Tests für Darm-, Lungen-
und Prostatakrebs auf dem Markt und in der Entwicklung darauf ab, eine frühere
und genauere Diagnose dieser häufigen Erkrankungen zu unterstützen und damit
möglicherweise die Überlebenschancen der betroffenen Menschen zu verbessern.

Für die Entwicklung und weltweite Vermarktung von in-vitro-diagnostischen
Testkits verfolgt Epigenomics ein duales Geschäftsmodell, in welchem die direkte
Vermarktung von eigenen diagnostischen Testprodukten mit einer nicht exklusiven
Lizenzstrategie für Diagnostikanbieter mit breitem Kundenzugang kombiniert wird.
Zu den strategischen Partnern von Epigenomics in der Diagnostikindustrie zählen
Abbott Molecular Inc., Sysmex Corporation, Quest Diagnostics Incorporated und
ARUP Laboratories, Inc. für diagnostische Testprodukte und Dienstleistungen
sowie die QIAGEN NV, für Forschungsprodukte und Produkte zur Probenvorbereitung.

Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Berlin und eine 100%ige
Tochtergesellschaft, Epigenomics Inc., in Seattle, WA, USA. Für weitere
Informationen siehe www.epigenomics.com.

Über Predictive Biosciences

Predictive Biosciences ist ein Entwickler von neuen molekulardiagnostischen
Krebstests und ein auf die Urologie spezialisierter Anbieter von
anatomisch-pathologischen Produkten und Labordienstleistungen. Durch den Einsatz
verschiedener patentierter Biomarkern und klinischer Konzepte baut das
Unternehmen ein einzigartiges Portfolio an Tests für das Management von
Krebserkrankungen auf, das anfänglich auf Blasen- und Prostata-Krebs
ausgerichtet ist. Der kommerzielle Arm von Predictive Biosciences,
OncoDiagnostic Laboratory (ODL), ist ein Labor für anatomische Pathologie und
Molekulardiagnostik, das gemäß dem "Clinical Laboratory Improvement Act" (CLIA)
zertifiziert ist und durch einen landesweiten Außendienst mit Urologen und
anderen spezialisierten Ärzte in den USA zusammenarbeitet. Für weitere
Informationen siehe www.predictivebiosci.com.

Epigenomics' Rechtlicher Hinweis. Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich
oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und
deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte bekannte
und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die Leistungen der
Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder Leistungen
abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck gebracht
wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der heutigen
Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in die Zukunft
gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger Ereignisse bzw.
aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.

Rückfragehinweis:
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Dr. Achim Plum
Sen. VP Corporate Development
Tel: +49 30 24345 368
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Bernhardt

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Re:Neue Tests auf Prostatakrebs
« Antwort #2 am: 08. März 2011, 22:57 »
Hallo an alle!
Bitte hat jemand Erfahrungen mit der ALTA-Klinik in Gütersloh bezüglich der angebotenen MRT-Untersuchung der Prostata?
Hoher PSA-Wert, einen Biopsie negativ.
Jetzt bin ich auf die MRT-Untersuchung der ALTA-Klinik gekommen, aber trotz zweimaliger Anfrage habe ich von dort keine Antwort bekommen.
Wird diese Untersuchung vielleicht nicht mehr angeboten oder gibts die Klinik nicht mehr?
Wäre für eine dringende Auskunft sehr dankbar.
Freundliche Grüße
Bernhardt

admin

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Re:Neue Tests auf Prostatakrebs
« Antwort #3 am: 09. März 2011, 23:47 »

Hallo Bernhardt,

HIER passt deine Frage so gar nicht hinein, denn da geht es um:
 Diagnostik, Labor: PSA, PCA3, Neu: "imPSA"

Du aber fragst nach MRT, ja, aber ......, statt CT, oder MRT mit Spule (im After) zur Bildgebung gezielter Biopsien?
Bitte informiere dich hier, und schreibe zu einem dortigen Beitrag deine Frage hinein:
 http://www.krebsforum.at/forum/index.php/board,335.0.html

Neulich in Wien sprach ich mit dem "Chef" der Wissenschaftlichen Forschungen zu MRT,
aber mehr in Kürze hier, nachdem dzt. in Wien wieder dieser Welt-Radiologen-Kongress stattfindet:
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,2887.0.html

Werner

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Prostatakrebs: Marker Prostate Health Index (phi), p2PSA
« Antwort #4 am: 22. Juni 2013, 23:31 »



Prostatakrebs: Neuer Marker erhöht die Wahrscheinlichkeit der Erkennung von Prostatakrebs

Der neue Prostate Health Index (phi) hilft, Prostatabiopsien bei Männern mit einer geringen Prostakrebs-Wahrscheinlichkeit zu vermeiden.

Der p2PSA-Marker und der phi-Index dienen zur nicht invasiven Identifizierung von Patienten, deren Prostatabiopsie-Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ ist. Der neue Marker, mit der Bezeichnung Access Hybritech p2PSA, misst eine Isoform des freien PSA, das [-2]proPSA-Molekül. Der Prostate Health Index (phi) resultiert aus der Kombination der Ergebnisse von drei automatisierten Bluttests: Access Hybritech PSA, Access freies PSA und dem neuen p2PSA.

Der Prostate Health Index (phi) ist das Resultat einer jahrelangen Zusammenarbeit mit führenden Forschern auf dem Gebiet des Prostatakrebs. In Spezifitätsvergleichen mit Hybritech PSA und freiem PSA hat sich gezeigt, dass phi eine signifikante Verbesserung der klinischen Spezifität bei der Erkennung von Prostatakrebs darstellt. Dies wurde in Studien an Männern über 50 Jahren mit unverdächtiger digital rektaler Untersuchung (DRU) und PSA-Ergebnissen im Bereich von 2-10ng/ml nachgewiesen.i Weitere Studien wurden inzwischen in The Journal of Urology online veröffentlicht.

Der phi-Score liefert den Ärzten bei Männern mit erhöhtem Gesamt-PSA zusätzliche wichtige Informationen für die weitere Vorgehensweise und für Therapieentscheidungen. Dies hilft, unnötige Biopsien zu vermeiden, bringt Vorteile für die Patienten und trägt dazu bei, die Kosten im Gesundheitssystem zu reduzieren.

Bei annähernd 74 % der Männer mit einem PSA-Wert von 2,0 bis 4,0 ng/ml zeigt sich in einer Biopsie kein Hinweis auf Prostatakrebs.ii Die im März 2009 veröffentlichten ersten Ergebnisse der weltweit größten Screeningstudie für Prostatakrebs zeigen, dass das Screening sich hinsichtlich der Prostatakrebssterblichkeit signifikant günstig auswirkt. Allerdings besteht das Risiko der Überdiagnose.iii Die "European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer" (ERSPC) berichtete kürzlich, dass das Screening die Sterblichkeit aufgrund von Prostatakrebs um 31 % reduzieren kann.iv

Der Beckman Coulter Prostate Health Index wird auf dem Beckman Coulter Access 2 und den UniCel DxI Immunoassay-Systemen automatisiert aus den Ergebnissen von Access Hybritech PSA, freiem PSA und dem neuen p2PSA errechnet.

 

i Mikolajczyk, S. D., Marker, K. M., Millar, L. S. et al. A truncated precursor form of prostate-specific antigen is a more specific serum marker of prostate cancer. Cancer Res 2001; 61: 695

ii Naughton, C.K., Miller, D.C., Mager, D.E, Ornstein, D.K. Catalona W.J., A prospective randomized trial comparing 6 versus 12 prostate biopsy cores: Impact on cancer detection. J Urol 2000; 164: 388-392

iii Schröder, F.H., Hugosson, J., Roobol, M. J., Tammela, T.L.J., Ciatto, S., Nelen, V., Kwiatkowski, M., et al. Screening and Prostate-Cancer Mortality in a Randomized European Study. New England Journal of Medicine 2009; 360:1320-1328

iv Roobol M.J, et al. Prostate Cancer Mortality Reduction by Prostate-Specific Antigen-Based Screening Adjusted for Nonattendance and Contamination. Eur Urol 2009; 56, Issue 4 584-591


Info: http://www.beckmancoulter.de/News/Diagnostik+News/Prostata+Marker.html




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Prostatakrebs - Pentraxin 3 Marker
« Antwort #5 am: 05. Februar 2015, 23:09 »





Prostatakrebs: Wundermittel senkt Mortalität stark
Prostatakrebs: Tomaten senken Risiko signifikant
Vitamin D möglicher Schlüssel gegen Prostatakrebs


Do, 05.02.2015 06:00

Pentraxin 3: Marker für Prostatakrebs entdeckt
Frühe Erkennung und Fortschreiten der Entzündung vorhersagbar


Foggia (pte001/05.02.2015/06:00) - Eine Forschergruppe der Università di Foggia http://www.unifg.it hat einen Marker zur Erkennung von Prostatakrebs entdeckt. Mithilfe von Pentraxin 3, so ihre Überzeugung, lässt sich die Karzinombildung an der Prostata in vielen Fällen frühzeitig erkennen und behandeln.

Risiko für Männer definierbar

"Da bekannterweise rund 20 Prozent der Prostata-Karzinome durch eine chronische Entzündung hervorgerufen werden, ist es äußerst wichtig zu wissen, welche der an Prostatitis leidenden Patienten mit einem Prostatakrebs rechnen müssen", erklärt Projektleiter Giuseppe Carrieri. Im Laufe der Untersuchung habe sich gezeigt, dass der Immunrezeptor Pentraxin 3 bei an Prostatitis leidenden und anschließend an Prostatakrebs erkrankten Probanden in hoher Konzentration auftritt.

Mithilfe dieses Markers ist den Experten nach möglich, das Fortschreiten der Entzündung vorauszusagen. Bei Patienten, bei denen der Karzinom-Test negativ ausfiel, jedoch gleichzeitig ein hoher Anteil an Pentraxin 3 gefunden wurde, stieg die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer zweiten oder dritten Biopsie ein Karzinombefall nachgewiesen wird.

Gezielte Dosierung erforderlich

"Mit einer gezielten Dosierung des Pentraxin 3 kann folglich die Zahl der auf weitere Biopsien angewiesenen Patienten reduziert werden", so Carrieri. Die Entdeckung öffne neue Wege, das Leben der Prostata-Patienten spürbar zu erleichtern. Die Studie wurde in Kooperation mit der Azienda Ospedaliera Universitaria Ospedali Riuniti http://www.sanita.puglia.it durchgeführt. Details wurden im Magazin "Cancer Research" http://cancerres.aacrjournals.org publiziert.

(Ende)
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