Autor Thema: AKH Wien, ständig brennt der Hut  (Gelesen 26593 mal)

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AKH Wien, ständig brennt der Hut
« am: 29. Oktober 2010, 19:43 »
FPÖ/Wien/Spitäler/AKH/Medizin/Ausschreibungsverfahren
2010-10-29 / 12:02:30 / PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
FPÖ fordert Konsequenzen nach "undurchsichtigem" Ausschreibungsverfahren im AKH

   Wien (OTS) - Landesparteiobmann Heinz Christian Strache und GR
David Lasar kritisierten im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag,
die Ausschreibung von Reinigungsdienstleistungen im AKH. Eine dort
seit mehr als zehn Jahren "erfolgreich tätige" Reinigungsfirma sei -
obwohl Bestbieter - bei einem "undurchsichtigen Auswahlverfahren"
ausgeschieden worden. Zudem sei die Ausschreibung nur AKH-intern
erfolgt. Bei einem Auftrag mit einer Größenordnung von jährlich rund
50 Millionen Euro müsse jedoch der Gemeinderat damit befasst werden,
so Strache. Aufgrund von Vernehmungsprotokollen, die der FPÖ
zugespielt worden seien, stehe fest, dass sich die Verantwortlichen
bereits vor dem Ausschreibungsverfahren für einen Anbieter
entschieden hätten, kritisierten Strache und Lasar. Die FPÖ fordere
daher die Einberufung einer gemeinderätlichen
Untersuchungskommission. Um das zu erreichen werde man auch die
Grünen und die ÖVP "in die Pflicht" nehmen.
     Weitere Informationen: Gemeinderatsklub der FPÖ, Telefon: 01
4000-81798, Internet: www.fpoe-wien.at/(Schluss) bon
Rückfragehinweis:
~
   PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.gv.at/rk/
   Nina Böhm
   Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
   Telefon: 01 4000-81378
   E-Mail: nina.boehm@wien.gv.at

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AKH Wien, ständig brennt der Hut
« Antwort #1 am: 26. Dezember 2010, 22:54 »
Von: FDMUW@web.de [mailto:FDMUW@web.de]
Gesendet: Donnerstag, 21. Oktober 2010 16:13
An: FDMUW@web.de
Betreff: Achtung: Wichtige Hintergründe zur Wahl des Rektors der MUW am Freitag 22.10.2010

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Kollegen und Kolleginnen!

Sollte Wolfgang Schütz am Freitag den 22. Oktober 2010 mittels einer 2/3-Mehrheit laut den neuen UG-Bestimmungen durch den Senat „gewunken“ werden, ist die Zukunft der MUW als Spitzenuniversität auf internationalem Niveau auch künftig höchstgradig gefährdet.
Obwohl sich die Performance der MUW in den letzten Jahren signifikant verschlechtert hat und der amtierende Rektor mit Sicherheit nicht zu jenen Innovatoren zählt, die in Zeiten schmaler Budgets neue Finanzierungsmodelle entwickeln und diese erfolgreich realisieren, bleibt damit nach nunmehr 16 Jahren eine höchst umstrittene Person im Amt, die zwar aus dem ehemaligen Dekanat eine eigenständige Universität gemacht, darüber hinaus aber in vielen anderen Bereichen völlig versagt hat. Die Hintergründe dieser Tatsache sind alles andere als erträglich.
Als Informationsgrundlage stellen wir Ihnen deshalb ab sofort wichtige Hintergrundinformationen zum aktuellen Machtpoker an der MUW sowie bisher unveröffentlichte, teils schwerwiegende Fakten zum Thema Wolfgang Schütz und dessen Seilschaft auf unseren Internetseiten bereit.
Die Inhalte werden im Stundentakt aktualisiert und sind aufgrund der gegebenen Brisanz und der drohenden Folgen ab sofort einem ausgewählten Personenkreis aus den Bereichen Gesundheit, Medien und Politik unter dieser Adresse zugänglich: http://meduniwien.wordpress.com/dossier-iv-anzeige-oktober-2010/
Unsere Hauptseite finden Sie unter folgender Adresse: meduniwien.wordpress.com
Mit freundlichen Grüßen
Die Freunde der MUW

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AKH Wien, ständig brennt der Hut
« Antwort #2 am: 09. Mai 2011, 18:50 »
AKH-Skandale nehmen kein Ende

Utl.: Nachdienste der Ärzte dürfen keinesfalls gekürzt werden =
   Wien (OTS/fpd) - Die Skandale im AKH scheinen kein Ende zu nehmen.
Nachdem sich bereits vor längerer Zeit die Hebammen des AKH an die
Öffentlichkeit gewandt haben, um auf ihre prekäre Personalsituation
aufmerksam zu machen und die Verantwortlichen der Kinderambulanz
Alarm geschlagen haben, sollen  auch  die Nachtdienste der Ärzte
gekürzt werden, so der FPÖ-Wien Gemeinderat Wolfgang Seidl, Mitglied
im Gesundheitsausschuss.
Bereits jetzt versehen von den benötigten 230 nur mehr 172 Ärzte
Nachdienst.  Wenn nun auch diese noch gekürzt werden, wird die
Situation, laut Aussagen des Betriebsrates, kritisch. Offensichtlich
soll auf Kosten der Patienten massiv gespart werden. Hier muss die
Frage erlaubt sein, wer, wenn etwas passiert, dafür die Verantwortung
übernimmt.
Auch das diplomierte Pflegepersonal soll nun, aus Spargründen, die
Reinigungsarbeiten der Abteilungshelfer übernehmen.   Eine solche
Vorgangsweise, die Stellenbeschreibung des diplomierten Personals
einfach neu zu definieren und diese anstatt für die Pflege, für die
sie ja eine langjährige Ausbildung absolviert haben, nun für
"Putzdienste" einzusetzen, ist völlig inakzeptabel, so Seidl weiter.
Einsparungen im KAV erfolgen in letzter Zeit immer zu Lasten des
Pflegepersonals oder der Patienten. Nicht gespart wird offensichtlich
bei den fürstlichen Gehältern der Verantwortlichen, stellt der
FPÖ-Gemeinderat abschließend fest. (Schluss)paw 

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AKH-Krebsforschung: Zielinski über „Niveau“ besorgt
« Antwort #3 am: 20. Juli 2011, 19:48 »

Krebsforschung: Zielinski über „Niveau“ besorgt

Von meduniwien

Kennt man die genauen Hintergründe – was aufmerksame Leser unseres Blogs sicherlich tun, mutet die kürzlich im Kurier veröffentlichte Story geradezu skurril an. Denn Christoph Zielinski – der sich erneut und wenig überraschend als „Dr. Chemo“ präsentiert und andere innovative Therapie-Methoden, wohl aus Loyalität zu seinen Partnern aus der Pharma-Industrie gerne ausblendet, gewährt nach einer langen erholsamen Phase der totalen Medien-Abstinenz wieder einmal tiefe Einblicke in seine allgemeine Ideenlosigkeit, die er mit dem Rektor der MUW, Wolfgang Schütz seit Jahren teilt.

Hier der Bericht des KURIER – danach unser Kommentar:
Christoph Zielinski

Christoph Zielinski (Wilhelm Schraml - Creative Commons)

Krebs als chronische Erkrankung
Auch dank Erfolgen heimischer Forscher leben viele Patienten länger. Sparpläne gefährden die Top-Position Österreichs.

Neue medikamentöse Ansätze machen auch bisher sehr widerstandsfähige, therapieresistente Tumore – etwa das Melanom (schwarzer Hautkrebs) – gut behandelbar. Krebs wird immer öfter zu einer chronischen Erkrankung.“ Diese Bilanz zieht Univ.-Prof. Christoph Zielinski, MedUni Wien, nach dem weltweit größten Krebskongress (ASCO), der vergangene Woche in den USA stattfand. Die wichtigsten internationalen und österreichischen Erfolge:

- Schwarzer Hautkrebs
Ist in den Zellen eines Melanoms eine bestimmte genetische Mutation vorhanden (dies ist bei 50 bis 60 Prozent der Patienten der Fall) , zeigt sich ein Erfolg mit dem synthetischen Molekül Vemurafenib (Roche). Patienten, die damit behandelt werden, sterben deutlich seltener (um 63 Prozent) als bei einer reinen Chemotherapie. Eine zweite neue Substanz (der Antikörper Ipilimumab von Bristol-Myers Squibb) verlängert die Lebenszeit um mehrere Monate. Zielinski: „Diese Fortschritte in der Überlebensdauer sehen wir beim Melanom zum ersten Mal.“

- Brustkrebs
Erhalten junge Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs nach der Operation zusätzlich zur Antihormontherapie ein Anti-Osteoporose-Medikament, sinkt nicht nur das Wiederauftreten der Erkrankung um 35 Prozent – was schon bekannt war. Es leben nach einem Beobachtungszeitraum von mehr als sechs Jahren auch deutlich mehr Frauen (40 Prozent) als in einer Vergleichsgruppe ohne diese Behandlung. Diese Daten präsentierten Forscher der Studiengruppe ABCSG (sie organisiert an 100 med. Zentren in Österreich Patientenstudien). Für Aufsehen sorgte auch eine Studie von Anna Berghoff und Rupert Bartsch von der Klinik für Innere Medizin I der MedUni Wien: Eine neue Kombi-Therapie bei Frauen mit einem bestimmten Brustkrebs (HER2-positiv) und Metastasen im Gehirn senkt deren Sterberisiko massiv – um 72 Prozent. Erreicht wurde dies durch die zusätzliche Gabe der Substanz Lapatinib.

- Kinderkrebs
Das Neuroblastom (Krebserkrankung spezialisierter Nervenzellen) ist die häufigste Krebserkrankung von Kindern im Alter bis zu einem Jahr. Eine europäische Studiengruppe unter Ruth Ladenstein vom St. Anna-Kinderspital erzielte mit einer neuen Arzneimittelkombination große Erfolge: Damit konnte die Zahl der Kinder, die drei Jahre nach Auftreten der Krankheit leben, von 48 Prozent (mit konventioneller Therapie) auf 60 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig stieg die Zahl der Kinder ohne Rückfälle.

Andere Todesursachen
Mehr als 25 Prozent aller Krebspatienten überleben heute die Diagnose um mehr als zehn Jahre, bei Brustkrebs liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei mehr als 60 Prozent, 1983 waren es 40 Prozent“, so ABCSG-Präsident Univ.-Prof. Michael Gnant. „Vier von fünf Brustkrebspatientinnen werden an etwas anderem als ihrem Krebs sterben.“ Doch die Ärzte warnen, dass der Spitzenplatz Österreichs in der Krebsforschung gefährdet ist: „Wir sind im Wettbewerb mit ökonomisch sehr gut ausgestatteten Staaten.

Aber wir kommen aus einem Land, wo es im Wissenschaftsbereich Kürzungen geben wird.“ Schon jetzt fördere die öffentliche Hand weniger als ein Prozent aller klinischen Studien (USA: 50%). Zielinski: „Wir laufen Gefahr, das Niveau nicht halten zu können, wenn sich die Einstellung der Politik nicht ändert.“

(Quelle: KURIER / www.kurier.at)


Anmerkung der FDMUW:
Unbestritten ist http://meduniwien.wordpress.com/2011/06/14/krebsforschung-zielinski-uber-niveau-besorgt/

Weitere Artikel ff.:
http://meduniwien.wordpress.com/


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Re:AKH Wien, ständig brennt der Hut
« Antwort #4 am: 20. Juli 2011, 19:50 »
Krone: Wiener AKH vergaß auf Einstellung von Krankenpersonal

Ärztekammer: Warnung vor Engpässen im Wiener Gesundheitssystem Von meduniwien

Patientenströme sind fehlgeleitet – ÄK.Präs. Dr. Dorner: „Es gibt Handlungsbedarf“

Wien (OTS) – Die Ärztekammer warnt eindringlich vor drohenden Engpässen im Gesundheitssystem in Wien. Einerseits werde im Spitalsbereich seit Jahren beim Personal gespart, andererseits hätten die Krankenkassen zu wenig Geld, um eine flächendeckende extramurale Versorgung in Wien auch mit neuen Leistungen zu gewährleisten, betonte Ärztekammerpräsident Walter Dorner.

Die „seit Jahren versprochene und ebenso lang missachtete“ Aufwertung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sei dabei eines der Hauptprobleme. Dorner: „Wir fordern und brauchen in Wien mehr Kassenstellen. Seitdem Ärzte-GmbHs möglich sind, kämpfen wir auch vehement für einen Ausbau von Gruppenpraxen.“ Bei der Umsetzung wirkten die Krankenkassen aber „doch etwas zögerlich“.

„Auf der Strecke werden die Patienten bleiben“, warnte der Ärztechef. Diese müssten nämlich in die Ambulanzen der Spitäler ausweichen, weil der Leistungsumfang in den Ordinationen aufgrund von limitierten und teilweise veralteten Honorarkatalogen eingeschränkt sei. Die Spitalsambulanzen wiederum könnten sich nicht mehr auf die wirklichen Notfälle konzentrieren, für die sie eigentlich da seien, sondern müssten viel Zeit für die Behandlung von Routinefällen aufwenden.

Lage im AKH „dramatisch“

„Vor allem im AKH ist die Lage mittelweile dramatisch“, meint Dorner. So sei die gesamte Patientenzahl der Notfallambulanz im AKH innerhalb von 15 Jahren von 54.528 Patienten (1995) auf 87.601 (2010) gestiegen – „und das bei stagnierendem und in manchen Bereichen sogar reduziertem Personalstand im Wiener AKH“.

Dorner bezieht sich hier auch auf Zahlen, die er unlängst vom Vorstand der Wiener Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Peter Husslein, erhalten hat. Demnach betreue die gynäkologische Notfallambulanz im AKH (davon betroffen sind nicht die geburtshilflichen Fälle, diese kommen direkt in den Geburtsbereich, Anm.) im Schnitt 15 Patientinnen während eines Nachmittags und der darauffolgenden Nacht, wovon nur eine (!) Patientin dann auch stationär aufgenommen würde.

Zu wenig Geld für Forschung und Spitzenmedizin

„Also waren 93 Prozent keine echten Notfälle und hätten, eine gut ausgestattete extramurale Versorgung vorausgesetzt, durchaus auch außerhalb des Spitals versorgt werden können“, sagte der Ärztechef. Damit werde dem AKH Geld entzogen, welches es für die Forschung und Spitzenmedizin in Wien anderweitig dringend benötigen würde. Es könne nicht sein, dass sich die Sozialversicherung „an den Spitälern abputzt“, da sie dort nichts extra bezahlen müsse, und gleichzeitig die Gemeinde Wien Ressourcen der Medizinischen Universität für die Basisgesundheitsversorgung in Wien verwende.

Sparen nicht bei Ärzten sondern bei Verwaltung und Administration

Dorner ortet hier einen dringenden Handlungsbedarf bei allen Involvierten, also dem Hauptverband, den Krankenkassen und der Gemeinde Wien: „Wir müssen mehr für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte tun, und natürlich im erweiterten Sinn auch für die Patienten, da wir mit den jetzigen Systemschnitten das Gesundheitswesen in Wien über kurz oder lang an die Wand fahren werden.“ Sein Rezept: „Ich kann nur raten, den Verwaltungsbauch rasch zu verkleinern und bei der Administration zurückzuschrauben.“

Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Juli 5, 2011 um 8:10 am und eingeordnet unter Aktuelles. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite schicken.


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Krone: Wiener AKH vergaß auf Einstellung von Krankenpersonal
Von meduniwien
Wären nicht Millionen Euro an Steuergeldern für die Sache ver(sch)wendet worden und müssten nun nicht viele kranke Kinder auf ihre OP warten – bei dieser Story könnte man in schallendes Gelächter verfallen. Denn die Chefs des Wiener AKH ließen ein Spezial-Zentrum für Kinderheilkunde bauen. Als das Gebäude fertig war, fiel ihnen auf: „Wir haben vergessen, Personal einzustellen.“

Welche Böden verlegt man im OP- Saal? Passen die Vorhänge in den Patientenzimmern zu den Bildern auf dem Flur? Sind die Sitzgelegenheiten im Aufenthaltsraum bequem genug? Viele Fragen mussten beantwortet und „wichtige“ Details mussten berücksichtigt werden, bis das neue Pädiatrische Zentrum im Wiener AKH endlich fertiggestellt war. Schließlich wurden mindestens 45 Millionen Euro für den Bau und weitere 25 Millionen Euro für die modernen Hightech- Geräte investiert. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man an etwas nicht denkt – oder?
Personal vergessen – Eröffnung verschoben

Doch dass die Wiener AKH- Verantwortlichen gleich das Allerwichtigste vergessen – nämlich Ärzte, Schwestern, Stationsgehilfen oder Putzfrauen für den neuen Trakt einzustellen. Diese Peinlichkeit wird vermutlich in die Stadtgeschichte eingehen.

Nicht nur den Stadtrat David Lasar von der FPÖ erinnert diese Geschichte frappant an einen Schildbürgerstreich erster Klasse. Der Legende nach hatten die berühmten Bürger der Stadt Schilda einmal ein neues, pompöses Rathaus erbaut – allerdings ohne Fenster. Daraufhin versuchten sie mit Eimern das Sonnenlicht einzufangen und ins Innere zu tragen, was fehlschlug.

Im AKH wollte man zunächst Mediziner und Co. von anderen Abteilungen abziehen. Aber: Aufgrund des Personalmangels wären dann diese Stationen leer gestanden. Die Eröffnung des Pädiatrischen Zentrums wurde nun bis auf Weiteres verschoben. FP- Stadtrat Lasar: „Hier muss Mag. Sonja Wehsely – Stadträtin für Gesundheit und Soziales – sofort handeln. Es wurde so viel investiert, und jetzt diese Blamage.“

Quelle: Brigitte Blabsreiter und Michael Pommer, Kronen Zeitung



Weitere Artikel ff.:
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« Letzte Änderung: 20. Juli 2011, 19:52 von admin »

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Neue Fakten und Details zum AKH-Korruptionsskandal?
« Antwort #5 am: 20. Juli 2011, 19:54 »

Die AGO-LCI Connection: Korruption und Veruntreuung mit System?

Brisant: Neue Fakten und Details zum AKH-Korruptionsskandal und weshalb die Rufe nach einem sofortigen Rücktritt von AKH-Direktor Reinhard Krepler immer lauter werden.

http://meduniwien.wordpress.com/dr-reinhard-krepler/die-ago-lci-connection-korruption-und-veruntreuung/



Weitere Artikel ff.:
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AKH Wien, ständig brennt der Hut
« Antwort #6 am: 20. Juli 2011, 19:56 »
Spitalsärzte warnen: Einsparungen gefährden Nachwuchs und verursachen Qualitätsverlust

Grotesk: AKH-Antikorruptions-Seminar am 1. April »

AKH-Korruptionsskandal: Mitarbeiter trotz laufender Ermittlungen wieder im Dienst

Von meduniwien


Erfahren Sie hier was sich in Sachen AKH-Korruptionsskandal bisher getan hat, warum ein in den Skandal verwickelter Mitarbeiter trotz laufender Ermittlungen wieder im Dienst ist und welche Rolle AKH-Direktor Reinhard Krepler in der Affäre gespielt haben könnte.

Kurz vor der Wienwahl im Herbst 2010 reihte sich ein neuer Skandal in die ohnehin strapazierte Leidensgeschichte des Wiener Allgemeinen Krankenhauses. Ein Korruptionsskandal der Extraklasse, bezogen auf dubiose Auftragsvergaben in der Höhe von satten 50 Millionen Euro. Die Affäre sorgt seither laufend für heftigen medialen und politischen Wirbel – seit Herbst 2010 laufen bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgrund der selbst für Laien erkennbaren „Schieflage“ offiziell Ermittlungen. Jüngsten Medienberichten zufolge sind diese Ermittlungen – vielleicht auch wegen der mageren personellen Besetzung der für Korruptionsdelikte geschaffenen Behörde, noch „lange“ nicht abgeschlossen.

Bemerkenswert ist, dass laut einem Bericht der Kronenzeitung vom 19.2.2011 einer der beiden .......... http://meduniwien.wordpress.com/2011/02/24/insider-report-wohin-die-korruptions-ermittlungen-in-sachen-akh-fuhren/





Weitere Artikel über das AKH und die Meduni Wien ff.:
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« Letzte Änderung: 21. Juli 2011, 12:20 von admin »

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D9A

Wehsely sagte szt, ich bin Juristin, Gesundheit muss ich erst lernen!


DAS hat sie in den Jahren leider nicht geschafft, denn die SP-Raucherschutz-Gesundheitsstadträtin von Wien ist blind, stumm, taub, wenn es um den Schutz der Nichtraucher geht.
Als Nachhilfe: http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?board=66.0

Wehsely bekam bereits tausende Anzeigen seit 2 Jahren, abschriftlich, hat aber in keinem Fall etwas unternommen,

hat nicht einmal das Gespräch angenommen, geschweige angeboten!

Logische Folge bei Wehsely war der ABSTURZ - selbst bei ihren GenossInnen.
Und auch Häupl bekam die Nichtraucherrechnung präsentiert: minus 10 %!


http://www.salzburg.com/online/nachrichten/politik/66-Landesparteitag-der-Wiener-SPOe.html?article=eGMmOI8Vgt8NH8hhESsOeEOcPF2PSNnJj1oZ3I9&img=&text=&mode=



Weitere Artikel über das AKH und die Meduni Wien ff.:

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« Letzte Änderung: 21. Juli 2011, 12:32 von admin »

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AKH Wien, neuer Boss auf der Gynäkologie: Prof. Dr. Heinz Kölbl
« Antwort #8 am: 14. Dezember 2012, 00:33 »


"Neue Akzente und Initiativen in der Gynäkologie am AKH Wien"

Neuer Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie der Universitätsklinik für Frauenheilkunde des AKH Wien und der MedUni Wien

Wien (OTS) -
Für einen Ausbau der Spitzenposition der Abteilung, der Forschung und der Ausbildung im Interesse der Frauengesundheit.

"Ich will eine Ära des konstruktiven Aufbaus zum Wohle der
Frauengesundheit einläuten", Univ. Prof. Dr. Heinz Kölbl, hat sich
nach seiner Berufung ab 1. Oktober als Leiter der Klinischen
Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie der
Universitätsklinik für Frauenheilkunde des AKH Wien und der MedUni
Wien, ehrgeizige Ziele gesetzt.

Ausgestattet mit 13 Jahren Erfahrung im Aufbau und in der Führung
von zwei deutschen Spitzenkliniken, der Universitätsfrauenklinik der
Martin-Luther-Universität, Halle Wittenberg und der Klinik und
Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten, Johannes
Gutenberg-Universität Mainz, sowie seiner ausgezeichneten
internationalen Vernetzung will Kölbl die Spitzenposition der
Klinischen Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische
Onkologie weiter ausbauen. "Ich gehe dabei von der Dreifachschiene
Klinik, Forschung und Lehre aus", so Kölbl.
Gefordert ist ein medizinisches Top-Angebot für Frauen

"Frauen mit den verschiedensten gynäkologischen Erkrankungen und
gynäkologischen Problemen suchen bei uns Heilung. Wir müssen in der
Lage sein, diese Anforderung als Spitzeneinrichtung der Frauenmedizin
in Österreich entweder direkt, oder in Kooperation mit anderen
Kliniken bzw. Zentren in höchster Qualität zu erfüllen", betont
Kölbl. Die Klinische Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und
Gynäkologische Onkologie selbst habe auch Maximalversorgung bei
Krebserkrankungen (Onkologie), bei Harnwegsstörungen
(Urogynäkologie), der operativen Gynäkologie und bei
Brusterkrankungen (Senologie) anzubieten.

Dies erfordere eine passende Abteilungsstruktur, eine ausreichende
Anzahl hochqualifizierter medizinischer MitarbeiterInnen, laufende
Maßnahmen zur Sicherung und Steigerung der Qualität sowie den Aufbau
eines Netzwerkes mit den niedergelassenen FrauenärztInnen. Intensiv
verfolgen will Kölbl auch die Bildung von Zentren. Als Beispiel nennt
er die Einbindung der Abteilung in bestehende Zentren, wie das
Brustzentrum am AKH Wien.
Innovation durch eigene Forschung, intensive Kooperationen und nationale/internationale Repräsentanz

Von einer Spitzeneinrichtung wie der Abteilung für Allgemeine
Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie erwarten Heilung suchende
Frauen, dass ihre Leiden unter Einsatz aller modernsten medizinischen
Verfahren behandelt werden.

"Innovation in der Frauenmedizin ist das Ergebnis eigener
Forschungstätigkeit an der Klinik, aber vor allem auch einer
intensiven nationalen und internationalen Vernetzung mit anderen
Kliniken oder Forschungseinrichtungen. Der Schwerpunkt wird daher auf
der internationalen Ausrichtung liegen."

Verstärken will Kölbl in diesem Zusammenhang auch die
Zusammenarbeit etwa mit der pharmazeutischen Industrie. "Mit dem
Zufluss von Drittmitteln aus Forschungskooperationen wird die
Abteilung auch in der Zukunft in der Lage sein, die internationale
Spitzenposition in der Frauenheilkunde zu halten", ist der
Abteilungsleiter überzeugt.
Nachwuchssicherung: "Wir brauchen mehr Gynäkologen"

Ein besonderes Augenmerk will Kölbl auf den Nachwuchs in der
Gynäkologie legen.

"Wir brauchen neue attraktive Arbeitszeitmodelle für Klinikärzte,
wir müssen auch dem zunehmenden Frauenanteil - 78 Prozent der
Medizinstudierenden sind Frauen - in unserem Fach mit einem
attraktiven Angebot an die Frauen Rechnung tragen", betont Kölbl.
Erreichen will er dies unter anderem durch die Schaffung von
Anreizsystemen in Lehre und Praktika sowie den Ausbau der
"Gender"-Medizin, also einer Medizin, die geschlechtsbedingte
Bedürfnisse berücksichtigt.

Begeistern für das Fach Gynäkologie will er damit nicht nur die
Studentinnen und Studenten der Medizin, sondern schon bereits
AHS-SchülerInnen und kündigt eine Motivations- und
Informationsinitiative "Ich werde Chirurg" an.
Vernetztes Gesundheitssystem

Ein besonderes Anliegen des Klinikchefs ist die intensive
Vernetzung des stationären mit dem niedergelassenen Bereich. "Wir
brauchen die Erfahrungen des extramuralen Bereichs und umgekehrt muss
der/die niedergelassene Ärztin, die erste Anlaufstelle für die Frauen
sind, absolut präzise über das medizinische Angebot der Abteilung für
Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie Bescheid
wissen."

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Urologie am AKH Wien
« Antwort #9 am: 05. Mai 2013, 00:31 »

Ohne Gewähr!


Univ. Klinik für Urologie
Endlich gibt es einen neuen Vorstand:
Leitung: Univ.Prof. Dr. Shahrokh Shariat

Shariat neuer Leiter der Urologie
http://www.springermedizin.at/leben/?full=35426

Prof. Dr. Shahrokh Shariat ist der neue Leiter der Universitätsklinik für Urologie an der MedUni Wien.

Für Shariat ist es eine Rückkehr. Er studierte an der MedUni Wien, bevor er in die USA ging und dort zu einem der weltweit anerkanntesten Urologen wurde. Shariat hat 570 Papers veröffentlicht und gilt als absoluter Top-Experte besonders auf dem Gebiet der urologischen Onkologie.

Shariat möchte die Qualität der Ausbildung der Studierenden, aber auch der Ärzte und des Pflegepersonals durch gezielte Ausbildungsinitiativen auf ein noch höheres Top-Level heben, er setzt in der Forschung auf tief greifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Instituten an der MedUni Wien und stellt die direkte und respektvolle Integration der Patienten in den Heilungsprozess an oberste Stelle.

„Zudem sollen ein ‚Steine-Zentrum‘, ein Beckenbodenzentrum unter der Führung von Professor Kölbl von der gynäkologischen Onkologie sowie ein onkologisch-urologisches Zentrum mit Christoph Zielinski, dem Koordinator des Comprehensive Cancer Centers, in einer führenden Rolle, geschaffen werden“, so der neue Vorstand der Universitätsklinik für Urologie.


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Prostataambulanz
Leitung: Ao.Univ.-Prof. Dr. Georg Schatzl
Erreichbarkeit
Ebene   8D
Telefon   404 00-2622
404 00-2623
Ambulanzzeit
Freitag   8:30 - 10:30
Terminvereinbarung erbeten


-----------------------------------------------------------


Ambulanz für Andrologie und erektile Dysfunktion

Leitung: Priv.-Doz. Dr. Ralf Herwig, Ao.Univ.-Prof. Dr. Georg Schatzl, Dr. Mehmet Özsoy
Erreichbarkeit
Ebene   8D
Telefon   404 00-2622
404 00-2623
Ambulanzzeit
Dienstag   9:00 - 12:00
Terminvereinbarung erbeten


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Angeblich nicht mehr am AKH, Urologie,
sondern im Wilhelminenspital,
ist Ao.Univ.-Prof. Dr. Hans-Christoph Klingler

« Letzte Änderung: 02. Juli 2013, 20:51 von hilde »

Werner

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Wiener AKH droht Chaos durch Ende der Betriebsvereinbarung
« Antwort #10 am: 22. Juni 2013, 18:21 »



Wiener AKH droht Chaos durch Ende der Betriebsvereinbarung

Am 1. Juli endet die Betriebsvereinbarung die Arbeitszeiten der Ärzte im AKH regelt - Massive Verschlechterungen sind die Folge



Wien (OTS) - "Mit 1. Juli endet die Betriebsvereinbarung (BV)
zwischen AKH und Wissenschaftsministerium, die die Arbeitszeiten der
Ärzte regelt. Das Auslaufen dieser BV bringt massive
Verschlechterungen in Österreichs erster Uni-Klinik und wird sowohl
auf die Versorgung der Patienten als auch auf die Forschung merkbar
negativen Einfluss haben", so der freiheitliche Ärztesprecher NAbg.
Dr. Andreas Karlsböck. "Damit hat Österreich eine neue Errungenschaft
der stögerschen Gesundheitsreform: Chaos in Österreichs
Vorzeigeklinik", kritisierte Karlsböck die "Experimente" der
rot-schwarzen Koalition.

Für die Versorgung der Patienten bedeute die auslaufende BV weniger
Ärzte, da weniger Dienstposten vorgesehen seien und schlechtere
Versorgung außerhalb der Normdienstzeiten, da auch weniger
Nachtdienste gemacht werden dürften, befürchtet Karlsböck die nächste
medizinische Unterversorgung nach den bereits vollzogenen
Einsparungen der AUVA-Unfallspitäler. So plane Rektor Schütz die
Ausdehnung der Normalarbeitszeiten bzw. Gleitzeiten bis spät in die
Nacht.

Seien die Arbeitsbedingungen bereits heute derart unattraktiv, dass
im AKH an manchen Stellen Nachwuchsmangel herrsche und manche Posten
nur mit größter Mühe nachbesetzt werden könnten, so werden die Ideen
von Rektor Schütz diesen Mangel noch massiv verstärken, befürchtet
Karlsböck.

Auch die Forschung komme bei den neuen Arbeitszeitregelungen viel zu
kurz. "Wann soll jetzt im AKH geforscht werden? Nach der Dienstzeit
um Mitternacht?", zeigte Karlsböck die Unsinnigkeiten auf, die
ausgerechnet das Wissenschaftsministerium zu verantworten habe.

Abgesehen von den auch massiven finanziellen Nachteilen für Ärzte
(allgemein werden bis zu 40% Einkommensverluste befürchtet),
Patienten und Forschung werde es keine Einsparungseffekte geben, da
das EDM (elektr. Dienstmanagement) erst teuer umprogrammiert werden
müsse, was Kosten in Millionenhöhe verursachen werde, zeigte
Karlsböck auf, der betonte, dass Nachtdienste nicht einsparen werden
dürfen und bessere Arbeitsbedingungen für das hochqualifizierte
Personal im AKH geschaffen werden müssen. "Es kann nicht sein,
aufgrund des im AKH herrschenden Kompetenz-Wirrwars unser
international hoch geachtetes Vorzeige-Spital derart
herunterwirtschaftet", so Karlsböck, der ganz im Gegenteil eine
Aufstockung der Mittel forderte.

hilde

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AKH Wien wird abgewirtschaftet
« Antwort #11 am: 15. August 2013, 17:08 »



"Das AKH wird abgewirtschaf­tet"

Für das Prestigeprojekt Krankenhaus Nord werde das AKH ausgehungert, warnt Gynäkologie-Chef Peter Husslein.


„Wenn ein Pfleger kurzfristig wegen Fußweh in den Krankenstand geht, muss gleich der ganze OP-Tisch gesperrt werden. So dünn ist mittlerweile die Personaldecke im AKH“, sagt Peter Husslein, Vorstand der Uniklinik für Frauenheilkunde.

Er ist einer der prominentesten Unterzeichner eines offenen Briefs, in dem mehr als 40 Professoren auf die prekäre Situation an der Wiener MedUni bzw. am AKH aufmerksam machen. Während Geld genug da sei, so der Tenor, in Linz eine neue MedUni zu errichten, werde Österreichs größte Uniklinik zunehmend ausgehungert. Forschung, aber auch die Versorgung der Patienten seien dadurch massiv gefährdet (der KURIER berichtete).

Husslein und seine Kollegen stoßen sich aber nicht nur am Konkurrenz-Projekt in Linz: „Das AKH wird bewusst abgewirtschaftet, damit in Floridsdorf das Krankenhaus Nord als politisches Prestigeprojekt errichtet werden kann“, findet der Gynäkologe scharfe Worte.

Das 785-Betten-Spital (Kosten: rund 825 Mio. €) befindet sich derzeit in Bau und soll 2016 in Vollbetrieb gehen.

Für Husslein ein unnötiger Bau: Die Patienten könnten problemlos im AKH versorgt werden, würde man nur seine Kapazitäten voll ausnutzen. „Wir haben jetzt 2300 Betten. In Wirklichkeit wird nur die Hälfte verwendet. Nach 14.30 Uhr geht man im AKH durch leere OP-Säle“, schildert Husslein. Doch derzeit gebe es nicht einmal für den bestehenden Betrieb genug Ärzte und Pflegekräfte: „In der Kinder-Intensiv-Station gibt es permanent Aufnahmesperren, weil das Personal fehlt. Babys, die als Frühgeburt zur Welt kommen, müssen – kaum geht es ihnen besser – auf Niederösterreichs Spitäler verteilt werden.“

Nächste Verschärfung

Noch einmal dramatisch verschärfen werde sich die Lage ab Herbst mit der neuen Betriebsvereinbarung, warnt der Mediziner. Durch geänderte Nachtdienst-Regelungen werde tagsüber zu wenig Personal zur Verfügung stehen. „Dann werden wir Patienten nach Risiko selektieren müssen. Das wird natürlich für Ärger sorgen.“

„Auch wenn das AKH zu 100 Prozent ausgelastet wäre, kann es das Krankenhaus Nord nicht ersetzen“, kontert Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely. Denn das neue Spital bestehe zu 90 Prozent aus Übersiedlungen von anderen Krankenhäusern und werde drei gesamte Standorte (Semmelweis-Klinik, Gersthof und Krankenhaus Floridsdorf) in sich aufnehmen.

(kurier)  Erstellt am 15.08.2013, 06:00


http://kurier.at/chronik/das-akh-wird-abgewirtschaftet/22.823.076


hilde

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Ärzte warnen vor Ruin des AKH Wien
« Antwort #12 am: 15. August 2013, 17:13 »




Ärzte warnen vor Ruin des AKH

Während in Linz eine neue MedUni entsteht, müssen Wiener Mediziner in desolaten Gebäuden forschen. 


Der Besucher des grauen Betonklotzes am Alsergrund fühlt sich in die unmittelbare Nachkriegszeit versetzt: Mitarbeiter huschen durch dunkle, drückend heiße Gänge mit uralten Holztüren. In einem winzigen Kammerl, das gleichzeitig als Lagerraum dient, zwängt sich ein Forscher vor sein Mikroskop. Es ist nur schwer vorstellbar, dass hier, am Institut für Krebsforschung der MedUni Wien, Wissenschaft von Weltrang betrieben wird, die immer wieder den Weg in die internationalen Fachjournale findet.

„Wir brauchen dringend ein neues Gebäude“, seufzt Maria Sibilia, die das Institut mit seinen 150 Mitarbeitern leitet. Im alten Trakt können wir nicht einmal mehr moderne Geräte aufstellen, weil das Stromnetz dafür zu schwach ist.“ Dass es überhaupt Hightech-Maschinen für die Forschung gebe, sei vielfach Spendengeldern zu verdanken. Auch die Labors würden längst nicht mehr den heutigen Erfordernissen entsprechen.

Offener Brief

Offenbar nur die Spitze des Eisberges: In einem offenen Brief an die Bundes- und Stadtregierung haben kürzlich mehr als 40 Institutschefs und namhafte Professoren auf die prekäre Situation der Wiener MedUni hingewiesen. Die MedUni bzw. das AKH würden „personell zunehmend ausgehungert“, zudem drohe ein „kontinuierlicher Zerfall in baulicher, infrastruktureller, technologischer und medizintechnischer Hinsicht. Komme es zu keinen Reinvestitionen, sei auch die hohe Versorgungsqualität der Patienten nicht aufrecht zu erhalten.

Die medizinisch-theoretischen Institute – wie eben die Krebsforschung– würden in völlig veralteten Gebäuden und unter extremem Platzmangel arbeiten, dennoch verhalle der Ruf nach dem Bau eines neuen Campus bisher ungehört, heißt es in dem Schreiben.

Der Zeitpunkt des Hilferufs ist nicht zufällig gewählt: Soll doch in Linz in den nächsten Jahren eine neue Medizin-Fakultät entstehen. „Ich bin schon sehr überrascht, dass dafür Geld zur Verfügung steht“, sagt Sibilia, die seit Jahren auf einen Neubau oder wenigstens eine Renovierung wartet. „Es wäre doch besser, erfolgreiche Institute zu stärken, statt sich mit neuen Projekten zu verzetteln.“

Stiefkind

„Die MedUni wird trotz ihres enormen wissenschaftlichen Outputs als Stiefkind behandelt“, wettert Christoph Zielinski, Leiter der Uniklinik für Innere Medizin I. Die Ministerien müssten beginnen, nach Leistung zu finanzieren, anstatt bloß die politische Klientel zu bedienen

„Wir haben mehrfach betont: Die medizinische Fakultät in Linz wird keineswegs zu Lasten der anderen Unis gehen“, heißt es im Wissenschaftsministerium. Seit 2007 habe man mehr als 1,5 Milliarden Euro in die Uni-Standorte investiert. Davon beispielsweise rund 80 Millionen Euro in die Sanierung der Zahnklinik in Wien.

Von diesem Projekt sollen jetzt auch Sibilia und ihr Team profitieren: Im Zuge der Sanierung der Zahnklinik sei laut Ministerium ein Bereich freigemacht worden, der für die Krebsforschung adaptiert werden soll. Die Gelder habe man der MedUni schon zur Verfügung gestellt.
 
"Das AKH wird abgewirtschaftet" 
Wien

 "Das AKH wird abgewirtschaf­tet" 

Für das Prestigeprojekt Krankenhaus Nord werde das AKH ausgehungert, warnt Gynäkologie-Chef Peter Husslein.

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Leitartikel


Sanierungsfall AKH

 Top-Ärzte protestieren in einem offenen Brief – prangern aber nur einen Teil der Missstände an. 


Theoretisch könnte das Wiener AKH das beste Spital der Welt sein: Kein anderes Krankenhaus bietet ein so großes Leistungsspektrum und stellt den Patienten rund um die Uhr so viele Top-Mediziner zur Verfügung. Doch das Gebäude ist merklich in die Jahre gekommen, Jobs bleiben unbesetzt. Ein schleichender Niedergang hat eingesetzt.

Führende AKH-Ärzte beklagen das in einem offenen Brief. Sie fürchten, dass das nötige Geld in die neue Linzer Meduni fließen wird. Viel schwerer wiegt aber anderes: Die Stadt Wien lässt lieber sehr viel Geld in ihr neues Prestigeprojekt, das Krankenhaus Nord, fließen: Mittel, die dem AKH fehlen. Dessen Führungsspitze – sowohl im Spitalsbetrieb als auch an der Universität – ist so schwach wie seit Jahrzehnten unverändert. Das Betriebsklima gilt als verbesserungsfähig. Und allen ist klar, dass der Spagat zwischen Patientenversorgung und Uni-Betrieb auf Kosten der Forschung geht.

Für Jungärzte ist das AKH kein attraktiver Arbeitsplatz mehr. Sie verdienen hier weniger als anderswo, müssen sich aber für den AKH-Job alle fünf Jahre neu bewerben. Detail am Rande: Die unverzichtbare Weiterbildung auf Kongressen, früher auf Einladung der Pharmaindustrie, muss nun aus privater Tasche bezahlt werden. Die MedUni sollte für Jungforscher einspringen, kann es aus Geldmangel aber nicht. Die Turnusausbildung ist, nebenbei bemerkt, in ganz Österreich desaströs, in Deutschland funktioniert sie schneller und besser. Kein Wunder, dass die Allerbesten unter den Jungen an renommiertere Unis ins Ausland flüchten.

Das AKH ist noch immer in vielen Bereichen, etwa bei Transplantationschirurgie oder Onkologie, Weltklasse. Aber diese Position wird aufs Spiel gesetzt. Es ist ein Armutszeugnis der Gesundheitspolitik in Stadt und Land, dass niemand daran interessiert ist, den einstigen Weltruf der „Wiener Medizinischen Schule“ wiederherzustellen.
 
Martina Salomon 


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Linz


OÖ muss bei MedUni kräftig mitzahlen

„Wir haben einen ganz wesentlichen Etappensieg errungen“, jubelte Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) am Dienstag. Und er  gab sichtlich euphorisch wieder einmal seine Lieblingsvolksweisheit von der schweren Geburt, bei der die schönsten Kinder zur Welt kämen, zum Besten.

Auslöser für des Landesvaters Hochstimmung war der Ministerrat, der kurz davor eine 15a-Vereinbarung (Vertrag zwischen Bund und Land, Anm.) zur Gründung einer Medizinischen Fakultät in Linz beschlossen hatte. Die Bundesregierung erfüllte damit nicht nur eine langjährige Forderung Oberösterreichs, sondern auch ein persönliches Herzensanliegen Pühringers. Mit seinem ganzen politischen Gewicht hatte er sich in den vergangenen Monaten auf Landes- und Bundesebene dafür eingesetzt.

Die Erleichterung war ihm  anzusehen. „Das ist das wichtigste Zukunftsprojekt, das wir derzeit haben“, versicherte er und lobte den „Kampfgeist“, der parteiübergreifend dafür an den Tag gelegt worden sei: „Wir haben exzellente Arbeit geleistet und ein hervorragendes Konzept entwickelt.“ Das „Ja“ des Ministerrats für die Errichtung der Medizinischen Fakultät sei die Bestätigung.

Noch keine Rechtskraft

Linz und OÖ würden sich damit aber nicht zufrieden geben, sondern als „Nettozahler in alle Kassen dieser Republik“ langfristig auch eine Voll-Universität anstreben.
 Pühringer kündigte an, sofort mit konkreten Umsetzungsarbeiten beginnen zu wollen – obwohl die 15a-Vereinbarung noch den Nationalrat passieren muss, damit sie endgültig Rechtskraft erlangt. Die Abstimmung wird erst nach der Nationalratswahl stattfinden. Pühringer: „Ich gehe aber fix davon aus, dass das, was vor der Wahl beschlossen wurde, auch nach der Wahl noch gilt“.

Das Land OÖ und seine Gemeinden beteiligen sich an den Infrastrukturkosten mit 127,5 Millionen Euro, der Bund zahlt 18,4 Millionen. Bis 2027 tragen Land und Gemeinden auch die jährlichen Erhaltungs- und Reinvestitionskosten. Ab 2028 gehen diese auf den Bund über.  Bis 2045 stellt OÖ insgesamt 225 Mio. Euro zur Verfügung.
 Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SP) präsentierte sich am Dienstag ebenfalls ungewohnt überschwänglich. „Ich glaube, dass der  Beschluss einer der wichtigsten Meilensteine für OÖ und Linz  in diesem Jahrhundert darstellen wird.“ Für die drittgrößte Stadt Österreichs sei es ein Muss gewesen, endlich eine universitäre Medizinerausbildung anbieten zu können. „Bisher waren wir benachteiligt.“


(Kurier)  Erstellt am 13.08.2013, 19:00


http://kurier.at/chronik/wien/aerzte-warnen-vor-ruin-des-akh/22.700.767


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Ärzte warnen vor Ruin des AKH Wien
« Antwort #13 am: 24. August 2013, 00:53 »



Ärzte warnen vor Ruin des AKH Wien

Während in Linz eine neue MedUni entsteht, müssen Wiener Mediziner in desolaten Gebäuden forschen.

   
   
Der Besucher des grauen Betonklotzes am Alsergrund fühlt sich in die unmittelbare Nachkriegszeit versetzt: Mitarbeiter huschen durch dunkle, drückend heiße Gänge mit uralten Holztüren. In einem winzigen Kammerl, das gleichzeitig als Lagerraum dient, zwängt sich ein Forscher vor sein Mikroskop. Es ist nur schwer vorstellbar, dass hier, am Institut für Krebsforschung der MedUni Wien, Wissenschaft von Weltrang betrieben wird, die immer wieder den Weg in die internationalen Fachjournale findet.

„Wir brauchen dringend ein neues Gebäude“, seufzt Maria Sibilia, die das Institut mit seinen 150 Mitarbeitern leitet. Im alten Trakt können wir nicht einmal mehr moderne Geräte aufstellen, weil das Stromnetz dafür zu schwach ist.“ Dass es überhaupt Hightech-Maschinen für die Forschung gebe, sei vielfach Spendengeldern zu verdanken. Auch die Labors würden längst nicht mehr den heutigen Erfordernissen entsprechen.

Offener Brief

Offenbar nur die Spitze des Eisberges: In einem offenen Brief an die Bundes- und Stadtregierung haben kürzlich mehr als 40 Institutschefs und namhafte Professoren auf die prekäre Situation der Wiener MedUni hingewiesen. Die MedUni bzw. das AKH würden „personell zunehmend ausgehungert“, zudem drohe ein „kontinuierlicher Zerfall in baulicher, infrastruktureller, technologischer und medizintechnischer Hinsicht. Komme es zu keinen Reinvestitionen, sei auch die hohe Versorgungsqualität der Patienten nicht aufrecht zu erhalten.

Die medizinisch-theoretischen Institute – wie eben die Krebsforschung– würden in völlig veralteten Gebäuden und unter extremem Platzmangel arbeiten, dennoch verhalle der Ruf nach dem Bau eines neuen Campus bisher ungehört, heißt es in dem Schreiben.

Der Zeitpunkt des Hilferufs ist nicht zufällig gewählt: Soll doch in Linz in den nächsten Jahren eine neue Medizin-Fakultät entstehen. „Ich bin schon sehr überrascht, dass dafür Geld zur Verfügung steht“, sagt Sibilia, die seit Jahren auf einen Neubau oder wenigstens eine Renovierung wartet. „Es wäre doch besser, erfolgreiche Institute zu stärken, statt sich mit neuen Projekten zu verzetteln.“

Stiefkind

„Die MedUni wird trotz ihres enormen wissenschaftlichen Outputs als Stiefkind behandelt“, wettert Christoph Zielinski, Leiter der Uniklinik für Innere Medizin I. Die Ministerien müssten beginnen, nach Leistung zu finanzieren, anstatt bloß die politische Klientel zu bedienen

„Wir haben mehrfach betont: Die medizinische Fakultät in Linz wird keineswegs zu Lasten der anderen Unis gehen“, heißt es im Wissenschaftsministerium. Seit 2007 habe man mehr als 1,5 Milliarden Euro in die Uni-Standorte investiert. Davon beispielsweise rund 80 Millionen Euro in die Sanierung der Zahnklinik in Wien.

Von diesem Projekt sollen jetzt auch Sibilia und ihr Team profitieren: Im Zuge der Sanierung der Zahnklinik sei laut Ministerium ein Bereich freigemacht worden, der für die Krebsforschung adaptiert werden soll. Die Gelder habe man der MedUni schon zur Verfügung gestellt.



Forschen in der Abstellkammer

Sie hat einen guten Ruf, erhält mehr Geld – dennoch sind die Zustände mitunter desolat

    Wien
    "Das AKH wird abgewirtschaftet"
    19

    Rechnungshof
    Ernüchternde Diagnose für das AKH
    19

    Leitartikel
    Sanierungsfall AKH
    7

    AKH
    Ein Spital wie Tag und Nacht

Leitartikel
Sanierungsfall AKH

Top-Ärzte protestieren in einem offenen Brief – prangern aber nur einen Teil der Missstände an.

Theoretisch könnte das Wiener AKH das beste Spital der Welt sein: Kein anderes Krankenhaus bietet ein so großes Leistungsspektrum und stellt den Patienten rund um die Uhr so viele Top-Mediziner zur Verfügung. Doch das Gebäude ist merklich in die Jahre gekommen, Jobs bleiben unbesetzt. Ein schleichender Niedergang hat eingesetzt.

Führende AKH-Ärzte beklagen das in einem offenen Brief. Sie fürchten, dass das nötige Geld in die neue Linzer Meduni fließen wird. Viel schwerer wiegt aber anderes: Die Stadt Wien lässt lieber sehr viel Geld in ihr neues Prestigeprojekt, das Krankenhaus Nord, fließen: Mittel, die dem AKH fehlen. Dessen Führungsspitze – sowohl im Spitalsbetrieb als auch an der Universität – ist so schwach wie seit Jahrzehnten unverändert. Das Betriebsklima gilt als verbesserungsfähig. Und allen ist klar, dass der Spagat zwischen Patientenversorgung und Uni-Betrieb auf Kosten der Forschung geht.

Für Jungärzte ist das AKH kein attraktiver Arbeitsplatz mehr. Sie verdienen hier weniger als anderswo, müssen sich aber für den AKH-Job alle fünf Jahre neu bewerben. Detail am Rande: Die unverzichtbare Weiterbildung auf Kongressen, früher auf Einladung der Pharmaindustrie, muss nun aus privater Tasche bezahlt werden. Die MedUni sollte für Jungforscher einspringen, kann es aus Geldmangel aber nicht. Die Turnusausbildung ist, nebenbei bemerkt, in ganz Österreich desaströs, in Deutschland funktioniert sie schneller und besser. Kein Wunder, dass die Allerbesten unter den Jungen an renommiertere Unis ins Ausland flüchten.

Das AKH ist noch immer in vielen Bereichen, etwa bei Transplantationschirurgie oder Onkologie, Weltklasse. Aber diese Position wird aufs Spiel gesetzt. Es ist ein Armutszeugnis der Gesundheitspolitik in Stadt und Land, dass niemand daran interessiert ist, den einstigen Weltruf der „Wiener Medizinischen Schule“ wiederherzustellen.

Linz
OÖ muss bei MedUni kräftig mitzahlen

„Wir haben einen ganz wesentlichen Etappensieg errungen“, jubelte Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) am Dienstag. Und er  gab sichtlich euphorisch wieder einmal seine Lieblingsvolksweisheit von der schweren Geburt, bei der die schönsten Kinder zur Welt kämen, zum Besten.

Auslöser für des Landesvaters Hochstimmung war der Ministerrat, der kurz davor eine 15a-Vereinbarung (Vertrag zwischen Bund und Land, Anm.) zur Gründung einer Medizinischen Fakultät in Linz beschlossen hatte. Die Bundesregierung erfüllte damit nicht nur eine langjährige Forderung Oberösterreichs, sondern auch ein persönliches Herzensanliegen Pühringers. Mit seinem ganzen politischen Gewicht hatte er sich in den vergangenen Monaten auf Landes- und Bundesebene dafür eingesetzt.

Die Erleichterung war ihm  anzusehen. „Das ist das wichtigste Zukunftsprojekt, das wir derzeit haben“, versicherte er und lobte den „Kampfgeist“, der parteiübergreifend dafür an den Tag gelegt worden sei: „Wir haben exzellente Arbeit geleistet und ein hervorragendes Konzept entwickelt.“ Das „Ja“ des Ministerrats für die Errichtung der Medizinischen Fakultät sei die Bestätigung.
Noch keine Rechtskraft

Linz und OÖ würden sich damit aber nicht zufrieden geben, sondern als „Nettozahler in alle Kassen dieser Republik“ langfristig auch eine Voll-Universität anstreben.
Pühringer kündigte an, sofort mit konkreten Umsetzungsarbeiten beginnen zu wollen – obwohl die 15a-Vereinbarung noch den Nationalrat passieren muss, damit sie endgültig Rechtskraft erlangt. Die Abstimmung wird erst nach der Nationalratswahl stattfinden. Pühringer: „Ich gehe aber fix davon aus, dass das, was vor der Wahl beschlossen wurde, auch nach der Wahl noch gilt“.

Das Land OÖ und seine Gemeinden beteiligen sich an den Infrastrukturkosten mit 127,5 Millionen Euro, der Bund zahlt 18,4 Millionen. Bis 2027 tragen Land und Gemeinden auch die jährlichen Erhaltungs- und Reinvestitionskosten. Ab 2028 gehen diese auf den Bund über.  Bis 2045 stellt OÖ insgesamt 225 Mio. Euro zur Verfügung.
Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SP) präsentierte sich am Dienstag ebenfalls ungewohnt überschwänglich. „Ich glaube, dass der  Beschluss einer der wichtigsten Meilensteine für OÖ und Linz  in diesem Jahrhundert darstellen wird.“ Für die drittgrößte Stadt Österreichs sei es ein Muss gewesen, endlich eine universitäre Medizinerausbildung anbieten zu können. „Bisher waren wir benachteiligt.“

(Kurier) Erstellt am 13.08.2013, 19:00

http://kurier.at/chronik/wien/aerzte-warnen-vor-ruin-des-akh/22.700.767?utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_term=daily_kurier&utm_campaign=daily%20kurier%202013-08-14

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AKH Wien, wird es jetzt besser?
« Antwort #14 am: 31. August 2013, 15:40 »



 Das AKH bekommt eine gemeinsame Führung 2015 soll das Kompetenzen-Wirrwar zwischen Bund und Stadt Wien vorbei sein
   
Das jahrzehntelange Führungschaos im Wiener AKH  könnte bald zu Ende sein. Flankiert von einem Dutzend  Klinikchefs präsentierten am Donnerstag Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) und MedUni-Rektor Wolfgang Schütz  eine Vereinbarung, mit der die Leitung von Österreichs größtem Spital völlig umgekrempelt werden soll.

Der Hintergrund: Das AKH ist städtisches Spital und Medizinische Uni in einem. Für das Pflegepersonal ist die Stadt, für die Ärzte der Bund Dienstgeber. Beide Player verfolgen unterschiedliche Interessen und agierten bisher völlig getrennt voneinander.

Die Folge: Doppelgleisigkeiten, Fehlplanungen und unnötige Mehrkosten bei der Behandlung von Patienten. Dies hatte zuletzt auch der Rechnungshof scharf kritisiert (der KURIER berichtete).

Damit soll jetzt Schluss sein. Anfang 2015 bekommen AKH und MedUni eine gemeinsame Betriebsführung. Sie wird mit Vertretern von Stadt und Bund paritätisch besetzt, die medizinische Leistungen, Personal und Budgets gemeinsam planen. Zudem wird es eine Geschäftsordnung geben, in der Aufgaben und Kompetenzen verbindlich und transparent festgelegt werden.
Finanzierung

Bund und Stadt teilen sich auch weiterhin die Finanzierung des Spitals, wobei derzeit die Stadt für rund zwei Drittel der Mittel aufkommt. Dies dürfte vorerst so bleiben. Neu ist aber, dass beide Geldströme in einen gemeinsamen, zentralen Budget-Topf fließen. Somit wird der laufende Spitalsbetrieb künftig aus einer Hand finanziert.
Die MedUni und die Stadt sollen auch die Kosten für eine Investitionsoffensive übernehmen. Sie ist notwendig, weil Teile des Spitals nach 20 Jahren Betrieb bereits veraltet sind.

Wie hoch dieser Reinvestitionsbedarf ist, soll laut Wehsely spätestens Anfang 2014 fest stehen. „Auch das Wissenschaftsministerium wird sich klar dazu bekennen müssen“, fordert der prominente Krebsspezialist Christoph Zielinski, Leiter der Universitätsklinik für Innere Medizin I.

Im Ministerium gibt man sich zurückhaltend: Grundsätzlich sei die Absichtserklärung „zielführend“. Gleichzeitig behalte man sich das Recht vor, den endgültigen Vereinbarungstext noch zu prüfen.

Für den Wiener Gesundheitsökonomen Ernest Pichlbauer ist das vorliegende Papier ... http://kurier.at/chronik/wien/das-akh-bekommt-eine-gemeinsame-fuehrung/24.693.436

   
winfried huber
Vor 1 Tag
diese überlegungen bzw absichtserklärungen gibt es zumindest seit 2005.
geschehen ist seit damals nichts. und die grundlagen für die vergeudung von steuergeldern und ressourcen liegen wie meist in der politik.
eine rote stadt und ein schwarzes ministerium sind einmal im spannungsfeld von politischer macht, versorgungspostenbeschaffung für parteigänger und partiell ökonomischer unfähigkeit nicht besonders geeignet funktionell und betriebwirtschaftlich zu agieren.

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AKH-Wien: Beinahe täglich negativen Schlagzeilen
« Antwort #15 am: 27. Oktober 2013, 01:06 »




VP-Korosec ad AKH: Frau Stadträtin - Sie sind zum Wohle der Wiener Bevölkerung zum Handeln aufgerufen!
Wehsely hat einen Versorgungsauftrag zu erfüllen - Wenn notwendig sind auch weitere Mittel der Stadt Wien einzubringen

Wien (OTS) - "Es ist unglaublich, dass man sich beinahe täglich mit negativen Schlagzeilen aus dem AKH Wien beschäftigen muss!", prangert
die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, Landtagsabgeordnete Ingrid
Korosec, die Personalsituation im Allgemeinen Krankenhaus Wien an.

Das AKH ist zweifelsohne in vielerlei Hinsicht eines der
herausragendsten Spitäler Europas. Dies sollte aber auch 2030, nach
Abschluss der Wehsely Gesundheits-Maßnahmen, noch so sein.

Ein Managementfehler jagt den nächsten. Angeprangert von Kontrollamt,
Rechnungshof, Gesundheitsexperten und mit Nachdruck auch von den
Oppositionsparteien.

"Gerade das Kontrollamt hat für das AKH viele Vorschläge der
Opposition aufgegriffen und auf Umsetzung gepocht. Geschehen ist
allerdings reichlich wenig in den letzten Jahren!", so Korosec
weiter.

Einer dieser Vorschläge war die Einsetzung von Personal im
administrativen Bereich. Somit würden sowohl Ärzte, als auch
Pflegepersonal wieder ihrem ureigensten Arbeitsauftrag Folge leisten
können - sich den Patienten anzunehmen!

Auf die Umsetzung dieses Vorschlages warten selbst die Wienerinnen
und Wiener, sobald Sie in die missliche Lage kommen ins AKH gehen zu
müssen. Denn die Wartezeiten haben sich in den letzten Jahren nicht
gerade verkürzt.

"Frau Stadträtin, Sie sind in vielerlei Hinsicht zum Handeln
aufgefordert! Es geht schlussendlich um das Wohl der Bewohner dieser
Stadt!", so Korosec abschließend.

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Engagement der Ärzte hat AKH am Laufen gehalten
« Antwort #16 am: 27. Oktober 2013, 01:08 »




ÖÄK-Vize Mayer: Engagement der Ärzte hat AKH am Laufen gehalten

Mehr Ärzte unerlässlich für spitzenmedizinische Versorgung der Patienten



Wien (OTS) - Dass die Senkung der maximalen durchgängigen
Dienstzeiten der Ärzte im Wiener AKH nun zu Engpässen in der
Patientenversorgung führt, dürfe natürlich nicht zur Dauerlösung
werden, erklärte der Obmann der Bundeskurie angestellte Ärzte und
Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer,
am Freitag in einer Aussendung.

Allerdings zeige diese Entwicklung eindeutig, dass das größte Spital
Österreichs zuletzt wohl nur noch deshalb funktioniert habe, weil die
gesamte Ärzteschaft vom Turnusarzt aufwärts über Jahre hinweg ein
enormes Engagement an den Tag gelegt habe. "Das ging immer mehr auf
Kosten der Gesundheit der Ärztinnen und Ärzte, letztlich aber auch
zulasten der Patienten. Denn es sagt einem ja der Hausverstand, dass
selbst der fitteste Arzt nach 24 Stunden Dauereinsatz nicht noch
einmal acht Stunden Dienst am Patienten in vollster Konzentration
absolvieren kann", so Spitalsärzte-Chef Mayer.

Die Kürzung der Maximaldienstzeiten auf das annehmbare Maß von 25
Stunden sei daher längst fällig gewesen. Gleichzeitig müsse es den
politisch Verantwortlichen aber klar sein, dass sich Qualität und
Umfang der spitzenmedizinischen Versorgung nur mit entsprechend mehr
Personal aufrechterhalten lassen. Es sei zu hoffen, dass die von
Medizinuni-Rektor Wolfgang Schütz in Aussicht gestellte personelle
Aufstockung des ärztlichen Personals möglichst rasch umgesetzt werde.
(ar)

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AKH Wien: Renovierung
« Antwort #17 am: 27. Oktober 2013, 01:10 »




FP-Lasar zu AKH-Renovierung: Es braucht dringend einen Personal- und Finanzplan!

Einheitliche Führung ist das Um und Auf



Wien (OTS/fpd) - "Ohne Controlling ist der nächste AKH-Skandal so gut
wie vorprogrammiert"
, sagt heute der Wiener FPÖ-Stadtrat David Lasar
bezugnehmend auf die angekündigte Renovierung des Allgemeinen
Krankenhauses. "Allein die Budgetierung von Baukosten durch die Stadt
Wien ist immer falsch! Wer soll die denn noch glauben? Abgesehen
davon, dass sich eine Budgetprognose über 15 Jahre gar nicht
erstellen lässt", so Lasar, der außerdem festhält, dass sehr viele
Fragen noch offen sind. Etwa, warum bisher so lange Zeit nichts
gemacht wurde? Wer hat hier geschlafen? Und: Wenn derzeit Personal
eingespart wird, weil kein Geld vorhanden ist, mit welchen Mitteln
soll dann bitte renoviert werden? "Ohne einheitliche Führung und
klare Strukturen wird das jedenfalls ein sehr teures und
entbehrliches Abenteuer", fordert Lasar abschließend endlich einen
ordentlichen Personal- und Finanzplan sowie eine einheitliche Führung
für das größte Spital Österreichs.

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AKH Wien, ständig brennt der Hut
« Antwort #18 am: 27. Oktober 2013, 01:12 »




AKH: Offener Brief von Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres an Patientenanwältin Sigrid Pilz
Ärztekammer kritisiert scharf Pauschalverurteilungen von Ärztinnen und Ärzten der MedUni Wien



Wien (OTS) - Im Zuge der jüngsten Diskussionen rund um die MedUni
Wien/AKH sowie zum Vorwurf der Wiener Pflege- und
PatientInnenanwaltschaft, wonach Ärztinnen und Ärzte im AKH ihre
Tätigkeit im Spital vernachlässigten, da sie Nebenbeschäftigungen
nachgingen, hat Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres an
Patientenanwältin Sigrid Pilz einen offenen Brief gesendet, in dem er
sich unter anderem gegen Pauschalverurteilungen der gesamten
Ärzteschaft im AKH verwehrt. ****

Nachstehend der offene Brief im vollen Wortlaut:

"Sehr geehrte Frau Dr. Pilz,

ihre in den vergangen Tagen mehrfach geäußerte Meinung, die
Ärztinnen und Ärzte des AKH wären wegen ihrer Nebenbeschäftigungen
nicht in der Lage, ihrer eigentlichen Tätigkeit an der MedUni
Wien/AKH entsprechend nachzukommen, widerspreche ich entschieden:

1. Die besonders belasteten Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung
können aufgrund ihrer fehlenden Berufsberechtigung gar keine
Ordination eröffnen.
2. Nebenbeschäftigungen an der MedUni Wien sind klar geregelt (...)
und dürfen nur außerhalb der Dienstzeit im Ausmaß von maximal zehn
Stunden pro Woche ausgeübt werden.
3. Nur ein kleiner Teil der Mitarbeiter hat überhaupt eine
Nebenbeschäftigung (wienweit geben lediglich 35 Prozent der
angestellten Ärztinnen und Ärzte an, eine Nebenbeschäftigung
auszuüben, dabei sind gelegentliche Tätigkeiten auch inkludiert)
4. Nur eine ganz kleine Zahl an Kolleginnen und Kollegen ist so
bekannt, dass sie eine Privatordination von nennenswerter Größe
führen.

Ich denke, dass die oben aufgezählten Argumente Ihre Vorwürfe
schlüssig widerlegen. Ich ersuche sie daher, von Pauschalurteilen
gegen sämtliche Ärztinnen und Ärzte der MedUni Wien/AKH Abstand zu
nehmen und auch nicht Einzelfälle ("Arzt war im Dienst nicht
auffindbar") dazu zu verwenden, sämtlichen Ärztinnen und Ärzten
implizit Dienstverfehlungen vorzuwerfen.

Für etwaige Detailinformationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Hochachtungsvoll,
ao.Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres,
Präsident der Ärztekammer für Wien"

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AKH-Wien: Auf Kosten der Patienten eine Fehlplanung nach der anderen
« Antwort #19 am: 27. Oktober 2013, 01:14 »




Ärztekammer sieht Töchterle "weit weg von der Realität"

Wiener AKH benötigt mehr Geld - Gesprächsverweigerung des Wissenschaftsministers ist kein Lösungsansatz



Wien (OTS) - Die im Rahmen der aktuellen Debatte um mehr Personal an
der MedUni Wien/AKH getätigte Aussage von Wissenschaftsminister
Karlheinz Töchterle, wonach Probleme nicht immer durch mehr Geld
gelöst würden, wird vom Vizepräsidenten der Ärztekammer für Wien,
Hermann Leitner, entschieden zurückgewiesen. "An der MedUni Wien
fehlen Ärztinnen und Ärzte, um einen optimalen Spitals- und
Ambulanzbetrieb aufrechtzuerhalten, und dafür benötigt man eben mehr
Geld." Alles andere sei "weit weg von der Realität". ****

Es könne kein Lösungsansatz sein, jeglicher Debatte "einfach aus
dem Weg zu gehen, indem der Wissenschaftsminister darauf hinweist,
dass sein Ministerium bereits in der letzten Leistungsperiode 15
Prozent mehr Geld gegeben hat", ist Leitner überzeugt. Denn trotz
neuer Betriebsvereinbarung sei man noch immer weit entfernt von der
EU-Richtlinie mit einer Arbeitszeit von 48 Wochenstunden für alle
Ärztinnen und Ärzte. Um diese Richtlinie umzusetzen und somit auch
allen Patientinnen und Patienten eine vollwertige Behandlung zu
ermöglichen, benötige es einfach mehr Personal, sprich: "Mehr Geld
für das AKH", so Leitner.

Komme es zu keiner Lösung, müsse den politisch Verantwortlichen
klar sein, dass es dann auf zwei Szenarien hinauslaufe, nämlich
"völlig überforderte, nicht ausgeruhte Ärztinnen und Ärzte mit
erhöhter Burn-out-Quote und angeschlagener Gesundheit, oder eine
deutliche Reduktion der Leistungen für die Patientinnen und
Patienten". (kmc)

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Und wieder:

Keine Besserung für ewig wartende Patienten!

Unhaltbare Zustände bei den Ärzten, "von unten bis oben"!






Husslein: „AKH geht vor die Hunde“


http://wien.orf.at/news/stories/2609678/

Wegen einer neuen Betriebsvereinbarung zu den Ärzte-Dienstzeiten an der MedUni Wien kommt es zu Engpässen bei der Patientenversorgung im AKH. Für Peter Husslein von der Universitäts-Frauenklinik „geht das Spital vor die Hunde“.

Maßgebliche Klinikchefs beklagen einen katastrophalen Personalmangel, der zu längeren Wartezeiten und geringeren Kapazitäten bei der Behandlung führt. „Mir tut es leid, dass dieses wunderbare Spital vor die Hunde geht. (...) Dieses Spital wird heruntergewirtschaftet“, erklärte Peter Husslein, Vorstand der Universitäts-Frauenklinik der MedUni Wien im AKH, gegenüber der APA.

Ein anderer Klinikchef bestätigte die Aussagen Hussleins mit einer immer schlechter werdenden Situation: „Das AKH geht den Bach runter. Die medizinischen Standards sind wegen der neuen Dienstregelungen längst verlassen.“ 15 bis 20 Prozent an Kapazitäten sollen bei den Ärzten fehlen.
Arbeitszeit am Patienten reduziert

Wolfgang Schütz, Rektor der MedUni und damit Arbeitgeber der Ärzte an den Uni-Kliniken, sieht dagegen „keine Gefahr“: „Das höhere Gut sind ausgeruhte Ärzte. Wir hoffen, das jetzige Defizit (an verfügbaren Ärzten; Anm.) wieder ausgleichen zu können“. Der Hintergrund sei eine neue Betriebsvereinbarung auf der Basis des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes. Damit wird die durchgängig mögliche Arbeitszeit eines Arztes am Patienten von ehemals 32 Stunden auf höchstens 25 Stunden reduziert. Dies betrifft die Nachtdienste.

Laut Schütz hätten die Ärzte der Uni-Kliniken im Wiener AKH ehemals bis zu 72 Wochenstunden absolviert. Da wäre mit 32 Stunden Dienst (acht Stunden Tagdienst, 16 Stunden Bereitschaftsdienst/Nachtdienst plus noch einmal acht Stunden Tagdienst) bereits die Frage der Unverantwortbarkeit entstanden.

Die neue Betriebsvereinbarung gilt seit 1. September 2013. Der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres, ehemals selbst Betriebsrat, bezeichnete die Grundsätze der neuen Vereinbarung als gut – vor allem, weil damit annehmbare Dienstzeitenregelungen verbunden und auch Platz für Forschung sei.
Operationen werden verschoben

Die von allen Betroffenen auch zugegebene Kehrseite ist der offenbare ärztliche Personalmangel an den Wiener Universitätskliniken – vor allem zu den „Stoßzeiten“ am Vormittag. Der Grund: Mit der Betriebsvereinbarung geht jeder Arzt nach einem Nachtdienst und Dienstübergabe aus dem „patientenbezogenen Dienst“. An der Uni-Klinik bzw. an der MedUni Wien soll und kann er dann seine Forschungsarbeit bzw. die Lehre betreiben.

Bisher gab es an den Wiener Universitätskliniken 173 Ärzte im Nachtdienst. Diese Mediziner fehlen am Tag nach dem Nacht-/Bereitschaftsdienst für die Patientenversorgung. Das Beispiel der Wiener Universitäts-Frauenklinik, auch eine der größten Entbindungskliniken: Es gibt jede Nacht neun diensthabende Ärzte. Sie fallen am nächsten Vormittag aus. Die Anästhesie hat laut einem Klinikchef 24 diensthabende Ärzte in der Nacht – und die fehlen dann ebenfalls jeden Tag. So stehen beispielsweise Operationssäle leer, Operationen werden verschoben.

MedUni-Wien-Rektor Schütz hatte am Dienstag eine Aussprache mit mehreren Abteilungsleitern. Man arbeite daran, „das jetzige Defizit wieder auszugleichen". Dies sei bis 1. März kommenden Jahres geplant. Zehn bis 15 Prozent der Nachtdienste sollen eingespart werden, damit wären von den 173 Ärzten im Nachtdienst am nächsten Tag mehr als derzeit zur Verfügung. Zusätzlich wolle man den Ärztestand insgesamt erhöhen: „Wir werden nicht bei eins zu eins zur alten Situation gelangen. Aber ich sehe keine Gefahr.“
Mediziner mit Rahmenbedingungen unzufrieden

Im Hintergrund werden von den kritisch eingestellten Klinikchefs der MedUni Wien auch die gesamten Rahmenbedingungen an der Universität beklagt. An den Universitätskliniken und somit im AKH solle Lehre, Forschung und Spitzenmedizin betrieben werden. Für die Gemeinde Wien ist seien sie eben ein „Allgemeines Krankenhaus“.

In der Mediziner-Ausbildung solle bei mehr Studenten in Kleingruppen gelehrt werden. Die Qualitätszertifizierung des Krankenhauses koste Personal. Und, so ein Abteilungsleiter: „Die Patienten werden anspruchsvoller. Wir haben mehr Patienten, die sich beschweren. Das kostet auch Personal. Dabei wird die Zahl der Stellen reduziert und wir haben die neue Betriebsvereinbarung – noch dazu.“

Peter Husslein zog folgende Bilanz: „Das System zerbröselt. Wir sind vor 25 Jahren in das Neue AKH eingezogen. Es ist einleuchtend, dass man es generalsanieren und Re-Investitionen von 1,5 Milliarden Euro tätigen muss. So kann es nicht weitergehen.“ Statt ein neues „Krankenhaus Nord“ zu bauen, sollte die Gemeinde Wien besser darauf achten, die Universitätskliniken und somit das AKH nicht zu vernachlässigen. Der Gynäkologe: „Es ist jedem in Wien zuzumuten, über die Gürtelbrücke ins AKH zu fahren. Die Patienten in Wien wollen das AKH.“
Ministerium: Mehr finanzielle Mittel

Das Wissenschaftsministerium verwies zur Knappheit beim Ärztepersonal auf die gestiegenen finanziellen Mitteln für die MedUni Wien. „Für die aktuelle Leistungsvereinbarungsperiode (2013 – 2015) stellt das Ministerium der Med-Uni Wien rund 950 Millionen Euro zur Verfügung“, hieß es in einer Aussendung.

An der Medizinischen Universität Wien und dem AKH würden – wie auch das vor kurzem erschienene "Times Higher Education Ranking“ zeige – Lehre und Forschung auf höchstem Niveau betrieben. Dem sei mit dem Budget Rechnung getragen worden. Das Ressort in einer Aussendung zu den 950 Millionen Euro an Aufwendungen: „Das entspricht einer Steigerung von 128 Millionen Euro und einer überdurchschnittlichen Budgetsteigerung von 15,6 Prozent im Vergleich zur Vorperiode (der Durchschnitt der 21 Unis beträgt 13,1 Prozent Budgetsteigerung).“

Die derzeitigen Diskussionen seien an der MedUni Wien selbst zu führen: „Die Betriebsvereinbarung, deren Grundsätze beispielsweise auch vom Wiener Ärztekammerpräsidenten und ehemaligen Betriebsrat Thomas Szekeres befürwortet werden, wurde zwischen dem Rektorat und dem Betriebsrat ausverhandelt und wird folglich auch von diesen beiden Partnern verantwortet.“

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Jöh: Häupl rügt Klinikchef Husslein in Sachen AKH
« Antwort #21 am: 27. Oktober 2013, 01:24 »
xxc09fzz


http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/582401_Haeupl-ruegt-Klinikchef-Husslein-in-Sachen-AKH.html


Häupl rügt Klinikchef Husslein in Sachen AKH


Anm.: Herr Bgmst., wir laden Sie ein, einmal die für Krebspatienten mit Mehrfachproblemen die Ambulanzen zu besuchen!

Auch in Stationen nehmen wir Sie mit!

Auch in "Ihre" Weana Lokale führen wir Sie, denn rund 75 % sorgen wegen notorisch gesetzwidrigen Nicht-Nichtraucherschutz für 40 % aller Krebserkrankungen!

Wo bleibt da Ihr "Macht-Wort?"




Wien. Zur Diskussion um den Zustand des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH) bzw. den angeblichen Personalmangel und befürchtete Versorgungsengpässen hat sich am Dienstag auch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) geäußert und dabei Frauenklinik-Vorstand Peter Husslein kritisiert. Dieser hatte vor einigen Tagen beklagt, "dass dieses wunderbare Spital vor die Hunde geht". "Ich halte solche Äußerungen für völlig kontraproduktiv", konterte Häupl. Die Ansicht Hussleins "steht mit Sicherheit auch als Einzelmeinung da".

Er sei "zutiefst davon überzeugt", dass das AKH sowie die Spitäler des städtischen Krankenanstaltenverbunds (KAV) "ausgezeichnete Arbeit" leisteten, versicherte Häupl. Insofern sehe er in der "Beschimpfung der eigenen Arbeit" überhaupt keinen Sinn. Es sei klar, dass man sich immer wieder zusammensetzen müsse, um darüber zu reden, wie die maximale logistische und organisatorische Effizienz erreicht werden könne. Es gebe aber sowieso ein Einverständnis zwischen den Trägern des AKH - also der Stadt und der Medizinischen Universität bzw. deren Geldgeber, dem Wissenschaftsministerium - dahingehend, eine gemeinsame Betriebsführung für Österreichs größtes Krankenhaus einzuführen. Die Eckpunkte des entsprechenden Plans, der bis 2015 umgesetzt werden soll, wurden von den beiden Partnern bereits Ende August vorgestellt.
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2013, 01:40 von admin »

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AKH-Wien - Offener Brief
« Antwort #22 am: 27. Oktober 2013, 01:35 »



Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Mittwoch, 23. Oktober 2013 12:08
An: 'Martin Susani'; 'post_akh_vdr@akhwien.at'; 'post_akh_adr@akhwien.at'; 'peter.husslein@meduniwien.ac.at'; Christoph.Zielinski@meduniwien.ac.at; gabriela.kornek@meduniwien.ac.at; Shahrokh.SHARIAT@meduniwien.ac.at; 'Gero.Kramer@meduniwien.ac.at' (Gero.Kramer@meduniwien.ac.at); ass.-Prof. Priv. Doz. Dr. Herwig Ralf (ralf.herwig@meduniwien.ac.at); 'joerg.schmidbauer@meduniwien.ac.at'
Cc: michael.haeupl@wien.gv.at; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at

Betreff: AKH, quo Vadis



Sehr geschätzter Herr Prof. Dr. Susani,
sehr geehrte Damen und Herren,


danke für Ihre Mitteilung. Leider war es bei meinen mehrfachen ambulanten und stationären Aufenthalten in den letzten Wochen nicht möglich, Ihren Befund zu erhalten. Auch für meine "betreuenden Ärzte" nicht. Ebenso ein Befund aus dem SMZ-Ost (Tbc-Test). Erst vorgestern gelang es MIR.

Nach gestrigem Treffen einer meiner Krebs-Selbsthilfegruppen
Die dzt. Meldungen über das AKH über Personalmangel nach Arbeitszeitbeschränkungen sind uns Tumorpatienten seit einiger Zeit bekannt. Auch über die Auswirkungen wurde in unseren Krebs-Selbsthilfegruppen schon mehrfach von Patienten und Angehörigen berichtet, leider!

Professoren und Oberärzte sind schon lange zu Hilfsarbeiter degradiert, denn sie

müssen Röntgenbefunde selbst beim Zentralröntgen holen,
müssen selbst Patientenakten suchen,
müssen selbst Routine-Blutabnahmen machen,
haben keine Zeit für Jause oder erst um 15h für Mittagessen,
müssen Patienten an der Hand herumführen (kein Sitz-Rollstuhl),
müssen selbst wartende Patienten "irgendwo" suchen,
sollten x-Sprachen kennen/können,
müssen selbst nach elektronischen internen und externen (KAV) Befunden im AKIM suchen (nicht überall möglich, teils nicht darauf geschult),
müssen selbst unsaubere Hilfsmittel vom Boden aufsammeln und entsorgen, bzw. bleibt dies stundenlang verstreut liegen,
haben (fast) keine Zeit für Forschung,
müssen Visiten weitergeben,
etc., etc.,
und dies selbstverständlich egal ob im Zusammenhang mit Kassenpatienten oder Privatpatienten,

und stehen dadurch unter enormen Stress, was die Krebspatienten meist sehen und teils spüren, obwohl man trotzdem versucht, freundlich und aufklärend zu sein. Aber die Zeit und das Hilfspersonal fehlt!

Auf Grund dieser unguten Situation, und vor allem dass sich etwas ändert,

erlaube ich mir dieses Email - mit der Bitte um Stellungnahme - "Entscheidungsträgern" zu senden.

Wir bitten um Verständnis!


Mit herzlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, KR.

           
                                K f K
       Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                             Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
         Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
         Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
         info@krebspatienten.at   www.krebsforum.at
      Initiative Rauchfreie Lokale: www.rauchsheriff.at
                Dietmar Erlacher, Bundesobmann
Bereits 460.000 Zugriffe/Monat auf www.krebsforum.at

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AKH Wien: Sehr geschätzter Herr Professor Husslein .......
« Antwort #23 am: 27. Oktober 2013, 01:39 »




Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Mittwoch, 23. Oktober 2013 14:26
An: 'Meduni Husslein'
Betreff: AKH, Professor Husslein


Sehr geschätzter Herr Professor Husslein,

danke für die sehr schnelle Antwort!

Als Krebspatientenvertreter (seit 12 Jahren, bundesweit knapp 17.000 Mitglieder) liegt mir nicht nur das Wohl der Patienten am Herzen. Als Unternehmer seit 30 Jahren weiß ich auch, dass das "Gesamte Rundherum" passen muss, da es sonst wieder zu Lasten der Patienten "Probleme gibt".

Gerne bin ich tel. und/oder persönl. bereit mit Ihnen/mit einem Gremium zu sprechen, binde mich auch als Krebspatient(envertreter) gerne ein, um schließlich das Bestmögliche für alle Beschäftigte und alle Patienten im AKH zu erreichen.

Ich bin übermorgen Freitag wieder erreichbar (Tel. 0650-577-2395).

Mit freundlichen Grüßen

KR. Dietmar Erlacher


------------------------------------------------------


Von: Meduni Husslein [mailto:Meduni@husslein.at]
Gesendet: Mittwoch, 23. Oktober 2013 13:53
An: info@krebspatienten.at
Betreff:


leider sehr zutreffendes mail...

wuerde gerne ........

liebe gruesse peter husslein


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AKH Wien, Sofortmaßnahmen gefordert
« Antwort #24 am: 27. Oktober 2013, 01:42 »





FP-Frigo fordert Sofortmaßnahmen für Wiener AKH

Versorgungs- und Forschungsauftrag muss erfüllt werden




Wien (OTS/fpd) - Erst im Jahr 2015 soll es den ersten Schritt zur
gemeinsamen Betriebsführung von Bund und Gemeinde Wien für das AKH
geben. Bis dahin bleibt laut SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely alles
beim Alten. "Das ist eine gefährliche Drohung für jeden Patienten",
sagt heute der Wiener FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Univ.-Prof. Dr.
Peter Frigo, "ein Drittel der Betten im AKH ist gesperrt, weil es
kein Personal dafür gibt. Überhaupt gibt es viel zu wenige Ärzte,
Krankenschwestern und OP-Gehilfen, weshalb die Wartezeiten gerade in
den Ambulanzen ein unerträgliches Ausmaß angenommen haben."

Frigo verweist daher einmal mehr auf den Versorgungsauftrag, den das
AKH von der Stadt Wien habe sowie den Forschungsauftrag seitens des
Wissenschaftsministeriums. "Diese gilt es auch zu erfüllen, was unter
den derzeitigen Bedingungen einfach unmöglich ist. Es besteht akuter
Handlungsbedarf. Wehsely muss jetzt Sofortmaßnahmen setzen und darf
nicht weiter auf Zeit spielen."