Autor Thema: Neue Therapie gegen Darmkrebs?  (Gelesen 3554 mal)

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Josef

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Neue Therapie gegen Darmkrebs?
« am: 03. Dezember 2010, 12:05 »

Chlorophyll: Zehnmal wirksamer gegen Krebs als Chemotherapie

Dieser Text wurde veröffentlicht am 29.11.2010 um 12:07 Uhr Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Warum Chlorophyll und damit grüne Pflanzen Krebs heilen können. Neueste Forschungen des Linus-Pauling-Insituts der Oregon State University lassen vermuten, dass natürliche Substanzen wie etwa der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll oder Selen aus Knoblauch und der Paranuss im Kampf gegen Krebserkrankungen eine möglicherweise viel bedeutendere Rolle spielen könnten, als man bislang angenommen hatte.

Chlorophyll tötet Darmkrebs nachhaltiger als Chemotherapie

Eine Studie – veröffentlicht im International Journal of Cancer – untersuchte die Aktivität von Chlorophyllin, einem Chlorophyll -Derivat. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass es im Vernichten von Darmkrebszellen zehnmal wirksamer war als das chemotherapeutische Medikament Hydroxyurea, das normalerweise während der Krebsbehandlung eingesetzt wird.

Beide Substanzen – die chemische und die natürliche – töteten die Krebszellen, indem sie ein und dieselbe Zellteilungsphase blockierten, und zwar durch die Reduzierung des für die Zellteilung unverzichtbaren Enzyms Ribonukleotidreduktase (RNR). Professor Rod Dashwood, Direktor des Cancer Chemoprotection Program am Linus-Pauling-Insitut sagt:

    „Mit den Chlorophyllin-Dosen, die wir in unseren Versuchen benutzten, war das Chlorophyllin in der Lage, die Aktivität dieser Enzyme nahezu vollständig zu stoppen.“

........................http://www.zentrum-der-gesundheit.de/chloropyllin-ia.html?et_cid=19&et_lid=640890

« Letzte Änderung: 03. Dezember 2010, 12:09 von Josef »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

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Bandwurmmittel stoppt Metastasen bei Dickdarmkrebs
« Antwort #1 am: 22. Juni 2011, 20:31 »
Forschung: Bandwurmmittel stoppt Metastasen bei Dickdarmkrebs

Ein Wirkstoff, der seit rund 60 Jahren als Medikament gegen Bandwürmer eingesetzt wird, wirkt offenbar auch gegen Metastasen bei Dickdarmkrebs. Das haben jetzt Untersuchungen mit Mäusen ergeben.

21.06.2011

http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,oid,33670/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/~/Bandwurmmittel_stoppt_Metastasen_bei_Dickdarmkrebs.html

Jutta

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Darmkrebs und GIST
« Antwort #2 am: 23. November 2012, 21:51 »



Multi-Kinase-Inhi­bitor überwindet Resistenz bei Darmkrebs und GIST

Freitag, 23. November 2012

Löwen/ Boston – Die US-Arzneibehörde FDA hat im September den Multi-Kinase-Inhibitor Regorafenib (als Stivarga) zur Behandlung des resistenten Kolorektalkarzinoms zugelassen. Die jetzt publizierten Ergebnisse der Zulassungsstudie lassen allerdings nur einen geringen Überlebensgewinn bei hoher Toxizität erkennen. Vielversprechender könnte der Einsatz bei den selteneren gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) sein.

Regorafenib und seine aktiven Metaboliten hemmen eine lange Liste von membran­gebundenen oder intrazellulären Kinasen. Die FDA zählt auf: RET, VEGFR1, VEGFR2, VEGFR3, KIT, PDGFR-alpha, PDGFR-beta, FGFR1, FGFR2, TIE2, DDR2, Trk2A, Eph2A, RAF-1, BRAF, BRAFV600E, SAPK2, PTK5 und Abl-Stoffwechselwege. Diese Kinasen greifen in die Entwicklung und das Wachstum von Karzinomen ein. Sie steuern aber auch normale Zellfunktionen. Regorafenib bietet sich deshalb als Therapie an für Patienten, deren Tumoren eine Resistenz gegen einzelne Kinase-Inhibitoren entwickelt haben. Es ist allerdings auch mit erheblichen Nebenwirkungen zu rechnen.
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Dies zeigte sich auch in der CORRECT-Studie, die die Wirkung von Regorafenib beim fortgeschrittenen Kolorektalkarzinom untersucht hat.
Bei den ....... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52509

Gitti

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Neue Therapie gegen Darm-krebs?
« Antwort #3 am: 08. Juni 2016, 14:18 »




Oncobiotics: Die Krebstherapie entdeckt den Darm - 15. Dezember 2015


In der Dermatoonkologie sind positive Nachrichten Mangelware. Die neue Substanzklasse der Checkpoint-Inhibitoren wurde schon als Paradigmenwechsel gefeiert. Jetzt wurde entdeckt, dass bestimmte Bakterien die Onkologika wirksamer und auch verträglicher machen.
Die Onkologie analysiert hauptsächlich das Innerste des Tumors, indem sie im Krebs-Genom nach potenziellen Schwachstellen sucht. Neuartige Therapieansätze haben die Tumorumgebung und symbiotische Netzwerke als Ziel. Checkpoint-Inhibitoren wie Ipilimumab verhindern, dass Krebszellen das Immunsystem abschalten. Die Immunzellen werden aktiviert und attackieren den Tumor .
Hoffnungsvolle Therapie mit starken Nebenwirkungen
Das Oberflächenmolekül CTLA-4 (Cytotoxische T-Lymphozyten-assoziierte Antigen) befindet sich auf vielen Immunzellen und verhindert, dass das Immunsystem zu stark aktiviert wird und gesunde Zellen zerstört. Deshalb wird der Kontrollpunkt als Checkpoint bezeichnet. Tumorzellen senden Signale, die den Immunangriff zum Stillstand bringen. Checkpoint-Inhibitoren lösen dieses Problem. Sie verlängern bei einem Teil der Melanompatienten signifikant die Überlebensrate.
Viele Nonresponder, die Frage, ob die Therapie auch bei einer Erstbehandlung sinnvoll ist, und extreme Nebenwirkungen trüben die sonst positiven Erwartungen. Die fehlgeleitete Immunantwort führt zu starken Entzündungen im Darmbereich und an der Haut.
Dr. Zufall war erfolgreich
Ein Team um Laurence Zitvogel [Paywall] vom Institut de Cancérologie Gustave Roussy in Paris ging eigentlich der Frage nach, warum es beim Einsatz des Checkpoint-Inhibitors Ipilimumab häufig zu einer schweren Kolitis kommt. Die Forscher vermuteten eine Interaktion des Wirkstoffs mit den Darmbakterien und untersuchten deshalb Tiere, bei denen sie durch Antibiotika die Darmbakterien abgetötet hatten. Zur Überraschung stellte der Forscher fest, dass dadurch nicht nur die Nebenwirkung Kolitis verstärkt, sondern auch die Anti-Tumorwirkung von Ipilimumab deutlich abgeschwächt wurde. Der gleiche Effekt wurde durch eine Stuhltransplantation von mit Ipilimumab behandelten Patienten erreicht. Vermutlich waren die Darmbakterien in der Lage, T-Zellen für den Angriff auf den Tumor zu mobilisieren.
Bifido schult um
Forscher um Thomas Gajewski [Paywall] von der Universität Chicago experimentierten mit Checkpoint-Inhibitoren vom Typ der PD-1-Rezeptor-Blocker (Nivolumab, Pembrolizumab). Anders als CTLA-4-Blocker wirken sie im peripheren Gewebe und damit an der Kontaktstelle zwischen Tumorzelle und T-Zelle. Bei den Studien fiel auf, dass die von zwei unterschiedlichen Lieferanten gestellten Tiere mit einer unterschiedlichen Immunantwort auf dieselbe Therapie ansprachen. Wurden die Tiere im selben Käfig gehalten, stellte sich bei den Non-Respondern ein Therapieerfolg ein. Tiere mit guten Darmbakterien übertrugen diese Voraussetzung auf andere Mäuse. Gajewski und seine Kollegen vermuteten eine unterschiedliche Darmflora und stießen auf bestimmte Bifidobakterien. Wurden diese den Tieren verabreicht, war die Therapie nicht nur wirksamer, sondern auch erheblich verträglicher.
Symbiose auch beim Bronchialkarzinom?
Nivolumab hat in einer Studie von Brahmer et al. die Überlebenszeit von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchial¬karzinom (NSCLC) um 3,2 Monate verlängert. Im Vergleich zu Docetaxel erwies sich die Therapie jedoch als deutlich verträglicher. Die Ansprechrate von Nivolumab betrug 20 Prozent gegenüber 9 Prozent unter Docetaxel. Unter dem Aspekt der Melanom-Studien erscheint es sinnvoll, Probiotika auch in diesem Setting zu testen.
Vom Arzt zum Unternehmer
Für Probiotika, die Onkologika boosten sollen, gibt es sogar schon einen Namen: Oncobiotics. Denkbar ist, dass sie in den Tumor injiziert werden, das Immunsystem aktivieren und die Hemmwirkung der Tumorzellen reduzieren. Die synergistische Wirkung von Oncobiotics macht Checkpoint-Inhibitoren wirksamer und verträglicher. Gajewski gründete mit Kollegen ein Startup-Unternehmen, das diese Therapie zur Marktreife führen soll. Als Partner wurde die Universität Chicago gewonnen, um eine mikrobiombasierte Tumortherapie zu entwickeln.
Weitere Studien müssen klären, ob ein Bakterien-Stuhltest eine Prognose über die Wirkung der Checkpoint-Inhibitoren geben kann. Ein anderer Ansatz ist, die Wirkung der Onkologika durch Probiotika zu steigern und die Nebenwirkungen zu reduzieren. Bis jetzt wurden drei Bakterienarten entdeckt, die die Therapie optimieren können, vermutlich erst der Anfang einer neuartigen Therapierichtung.
Dagmar Boecker - “Vermutlich waren die Darmbakterien in der Lage, T-Zellen für den Angriff auf den Tumor zu mobilisieren.” Ach nee. Meine Güte, wenn es nicht permanent Grabenkämpfe zwischen Naturheilkundlern und Schulmedizinern gäbe, wäre das längst schon bekannt!

Gabriele Schröter - Sorry, Darmbakterien gehören in den Darm und ein gesundes Mikrobiom hat viele positive Wirkungen, die, wie man sieht, zu erforschen sind, aber in den Tumor INJIZIEREN???