Autor Thema: PCA3 bei Verd. auf P.Ca.  (Gelesen 40828 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 bei Verd. auf P.Ca.
« am: 17. Mai 2007, 23:02 »
Früherkennung des Prostatakarzinoms

Aptima® PCA3-Test – molekularer Urintest mit hoher Spezifität


Der Prototyp des Aptima® PCA3-Tests zeichnet sich durch eine im Vergleich zur PSA-Bestimmung hohe Spezifität aus. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie, in der die Testergebnisse mit den Befunden einer Prostatabiopsie korreliert wurden.

Zielparameter des Aptima® PCA3-Assays ist das PCA3-Gen. Dieses Gen wird ausschließlich in Prostatakarzinomzellen überexprimiert und mit einzelnen Prostatazellen im Urin ausgeschieden. Der molekulare Urintest lässt daher eine höhere Spezifität erwarten als die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), das nicht nur im Prostatakarzinom-Gewebe, sondern auch in nicht-malignen Prostatazellen produziert wird.

Evaluierung des Aptima®-PCA3-Tests
Der Aptima®-PCA3-Test quantifiziert die Menge an PCA3-mRNA und PSA-mRNA, die nach digital-rektaler Untersuchung im Urin vorliegt. Ein Prototyp des Tests wurde jetzt bei Männern evaluiert, bei denen eine Prostatabiopsie vorgesehen war. Der Befund war in 180 Fällen positiv; ein negativer Befund wurde bei 237 Männern festgestellt, darunter 138 mit prostatischer intraepithelialer Neoplasie (PIN) oder atypischer mikroazinärer Proliferation (ASAP). 62 radikal prostatektomierte Patienten fungierten als Kontrolle.

Die Konzentration der PCA3-mRNA im Urin betrug circa 100 bis 100 000 Kopien / 200 µl, die PSA-mRNA-Konzentration etwa 2000 bis 1 000 000 Kopien / 200 µl. Die Korrelation der durchschnittlichen PCA3/PSA-mRNA-Ratios mit den entsprechenden Biopsiebefunden zeigte für das Gesamtkollektiv eine Spezifität von 76%, bei Ausschluss der Patienten mit PIN oder ASAP betrug die Rate richtig negativer Ergebnisse sogar 91%. Die Sensitivität (Rate richtig positiver Ergebnisse) betrug bei beiden Auswertungen 50%.

Fazit
Verglichen mit der Spezifität des PSA-Tests, die bei demselben Kollektiv 22% betrug, sind die mit dem Prototyp des Aptima® PCA3-Assay erzielten Ergebnisse sehr viel versprechend (Anm: besser). Ob und wie der molekulare Urintest eines Tages in den Algorithmus zur Früherkennung des Prostatakarzinoms integriert werden kann, ist derzeit allerdings noch offen.

Quelle:
Fradet Y, Groskopf J, Walker S, et al. Prototyp APTIMA® PCA3 molecular urine test : development of a method to aid in the diagnosis of prostate cancer. AUA 2006, # 538.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 bei Verd. auf P.Ca.
« Antwort #1 am: 22. Januar 2008, 23:34 »
Prostatakrebs: Neuer genetischer Test verbessert die Diagnose

In Deutschland wurde im vergangenen September 2007 der weltweit erste genetische Test für Prostatakrebs eingeführt. Mit dem Progensa PCA3 steht erstmals ein Urintest zur Verfügung, bei dem Prostatazellen aus einer Urinprobe analysiert werden. "Das Prostatakarzinom ist der am zweithäufigsten diagnosti- zierte Tumor und ist weltweit bei Männern eine der häufigsten Todesursachen. Prostatakrebs kann schwer zu diagnostizieren sein, aber gerade die frühzeitige Erkennung ist der Schlüssel zu einer guten Prognose", so Dr. med. Dr. Treiber von der Urologischen Abteilung des Klinikum rechts der Isar in München.

Früherkennung rettet Leben
Bei frühzeitiger Entdeckung ist Prostatakrebs zu 80 bis 90 Prozent heilbar. Männer ab dem 45. Lebensjahr und bei Prostatakrebserkrankungen naher Verwandter ab dem 40. Lebensjahr sollten die Untersuchungen zur Früherkennung beim Urologen jährlich durchführen. Die Untersuchungen wie die digitale rektale Untersuchung (DRU), die Blutentnahme zur Messung des Prostataspezifischen Antigens (PSA) und der neue PCA3 Urintest sind nicht schmerzhaft. Die Kosten der Tast- untersuchung übernehmen die Krankenkassen. Die PSA-Messung und der PCA3 Test müssen vom Patienten bezahlt werden. Der Progensa PCA3 Test liefert nützliche Informationen, wenn DRU und PSA keine eindeutigen Ergebnisse liefern, ob eine Biopsie der Prostata durchgeführt werden muss oder ob "wachsames Abwarten" ausreicht.(ots)

Kontakt:
AKH Wien, dein Urologe, bzw.
Nathalie Scher-Kahn
Senior Consultant
F&H Porter Novelli, München, Germany
Tel: 0049-89-12175-310
n.scher-kahn@f-und-h.de

 
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
AKH-Wien: WARUM keinen PCA3-Test bei Verdacht auf Prostatakrebs
« Antwort #2 am: 17. Februar 2008, 23:54 »
Nicht nur im AKH Wien, auch in den anderen Krankenhäusern, wird laufend biopsiert und NICHTS gefunden!

Warum?

Weil die Labordiagnostik mit dem PSA ungenügend und die bildgebenden Verfahren zu wenig austreichend sind!

Warum

wird dann nicht längst der uPM3 bzw. der PCA3 herangezogen. Sogar die AKH-Urologin Dr. Tinzl befürwortete
dies bis zu ihrer "Verabschiedung".

Warum wird der PCA3 statt biopsiererei nicht endlich verwendet?
So manche Prostata ist schon ein Schweizer Käse, 35 Stanzungen, nichts gefunden, aber hoher PSA!


02.10.2007
Genetischer Prostatakrebstest kann Genauigkeit der Prostatakrebsdiagnose verbessern

Der erste für Prostatakrebs spezifische genetische Test wird in Deutschland eingeführt. PROGENSA™ PCA3 verwendet eine innovative molekularbiologische Technologie, um die Diagnose der Erkrankung zu verbessern, und hat sich bei Männern, die erstmalig eine negative Prostata-Biopsie aufwiesen, bei der Vorhersage positiver Biopsien im Rahmen einer zweiten Biopsie als genauer erwiesen als der Serum-PSA-Test (PSA = prostataspezifisches Antigen).1

Privatdozent Dr. med. Uwe Treiber (Urologische Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar, TU München) ist der Überzeugung, dass der PROGENSATM PCA3-Test das Potenzial hat, die allgemeine Effektivität der Prostatakrebsdiagnose rasch zu verbessern.

PCA3 ist ein prostataspezifisches Gen, das bei Prostatatumoren stark überexprimiert wird.2 Der PROGENSA™ PCA3-Test verwendet die Transcription Mediated Amplification (TMA), um gleichzeitig die Menge der mRNA von PCA3 und PSA in der Urinprobe eines Patienten quantitativ zu bestimmen. Das Ergebnis ist der „PCA3-Score“: der Quotient aus Menge der mRNA PCA3/Menge der mRNA PSA. Je höher der PCA3-Score ist, desto wahrscheinlicher liegt ein Prostatakrebs vor.1 Studien haben gezeigt, dass PROGENSA™ PCA3 bei Männern, die vorher eine negative Biopsie aufwiesen, genauer vorhersagen kann, welche dieser Männer wahrscheinlich eine positive Wiederholungsbiopsie haben werden, als ein Serum-PSA-Test allein.

"Die größte Sorge bei der Prostatakrebsdiagnose bereitet uns die Unsicherheit, die ein erhöhter PSA-Wert mit sich bringt. Der PROGENSA PCA3-Test könnte dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigen Diagnose zu verbessern. Jeder Test, der das Risiko einer unnötigen Biopsie reduziert, ist wünschenswert“, so Dr. med. Uwe Treiber.

Regelmäßiges Screening und eine frühe Diagnose des Prostatakrebses sind der Schlüssel für die Verbesserung des Überlebens bei Prostatakrebs.3 Die mediane Überlebenszeit bei Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs beträgt etwa zwei Jahre,3 während 90 Prozent der Männer, deren Prostatakrebs im frühen Stadium diagnostiziert wird, mehr als 10 Jahre überleben.4 Ärzte weisen darauf hin, dass die frühzeitige Diagnose der entscheidende Faktor ist, um sicherzugehen, dass die Erkrankung bei der Mehrzahl der Männer in einem frühen (d.h. lokal begrenzten) Stadium erkannt wird. Die Variabilität und die Grenzen der derzeitigen diagnostischen Hilfsmittel einschließlich des Serum-PSA-Tests und der Biopsie führen uns jedoch immer wieder vor Augen, dass die Prostatakrebsdiagnose häufig ein komplexer Prozess sein kann, der nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen führt.

Zurzeit werden bei Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs ein prostataspezifischer Antigen (PSA)-Test und anschließend eine digitale rektale Untersuchung (DRU) durchgeführt. Das Vorliegen eines Prostatakrebses kann zu einer Erhöhung der PSA-Spiegel führen, aber eine Reihe anderer Faktoren kann ebenfalls einen erhöhten PSA-Wert verursachen.5,6 Dadurch wird der PSA-Wert zu einem unsicheren Parameter. Außerdem wurde bei 10–25 Prozent der Männer trotz einer negativen ersten Biopsie ein Prostatakarzinom erst im Rahmen einer zweiten Biopsie diagnostiziert.7 Deshalb kann häufig nach PSA-Test und Biopsien immer noch eine große Unsicherheit hinsichtlich der Frage des Vorliegens eines Karzinoms bestehen bleiben.

Es ist zu erwarten, dass die hohe Spezifität des PROGENSA™ PCA3-Tests dem Urologen eine zusätzliche Entscheidungshilfe im diagnostischen Vorgehen bei Verdacht auf Prostatakarzinom geben wird. Aber vor allem besteht die Zuversicht, dass der PROGENSATM PCA3-Test dazu beitragen wird, bei Männern mit widersprüchlichen Ergebnissen Wiederholungsbiopsien zu vermeiden oder diese gezielter durchzuführen und damit die Ängste, Unsicherheit und Unannehmlichkeiten zu minimieren, von denen Männer mit Verdacht auf Prostatakrebs häufig betroffen sind.

Literatur:


(1) Marks LS, Fradet Y, Deras IL et al. PCA3 molecular urine assay for prostate cancer in men undergoing repeat biopsy. Urology 2007; 69(3): 532-535.
(2) Bussemakers MJ, van BA, Verhaegh GW et al. DD3: a new prostate-specific gene, highly overexpressed in prostate cancer. Cancer Res 1999; 59(23): 5975-5979.
(3) Greenwald P. A favorable view: progress in cancer prevention and screening. Recent Results. Cancer Res 2007; 174: 3-17.
(4) American Cancer Society. Detailed Guide: Prostate Cancer. What Are the Key Statistics About Prostate Cancer? 2007.
(5) Prostate Cancer Charity. The PSA test. http://www.prostate-cancer.org.uk/info/tests_psa.asp. 2007.
(6) Prostate Cancer Charity. PSA background. http://www.prostate-cancer.org.uk/news/features/psa_screening.asp. 2007.
(7) Seitz C, Palermo S, Djavan B. Prostate biopsy. Minerva Urol Nefrol 2003; 55(4): 205-218.
(8) Robert Koch Institut (2006) Krebs in Deutschland. Häufigkeiten und Trends. 5. Auflage, Juni 2006
(9) Statistisches Bundesamt, Deutschland.



Stellungnahme:
Gentest zeigt Prostata-Krebs

Vermeidung unnötiger Biopsien - Erstes Testlabor in Heidelberg .

Der erste genetische Urintest zur Diagnose eines Prostata-Karzinoms ist jetzt auch in Deutschland verfügbar.
Dieser PCA3-Test kann von Ärzten angewandt werden, wenn der Serum-PSA-Test und die digitale rektale Untersuchung (DRU) keine eindeutigen Ergebnisse geliefert haben.
Nachteile des herkömmlichen Serum-PSA-Tests sind laut Privatdozent Uwe Treiber von der Urologischen Klinik in München viele falsch-positive Ergebnisse, die dann Prostata-Biopsien zur Folge hätten. Doch auch wenn der anschließende Biopsiebefund trotz erhöhter PSA- Werte negativ ausfiele, kann ein Prostata-Karzinom nicht ausgeschlossen werden. Daher müssten dann zusätzliche Biopsien durchgeführt werden. Der PCA3-Test gibt weitere Sicherheit in der Diagnose und kann unnötige Biopsien vermeiden.
Der Test ist nur über spezialisierte Labors erhältlich, in Deutschland ist das derzeit das Labor Limbach in Heidelberg.
Da der Test jedoch keine Kassenleistung ist, muss er vom Patienten selbst bezahlt werden. Die Kosten liegen zwischen 300 und 350 Euro.
Gruß Paul


Stellungnahme:
http://www.uro-tuebingen.de/start.html
PCA-3 - DER NEUE TEST ZUR FRÜHERKENNUNG EINES PROSTATAKARZINOMS
Neuartiger Test untersucht Prostatazellen aus dem Urin
PCA-3 – dieses Kürzel steht für einen neuartigen molekulargenetischen Test zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms. Auf aktuellen internationalen wissenschaftlichen Kongressen ist gezeigt worden, dass mit dem PCA3-Test ein Verfahren aus der experimentellen Forschung soweit weiterentwickelt wurde, dass es nunmehr für die Diagnostik des Prostatakarzinoms verwendbar ist. Der Test ist nun in Europa zugelassen.
Die Chancen für eine mögliche Heilung des Prostatakarzinoms steigen, je frühzeitiger gesichert werden kann, dass tatsächlich ein Tumor vorliegt. Organbegrenzte Prostatakarzinome können dauerhaft geheilt werden. In diesem Stadium hat der Patient noch keinerlei Symptome, Vorsorgeuntersuchungen sind notwendig. Als erste Hinweise auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms stehen heute bisher der PSA-Wert im Blut und die rektale Tastuntersuchung der Prostata zur Verfügung. Bei auffälligen Befunden kann nur eine Prostatastanzbiopsie mit Sicherheit d as Vorliegen eines Prostatakarzinomes beweisen. Allerdings zeigen alle 3 Diagnosemethoden keine 100%-ige Sicherheit, sowohl was das Vorliegen eines Tumors betrifft, als auch dessen Ausschluss. Mit der Tastuntersuchung wird nur ein Bruchteil der Karzinome erkannt, wohingegen der PSA-Wert im Blut auch aufgrund einer Vielzahl von gutartigen Erkrankungen erhöht sein kann. Die Prostatastanzbiopsie fällt in etwa 30-50% der Fälle negativ aus. Bei bestehendem Verdacht ist häufig eine erneute Biopsie notwendig.
Darstellung
Der PCA-3-Test kann nach einmalig negativer Biopsie zusätzliche Informationen geben, ob eine weitere Biopsieserie notwendig ist oder nicht. In diesen Fällen ist der Test eine Entscheidungshilfe.
Zur Diagnostik des Prostatakarzinoms wird seit kurzem in der Urologischen Klinik ein neuartiger molekulargenetischer Urin-Test angeboten. Der PCA-3 Test ist hochspezifisch für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms und kann damit bei uneindeutigen Laborwerten Sicherheit schaffen oder wesentliches Kriterium für die Notwendigkeit einer Prostatabiopsie sein. : Zusammenfassung
Ab 1. Januar 2008 wird der PCA-3-Test nun im Labor der Universitätsklinik für Urologie in Tübingen durchgeführt. Tübingen ist damit eines von lediglich 7 Zentren europaweit, die von der Firma Gen-Probe in San Diego, USA, die diesen hochsensiblen Test zur Marktreife entwickelt hat, zum Einsatz ihres Tests in der klinischen Diagnostik ausgewählt wurden.
Der Test ist ein aufwändiges Verfahren mit dem eine Nukleinsäure (‚mRNA’) im so genannten Exprimaturin gemessen werden kann, die hochspezifisch für Prostatagewebe ist und die in Tumorzellen um ein vielfaches höhere Werte annimmt.
Zur Testdurchführung können Patienten entweder in die Klinik für Urologie nach Tübingen kommen oder bei ihrem niedergelassenen Urologen um die Aufnahme ins Verteilernetz der Klinik bitten. Urologische Praxen und andere Kliniken können die Abnahmesets nach Anfrage von der Klinik umgehend zugesandt bekommen. Diese bestehen aus einer Einmalpipette und einem speziellen Stabilisier-Röhrchen, welches zum Lagern und Versenden des Urins notwendig ist.
Nach einem Aufklärungsgespräch wird im Rahmen der rektalen Tastuntersuchung die Prostata nach einem speziellen Schema leicht massiert, und Prostatazellen werden durch das Prostatagangsystem in den Harntrakt freigesetzt. Der unmittelbar danach gewonnene Urin wird zur Testdurchführung verwendet. Da der Urin in den Röhrchen mehrere Tage auch bei Raumtemperatur gelagert werden kann, können die Proben mit der Post nach Tübingen gesandt werden.
Dort werden sie dann im molekularbiologischen Labor der Klinik analysiert. PCA3 ist ein Gen, dessen mRNA ausschließlich in Prostatazellen produziert wird. Prostatakarzinomzellen produzieren (‚exprimieren’) dabei 60 bis 100-fach mehr PCA3 als normales Prostatagewebe, nach heutigem Kenntnisstand ist diese Überexpression des PCA3-Gens diejenige Eigenschaft, die am spezifischsten für Prostatakarzinomgewebe ist. In über 95% untersuchter Proben aus Prostatakarzinomen ist eine solche Überexpression festgestellt worden.
Darstellung
Der Progensa PCA3-Test ist ein hochspezifischer Test zur Untersuchung von Prostatazellen im Urin. Er verbindet die Technologien der Target-Capture, Transcription Mediated Amplification (TMA) Methode und des Hybridisation-Protection-Assay (HPA), mit der PSA-mRNA und PCA3-mRNA in der Urinprobe quantitativ gemessen werden. Da sich PSA-mRNA – anders als das im Blut gemessene PSA-Protein - in normalen Prostatazellen und Tumorzellen nicht unterscheidet, kann so ihre Menge als Maßzahl für die enthaltenen Zellen herangezogen werden. Die gemessene Menge der PCA3-mRNA kann somit in Abhängigkeit der PSA-mRNA quantifiziert werden.
Das Ergebnis der Untersuchung besteht aus einem ‚Score’, d.h. einem Faktor um den das PCA3- Gen mehr vorhanden ist als das PSA-Gen. Mit zunehmendem Score steigt die Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms. In wissenschaftlichen Studien hat der Wert von ‚35’ als Entscheidungsgrenze die beste Aussagekraft gezeigt, d.h. je mehr der gemessene Wert 35 übersteigt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine positive Biopsie, je tiefer er unter 35 liegt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms. Der Arzt kann aus diesem Laborwert ablesen, ob ein erhöhtes Risiko für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms vorliegt und ob damit weitere Untersuchungen zur Abklärung notwendig sind oder nicht.
Darstellung
Die Ergebnisse aktueller klinischer Studien belegen, dass der gemessene PCA-3 Score sowohl mit dem Tumorvolumen des gefundenen Prostatakarzinoms als auch mit dessen Entdifferenzierungsgrad – dem so genannten ‘Gleason-Score’ - ansteigt, so dass neben der Diagnostik auch eine Einschätzung für den Schweregrad des Tumors und damit seiner Prognose und notwendigen Nachsorge getroffen werden kann. Die Urologische Klinik in Tübingen war Studienzentrum einer europäischen multizentrischen Studie über den PCA3-Test. Es konnte gezeigt werden, dass der gemessene Score mit der erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Finden eines Tumors in einer wiederholten Biopsie bei zuvor negativem Ergebnis verbunden war. Diese Ergebnisse sind auf der diesjährigen Jahrestagung der europäischen Gesellschaft für Urologie in Berlin vorgestellt worden (Haese, van Poppel, Marberger, Mulders, Abbou, Boccon-Gibod, Stenzl, Huland, de la Taille, Schalken, Tinzl, Remsi: The value of the PCA3 assay in guiding decision which men with a negative prostate biopsy need immediate repeat biopsy: preliminary European data). Das Prostatavolumen scheint dabei, im Gegensatz zum PSA-Wert im Blut, keine Rolle zu spielen. Die Abgrenzung von Tumoren gegen das ‘benigne Prostata-Syndrom’ erscheint damit erleichtert.
Ärztlicher Direktor, Prof. Dr. med. A. Stenzl, Tübingen


« Letzte Änderung: 18. Februar 2008, 00:10 von Josef »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
Re: PCA3 bei Verd. auf P.Ca.
« Antwort #3 am: 04. April 2008, 12:13 »

Neue Studie bestätigt, dass PROGENSA PCA3 die Genauigkeit von Prostatakrebsdiagnosen verbessern kann

(London, 19. März). Neue klinische Daten, die aus einer Studie mit 570 Patienten stammen und in der Fachzeitschrift Journal of Urology (1) veröffentlich wurden, sprechen für den Einsatz des PROGENSA PCA3-Tests als Diagnostikverfahren für Prostatakrebs. Diese neue Studie bestätigt, dass PROGENSA PCA3, der weltweit erste genbasierte Urintest zur Erkennung von Prostatakrebs, den Klinikärzten wertvolle Informationen zur Unterstützung der Diagnostik liefern kann.

Dem PROGENSA PCA3-Test kommt eine wachsende Aufmerksamkeit und Unterstützung aus klinischen Bereichen zuteil. Aus diesem Grunde steht nun die erste Website PCA3.org zur Verfügung, die sich an Patienten und Fachleute wendet und die ausschließlich dem Thema PCA3 gewidmet ist. Die Website liefert Informationen darüber, wie PCA3 dabei unterstützen kann, die in Deutschland häufigste Krebserkrankung bei Männern zu bekämpfen.

Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Uniklinik für Urologie Tübingen, sieht im genetischen Urintest Chancen für eine genauere Diagnose: "Die Ergebnisse des PSA-Tests allein sind keine eindeutigen Belege für ein Prostatakarzinom und können zu unnötigen Biopsien führen. Der Gen basierte Prostatakrebstest kann die Möglichkeit einer frühzeitige Diagnose verbessern“.


PROGENSA PCA3 wurde im vergangenen Jahr in Deutschland eingeführt. Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist z.B. häufig auch dann erhöht, wenn kein Prostatakrebs vorliegt. , Aus diesem Grunde liefern PSA-Tests vielfach „falsche positiv” Ergebnisse, die den Patienten und das Gesundheitssystem belasten können. Im Gegensatz dazu ist der genetische Marker PCA3 nur im karzinomatösen Prostatagewebe erhöht. Damit besitzt er als Tumorindikator eine höhere Spezifizität als der PSA-Wert, wodurch sich die Anzahl unnötiger Biopsien potenziell verringern kann.

„In dieser Studie haben wir ermittelt, dass sich der Anteil positiver Biopsiebefunde bei den Patienten in direkter Abhängigkeit vom Anstieg des PCA3-Scores erhöhte“, erklärte Dr. Jack Groskopf, Direktor für Krebsforschung und Entwicklung bei Gen-Probe Incorporated und Koautor der Studie. „Außerdem haben wir bestätigt, dass der PCA3-Score unabhängig vom Prostatavolumen ist. Dies ist wichtig, da der PSA-Wert bei Patienten mit vergrößerter Prostata auch dann erhöht sein kann, wenn keine Krebserkrankung vorliegt.“

Bei 14 % der Männer, deren PCA3-Score unter fünf lag, zeigte sich ein positiver Biopsiebefund, während der Anteil der positiven Biopsiebefunde bei den Patienten mit einem PCA3-Score von über 100 bereits 69 % betrug. Die Ergebnisse waren von den PSA-Werten der Patienten unabhängig und in beiden Gruppen, Erst- und Wiederholungsbiopsie, gleichermaßen zu beobachten.

„Der PROGENSA PCA3-Test kann den Patienten zugute kommen, indem er den Ärzten wertvolle Informationen liefert und sie in ihrer Entscheidung unterstützt, ob eine Prostatabiopsie notwendig ist”, fügte Dr. Groskopf hinzu.

Die Studie stellt die Verbindung zu einer früheren Studie her, die von Dr. Leonard Marks, Urological Sciences Research Foundation, geleitet wurde und in der Märzausgabe 2007 des Urology veröffentlich worden war.

PROGENSA PCA3 ist der erste Test mit CE-Siegel, der das Vorhandensein des PCA3-Gens (genetischer Tumormarker bei Prostatakrebs) zur Vorhersage von Prostatakrebs nutzt. In Verbindung mit herkömmlichen Tests kann der PROGENSA PCA3 zur Bestätigung von Diagnosen herangezogen werden. (2,3,4,5) Bei über 90 % der Prostatatumore wird PCA3, im Vergleich zu den benignen Zellen, 60- bis 100-fach überexprimiert. Die DiagnoCure Inc. (TSX: CUR) besitzt die exklusiven weltweiten Lizenzrechte für alle diagnostischen und therapeutischen Anwendungen des Gens. Im November 2003 erwarb Gen-Probe von der DiagnoCure Inc. die exklusiven weltweiten Lizenzrechte für die diagnostischen Anwendungen des PCA3-Gens. Der Test wird in der Europäischen Union vermarktet und in Deutschland über die folgenden Labore angeboten:


•Labor Limbach, Heidelberg
Dr. med. Jan Bartel
Tel: +49 (0) 6221 3432 0
Fax: +49 (0) 6221 3432 110
E-mail: JBartel@labor-limbach.com

•Klinik für Urologie, Tübingen
Dr. David Schilling
Tel: +49 (0) 7071 29 86565
Fax: +49 (0) 7071 29 5092
E-mail: david.schilling@med.uni-tuebingen.de

•Synlab, Weiden
Dr. Andreas Lindauer
Tel: +49 (0)961/309-0


Über Prostatakrebs

•Die Prostata ist eine walnussförmige Drüse. Sie liegt unterhalb der Harnblase vor dem Rektum und ist ein wesentlicher Bestandteil des männlichen Fortpflanzungssystems.

•Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern – er ist für ca. 22 Prozent aller neuen Krebsdiagnosen beim Mann verantwortlich. Gemäß den Angaben des Robert-Koch-Instituts Berlin, erkrankten im Jahr 2006 in Deutschland jährlich etwa 49.000 Männer neu daran. (6)

•Die jährliche Mortalität lag in Deutschland 2006 (Gesamtzahl der Todesfälle) bei 11 5772. Er ist innerhalb der Gruppe der an Krebs gestorbenen Männer im Jahr 2006 für etwa 10 Prozent der Todesfälle verantwortlich und ist somit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs. (6)

•Der größte bekannte Risikofaktor ist das Alter. Männer unter 50 haben nur ein geringes Risiko; danach steigt das Risiko mit zunehmendem Alter stetig an. (7)

Zukunftsgerichtete Aussagen

Aussagen in dieser Pressemitteilung zu Erwartungen, Überzeugungen, Plänen, Zielen, Annahmen bzw. zu künftigen Ereignissen oder Leistungen von Gen-Probe sind keine historischen Tatsachen, sondern zukunftsweisende Aussagen. Diese Aussagen werden häufig, jedoch nicht immer, durch die Verwendung von Wörtern wie glauben, werden, erwarten, vorwegnehmen, schätzen, beabsichtigen, planen oder würden ausgedrückt. So sind z.B. alle Aussagen zu neuen Produkten, potenziellen behördlichen Zulassungen, zur Kundenakzeptanz und zu Ergebnissen künftiger F&E-Studien zukunftsweisende Aussagen. Zukunftsweisende Aussagen sind keine Leistungsgarantien. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen, die dazu führen können, dass die tatsächlich eintretenden Folgen, Wirkungen, Leistungen oder Ergebnisse erheblich von den in den zukunftsweisenden Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten abweichen können. Zu den Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen, die dazu führen können, dass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse erheblich von den in den zukunftsweisenden Aussagen gemachten Einschätzungen bzw. Erwartungen abweichen, gehören u.a. (i) das Risiko, das nachfolgende Studien unseres PCA3-Assays die hier genannten Ergebnisse nicht widerspiegeln; (ii) das Risiko, dass neue Produkte, wie z.B. unser PCA3-Test, nicht im erwarteten Zeitrahmen zur Vermarktung auf anderen Märkten zugelassen werden; (iii). die Möglichkeit, dass sich der Markt, auf dem wir unsere neuen Produkte, wie z.B. unseren PCA3-Test, verkaufen möchten, nicht wie erwartet entwickelt; (iv) dass wir eventuell nicht wettbewerbsfähig genug sind; (v) dass wir die derzeitigen Unternehmenskooperationen nicht beibehalten und neue Unternehmenskooperationen bzw. Kundenverträge nicht eingehen können, und (vi) dass wir beim Vertrieb einiger unserer Produkte von Dritten abhängig sind. Hiermit sind einige, allerdings nicht alle Umstände beschrieben, die uns daran hindern könnten, die in den zukunftsweisenden Aussagen beschriebenen Ergebnisse zu erreichen. Weitere Informationen zu Risiken und Unwägbarkeiten, von denen Gen-Probe betroffen sein kann, sowie eine Erörterung unserer Finanzsituation nebst Anmerkungen stehen in den Unterlagen, die wir bei der SEC einreichen, zur Verfügung, z.B. im jüngsten Jahresbericht auf Formblatt 10-K sowie in allen folgenden Quartalsberichten. Wir übernehmen keinerlei Verpflichtung bzw. lehnen jegliche Verpflichtung ab, zukunftsweisende Aussagen dahingehend zu aktualisieren, dass darin Ereignisse oder Umstände genannt werden, die nach dem Erscheinungsdatum dieser Pressemitteilung eintreten bzw. deren Folge sind.

Literatur

(1) Deras et al. 2008. PCA3: A molecular urine assay for predicting prostate biopsy outcome. Journal of Urology. 179, 1587-1592.

(2) Groskopf J, Aubin SM, Deras IL et al. APTIMA PCA3 molecular urine test: development of a method to aid in the diagnosis of prostate cancer. Clin Chem 2006; 52(6):1089-1095.

(3) Kirby R. PCA3 improves diagnosis of prostate cancer. Practitioner 2007; 251(1690):18, 21, 23.

(4) Marks LS, Fradet Y, Deras IL et al. PCA3 molecular urine assay for prostate cancer in men undergoing repeat biopsy. Urology 2007; 69(3):532-535.

(5) Schalken J. Interview with Jack Schalken. PCA3 and its use as a diagnostic test in prostate cancer. Interview by Christine McKillop. Eur Urol 2006; 50(1):153-154.

(6) Robert Koch Institut (2006). Krebs in Deutschland. Häufigkeiten und Trends. 5. Auflage, Juni 2006.

(7) Cancer Research UK: CancerStats. Prostate cancer risk factors - Age and ethnicity. 2007.

Gen-Probe Incorporated
10210 Genetic Center Drive
San Diego, California 92121 – 4362
(858) 410-8000
Fax (858) 410-8625

Pressekontakt:

Alyssa Eggum
alyssae@gen-probe.com
Gen-Probe
+ 1 858 410 8647
Marketing Director

Dr. Michaela Paudler-Debus
m.paudler-debus@f-und-h.de
F&H Porter Novelli, München
+ 49 (89) 121 75-310
Practice Leader Healthcare

Über Gen-Probe

Gen-Probe Incorporated ist weltweit führend in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von schnellen, genauen und kostengünstigen Nukleinsäuretests (NATs), die hauptsächlich zur Diagnose humaner Erkrankungen und zum Screening von Blutspenden eingesetzt werden. Gen-Probe blickt auf mehr als 25 Jahre Erfahrungen mit NATs zurück und erhielt 2004 für die Entwicklung von NAT-Blutscreeningtests die National Medal of Technology, Amerikas höchste Auszeichnung für technologische Innovationen. Gen-Probe mit Hauptsitz in San Diego beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.gen-probe.com.
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
Prostatakrebs, oder nicht?
« Antwort #4 am: 13. April 2008, 13:01 »
Wer mehr Infos zum PCA3-Test will:

Bildern und Animationen. Interessant für Fälle mit verdächtigem PSA und/aber mit Biopsie ohne Befund.


http://www.pca3.org/public/about-pca3de

bzw.

hier im Forum auf der Hauptseite PCA3 eingeben und die farbmarkierten Beiträge ansehen!
« Letzte Änderung: 08. Juni 2008, 13:43 von Josef »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
Prostatakrebs: PCA3 Tumormarker bei Verdacht auf
« Antwort #5 am: 06. Juni 2008, 20:32 »
Test untersucht Prostatazellen aus dem Urin

PCA-3 (früher uPM3) – dieses Kürzel steht für einen neuartigen molekulargenetischen Test zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms. Auf aktuellen internationalen wissenschaftlichen Kongressen ist gezeigt worden, dass mit dem PCA3-Test ein Verfahren aus der experimentellen Forschung soweit weiterentwickelt wurde, dass es nunmehr für die Diagnostik des Prostatakarzinoms verwendbar ist. Der Test ist nun in Europa zugelassen.

Die Chancen für eine mögliche Heilung des Prostatakarzinoms steigen, je frühzeitiger gesichert werden kann, dass tatsächlich ein Tumor vorliegt. Organbegrenzte Prostatakarzinome können dauerhaft geheilt werden. In diesem Stadium hat der Patient noch keinerlei Symptome, Vorsorgeuntersuchungen sind notwendig. Als erste Hinweise auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms stehen heute bisher der PSA-Wert im Blut und die rektale Tastuntersuchung der Prostata zur Verfügung. Bei auffälligen Befunden kann nur eine Prostatastanzbiopsie mit Sicherheit d as Vorliegen eines Prostatakarzinomes beweisen. Allerdings zeigen alle 3 Diagnosemethoden keine 100%-ige Sicherheit, sowohl was das Vorliegen eines Tumors betrifft, als auch dessen Ausschluss. Mit der Tastuntersuchung wird nur ein Bruchteil der Karzinome erkannt, wohingegen der PSA-Wert im Blut auch aufgrund einer Vielzahl von gutartigen Erkrankungen erhöht sein kann. Die Prostatastanzbiopsie fällt in etwa 30-50% der Fälle negativ aus. Bei bestehendem Verdacht ist häufig eine erneute Biopsie notwendig.

Darstellung
Der PCA-3-Test kann nach einmalig negativer Biopsie zusätzliche Informationen geben, ob eine weitere Biopsieserie notwendig ist oder nicht. In diesen Fällen ist der Test eine Entscheidungshilfe.

Zur Diagnostik des Prostatakarzinoms wird seit kurzem in der Urologischen Klinik ein neuartiger molekulargenetischer Urin-Test angeboten. Der PCA-3 Test ist hochspezifisch für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms und kann damit bei uneindeutigen Laborwerten Sicherheit schaffen oder wesentliches Kriterium für die Notwendigkeit einer Prostatabiopsie sein. : Zusammenfassung

Ab 1. Januar 2008 wird der PCA-3-Test nun im Labor der Universitätsklinik für Urologie in Tübingen durchgeführt. Tübingen ist damit eines von lediglich 7 Zentren europaweit, die von der Firma Gen-Probe in San Diego, USA, die diesen hochsensiblen Test zur Marktreife entwickelt hat, zum Einsatz ihres Tests in der klinischen Diagnostik ausgewählt wurden.

Der Test ist ein aufwändiges Verfahren mit dem eine Nukleinsäure (‚mRNA’) im so genannten Exprimaturin gemessen werden kann, die hochspezifisch für Prostatagewebe ist und die in Tumorzellen um ein vielfaches höhere Werte annimmt.

Zur Testdurchführung können Patienten entweder in die Klinik für Urologie nach Tübingen kommen oder bei ihrem niedergelassenen Urologen um die Aufnahme ins Verteilernetz der Klinik bitten. Urologische Praxen und andere Kliniken können die Abnahmesets nach Anfrage von der Klinik umgehend zugesandt bekommen. Diese bestehen aus einer Einmalpipette und einem speziellen Stabilisier-Röhrchen, welches zum Lagern und Versenden des Urins notwendig ist.

Nach einem Aufklärungsgespräch wird im Rahmen der rektalen Tastuntersuchung die Prostata nach einem speziellen Schema leicht massiert, und Prostatazellen werden durch das Prostatagangsystem in den Harntrakt freigesetzt. Der unmittelbar danach gewonnene Urin wird zur Testdurchführung verwendet. Da der Urin in den Röhrchen mehrere Tage auch bei Raumtemperatur gelagert werden kann, können die Proben mit der Post nach Tübingen gesandt werden.

Dort werden sie dann im molekularbiologischen Labor der Klinik analysiert. PCA3 ist ein Gen, dessen mRNA ausschließlich in Prostatazellen produziert wird. Prostatakarzinomzellen produzieren (‚exprimieren’) dabei 60 bis 100-fach mehr PCA3 als normales Prostatagewebe, nach heutigem Kenntnisstand ist diese Überexpression des PCA3-Gens diejenige Eigenschaft, die am spezifischsten für Prostatakarzinomgewebe ist. In über 95% untersuchter Proben aus Prostatakarzinomen ist eine solche Überexpression festgestellt worden.

Darstellung
Der Progensa PCA3-Test ist ein hochspezifischer Test zur Untersuchung von Prostatazellen im Urin. Er verbindet die Technologien der Target-Capture, Transcription Mediated Amplification (TMA) Methode und des Hybridisation-Protection-Assay (HPA), mit der PSA-mRNA und PCA3-mRNA in der Urinprobe quantitativ gemessen werden. Da sich PSA-mRNA – anders als das im Blut gemessene PSA-Protein - in normalen Prostatazellen und Tumorzellen nicht unterscheidet, kann so ihre Menge als Maßzahl für die enthaltenen Zellen herangezogen werden. Die gemessene Menge der PCA3-mRNA kann somit in Abhängigkeit der PSA-mRNA quantifiziert werden.

Das Ergebnis der Untersuchung besteht aus einem ‚Score’, d.h. einem Faktor um den das PCA3- Gen mehr vorhanden ist als das PSA-Gen. Mit zunehmendem Score steigt die Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms. In wissenschaftlichen Studien hat der Wert von ‚35’ als Entscheidungsgrenze die beste Aussagekraft gezeigt, d.h. je mehr der gemessene Wert 35 übersteigt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine positive Biopsie, je tiefer er unter 35 liegt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms. Der Arzt kann aus diesem Laborwert ablesen, ob ein erhöhtes Risiko für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms vorliegt und ob damit weitere Untersuchungen zur Abklärung notwendig sind oder nicht.

Darstellung
Die Ergebnisse aktueller klinischer Studien belegen, dass der gemessene PCA-3 Score sowohl mit dem Tumorvolumen des gefundenen Prostatakarzinoms als auch mit dessen Entdifferenzierungsgrad – dem so genannten ‘Gleason-Score’ - ansteigt, so dass neben der Diagnostik auch eine Einschätzung für den Schweregrad des Tumors und damit seiner Prognose und notwendigen Nachsorge getroffen werden kann. Die Urologische Klinik in Tübingen war Studienzentrum einer europäischen multizentrischen Studie über den PCA3-Test. Es konnte gezeigt werden, dass der gemessene Score mit der erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Finden eines Tumors in einer wiederholten Biopsie bei zuvor negativem Ergebnis verbunden war.
Diese Ergebnisse sind auf der diesjährigen Jahrestagung der europäischen Gesellschaft für Urologie in Berlin vorgestellt worden (Haese, van Poppel, Marberger, Mulders, Abbou, Boccon-Gibod, Stenzl, Huland, de la Taille, Schalken, Tinzl, Remsi: The value of the PCA3 assay in guiding decision which men with a negative prostate biopsy need immediate repeat biopsy: preliminary European data). Das Prostatavolumen scheint dabei, im Gegensatz zum PSA-Wert im Blut, keine Rolle zu spielen. Die Abgrenzung von Tumoren gegen das ‘benigne Prostata-Syndrom’ erscheint damit erleichtert.

http://www.uro-tuebingen.de/krebsfrueh.html#pca

« Letzte Änderung: 08. Juni 2008, 12:42 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
Re: PCA3 bei Verd. auf PROSTATAKREBS - Neuheit in Österreich!
« Antwort #6 am: 08. Juni 2008, 13:51 »
Hallo Dietmar,

danke für deine äußerst interessanten urogenen Beiträge!

Du schaffst es noch: Forumsmitglieder werden zu mündige Pastienten!

Ich freue mich dich hin und wieder dabei zu unterstützen, jetzt mit:


Meilenstein in der Krebsfrüherkennung: Prostatakrebs-Diagnose durch Harnanalyse

Das Prostatazentrum am KH der Barmherzigen Schwestern in Linz  - ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe - bietet als erste Einrichtung in OÖ ein neuartiges Diagnoseverfahren für Prostatakrebspatienten. Durch die Analyse des Harns der betroffenen Patienten kann nun die Diagnose im Fall eines Tumors gestellt werden. Dieses in Österreich neuartige Diagnoseverfahren basiert auf der Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Labor für Molekularbiologie und Zytogenetik. Dort wird diese Methode im Rahmen einer Studie durch ein hausinternes Forschungsteam betreut.

Dr. Gerald Webersinke und Prim. Dr. Wolfgang Loidl freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit im Kampf gegen Prostatakrebs.
Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes und die zweithäufigste Krebstodesursache. Der Standard in der Früherkennung ist die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut. Ein erhöhter PSA-Wert ist dabei ein erster Indikator für eine mögliche Krebserkrankung. Die Wahrscheinlichkeit einer Prostatakrebserkrankung liegt bei der PSA-Wert-Analyse bei ca. 30% und wird in der Folge durch die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) verifiziert. Doch auch die Biopsie bringt nicht immer ein eindeutiges Ergebnis und muss bei manchen Patienten öfter durchgeführt werden. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern bietet in diesem Fall nun ein neuartiges Verfahren an, das über die Analyse des Harns eine Diagnose des Tumors ermöglicht.

Bei der Analyse des Harns kann eine einzige Krebszelle aus über 1 Mio. Zellen herausgefiltert werden. Das bedeutet, dass wir im Falle eine Krebserkrankung durch diese Methode einen definitiven Nachweis erbringen können. erklärt Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Leiter des ersten Prostatazentrums in OÖ. Der Ausschluss einer Erkrankung kann durch diese Methode jedoch nicht erbracht werden. Wir können aber durch diese Methode, verglichen mit der Analyse des PSA-Wertes im Blut, Prostatakrebs eindeutig nachweisen. Dies ist ein Meilenstein in der Diagnostik und hilft uns, bei rechtzeitiger Früherkennung des Tumors, ein für den Patienten optimales Therapiekonzept aufzusetzen so Loidl weiters.

Diese in Österreich neue Diagnoseform ist im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern durch die intensive Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Labor für Molekularbiologie und Zytogenetik möglich. Dort wird diese Methode im Rahmen einer eigenen Studie betreut. Dazu meint Dr. Gerald Webersinke, Leiter des Labors: Da wir die Analyse des Harns im Rahmen eines Studienschwerpunktes bei uns im Haus durchführen, können wir rasch und flexibel auf die Anforderungen der Kollegen aus dem Prostatazentrums reagieren. Dies kommt wiederum den Patienten zu Gute.

ggf. auch noch:
http://streaming.rito.com/player_day.php?snr=338&datum=2008-05-14&beginnzeit=00:12:32&filename=20080514.wmv&chosen=1&titel=Meldungen


Admin, Dietmar:
Servus, danke für das Lob, kommt zuletzt öfter, aber mann/frau hört es sehr gern!
Hinweis zur Veranstaltung in Linz zur Vorstellung des PCA3:
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, 12.Juni 2008, 19:00  bis ca 20:30, danach Diskussion!
Wer hingeht soll sich als Mitglied der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Innsbruck oder Wien anmelden,
eintragen, Fragen stellen, Unterlagen mitnehmen, hier berichten!
Danke!

« Letzte Änderung: 08. Juni 2008, 14:15 von admin »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 bei Verdacht auf Prostatakrebs: In Linz beginnt`s
« Antwort #7 am: 13. Juni 2008, 22:54 »

Prostatakrebs: Neuer Test

Harnuntersuchung - Das Linzer Krankenhaus der Elisabethinen bietet als einziges Spital in Österreich
einen neuen Früherkennungstest für Prostatakrebs an.

Dabei wird der Harn von Risiko-Patienten auf eine bestimmte Substanz untersucht.

"Ist der Test positiv, hat der Patient mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent ein Karzinom",
so Labor-Leiterin Elisabeth Haschke-Becher.

Die neue Untersuchung werde die PSA-Tests und Biopsien in absehbarer Zeit aber nicht ersetzen.

"Die Laboruntersuchung ist zuverlässiger als bisherige Tests und zeigt auch die Aggressivität des Karzinoms",
sagt Franz Harnoncourt, ärztlicher Direktor des Spitals.

Urologen und Spitäler können aus ganz Österreich per Post Proben an das Spital schicken.

Ein Test kostet 209 Euro.

Noch ist nicht klar, ob die Kassen die Kosten übernehmen.


http://www.kurier.at/archiv/volltext.php?schluessel=KURIER_200806131725310091&suche=Prostatakrebs&suchedatum=20080612%7C20080613&simple=
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich

   Urintest als verbesserte Prostatakrebs-Diagnose
   Nicht-invasive Untersuchungsmethode ab Juli in Grazer Uni-Klinik


   Graz (pte/18.06.2008/12:14) -
   Mit einem neu entwickelten Urintest soll
   das Prostatakarzinom viel schneller und vor allem viel genauer
   vorhergesagt werden können. Prostatakrebs ist heute mit jährlich rund
   225.000 Neukrankungen in Europa die häufigste Krebserkrankung des Mannes.
   Das Risiko im Laufe des Lebens mit der Diagnose Prostatakrebs
   konfrontiert zu werden beträgt 16 Prozent - das heißt, dass laut
   Statistik jeder sechste Mann erkrankt. Dieses Risiko steigt mit
   zunehmendem Alter, von zwei Prozent der männlichen Bevölkerung in der
   Altersgruppe von 40 bis 59 Jahren auf über 14 Prozent in der Altersgruppe
   von 60 bis 79 Jahren an. An der neuen Prostatakarzinom-Ambulanz an der
   Grazer Universitätsklinik für Urologie http://www.meduni-graz.at wird der
   neue Test ab Juli routinemäßig eingesetzt.

   "Da Prostatakrebs im Frühstadium, wo eine Heilung prinzipiell möglich
   ist, keine Beschwerden oder Symptome macht, gestaltet sich die Diagnose
   schwierig", meint Karl Pummer, Vorstand der Universitätsklinik für
   Urologie, im pressetext-Interview. Der derzeit angebotene
   Prostataspezifische Antigen-Test (PSA) sowie die Tastuntersuchung sind zu
   ungenau. Ergeben sich aus einer der beiden Untersuchungen begründete
   Verdachtsmomente, erfolgt die Sicherung der Diagnose durch eine
   anschließende Gewebsentnahme aus der Prostata einer so genannten Biopsie.
   "Doch bietet auch die Biopsie keine hundertprozentige Sicherheit. Das
   bedeutet, dass Männer mit einem erhöhten PSA-Wert, aber negativer Biopsie
   in einer ständigen Angst leben, doch Krebspatient zu sein", so der
   Mediziner. Das habe weitreichende negative Auswirkungen auf die
   Lebensqualität der Betroffenen.

   Bereits vor einigen Jahren wurde ein Gen (PCA3) isoliert, das im
   Gegensatz zu gutartigem Prostatagewebe bei Prostatakrebs besonders
   ausgeprägt auftritt. "Diese Entdeckung führte zur Entwicklung eines
   Tests, der die Menge an mRNA (messenger RNA) von PCA3 und von PSA im Urin
   misst und zueinander in Korrelation setzt", erklärt Pummer. Daraus ergebe
   sich ein Quotient, der sogenannte PCA3 - Score. "Dieser Test bietet zwar
   auch keine hundertprozentige Genauigkeit in der Vorhersage eines
   Prostatakarzinoms. Dennoch hat sich gezeigt, dass die Höhe des Scores
   sehr gut mit dem Vorliegen eines Prostatakarzinoms in dem Sinne
   korreliert, dass mit steigendem Score eine zunehmende Häufigkeit von
   Prostatakrebs gefunden wird."

   "Mit Hilfe dieses Scores ist eine wesentlich bessere Beurteilung des
   Erkrankungsrisikos möglich, sodass in Zukunft eine große Zahl von
   unnötigen Biopsien vermieden werden kann", so Pummer. Beim
   nicht-invasiven Test wird leichter Druck auf die Prostatadrüse ausgeübt,
   danach wird die erste Urinprobe aufgefangen und im Labor verarbeitet. "Da
   sowohl die Tumorgröße als auch der Differenzierungsgrad sehr gut mit dem
   PCA3-Score korrelieren, wird es in Zukunft möglich sein, Patienten mit
   geringem Progressionsrisiko und vielleicht eingeschränkter
   Operationstauglichkeit oder grenzwertigem Alter eine sichere Alternative
   zur sofortigen Therapie mit all ihren möglichen Konsequenzen anzubieten."

   "Im Bereich der Prostatakrebs-Früherkennung tut sich derzeit sehr viel
   und in den kommenden Jahren wird es zahlreiche neue Methoden geben",
   meint Pummer, der als Urologe betont, dass sich jeder Mann ab dem 45.
   Lebensjahr einer Prostata-Untersuchung unterziehen sollte. "Wenn es eine
   familiäre Vorbelastung gibt, sollte diese bereits ab dem 40. Lebensjahr
   erfolgen", so der Experte abschließend im pressetext-Interview.

Anmerkung:
Jeder Blasenkrebspatient sollte sich SOFORT und regelmäßig die Prostata untersuchen lassen,
denn .......http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1313.0.html
Jeder Prostatakrebspatient sollte das Screening wegen Blasenkrebs regelmäßig
durchführen lassen, denn ...... http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1117.0.html
und jeder 4. Blasenkrebs ist berufsbedingt ....
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1791.new.html#new




"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 bei Verd. auf P.Ca. sinnvoll?
« Antwort #9 am: 26. Juli 2008, 23:31 »

Anfrage war:

Schlechte PSA-Werte
Hallo,
ein guter Freund von mir hat seit Monaten schlechte PSA-Werte, der letzte jetzt aktuelle Wert liegt bei 11. Er sitzt die ganze Zeit so zwischen Baum und Borke, denn zwei Biopsien waren ohne Befund. Und die letzte Biopsie war von sehr üblen Nebenerscheinungen (starke Blutungen, erhebliche Schmerzen) geprägt. Sein Urologe will jetzt in vier Wochen nochmal den PSA-Wert ermitteln und dann ev. wieder eine Biopsie machen. Was kann ich ihm empfehlen?? Urologen wechseln, nächste Biopsie stationär machen lassen???

Daraufhin der Link zu:


30.06.2008
   Infos für Ärzte   
       Urintest für verbesserte Prostatakrebs-Diagnose
Mit einem neu entwickelten Urintest soll das Prostatakarzinom viel schneller und vor allem viel genauer vorhergesagt werden können. Prostatakrebs ist heute mit jährlich rund 225.000 Neukrankungen in Europa die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Das Risiko im Laufe des Lebens mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert zu werden beträgt 16 Prozent - das heißt, dass laut Statistik jeder sechste Mann erkrankt. Dieses Risiko steigt mit zunehmendem Alter, von zwei Prozent der männlichen Bevölkerung in der Altersgruppe von 40 bis 59 Jahren auf über 14 Prozent in der Altersgruppe von 60 bis 79 Jahren an. An der neuen Prostatakarzinom-Ambulanz an der Grazer Universitätsklinik für Urologie wird der neue Test ab Juli routinemäßig eingesetzt. Anmerkung: In Linz seit Juni 08.
"Da Prostatakrebs im Frühstadium, wo eine Heilung prinzipiell möglich ist, keine Beschwerden oder Symptome macht, gestaltet sich die Diagnose schwierig", meint Karl Pummer, Vorstand der Universitätsklinik für Urologie, im pressetext-Interview. Der derzeit angebotene Prostataspezifische Antigen-Test (PSA) sowie die Tastuntersuchung sind zu ungenau. Ergeben sich aus einer der beiden Untersuchungen begründete Verdachtsmomente, erfolgt die Sicherung der Diagnose durch eine anschließende Gewebsentnahme aus der Prostata einer so genannten Biopsie.
"Doch bietet auch die Biopsie keine hundertprozentige Sicherheit. Das bedeutet, dass Männer mit einem erhöhten PSA-Wert, aber negativer Biopsie in einer ständigen Angst leben, doch Krebspatient zu sein", so der Mediziner. Das habe weitreichende negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen.
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=21789

weiters die Mitteilung:
 Bei negativer Biopsie PCR - Test? (Polymerase-Kettenreaktion)
Wenn die Biopsie negativ ist und PSA steigt, soll ein PCR(3)-Test Klarheit bringen, hörte ich!?
Kann jemand etwas zu Test und seiner Zweckmäßigkeit sagen?
Wie ich Dr. Kremer verstehe, können genetische Defekte sowohl angeboren oder durch Strahlung, Chemikalien usw. erworben sein und prädisponieren. Sie können aber auch im und durch den Krankheitsverlauf entstehen. Der PCR - Test wäre damit evtl. zur Verlaufskontrolle geeignet, ähnlich der DNA-Z, also bei verdachtsfreier DRU ohne erneute Biopsie!?

Dazu:

du kannst dich in der Uni-Klinik in Tübingen informieren:
http://www.uro-tuebingen.de/start.html

Dann auch heute:
 Bitte KEIN Urin-Test
Der Urin-Test ist in diesem Falle leider völlig unsinnig.
Hier geht´s darum einen hochgradigen V.a. Prostata-Ca. AUSZUSCHLIESSEN.
Ein negativer Urin-Test beweist leider NICHT, daß es sich nicht doch um ein PCa handelt. Des weiteren ist die Untersuchung unzuverlässig.
Eine dritte Biopsie ist möglich; ob das Sinn macht hängt von der Anzahl der vorangegangenen Stanzen ab. Ich stanze in der Regel 18 mal, die meisten Kollegen jedoch nur 4-8 mal. Je hoher die Anzahl der Biopsien, desto besser die Aussagekraft.
Sollten bislang insgesamt nur 12 Biopsien entnommen sein, macht eine dritte Rebiopsie Sinn (dann allerdings mindestens 24 Stanzen). Kann man überigens auch entspannt ambulant in Narkose machen.
Hat der Kollege allerdings mehr als 12 Biopsien entnommen, würde ich statt der dritten Biopsie eine diagnostische TUR empfehlen (abhobeln der Prostata wie bei gutartiger Vergrößerung).
5 Tage stat. Aufenthalt, in der Regel keine grosse Sache.
Dann weiss man´s sicher.

Und dann der Hinweis:
http://www.maenner.co.at/impsa.html



Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 bei Verdacht auf Prostatakrebs
« Antwort #10 am: 08. August 2008, 10:04 »

Bisher nur über Deutschland möglich,

kann der PCA3 jetzt auch in Linz und in Graz bestimmt werden.

Bitte um Erfahrungsberichte von dort.


Weiters würde die Homepage hierüber überarbeitet:

Prostatakrebs (PCa) ist der häufigste Krebs bei Männern. In den meisten Fällen verursacht er keine Symptome. Nur bei einer Minderzahl von Betroffenen schreitet er schnell voran und ist potentiell tödlich. Diese Männer müssen entdeckt werden, bevor der Krebs sich über die Prostata hinaus ausbreitet, denn nur dann ist er heilbar. Eine Prostatabiopsie (Entnahme von Gewebeproben) ist  bisher die einzige Möglichkeit, bei Krebsverdacht die Diagnose zu sichern und gleichzeitig zu beurteilen, welches Gefahrenpotential von diesem Krebs ausgeht. Gegenwärtig werden zwei Untersuchungen dazu herangezogen, ob eine Biopsie notwendig ist: (1) Ein  Blutwert, nämlich das Prostata-spezifische Antigen (PSA), und (2) die digitale rektale Untersuchung (DRU: Tastuntersuchung der Prostata vom Enddarm aus). Ein PSA-Wert unter dem altersspezifischen Referenzwert (von 2,5-6,5 ng/mL) wird üblicherweise als Grenzwert herangezogen, ob eine Biopsie notwendig ist oder nicht. Leider kann der PSA-Wert oft nicht genau vorhersagen, ob wirklich ein Krebs hinter einer Erhöhung steckt, denn auch gutartige Prostataerkrankungen können zu einer Erhöhung führen. Ist eine Biospie erstmal erfolgt und negativ (das heißt, ein PCa wurde nicht gefunden), ist dies nicht in jedem Fall beweisend dafür, dass kein Krebs in der Prostata vorhanden ist, denn die Biopsienadel könnte ihn verfehlt haben.

Oft werden erneut Prostatabiopsien empfohlen und die Anzahl der Proben wird erhöht. Dies hat zwei unerwünschte Konsequenzen: Erstens kann eine Prostatabiopsie Schmerzen, Blutungen und Infektionen verursachen, zweitens, was noch wichtiger ist, kann die Durchführung vieler Biopsien auch sogenannte „indolente“ Karzinome sichtbar machen, die keine Behandlung erforderlich machen würden. Ideal wäre daher ein Test, mit dem solche unnötigen Biopsien vermieden werden könnten.

Der Prostate Cancer-Gen-3 (PCA3)-Test ist ein neuer Gen-basierter Test, der Prostatazellen im Urin untersucht. Das PCA3 ist hochspezifisch für das PCa und zeigt folglich im Unterschied zum PSA-Test keine erhöhten Werte durch gutartige Prozesse wie eine gutartige Prostatavergrößerung oder eine Entzündung der Prostata. Wenn Sie sich wegen eines erhöhten PSA-Wertes Sorgen machen oder unsicher wegen einer früher durchgeführten (negativen) Biopsie sind, so kann der PCA3-Urintest zusätzliche Informationen liefern, die Ihnen und Ihrem Arzt bei der Entscheidung helfen, ob eine (neue) Biopsie wirklich nötig ist.

Dieser Test ist nun in einigen europäischen Ländern wie Belgien, Deutschland, England, Frankreich, und den Niederlanden routinemäßig erhältlich; dort sind verschiedene Labors zur Durchführung dieses Tests zertifiziert.  Ebenso sind mehrere Labors in den USA  qualifiziert, diesen Test durchzuführen.

Weiter zu lesen auf http://www.pca3.org/public/?set_language=de
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
Re: PCA3 bei Verd. auf Prostatakrebs
« Antwort #11 am: 14. August 2008, 15:18 »

Prostatakarzinom: PCA3-Test wichtig für die Prognose

Mit Hilfe des PCA3-Urintests kann man bei Männern mit Prostatakarzinom wichtige Aussagen zur Prognose treffen.11.08.2008

Mit dem PCA3-Urintest gibt es seit einiger Zeit eine gute Alternative zum Prostataspezifischen Antigen (PSA)-Test in Bezug auf die Diagnose eines Prostatakarzinoms. Studien haben gezeigt, dass der PCA3-Test ein Prostatakarzinom im frühen Stadium sicherer entdecken kann als der PSA-Test. Nun folgte eine weitere Untersuchung die zeigen sollte, ob der PCA3-Test auch dabei helfen kann, die Prognose eines Prostatakarzinoms besser abzuschätzen.

Wissenschaftler des University of Texas MD Anderson Cancer Center in Houston, USA, haben diese Frage untersucht. Sie analysierten die Daten von 96 Männern, die sich wegen eines Prostatakarzinoms einer radikalen Prostatektomie unterzogen hatten und deren Gewebe danach histologisch untersucht worden war. Ziel war, eine mögliche Korrelation zwischen den PCA3-Werten vor der Operation und der Schwere der Erkrankung zu definieren.

Tatsächlich gibt es eine solche Korrelation, wie die Wissenschaftler herausfanden: Zeigte sich nach der Operation, dass das Karzinomgewebe nur höchstens 0,5 Kubikzentimeter groß war, dann waren auch die PCA3-Werte vor der Operation deutlich niedriger als bei Männern, deren Karzinom die 0,5-Kubikzentimeter-Grenze überschritten hatte. Ähnliches gilt für Prostatakarzinome niedrigen Malignitätsgrades (Gleason-Score von 6).

Dieses Ergebnis trägt zu der Reihe von Untersuchungen bei, die dem PCA3-Test eine hohe Bedeutung in der Diagnose und Prognose von Prostatakarzinomen zumessen. Wahrscheinlich kann man mit diesem Test jene erkrankten Männer, bei denen man sofort kurativ eingreifen muss, von jenen Männern unterscheiden, bei denen zunächst ein „watchful waiting“, also das wachsame Abwarten angezeigt ist. Außerdem kann dieser Gentest hilfreich sein bei der Einschätzung, welcher Mann nach einem verdächtigen PSA-Befund unbedingt biopsiert werden sollte.

Quelle: Journal of Urology 2008, Vol. 179, S. 1804-1809
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Re: PCA3 bei Verd. auf P.Ca.
« Antwort #12 am: 28. Oktober 2008, 22:46 »

Diagnose des Prostatakarzinoms: PCA3 spezifischer als PSA

28.10.08 - Die Bestimmung der PSA-Werte kann Hinweise auf ein Prostatakarzinom liefern, ist aber oft nicht spezifisch genug. Ein Test auf den erst kürzlich entdeckten Biomarker PCA3 könnte eine sinnvolle Ergänzung in der Diagnose sein.

Zellen eines Prostatakarzinoms synthetisieren 60 bis 100mal mehr mRNA des Prostatakarzinom-Gens 3 (PCA3) als normales Prostatagewebe. Dies macht sich ein neuer diagnostischer Test zunutze, der die Konzentration von PCA3-mRNA im Urin (nach Prostata-Massage) ermittelt. Die Höhe des PCA3-Scores wird dabei nicht von einem benigen Wachstum der Prostata beeinflusst.

Seit der Entdeckung des Biomarkers im Jahre 1999 konnten verschiedene Studien dessen Spezifität belegen. Nun entwickelte die Firma US-amerikanische Firma Gen-Probe mit PROGENSA® ein Test-Kit für die klinische Anwendung.

In einer europäischen Multicenter-Studiee untersuchten Forscher um Dr. Alexander Haese vom Universitätsklinikum Hamburg die Testmethode an 463 Patienten. Dabei zeigte sich, dass die PCA3-Scores mit dem Tumorvolumen und den Gleason-Scores korrelierten. Als Prädiktor für das Tumorvolumen erwies sich der PCA3-Score sogar der Serum-PSA-Messung überlegen.

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_urologie_prostata_pca3_122520342343.htm

Abstract der Originalpublikation

fs / European Urology 54 [2008]; 1081-1088

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
Prostatakrebs, PCA3 im KH. Graz
« Antwort #13 am: 11. Dezember 2008, 10:23 »

Urintest als verbesserte Prostatakrebs-Diagnose

Posted by: newscologne on: Juni 18, 2008

Graz (pte) - Mit einem neu entwickelten Urintest soll das Prostatakarzinom viel schneller und vor allem viel genauer vorhergesagt werden können. Prostatakrebs ist heute mit jährlich rund 225.000 Neukrankungen in Europa die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Das Risiko im Laufe des Lebens mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert zu werden beträgt 16 Prozent - das heißt, dass laut Statistik jeder sechste Mann erkrankt. Dieses Risiko steigt mit zunehmendem Alter, von zwei Prozent der männlichen Bevölkerung in der Altersgruppe von 40 bis 59 Jahren auf über 14 Prozent in der Altersgruppe von 60 bis 79 Jahren an. An der neuen Prostatakarzinom-Ambulanz an der Grazer Universitätsklinik für Urologie wird der neue Test ab Juli routinemäßig eingesetzt.

“Da Prostatakrebs im Frühstadium, wo eine Heilung prinzipiell möglich ist, keine Beschwerden oder Symptome macht, gestaltet sich die Diagnose schwierig”, meint Karl Pummer, Vorstand der Universitätsklinik für Urologie, im pressetext-Interview. Der derzeit angebotene Prostataspezifische Antigen-Test (PSA) sowie die Tastuntersuchung sind zu ungenau. Ergeben sich aus einer der beiden Untersuchungen begründete Verdachtsmomente, erfolgt die Sicherung der Diagnose durch eine anschließende Gewebsentnahme aus der Prostata einer so genannten Biopsie. “Doch bietet auch die Biopsie keine hundertprozentige Sicherheit. Das bedeutet, dass Männer mit einem erhöhten PSA-Wert, aber negativer Biopsie in einer ständigen Angst leben, doch Krebspatient zu sein”, so der Mediziner. Das habe weitreichende negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen.

Bereits vor einigen Jahren wurde ein Gen (PCA3) isoliert, das im Gegensatz zu gutartigem Prostatagewebe bei Prostatakrebs besonders ausgeprägt auftritt. “Diese Entdeckung führte zur Entwicklung eines Tests, der die Menge an mRNA (messenger RNA) von PCA3 und von PSA im Urin misst und zueinander in Korrelation setzt”, erklärt Pummer. Daraus ergebe sich ein Quotient, der sogenannte PCA3 - Score. “Dieser Test bietet zwar auch keine hundertprozentige Genauigkeit in der Vorhersage eines Prostatakarzinoms. Dennoch hat sich gezeigt, dass die Höhe des Scores sehr gut mit dem Vorliegen eines Prostatakarzinoms in dem Sinne korreliert, dass mit steigendem Score eine zunehmende Häufigkeit von Prostatakrebs gefunden wird.”

“Mit Hilfe dieses Scores ist eine wesentlich bessere Beurteilung des Erkrankungsrisikos möglich, sodass in Zukunft eine große Zahl von unnötigen Biopsien vermieden werden kann”, so Pummer. Beim nicht-invasiven Test wird leichter Druck auf die Prostatadrüse ausgeübt, danach wird die erste Urinprobe aufgefangen und im Labor verarbeitet. “Da sowohl die Tumorgröße als auch der Differenzierungsgrad sehr gut mit dem PCA3-Score korrelieren, wird es in Zukunft möglich sein, Patienten mit geringem Progressionsrisiko und vielleicht eingeschränkter Operationstauglichkeit oder grenzwertigem Alter eine sichere Alternative zur sofortigen Therapie mit all ihren möglichen Konsequenzen anzubieten.”

“Im Bereich der Prostatakrebs-Früherkennung tut sich derzeit sehr viel und in den kommenden Jahren wird es zahlreiche neue Methoden geben”, meint Pummer, der als Urologe betont, dass sich jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr einer Prostata-Untersuchung unterziehen sollte. “Wenn es eine familiäre Vorbelastung gibt, sollte diese bereits ab dem 40. Lebensjahr erfolgen”, so der Experte abschließend im pressetext-Interview.

http://newscologne.wordpress.com/2008/06/18/urintest-als-verbesserte-prostatakrebs-diagnose/
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 Tumormarkertest bei Verdacht auf Prostatakrebs
« Antwort #14 am: 26. Dezember 2008, 12:51 »
Habe gerade zum Prostatakrebs-Tumormarker PCA3 gelesen:
Der PCA3-Test erfordert das Massieren der Prostata (von oben nach unten und von aussen nach innen, um das Prostatasekret mit dem beinhalteten PSA Richtung grösserer Gänge und damit Harnröhre zu drücken, um möglichst viel mittels Urin über den Harntrakt ausscheiden zu können,
Der Test ist also auf eine massierbare Prostata angewiesen.

Ein Bericht:
Gentest zeigt Prostata-Krebs

Vermeidung unnötiger Biopsien - Erstes Testlabor in Heidelberg .
Der erste genetische Urintest zur Diagnose eines Prostata-Karzinoms ist jetzt auch in Deutschland verfügbar.
Dieser PCA3-Test kann von Ärzten angewandt werden, wenn der Serum-PSA-Test und die digitale rektale Untersuchung (DRU) keine eindeutigen Ergebnisse geliefert haben.
Nachteile des herkömmlichen Serum-PSA-Tests sind laut Privatdozent Uwe Treiber von der Urologischen Klinik in München viele falsch-positive Ergebnisse, die dann Prostata-Biopsien zur Folge hätten. Doch auch wenn der anschließende Biopsiebefund trotz erhöhter PSA- Werte negativ ausfiele, kann ein Prostata-Karzinom nicht ausgeschlossen werden. Daher müssten dann zusätzliche Biopsien durchgeführt werden. Der PCA3-Test gibt weitere Sicherheit in der Diagnose und kann unnötige Biopsien vermeiden.
Der Test ist nur über spezialisierte Labors erhältlich, in Deutschland ist das derzeit das Labor Limbach in Heidelberg.
Da der Test jedoch keine Kassenleistung ist, muss er vom Patienten selbst bezahlt werden. Die Kosten liegen zwischen 300 und 350 Euro.
Es gibt mittlerweile schon mehr Labors, die den Test durchführen, weiß Peter.

Der PCA3 Test ist in Wien nicht möglich zu bekommen, oder?
In Linz und Graz gibt es ihn seit einigen Monaten und er kostet .........? Glaublich rund 200.- Euro.

« Letzte Änderung: 26. Dezember 2008, 12:51 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 bei Verd. auf P.Ca.?
« Antwort #15 am: 26. Juni 2009, 20:10 »

Bedeutung des PCA3-Scores bei der Prostata-Rebiopsie
im Saturationsschema

S. Gutschi1, M. Auprich1, G. Gallé1, S. Mannweiler2, H. Augustin1, K. Pummer1
1Universitätsklinik für Urologie und 2Institut für Pathologie, Medizinische Universität
Graz, Österreich

Fragestellung
In diesem prospektiven Studienprotokoll wurde die
Wertigkeit des PCA3-Scores als Entscheidungskriterium für die
Rebiopsien im Saturationsschema untersucht.

Methodik
Untersucht wurden 27 Patienten, welche aufgrund altersspezifisch
erhöhter oder ansteigender PSA-Werte zur Rebiopsie kamen
und im Mittel 2 Vorbiopsien hatten. Die Biopsie wurde transrektal
ultraschallgezielt in Sedoanalgesie durchgeführt, dabei wurden
24 Biopsiezylinder (pro Seite 10 peripher und 2 transitional)
entnommen. Vor der Biopsie wurde neben digital-rektaler Untersuchung
(DRU), das PSA und ein PCA3-Test bestimmt und mit den
histologischen Ergebnissen korreliert. Als Cut-off wurde ein PCA3-
Score von über 35 gewählt.

Ergebnis
Das mittlere Patientenalter war 65 (52–82) Jahre, der
mittlere PSA-Wert war 13,31 (2,41–82,71) ng/ml, die mittlere PSARatio
war 15,15 (6–33) %, fünf Patienten (18 %) hatten eine auffällige
DRU. Der PCA3-Score war bei 13 Patienten (48 %) unter dem
Cut-off (≤ 35), bei 14 Patienten (52 %) über dem Cut-off (> 35). Von
den insgesamt 27 Patienten wurde bei 10 Patienten ein Prostatakarzinom
(PC) nachgewiesen (37 %). Davon hatten 3 Patienten einen
PCA3-Score unter dem Cut-off (PCA3-Score 9, 10, 32) und
7 Patienten einen PCA3-Score über dem Cut-off. Daraus errechnet
sich einen Sensitivität von 50 %, eine Spezifität von 76,9 %, ein PPV
von 70 % und ein NPV von 58,8 %. Bei einem PCA3-Score über
Cut-off wurde bei einer, bei zwei, bei drei und bei vier negativen
Vorbiopsien in 100 %, 50 %, 50 % und 0 % ein Karzinom nachgewiesen.

Schlussfolgerung
Der PCA3-Score kann als wertvolles Entscheidungskriterium
für die Wiederholung einer Prostatabiopsie in einem
Saturationsschema herangezogen werden,
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Prostatakrebs? Wann PCA3
« Antwort #16 am: 14. März 2010, 23:34 »
Die PROGENSA(R) PCA3 Untersuchung

kann bei der Entscheidung über die Wiederholung einer Prostatabiopsie helfen,
wie die auf dem führenden medizinischen Kongress präsentierten Daten bestätigen

   San Diego, March 8, 2010 (ots/PRNewswire) - Die PROGENSA(R) PCA3
Untersuchung von Gen-Probe  kann bei  der Bestimmung helfen, ob
Männer, bei denen Prostatakrebs vermutet wird, sich  einer
wiederholten Biopsie unterziehen sollen, so zeigen es die Daten
zweier  grosser aktueller Studien des molekularen Urintests. Diese
Studien wurden  vergangene Woche auf dem Genitourinary (GU) Cancers
Symposium (Symposium über  urogenitale Tumore) der American Society
of Clinical Oncology's (ASCO) in  San Francisco präsentiert.

   "Diese beiden Studien, die mehr als 2.400 Männer miteinbezogen,
sind die  bis dahin bedeutendsten Testreihen, die je mit unseren
molekularen PROGENSA  PCA3 Urintests durchgeführt wurden, und
bestätigen die Möglichkeit der  Untersuchung, das Ergebnis einer
wiederholten Prostatabiopsie vorherzusagen,  womit sie die Ärzte
dabei unterstützen, eine angemessenere, auf den Patienten
abgestimmte medizinische Versorgung zu bieten," sagte Eric Lai, PhD,
Senior-Vizepräsident von Gen-Probe im Bereich Forschung und
Entwicklung.

   Bei den auf der ASCO GU Tagung gezeigten Studien wurde PCA3
verwendet, um Urinproben von Männern zu testen, welche an der REDUCE
Versuchsreihe von GlaxoSmithKline mit der Droge Dutasterid
teilnahmen. Die PCA3 Tests wurden an den Urinproben von 1.140 Männern
aus der Placebogruppe der REDUCE Versuchsreihe sowie von 1.308
Männern aus der Dutasterid Gruppe durchgeführt. Alle Männer
unterzogen sich Prostatabiopsien im Zeitraum von zwei bis vier
Jahren nach ihrer Eintragung in die Versuchsreihe.

   Die erste auf der Tagung gezeigte PCA3 Studie entstammte der
Placebogruppe der REDUCE Versuchsreihe. Diese Studie, auf welche im
offiziellen Presseprogramm der ASCO explizit hingewiesen wurde,
zeigte, dass die PCA3 Werte in signifikanter Weise mit einem
positiven Ergebnis einer Prostatabiopsie (P<0,0001) zusammenhingen,
und dass Männer mit höheren PCA3 Werten mit höherer
Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs erkrankten. Insbesondere zeigte
sich, dass der Krebs nur bei 6% der Männer mit sehr niedrigen PCA3
Werten diagnostiziert wurde, hingegen bei 57% Prozent der Männer mit
sehr hohen PCA3 Werten.

   PCA3 Werte stehen auch mit der Aggressivität der Krebserkrankung
in Zusammenhang: Die durchschnittlichen PCA3 Werte lagen höher bei
Männern mit hochgradigen Krebserkrankungen als bei denen mit
Krebserkrankungen von niedriger Qualität (P=0,0017). Schlussendlich
prognostizierte der PCA3 Test auch die Wahrscheinlichkeit einer
Prostatakrebsdiagnose bei einer zukünftigen Biopsie. Insbesondere bei
Männer mit erhöhten PCA3 Werten und negativen Biopsien bei der
zweijährigen Untersuchung war die Wahrscheinlichkeit, dass bei der
Untersuchung nach vier Jahren Krebs diagnostiziert wurde, doppelt so
hoch (P=0,0002), wie bei Männern mit niedrigen PCA3 Werten und
negativen Biopsien.

   Die zweite auf der Tagung gezeigte PCA3 Studie entstammte der
Dutasterid-Gruppe der REDUCE Versuchsreihe. Diese Studie, welche für
einen mündlichen Vortrag auf der Tagung ausgewählt wurde, zeigte,
dass PCA3 auch dazu verwendet werden kann, die Ergebnisse einer
Prostatabiopsie bei Männern vorherzusagen, welche Dutasterid nehmen.
Im Gegensatz zu Serum PSA Tests waren die PCA3 Werte im Durchschnitt
bei der Placebo- wie bei der Dutasterid-Gruppe gleichwertig, und die
PCA3 Sensibilität sowie die Genauigkeit waren ebenso ähnlich bei
beiden Gruppen.

   Die zweite Studie bestätigte auch frühere Untersuchungen, die
bereits nachwiesen, dass PCA3 die Serum PSA Untersuchungen zur
Feststellung von Prostatakrebs übertrifft, und die
Diagnosegenauigkeit in Verbindung mit Serum PSA Untersuchungen und
sonstigen klinischen Informationen verbessert.

   Über Prostatakrebs und PCA3

   Gemäss der europäischen Vereinigung gegen Prostatakrebs (European
Prostate Cancer Coalition) gehört Prostatakrebs zu den gängigsten
Krebserkrankungen bei Männern in Europa. Über 300.000 neue Fälle von
Prostatakrebs werden jährlich in der Europäischen Union
diagnostiziert, und über zwei Millionen Europäer leben mit dieser
Krankheit.

   PCA3 ist ein Molekül, dass bei über 90% der Prostatakrebsfälle in
allzu hoher Dosis vorkommt, und welches bei Urinproben, die einer
digitalen rektalen Untersuchung nachfolgen, quantitativ bestimmt
werden kann. Studien haben gezeigt, dass, da PCA3 für Prostatakrebs
hochspezifisch ist, es die Ergebnisse wiederholter Biopsien exakter
prognostiziert als der traditionelle Test auf das prostataspezifische
Antigen (PSA).

   Die Untersuchung von PROGENSA(R) PCA3 der Firma Gen-Probe,
welches zum Verkauf innerhalb der EU eine CE-Kennzeichnung trägt, ist
die erste urinbasierte molekulare diagnostische Untersuchung auf
Prostatakrebs. Im August 2009 begann Gen-Probe mit einer klinischen
Studie, die dazu dienen sollte, eine Genehmigung der USA zur
Anwendung der Untersuchung bei ihrem halbautomatischen
Instrumentensystem zu erhalten. Die Gesellschaft ist weiterhin
zuversichtlich, einen Antrag auf Zulassung vor Markteinführung
(Premarket Approval Application) später in diesem Jahr zu stellen.

   Daten von ca. 30 begutachteten Publikationen legen nahe, dass die
PROGENSA PCA3 Untersuchung, sofern sie zusammen mit anderen
Patienteninformationen verwendet wird, dabei helfen kann, einige der
wohl bekannten Probleme zu lösen, denen sich Urologen gegenüber
sehen, wenn sie Prostatakrebs diagnostizieren sollen, wie z. B.
unnötige Biopsien auf ein Minimum zu reduzieren.

   Über Gen-Probe

   Gen-Probe Incorporated ist ein globaler Marktführer in der
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von schnellen, genauen und
kostengünstigen molekularen Diagnoseprodukten und -dienstleistungen,
die vor allem dazu verwendet werden, menschliche Erkrankungen zu
diagnostizieren, menschliche Blutspenden zu überprüfen und die
Transplantationskompatibilität zu gewährleisten. Gen-Probe besitzt
ca. 27 Jahre Erfahrung bei Nukleinsäuretests (NAT) und erhielt im
Jahr 2004 die National Medal of Technology, in Amerika die höchste
Anerkennung für eine technologische Innovation, für die Entwicklung
von NAT Untersuchungen zur Überprüfung von Blut. Gen-Probe hat seinen
Hauptgeschäftssitz in San Diego und beschäftigt ca. 1.300 Menschen.
Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte die Webseite
http://www.gen-probe.com.

   Warnung bezüglich zukunftsgerichteter Aussagen

   Aussagen in diesem Pressebericht über die Erwartungen,
Überzeugungen, Pläne, Grundsätze, Annahmen oder zukünftige Ereignisse
oder die Leistungsfähigkeit von Gen-Probe sind keine historischen
Fakten sondern zukunftsgerichtete Aussagen. Diese aussagen werden
oft, aber nicht immer gekennzeichnet durch den Gebrauch von Worten
oder Sätzen wie glauben, werden, erwarten, voraussehen, schätzen,
beabsichtigen planen und würden. Zum Beispiel handelt es sich bei
Aussagen über neue Produkte, mögliche rechtliche Zulassungen,
Kundenakzeptanz und die Ergebnisse zukünftiger klinischer Studien
immer um zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen
sind keine Leistungsgarantien. Sie umfassen bekannte und unbekannte
Risiken, Unsicherheiten und Annahmen, welche zu tatsächlichen
Ergebnissen, Geschäftstätigkeiten, Leistungen oder Erfolgen führen
können, die entscheidend von den erklärten oder beabsichtigten
abweichen. Einige dieser Risiken, Unsicherheiten und Annahmen, die
bei tatsächlichen Ergebnissen zu einer erheblichen Abweichung von
Annahmen oder Vorhersagen führen können, sind einschliesslich aber
nicht ausschliesslich: (i) Das Risiko, dass die Ergebnisse der
klinischen Studie in den USA unseres PCA3 Tests nicht positiv sein
werden; (ii) das Risiko, dass unser PCA3 Test - wenn überhaupt -
nicht innerhalb des von uns erwarteten Zeitrahmens von der FDA zur
Vermarktung in den USA zugelassen wird,; (iii) die Möglichkeit, dass
sich der Markt für den Verkauf unseres PCA3 Produktes nicht wie
erwartet entwickeln wird; (iv) das Risiko, dass wir uns nicht gegen
andere Tests zur Erkennung von Prostatakrebs effektiv behaupten
können; (v) das Risiko, dass wir es nicht schaffen, unsere derzeit
exklusive Lizenz für PCA3 zu behalten; und (vi) das Risiko, dass
unsere Drittvertriebe unsere Produkte nicht effektiv vertreiben
werden. Dies umschreibt einige, aber nicht alle Fakten, die einen
Einfluss darauf haben können, ob wir die in einer zukunftsgerichteten
Aussage genannten Ergebnisse erreichen können oder nicht. Für weitere
Informationen über Risiken und Unsicherheiten, denen sich Gen-Probe
gegenübersieht und für eine Besprechung der Jahresabschlussberichte
der Gesellschaft und der dazu gehörigen Anmerkungen, achten sie bitte
auf die Dokumente, welche bei der SEC hinterlegt wurden,
einschliesslich des aktuellen Jahresberichtes auf Formular 10-K und
allen darauf folgenden periodischen Berichten. Wir übernehmen keine
Verpflichtung und lehnen ausdrücklich jede Pflicht ab, eine
zukunftsgerichtete aussage zu aktualisieren, um Ereignisse oder
Umstände nach diesem Pressebericht widerzuspiegeln oder um danach
auftretenden Ereignisse wiederzugeben.

~
    Kontakt:
    Michael Watts
    Vizepräsident, Investor Relations und
    Unternehmenskommunikation
    +1-858-410-8673
~

Rückfragehinweis:
  CONTACT:  Michael Watts, Vizepräsident, Investor Relations
  undUnternehmenskommunikation von Gen-Probe, +1-858-410-8673

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/PR64394

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLI

Richi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 627
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 von FDA abgesegnet?
« Antwort #17 am: 21. Februar 2012, 01:14 »

In Österreich wurde "probeweise" am AKH begonnen,

dann imn Linz,

dann in Graz,

mittlerweile ......?


PCA3 sei "der Test der Wahl", wenn der PSA-Test zu wenig ist, speziell wenn bereits .............?


Die US-Lebensmittelüberwachung- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA genehmigt das von Gen-Probe eingeführte Testverfahren PROGENSA® PCA3, das erste auf Urin basierende molekulare Testverfahren, das dabei behilflich ist, zu ermitteln, ob wiederholte Pro

   San Diego (ots/PRNewswire) -

~
                 -- Der Test reduziert möglicherweise die unnötige
Wiederholung von
                                       Prostatabiopsien --
~

   Gen-Probe  liess heute verlauten, dass die
US-Lebensmittelüberwachung- und Arzneimittelbehörde, die US Food and
Drug Administration (FDA), deren PROGENSA(R) PCA3 (Prostatakrebsgen
3) Testverfahren, das erste Molekulartestverfahren, mit dem die
Notwendigkeit einer erneuten Entnahme von Prostatabiopsien in Männern
mit vorangegangenen negativen Biopsien, ermittelt wird, genehmigt
hat.

   Um die Multimedia-Information, die in diesem Zusammenhang zur
Verfügung stehen, zu sehen, klicken Sie auf: http://www.multivu.com/m
nr/53530-gen-probe-progensa-pca3-prostate-cancer-psa

   (Foto: http://photos.prnewswire.com/prnh/20120215/MM40563

   "Wenn dieses Testverfahren im Zusammenhang mit anderer
diagnostischer Information zu Rate gezogen wird, stellt unser
PROGENSA PCA3 Testverfahren klinisch wichtige Information bereit, die
Ärzte und Patienten dabei unterstützt, eine bessere, sachkundigere
Entscheidung bzgl. eines der am irritierendsten Probleme bei der
Diagnose von Prostatakrebs zu treffen," bestätigt Carl Hull,
Präsident und Geschäftsführer von Gen-Probe. "Von kommerzieller
Perspektive gesehen, ist dies die dritte von vier potentiellen von
US-behördlichen Genehmigungen, von der wir erwarten, dass sie einen
bedeutenden neuen Wachstumszyklus für die Firma generiert."

   "Überaktivierung des PCA3 Gens ist sehr spezifisch für karzinöses
Prostatagewebe," erklärt John Wei, MD, MS, Professor für Urologie an
der University of Michigan Health System, USA. "Wenn es mit anderen
Risikofaktoren evaluiert wird, füllt das PROGENSA PCA3 Testverfahren
ein ungedecktes medizinisches Bedürfnis, indem Ärzte bei der
Identifizierung von Männern unterstützt werden, bei denen man eine
Prostatakrebserkrankung vermutet wird und welche derselbigen sich
einer erneuten Prostatabiopsie unterziehen sollten."

   Das PROGENSA PCA3 Testverfahren ist indiziert für die Anwendung in
Verbindung mit anderer Patienteninformation, um bei der Entscheidung
bezüglich einer erneuten Biopsie in Männern über 50 Jahren oder
jener, die eine oder mehrere vorangegangene Prostatabiopsien mit
negativem Ergebnis hatten und denen ein Urologe, gemäss aktuellem
Pflegestandard, eine erneute Biopsie ans Herz legen würde, vor der
Berücksichtigung der Ergebnisse des PROGENSA PCA3 Testverfahrens. Das
negative Ergebnis eines PROGENSA PCA3 Testverfahrens wird mit der
reduzierten Wahrscheinlichkeit einer positiven Biopsie assoziiert.
Für die Diagnose einer Prostataerkrankung ist eine Prostatabiopsie
vonnöten.

   Wichtige Sicherheitshinweise 

   Das PROGENSA PCA3 Testverfahren darf nicht bei männlichen
Patienten angewandt werden, deren letzte Biopsie eine atypischer
mikroazinäre Proliferation ergab. Männliche Patienten, deren letzte
Biopsie ASAP-positiv war, sollten gemäss aktuellen medizischen
Standards behandelt werden.

   Die klinische Studie von PROGENSA PCA3 Testverfahren umfasste nur
männliche Patienten, denen eine erneute Biopsie nahegelegt wurde.
Daher ist die Anwendung der Testverfahren noch nicht festgelegt in
männlichen Patienten, denen einen erneute Biopsie noch nicht
empfohlen wurde.

   FDA-Genehmigung des PROGENSA PCA3 Testverfahrens basierte auf
einer klinischen Studie, die im August 2009 begann und im Mai 2010
endete. Die Studie umfasste 495 geeignete Probanden in 14 klinischen
Einrichtungen. Im August 2010, unterbreitete Gen-Probe der FDA einen
Zulassungsantrag.

   In der klinischen Studie hatte PROGENSA PCA3 einen negativen
prognostischen Wert von 90%, was bedeutet, dass ein negatives
PROGENSA PCA3 Ergebnis in 90% der Fällen ein negatives Ergebnis der
Prostatabiopsie voraussagte.

   Informationen über Prostatakrebs und PROGENSA PCA3 Testverfahren

   Gemäss der Amerikanischen Krebsgesellschaft (American Cancer
Society, ACS), ist das Prostatakarzinom die am zweithäufigste
diagnostizierte Krebserkrankung in US-amerikanischen Männern (an
erster Stelle steht der Hautkrebs) und die zweithäufigste
Krebstodesursache in Männern (nach Lungenkrebs). Ein Sechstel aller
US-Amerikaner wird im Laufe ihres Lebens an Prostatakrebs erkranken
und einer von 36 wird daran versterben. Die ACS schätzt, dass 2011
ca. 241.000 US-Amerikaner mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert
werden und dass ca. 34.000 Männer daran sterben werden.

   PCA3 ist ein Gen, das sehr überaktiv in Prostatakrebsfällen ist.
Nach einer digital-rektalen Untersuchung kann die Menge des PCA3 Gens
in Urinproben festgestellt werden, zusammen mit dem
Prostata-spezifischen Antigen (PSA) Gen, um ein PCA3-Ergebnis zu
generieren. Studien haben gezeigt, dass weil das PCA3 Gen
hochspezifisch für Prostatakrebs ist, es die Ergebnisse erneuter
Biopsien akkurater als traditionelle Serum-PSA Tests vorhersagt in
Patienten, die schon eine oder mehrere vorangegangene negative
Prostatabiopsien hatte.

   Daten von mehr als 80 Publikationen, die auch von Fachleuten
überprüft worden waren, weisen in die Richtung, dass PCA3 Gen
Testreihen auch bei manchen bekannten Herausforderungen denen sich
Urologen gegenübersehen Hilfestellung bieten könnten, wenn dies mit
anderer Patienteninformation gekoppelt würde, so z.B. die
Identifikation von Prostatakarzinomen, bei gleichzeitiger Reduzierung
von unnötig wiederholten Biopsien.

   Die PROGENSA PCA3 Testuntersuchung von Gen-Probe ist die erste auf
Urin basierende molekulardiagnostische Untersuchung, die bei der
Entscheidungsfindung bzgl. fraglicher erneuter Biopsien behilflich
sein könnte. Der Test wurde von den entsprechenden Behörden genehmigt
und wird in den USA, in Kanada und der Europäischen Union zum Verkauf
angeboten.

   Im November 2003 erwarb Gen-Probe exklusiven weltweiten
diagnostischen Rechte am PCA3 Gen von DiagnoCure (CUR: TO).

   Informationen zu Gen-Probe 

   Gen-Probe ist ein globaler Marktführer in der Entwicklung,
Herstellung und Vermarktung von schnellen, akkuraten und
kosteneffizienten Molekulardiagnostikprodukten und Diensten, die
hauptsächlich für die Diagnose von Humanerkrankungen, Überprüfung von
Spenderblut und Überprüfung von Transplantatkompatibilität zum
Einsatz kommen. Der Hauptsitz von Gen-Probe befindet sich in San
Diego, CA (USA) und beschäftigt ca. 1400 Mitarbeiter. Für weitere
Informationen, klicken Sie auf http://www.gen-probe.com.

   Warnung bzgl. zukunftsgerichteter Aussagen 

   Die Aussagen in diesem Pressebericht bzgl. Erwartungen,
Überzeugungen, Pläne, Zielsetzungen, Annahmen oder zukünftigen
Ereignisse sind keine historischen Fakten sondern zukunftsgerichtete
Aussagen. Diese Aussagen sind oft, aber nicht immer, gekennzeichnet
durch den Gebrauch von Wörtern oder Sätzen, wie z.B. glauben, werden,
erwarten, voraussehen, schätzen, beabsichtigen, planen und würden.
Zum Beispiel handelt es sich bei Aussagen über neue Produkte,
mögliche rechtliche Zulassungen, Kundenakzeptanz und die Ergebnisse
zukünftiger klinischer Studien immer um zukunftsgerichtete Aussagen.
Zukunftsgerichtete Aussagen bieten keine Leistungsgarantie. Sie
umfassen bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und
Annahmen, welche zu tatsächlichen Ergebnissen, Geschäftstätigkeiten,
Leistungen oder Erfolgen führen können, die entscheidend von den
erklärten oder beabsichtigten können. Zu einigen dieser Risiken,
Unsicherheiten und Annahmen, die bei tatsächlichen Ergebnissen zu
einer erheblichen Abweichung von Annahmen oder Vorhersagen führen
können, gehören u.a.: (i) Die Möglichkeit, dass sich der Markt für
den Verkauf unseres PROGENSA PCA3 Testreihe in den USA oder Kanada
nicht wie erwartet, entwickelt; (ii) Das Risiko, dass wir uns
eventuell nicht effektiv behaupten können; (iii) Das Risiko, dass für
unsere PROGENSA PCA3 Testreihe nicht genügend Gelder zur Verfügung
stehen; (iv) Das Risiko, dass wir unsere momentanten
Firmenkollaborationen nicht aufrecht erhalten können und neue
Firmenkollaborationen oder Kundenaufträge erhalten; (v) Das Risiko,
dass dritte Parteien unsere Produkt nicht effektiv vertreiben können.
Dies umschreibt einige, aber nicht alle Faktoren, die einen Einfluss
darauf haben könnten, ob wir die in einer zukunftsgerichteten Aussage
behandelten Ergebnisse erreichen können oder nicht. Für weitere
Informationen über Risiken und Unsicherheiten, denen wir uns
gegenübergestellt sehen sowie eine Diskussion über unsere
finanziellen Aussagen und Fussnoten, beachten Sie bitte die
Dokumente, die wir bei der SEC einreichen, wozu auch unser letzter
Jahresbericht auf Formular 10-K und alle darauf folgenden regelmässig
wiederkehrenden Berichte zählen. Wir übernehmen keine Verpflichtung
und lehnen ausdrücklich jegliche Pflicht ab, eine zukunftsgerichtete
Aussage zu aktualisieren, um Ergebnisse oder Umstände gemäss diesem
Pressebericht widerzuspiegeln oder um danach auftretende Ereignisse
wiederzugeben.

Rückfragehinweis:
  Michael Watts, Vizepräsident, Anlegerpfleger und
  Unternehmenskommunikation, +1-858-410-8673; oder Alyssa Eggum,
  Direktor,
  Global MarCom and Branding, Gen-Probe Incorporated, +1-858-410-8647

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0219    2012-02-16/15:49

161549 Feb 12

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120216_OTS0219/die-us-lebensmittelueberwachung-und-arzneimittelzulassungsbehoerde-fda-genehmigt-das-von-gen-probe-eingefuehrte-testverfahren-progensa-pca3-das-erste-auf-urin-basierende-molekulare-testverfahren-das
« Letzte Änderung: 21. Februar 2012, 01:14 von Richi »

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 6.061
  • Geschlecht: Männlich
Prostatakrebs? PCA3 Hintergrund-Informationen
« Antwort #18 am: 29. Dezember 2012, 16:21 »



PCA3 Hintergrund-Informationen


PCA3: Ein genetischer Urintest zur Entscheidungsfindung, ob eine Biopsie wirklich nötig ist
Interpretation des PCA3-Testergebnisses
Hyperlinks mit weiteren Informationen zum PCa
 
PCA3: Ein genetischer Urintest zur Entscheidungsfindung, ob eine Biopsie wirklich nötig ist
 
Der Prostate CAncer Gene 3 (PCA3) Test ist ein genbasierter Test. Er ersetzt den PSA (Prostata-spezifisches Antigen) Test nicht. Die PCA3 Untersuchung ist ein zusätzliches Instrument zur Entscheidungsfindung, ob bei Männern, bei denen Prostatakrebs (PCa) vermutet wird, d. h., solche mit einem PSA-Wert zwischen 2,5 und 10 ng/mL, eine Prostatabiopsie zur Diagnose von PCa wirklich nötig ist. PCA3 ist, anders als PSA, Prostatakrebs spezifisch. Dies bedeutet, es wird nur von Prostatakrebs-Zellen produziert und nicht von der Prostatagröße beeinflusst. Es unterscheidet besser als PSA zwischen Prostatakrebs und gutartigen/nicht-kanzerogenen Prostataerkrankungen, wie z. B. der gutartigen Prostatahyperplasie (BPH, gutartige Prostatavergrößerung) oder Prostatitis (Entzündung der Prostata). PCA3 liefert deshalb zusätzlich zum PSA sehr nützliche Informationen bei der Entscheidung, ob eine Biopsie wirklich nötig ist.
 
Eine kürzlich durchgeführte Studie legt den Schluss nahe, dass der PCA3-Score auch zwischen nicht-signifikantem (indolentem) und signifikantem PCa differenzieren kann.
 
Zurück nach oben

Interpretation des PCA3-Testergebnisses
 
Die PCA3-Untersuchung ist ein einfacher Test: Nach einer Prostatamassage (Digitale rectale Untersuching: DRU) werden Prostatazellen in den Urin abgeschieden. Dieser wird dann untersucht. (Klicken Sie auf Animation zum Sichtbarmachen). Diese Urinprobe wird zur Bestimmung des PCA3-Scores an das Labor geschickt. Ein hoher PCA3-Score deutet auf eine höhere Wahrscheinlichkeit hin, dass eine Prostatabiopsie positiv ausfällt, d. h. Krebszellen in der Prostata vorhanden sind. Ein niedriger PCA3-Score deutet auf eine geringere Wahrscheinlichkeit einer positiven Biopsie hin. Ist der PCA3-Score niedrig, kann eine Biopsie hinausgezögert oder letztlich vermieden werden. So kann die PCA3-Untersuchung dabei helfen, viele unnötige Biopsien und damit verbundene mögliche Beschwerden und Komplikationen (Schmerzen, Blutungen und Infektionen) bei den betroffenen Männern zu vermeiden.

Die PCA3-Untersuchung kann auch bei Männern angewandt werden, die bereits eine negative Biopsie oder sogar mehrere Biopsien mit negativem Befund durchgefürht wurden. Mit dem PCA3-Test ist eine Vorhersage, ob eine erneute Biopsie positiv sein wird, bzw., die Beurteilung der Notwendigkeit einer weiteren Biopsie möglich.
 
Ist das Ergebnis einer erneuten Biopsie positiv, so kann der PCA3-Score als ergänzende Information zur Vorhersage des prä-operativen Risikos der PCa-Progression und der Notwendigkeit einer frühen Behandlung genutzt werden.
 
http://www.pca3.org/public/de/pca3/pca3-hintergrund-informationen#Hyperlinks_mit_weiteren_Informationen_zum_PCa

Hyperlinks mit weiteren Informationen zum PCa
 
Wikipedia

----------------------------------------------

http://www.pca3.org/public/sites/pca3.org.public/files/content_media/pca3-patientbrochure_german.pdf

Welche Informationen liefert der PCA3-Score?


PCA3-Score und die Diagnose von
Prostatakrebs
► Der PCA3-Score liefert Hinweise auf die
Wahrscheinlichkeit einen Prostatakrebs in einer Biopsie
zu fi nden:
► Je höher der PCA3-Score, desto höher die
Wahrscheinlichkeit, dass Krebs entdeckt wird.
► Je niedriger der PCA3-Score, desto niedriger
die Wahrscheinlichkeit, dass Krebs entdeckt wird.
► Allerdings hängt die Entscheidung für eine Biopsie
von vielen Faktoren ab: Ihrem Alter, der familiären
Veranlagung zum Prostatakrebs, dem DRU Ergebnis,
der Prostatagröße und dem PSA-Wert.
► Falls Sie und Ihr Arzt sich gegen eine Biopsie
entscheiden, können Sie den PCA3-Test nach 3-6
Monaten wiederholen. Wenn kein Prostatakrebs
vorliegt, wird der PCA3-Score gleich bleiben oder nur
leichte Änderungen aufweisen. Sollte der PCA3-Score
stärker ansteigen, könnte eine Biopsie notwendig sein.

----------------------------------------------------------------

Je höher der PCA3-Score,
desto höher die Wahrscheinlichkeit,
dass Krebs bei einer Biopsie entdeckt wird.
Je niedriger der PCA3-Score,
desto geringer die Wahrscheinlichkeit,
dass Krebs bei einer Biopsie entdeckt wird.

-----------------------------------------------------------------

PCA3-Score unter Therapie bei
Prostatakrebs
► Der PCA3-Score kann Hinweise auf die Aggressivität
von Prostatakrebs geben.
► Je höher der PCA3-Score, desto wahrscheinlicher
ist der Krebs aggressiv und erfordert eine operative
Behandlung oder eine Strahlentherapie.
► Bei einem früh entdeckten, nicht aggressiven
Prostatakrebs kann eine sog. aktive Überwachung
erfolgen, dann kann der PCA3-Score alle 3-6 Monaten
wiederholt werden. Ein stärkeres Ansteigen des
PCA3-Scores kann dann ein Hinweis auf das
Fortschreiten des Krebses sein.
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2012, 16:30 von admin »

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 6.061
  • Geschlecht: Männlich
PCA3 an der Univ. Klinik Graz, Urologie
« Antwort #19 am: 29. Dezember 2012, 17:12 »


    
Urologie 18. Dezember 2008
Vorsorge mit PCA3-Score
Neben PSA gibt es weitere Marker zur Prostata-Ca-Diagnostik.

Seit Juli wird am Grazer LKH-Universitätsklinikum die Bestimmung des PCA3-Scores zur Diagnose von Prostatakrebs durchgeführt. Die hohe Spezifität des neuen Tests soll Patienten eine weitere Biopsie ersparen.

 

Das Risiko, im Laufe des Lebens mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert zu werden, trifft laut Statistik jeden sechsten Mann in Österreich. Im Frühstadium bestehen zwar die besten Heilungschancen, doch weist Prostatakrebs in dieser Phase keine Beschwerden oder Symptome auf. Aktueller Vorsorge-Standard ist die jährliche PSA-Bestimmung in Kombination mit rektaler Tastuntersuchung. Bei begründetem Verdacht wird zur Sicherung der Diagnose eine transrektale Prostatabiopsie durchgeführt.

Sowohl die digitale rektale Examination als auch PSA-Wert sind nur von eingeschränkter Bedeutung, da bei verdächtigem Tastbefund in nur zehn bis 30 Prozent der Fälle ein Karzinom vorliegt. Zudem kann auch bei sehr niedrigem PSA-Wert ein Prostatakarzinom vorliegen. Folge der schlechten Spezifität ist eine Vielzahl unnötiger Biopsien, die noch dazu bei negativem Ergebnis kein Garant dafür sind, dass der Patient kein Karzinom hat.

Dies sind Gründe, warum die Suche nach Markern eines vorliegenden Prostata-Karzinoms noch keineswegs abgeschlossen ist. Auch mit dem neuen PCA3-Score ist noch keine 100-prozentige Diagnosegenauigkeit möglich, jedoch zeigte sich, dass die Höhe des Scores sehr gut mit dem Vorliegen eines Karzinoms korreliert (mit steigendem Score wird eine zunehmende Krebshäufigkeit gefunden – als Grenzwert gilt dabei aktuell ein Wert von 35).
PCA3-Score mit hoher Spezifität

Das PCA3-Gen wurde bereits vor einigen Jahren isoliert, was in weiterer Folge zur Entwicklung eines Tests führte, der die mRNA-Mengen von PCA3 und PSA im Urin misst und zueinander in Korrelation setzt. Aus mRNA-PCA3 zu mRNA-PSA ergibt sich mit dem Quotienten der PCA3-Score. Der Test zeichnet sich durch seine hohe Spezifität (ca. 80 %) im Vergleich zu erhöhtem PSA (ca. 25 %) aus, wodurch die Notwendigkeit einer weiteren Biopsie besser abgeschätzt werden kann. Allerdings eignet sich der Test nicht zur Fahndung nach Prostatakarzinomen, da bei einem Score von 35 die Sensitivität lediglich 58 Prozent beträgt. „Geht man mit dem Score nach unten, steigt zwar die Sensitivität, allerdings verschlechtert sich die Spezifität auf das Niveau von PSA“, erklärt Prof. Dr. Karl Pummer, Vorstand der Universitätsklinik für Urologie der Medizinischen Universität Graz.
„Die Bestimmung des PCA3-Scores setzt ein erhöhtes PSA und mindestens eine negative Vor-Biopsie voraus.“

Im Laufe eines knapp halben Jahres wurden in Graz rund 440 PCA3-Bestimmungen durchgeführt. Die Kriterien für die PCA3-Bestimmung sind laut Pummer ein erhöhtes PSA und mindestens eine negative Prostatabiopsie. Nutznießer des Tests sind somit Männer, die bereits aufgrund ihrer erhöhten PSA-Werte in einer Abklärungssituation sind. Dass durch den neuen Test mehr Männer zu Vorsorge motiviert werden, kann Pummer hingegen nicht bestätigen: „Der Test hat keinen Einfluss auf das grundsätzliche Vorsorgeverhalten der männlichen Bevölkerung, die Grundpfeiler einer Prostatakrebs-Vorsorge sind nach wie vor PSA und Tastbefund.“
Verlässlichere Indikation

Vorteil des PCA3-Scores ist die wesentlich bessere Beurteilung des Erkrankungsrisikos. Pummer: „Orientiert man sich ausschließlich am erhöhten PSA-Wert, dann beträgt nach extendierter Erstbiopsie (≥10 Zylinder) die Wahrscheinlichkeit, dass eine Re-Biopsie positiv ist, lediglich zehn Prozent. Dessen ungeachtet muss eine solche erfolgen. Ist in dieser Situation der PCA3-Score über 35, dann steigt die Wahrscheinlichkeit einer positiven Re-Biopsie auf nahezu 80 Prozent, das heißt, die Indikation zu einer solchen Re-Biopsie kann besser gestellt werden. Liegt der Score unter 35, ist die Wahrscheinlichkeit einer positiven Re-Biopsie gering und es kann auf eine solche verzichtet werden. Allerdings gilt es zu beachten, dass der Score keine 100-prozentige Sicherheit bietet, so dass bei dringendem Verdacht trotz eines niedrigen Scores im Zweifelsfall eher biopsiert werden sollte.“

Die Bestimmung des PCA3-Scores erfolgt nach sechsmaligem, etwas festerem Bestreichen der Prostata mit dem Finger, anschließend wird die erste Harnportion aufgefangen und verarbeitet. Ob der Test auch für jene Patienten geeignet ist, deren Karzinomrisiko sich aus einem verdächtigen Tastbefund bei gleichzeitig normalem PSA ergibt, kann laut Pummer derzeit noch nicht gesagt werden. Erste Studien lassen den Schluss zu, dass der Test im Falle eines bioptisch verifizierten Prostatakarzinoms auch hinsichtlich der seiner Aggressivität zwischen „low grade/low volume“ und „high grade/high volume“ unterscheiden kann. Diese Unterscheidung sei besonders dann wertvoll, so Pummer, wenn eine „active surveillance“ ins Auge gefasst werde.
Noch nicht in den Guidelines

Ob der PCA3-Score ............ http://www.springermedizin.at/artikel/1643-vorsorge-mit-pca3-score


xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


An der Prostatakarzinom-Ambulanz der Grazer Univ.-Klinik für Urologie wird seit Juni 2008 eine PCA3-Score-Bestimmung zur Diagnoseverbesserung bei Prostatakrebs routinemäßig eingesetzt

 

Das Prostatakarzinom ist heute die häufigste Krebserkrankung des Mannes. In Europa werden jährlich ca. 225.000 Neuerkrankungen registriert und Österreich nimmt mit ca. 94.000 bis 100.000 Erkrankungen im Jahr dabei leider eine Spitzenstellung ein. Anders ausgedrückt beträgt das Risiko im Laufe seines Lebens mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert zu werden 16%, d.h. laut Statistik erkrankt jeder 6. Mann. Dieses Risiko steigt mit zunehmendem Alter von 2% der männlichen Bevölkerung (40 - 59 Jahre) auf über 14% (60 - 79 Jahre) stark an.
Hinsichtlich der Mortalität ist der Prostatakrebs mit über 1.200 Prostatakrebstoten die zweithäufigste Krebstodesursache in Österreich. „Das bedeutet: alle 7,3 Stunden stirbt ein Österreicher an Prostatakrebs; innerhalb Europas stirbt alle 5,8 Minuten ein Mann an Prostatakrebs - das sind 247 pro Tag oder über 90.000 pro Jahr", gibt Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer, Vorstand der Grazer Univ.-Klinik für Urologie, die traurige Bilanz bekannt.

Schwierige Diagnose von Prostatakrebs im Frühstadium
„Da Prostatakrebs im Frühstadium, wo eine Heilung prinzipiell möglich ist, keine Beschwerden oder Symptome macht, gestaltet sich die Diagnose schwierig", erklärt Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer. Zurzeit ist es gängige Praxis einmal jährlich im Blut das Prostataspezifische Antigen (PSA) zu bestimmen und eine digitale rektale Tastuntersuchung (DRE; digitale rektale Examination) vorzunehmen. Ergeben sich aus einer der beiden Untersuchungen begründete Verdachtsmomente, erfolgt die Sicherung der Diagnose durch eine anschließende Gewebsentnahme aus der Prostata (transrektale Prostatabiopsie).
Diese Vorgangsweise ist jedoch aus mehreren Gründen problematisch: Einerseits hat der Tastbefund einen geringen positiven Vorhersagewert. Das bedeutet, dass bei verdächtigem Tastbefund nur in 10-30% der Fälle auch tatsächlich ein Karzinom vorliegt. Andererseits ist auch der PSA-Wert nur von eingeschränkter Bedeutung. Da PSA im Blut eines jeden Mannes vorkommt, ergeben sich Verdachtsmomente lediglich aus der Höhe des Wertes.
Dabei gilt, je höher der Wert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Prostatakrebses.

Man weiß allerdings aus neueren Studien, dass selbst bei sehr niedrigen PSA-Werten Prostatakrebs vorkommen kann (10% bei PSA <1 ng/ml; 25% bei PSA 2.5 - 4.0 ng/ml), d.h. die Sensitivität liegt nur bei rund 85%. Auf der anderen Seite gibt es eine Vielzahl von Männern mit erhöhtem PSA-Wert, ohne dass Prostatakrebs vorliegt. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer schlechten Spezifität des Tests. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass bei Werten >4 ng/ml nur in ca. 25-30% der Fälle auch tatsächlich ein Karzinom vorliegt, bei allen diesen Patienten aber eine Biopsie erfolgen muss. Dies führt zu einer Vielzahl sog. „unnötiger" Biopsien mit all ihren Risiken und Kosten.
Und schließlich ist auch eine negative Biopsie selbst kein 100%iger Beweis dafür, dass der Patient kein Karzinom hat, weil bis zu 30% aller Karzinome frühestens bei der zweiten, oft auch erst bei der dritten Biopsie diagnostiziert werden können. Das führt dazu, dass Männer mit einem erhöhten PSA-Wert (aber negativer Biopsie) in einer ständigen Angst leben, doch Krebspatient zu sein, was weitreichende negative Auswirkungen auf die Lebensqualität dieser Männer hat.

Therapie des Prostatakarzinoms
Im Frühstadium ist Prostatakrebs durch eine Radikaloperation (radikale Prostatektomie) sowie wahrscheinlich auch durch eine Strahlentherapie heilbar. Beide Therapieformen sind jedoch mit unerwünschten Nebenwirkungen (ungewollter Harnverlust, Erektionsstörungen) belastet, die in den letzten Jahren zahlenmäßig zwar deutlich geringer wurden, aber nicht immer gänzlich vermieden werden können.
Die Notwendigkeit einer Therapie, die bei biologisch aggressiven Formen (high risk -Prostatakarzinom) unbestritten ist, ist bei wenig aggressiven Formen (low risk - Prostatakarzinom) nicht immer oder zumindest nicht immer sofort gegeben. Die Diskrepanz zwischen Inzidenz (16%) und Mortalität (3%) lässt nämlich erkennen, dass nicht jedes Prostatakarzinom auch immer eine Behandlung benötigt, bzw. eine solche fallweise auch erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann. Dies trifft ausschließlich auf Karzinome mit geringer biologischer Aggressivität zu. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer sog. „active surveillance" oder einer aktiven Überwachung mit dem Ziel die heilende Behandlung - wenn nötig - erst zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen, in der Regel dann, wenn eine Verschlechterung (Progression) erkennbar wird. Leider sind die Parameter (PSA, Tastbefund, Anzahl der krebsbefallenen Biopsiezylinder, Differenzierungsgrad des Karzinoms) zur Führung solcher Patienten ungenau.
Daraus ergeben sich nun zwei Problemstellungen:
1. Die derzeit verwendete Diagnostik des Prostatakarzinoms ist ungenau (manche Karzinome werden nicht erkannt, viele werden fälschlich vermutet). Dies führt zu begründeten Ängsten der betroffenen Männer und ist mit hohen Kosten verbunden.
2. Die Einschätzung der biologischen Aktivität bzw. Aggressivität (Prognose) eines bereits diagnostizierten Prostatakarzinoms ist ebenfalls nicht optimal, weshalb im Zweifelsfall eher zu einer sofortigen Therapie geraten wird, die unter Umständen gar nicht notwendig wäre.

Nicht-invasive Untersuchung durch Bestimmung des PCA3 - Score bringt genauere Ergebnisse
Bereits vor einigen Jahren wurde ein Gen (PCA3) isoliert, das im Gegensatz zu gutartigem Prostatagewebe bei Prostatakrebs besonders ausgeprägt auftritt. Diese Entdeckung führte zur Entwicklung eines Tests, der die Menge an mRNA (messenger RNA) von PCA3 und von PSA im Urin misst und zueinander in Korrelation setzt. Daraus ergibt sich ein Quotient (mRNA PCA3 / mRNA PSA) - der sog. PCA3 - Score.
Wenngleich auch mit diesem Test zwar keine 100%ige Genauigkeit in der Vorhersage eines Prostatakarzinoms möglich ist, hat sich dennoch gezeigt, dass die Höhe des Scores sehr gut mit dem Vorliegen eines Prostatakarzinoms in dem Sinne korreliert, dass mit steigendem Score eine zunehmende Häufigkeit eines Prostatakrebses gefunden wird. Dabei gilt als Grenzwert nach heutigem Wissensstand ein Score von 35. Dies trifft besonders auf jene Patienten zu, die bereits eine negative Biopsie hinter sich haben und bei denen sich die Frage nach einer weiteren Biopsie stellt.
Mit Hilfe dieses Scores ist eine wesentlich bessere Beurteilung des Erkrankungsrisikos möglich, sodass in Zukunft eine große Zahl von unnötigen Biopsien vermieden werden kann (Verbesserung der Spezifität von ca. 25% auf ca. 80%). Dadurch können nicht nur Nebenwirkungen und Kosten im Zusammenhang mit der Biopsie vermieden werden, sondern auch besorgte Patienten beruhigt werden, was wesentlich zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beitragen wird.
Die Bestimmung des PCA3 - Score ist praktisch nicht-invasiv. Es erfolgt lediglich eine Tastuntersuchung der Prostata mit leichtem Druck auf die Drüse, anschließend wird die erste Urinprobe aufgefangen und im Labor verarbeitet.
Darüber hinaus gibt es Hinweise dafür, dass der PCA3 - Score sehr gut mit dem Ausmaß und der biologischen Aggressivität des Prostatakarzinoms korreliert, was eine bessere Beratung hinsichtlich der Therapienotwendigkeit eines Patienten ermöglicht.
Da sowohl die Tumorgröße als auch der Differenzierungsgrad sehr gut mit dem PCA3 - Score korrelieren, wird es in Zukunft möglich sein, Patienten mit geringem Progressionsrisiko (low risk - Patienten) und vielleicht eingeschränkter Operationstauglichkeit oder grenzwertigem Alter eine sichere Alternative zur sofortigen Therapie mit all ihren möglichen Konsequenzen anzubieten.

Neue Prostatakarzonom-Ambulanz an der Grazer Univ.Klinik für Urologie mit PCA3 - Score-Bestimmung
Ab Juli 2008 wird die Bestimmung des PCA3 - Score am LKH-Universitätsklinikum Graz angeboten. Dabei wird die Probengewinnung vorerst in der neu geschaffenen Prostatakarzinom-Ambulanz der Universitätsklinik für Urologie durchgeführt. Die Grazer Urologische Klinik hat in den letzten 15 Jahren mehr als 2.000 radikale Prostatektomien erfolgreich durchgeführt und zählt zu den führenden Zentren der chirurgisch-onkologischen Prostatatherapie. Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch die Zusendung der Proben durch niedergelassene Urologinnen und Urologen geplant.
Die Verarbeitung der Urinproben erfolgt im Hormonlabor (Leiter: Hofrat Dipl. Ing. Peter Pürstner) der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. Uwe Lang), welches auf eine jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Tumormarkerbestimmung zurückblickt.
Neben dem routinemäßigen Einsatz des PCA3 - Score zur Diagnostik und Prognosebestimmung von Patienten mit Prostatakarzinom sind auch zahlreiche Forschungsprojekte zur Klärung weiterer, bislang noch nicht oder nur unzureichend untersuchter Fragestellungen rund um den PCA3 - Score geplant.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer
Vorstand der Univ.-Klinik für Urologie
LKH-Univ.Klinikum Graz
Tel: +43 316-385-2508
Mail: karl.pummer@medunigraz.at

(Quelle: Presse-Information der Med Uni Graz, 18.06.2008)

http://www.gsund.net/cms/beitrag/10139566/3551752/

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 6.061
  • Geschlecht: Männlich
Graz - Doktorarbeit zum PCA3 Test bei Prostatakrebs, und ..........
« Antwort #20 am: 29. Dezember 2012, 17:23 »

[PDF]
Korrelation des PCA3-Scores mit dem Gesamttumorvolumen des ...
https://online.medunigraz.at/mug.../wbabs.getDocument?...1
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat - Schnellansicht
patients, urinary PCA3 score was quantified using PROGENSA™ PCA3 test and ...... Entstehungsort des Prostatakarzinoms ist in der peripheren Zone (80 %), ...



Korrelation des PCA3-Scores mit dem Gesamttumorvolumen des Prostatakarzinoms und den nach einzelnen Gleason-Graden stratifizierten Tumorvolumenanteilen


...............

............................

................. Ein prognostischer Wert des PCA3-Scores bezüglich der Aggressivität eines Karzinoms, so wie er in einigen früheren Arbeiten beobachtet wurde,

kann durch unsere Studie nicht bestätigt werden. Umfangreichere Studienkollektive sind notwendig, um die prognostische Wertigkeit des PCA3-Scores hierfür zu evaluieren.

Somit bleibt die Frage, ob PCA3 in der Klinik nicht nur ein diagnostischer, sondern auch ein prognostischer Prostatakarzinommarker sein könnte, weiter Gegenstand der Untersuchung.



xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


http://www.rosenfluh.ch/rosenfluh/articles/download/3234/Prostatakarzinom.pdf

Prostatakarzinom

Individualisierte Diagnostik und Therapie gefordert

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes – auch in der Schweiz.
Auf dem Gebiet der Diagnostik besteht nach wie vor Optimierungsbedarf. Hoffnung liegt in der
Biomarkerdiagnostik, welche die Diagnostik mittels Prostata-spezifischen Antigens (PSA) in
Zukunft ersetzen könnte. Mit Cabazitaxel (Jevtana®) steht ein neues Taxan zur Therapie des
metastasierenden kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) zur Verfügung.

Die Diagnose des Prostatakarzinoms erfolgt in den meisten
Fällen nach einem Screening auf erhöhte PSA-Werte
durch Biopsie. Weder zur Diagnostik noch zur Verlaufskontrolle
sind die Bestimmung des PSA-Werts oder
andere herkömmliche Verfahren wie die digitale rektale
Untersuchung (DRE, digital rectal examination), die Pro -
statabiopsie oder bildgebende Diagnostiken wie MRT
(Magnetresonanztomografie) oder Positronenemissionstomografie
(PET) aber absolut verlässlich, so De La Taille.
Bei einem Drittel der Patienten, bei denen ein niedriges
Tumorstadium diagnostiziert wurde, verläuft die Erkrankung
tödlich.
Bei mässig erhöhtem PSA-Spiegel (4–10 ng/ml) ist die
Aussagekraft dieses Tests aufgrund seiner eingeschränkten
Spezifität begrenzt. Der PSA-Test ermöglicht es auch
nicht, zwischen lokalem und Fernrezidiv zu unterscheiden.
Aus diesem Grund wird intensiv nach neuen Markern gesucht.
Deren Bedeutung liegt vor allem im prädiktiven
Wert, das heisst in der genauen Prognoseabschätzung
und der Identifikation von Tumoren, bei denen eine Therapie
sofort notwendig ist.
PCA3 – ein neuer Biomarker
PCA3 (prostate cancer antigen 3) ist ein prostataspezifisches
Gen, das auf Chromosom 9 lokalisiert ist. Bei etwa
95 Prozent der Patienten geht ............

.....................

EAU 2012 Urologie

25. bis 28. Februar 2012