Autor Thema: Krebs durch ......  (Gelesen 3700 mal)

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Gitti

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Krebs durch ......
« am: 10. April 2011, 23:55 »
Freitag, 8. April 2011
Alkohol wichtige Krebsursache in Deutschland und Europa

dpa
Potsdam-Rehbrücke – Einer von zehn Krebsfällen bei Männern und einer von 33 Krebsfällen bei Frauen ist Folge des Alkoholkonsums. Dies ergeben Berechnungen im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 342: d1584).

Die Kalkulationen von Madlen Schütze vom Deutschen Institut für Ernährungs­forschung Potsdam-Rehbrücke basieren zum einen auf den Daten von 363.988 Teilnehmern der EPIC-Studie aus Dänemark, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien.

Zum anderen flossen Angaben des Centre for Addiction and Mental Health in Toronto zum Alkoholkonsum in den untersuchten Ländern mit in die Berechnungen ein. Danach liegt der Alkoholkonsum von den acht beteiligten Ländern in Deutschland am höchsten: 43,8 Prozent der Männer und 43,5 Prozent der Frauen liegen beim täglichen Alkoholkonsum über dem Limit. Es wird von Ernährungswissenschaftler mit 12 g/die für Frauen und 20 g/die für Männer angeben. Die Menge von 20 g Alkohol ist beispielsweise enthalten in 0,5 Liter Bier, 0,25 Liter Wein oder 0,06 Liter Weinbrand.

Seit längerem ist bekannt, dass ein hoher Alkoholkonsum Kopfhalstumoren, Ösophaguskarzinome und Leberkrebs begünstigt. Der Einfluss des Alkohols ist hier deutlich: In Deutschland sind bei Männern 47 Prozent aller Kopfhalstumore und 35 Prozent aller Leberkarzinome Folge des Alkoholkonsums. Bei Frauen liegt der Anteil bei 35 und 15 Prozent.

Seit 2007 zählt die International Agency for Research on Cancer (IARC) mit dem Mammakarzinom und dem Kolorektalkarzinom auch zwei der häufigsten Krebserkrankungen zu den Folgen des Alkoholkonsums.

Der Anteil, der auf den Alkohol entfällt, ist geringer: Darmkrebs ist bei Männern zu 16 Prozent und bei Frauen zu 6 Prozent Folge des Alkoholkonsums. Hinzu kommt bei Frauen ein Anteil von 7 Prozent aller Mammakarzinome.

Da Darm- und Brustkrebs jedoch sehr häufig sind, ist die Gesamtzahl der auf den Alkoholkonsum zurückzuführenden Darm- und Brustkrebserkrankungen beträchtlich. Wenn die Berechnungen von Schütze zutreffen, dann würden die meisten alkoholbedingten Krebserkrankungen bei Frauen auf das Mammakarzinom entfallen. Bei Männern stehen Kopf-Halstumore an erster Stelle.

Sehr viele Krebsfälle wären vermeidbar, wenn die Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen berücksichtigt würden, schreibt die Autorin. Ein Einhalten des Limits würde 33.000 von 57.600 Krebserkrankungen (in allen 8 Ländern) bei Männern und 17.400 von 21.500 Krebserkrankungen (in allen 8 Ländern) bei Frauen vermeiden.

Dies müsse stärker als bisher in den Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen berücksichtigt würden, findet sie. Die aktuellen Maßnahmen zur Verringerung des Alkoholkonsums müssten auch in Deutschland verstärkt werden. © rme/aerzteblatt.de

zum Thema

    zur Studie
    Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke
    EPIC

hilde

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Krebs durch ...... Mythos Krebspersönlichkeit
« Antwort #1 am: 26. Februar 2012, 14:18 »


Mythos Krebspersönlichkeit

Vermeintlich schuld am Krebs

Regina Philipp, 10. Februar 2012 10:25

    Artikelbild
    Foto: gerd altmann/www.pixelio.de

    Auf der Suche nach einer Erklärung für das eigene Leid tauchen häufig Schuldfragen auf.

Die Theorie, dass Menschen aufgrund ihrer Persönlichkeit dazu neigen, an Krebs zu erkranken, ist ein Mythos

Krebspersönlichkeiten erscheinen in vielerlei Hinsicht vorbildhaft: Sie sind ausgeprägt freundlich, sozial angepasst, zurückhaltend, hilfsbereit, friedliebend, selbstlos und stets darum bemüht, niemandem zur Last zu fallen. Kurzum, auf diese Menschen ist hundertprozentig Verlass. Eigenschaften, die jedoch unter dem Verdacht stehen, Krebs auszulösen, werden sie als Unterwürfigkeit, Unsicherheit, reduzierte Emotionalität und Unfähigkeit, eigene Interessen zu verfolgen, interpretiert. Die Idee vom sogenannten Typus carcinomatosus, auch als Typ C bekannt, ist reine Spekulation, der Glaube daran hält sich jedoch hartnäckig.

Hippokrates und Galenus gelten als Vordenker der psychosozialen Onkogenese, zogen sie doch bereits eine Verbindung zwischen Melancholie und Krebs. Diese Theorie erhielt bis in die Neuzeit große Zustimmung, im 19. Jahrhundert leiteten Ärzte daraus noch Zusammenhänge zwischen Depressionen und Krebs ab. Ein Trugschluss, wie sich zeigte, wurde doch in der Antike unter Melancholie ein Überschuss an schwarzer Galle verstanden, die giftig und damit krebsauslösend wirkte. Geändert hat diese Erkenntnis allerdings nichts. "Im Gegenteil, mit dem Einzug einer einseitigen Auslegung der Psychosomatik wurde dem heutigen Glauben an eine Krebspersönlichkeit auch noch Vorschub geleistet. Dabei wurde bei einzelnen Krankheitsbildern eine Kausalkette zur Persönlichkeit und dem Verhalten generalisiert und ohne Evidenz als allgemeingültige Lehrmeinung auch für Krebs dargestellt", sagt Alexander Gaiger, Hämatologe und Psychoonkologe an der Universitätsklinik für Innere Medizin I am AKH in Wien. Als Brücke zwischen Seele und Krankheit wurde in dieser Betrachtung das Immunsystem deklariert, das, durch persönlichkeitsbedingtes Verhalten angeblich geschwächt, seine Abwehrfunktion verringert.

Interpretation der Lebensgeschichte

Im Zusammenhang mit Überlegungen zur Krebspersönlichkeit existieren mittlerweile zahlreiche Studien. Die meisten davon wurden allerdings retrospektiv durchgeführt. Das bedeutet: Bereits an Krebs Erkrankte wurden untersucht und anhand gefundener Persönlichkeitsmerkmale wurden Rückschlüsse gezogen, welche "Menschentypen" die Betroffenen schon vor ihrer Erkrankung waren. "Das ist nicht zulässig, da die Erfahrung einer lebensbedrohlichen Krankheit einen Einfluss auf die Persönlichkeit und Interpretation der eigenen Lebensgeschichte hat", so der Psychoonkologe.

In den wenigen prospektiven Studien, die gemacht wurden, haben Wissenschaftler Personen über Jahre hinweg beobachtet und untersucht, ob bestimmte Persönlichkeitsmerkmale eine spätere Erkrankung prognostizierbar machen. Stimmige Zusammenhänge fanden sie jedoch nicht. Vielmehr häufen sich indessen die Hinweise, dass die hohen Depressivitätsraten unter Krebskranken auch als Folge der Erkrankung und Therapie verstanden werden können und den Verlauf der Krebserkrankung eventuell beeinflussen.

Für krebskranke Menschen besitzen empirische Studien jedenfalls eine geringe Relevanz, viel mehr geht es hier um gefühlte Plausibilität. "Die Diagnose Krebs ändert das Leben der Betroffenen im Bruchteil einer Sekunde. Dinge, die bis zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich waren, werden plötzlich in Frage gestellt", weiß Gaiger. Der Erkrankung ausgeliefert, wollen Erkrankte das Unbegreifbare verstehen. Beim Krebs umso mehr, als seine Ursache anders als beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen schwer fassbar ist. Auf der Suche nach einer Erklärung für das eigene Leid tauchen dabei häufig Schuldfragen auf. Die Vermutung, dass bestimmte Charakterzüge ursächlich für die Entstehung von Krebs verantwortlich sind, wird von vielen betroffenen Menschen ganz spontan assoziiert. "Diese Selbstanklagen erfüllen insofern ihren Zweck, als die Hoffnung besteht, dass durch Änderung bestimmter Wesenszüge die Genesung gefördert wird", erklärt der Experte und betrachtet die Auseinandersetzung mit dem Mythos Krebspersönlichkeit und dem vermeintlich schuldhaften Verhalten als vergeudete Energie.

Traumatische Erfahrungen

Nicht immer findet das seelische Ungleichgewicht seine Begründung jedoch in einer eventuell vorhandenen Krebspersönlichkeit. "Eine Überlegung, bezogen auf den Einfluss psychischer Faktoren, war auch, dass massive Traumata in der Vergangenheit zum Ausbruch einer Krebserkrankung führen könnten", so Gaiger. Eine Hypothese, die der Hämatologe allerdings sofort widerlegt: "Das mittlere Alter von Krebspatienten liegt zwischen 57 und 60 Jahren. Und so traurig es ist, aber in diesem Alter hat bereits fast jeder eine traumatische Erfahrung hinter sich."

Demnach müsste nicht nur praktisch jeder 60-Jährige unter einer Krebserkrankung leiden, sondern auch sämtliche Menschen, die in Kriegsgebieten leben beziehungsweise Opfer von Naturkatastrophen sind. "Das ist aber keineswegs der Fall", ergänzt Gaiger und bezeichnet Krebs nach dem heutigen Verständnis selbst als Naturkatastrophe.

Ebenso wie Tsunamis und Erdbeben entstehen nämlich auch Krebserkrankungen multifaktoriell. "Typischerweise wird psychischen Faktoren, die für die Entstehung einer schweren Erkrankung eigentlich irrelevant sind, eine sehr große Bedeutung beigemessen, während hochrelevante Umstände für die Entstehung oder den Verlauf einer Krankheit völlig ignoriert werden", betont der Psychoonkologe und nimmt hier Bezug auf den sozioökonomischen Status und Lebensstil.

Armut, Bildungsmangel, hoher BMI, ungesunde Ernährung und wenig körperliche Bewegung macht er im Wesentlichen für den Umgang und die Bewältigung einer Krebserkrankung verantwortlich. "Geld ändert zwar nichts am menschlichen Leid, erleichtert aber den finanziellen Druck und ist neben einem Informationsmangel ein gravierender Faktor in der Entwicklung von Depressionen", ergänzt er.

Onkologische Rehabilitation

Um das Puzzle Leben neu zusammenzusetzen, wäre seiner Einschätzung nach eine befruchtende Begegnung zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten sinnvoll. Diese rückt durch die standardisierte Medizin jedoch zunehmend in den Hintergrund. "Stattdessen werden Theorien und Ideologien als Hilfsmittel herangezogen, um diese Aufgabe zu bewältigen", so Gaiger.

Als Psychoonkologe steht er den Patienten unterstützend zur Seite. Mit fokussierten Kurzzeittherapien gilt es unter anderem Schuldfragen zu klären, den Patienten Wege aus ihrer Hilflosigkeit und Verunsicherung zu zeigen und Ressourcen zu mobilisieren. Zunehmend mehr Bedeutung bekommt auch die onkologische Rehabilitation, die sich vorrangig mit der Reintegration von Krebspatienten in die Gesellschaft und der Verbesserung der Lebensqualität auseinandersetzt. "Damit rücken wir dem Ziel 'Vom Überleben zum Leben' ein Stück näher", resümiert Gaiger. (derStandard.at, 10.2.2012)


http://derstandard.at/1328507286338/Mythos-Krebspersoenlichkeit-Vermeintlich-schuld-am-Krebs

admin

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Krebserkrankungen - Übergewicht bald Hauptrisikofaktor
« Antwort #2 am: 17. März 2014, 19:43 »



Krebserkrankungen - Übergewicht bald Hauptrisikofaktor

Von Christina Hohmann-Jeddi, Heidelberg / Übergewicht und Fehlernährung könnten in der Zukunft Rauchen als Hauptursache von Krebserkrankungen den Rang ablaufen. Darauf wiesen Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg auf einer Pressekonferenz anlässlich des Weltkrebstages hin. Grund sei ein Rückgang des Tabakkonsums und ein Anstieg der Adipositas-Inzidenz.

.............. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2014_01_28/NL&id=50624

Tanja

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Diese 13 Krebsarten drohen durch Übergewicht
« Antwort #3 am: 26. August 2014, 00:22 »

http://www.lifeline.de/news/medizin-gesundheit/diese-13-krebsarten-drohen-durch-uebergewicht-id136995.html


Diese 13 Krebsarten drohen durch Übergewicht
Besonders das Risiko für einen weiblichen Tumor steigt mit dem Körpergewicht an

    Ein ungesund hohes Körpergewicht ist nicht alleiniger Risikofaktor für die Entstehung von Krebs - aber ein sehr bedeutender.

Viel Fleisch, Alkohol, Zigaretten - und ein zu hoher BMI: All das sind gesicherte Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs. Die Gefahr, die von zu vielen Kilos auf den Rippen ausgeht, haben britische Forscher nun genauer unter die Lupe genommen.

Fettleibigkeit kostet Betroffene im Schnitt gut drei Lebensjahre, errechneten deutsche Forscher kürzlich. Ihre Kollegen aus Großbritannien legen nun mit genaueren Daten zu den Ursachen nach: Sie konnten 13 Krebsarten identifizieren, deren Entstehung durch Adipositas gefördert wird.

Wo steht Ihr Körpergewicht?
    zum BMI-Rechner   http://www.lifeline.de/service-tools/bmi-rechner/

    Zu dick? Zu dünn? Mit dem BMI-Rechner finden Sie schnell heraus, ob Ihr Körpergewicht im Normbereich liegt - oder ob Sie ein paar Pfunde abnehmen sollten.

Dazu knöpften sich die Forscher um Krishnan Bhaskaran von der London School of Hygiene and Tropical Medicine die Daten von mehr als fünf Millionen Landsleuten vor. Bei der Analyse stellten sie fest, dass deutliches Übergewicht das Risiko für 17 Krankheiten erhöht - darunter diese 13 Tumorarten:

    Gebärmutter- sowie Gebärmutterhalskrebs
    Brustkrebs nach der Menopause
    Eierstockkrebs
    Darmkrebs
    Magenkrebs
    Bauchspeicheldrüsenkrebs
    Gallenblasenkrebs
    Nierenkrebs
    Leberkrebs
    Gebärmutterhalskrebs
    Schilddrüsenkrebs
    Leukämie

Risiko für Gebärmutterkrebs steigt am stärksten

Dabei fanden die Wissenschaftler aber deutliche Unterschiede, wie stark übergroße Fettdepots das Risiko steigen lassen. Die Gefahr von Gebärmutterkrebs kletterte pro fünf BMI-Punkten am deutlichsten, gefolgt von Tumoren der Gallenblase, der Nieren, der Leber und des Dickdarms. Am wenigsten ausgeprägt war der Zusammenhang zwischen hohem BMI und Enddarm- sowie Blutkrebs (Leukämie).
Pandemie Übergewicht fordert unzählige Krebstote

"Wir haben ausreichend Beweise dafür, dass Fettleibigkeit ein wichtiger Auslöser von unnötigem Leid und vermeidbaren Todesfällen ist", schreibt Peter Campbell in einem Kommentar im Fachblatt "Lancet". Allein im Jahr 2010 gingen demnach fast dreieinhalb Millionen Todesfälle auf das Konto von Übergewicht und Adipositas. In Deutschland ist jeder Zweite übergewichtig (BMI über 25) und jeder Vierte fettleibig (BMI über 30).

Campbell sieht die Politik in der Pflicht - etwa, indem auf Zuckriges höhere Steuern erhoben oder mehr öffentliche Sportstätten gebaut werden. Einen winzigen Trost haben seine Forscherkollegen aber für Übergewichtige parat: Immerhin das Risiko für Prostatakrebs sowie Brustkrebs bei Frauen vor den Wechseljahren sank mit einem höheren Körpergewicht.

Autor: Sarah Wagner
Letzte Aktualisierung: 21. August 2014
Quellen: Kommentar im Fachmagazin "The Lancet": http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2814%2961172-7/fulltext

admin

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Krebs durch Übergewicht?
« Antwort #4 am: 26. Dezember 2014, 01:15 »




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Krebs durch Übergewicht?
Mehr Erkrankungen, Frauen häufiger betroffen
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(aid) - Vor allem in Nordamerika und Europa sind vermutlich mehr Krebserkrankungen auf Übergewicht oder Adipositas zurückzuführen als bisher angenommen. Im Jahr 2012 standen weltweit 481.000 neu diagnostizierte Krebsfälle mit einem zu hohen Körpergewicht in Zusammenhang, informiert die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC). Der Anteil an allen Krebserkrankungen war mit 3,6 Prozent aber relativ gering.   

Die IARC ist eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Wissenschaftler hatten Daten zu Krebserkrankungen und Sterblichkeit aus über 180 Ländern ausgewertet und mit einem zu hohen Körpergewicht in Bezug gesetzt, das mindestens für einen Zeitraum von zehn Jahren bestand. Das Körpergewicht wurde anhand des Körpermassenindex (BMI) eingeschätzt, der sich aus dem Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße ergibt. Bei einem Wert über 30 spricht man definitionsgemäß von Fettleibigkeit, bei einem Wert über 25 von Übergewicht. Der BMI berücksichtigt allerdings nicht, an welchen Stellen im Körper die Fettpolster sitzen. Dabei ist gerade die Verteilung des Körperfetts wichtig, um das Gesundheitsrisiko abschätzen zu können.   

Nach den Studienergebnissen entwickeln Frauen offenbar häufiger eine Krebserkrankung infolge von Übergewicht - vor allem Gebärmutterkrebs und Brustkrebs. Das ist möglicherweise auf die Wirkung des Hormons Östrogen zurückzuführen. Zehn Prozent des Brustkrebses nach den Wechseljahren könnten nach Berechnungen der Wissenschaftler durch ein normales Körpergewicht verhindert werden. Generell standen 5,4 Prozent der 2012 diagnostizierten Krebsfälle bei Frauen mit einem zu hohen Körpergewicht in Zusammenhang (345.000). Bei Männern waren es nur 1,9 Prozent (136.000), und sie litten überwiegend an Darm- und Nierenkrebs.   

Rund 64 Prozent der mit Übergewicht assoziierten Krebserkrankungen kamen in Nordamerika und Europa vor, wo ein zu hohes Körpergewicht weit verbreitet ist. In Europa waren über ein Drittel der Fälle in Osteuropa zu finden (66.000). Die wenigsten Krebserkrankungen durch Übergewicht gab es in Afrika südlich der Sahara (7.300). In Deutschland waren 8,9 Prozent der neuen Krebserkrankungen bei Frauen und 3,9 Prozent bei Männern auf ein übermäßiges Körpergewicht zurückzuführen, so die IARC. Weltweit hat sich die Zahl der Übergewichtigen bei Erwachsenen seit 1980 verdoppelt. Dieser Trend könnte Krebserkrankungen in Zukunft fördern, muss aber mit gewichtigeren Risikofaktoren wie Nikotinkonsum und Infektionen in Relation gesetzt werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:   

www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045%2814%2971123-4/abstract

Gitti

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Krebs durch ...... Alkohol. Tabak, UV-Strahlung, Stress .....
« Antwort #5 am: 02. März 2017, 00:13 »





Wer sich gesund ernährt, wenig Alkohol trinkt, nicht raucht und UV-Strahlung meidet, kann Krebs vorbeugen. Das ist den meisten Menschen bewusst. Weniger bekannt ist dagegen, dass bestimmter Stress Krebs auslösen kann. Zu dieser Erkenntnis gelangten jedoch britische Wissenschaftler.

Die Forscher des University College in London und der University of Edinburgh untersuchten Daten von mehr als 163.000 Frauen und Männern aus 16 unabhängigen Studien. Die Probanden hatten einen standardisierten Fragebogen zu ihrem psychischen Wohlbefinden ausgefüllt. Ein Ergebnis von null Punkten stand für ein sehr geringes Stresslevel, zwölf Punkte markierten besonders viel Stress.

Rund 4400 Probanden waren während des Beobachtungszeitraums an Krebs gestorben. Bei der Analyse der Daten fanden die britischen Forscher heraus: Probanden mit einem Stresslevel von sieben bis zwölf hatten ein wesentlich höheres Risiko, an Krebs zu erkranken, als Probanden, die nur zwischen 0 und 6 lagen. Dauerhafter Stress erhöhte das Risiko für Krebs im Schnitt um 32 Prozent. Am stärksten stieg das Risiko für Leukämie, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.


http://www.focus.de/gesundheit/videos/analyse-von-160-000-daten-bislang-unterschaetzt-ein-faktor-kann-ihr-krebsrisiko-um-32-prozent-steigern_id_6712955.html

Gitti

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Krebs, bitte nicht ich, daher ......
« Antwort #6 am: 02. März 2017, 00:15 »


fuenf-symptome-von-krebs-missachten-die-meisten-menschen

http://www.focus.de/gesundheit/videos/fuenf-symptome-von-krebs-missachten-die-meisten-menschen_id_6654806.html


1. Anhaltender Husten. Husten geht meistens mit einer Erkältung oder einem grippalen Effekt einher und ist erstmal kein Grund zur Sorge. Wer aber einen anhaltenden Husten hat, sollte sich einer genaueren Untersuchung unterziehen - dazu raten Fachärzte: „Meistens bedeutet Husten nicht Krebs. Aber ein anhaltender Husten muss unbedingt untersucht werden um herauszufinden, ob es Lungenkrebs sein könnte“, erklärt Therese Bartholomew vom Cancer Prevention Center.

2. Anhaltendes Sodbrennen. Sodbrennen kann viele Ursachen haben: beispielsweise übermäßiger Stress oder zu fette und süße Ernährung. Stellen sich die Symptome nur gelegentlich ein, ist das noch kein Grund zur Sorge. Aber durchgängiges Sodbrennen kann ein Indiz für Rachen- und Kehlkopfkrebs sein.

3. Juckende Haut. Die Gefahr, die von Muttermalen ausgehen kann, wird oftmals unterschätzt: Ein Muttermal kann sich zu einem malignen Melanom entwickeln – also schwarzem Hautkrebs. Dafür gibt es Anzeichen: Anhaltender Juckreiz oder Brennen an der betreffenden Stelle des Mals. Bemerkt ein Mensch solche Symptome, empfehlen Mediziner einen Besuch beim Hautarzt.

4. Blut im Stuhl. Blut im Stuhl kann zahlreiche Ursachen haben – und die meisten davon deuten auf harmlosere Erkrankungen als Krebs hin: Einige der Hauptursachen sind Hämorrhoiden oder kleinere Schleimhautrisse. Fachärzte raten dringend zu einer jährlichen Untersuchung des Stuhls ab einem Alter von etwa 50 Jahren.

5. Angeschwollene Lymphknoten. Anhaltend geschwollene Lymphknoten, die nicht schmerzen, können ein Indiz für Lymphdrüsenkrebs sein. Insbesondere wenn diese schmerzfreie Schwellung über längere Zeit anhält und sich nicht wieder zurückbildet. Eine ärztliche Untersuchung empfiehlt sich daher.

6. Stress (Psyche).......