Autor Thema: Neue ganzheitliche Wirbelsäulentherapie: von Akupunktur bis SpineMED  (Gelesen 4554 mal)

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Werner

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Neue ganzheitliche Wirbelsäulentherapie: von Akupunktur bis SpineMED

Es wird ein weites Spektrum an neuen Therapiemöglichkeiten für Wirbelsäule, Bandscheibe und Rücken präsentiert.
Thematisiert werden unter anderem alternative Medizin, Bewegungstherapie, Emotional Imaging und Alternativen zu Operationen bei Bandscheibenvorfällen.

Zeit: 15. April 2011, 18:00 Uhr
Ort: Hotel Rainers Vienna, Gudrunstrasse 184, 1100 Wien
Beitrag: kostenlos
Nährere Infos: office@vidasana.at

hilde

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Wirbelsäulentherapien: von ... bis ....
« Antwort #1 am: 20. September 2012, 22:11 »


Hauptsache gesund | 20.09.2012 | 21:00 Uhr

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/aktuelle-sendung/verteilseite546.html

Therapien ohne Skalpell

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/ruecken156.html

Häufig lassen sich Rückenschmerzen mit einfachen Mitteln wie Wärmeanwendungen, Entspannung oder leichter Bewegung lindern. Bei starken Schmerzen sollten Medikamente und Spritzen rechtzeitig zum Einsatz kommen, damit sich kein Schmerzgedächtnis entwickelt. Die Schmerzmittel erhalten zudem die Bewegungsfähigkeit von Gelenken und Muskeln, was für die langfristige Schmerzfreiheit ungemein wichtig ist. Interessanterweise haben Studien gezeigt, dass 55 Prozent der Rückenleiden in Deutschland lediglich medikamentös behandelt werden. Dabei ist die Palette weiterer konservativer Maßnahmen groß. Zudem ist es sinnvoll das Problem von vielen Seiten anzupacken. Hier eine kleine Auswahl weiterer Therapie-Optionen:

Akupunktur
 
Akupunktur kann bei akuten Rückenschmerzen helfen.
Einige Studien haben gezeigt, dass die Akupunktur zum Behandlungserfolg von Rückenschmerzen beitragen kann. Die Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerzen, eine Initiative verschiedener medizinischer Institutionen, unterscheidet hier jedoch zwischen akuten und chronischen Rückenschmerzen. Leidet der Patient unter akuten Schmerzen, wird von Akupunktur abgeraten. Liegen chronische Schmerzen vor, kann die Behandlung als eine Therapie-Option empfohlen werden. Therapeuten mit guter Ausbildung findet man zum Beispiel über die Deutsche Akupunkturgesellschaft. Die Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen eine begrenzte Anzahl an Therapiestunden.

Gang-Schulung
Eine Gang-Analyse in der Klinik oder beim Physiotherapeuten deckt falsche Bewegungsmuster auf und macht Fehlhaltungen nachvollziehbar. Eine Gang-Schulung ist bei chronischen Beschwerden oder nach einer Operation sinnvoll, um gezielt die Schwachstellen zu trainieren und langfristig Rückenschmerzen vorzubeugen. In einer Gangschulung beim Physiotherapeuten können die Muskulatur spezifisch gestärkt und neue Bewegungsabläufe geübt werden.

Osteopathie
Diese ganzheitliche Therapieform gehört zur manuellen Medizin. Sie wird von speziell ausgebildeten Ärzten und Physiotherapeuten angewandt, die zunächst großen Wert auf die Anamnese legen. Sie ziehen zum Beispiel in Betracht, dass die Ursache für Rückenschmerzen am Zwerchfell, im Magen-Darm-Bereich oder anderen inneren Organen liegen kann. Osteopathische Behandler spüren solche Verspannungen und Verklebungen im ganzen Körper auf und lösen sie mit gezielten Grifftechniken. Eine osteopathische Behandlung kostet zwischen 60 und 120 Euro. Mittlerweise zahlen einige gesetzliche Kassen einen Zuschuss für diese Therapie. Fragen Sie einfach bei Ihrer Kasse nach. Geeignete Therapeuten findet man über den Bundesverband Osteopathie.

Schlingentisch-Therapie
Mit speziellen Seilzügen und Schlingen werden Arme oder Beine aufgehängt. Dadurch werden die Wirbelsäule und die Muskulatur entlastet. Wirbelsäulenerkrankungen lassen sich so krankengymnastisch besser behandeln.

Die Schlingentisch-Therapie kann man sich über ein Physiotherapie-Rezept verordnen lassen. Der Therapeut entscheidet auch im Laufe der Behandlung, ob und wie die Schlingen zum Einsatz kommen . Der Schlingentisch allein macht allerdings noch keinen gesunden Rücken.

Schröpfen
 
Das Schröpfen wird oft als wohltuend empfunden.
Bei dieser Behandlung wird mit so genannten Schröpfgläsern ein Unterdruck auf der Haut erzeugt. Dieser Unterdruck fördert die Durchblutung der Muskulatur und den Abtransport von Stoffwechselprodukten. Viele Patienten empfinden die Behandlung als wohltuend, weil sich Muskelverspannungen lösen und so die Schmerzen lindern. Für Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, ist das Schröpfen jedoch ungeeignet.


weiters:

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/aktuelle-sendung/verteilseite546.html

und dort auch u. a.

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/ruecken160.html

Hauptsache gesund | 20.09.2012 | 21:00 Uhr
Das können Sie selbst tun!
Bei akuten Rückenschmerzen empfinden viele Patienten die sogenannte Stufenlagerung als spürbare Erleichterung. Legen Sie sich dazu flach auf den Rücken. Der Boden unter Ihnen sollte möglichst nicht nachgeben. Heben Sie die Unterschenkel auf einen Stuhl oder Hocker, der einen 90-Grad-Winkel im Knie ermöglicht. In dieser Stellung können die Muskeln entspannen, die Wirbelsäule wird vom Druck entlastet und die Schmerzen lassen nach.

Bewegung
 
Schwimmen tut dem Rücken gut.
Bei Rückenschmerzen möchte man sich am liebsten schonen. Doch das ist der falsche Weg. Schonung verschlimmert die Beschwerden, weil die Muskulatur verkümmert und schlechter durchblutet wird. Sorgen Sie daher für regelmäßigen sportlichen Ausgleich. Schwimmen, Radfahren und Walking sind rückenfreundliche Sportarten. Tabu sind Sportarten, die ruckartige Bewegungen erfordern oder den Rücken stark stauchen.

Es ist wichtig, für eine starke Rücken- und Bauchmuskulatur zu sorgen. Sie hält die Wirbelsäule in einer gesunden Position. Geeignete Rückenschulen findet man über die Krankenkassen, Volkshochschulen, Vereine und Fitnessstudios.

Entspannung
Immer sollte man auch psychische Ursachen für die Entstehung von Rückenschmerzen in Betracht ziehen. Zum Stressabbau eignen sich Entspannungstrainings wie Yoga, Tai-Chi, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson.

Wärme
Milde Wärme hilft bei einer verspannten Muskulatur. Einreibungen mit angewärmten Ölen mit Lavendel oder Rosmarin-Zusatz fördern die Durchblutung und wirken entspannend. Warme Bäder können ebenfalls sehr wohltuend sein. Wenn sich die Schmerzen durch die Wärme verstärken, sollte man sie jedoch vermeiden.

Haltung
Bei Alltagstätigkeiten sollte man auf eine gute Haltung achten. Das Zähneputzen kann man für eine kleine Rückenübung nutzen: Beine etwa Schulterbreit stellen, Knie leicht beugen, Oberkörper mit gestrecktem Rücken leicht vorbeugen. Das ganze etwa eine Minute halten, dann entspannen.


Jutta

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Rückenschmerzen - Yoga lindert chronische Beschwerden
« Antwort #2 am: 21. Mai 2013, 20:37 »



Rückenschmerzen - Yoga lindert chronische Beschwerden

http://www.onmeda.de/gesund/fit-und-schoen/yoga-1373.html

26. April 2013 | Von Torsten Wendlandt

Wer Rückenprobleme hat und regelmäßig Yoga macht, kann damit seine Leiden kurzfristig besser kurieren als mit einer Standardbehandlung.

Mit regelmäßigen Yogaübungen kann man Rückenschmerzen lindern und vorbeugen. Foto: Getty/Burke

Yoga ist bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen sehr zu empfehlen. Die körperlichen Übungen der alten indischen Lehre können die Beschwerden kurzfristig stärker lindern als eine Standardbehandlung.
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Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse von Studien mit Rückenschmerzpatienten aus den Jahren 2004 bis 2011, in denen jeweils eine Yogaübungen durchführende Gruppe mit mindestens einer Kontrollgruppe verglichen wurde. Die qualitative und quantitative Analyse umfasste 18 Studien mit insgesamt 967 Teilnehmern, die an chronischen Schmerzen im Rücken litten. Die Probanden der Kontrollgruppe wurden einer Standardtherapie unterzogen oder sollten Rückenübungen nach Anweisung teilweise in Eigenregie absolvieren.
Yoga verbessert auch die eingeschränkte Aktivität

In den Yogagruppen übten die Teilnehmer nach unterschiedlichen Yoga-Richtungen (Hatha-Yoga, Vini-Yoga) sechs Monate lang ein bis zwei Stunden wöchentlich. Danach zeigte sich bei ihnen eine deutliche Verbesserung hinsichtlich des Schmerzes und der eingeschränkten Aktivität infolge der Rückenbeschwerden. Im Vergleich zur Kontrollgruppe gaben dreimal so viele Yoga-Übende an, dass sich bei ihnen eine allgemeine Verbesserung eingestellt hätte. Die Yogaübungen verursachten zudem keine gesundheitlichen Probleme.

Der Langzeiteffekt der Yogaübungen über 36 Wochen bis 12 Monate fiel nach Angaben der Wissenschaftler von der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen zwar etwas geringer aus. Doch Schmerzlinderung und Verbesserung der Bewegungseinschränkungen waren immer noch deutlich spürbar.

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Quellen

Holger Cramer et al.: A Systematic Review and Meta-analysis of Yoga for Low Back Pain. Clin J Pain 2013; 29:450-460, doi: 10.1097/AJP.0b013e31825e1492.