Autor Thema: Diabetes  (Gelesen 11767 mal)

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Dietmar E.

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Diabetes
« am: 18. Mai 2007, 00:24 »

Leider kenne ich ich viele KrebspatientInnen die auch an Diabetes erkrankt sind.

Nachdem die Anregung mehrfach an mich herangetragen wurde, eröffne ich hiermit ein Forum.

Dietmar, Admin


DIABETES


Der Diabetes mellitus (griechisch: "honigsüßer Durchfluß") ist eine Stoffwechselstörung,
bei der entweder kein eigenes Insulin mehr gebildet wird (Typ-I-Diabetes), oder das an
sich genügend vorhandene Insulin nicht ausreichend freigesetzt werden kann (Typ-IIDiabetes).
Das Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) von den sog.
Langerhans'schen Inselzellen (oder Betazellen) gebildet. Insulin spielt eine zentrale
Rolle im Stoffwechsel des Menschen. Es bewirkt hauptsächlich, daß die Gewebe
Zucker (Glucose) aufnehmen und verbrennen können. Daneben wirkt es aber auch auf
den Fett- und Eiweißhaushalt des Körpers.

ARTEN VON DIABETES

Typ-I-Diabetes
Als Ursache für diese Krankheitsform wird heute ein Zusammenwirken von Erbfaktoren,
Virusinfektionen und Autoimmunerkrankungen angenommen. Viele Menschen verfügen
über für die Krankheit typische Erbinformationen, ohne jemals auch tatsächlich an
Diabetes zu erkranken. Daher wird vermutet, daß neben den genetischen
Voraussetzungen erst bestimmte Virusinfektionen (z. B. Grippe-, Masern- oder
Mumpsinfektionen) zum Ausbruch der Krankheit führen. Ein solcher Infekt führt zu einer
Autoimmunerkrankung, bei der der Körper Abwehrstoffe gegen körpereigenes Gewebe
- in diesem Fall gegen die Inselzellen - bildet. Schließlich kommt es zu einer völligen
Zerstörung der insulinbildenden Zellen.
Sind etwa 80 Prozent dieser Zellen zerstört, kommt es zum Auftreten der typischen
Krankheitssymptome:
• Quälender Durst
• Häufiges Wasserlassen
• Gewichtsverlust
• Müdigkeit
Bereits unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Symptome kann es in manchen
Fällen aufgrund des Insulinmangels zu einer unvollständigen Fettverbrennung mit
nachfolgender Übersäuerung des Blutes kommen. Im Extremfall tritt ein Coma
diabeticum ein.
Zwischen dem Beginn der Erkrankung und dem Auftreten der Symptome können einige
Wochen, oft aber auch mehrere Jahre vergehen. Häufig kommt es nach dem Auftreten
der Krankheitszeichen vorübergehend zu einem vermeintlichen Verschwinden des
Diabetes. Tatsächlich schreitet die Zerstörung der Betazellen weiter fort.
Da beim Typ-I-Diabetiker vom Anfang an ein echter Insulinmangel bzw. später ein
völliges Fehlen von Eigeninsulin vorliegt, muß sofort mit Insulin behandelt werden.
Typ-I-Diabetes, unter dem in Österreich rund 40.000 Menschen leiden, wird mit einer
Wahrscheinlichkeit von ca. drei bis fünf Prozent von einem Elternteil auf die Kinder
vererbt. Sind beide Eltern Diabetiker, steigt das Risiko auf rund zehn bis 25 Prozent.

Typ-II-Diabetes

Diese Form der Krankheit kommt wesentlich häufiger vor. An ihr leiden in Österreich ca.
400.000 Menschen. Etwa noch einmal soviel sind – so neueste Schätzungen –
zuckerkrank ohne es zu wissen.
Die Ursache des Typ-II-Diabetes liegt in einer angeborenen oder erworbenen
Insulinunempfindlichkeit (Insulinresistenz). Diese Insulinunempfindlichkeit wird durch die
in den Industrieländern allgemein vorkommende Überernährung und der daraus oft
folgenden Fettsucht verstärkt.
Die Überernährung führt zu einem vermehrten Glucoseangebot. Wegen ihr und wegen
der Insulinunempfindlichkeit muß die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin freisetzen. Diese
erzwungene Mehrarbeit führt zu einer Erschöpfung der Betazellen. Weiters kommt es
durch den überhöhten Insulinspiegel im Blut zu einer Abnahme der Insulinrezeptoren an
der Körperzelle. Der Stoffwechsel kann dadurch nicht mehr ordnungsgemäß erfolgen.
Der Typ-II-Diabetes verläuft weniger heftig als Typ I. Er kann am Anfang oft völlig
beschwerdefrei verlaufen und wird oft nur zufällig vom Arzt diagnostiziert.
LADA
Der "Latent Autoimmune Diabetes in Adults" (LADA) gilt als Besonderheit des Diabetes
mellitus, Typ 1 und liegt zwischen Typ 1- und Typ 2-Diabetes. Bei Diabetes mellitus,
Typ 1 werden die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse durch
Antikörper zerstört, die bei Diabetes mellitus, Typ 2 normalerweise nicht festzustellen
sind. Bei jenen 10 Prozent der von Typ 2 Betroffenen, die im Laufe der Therapie relativ
schnell insulinpflichtig werden, werden diese Antikörper ebenfalls häufig gefunden. Sie
sind meist unter 45 Jahre alt und relativ schlank. Allerdings können auch 70- und
80jährige noch daran erkranken. Fachleute bezeichnen diese Form des Diabetes
mellitus auch als eine "schleichende Form des Typ 1-Diabetes".
Pankreopriver Diabetes
Bei einem teilweisen oder völligem Ausfallen der Bauchspeicheldrüse treten neben
schweren Verdauungsstörungen natürlich auch diabetische Stoffwechselstörungen auf.
Neben einer Insulintherapie müssen dem Körper auch jene Enzyme zugeführt werden,
die normalerweise von der Bauchspeicheldrüse produziert werden.

DIAGNOSE

Blutzucker- und Urinzuckerbestimmung
Die Diagnose des Typ-I-Diabetes bereitet in der Regel wenig Probleme, da durch die
ausgeprägten Krankheitszeichen nur schwer fehlinterpretiert werden können. Der
Nachweis von Diabetes erfolgt durch eine Blutzuckerbestimmung. Der Blutzucker liegt
bei gesunden nüchternen Menschen unter 120 mg/dl. Ist er höher, spricht man von
einer diabetischen Stoffwechsellage. Ab einem Blutzuckerwert von ca. 160 bis 180
mg/dl kann die Niere den Zucker nicht mehr vollständig im Blut zurückhalten. Ein Teil
von ihm wird mit dem Urin ausgeschieden. Der Zucker im Urin kann mit einem
Teststreifen nachgewiesen werden.

Oraler Glucose-Toleranztest
Diese Methode wird angewendet, wenn die oben beschriebenen keine klaren
Ergebnisse bringen. Dabei erhält der Patient morgens nüchtern nach der ersten
Blutabnahme (für Blutglucose) eine Zuckerlösung zu Trinken. Eine und zwei Stunden
nach der Verabreichung werden Blutabnahmen durchgeführt. Ein Diabetes liegt vor,
wenn der Blutzuckerwert nach einer Stunde über 120 mg/dl und nach zwei Stunden
über 200 mg/dl beträgt.

THERAPIE

Bei Typ-I-Diabetes ist eine Insulinverabreichung, die sofort nach der Diagnose einsetzt,
unumgänglich. Eine rasche und konsequente Therapie kann den Krankheitsverlauf
günstig beeinflussen. Unterschieden wird zwischen einer konventionellen Therapie (CT)
und einer Basis-Bolus-Therapie oder der funktionellen Insulin-Therapie (FIT). Bei der
koventionellen Therapie wird ein- bis zweimal pro Tag ein verzögert anflutendendes
Insulin injiziert. Bei der funktionellen Insulin-Therapie spritzen sich die Patienten
zusätzlich zu den Mahlzeiten genau abgestimmte Dosen eines schnell anflutenden
Insulins. Diese Therapiemethode wird vor allem bei jüngeren Diabetikern angewendet.
Grundsätzlich ist Typ-I-Diabetes ist bis heute nicht heilbar. Derzeit wird an
Therapieformen geforscht, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken. Dadurch
könnte der Ausbruch der Krankheit, sofern noch Reste der Eigeninsulinproduktion
vorhanden sind, hinausgezögert oder sogar ganz verhindert werden. Versuche mit
Pankreas-Transplantationen und Inselzellenübertragungen waren bisher nicht sehr
erfolgreich.
Die Therapie bei Typ-II-Diabetes beschränkt sich auf allgemeine Maßnahmen, die die
Insulinresistenz und die Überproduktion von Insulin eindämmen sollen. Dazu zählt eine
gesündere Lebensführung: Gewichtsreduktion, fettarme und ballaststoffreiche
Ernährung sowie verstärkte körperliche Betätigung. Helfen diese Maßnahmen nichts,
müssen oral Antidiabetika verabreicht werden. Dabei handelt es sich um
blutzuckersenkende Medikamente. Bleibt auch diese Therapie erfolglos, muß auch
beim Typ-II-Diabetiker eine Insulinbehandlung durchgeführt werden.

ERNÄHRUNGSHINWEISE

Eine angepaßte Ernährung ist eine wichtige Grundlage jeder Diabetes-Behandlung.
• Gewichtsreduktion: Der Typ-II-Diabetes geht oft mit starkem Übergewicht einher.
Bereits eine Gewichtsreduktion von wenigen Kilogramm führt zu einer deutlichen
Verbesserung der Blutzuckereinstellung.
• Abwechslungsreiche Kost: Der tägliche Speisezettel soll möglichst viele
verschiedene Nahrungsmittel beinhalten. Es sollen gerade soviel Kalorien
aufgenommen werden, daß man nicht zunimmt, aber auch kein Gewicht verliert.
• Wenig Fett: Um nicht an Gewicht zuzunehmen, soll auch fettreiche Kost
weitgehend verzichtet werden.
• Wenig Salz: Statt Salz, das Bluthochdruck begünstigen kann, sollen Speisen
besser mit anderen Gewürzen verfeinert werden.
• Wenig Zucker: Die Aufnahme von Zucker erhöht den Blutzuckerspiegel. Ersatz
bieten Zuckeraustauschstoffe.
• Vollkornprodukte: Sie liefern wichtige Nährstoffe und Ballaststoffe. Auf Produkte,
die aus Weißmehl hergestellt werden, sollte verzichtet werden.
• Gemüse: Gemüse soll den Hauptbestandteil des Speiseplanes jedes Diabetikers
ausmachen. Es enthält wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und
Ballaststoffe.
• Eiweiß: Statt tierischem Eiweiß sollte möglichst viel pflanzliches Eiweiß
konsumiert werden.
• Trinken: Der Durst sollte mit Wasser, Mineralwasser, Gemüsesäften oder
ungesüßten Früchtetees gelöscht werden. Alkohol sollte nur gelegentlich in
kleinen Mengen konsumiert werden. Zuviel Alkohol führt unter anderem zu
Gewichtsproblemen. Immerhin enthält ein Gramm Alkohol fast soviele Kalorien
wie ein Gramm Fett.
• Kleine Mahlzeiten: Kleine, häufigere Mahlzeiten lassen den Blutzuckerspiegel
nicht zu rasch ansteigen. Statt der üblichen drei Hauptmahlzeiten empfiehlt es
sich, auf etwa fünf kleinere Mahlzeiten umzusteigen.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Geri

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Diabetes erhöht Alzheimerrisiko
« Antwort #1 am: 12. April 2008, 08:12 »

Verschiedene Studien identifizierten Diabetes als Risikofaktor für Morbus Alzheimer. Eine Langzeituntersuchung unterstreicht nun den Einfluss der Insulinantwort auf das Demenzrisiko - insbesondere bei Patienten ohne genetische Disposition für die Erkrankung.

Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 32 Jahren wurde bei 102 der Männer Morbus Alzheimer diagnostiziert, 57 litten an einer vaskulären Demenz und 394 an anderen Demenzformen oder kognitiven Beeinträchtigungen.

Männer, die im Alter von 50 Jahren eine verminderte Insulinantwort gezeigt hatten, waren später deutlich häufiger von Alzheimer-Demenz betroffen als Altersgenossen mit einem gesunden Zuckerstoffwechsel. Das Erkrankungsrisiko war dabei unabhängig von anderen Faktoren wie Hypertonie, Body-Mass-Index, Cholesterinwerten, Rauchen und Bildungsstand.
Risikofaktor vor allem bei Patienten ohne Alzheimer-Gen

Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang zwischen verminderter Insulinantwort und Alzheimerrisiko bei Versuchsteilnehmern, denen das APOE4-Gen fehlte. Von diesem ist bekannt, dass es das Erkrankungsrisiko für Morbus Alzheimer erhöht.

"Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung eines funktionierenden Insulinstoffwechsels für das Gehirn ist", betont Rönnemaa. "Möglicherweise schädigt eine Insulinstörung die Blutgefäße im Gehirn, was dann zu Gedächtnisstörungen und Alzheimerdemenz führt." Die genauen Mechanismus müssten jedoch noch erforscht werden.

Evi

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Diabetes
« Antwort #2 am: 10. Mai 2008, 11:09 »
Diabetes

Diabetes mellitus - Patienteninformation Goldene Regeln mit 10 Fragen und kurzen Antworten zum Thema Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Diabetes mellitus oder die Zuckerkrankheit ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Besondere Bedeutung erlangt sie durch ihre Bedeutung als Risikofaktor für die Entstehung von Herz-/Kreislauferkrankungen.

1. Was ist Diabetes?
Diabetes mellitus oder die Zuckerkrankheit ist eine Stoffwechselerkrankung, die auf Problemen mit dem körpereigenen Signal zum Zuckerabbau, Insulin, beruht. Dieser Stoff ist bei Betroffenen entweder tatsächlich nicht in ausreichender Menge vorhanden oder aber seine Wirkung ist reduziert. Menschen, die an dieser Erkrankung leiden, sind im Wesentlichen durch zwei Gruppen von Problemen bedroht: durch einen zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerspiegel - Zustände, die auch einmal lebensbedrohlich sein können - und - nach vielen Jahren der Krankheit - durch Spätfolgen des im Mittel meist zu "süßen" Blutes.

2. Wo liegen die Unterschiede zwischen Typ 1 und 2?
Wie eben erwähnt gibt es zwei Formen des Diabetes: eine, bei der der lebenswichtige Stoff Insulin völlig fehlt - den Typ 1 - und eine, bei der das Anti-Zucker-Hormon nicht mehr richtig wirkt - den Typ 2. (Dies ist eine vereinfachende Einteilung; es gibt noch ein paar spezielle Sonderformen, die aber in dieser kurzen Übersicht keine Erwähnung finden sollen.) Der Typ 1 ist die weit seltenere Form (ca. 10% aller Fälle). Früher nannte man den Typ 1 den juvenilen, also jugendlichen, Diabetes, weil er häufiger in jüngeren Jahren auftritt und den Typ 2 den Altersdiabetes, weil eher reifere Jahrgänge betroffen sind. Wie enstehen aber nun die Probleme? Beim Typ 1 attackiert der Körper selbst, das heißt das eigentlich hauptsächlich für die Verteidigung gegen Krankheitserreger existierende Immunsystem, einen Bereich des Körpers, in dem das Insulin gebildet wird: einen Teil der Bauchspeicheldrüse. Der Typ 2 zeichnet sich dadurch aus, dass einmal gebildetes Insulin einmal nicht seinen Weg aus der Bauchspeicheldrüse in das Blut findet und zum anderen nicht seine volle Wirkung entfaltet.

3. Was ist Insulin?
Viel ist schon gesagt worden zum Insulin, doch was macht dieser Stoff genau und wie sieht er aus? Insulin wird im gesunden Körper, wie schon angedeutet, in der Bauchspeicheldrüse gebildet, einem Organ, das sich im Bauchraum zwischen Darm, Leber und Milz befindet. Der genaue Bildungsort sind die sogenannten B-Zellen. Einmal im Blut angelangt hat das Insulin nur eine kurze Wirkungsdauer von etwa 5 min., bevor es durch spezielle Abbausysteme wieder wirkungslos gemacht wird. Insulin ist ein Hormon, das heißt ein Botenstoff. In dieser Funktion sorgt es im Wesentlichen für zwei Dinge: dass der Zucker, der mit der Nahrung aufgenommen wird, dort hingelangt, wo er benötigt wird (nämlich in die Zellen) und dass Stoffwechselprozesse "angeworfen" werden, die das süße Gut verwerten können.

4. Wer kann von der Zuckerkrankheit betroffen sein?
Vom eher selteneren Typ 1 einmal abgesehen entwickeln sich die Mehrzahl der Fälle von Diabetes auf dem Boden eines sog. Wohlstandssyndroms. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei eine Überernährung und Übergewicht. Durch zu starke Nahrungsaufnahme sind zu hohe Zuckerspiegel im Blut zu verzeichnen. Diese machen immer höhere Insulinspiegel notwendig, um diesen wieder zu entfernen. Dies führt zu einer "Abstumpfung" der Zellen, die den Zucker eigentlich aufnehmen sollten. Hier beginnt der Teufelskreis: diese zuckermüden Zellen bewirken wiederum immer höhere Insulinspiegel. Es wird klar, wie dieser Kreislauf wirksam durchbrochen werden kann: durch reduzierte Nahrungsaufnahme und Gewichtsverlust - eine unabdingbare Basis einer jeden Therapie eines Diabetes Typ 2.

5. Wie kann die Krankheit erkannt werden?
Es wird auch dem Nichtmediziner einleuchten, dass der für die Erkennung einer Zuckerkrankheit wichtigste Stoff das bereits als Namenspate enthaltene Molekül ist und zwar in seiner im Blut am meisten vorkommenden Form: als Glucose. Die Konzentration dieses Stoffes im Blut wird bestimmt und der Arzt (oder der informierte Normalbürger) kennen den Bereich, in dem sich der Zucker im Blut bewegen darf, ohne dass es als krankhaft bezeichnet werden würde. Am besten wird der Zucker dann gemessen, wenn in einem Zeitraum von 8 h vor der Messung keine Nahrung aufgenommen wurde ("Nüchternblutzucker"). Liegt nun keine besonders außergewöhnliche Situation vor (Operation, schwere Erkrankung) und der Wert über dem genannten Zielwert ( Zuckererkrankung ausgehen. Wurde in den 8 h vor der Messung etwas gegessen, dann gelten natürlich höhere Werte. Der Test ist aber dann nicht mehr so aussagekräftig. Liefern die genannten Verfahren kein eindeutiges Ergebnis, so kann auch ein besonderer Test zum Einsatz kommen, in dem dem Körper eine größere Menge Zucker präsentiert wird ("Glucosebelastungstest") und dann nach eine bestimmten Zeit die Zuckerwerte gemessen werden.

6. Welche Komplikationen bedrohen die Patienten?
Das Kapitel der Komplikationen ist ein besonders wichtiges, denn die Zuckerkrankheit sorgt weltweit für viel Leid. Dies ist allerdings eine Erkenntnis, die sich noch nicht allgemein durchgesetzt hat. Richtig ist, dass ein Großteil aller Amputationen, Erblindungen, Dialysefälle (Notwendigkeit zur künstlichen Blutwäsche), Herzinfarkte und Schlaganfälle durch eine Zuckerkrankheit mitbedingt sein können. Die gemeinsame Ursache liegt in den im Durchschnitt zu hohen Blutzuckerwerten der Diabetiker, die aber noch nicht hoch genug sind, um Beschwerden auszulösen. Diese führen zu Veränderungen an Blutgefäßes des gesamten Körpers und am Nervensystem.

7. Wie kann man Diabetes behandeln?
Zuckerkrankheit ist eine chronische Erkrankung, die, wenn sie nicht gut therapiert wird, stets fortschreitet. Das gemeinsame Ziel beim Typ 1 und beim Typ 2 ist die Blutzuckernormalisierung. Wesentliches Ziel der Behandlung eines Typ-2-Diabetes ist die Gewichtsnormalisierung. Übergewicht/Überernährung bewirkt ja, wie oben bereits kurz angedeutet, einen Teufelskreis, der immer höhere Insulinspiegel bei immer schlechterer Ansprechbarkeit der eigentlichen Empfänger des Botenstoffs, der Muskelzellen, zur Folge hat. Durch konsequente Gewichtsnormalisierung kann eine deutliche Verbesserung der Stoffwechselsituation erreicht werden. Weitere wichtige Allgemeinmaßnahmen sind eine Beachtung einer bestimmten Nahrungszusammensetzung sowie regelmäßige körperliche Aktivität. Auch weiß man, dass Kranke, die über ihre Krankheit gut informiert sind, besser damit zurecht kommen als solche, die nur den Hinweisen des Arztes folgen. Nehmen Sie Ihre Krankheit selbst in die Hand! Sind die genannten Maßnahmen erfolglos, dann schlägt die Stunde der Medikamente. Diese basieren im Wesentlichen auf drei Prinzipien: weniger Zucker ins Blut lassen, mehr Insulin ausschütten und mehr Zucker in die Zellen aufnehmen. Nach einigen Jahren läßt die Wirkung der Medikamente jedoch nach, so daß schließlich Insulin gespritzt werden muß. Der Typ-1-Diabetiker muß leider diesen Weg schon von Beginn an einschlagen. Zwar helfen auch ihm eine bestimmte Ernährung und Sport, seine Krankheit besser in den Griff zu bekommen; Medikamente wie die oben genannten bewirken jedoch nicht den gewünschten Effekt.

8. Wie gibt man eine subkutane Injektion?
Subkutan bedeutet "unter die Haut". Den meisten Diabetikern ist diese Art der Verabreichung von Medikamenten sehr geläufig, stellt sie doch die am häufigsten angewandte Form der Insulintherapie dar. Der Bereich der Haut, der mit einer Spritze erreicht werden soll, besteht aus Fettgewebe. Dieses hat den Vorteil, dass es nicht besonders stark durchblutet wird. Ein Stoff, der dort hineingespritzt wird, wird langsam an das Blut abgegeben. Gerade so, wie man es sich mit dem Insulin wünscht. Man sucht sich am besten eine Körperstelle, an der die Haut gut verschieblich und genug Fettgewebe vorhanden ist. In der regel wird die Bauchhaut oder die Haut des Oberschenkels verwendet. Nach Desinfektion der Zielstelle wird mit Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte gebildet und mit einer Nadel senkrecht zur Haut zugestochen. Der Spritzenkolben wird leicht zurückgezogen um auszuschliessen, dass man ein Gefäß getroffen hat. Das Insulin wird nun langsam injiziert.

9. Durch welche Notfallsituationen ist ein Diabetiker gefährdet?
In einem Viertel aller Fälle wird ein Diabetes erst in einer Notfallsituation diagnostiziert. Aber auch wenn die Diagnose bereits bekannt ist, besteht die starke Gefahr, dass der Zuckerspiegel einmal "aus dem Ruder läuft". Dies kann insbesondere dann passieren, wenn unvorhersehbare Situationen eintreten, denn das Leben eines Diabetikers ist durch die Injektionen zwangsläufig oft von Routine bestimmt. Mehr oder weniger Sport, mehr oder weniger Streß, Krankheiten - dies sind alles Faktoren, die den Insulinbedarf beeinflussen. Wie aber unterscheidet man nun zu hohen von zu niedrigem Blutzucker, also die klassischen zwei Notfallsituationen? Die meisten Diabetiker, die selbst Insulin spritzen, werden sich natürlich mit einer Messung Gewissheit verschaffen. Was, wenn aber gerade kein Gerät verfügbar ist? Im Zweifelsfalle ist es immer besser, ein Stück (Trauben-) Zucker zu sich zu nehmen: Ein Unterzucker ist schneller lebensgefährlich als ein zu hoher Zuckerwert. Im Falle einer Überzuckerung droht dem Typ-1-Diabetiker ein sogenanntes diabetisches Koma, dem Typ-2-Diabetiker ein hyperosmolares Koma. Eine mögliche Unterzuckerung trifft sie beide.

10. Wo kann ich andere Menschen treffen, die an Diabetes leiden?
Selbsthilfegruppen bieten neben der Beratung durch den Hausarzt oder Facharzt eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, sein Leid zu teilen und neue Dinge über diese so wichtige und verbreitete Krankheit zu erfahren. Diabetes-World.net bietet eine umfangreiche Liste von Selbsthilfegruppen im gesamten Bundesgebiet.

Gitti

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Unter www.lilly-diabetes.de 
erwartet Patienten und deren Angehörigen eine neue, umfangreiche Informationsplattform zum Thema Diabetes. Das ausführliche Angebot bietet dem Nutzer viele umfangreiche Broschüren, Tagebücher zur Dokumentation der Blutzuckerwerte, sowie wichtige Informationen zum Verständnis und zum Umgang mit Diabetes.

Unter lilly-diabetes.de findet der Nutzer ebenfalls einen erweiterten Servicebereich, in dem rund um die Uhr Informationsmaterial zum Abruf bereit steht. Für jeden Nutzer stehen verschiedene hilfreiche Selbsttests bereit, wie dem Blutzuckertest oder dem BMI-Rechner.

Neben gesundheitlichen Ratschlägen zum Thema Ernährung werden ebenso Informationen zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten gegeben und Tipps für Haut- und Fußpflege bereit gestellt. Auch für die Planung der nächsten längeren Reise stellt Lilly hilfreiche Informationen zur Verfügung, wie nützliche Checklisten und die Flugbescheinigung zur Handgepäckmitnahme der Medikamente. Nutzen Sie den kostenfreien Service und informieren Sie sich unter www.lilly-diabetes.de.

Jutta

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http://de.wikipedia.org/wiki/HbA1c

HbA1c

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

HbA1c wird auch als Glykohämoglobin (GHb) bezeichnet und ist eine Form des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin), an den Glukose gebunden ist (es ist glykiert). Der Anteil HbA1c vom gesamten Hämoglobin in Prozent wird in der Medizin zur Verlaufskontrolle von Patienten mit Diabetes mellitus verwendet.

Die Kopplung von Glukose an das Hämoglobin erfolgt nicht enzymatisch (Amadori-Umlagerung). Da es sich nicht um eine spezifische Reaktion handelt, entstehen verschiedene Glykierungsprodukte. Um die Messung weltweit zu standardisieren, hat eine Arbeitsgruppe der IFCC (International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine) das HbA1c als das stabile Produkt einer Kopplung von Glukose an das N-terminale Valin der Beta-Kette des Hämoglobins definiert.

Der HbA1c-Wert spiegelt die Blutzuckerwerte der letzten acht Wochen wider.


Sissi

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Re: Diabetes
« Antwort #5 am: 03. August 2009, 21:38 »
Unser Thema in der Servicezeit: Gesundheit vom 3. August 2009 war:

   Diabetes Typ 2: Raus aus der tödlichen Spirale

Typ-2-Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, war bis vor 50 Jahren fast unbekannt. Das hat sich radikal verändert. Heute macht der Typ-2-Diabetes 95 Prozent aller Diabeteserkrankungen aus. Die Krankheit breitet sich epidemieartig aus. Immer jüngere Menschen sind betroffen, inzwischen auch Kinder. Ursache für Typ-2-Diabetes ist eine zunehmende Unempfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin. Auslöser ist meist eine dauerhaft erhöhte Kalorien- und damit Glukosezufuhr. Das Diabetesrisiko steigt rasant mit dem Körpergewicht. Die Behandlung der fortgeschrittenen Krankheit ist teuer und zunehmend eine Belastung für unser Gesundheitssystem. Bessere Behandlungsformen sind dringend nötig. Doch welche Therapien sind die besten? Servicezeit: Gesundheit stellte Lösungsansätze für diese gesellschaftliche Herausforderung vor.


Mit den folgenden Beiträgen haben wir das Thema näher beleuchtet:

   * Diabetes Typ 2: Eine tückische Krankheit
     http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2009/0803/01_diabetes_typ_2_tueckische_krankheit.jsp

   * Diabetes Typ 2: Was ist das?
     http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2009/0803/02_diabetes_typ_2_was_ist_das.jsp

   * Diabetes Typ 2 und Übergewicht
     http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2009/0803/03_diabetes_typ_2_und_uebergewicht.jsp

   * Diabetes Typ 2 bei Kindern
     http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2009/0803/04_diabetes_typ_2_bei_kindern.jsp

   * Diabetes Typ 2: Neue Medikamente
     http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2009/0803/05_diabetes_neue_medikamente.jsp


Weitere Themen der Sendung:

   * Allergien früh erkennen, sofort behandeln
     http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2009/0803/06_allergien_frueh_erkennen.jsp

   * Gesundheitstipp: Zahnpflege
     http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2009/0803/07_gesundheitstipp_zahnpflege.jsp


Ihr Team der Servicezeit: Gesundheit

Tanja

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Diabetes, warum ich? Und jetzt?
« Antwort #6 am: 03. Dezember 2010, 12:00 »

Diabetes und Magnesiummangel

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Warum man Diabetes ohne Magnesium nicht heilen kann. Diabetes ist die Folge einer ungünstigen Lebens- und Ernährungsweise. Man spricht von „zu süß“ und von „zu wenig Bewegung“. Das ist zwar richtig, doch vergisst man dabei eines: „zu magnesiumarm“. Genau das aber wäre für Diabetiker und entsprechende Risikogruppen ausschlaggebend, denn der Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und der Entstehung von Diabetes bzw. seiner angeblichen Unheilbarkeit wird immer offensichtlicher.

........................ http://www.zentrum-der-gesundheit.de/magnesiummangel-diabetes.html?et_cid=19&et_lid=640890


Tanja

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Was kann ich gegen Diabetes tun? 6 Tipps für Sie
« Antwort #7 am: 03. Dezember 2010, 12:12 »
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/tipps-gegen-diabetes-ia.html?et_cid=19&et_lid=640890

Was kann ich gegen Diabetes tun? 6 Tipps für Sie

Dieser Text wurde veröffentlicht am 29.11.2010 um 14:14 Uhr Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Setzen Sie diese sechs Tipps in die Tat um und beobachten Sie die Veränderungen, die mit Ihnen und Ihrem Diabetes(risiko) geschehen werden. Die folgenden Tipps stammen aus jenem Land, das einst als „Fast-Food-Nation“ bekannt war, mittlerweile aber zur „Diabetes-Nation“ wurde.
Tipps gegen Diabetes

Diabetes-Epidemie weltweit

In den USA soll laut der nationalen Seuchenschutzbehörde CDC(1) bis ins Jahr 2050 annähernd ein Drittel der Erwachsenen an Diabetes erkrankt sein. Amerikanische Alternativtherapeuten empfehlen ihren Patienten inzwischen höchst erfolgreich die Befolgung von sechs einfachen Tipps. Testen auch Sie die sechs Tipps 30 Tage lang und beobachten Sie, was geschieht.
Geheimnis Nummer 1: Null Industriezucker

Zugegeben die Geheimheit dieses Geheimnisses hält sich in Grenzen, die Auswirkungen seiner Umsetzung auf Wohlbefinden und Gesundheit sind jedoch unbeschreiblich. Hören Sie also damit auf, Zucker zu essen. Zucker in jeder industriell verarbeiteten Form. Das schließt Haushaltszucker, Vollrohrzucker, Rohrzucker, Rübenzucker, Fruchtzucker sowie sämtliche sirupartigen Süßungsmittel wie Ahornsirup, Agavendicksaft, Maissirup, Honig, etc. mit ein.

Machen Sie den Break und gehen Sie durch den Zuckerentzug hindurch. Kaufen und essen Sie außerdem keine Fertigprodukte oder gar Getränke, die Zucker in irgendeiner Form enthalten. Es wird nicht leicht sein, aber Sie können es schaffen.

Sie benötigen ganze sechs Monate dafür, um von Ihrer Zuckerabhängigkeit für immer wegzukommen. Sollten Sie den totalen Zuckerverzicht als unzumutbar empfinden, machen Sie sich ein Programm, wie Sie Schritt für Schritt Zucker und zuckerhaltige Produkte hinter sich lassen können.
Geheimnis Nummer 2: Essen Sie Superfoods

Superfoods sind Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder ganze Gerichte, die einen besonders hohen Vitalstoffgehalt haben. Ersetzen Sie gewöhnliche Mahlzeiten mit Superfood-Mahlzeiten.

Zu den Superfoods gehören beispielsweise grüne Smoothies (Details siehe Text „Grüne Smoothies“) oder auch Mandelmilch. Mandelmilch ist eine wunderbare Zwischenmahlzeit. Sie wird folgendermaßen hergestellt:

1 Handvoll Mandeln (mit der braunen Haut) im Mixer sehr fein mahlen. 300 Milliliter Wasser und ein bis drei Datteln dazu geben. Wenige Minuten lang mixen, bis sich eine feine schaumige Konsistenz ergeben hat.

Ein grüner Superfood-Smoothie hingegen könnte beispielsweise aus Spirulina- oder Chlorellapulver, Lupinenmehl (Vital Pulver Lupine), Bio-Früchten, etwas Kokosöl und Wasser bestehen. Alles wird fein gemixt und als eine gehaltvolle Mahlzeit langsam getrunken. Spirulina bzw. Chlorella können auch in Form von Presslingen oder Kapseln eingenommen werden.
Geheimnis Nummer 3: Sport – jeden Tag ein bisschen

Keine Sorge, Sie müssen sich nicht binnen eines Monats zum Athleten mausern. Schon ein 30minütiger Spaziergang hat eine wunderbare Wirkung, um Diabetes vorzubeugen bzw. in den Griff zu bekommen. Wichtig ist nur, dass Sie jeden Tag spazieren gehen. Es geht also nicht darum, Rekorde aufzustellen, sondern darum, dass Sie sich wirklich TÄGLICH bewegen.
Geheimnis Nummer 4: Tanken Sie Sonne

Mehr als 70 Prozent der weißen Amerikaner leiden an Vitamin D-Mangel. In Europa ist es nicht viel anders. Ein solcher Mangel begünstigt die Entstehung vieler Krankheiten: Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen, Nierenleiden, Multiple Sklerose und so weiter und so fort. Es ist daher – obwohl man sich das kaum vorstellen kann – von extremer Wichtigkeit, dass Sie TÄGLICH Sonne an Ihre Haut lassen.
Geheimnis Nummer 5: Tauschen Sie industriell verarbeitete Nahrungsmittel gegen frische Lebensmittel

Schon allein, wenn Sie Zucker meiden und Superfood-Smoothies statt gewöhnlicher Snacks verzehren, werden Sie automatisch weniger industriell verarbeitete Nahrungsmittel zu sich nehmen. Gehen Sie noch einen Schritt weiter:

Kaufen Sie kein Weißbrot im Supermarkt, sondern zusatzstofffreies Bio-Brot im Bioladen und verwenden Sie statt Kuhmilch die erwähnte Mandelmilch. Reduzieren Sie Ihren Käseverzehr und lassen Sie gepökelte (nitrithaltige) Wurstwaren links liegen. Letzteres bedeutet auch: Keine Salami-Pizza, kein Schinken, keine Kartoffelsuppe mit Speckwürfelchen, keine Wurstsandwiches, etc.
Geheimnis Nummer 6: Versorgen Sie sich mit Magnesium

Der Zusammenhang zwischen Diabetes und einer mangelhaften Magnesiumversorgung ist nicht sehr bekannt. Dennoch zeigten Studien, dass ein Großteil der Diabetiker an einem chronischen Magnesiummangel leidet. Natürlich kann Magnesium allein Diabetes nicht heilen, doch ist ohne Magnesium eine Heilung gar nicht erst möglich. (Details dazu im Text „Magnesium und Diabetes“, Infos zu Magnesium finden Sie im Text „Magnesiummangel“.)
Viele Fliegen mit nur einer Klappe

Etliche Menschen, die früher an Diabetes litten, tun das heute nicht mehr. Sie haben erkannt, dass Diabetes kein unvermeidlicher oder genetisch bedingter Schicksalsschlag ist, sondern bloß die biologische Reaktion des eigenen Körpers auf eine bestimmte Lebensweise (schlechte Ernährung und wenig Bewegung). Eine Lebensweise kann man prima ändern – wenn man will.

Besonders praktisch an einer neuen gesunden Lebensweise ist, dass sie sich nicht nur bei Diabetes günstig auswirken wird, sondern genauso bei Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Fettleibigkeit und vielen anderen Zivilisations- und auch bei Autoimmunerkrankungen. Sie schlagen also gleich mehrere Fliegen mit nur einer Klappe.
Big Pharma freut sich über Ihren Diabetes

Natürlich erzählt Ihnen so gut wie niemand, dass Diabetes zu fast 100 Prozent vorgebeugt werden kann.

    * Erstens, weil Ihnen niemand zutraut, dass Sie Ihren Lebensstil jemals ändern könnten (die Ärzte könnten es vermutlich selbst nicht).
    * Zweitens, weil Diabetes sehr gut für die Wirtschaft ist und man als braver Bürger schließlich zu einer blühenden Wirtschaft beizutragen hat – auch wenn das bedeutet, Diabetes zu kriegen.

Big Pharma freut sich schon jetzt auf die zu erwartenden Gewinne, die sich aus dem Anstieg der Diabetesfälle bis zum Jahr 2050 ergeben werden – denn es handelt sich um hunderte Milliarden Dollar an jährlichen Gewinnen.
In 30 Tagen weg vom Insulin?

Also wird niemand Sie von Diabetes heilen. Ihr Arzt kann Sie mit Tabletten und Insulin versorgen, aber heilen kann er Sie nicht. Die einzig wirkliche Heilung kann nur durch SIE selbst erfolgen – indem Sie ändern, was Sie essen und indem Sie sich regelmäßig bewegen. Warum beginnen Sie nicht gleich heute damit? In nur 30 Tagen könnten Sie bereits vom Insulin weggekommen sein und endlich wieder ein gesundes und leistungsfähiges Leben führen. Sind Sie dabei?
Fussnote

(1)CDC: Centers for Disease Control (= Seuchenschutzbehörde der USA). Die CDC ist ein weitverzweigtes Netz aus Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen in den USA und – global gesehen – die mächtigste Behörde ihrer Art.



Themenrelevante Informationen:

    * Warum fördert Zucker Diabetes?
    * Prävention von Diabetes
    * Diabetes durch falsche Ernährung
    * Insulinresistenz
    * Diabetes und Magnesium
    * Zucker - Auswirkungen auf den Körper


http://www.zentrum-der-gesundheit.de/tipps-gegen-diabetes-ia.html?et_cid=19&et_lid=640890

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Diabetes und ....
« Antwort #8 am: 29. Juli 2011, 22:53 »

 
Schade, dass die nicht und nicht einen offenen Link mitschicken - engstirnig!


Bier enthält Kohlenhydrate - Diabetiker müssten deshalb eigentlich ihre Insulindosis anpassen. Bei geringen Mengen Bier, etwa ein bis zwei kleinen Gläsern, sei das aber nicht nötig, erklärt Dr. Astrid Tombek, Ernährungswissenschaftlerin am Diabetes Zentrum Mergentheim. Der Grund: Alkohol senkt den Blutzucker. Größere Mengen Bier könnten individuell sehr unterschiedliche Wirkungen auf den Blutzucker entfalten.
Unser Tipp: Wenn Sie auf Ihren Birgenuss nicht verzichten möchten, sollten Sie vorher Ihren Blutzucker messen und die Insulindosis so anpassen, "dass der Zielwert um mindesten 50 mg/dl (2,78 mmol/l) über dem regulären Wert liegt", rät die Expertin.
 

 
Lesen Sie dazu auch: http://www.wissen-gesundheit.de
• Diabetes Mellitus
• Insulinpumpe gut für Diabetes-Kinder
• Insulin nicht durch die Hose spritzen
• Extrem-Diät macht Typ-2-Diabetes rückgängig http://www.wissen-gesundheit.de/news.asp?wdid=2047&nip=15184&wpid=9962&mdid=2
• Exzessives Fernsehen erhöht Diabetesrisiko
• Diabetiker brauchen sorgfältige Zahnpflege


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07.12.2012
   
Blutzucker richtig messen: erster Tropfen liefert die genauesten Messergebnisse

Rund sechs Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt. Viele messen ihren Blutzuckerspiegel selbst mit einem Messgerät, oft mehrfach am Tag. Dafür wird mit einer Stechhilfe durch einen Stich in den Finger ein kleiner Tropfen Blut gewonnen. Einige, vor allem Patienten, bei denen der Diabetes erst kürzlich festgestellt wurde, sind dabei unsicher: Ist der erste Tropfen Blut für die Messung „sauber“ und damit aussagekräftig genug? Was kann ich tun, um Schmerzen zu vermeiden? Muss es immer ein Stich sein oder sind schon technisch ausgereiftere Geräte auf dem Markt, die ohne Stich funktionieren? Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) geben Auskunft.

Um ihren Blutzucker zu messen, stechen sich Diabetespatienten vor jeder Messung mit einer feinen Nadel in die Haut an der Fingerspitze. Anschließend bringen sie den austretenden Tropfen Blut auf einen Teststreifen auf. Diesen führen sie in das Messgerät ein und warten, bis der Blutzuckerwert in der Ergebnisanzeige erscheint.
 
„Immer wieder kursiert das Gerücht, dass es womöglich sicherer wäre, erst den zweiten Tropfen Blut für die Messung zu verwenden“, berichtet Professor Dr. med. Andreas Fritsche, Pressesprecher der DDG aus Tübingen. Das ließe sich klar verneinen. Eine Studie aus dem Jahr 2011 zeigt: Wer sich die Hände vor dem Stechen mit Wasser und Seife wäscht und gut abtrocknet, erhält mit dem ersten Tropfen Blut sogar noch etwas genauere Messwerte als mit dem zweiten Tropfen. „Der zweite Tropfen sollte nur genommen werden, wenn der Finger verschmutzt ist und es keine Möglichkeit gibt, sich die Hände zu waschen“, betont Fritsche. Die Verwendung von Desinfektionsmitteln ist nicht notwendig.
 
Unmittelbar vor der Blutentnahme ist es sinnvoll, Arm oder Hand kurz auszuschütteln, alternativ den Finger leicht zu massieren. „Das regt die Durchblutung an und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Blutprobe“, erklärt Professor Dr. rer. nat. Lutz Heinemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetologische Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft. „Man muss dann nicht so tief stechen.“ Extreme Temperaturen, ob Kälte oder Hitze, sollten Patienten bei der Blutentnahme möglichst meiden.
 
Wo sollte man stechen? Kleiner Finger, Mittel- und Ringfinger eignen sich am besten, denn sie werden im Alltag nicht so häufig gebraucht wie Zeigefinger oder Daumen. Viele Diabetespatienten nutzen zum Stechen die vordere Fingerkuppe - dabei bieten sich die Seitenflächen der Fingerkuppe viel eher an. „Denn dort ist die Zahl der Nervenenden geringer, wodurch das Stechen weniger schmerzt“, sagt Andreas Fritsche. Gleichzeitig sind die Gefäße dort dichter, die Blutversorgung damit besser. Um den Blutstropfen zu gewinnen, sicherheitshalber nur leicht drücken. Ob zu festes Drücken den Blutzuckerwert durch Gewebewasser verfälschen kann, ist wissenschaftlich derzeit noch ungeklärt.
 
Wer Schmerzen vermeiden will, sollte zudem die Stechhilfe - also die Lanzette in der Stechhilfe - regelmäßig wechseln, am besten nur einmal oder wenige Male verwenden. Grund: Die Lanzette wird beim Einstechen stumpf und verletzt die Haut bei mehrmaligem Gebrauch zusätzlich. „Zu häufig verwendete Lanzetten gehören zu den wichtigsten Schmerz verstärkenden Faktoren“, betont Heinemann. Darüber hinaus birgt eine benutzte Lanzette die Gefahr einer Infektion. Nach der Blutentnahme ist es wichtig, den Finger zu reinigen und den benutzten Teststreifen zu entsorgen.
 
Moderne Testgeräte benötigen heute nur noch 0,3 Mikroliter Blut für eine erfolgreiche Glukose-Messung. Zum Vergleich: In den achtziger Jahren waren noch 20 bis 30 Mikroliter notwendig. „Eine Reduktion um den Faktor 100“, betont Heinemann. „Es hat sich also viel verbessert in den vergangenen Jahrzehnten.“ Trotz vielfältiger Bemühungen sei es jedoch bisher nicht gelungen, Geräte zu entwickeln, die im Alltag so zuverlässig messen, dass das Stechen in absehbarer Zeit durch eine unblutige Technik ersetzt werden könne, meint der DDG-Experte. „Technisch ist es allerdings heute schon möglich, praktisch schmerzfreie Stechhilfen herzustellen, die jedoch teuer sind“, erklärt Heinemann. „Das würde die Lebensqualität der Menschen mit Diabetes deutlich verbessern.“
 
Literaturhinweise:
Lutz Heinemann et al. Lancing: Quo Vadis? Journal of Diabetes Science and Technology, Volume 5, Issue 4, July 2011.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3192604/

Johanna Hortensius et al. Self Monitoring of Blood Glucose: The Use of the First or the Second Drop of Blood. Diabetes Care, Volume 34, March 2011, 556-560.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21289231

Quelle: DDG

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Diabetes: Neuer Ratgeber für Betroffene und Angehörige
« Antwort #10 am: 12. November 2015, 18:51 »




Zeitbombe Zuckerkrankheit: Neuer Ratgeber für Betroffene und Angehörige


Wien (OTS) - Zeitbombe Zuckerkrankheit: „Heute leiden rund 600.000 Menschen in Österreich leiden an Diabetes. Im Jahr 2030 werden es wahrscheinlich 1 Million sein“, erläutert Univ.-Prov. Dr. Thomas Wascher, Präsident der Österreichischen Diabetes Gesellschaft die Dimensionen der Volkskrankheit Diabetes. Jedes Jahr sterben 10.000 Menschen an den Folgen von Diabetes, alle 50 Minuten einer. Das ist, statistisch gesehen, deutlich häufiger, als dass jemand in Österreich an einem Verkehrsunfall stirbt, denn 2014 forderte der Verkehr im direkten Vergleich „lediglich“ 430 Todesopfer. Jedes Jahr werden in Österreich 2.500 Amputationen an PatientInnen mit Diabetes mellitus durchgeführt, was insgesamt 62 % aller durchgeführten Amputationen entspricht.

Doch jeder und jede Einzelne kann im Vorfeld etwas gegen Diabetes tun! Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt wie ein Medikament und ist zur Vorbeugung von Diabetes (auch als Teil der Behandlung) unverzichtbar. „Auch das Thema einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ist von besonderer Bedeutung“, betont Prim Dr. Reinhold Pongratz, Ärztlicher Leiter der Steirischen Gebietskrankenkasse, die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils anlässlich der Buchpräsentation „Zeitbombe Zuckerkrankheit“.

Um die Betreuung von DiabetikerInnen zu verbessern, hat die Sozialversicherung das strukturierte Betreuungsprogramm „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“ ins Leben gerufen. Dabei geht es um leitlinienkonforme Behandlung durch den Hausarzt, Weiterbildung für die Hausärzte zum Thema Diabetes, engmaschige Kontrolle der Augen und der Füße durch geeignetes Fachpersonal, sowie PatientInnenschulungen, um besser mit der Krankheit Diabetes umzugehen.

„Wir haben unser strukturiertes Betreuungsprogramm „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“ von der Medizinischen Universität Graz evaluieren lassen – und die Zahlen sind eindrucksvoll“, so Mag. Alexander Hagenauer, Generaldirektor-Stellvertreter des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. 35 Prozent weniger Sterblichkeit für jene DiabetikerInnen, die an Therapie Aktiv teilgenommen haben, im Vergleich zur Kontrollgruppe. Durch vermiedene Folgeerkrankungen wurden auch um 24 Prozent weniger Gesamtkosten durch die Teilnahme an Therapie aktiv verursacht.

Anlässlich des diesjährigen Weltdiabetestages am 14.11. wurde der neue Ratgeber des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger im Rahmen einer Presseveranstaltung gemeinsam mit der österreichischen Diabetes Gesellschaft erstmalig einem fachkundigen, interessierten Publikum präsentiert.
Um das Thema für Betroffene und deren Angehörige sowie für die breite Öffentlichkeit greifbar zu machen und ihnen Wege zur Prävention und Rehabilitation aufzuzeigen und auf die Bedeutung der Krankheit hinzuweisen, hat der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger den 6. Band der Buchreihe „Gesund werden. Gesund bleiben.“ dem Thema Diabetes gewidmet. Der Öffentlichkeit wird dieser praxisorientierte Ratgeber an die Hand gegeben, der dabei helfen soll, die Krankheit frühzeitig zu erkennen, entscheidende Schritte in der Behandlung zu setzten und mithilfe gut geschulter Patienten der Krankheit ihren Schrecken zu nehmen.

Das Buch wird über relevante Versorgungseinrichtungen verteilt und kann auch bei den Krankenversicherungsträgern kostenfrei bezogen werden.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,5 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der Arzt/ Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.


Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger
Tel.: (++43-1) 71132-1120
presse@hvb.sozvers.at
http://www.hauptverband.at

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151112_OTS0186/zeitbombe-zuckerkrankheit-neuer-ratgeber-fuer-betroffene-und-angehoerige?utm_source=2015-11-12&utm_medium=email&utm_content=html&utm_campaign=mailabodigest

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« Antwort #11 am: 13. August 2020, 12:00 »