Autor Thema: HPV-Impfung, volle Kostenübernahme statt unbefriedigende regionale Unterschiede  (Gelesen 18101 mal)

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Dietmar E.

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Misere im Gesundheitsbereich!

Armutsbekenntnis von Gesundheitsverantwortlichen!



Die HPV- Impfung kostet beim Nachbarn Deutschland, brutto, wesentlich weniger als in Österreich. Das ist zwar nicht nur die Mwst-Differenz, aber immerhin.

Deshalb bei der Gelegenheit die Forderung: Weg mit der "mehr Wert Steuer" auf Medikamente; warum auch, deswegen sind die Arzneien nicht "mehr Wert"!

Im Gegenteil: wir können uns Medikamente oft nicht mehr leisten!


Zurück zur HPV-Impfung:

Es ist wohl ein Hohn, das Ganze!

NÖ. ist so sozial und stützt die Impfung äußerst kräftig, sonst niemand.

Doch, die Krebshilfe Stmk. versorgt krebskranke Kinder mit der Impfung, die in der Klinik liegen. Naja!

Und nun kommt OÖ! Diese GKK schießt wieder einmal den Vogel ab:

"Wir sind nicht davon überzeugt, ob die HPV-Impfung etwas bringt!"


Das muss Mann/Frau/Kind aus OÖ. sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Sind dort die Übergescheiten zu Hause? Ganz Europa impft gegen HPV, und OÖ. nicht, mit DIESER Begründung. Jeder (Wähler in OÖ.) möge sich selbst ein Bild von solchen Politikern und Funktionären machen und sich danach richten.

Selbstverständlich kann der Wiener, Burgenländer oder OÖ. nicht 5 km über die Landesgrenze nach NÖ. fahren und sich dort zum Okkasionspreis impfen lassen: Meldezettel muss vorgelegt werden!


Gesundheitsministerium mutiert zum Krebsministerium:

Wie unsere Ministerin (dagegen) argumentiert ist auch nicht ohne:
Wenn die Impfung kostenfrei ist, verschlampen die Frauen die Gesundenuntersuchungen und gehen nicht mehr zum Gynäkologen die Abstriche machen!
Frau Minister, das ist eine ungeheure Entgleisung gegenüber mündige Österreicherinnen. Die sind sich nämlich sehr wohl ihrer Gesundheitsverantwortung bewusst. Nur ist das System ein Schwachsinn - deshalb gehen so wenige!
Und Frau Minister, das ist eine Diskriminierung Ihres eigenen Berufsstandes (Fachärzte). Sie stellen die Frauenärzte als "Abstrichhandlanger" hin, die sonst nichts tun oder sonst nichts können.


Traurig die Sache, ich schäme mich für diese Verantwortlichen!

Gestern hat mich eine 38-jährige Mutter mit 5 Kinder angerufen, der Mann vor 1 Jahr an Krebs gestorben, will wissen, wie sie sich die HPV-Impfung von 4 Jugendlichen leisten soll, bei der (Mindest)Witwenpension.

Ich habe sie an den Obmann der WGKK, Herrn Bittner, verwiesen. Dieser hat nämlich vor 2 Wochen ebenfalls die VOLLE Kostenübernahme gewünscht, also kostenfrei für die Bevölkerung.

Und dann gibt es einen Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Da sind alle Pflichtkrankenkassen dabei. Per Presseaussendung fordern diese auch die kostenfreie Abgabe.


Jetzt möchten ich und wir Österreicherinnen und Österreicher nur mehr wissen, welche "Lobby" hält uns da zum Narren?


                 Dietmar Erlacher

       Krebspatienten für Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer Selbsthilkfegruppen

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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Bgmst. Häupl sagt: NEIN! Krebstot, da keine HPV-Impfung!
« Antwort #1 am: 18. Mai 2007, 02:24 »

Fr, 27.Apr 2007

SPÖ lehnt kostenlose Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ab!
Über eine unsoziale Haltung der Wiener SPÖ verwundert und empört!

In Europa ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste Todesursache junger Frauen. Eine Impfung könnte rund 75% aller Gebärmutterhalskrebsfälle verhindern. Zur Zeit ist eine solche Impfung für Mädchen und Frauen zwischen 9 und 26 Jahren zwar möglich, allerdings mit hohen Kosten verbunden und für viele - vor allem sozial schwache Familien - nicht erschwinglich, so die Wiener FPÖ-Gesundheitssprecher, LAbg. GR Mag. Gerald Ebinger und LAbg. GR David Lasar, im Zuge der heutigen Gemeinderatsitzung.

Um die Anzahl der Gebärmutterhalskrebsfälle in Wien nachhaltig zu senken und möglichst vielen Frauen und deren Familien dieses Leid zu ersparen, stellte die FPÖ-Wien im heutigen Gemeinderat einen Antrag, um eine kostenlose Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs zu ermöglichen. Die SPÖ - die sich selbst gerne als Partei der Schwächsten bezeichnet - hat diesen Antrag heute allerdings abgelehnt, zeigen sich Ebinger und Lasar betroffen und meinen weiter, dass eine derartige Haltung aus Sicht der Freiheitlichen völlig unverständlich sei. (Schluss)paw


Anm:
Im Sinne der Österr. Bevölkerung stelle ich diese polit. Aussage ins Forum!
Daran interessant, die "rote" WGKK ist für eine kostenlose Impfung, das "rote" Wien aber dagegen!


Hinweis:
Täglich erkranken junge Frauen an dieser argen Krebserkrankung und Wien und ....... schauen zu!
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HPV-Impfung, volle Kostenübernahme fordert BM. für Frauen
« Antwort #2 am: 18. Mai 2007, 09:54 »

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs in das Kinderimpfprogramm aufnehmen


   Wien - 10.5.07 - Frauenministerin Doris Bures unterstützt den Vorstoß der Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely in Richtung einer bundesweiten Lösung in Sachen HPV-Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs. Die HPV-Impfung soll in das Kinderimpfprogramm aufgenommen werden, fordert Bures. "Wir kennen die traurigen Fakten:
Jährlich sterben 180 Frauen an dieser Krebsart. Wenn wir die Chance haben, junge Mädchen vor einer späteren Erkrankung zu schützen, müssen wir sie ergreifen."

   Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Der Impfausschuss des Obersten Sanitätsrates hat im Dezember 2006 eine positive Stellungnahme zu dem Impfstoff abgegeben, da die Effektivität des Impfschutzes bei einer großen Zahl von Probandinnen demonstriert wurde. Auch die neueste im "New England Journal of Medicine" (10. Mai) veröffentliche Studie liefert beeindruckende Ergebnisse: Die HPV-Impfung schützt Frauen, die mit den Viren noch nicht in Kontakt gekommen sind, zu 98 Prozent vor Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen.

   Wie die Wiener Gesundheitsstadträtin ersucht auch Frauenministerin Bures die Gesundheitsministerin, eine bundesweite Impfregelung zu erarbeiten und der Bundesgesundheitskommission bei der nächsten Sitzung am 28. Juni vorzulegen.

   Susanna Enk
   Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien
   und Öffentlichen Dienst
   Tel.:        (+43 1) 53115/2132


Anm: Auch diese "politische" Meldung zum Gelingen einer schnellen positiven Entscheidung möchte ich bekannt machen.

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KREBSTOTE vorsätzlich? HPV-Impfung, kostenfrei, für alle!
« Antwort #3 am: 18. Mai 2007, 10:27 »


"Der Schutz vor Gebärmutterhalskrebs soll bereits im Kindesalter erfolgen!"


   Klagenfurt - 10.5.07 - "Da jährlich rund 550 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, der zweithäufigsten Krebserkrankung bei Frauen, erkranken, ist es notwendig, Mädchen bereits im Kindesalter gegen die verursachenden HP-Viren zu impfen", sagte heute, Donnerstag, die Familiensprecherin der SPÖ-Kärnten, LAbg. Beate Prettner.

Um eine möglichst hohe Durchimpfungsrate zu erreichen, hat die SPÖ-Kärnten in der heutigen Sitzung des Kärntner Landtages auf Initiative von Gesundheitsreferent Wolfgang Schantl und LHStv. Gaby Schaunig einen Antrag eingebracht, in dem die Kärntner Landesregierung aufgefordert wird, in Verhandlungen mit der Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend sowie den Sozialversicherungsträgern sicherzustellen, dass die HPV-Impfung in das Kinderimpfprogramm aufgenommen wird.

   "Die Kosten für die HPV-Impfung belaufen sich derzeit auf 465 Euro und müssen gänzlich von den Patientinnen bezahlt werden.
Diese hohen Impfstoffkosten ermöglichen es zu vielen Mädchen und jungen Frauen nicht, sich wirksam gegen Gebärmutterhalskrebs zu schützen", untermauerte Prettner die Forderung der SPÖ-Kärnten, diese Impfung bereits im Kinderimpfprogramm aufzunehmen, wie dies auch vom obersten Sanitätsrat empfohlen wird.

Anm: Oberster Sanitätsrat - wer ist das schon?
Unsere Gesundheitsministerin weiß es scheinbar besser!


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Krebspatienten gegen Krebstote!
« Antwort #4 am: 18. Mai 2007, 10:37 »

Der HPV-Vierfachimpfstoff erster Impfstoff im schwedischen Erstattungsprogramm

16.5.07 - Brunn am Gebirge (OTS) - Erst in der letzten Woche hat das Pharmaceutical Benefits Board in Schweden den HPV-Vierfachimpfstoff in das nationale Erstattungsprogramm für Arzneimittel aufgenommen und damit erstmals der Kostenerstattung eines Impfstoffs zugestimmt. Die Kostenerstattung gilt für Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren (1). Bisher wurden in Schweden keine Impfstoffe in das Erstattungsprogramm für Arzneimittel aufgenommen. Die Empfehlung für ein staatlich finanziertes Impfprogramm war bisher die einzige Möglichkeit für eine Kostenerstattung. Die schwedischen Gesundheitsbehörden prüfen weiterhin die Möglichkeit eines staatlich finanzierten HPV-Impfprogramms.

   Nach Deutschland, Italien, Frankreich, Norwegen und Luxemburg hat nun auch Belgien die Empfehlung ausgesprochen, Mädchen zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs, dessen Vorstufen und weiteren HPV-bedingten Erkrankungen im Genitalbereich gegen humane Papillomviren zu impfen. Die Behörden unterstreichen, dass der Zusammenhang zwischen humanen Papillomviren und Gebärmutterhalskrebs, anderen Tumorerkrankungen im Anogenitalbereich und Genitalwarzen gut belegt ist.

   Der Hohe Rat für Gesundheit (Conseil Supérieur de la Santé, CSS) in Belgien empfiehlt die allgemeine Impfung gegen humane Papillomviren für die Geburtsjahrgänge junger Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren. Ein Catch-up-Impfprogramm für die übrigen Altersgruppen bis zu 15 Jahren könnte laut CSS den Nutzen für die Bevölkerung noch weiter erhöhen und könne nach der laufenden gesundheitsökonomischen Beurteilung in Betracht gezogen werden. Ärzte können bisher ungeimpften Mädchen und Frauen von 14 bis 26 Jahren vorschlagen, sich vor dem ersten Sexualkontakt gegen humane Papillomviren impfen zu lassen. Die Impfung von Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 26 Jahren, die bisher nicht geimpft wurden, jedoch bereits sexuellen Kontakt hatten, kann jeweils individuell nach Ermessen des Arztes erfolgen (2). "Trotz Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sterben in Europa jährlich 15 000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Die Europäische Union hat den HPV-Vierfachimpfstoff nach nur neunmonatiger Überprüfung zugelassen, statt wie sonst üblich nach 13 bis 15 Monaten. Nach Erhalt der Zulassung im September 2006 haben wir den HPV-Vierfachimpfstoff in 18 europäischen Ländern verfügbar gemacht, da dieser Impfstoff das Leben vieler Frauen retten und die Gesundheit vieler Frauen schützen kann. Wir sind sehr dankbar, dass immer mehr Gesundheitsbehörden erkennen, wie wichtig die Umsetzung dieser Impfprogramme ist, um zu verhindern, dass Frauen an Gebärmutterhalskrebs sterben und um Schutz vor Krebsvorstufen und weiteren HPV-bedingten Erkrankungen im Genitalbereich zu bieten", so Didier Hoch, Präsident von Sanofi Pasteur MSD. Der belgische CSS empfiehlt dringend die Einführung von systematischen Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und erinnert zudem daran, dass Frauen unabhängig von einer Impfung weiterhin die Früherkennungsuntersuchung in Anspruch nehmen müssen. Die nationalen und regionalen belgischen Behörden prüfen weiterhin die Möglichkeit zur Finanzierung und Kostenerstattung der Impfung gegen humane Papillomviren. Der tetravalente (gegen die Typen 6, 11, 16 und 18 gerichtete) Impfstoff gegen humane Papillomviren  ist der einzige Impfstoff, der zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs, dessen Vorstufen und weiteren HPV-bedingten Erkrankungen im Genitalbereich, einschließlich präkanzeröser Läsionen der Vulva und Genitalwarzen, zugelassen ist. Präkanzeröse Läsionen der Vulva können zu einem Vulvakarzinom - auch einer Tumorerkrankung im Anogenitalbereich - fortschreiten. Die Virustypen 6, 11, 16 und 18, gegen die der HPV-Vierfachimpfstoff direkt gerichtet ist, verursachen den größten Teil der durch humane Papillomviren bedingten Erkrankungen im Genitalbereich. Schätzungen zufolge verursachen diese HPV-Typen in Europa unter den HPV-bedingten Erkrankungen insgesamt 75 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs(3), 95 % der Vulva- und Vaginalkarzinome(4,5), 70 % der präkanzerösen (CIN 2/3) (6,7) und 50 % der potenziell präkanzerösen Läsionen der Zervix (CIN 1) (8), 80 % der präkanzerösen Läsionen der Vulva und der Vagina (VIN und VaIN 2/3) (4,5,9,10) sowie 90 % der Genitalwarzen(11,12). In klinischen Studien mit mehr als 20 000 Frauen bot der HPV-Vierfachimpfstoff einen dauerhaften bis zu 100%igen Schutz vor dem Zervixkarzinom, vor präkanzerösen (CINa2/3) und potenziell präkanzerösen Läsionen der Zervix (CINa1), vor präkanzerösen Läsionen der Vulva und der Vagina (VINa und VaINa2/3) sowie vor Genitalwarzen, die durch die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufen werden (13,14,15,16,A,B).

   In groß angelegten klinischen Studien bot der HPV-Vierfachimpfstoff Schutz vor präkanzerösen (CIN 2/3) und potenziell präkanzerösen Läsionen der Zervix (CIN 1), die durch weitere Virustypen hervorgerufen werden, gegen die der Impfstoff nicht direkt gerichtet ist. Diese Virustypen verursachen mehr als 10 % der Zervixkarzinome und einen wesentlichen Teil der präkanzerösen und der potenziell präkanzerösen Läsionen der Zervix. Die Daten wurden vor kurzem bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) und der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) eingereicht, um die Zulassung des HPV-Vierfachimpfstoffes entsprechend zu erweitern.


PS: Jeden 2. Tag stirbt in Österreich eine Frau an Gebärmutterhalskrebs - unsere Gesundheitsministerin
(Ärztin, aber nicht Mutter!)
verweigert die Kostenübernahme für die HPV - Impfung; ihre Stellungnahme hier zum Nachlesen!





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TOT! Gesundheitsministerin nicht von HPV-Impfung überzeugt!
« Antwort #5 am: 18. Mai 2007, 11:03 »


600 Euro für eine Impfung sind nicht leistbar - SPÖ will keine Zwei-Klassen-Medizin

17.5.07 - Wien (SK) - "Studien haben eindeutig belegt, welche hervorragende Wirkung die HPV-Impfung hat. Geldmangel darf kein Grund sein, diese Impfung nicht flächendeckend zu ermöglichen", so SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky verweise immer wieder auf die fehlenden Mittel im Gesundheitsbudget für diese Impfung, die SPÖ würde daher die Ministerin bei der Forderung nach einem Sonderbudget nach Kräften unterstützen, unterstrich Oberhauser.

   "Wir wollen eine nachhaltige Politik, die über die Legislaturperiode hinaus positive Auswirkungen hat", erklärte die SPÖ-Abgeordnete. Würden jetzt Mittel für die HPV-Impfung freigemacht, könnten enorme Folgekosten, die die Krebserkrankungen von Frauen mit sich bringen, verhindert werden. "600 Euro für eine Impfung sind für den Großteil der Bevölkerung nicht leistbar. Wir wollen aber keine Zwei-Klassen-Medizin in Österreich", so Oberhauser. Deshalb appelliere sie auch an Finanzminister Molterer, in der Frage der HPV-Impfung Verantwortung zu übernehmen und die nötigen Mittel bereit zu stellen.

   Nicht verständlich sei für sie die Befürchtung von Andrea Kdolsky, dass mit einer HPV-Impfung die Vorsorgeuntersuchungen bei Frauenärzten zurückgehen würden. "Ich bin mir sicher, dass die Österreicherinnen auch in Zukunft sorgsam mit ihrer Gesundheit umgehen", betonte Oberhauser abschließend.


Anm: Auch diese heutige polit. Stellungnahme möchte ich kundtun!


Dietmar E.

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HPV-USA
« Antwort #6 am: 18. Mai 2007, 23:28 »



HPV bei jeder vierten US-Amerikanerin


1.3.07-Atlanta/Wien -

Jede vierte US-Amerikanerin zwischen 14 und 59 Jahren ist nach einer Untersuchung des Centers for Diseases Control and Prevention CDC in Atlanta mit dem humanen Papillomavirus HPV infiziert. Das Virus zählt zu den typischen sexuell übertragbaren Erkrankungen und kann zu Genitalwarzen aber auch zu Gebärmutterhalskrebs führen. In der Studie berichten die Forscher auch, dass ein Viertel der Teenager und 50 Prozent der 20-Jährigen das Virus in sich tragen.

High Risk-Typen

MedizinerInnen sehen in der Untersuchung die Bestätigung, dass HPV-Infektionen häufig auftreten und es eine dringende Notwendigkeit gebe, vor allem jüngere Frauen dagegen impfen zu lassen. Andere Expertinnen und Experten hingegen erklären, dass die Impfung nicht generell zu empfehlen sei, da das Vakzin nur vor einer kleinen Gruppe der mittlerweile 150 bekannten DNA-Viren schützt. Das ForscherInnenteam um Eileen Dunne vom CDC hatte Proben von rund 2.000 Frauen im Alter von 14 bis 59 Jahren untersucht. Etwa 27 Prozent der Frauen testeten positiv auf HPV. Das entspreche einer Gesamtzahl von rund 25 Mio. Amerikanerinnen, schließen die MedizinerInnen. Mehr als zwei Prozent testeten positiv auf die so genannten "High Risk-Typen" HPV16 und HPV18 oder sogar beide Stämme. Diese Hoch-Risiko-Stämme konnten WissenschaftlerInnen bei 99 Prozent der Frauen, die an einem Gebärmutterhalskrebs leiden, feststellen.

Übertragung über Hautkontakt
(Anm: Frau Gesundheitsministerin: Was nützt da ein Kondom, wie Sie es sagen!?) Zahlen wie diese wundern aber auch heimische MedizinerInnen nicht. "Es ist richtig, dass ein Großteil der Bevölkerung diese Viren in sich trägt", bestätigt der Gynäkologe Leo Auerbach vom AKH-Wien. Es komme allerdings nicht notwendigerweise zu einer Erkrankung. Nach einer Infektion können Papilloma-Viren oft jahrelang inaktiv bleiben. "Eine Impfung gegen HPV wäre in erster Linie als Prophylaxe sinnvoll - also vor dem ersten Geschlechtsverkehr", so der Mediziner. Die Infektion erfolge hauptsächlich über Hautkontakt, bei bestimmten Virentypen primär durch ungeschützten Sexualverkehr.

"Der Körper kann mit den meisten HPV-Infektionen gut umgehen", argumentiert Dawn Richardson, Präsident der Parents Requesting Open Vaccine Education in Austin/Texas. Das gelte auch für die Hochrisiko-Stämme HPV16 und 18. Die Elterngruppe hatte erst kürzlich zu einer Demonstration gegen die verpflichtende Impfung von Schulmädchen zwischen elf und zwölf Jahren aufgerufen. Die Tatsache, dass der Impfstoff Gardasil nur gegen zwei Subtypen wirke, bedeute, dass die Mädchen trotz der Impfung immer noch gefährdet sind, sich mit anderen HPV-Stämmen, die ebenfalls zur Krebserkrankung führen, zu infizieren. (pte)
________________________________________
Link

Centers for Diseases Control and Prevention

Parents Requesting Open Vaccine Education
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Dietmar E.

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HPV Impfung in Niederösterreich
« Antwort #7 am: 18. Mai 2007, 23:31 »

Di, 10.Apr 2007


Land NÖ unterstützt Impfaktion gegen Gebärmutterhalskrebs



   St. Pölten (NLK) - Das Land Niederösterreich setzt einen weiteren wichtigen Schritt in der Gesundheitsvorsorge: Als erstes Bundesland in Österreich unterstützt Niederösterreich eine Impfaktion gegen Gebärmutterhalskrebs. "Zielgruppe dieser Impfaktion, die ab 2. Mai an allen NÖ Landeskliniken angeboten wird, sind junge Frauen im Alter von 9 bis 26 Jahren", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute bei der Präsentation dieser Gesundheits- und Krebsvorsorgeinitiative. Anmeldungen sind bereits ab morgen, Mittwoch, möglich. Informationen zu dieser Impfaktion gibt es auch unter der eigens eingerichteten Info-Hotline 02742/22 6 55.

   Der Gebärmutterhalskrebs ist einer der häufigsten bösartigen Tumore bei Frauen. Jährlich sterben daran über 270.000 Frauen weltweit; in Österreich fallen rund 200 Frauen pro Jahr dem Karzinom zum Opfer. Im Rahmen der Impfaktion sind drei Teilimpfungen notwendig, sie kosten insgesamt rund 600 Euro - "ein Betrag, der für viele ein Hemmschuh ist, diese Impfungen in Anspruch zu nehmen", so der Landeshauptmann. Deshalb unterstützt das Land Niederösterreich diese Impfaktion, auch die NÖ Gebietskrankenkasse, die Sozialversicherungsanstalt der Bauern und jene der gewerblichen Wirtschaft beteiligen sich an den Kosten. Unter dem Strich wird diese Impfaktion damit um 270 Euro (90 Euro pro Impfung) angeboten. Enttäuscht zeigte sich der Landeshauptmann, dass die BVA diese Impfaktion nicht unterstützt. Landesweit gibt es rund 100.000 bis 120.000 potenzielle Impfkandidatinnen.

   Laut dem Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, Dr. Robert Griessner, erkranken in Österreich jährlich rund 500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Ein Viertel davon ist unter 40 Jahren. Die Impfung sollte bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr stattfinden. Wichtig ist es auch, die Abstände der Impfung einzuhalten - die zweite Impfung erfolgt nach zwei Monaten, die dritte nach sechs Monaten. Die Impfung wirke vorbeugend, dennoch sollten sich Frauen auch weiterhin regelmäßig untersuchen lassen.

   Informationen zu dieser Impfaktion sind auch auf der Homepage der NÖ Landeskliniken-Holding www.lknoe.at zu erhalten.

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HPV-Impfung, Ärztekammer Niederösterreich
« Antwort #8 am: 18. Mai 2007, 23:34 »

Di, 10.Apr 2007

NÖ Ärztekammer begrüßt Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs


Aber: Flächendeckende Durchimpfung nur durch Einbeziehung niedergelassener Ärzte möglich


   Wien (OTS) - Als wichtig und positiv begrüßt es die NÖ Ärztekammer, die HPV Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs künftig allen weiblichen Jugendlichen anzubieten. Um eine - medizinisch notwendige - flächendeckende Durchimpfung, die von der Ärztekammer schon seit längerem gefordert wird, zu erreichen, sollten jedoch nicht nur die Ambulanzen der Krankenhäuser, sondern auch die 3.000 niedergelassenen Ärzte und auch Männer in diese Impfaktion einbezogen werden.

   "HPV ist ein Virus, der sowohl bei Frauen (Gebärmutterhalskrebs) als auch bei Männern bösartige Erkrankungen auslösen kann. Deshalb ist jede Form der medizinischen Vorsorge in diesem Bereich begrüßenswert", so Dr. Johann Jäger, Chef der niedergelassenen Ärzte in NÖ. Aus medizinischen Gründen wäre es jedoch aus Sicht der Ärzte unbedingt beachtenswert, auch Männer in diese Präventionsaktion einzubeziehen. Dr. Judith Glazer, Impfreferentin der NÖ Ärztekammer:
"Seit langem versucht man die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten im Sinne der Patienten zu verbessern. Gerade bei Impfungen, die ja seit jeher zu den Kernaufgaben der niedergelassenen Haus- und Fachärzte gehören, sollte man diese Anliegen auch umsetzen. Daher wäre es begrüßenswert, die Aktion des Landes auch in allen NÖ Ordinationen anbieten zu können. Dies ist sicherlich auch im Sinne der Krankenkassen, die - wie die Politik - ständig eine Aufwertung des niedergelassenen Bereiches fordern."

   Die Einbeziehung der Ordinationen würde diese Aktion näher zu den Menschen bringen und den Zugang für die Patienten weiter vereinfachen. Dies bestätigt auch der Chef der NÖ Spitalsärzte, Dr. Gerhard Schuh: "Vorwiegend richtet sich diese Impfaktion an Jugendliche, die oft noch Schulen besuchen. Die Ambulanzen unserer Krankenhäuser sind jedoch in vielen Fällen nur am Vormittag geöffnet. So sind lange Wartezeiten für die Patienten und noch mehr Arbeit und Überstunden für die Spitalsärzte vorprogrammiert. Eine Entlastung dieser Situation durch die Einbeziehung der Ordinationen wäre sicherlich eine "win-win Situation".

   Auch Dr. Johann Jäger ist überzeugt, mit einer breiter angelegten Impfaktion wesentlich mehr bewirken zu können: "Die Unterstützung der niedergelassenen Ärzte ist auf alle Fälle vorhanden. Krankenhäuser gibt es bekanntlich nur 21, niedergelassene Ärzte hingegen fast 3.000."

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HPV-Impfung, WGKK bzw. Obmann Bittner
« Antwort #9 am: 18. Mai 2007, 23:37 »

Bittner fordert kostenlose HPV-Impfung

Effektive Krebsvorsorge noch immer nicht im öffentlich finanzierten Kinderimpfprogramm


Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Trägerkonferenz im Hauptverband
der Österreichischen Sozialversicherungsträger, Obmann Franz Bittner,
fordert die rasche Aufnahme der HPV-Impfung für Mädchen - und wenn
medizinisch notwendig auch für Knaben - in das öffentlich finanzierte
Kinderimpfprogramm durch das Gesundheitsministerium.

Eine entsprechende Initiative des Hauptverbandes blieb vom Ministerium
bisher unbeantwortet.

   Die Impfung sollte für die Mädchen bzw. deren Eltern kostenlos
sein. "Wir dürfen für diese Präventionsmaßnahme keine
Zugangsbarrieren für einkommensschwache Haushalte zulassen. Die
notwendigen drei Impfungen kosten immerhin ca. 600 Euro, ein Betrag,
den sich viele Familien nicht ohne weiteres leisten können" sagte
Bittner. Die Sozialversicherung ist bereit, so wie bei den anderen
notwendigen Kinderimpfungen, ihren Anteil zu finanzieren. "Bund und
Länder sind aufgefordert, dem positiven Beispiel Niederösterreichs zu
folgen, und die Initiative der Sozialversicherung rasch aufzugreifen"
appellierte Bittner.

   Der verfügbare Impfstoff schützt gegen die HPV-Typen 16 und 18,
die für rund 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebsfälle als
Verursacher gelten (HPV = Humane Papillomaviren). In Österreich
werden jährlich ca. 500 neue Fälle von Zervixkarzinomen registriert.
Jedes Jahr sterben 130 bis 180 Frauen an dieser heimtückischen
Krebsart. Da es sich bei der HPV-Impfung um eine effektive Maßnahme
zur Prävention einer der häufigsten Krebsarten bei Frauen handelt,
empfiehlt auch der Impfausschuss des Obersten Sanitätsrates sowie das
Robert Koch Institut in Deutschland die Impfung für Mädchen vor
Eintritt in das sexuell aktive Alter.
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HPV-Impfung, Politik
« Antwort #10 am: 18. Mai 2007, 23:42 »

Do, 12.Apr 2007

FPÖ Wien: Kostenlose Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gefordert

Unterstützung des Landes Niederösterreich begrüßenswertes Beispiel

   Wien, 12.04.2007 (fpd) - In Europa ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste Todesursache junger Frauen. Eine Impfung könnte rund 75% aller Gebärmutterhalskrebsfälle verhindern. Zur Zeit ist eine solche Impfung für Mädchen und Frauen zwischen 9 und 26 Jahren zwar möglich, allerdings mit hohen Kosten verbunden und für viele - vor allem sozial schwache Familien - nicht erschwinglich, so der Wiener FPÖ-Gesundheitssprecher, LAbg. GR Mag. Gerald Ebinger und LAbg. Mag. Dietbert Kowarik.

Anfang Mai startet in allen niederösterreichischen Landeskliniken eine Impfaktion für Frauen und Mädchen zwischen 9 und 26 Jahren zu einem vergünstigten Preis von Euro 90 pro Dosis. Eine derartige Impfaktion wäre auch für Wien begrüßenswert und ein erster Schritt in die richtige Richtung - allerdings, so die beiden FPÖ-Gemeinderäte, muss in Zukunft eine kostenlose Impfung das Ziel sein. Denn nur so kann die Anzahl der Gebärmutterhalskrebsfälle in Wien nachhaltig gesenkt und möglichst vielen jungen Frauen und deren Familien dieses Leid erspart werden, so Ebinger und Kowarik abschließend.


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HPV-Impfung, Politik
« Antwort #11 am: 18. Mai 2007, 23:47 »


St. Pölten

Faktum ist, dass Niederösterreich als einziges Bundesland diese Impfung fördert. Die Kosten belaufen sich im Gegensatz zu Krismers Behauptungen auf 270 Euro für alle drei Teilimpfungen in den NÖ Landeskliniken. Was die Grüne Partei hier betreibt ist also nichts als bewusste parteipolitische Polemik auf Kosten junger Frauen", so die Frauensprecherin der Volkspartei Niederösterreich, LAbg. Erika Adensamer.

   "Der Gebärmutterhalskrebs ist einer der häufigsten bösartigen Tumore bei Frauen. Jährlich sterben daran über 270.000 Frauen weltweit, in Österreich fallen dieser Krankheit pro Jahr rund 200 Frauen zum Opfer.

Zielgruppe der Impfaktion, die ab 2. Mai in allen NÖ Landeskliniken angeboten wird, sind junge Frauen im Alter von 9 bis 26 Jahren.

Im Rahmen der Impfaktion sind drei Teilimpfungen notwendig, die insgesamt 600 Euro kosten. Dieser hohe Betrag ist für viele nicht leistbar.

Deshalb unterstützt das Land NÖ die Impfaktion, auch die NÖ Gebietskrankenkasse, die Sozialversicherungsanstalten der Bauern und der gewerblichen Wirtschaft beteiligen sich an den Kosten.

Somit bleibt ein Selbstbehalt von 90 Euro für jede der drei Teilimpfungen, das sind über acht Monate insgesamt 270 Euro für die Gesamtimmunisierung", so Adensamer.
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HPV-Impfung, Politik
« Antwort #12 am: 18. Mai 2007, 23:50 »



ÖGB NÖ Frauenvorsitzende fordert den kostenlosen bundesweiten Zugang zur Impfung gegen die HPV-Infektion für Frauen und Männer


   Wien (ÖGB-NÖ) - "Grundsätzlich begrüße ich die Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gegen Gebärmutterhalskrebs, doch sind dabei ein paar wichtige Details unklar: Derzeit bezahlt das Land NÖ 1/6 der Impfkosten, ein weiteres Sechstel bezahlt der zuständige Krankenversicherungsträger. Die Finanzierung der restlichen 2/3 der Kosten müssten aus heutiger Sicht  Eltern bzw. die Frauen selbst finanzieren", erläutert die ÖGB NÖ Frauenvorsitzende Christa Bogath und weiter:
"Diese Impfung werden sich auf keinen Fall alle Eltern bzw. Frauen leisten können. Man denke dabei an Mehrkindfamilien, Arbeitslose und Menschen, die an der Armutsgrenze leben."++++

   Laut ExpertInnen sei ein Impfkonzept für Mädchen und Buben bzw. Frauen und Männer dringend erforderlich. Da die Infektion vor allem durch Sexualkontakt übertragen wird, wird von ExpertInnen eine Impfung der Mädchen bzw. der Buben vor dem ersten Sexualkontakt empfohlen. Ein wesentlich größerer Impfeffekt könne erzielt werden, würden alle Frauen - egal welchen Alters - und auch die männliche Bevölkerung diese Impfung erhalten

   Nicht nur als Überträger der Krankheit müssten Burschen geimpft werden, sondern auch als Betroffene der von den Viren übertragenen Krankheiten (z. B. Condilome - Feigwarzen, Anal-Karzinom bis hin zu anderen Krebserkrankungen).

   "Prävention dient zur Verbesserung der Volksgesundheit. Darum ist es sinnvoll, dass beide Geschlechter von dieser so wichtigen Präventionsmaßnahme profitieren. Kondome schützen laut ExpertInnen zwar vor anderen sexuell übertragenen Krankheiten, aber nicht gegen das HPV-Virus. Zukunftsorientierte nachhaltige Gesundheitspolitik muss  für beide Geschlechter auch die gleichen präventiven Maßnahmen bieten, ganz im Sinne der Gender Medicine", so Bogath abschließend.

   Zur Info: Seit Herbst 2006 ist der Impfstoff gegen das Human Papilloma Virus bzw. die HPV-Infektion auf dem Markt. Wissenschaftlich ist abgesichert, dass 99 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs und der Vorstadien  auf diese Virusart zurückgehen.

   Für die Berechnung der Kosten der Impfung ist aus meiner Sicht zu berücksichtigen, dass es hier nicht nur um die Verhinderung eines Großteils der Fälle von Gebärmutterhalskrebs geht - ganz abgesehen davon , dass es in erster Linie um die Verhinderung von Leid geht - sondern es ist in die Berechnungen unbedingt mit einzubeziehen, dass österreichweit  jährlich bei etwa 15.000 Frauen ein Vorstadium von Gebärmutterhalskrebs  diagnostiziert wird. Bei rund einem Drittel der Fälle sind teure, für die jeweilige Patientin belastende, operative Maßnahmen notwendig. Dazu kommen ebenfalls jährlich österreichweit die Kosten von 100.000 kontrollpflichtigen Zellabstrichen, die ebenfalls hohe Kosten verursachen.

10.5.07                           
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HPV-Impfung, Politik
« Antwort #13 am: 18. Mai 2007, 23:53 »


SP-Klicka zu Gebärmutterhalskrebs: Wien setzt auf Vorsorge


Wien (SPW-K) - "Derzeit gibt es in Wien pro Jahr cirka 100
Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen
hat sich in den letzten 15 Jahren halbiert. Wien setzt in diesem
Bereich auf ein umfassendes Vorsorgeprogramm", sagte Donnerstag die
Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Wiener Gemeinderates,
Marianne Klicka, in Reaktion auf Aussagen von FP-Gemeinderats David
Lasar.

   Es gebe international derzeit keinerlei gesundheitsökonomische
Daten, wie der Einsatz des Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs in
der Zusammenschau mit anderen Vorsorgemaßnahmen gesundheitspolitisch
sinnvoll gestaltet werden könnte.

Klicka gab darüber hinaus zu bedenken, dass nicht nur Mädchen, sondern auch Buben, die ja die
Überträger von HPV (Human Papilloma Virus) seien, geimpft werden
müssten.

Darüber hinaus wirke die Impfung lediglich gegen den
Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs, HPV.

Die Vorsorgeuntersuchungen bei niedergelassenen FrauenärztInnen bleibe
weiterhin unerlässlich.

Klicka forderte abschließend, die weitere Entwicklung in diesem Bereich abzuwarten, anstatt "kurzfristig den
ökonomischen Interessen der Pharmaindustrie aufzusitzen".

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HPV-Impfung, Wirkstoff hilft auch bei .........
« Antwort #14 am: 18. Mai 2007, 23:55 »

Pharmakonzerne wollen breitere Lizenz für Gardasil

Weltweit erster Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs könnte auch gegen andere Krebstypen eingesetzt werden


London - 27.4.07
Die Pharmakonzerne Merck und Sanofi-Aventis haben bei den europäischen Regulierungsbehörden eine Zulassung für eine breitere Anwendung ihres Impfstoffs gegen Gebärmutterhalskrebs beantragt. Dies teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Die Substanz Gardasil schützt vor den durch Geschlechtsverkehr übertragenen Humanen-Papilloma-Viren (HPV), die die Krankheit auslösen können. Während die Wirksamkeit des Medikaments zunächst bei vier Viren-Typen anerkannt worden war, zeigten jüngste Tests den Unternehmen zufolge, dass die Substanz auch vor weiteren Typen schützen kann. Zudem hätten Daten auf einen Schutz vor Scheiden- und Schamlippenkrebs hingewiesen.

In der vergangenen Woche hatten die Konzerne bereits bei den US-Behörden eine Zulassung beantragt, die Anwendung auszuweiten. Gardasil ist weltweit der erste erhältliche Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs, eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. Er wurde von Sanofi Pasteur MSD entwickelt, ein Gemeinschaftsunternehmen vom französischen Pharmariesen Sanofi-Aventis und dem US-Pharmakonzerns Merck.

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HPV-Impfung, "Wien" jetzt auch für bundesweite Aktion
« Antwort #15 am: 19. Mai 2007, 00:00 »


Gebärmutterhalskrebs: Wehsely für bundesweite Impf-Lösung


Wien (APA) - Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (S) hat am Montag eine bundesweite Lösung für eine Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs gefordert. Sie habe einen entsprechenden Vorstoß bereits im Rahmen der Bundesgesundheitskommission am vergangenen Freitag unternommen, so Wehsely in einer Aussendung.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) sei ersucht worden, eine entsprechende bundesweite Impfregelung auszuarbeiten und der nächsten Bundesgesundheitskommission am 28. Juni vorzulegen. Wehsely schlägt vor, die HPV-Impfung (gegen die Human Papilloma Viren, Anm.) in das Kinderimpfprogramm aufzunehmen. Die Kosten wären dann nach gewohntem Schlüssel zu teilen, so Wehsely: Zwei Drittel übernimmt der Bund und je ein Sechstel übernehmen Länder und Sozialversicherung.

"Im Sinne der Gesundheit aller Österreicherinnen brauchen wir hier rasch eine bundesweite Regelung und keinen Wettlauf einzelner Bundesländer", so die Wiener Gesundheitsstadträtin. Durch die Vorsorgeuntersuchungen sei die Zahl der Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen bereits rückläufig. Die Impfung biete die reale Chance, die Zahl der Erkrankungen weiter zu senken - und diese Chance gelte es nun zu ergreifen. Allerdings werde die Impfung die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung nicht ersetzen, betonte Wehsely.

Österreichische Experten haben in der jüngeren Vergangenheit immer vehementer die Aufnahme der HPV-Impfung zumindest für alle Mädchen vor ersten sexuellen Kontakten - HPV wird beim Intimverkehr übertragen - gefordert. Regulär kostet jede der drei Dosen Impfstoff in den Apotheken 208 Euro, im Rahmen einer Aktion der Apothekerkammer gemeinsam mit dem Großhandel beträgt der Preis derzeit 155 Euro.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) hat erklärt, dass die Durchimpfung eines Jahrganges derzeit 25 Mio. Euro kosten würde. Das Geld dafür sei nicht da. Laut Herstellerangaben würden die Ausgaben für den Bund aber nur bei der Hälfte bis deutlich darunter liegen. (11,88 Mio. Euro für die Durchimpfung von 85 Prozent der Mädchen und 50 Prozent der Buben). In Österreich sterben pro Jahr rund 180 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Etwa 5.000 müssen sich wegen Krebs-Vorstufen chirurgischen Eingriffen unterziehen.




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OÖ.GKK: HPV-Impfung - wozu? Kein Zuschuss!
« Antwort #16 am: 19. Mai 2007, 11:03 »



Beim Leiter der OÖ. GKK Hrn. Alois Stöger habe ich angefragt,

wie es mit der Kostenübernahme der HPV-Impfung aussieht.



Die Antwort war:

„….., dass die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse keine Kosten für Impfungen gegen Gebärmutterhalskrebs übernimmt. Dies deshalb, weil der Nutzen dieser Impfung noch nicht ausreichend gesichert ist.“


Du ärgerst dich darüber?

Du bist durch die Beiträge im Forum, hier und unter Gebärmutterhalskrebs gut informiert?

Du findest, der "Chef" sollte sich hier mal die Aufklärungen zur HPV-Impfung ansehen?

Dann schreibe ein Email an den „Chef“ Hrn. Alois Stöger:  ooegkk@ooegkk.at



Dieser Tage erschienen die „Bilanzen“ der österreichischen GKK im Detail, veröffentlicht vom
Hauptverband der Sozialversicherungsträger:

Die OÖ.GKK schoss (positiv) den Vogel ab! Auch 2006 deutlicher GEWINN!
Warum etwa?
Durch die Pharmaindustrie, welche auf Grund einer 3-Jahresvereinbarung der GKK "kräftig unter die Arme greift"?
Durch Ablehnung von Kostenübernahmen bei Anträgen von Patienten?


Dietmar Erlacher, Admin