Autor Thema: Zentrum Wiener Neustadt, ein Meilenstein Österreichischer Krebsforschung  (Gelesen 5127 mal)

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In Wiener Neustadt entsteht Österreichs größtes Krebsforschungszentrum


    200 Millionen Euro zur Krebsbekämpfung
    Probebetrieb ab 2013

http://www.format.at/articles/1111/525/291574/in-wiener-neustadt-oesterreichs-krebsforschungszentrum

In Wiener Neustadt entsteht Österreichs größtes Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron. Innovative Strahlentherapien sollen Heilung bringen.

Derzeit bestimmen Bagger das Geschehen. Auf einer Fläche von 3,2 Hektar wühlen sich Baumaschinen ins Erdreich, auf dem in den nächsten zwei Jahren Österreichs größtes Krebsbehandlungs- und -forschungszentrum MedAustron im neuen Wr. Neustädter Viertel „Civitas Nova“, zwischen dem Zentrum und dem Flugplatz Ost gelegen, entstehen soll. Offizieller Start für das 200 Millionen Euro teure Großprojekt ist am 16. März. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl schreiten dann zur Grundsteinlegung.

Heilung mit innovativen Strahlen

Mit MedAustron wird ein Tumorbehandlungs-Ambulatorium und Zentrum für klinische und nicht klinische Forschung mit Ionenstrahlen errichtet. Für die Bestrahlung kommen Protonen und Kohlenstoffionen zum Einsatz. Sie funktionieren zwar nach dem gleichen Prinzip wie herkömmliche Strahlentherapien bei der Krebsbekämpfung, wie sie in Österreich derzeit in 14 Zentren an verschiedenen Krankenhäusern durchgeführt werden. Der wesentliche Unterschied besteht aber in der Charakteristik des Strahls, der bei MedAustron erzeugt wird: Dieser durchdringt nicht das ganze Gewebe, sondern ist der Länge nach bis zu 27 Zentimeter einstellbar, sodass jeder Punkt des Körpers erreicht werden kann. Die Wirkung des Strahls entfaltet sich zum Großteil an dessen eingestelltem Endpunkt. Damit gelingt es, das Gewebe vor dem Tumor mit weitaus geringerer Energie zu durchstrahlen, als das bei herkömmlichen Bestrahlungstherapien der Fall ist. Mit einem dreidimensionalen Scanning-System lassen sich alle Punkte in einem lokalisierten Tumor millimetergenau bestrahlen.

„Bisherige Studien zeigen Erfolge bei Primärtumoren ohne Metastasierung, die sich in der Nähe strahlensensibler Organe befinden“, sagt Ramona Mayer, medizinische Leiterin des Projekts. „Durch die Nebenwirkungsarmut ist die Bestrahlung vor allem auch bei krebskranken Kindern gut geeignet.“ Die Erwartungshaltung in der Ionentherapie „liegt vor allem in der Verbesserung der therapeutischen Ergebnisse von Krebserkrankungen, die sich mit der konventionellen Strahlentherapie nicht optimal behandeln lassen, dazu gehören etwa Sarkome (Bindegewebs- und Knochenkrebs) sowie Lungentumore“, weiß Dietmar Georg, Leiter der Abteilung Medizinische Strahlenphysik an der MedUni Wien und Mitglied des medizinischen Beiratsausschusses von MedAustron.

Behandlungen mit Kohlenstoffionen werden bisher nur in Japan, Deutschland und Italien angewandt. „MedAustron wird unter den ersten fünf Zentren ähnlicher Funktionalität in Europa vorn mit dabei sein“, sagt Martin Schima, Geschäftsführer der Errichtungsgesellschaft EBG MedAustron.

1.200 PatientInnen jährlich

Ab 2015 sollen in dem neuen Krebstherapie-Ambulatorium rund 1.200 PatientInnen behandelt werden. Das entspricht ungefähr jener Anzahl von Krebserkrankten, die nach Schätzungen von MedizinerInnen von dieser neuen Behandlungsmethode profitieren könnten. Im Vollbetrieb sollen jährlich bis zu 24.000 Bestrahlungsvorgänge durchgeführt werden.

Kooperation mit CERN

2013 wird der Probebetrieb in Wiener Neustadt aufgenommen. Die Strahlenerzeugung erfolgt mittels eines sogenannten Synchrotrons. Das ist ein Kreisbeschleuniger, der aus Hunderten Elektromagneten besteht, durch den die Teilchen nahezu bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Aus dem Beschleunigerring werden die Teilchen durch die Strahlzuführungen in die Behandlungs- und Forschungsräume geleitet.

Das Funktionsprinzip des MedAustron ist das gleiche wie im europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf, dem größten Institut für Teilchenphysik der Welt. MedAstron hat natürlich wesentlich kleinere Ausmaße, will aber das Knowhow von CERN nutzen und hat daher eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Ein MedAustron-Team von derzeit 34 Mitarbeitern führt die Planung des Beschleunigers und Teile des Probebetriebs gemeinsam mit CERN-Experten durch. Diese Fachleute werden in den nächsten Jahren nach Wiener Neustadt wechseln und dort den Einbau des Teilchenbeschleunigers leiten und vorantreiben.

Nötig dafür sind auch speziell beschichtete Elektrobänder. Sie kommen von der voestalpine, die die Ausschreibung gewann. Auftragswert: eine Million Euro. Aus den Elektrobändern werden die etwa 300 Elektromagneten in dem Teilchenbeschleuniger gefertigt.

Wirtschaftliche Erwartungen

Das Projekt MedAustron sollte ursprünglich als Public-Private-Partnership-Modell durchgeführt werden. Private Investoren wollten sich allerdings mit Garantien und Ausfallshaftungen absichern. Jetzt wird allein mit Mitteln von Bund, Land und Stadt sowie EU-Förderungen gebaut. Der Bund übernimmt auch die Betriebskosten für den nicht klinischen Forschungsbereich von jährlich 5,5 Millionen Euro. Die Betriebskosten für den Ambulatoriumsbereich sollen sich über die Einkünfte aus den Behandlungen selbst finanzieren. Wiener Neustadt stellte das Grundstück zur Verfügung und beteiligt sich zu einem kleinen Anteil auch an den Baukosten.

Die Erwartungen bezüglich wirtschaftlicher und Arbeitsmarkt-Impulse durch das neue Zentrum sind hoch. Das betrifft in einer ersten Ausbaustufe die Bautätigkeit, die mehr als 200 Arbeitsplätze schaffen könnte. Im Behandlungs- und Forschungsbetrieb sollen 170 neue Jobs entstehen.

Einen Wertschöpfungs- und Kaufkrafteffekt soll aber auch die Ausrichtung des MedAustron als Ambulatorium bringen. Der Zustrom von Patienten aus Österreich und den Nachbarländern – Kooperationen mit ungarischen Medizinzentren sind vorgesehen – sollte zu einem höheren Aufkommen beim Gesundheitstourismus beitragen.

Interdisziplinäre Krebsforschung

„Es entspricht dem Selbstverständnis von MedAustron, sich nicht als isoliertes Wundermittel gegen Krebs zu präsentieren, sondern gemeinsam mit den erfahrensten Wissenschaftlern im Bereich der Krebsdiagnose und Therapie eine sinnvolle Ergänzung zu unserem Gesundheitssystem zu bieten“, sagt MedAustron-Geschäftsführer Schima. In Wiener Neustadt wird daher zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit im In- und Ausland eingeladen.

Therapien mit dem neuen Teilchenbeschleuniger fallen zwar in den Bereich der Radiologie, aber Krebsforschung ist ein interdisziplinäres Geschehen. So betreibt etwa Oncotyrol in Innsbruck ebenfalls Grundlagenforschung, aber im Bereich Immuntherapie. Oncotyrol wurde 2008 als PPP-Projekt mit einem Volumen von 24 Millionen Euro gegründet, wird zu 55 Prozent von der öffentlichen Hand gefördert und widmet sich der Forschung mit dendritischen Zellen, der Suche nach Biomarkern und der Entwicklung von diagnostischen Tests.

„Wir betreiben personalisierte Krebsmedizin, das heißt, wir suchen nach neuen Behandlungsmethoden, die auf die individuellen Eigenschaften eines Tumors abgestimmt sind“, sagt Lukas A. Huber, wissenschaftlicher Leiter von Oncotyrol. Das Institut muss sich im Herbst einem Hearing der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) stellen, weil der Förderzeitraum 2012 abläuft. „Da wird geprüft, wie gut wir waren, welche Anwendungen möglich waren, wie viele Patente wir angemeldet haben und welche Projekte für die nächsten Jahre erfolgversprechend sein könnten“, sagt Huber. Dann entscheidet die FFG, ob nochmals für vier Jahre Fördermittel genehmigt werden.

Für strenge wirtschaftliche und wissenschaftliche Prüfungen hat MedAustron noch ein paar Jahre Zeit.

– Doris Gerstmeyer

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MedAustron: Housewarming im Zentrum für Krebsbehandlung und Forschung - BILD

MedAustron Housewarming vergrößern
BILD zu OTS - Im Zuge des Housewarmings wurde der neue "Med Austron" Schriftzug über dem Eingang des Gebäudes enthüllt.

Mi., 10. Okt. 2012

Wiener Neustadt (OTS/EBG MedAustron) - MedAustron, das Zentrum für
Ionentherapie und Forschung in Wiener Neustadt verbucht einen
weiteren Meilenstein: Die Belegschaft hat das in Rekordbauzeit
errichtete Gebäude bezogen.

Aufsichtsratsvorsitzender Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger
nahm die feierliche Eröffnung vor.

MedAustron nimmt immer konkretere Formen an: Nach einer
Rekordbauzeit von nur 18 Monaten wurde das Gebäude im August
fertiggestellt. Die Belegschaft der EBG MedAustron GmbH ist mit 01.
Oktober in die neuen Büros eingezogen. "Mit der Fertigstellung des
Gebäudes ist ein weiterer Schritt in Richtung der Umsetzung dieses
Zukunftsprojektes getan, das weltweit erst das vierte Zentrum dieser
Art sein wird. Mein Dank gilt dem engagierten Team von MedAustron,
ohne dessen Einsatz unsere ehrgeizigen Ziele nicht erreicht werden
könnten. Ich bin überzeugt, dass wir im selben Stil auch die
nächsten entscheidenden Schritte bravourös meistern werden", freute
sich Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger,
Aufsichtsratsvorsitzender von EBG MedAustron. Schneeberger nahm die
feierliche Eröffnung vor und enthüllte dabei auch den neuen "Med
Austron" Schriftzug über dem Eingang des Gebäudes.

Meilensteine. Über bisherige und kommende Meilensteine
informierten die beiden Geschäftsführer der EBG MedAustron GmbH, Dr.
Thomas Friedrich und Dr. Bernd Mößlacher im Rahmen des Housewarmings.
Erst im März 2011 war der Grundstein für das Wr. Neustädter
Ionentherapie-Zentrum gelegt worden, nur acht Monate später wurde die
Dachgleiche gefeiert und weitere zehn Monate später war das Gebäude
bereits fertiggestellt. Neben den Arbeiten am Gebäude von MedAustron
wird parallel dazu am europäischen Kernforschungszentrum CERN der
Teilchenbeschleuniger von MedAustron entwickelt und im neuen Gebäude
eingebaut. Rund 50 Mitarbeiter sind dafür in der Schweiz im Einsatz.
Im März 2012 wurde dort bereits der Teststrahl für MedAustron von
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll erfolgreich gestartet.

"Erste Mitarbeiter sind nun bereits aus Genf zurückgekehrt und
beginnen mit dem Aufbau der Teilchen-beschleunigeranlage in Wiener
Neustadt. Wesentliche Teile der neu entwickelten Medizintechnik
werden ebenfalls von den Testständen bei den Herstellern zu
MedAustron übersiedeln", informiert Dr. Bernd Mößlacher über den
Status Quo. Im kommenden Jahr wird intensiv an der Installation der
komplexen Anlage gearbeitet werden, bevor 2014 die Gesamtanlage
getestet und ab 2015 mit der medizinischen Kommissionierung begonnen
werden kann. Ende 2015 soll schließlich der erste Patient bei
MedAustron behandelt werden und in weiterer Folge das Zentrum
sukzessive ausgebaut werden. Im Vollbetrieb werden schließlich
jährlich bis zu 1.400 Patienten pro Jahr therapiert.

Innovation. Ob Hülle, Kern oder Therapie - bei MedAustron wird
innovative Spitzentechnologie angewendet. So kam für den Bau
beispielsweise die sogenannte "Sandwich-Technologie" zum Einsatz, die
eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis mit sich brachte und dabei
auch noch eine umweltschonende Bauweise ist. Keinesfalls "08/15" ist
auch die komplexe Technik bei MedAustron, für die zahlreiche Weiter-
und Neuentwicklungen nötig sind: Neben dem bereits erwähnten
Teilchenbeschleuniger wird die Steuerungssoftware für den gesamten
Behandlungsablauf gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Paracelsus
Medizinischen Universität in Salzburg neu entwickelt. Die
Protonengantry etwa - eine 180Grad um den Patienten rotierbare
Bestrahlungseinrichtung - wird in Zusammenarbeit mit Schweizer
Maschinenbauingenieuren entworfen. "Als echter Meilenstein in der
Bestrahlungstherapie kann das Patientenpositionierungssystem gesehen
werden, bei dem erstmals weltweit höchstpräzise Patientenlagerungen
erreicht werden können - unabdingbar für eine erfolgreiche,
millimetergenau Tumorbestrahlung.", so Mößlacher Nicht zuletzt ist
natürlich auch die Therapieform, die bei MedAustron zum Einsatz
kommen wird, innovativ, wie Dr. Thomas Friedrich betont: "Bis jetzt
gibt es erst drei Zentren weltweit, die die Bestrahlung mit Protonen-
und Kohlenstoffionen gemeinsam anbieten können. MedAustron wird als
viertes derartiges Zentrum eine wesentliche Rolle bei der
Krebsbehandlung und Forschung in Europa einnehmen."

Geri

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Ein Vorgeschmack zu "Wiener Neustadt" ist hier zu sehen, 18.10.12, 01.00, swr-tv


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Leben live: Thema der Sendung

Logo "Leben live"
Leben live

Alle Hoffnungen von Gerhard Hoppe ruhen auf den Ärzten der Uniklinik Heidelberg. Bei dem 63-jährigen Ingenieur wurde vor einigen Monaten ein gefährlicher Hirntumor entdeckt. Es folgte eine schwere Operation, doch das bösartige Geschwulst lag nahe an lebenswichtigen Nerven und Organen und konnte nicht vollständig entfernt werden. Jetzt sollen radioaktive Atomteilchen die Reste der wuchernden Zellen zerstören.
In Heidelberg steht dem Ärzteteam um Prof. Debus seit Kurzem der erste europäische Schwerionenbeschleuniger für Krebsbehandlungen zur Verfügung. 120 Millionen Euro und 20 Jahre Forschung stecken in der High-Tech-Anlage, die zum Schutz vor gefährlichen Strahlen tief unter der Erde installiert ist. Mit starken Magnetfeldern werden die Teilchen auf Touren gebracht, um krankes Gewebe mit weltweit einmaliger Präzision zu zerstören.
Als erstes Fernsehteam konnten die "Leben live"-Autoren Hannes Karnick und Wolfgang Richter Patienten und Ärzte bei der Therapie begleiten und einen Blick ins Innerste der Anlage werfen. Die Kamera ist dabei, wenn Gerhard Hoppe eine eng anliegende Gesichtsmaske angepasst wird, und folgt ihm bis auf den Bestrahlungstisch. Wie von Geisterhand gesteuert fährt die Roboterliege in die vorher programmierte Position.
Wenn der Strahl kommt, ist der Patient ganz allein. Abgeschirmt hinter meterdickem Beton überwacht das Ärzte- und Wissenschaftlerteam im Kontrollraum den Ablauf der Behandlung.

http://www.swr.de/leben-live/-/id=122378/sdpgid=714349/se28j8/index.html


Weitere swr-Info zu Krebs: http://www.swr.de/tv/-/id=2798/sdpgid=714349/cf=42/nid=2798/did=653174/1ya63pu/index.html?rawQuery=Krebs&submit.x=0&submit.y=0&query=Krebs

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Erstes MedAustron Symposium war ein voller Erfolg!
« Antwort #3 am: 02. Dezember 2012, 00:56 »


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121130_OTS0303/erstes-medaustron-symposium-war-ein-voller-erfolg-bild


Erstes MedAustron Symposium war ein voller Erfolg!


Fr., 30. Nov. 2012

Personen: Martina Schlögl, DI Ulrike Mandl-Schweiger, Univ.-Prof. Dr. Ramona Mayer, MSc., Mag. DI Dr. Thomas Schreiner, Ursula Schindler, Mag. Dr. Ingeborg Zeh… Fotograf: Franz Baldauf


Wiener Neustadt (OTS) - MedAustron, das Zentrum für Ionentherapie und
Forschung, veranstaltete sein erstes Symposium über Neuro-Onkologie
und nichtklinische Forschung. Das Interesse des wissenschaftlichen
Fachpublikums war enorm: Rund 200 Teilnehmer informierten sich am 29.
und 30. November über klinische Möglichkeiten und nichtklinische
Forschungsthemen bei MedAustron.

Öffnung für die Fachwelt und Aufmerksamkeit für MedAustron als
Forschungszentrum hatte man sich im Vorfeld des ersten MedAustron
Symposiums als Ziele gesteckt. Und diese mehr als erreicht: Die
Organisatoren waren überwältigt vom Interesse, das die Einladung
geweckt hatte. "Wir sind zu Beginn von 80 Teilnehmern ausgegangen,
nun sind es mehr als doppelt so viele geworden. Das zeigt uns, dass
MedAustron in der wissenschaftlichen Community bereits gut platziert
ist und der Start des Klinik- und Forschungsbetriebs gespannt
erwartet wird", freuten sich Univ.-Prof. Dr. Ramona Mayer, MSc und
Mag. DI Dr. Thomas Schreiner, die Vorsitzenden des
Organisationskomitees.

Adressaten des Symposiums waren zum einen die österreichische
wissenschaftliche Gemeinschaft in der Strahlentherapie und zum
anderen Wissenschaftler, die die vorhandene Infrastruktur für ihre
Forschungsvorhaben nutzen wollen. Dementsprechend lag auch die
Ausrichtung des Symposiums in der Hand beider
MedAustron-Gesellschaften: der EBG MedAustron GmbH, die für die
Errichtung und den Betrieb der Therapieanlage verantwortlich ist, und
der PEG MedAustron Gesellschaft mbH, deren Zuständigkeit in der
Nutzung des Bereichs der nichtklinischen Forschung liegt.

Am ersten Tag der wissenschaftlichen Konferenz standen vier
Sessions rund um die Neuro-Onkologie am Plan. Zu den Schwerpunkten
"Chirurgie, Chemotherapie und Imaging in der Neuro-Onkologie",
"Konventionelle Radiotherapie und Lebensqualität", "Ionentherapie:
Prinzipien, bisherige Ergebnisse und Ausblick" sowie "Ionentherapie
und das Zentrum MedAustron" erörterten Referenten aus Wissenschaft
und Praxis aktuelle Entwicklungen und Perspektiven. Der zweite Tag
stand im Zeichen der nichtklinischen Forschung und bot dem
Fachpublikum drei Sessions zu den Schwerpunkten "Strahlenbiologie",
"Medizinische Strahlenphysik" und "Experimentalphysik" - gleichzeitig
auch die künftigen Forschungsfelder bei MedAustron.

Die rund 30 Referenten stammten aus unterschiedlichsten Klinik-
und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland: den
Landeskliniken Wiener Neustadt und St. Pölten, der Paracelsus
Medizinischen Privatuniversität, dem Paul Scherrer Institut, dem
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz, dem VU University
Medical Centre Amsterdam und den Medizinischen Universitäten Wien und
Graz für den ersten Tag; sowie der TU Wien, dem Austrian Institute of
Technology, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der
Fachhochschule Wiener Neustadt, der Donau-Universität Krems, dem
europäischen Kernforschungsinstituts CERN und der TU Dresden für den
zweiten Tag des Symposiums.

Abseits der Fachbeiträge hatte das Publikum auch die Gelegenheit,
sich vor Ort vom Fortschritt des Zentrums zu überzeugen und sich über
die weiteren technischen Implementierungsarbeiten zu informieren.
Seit der Grundsteinlegung im März 2011 sind die Arbeiten im
Rekordtempo vorangeschritten, die Mitarbeiter von EBG und PEG konnten
mit Oktober 2012 ihre neuen Büros beziehen. Bevor der Strahl für
Therapie und Forschung zur Verfügung steht, gilt es nun, auch die
umfangreichen Installationsarbeiten und intensiven Tests der
Beschleunigeranlage zügig voranzutreiben. Ende 2015 erwartet man bei
MedAustron schließlich die Aufnahme des klinischen Betriebs.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0303 2012-11-30 17:50 301750 Nov 12 EBG0001 0495